Nachtrag zur B-Fortbildung vom 02. September 2000

Folgende Regelfrage konnte während der Fortbildung nicht geklärt werden: Mitten im 2. Satz regnet es durch die Decke. Das Feld nebenan ist frei und das Spiel soll dort weitergeführt werden. Der bereits gespielte 2. Satz wird annulliert, die Mannschaften müssen sich in der selben Grundaufstellung wieder aufstellen und der 2. Satz beginnt von neuem.

Bis hierhin ist die Sache klar. Nun aber die "fiese" Frage: Ein Spieler der Grundaufstellung ist gar nicht mehr in der Halle, da er nach dem abgebrochenem Satz „weggegangen“ ist.

Hierzu gab es zwei Meinungen.

  1. Der Spieler kann trotz Abwesenheit vorm Satz ausgewechselt werden. Der Mannschaft wird ein Spielerwechsel angerechnet.

  2. Die Mannschaft verliert den 2. Satz, da die Grundaufstellung nicht eingenommen werden kann und eine Auswechselung ohne anwesenden Spieler nicht möglich ist.

Eine Nachfrage bei Alexander Mühle (Bundesschiedsrichterausschuß) ergab, daß Lösung Nr. 2 richtig ist. Eine Auswechselung vor Satzbeginn ist tatsächlich nur möglich, wenn der betreffende Spieler auch anwesend ist. Die Mannschaft hat den 2. Satz somit verloren.

Sven Jorissen (Landesschiedsrichterreferent Hamburg)

 

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