2000


Timmendorfer Strand (DM)
18
. - 20. August 2000

Informationen · Bericht · Setzliste/Ergebnisse Frauen · Setzliste/Ergebnisse Männer · Bilder


Bericht

Sandwühlen im Schatten Olympias
Ahmann und Hager übel abgeschmettert
Oetke/Scheuerpflug erneut Meister
Deutscher Meistertitel für Schmidt/Staub
Favoriten setzen sich durch
Beachvolleyball-Meisterschaft: Zwei Mütter baggern um den Titel
Deutsche Meisterschaften als Gala
Maike Friedrichsen fällt für Beach-Volleyball-DM in Timmendorfer Strand aus


21.08.2000 - Montag - Deutschland - Quelle: Die Welt - Klaus Wegener

Sandwühlen im Schatten Olympias

Beachvolleyball-DM von Vorbereitungen für Sydney beeinträchtigt

Timmendorfer Strand - Es gibt bei den Beach-Volleyballern einen schönen Brauch. Wer ein Turnierspiel mit 0:15-Punkten verliert, muss eine Runde um den Centre Court laufen: Nackt, egal, wie kalt es ist. Bei den Deutschen Meisterschaften der Sandartisten in Timmendorfer Strand wurde die Höchststrafe gleich zwei Mal verhängt. Allerdings entzog sich beim Frauenturnier das Duo Galle/Wand nach dem 0:15 gegen die späteren Dritten Freytag/Stoof der Sanktion durch Flucht vom Spielfeld. Zum Missfallen der Zuschauer. Die bekamen wenigstens bei den Männern mehr zu sehen. Das Gespann Paul/Sladek zog nach dem punktlosen Debakel gegen die Nationalspieler Dieckmann/Dieckmann immerhin die Hosen runter.

Den Bonner Zwillingsbrüdern hat es sichtlich Spaß gemacht. Ein derartiges Ergebnis ist schließlich auch Ausdruck der Überlegenheit. Und das wird allen Nationalspielern gut getan haben. Weil sie bei der Weltserie Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln mussten, machten sie sich in diesem Sommer bei der nationalen Serie rar. Da war es gut, wieder mal daheim demonstrieren zu dürfen, wer die Chefs in den Sandburgen sind. Die gute Laune der "Dieckies" war indes rasch verflogen. Gegen die Kieler Malte Homeyer und Kjell Schneider verloren sie die Nerven. Dieckmann/Dieckmann hatten nämlich eine Woche zuvor endgültig den Kampf um das Sydney-Ticket verloren. Der Schmerz über das Olympia-Aus war bei Markus und Christoph Dieckmann dermaßen groß, dass sie sich gegen die Ranglisten-Sechsten zu einem verbalen Schlagabtausch hinreißen ließen. Fast wäre aus dem Wortgefecht ein Kampf mit Fäusten geworden, wären nicht Tour-Organisator Frank Mackerodt und Hinnerk Femerling als Beachwart des Volleyball-Verbandes dazwischen gegangen.

Zwei Teams pro Nation sind bei den Sommerspielen erlaubt. Für Deutschland sind Oliver Oetke/Andreas Scheuerpflug (Grafing/Freiburg) sowie die Hamburger Jörg Ahmann/Axel Hager qualifiziert. Der Showdown in dem Thriller "Zwei fliegen nach Sydney, einer fliegt raus" hat Spuren hinterlassen. In Argentinien hatte im Januar vergangenen Jahres der Kampf um die Olympia-Teilnahme begonnen. Auf 26 Turnieren der World-Tour konnten Punkte gesammelt werden, die besten acht Ergebnisse kamen in die Wertung. Vor einer Woche endete in Ostende der Qualifikationsmarathon. "Das war mörderisch", sagt Jörg Ahmann. Vor allem, weil sich in der Schlussphase wiederholt die deutschen Teams im direkten Vergleich gegenüberstanden. Im Finale in Timmendorfer Strand war das anders. Die Titelverteidiger Oetke/Scheuerpflug siegten gegen die Dieckmanns mit 12:10 und 12:10.

Auch die Meisterschaften der Frauen standen im Zeichen Sydneys. Vier Tage vor Beginn sagten die Nationalspielerinnen Maike Friedrichsen und Danja Müsch ihre Teilnahme ab. Eine Nervenentzündung im rechten Schlagarm Maike Friedrichsens zwang die Meister von 1999 zu einer Pause: "Um Sydney nicht zu gefährden." Das Fehlen der Titelverteidigerinnen nutzte das aktuelle deutsche Nummer-eins-Duo, Ulrike Schmidt und Gudula Staub, um sich 12.600 Mark Preisgeld und ihre dritte Meisterschaft nach 1996 und 1998 zu sichern. Nach den deutschen folgen nun die europäischen Titelkämpfe. Am Wochenende wird in Bilbao (Spanien) auch die Auslosung des olympischen Turniers vorgenommen. Vielleicht der Höhepunkt der Veranstaltung, denn die Aktiven sehen die EM freilich nicht als Höhepunkt ihrer sportlichen Laufbahn. Oliver Oetke ließ neulich ein Weltserienturnier in Espinho ausfallen, um eine Muskelzerrung auszukurieren. Und um seine olympische Mission zu reflektieren. "Wenn wir in Sydney gut abschneiden, bringt das unsere Sportart in Deutschland nach vorn", glaubt Oetke, "daher haben wir Olympiastarter eine große Verantwortung fürs Beachvolleyball."

 

Ahmann und Hager übel abgeschmettert

Beachvolleyball-DM in Timmendorf: Platz drei für Hamburgs Duo / Mackerodt ging baden...

Timmendorfer Strand - 30000 Zuschauer feierten bei den Deutschen Meisterschaften der Beachvolleyballer am Timmendorfer Strand ein rauschendes Bagger-Fest. Und sie bejubelten die Titelverteidiger: Oliver Oetke und Andreas Scheuerpflug gewannen zum zweiten Mal den Saison-Showdown, besiegten im Finale die Bonner Zwillinge Christoph und Markus Dieckmann mit 12:10, 12:10.

Jörg Ahmann und Axel Hager träumten vor dem Turnier von ihrem sechsten DM-Titel. Doch die Hamburger Olympia-Teilnehmer wurden im Halbfinale brutal niedergeschmettert: Die beiden anderen deutschen Sydney-Starter, Oetke und Scheuerpflug, hatten beim 15:6 leichtes Spiel mit "Vince" und "Hägär". Ahmann/Hager landeten schließlich nach einem 15:5 gegen Thomas Hikel/Marvin Polte (Bottrop) auf dem dritten Rang.

"Enttäuscht sind wir nicht", sagte Ahmann, "unser Saisonziel war klar darauf ausgerichtet, die Olympia-Tickets zu lösen. Das hatten wir zuvor geschafft." Und Hager erklärte, warum es wie schon 1999 nicht mit dem Titel klappte: "Wir haben einfach Probleme, am Sonntag Morgen unser Spiel zu finden." Am Nachmittag aber waren die Hamburger wieder so gut gelaunt, dass sie mit den anderen Athleten aus Jux Turnierorganisator Frank Mackerodt (mit seinen italienischen Lederschuhen) ins Meer warfen.

Bei den Frauen gewannen Ulrike Schmidt und Gundula Staub aus Leverkusen in Abwesenheit der Vorjahressiegerinnen Maike Friedrichsen (verletzt) und Danja Müsch das Finale gegen das Hamburger Duo Andrea Ahmann/Silke Schmitt mit 12:6, 12:5.

 

20.08.2000 - Sonntag - Deustchland - Quelle: Sport Informations Dienst

Oetke/Scheuerpflug erneut Meister

Timmendorfer Strand - Die Beachvolleyballer Oliver Oetke aus Grafing und der Freiburger Andreas Scheuerpflug haben bei den deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand ihren Titel erfolgreich verteidigt. Die Sydney-Starter setzten sich im Endspiel mit 12:10 und 12:10 gegen die Bonner Zwillinge Christoph und Markus Dieckmann (Bonn) durch. Ihren bereits dritten DM-Titel sicherten die WM-Fünften Ulrike Schmidt/Gudula Staub aus Leverkusen. Für den ersten Platz erhielten die Teams jeweils 12.600 Mark Preisgeld.

Die Vorjahreszweiten Schmidt/Staub behaupteten sich im Finale am Samstag gegen Andrea Ahmann/Silke Schmitt (Schmiden/Jork) mit 12:6 und 12:5. Die für Sydney nominierten Titelverteidiger Maike Friedrichsen (Eutin) und Danja Müsch (Kassel) hatten wegen einer Nerven-Entzündung im rechten Arm von Friedrichsen ihre DM-Teilnahme absagen müssen, bei den Europameisterschaften am kommenden Wochenende in Bilbao tritt Müsch mit "Schweiz-Legionärin" Jana Vollmer als Partnerin an.

Die Olympia-Neunten Jörg Ahmann/Axel Hager (Düren/Eimsbüttel) verloren am Sonntag im Halbfinale gegen Oetke/Scheuerpflug mit 6:15 und landeten nach einem 15:5 gegen Thomas Hikel/Marvin Polte (Bottrop) auf dem dritten Rang. Ebenfalls Bronze gab es bei den Frauen für das Berliner Duo Gabriele Freytag/Martina Stoof nach einem 15:9 gegen Heike Claasen/Annette Romainzcyk (Lohhof/Kempfenhausen).

 

19.08.2000 - Samstag - Deutschland - Quelle: Sport 1

Deutscher Meistertitel für Schmidt/Staub

Timmendorfer Strand - Die Olypia-Teilnehmerinnen Ulrike Schmidt und Gundula Staub aus Leverkusen sind neue deutsche Meister im Beachvolleyball. Vor 5000 Zuschauern am Timmendorfer Strand setzten sich die Vorjahreszweiten im Finale gegen Andrea Ahmann/Silke Schmitt (Fischbek/Jork) mit 2:0 (12:6, 12:5) Sätzen durch und erhielten für ihren Sieg 12.600 Mark Preisgeld.

Freytag/Stoof: Endstation Halbfinale

Zuvor hatten die WM-Fünften im Halbfinale das Berliner Duo Gabi Freytag/Martina Stoof mit 15:5 bezwungen. Ahmann/Schmitt schalteten im zweiten Halbfinale mit 15:6 Heike Claasen (Lohhof) und Annette Romainzcyk (Kempfenhausen) aus, die im Spiel um Platz drei gegen Freytag/Stoof mit 9:15 verloren.
Die ebenfalls für Sydney gesetzten Titelverteidiger Maike Friedrichsen (Eutin) und Danja Müsch (Kassel) hatten wegen einer Armverletzung von Friedrichsen ihre DM-Teilnahme absagen müssen.

Oetke/Scheuerpflug und Ahmann/Hager auf Erfolgskurs

Bei den Männern sind die favorisierten Olympiastarter Oliver Oetke/Andreas Scheuerpflug (Grafing/Freiburg) sowie Jörg Ahmann/Axel Hager (beide Elmsbüttel) auf dem besten Weg ins Finale am Sonntag (14.30 Uhr).
Oetke/Scheuerpflug gewannen zum Auftakt 15:12 gegen Körner/Schulz (Bremen/Berlin) und 15:7 gegen Anton/Lange (Düren/Berlin). Ahmann/Hager bezwangen Sander/Slacanin (Schmiden/Hamm) mit 15:13 und gewannen anschließend gegen Krank/Sonnenbichler (Schwaig/Rumeln) mit 15:10.

 

18.08.2000 - Freitag - Deutschland - Quelle: Sport 1

Favoriten setzen sich durch

Timmendorfer Strand - Die WM-Fünften Ulrike Schmidt und Gundula Staub (Leverkusen) konnten durch zwei Auftaktsiege bei den deutschen Beachvolleyball-Meisterschaften am Timmendorfer Strand ihrer Favoritenrolle gerecht werden.
Die Sydney-Starter stehen nach ihrem 16:14 gegen Heike Claasen/Anette Romainzcyk (Lohhof/Kempfenhausen) bereits im Halbfinale. Zuvor hatte das Duo bereits 15:2 gegen Anne Heins/Cornelia Schellenberg (Lohhof/Kempfenhausen) und 15:8 gegen Gabi Freytag/Martina Stoof (Berlin) gewonnen.
Die Titelverteidiger Maike Friedrichsen (Eutin) und Danja Müsch (Kassel) sind wegen einer Nerven-Entzündung im Arm von Friedrichsen nicht am Start. Das Finale der Damen findet am Samstag (15.15 Uhr) statt.

 

18.08.2000 - Freitag - Deutschland - Quelle: Hamburger Abendblatt

Beachvolleyball-Meisterschaft: Zwei Mütter baggern um den Titel

Hamburg - "Die Muttis" - unter diesem Titel firmieren Andrea Ahmann und Silke Schmitt (TV Fischbek/TuS Jork) im Tourheft der Beachvolleyball-Mastersserie. Die Bezeichnung ärgert Rolf Schmitt, Ehemann Silkes und Coach des Duos: "Der Begriff reduziert die beiden auf Freizeitspielerinnen. Wie soll man da Sponsoren finden?" Dabei gehören Ahmann/Schmitt im zweiten Jahr zu den nationalen Topteams. Bei der heute in Timmendorfer Strand beginnenden deutschen Meisterschaft (Preisgeld gesamt 120 000 Mark) sind sie hinter den Olympia-Fahrerinnen Ulrike Schmidt/Gudula Staub an Nummer zwei gesetzt.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Wenn möglich trainieren die früheren Bundesliga-Spielerinnen auf dem vereinseigenen Gelände des TuS Jork. Deshalb wechselte Silke Schmitt vom Erstliga-Absteiger TV Fischbek nach Jork, da die 31-Jährige ihre Hallenkarriere definitiv beendet hat.
"Dass die Saison so gut für uns läuft, hätte ich vor Beginn nicht gedacht", sagt Andrea Ahmann (32). Gemeinsam gewannen sie zwei der acht Mastersturniere. Das letzte auf Fehmarn beendete sie mit Aushilfspartnerin Jana Vollmer (Zürich) ebenfalls siegreich. "Ich hatte mir beim Balleinsammeln ein Stück rostiges Metall in den Fuß getreten", erklärt Netzspielerin Silke Schmitt ihren zeitweiligen Wettbewerbsverzicht. Die Wunde hatte mit vier Stichen genäht werden müssen. Seit Montag ist sie wieder im Training. Allerdings vermeidet es die 1,83 Meter große Angreiferin, barfuß im Sand zu laufen. Sie trägt Beachschuhe aus Neopren.

Im vergangenen Jahr hatte das Duo nur einmal als Sieger ein Masters beendet. In diesem Jahr sind nur die international auftretenden Schmitt/Staub, Friedrichen/Müsch (Köln) und Pianka/Pohl (Hamm) im Leistungsniveau höher einzuordnen. Da aber Maike Friedrichsen (Rücken) verletzt abgesagt hat und Pianka/Pohl international zu wenig Punkte sammelten, rückten die Vorjahresdritten Ahmann/Schmitt auf Rang zwei der Setzliste.
Die 16 besten Frauenteams schmettern von heute (10 Uhr) an um den Siegerscheck von 13 200 Mark, das Finale wird tags darauf um 15.15 Uhr ausgetragen. Am Start sind auch die Fischbekerinnen Okka Rau, mit Mireya Kaup (Kempfenhausen) an fünf gesetzt, und Katrin Petzold, mit Delia Schultrich (Creglingen) an sieben. Zudem qualifizierte sich Nicole Galle (CVJM) mit Beate Wand für das Feld, ebenso Beate Paetow/Kathrin Pahlitzsch (Henstedt). Die Männer schlagen von Sonnabend an auf, das Finale findet am Sonntag, 14.30 Uhr, statt.

 

16.08.2000 - Mittwoch - Deutschland - Quelle: Sport 1

Deutsche Meisterschaften als Gala

Timmendorfer Strand - Die Tickets für Sydney sind vergeben, jetzt kommen die deutschen Olympia-Starter im Beachvolleyball zum letzten "Schaulaufen" in die Heimat.
Bei den neunten deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand sind ab Freitag einige offene Rechnungen zu begleichen. Im Mekka des deutschen Beachvolleyballs geht es nicht nur um 120.000 Mark Preisgeld, sondern auch darum, ob die für Sydney qualifizierten Teams des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) diese Leistung im Duell mit ihren Verfolgern auf nationaler Ebene bestätigen können.

Olympia hat einen höheren Stellenwert

Bei den Männern liegt die Favoritenrolle bei den Titelverteidigern Oliver Oetke und Andreas Scheuerpflug. Das Duo aus Weikersheim und Freiburg kristallisierte sich in der weltweiten Olympia-Qualifikation als stärkstes deutsches Team heraus. Ihre Rivalen: Die ebenfalls für Sydney qualifizierten Rekord-Meister Jörg Ahmann/Axel Hager. Die Hamburger peilen in Timmendorf ihren sechsten Titel an.
"Für uns hat die Meisterschaft diesmal hinter Olympia aber nicht die höchste Priorität", sagte der 34-jährige Ahmann. Titelanwärter Nummer drei und vier sind die Bonner Zwillinge Markus und Christoph Dieckmann, die auf internationaler Ebene in der Olympia-Qualifikation scheiterten, sowie Sergej Sergejew/Falk Zimmermann aus Berlin, die in den vergangenen Monaten vier von acht Masters-Turnieren gewannen.

Frauen-Traumfinale bereits vor Turnierbeginn geplatzt

Dagegen ist in der Frauen-Konkurrenz das "Traumfinale" der beiden Olympia-Teams schon vor dem ersten Aufschlag geplatzt: Die Titelverteidigerinnen Maike Friedrichsen/Danja Müsch (Köln) zogen ihre Meldung wegen einer Armverletzung von Friedrichsen zurück und verzichten auch - um ihren Start in Sydney nicht zu gefährden - auf die Europameisterschaft eine Woche später in Bilbao.
Damit dürfte der Weg frei sein für den dritten Titelgewinn von Ulrike Schmidt/Gudula Staub (Leverkusen), die gegenwärtig auch in der Weltrangliste als deutsche Nummer eins geführt werden.

Deutschland etabliert sich als drittbeste Beach-Nation

"Zwischen Olympia-Qualifikation und Olympischen Spielen kann man die deutsche Meisterschaft wohl eine Gala nennen", meinte Gudula Staub (31), die nach Sydney ihre internationale Karriere beenden wird. Als echte Kontrahenten gelten Ines Pianka/Stephanie Pohl (Hamm), deren Olympia-Träume sich nicht erfüllten.
Die Meisterschaften in Timmendorf sind seit 1993 Höhepunkt, Finale und größte Strandparty der deutschen Beachvolleyball-Szene. Die "D2-Masters" mit acht Turnieren und den abschließenden Titelkämpfen gelten mit einem Gesamtpreisgeld von 520.000 Mark als bestdotierte nationale Serie Europas.
Auch sportlich hat sich der DVV in der Welt als drittbester Verband hinter Brasilien und den USA etabliert. Neben diesen beiden Ländern gelang es nur Deutschland und Gastgeber Australien, das maximale Kontingent von vier Beach-Teams nach Sydney durchzubringen.

 

15.08.2000 - Dienstag - Deutschland - Quelle: Deutscher Volleyball Verband

Maike Friedrichsen fällt für Beach-Volleyball-DM in Timmendorfer Strand aus

Großes Pech für Maike Friedrichsen (PSV Eutin): Die mit Danja Müsch (TSG Wilhelmshöhe) für Sydney qualifizierte Beach-Nationalspielerin muss die vom 18.-20. August stattfindenden Deutschen D2 Beach-Volleyball Meisterschaften in Timmendorfer Strand wegen einer Armverletzung absagen. Auch an den Beach-Europameisterschaften, eine Woche später in Bilbao, nimmt Friedrichsen nicht teil. Für Friedrichsen/Müsch rutschen Anne Heins/Cornelia Schellenberg (VF Bayern Lohhof/VC B.-Kempfenhausen) in das Teilnehmerfeld nach.

Sichtlich enttäuscht verkündete Maike Friedrichsen den Verzicht auf den nationalen Beach-Höhepunkt: „Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt habe ich mich entschieden, in Timmendorf nicht zu spielen. Ich will nicht das Risiko eingehen, die Verletzung zu verschlimmern und somit die Teilnahme in Sydney 2000 aufs Spiel zu setzen. Dafür habe ich vier Jahre investiert“. Friedrichsen war nach Problemen im rechten Schlagarm am Mittwoch zur Untersuchung in Hannover gewesen. Dabei stellte sich heraus, dass sie an einer schmerzhaften Entzündung leidet, die bis in den Rücken ausstrahlt. Der behandelnde Arzt verschrieb ihr zwei Wochen absolute Ruhe.

Mit der Nicht-Teilnahme von Friedrichsen/Müsch fällt dem zweiten für Sydney qualifizierten DVV-Duo, Ulrike Schmidt/Gudula Staub (beide TSV Bayer 04 Leverkusen), die klare Favoritenrolle zu. Die beiden Leverkusenerinnen präsentierten sich in den vergangenen Wochen in Top-Form und dürften in Timmendorf nur schwer zu schlagen sein. Härteste Konkurrentinnen sind sicherlich Ines Pianka/Stephanie Pohl (beide SSG Hamm), denen bereits einige Siege über Schmidt/Staub gelangen, sowie Andrea Ahmann/Silke Schmitt (TV Fischbeck/Tus Jork). Die Hamburgerinnen stellten die erfolgreichste Kombination bei den D2 Masters in diesem Jahr.

Trotz des sportlichen Verzichts werden Friedrichsen/Müsch in Timmendorfer Strand sein. Am Sonntag stehen sie den Fans vor und nach dem Herrenfinale zu einer Autogrammstunde am Venice Beach Stand zur Verfügung.

 

 © 1999-2001 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel