Zur Geschichte des Volleyballs
aus der Reihe „Neese klärt auf“

 

Der Woll-Ei-Ball

Die ursprüngliche Zielgruppe unseres Sports wurde in früherer Zeit in der Automobilbranche vermutet, da insbesondere Mantafahrer das Spiel als "voll geil ey" schätzten. Durch die aufkommende Prüderie in den napoleonischen Wirren sei der Begriff dann um das Mittelteil verkürzt worden.

Neuere Forschungen legen indes eine inhaltsorientiertere Deutung nahe. Danach stammt unsere Sportart aus Niedersachsen. Im mittelalterlichen Hannover wurden zum Zwecke des Nahrungsausgleiches mit den unterversorgten Stadtteilen rohe Eier über den Fluß, die Leine, geworfen und mit Netzen wieder aufgefangen. Da die Eier oft nicht gefangen werden konnten und beim Aufprall auf den Boden zerbrachen, wurden sie in Wolle eingewickelt.

Dieser Akt der Solidarität um den Woll-Ei-Ball wurde in feierlichen Zeremonien ritualisiert nachgestellt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde auf rohe Eier verzichtet und es entwickelte sich das heute meist verbreitete Ballspiel der Welt !



 © 1999-2001 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel