Landesspielordnung des HVbV (LSO)
in der Fassung vom 05.05.1999

1. Einleitende Bestimmungen
2. Spielberechtigung
3. Spielbetrieb
4. Ländermeisterschaften
5. Auf- und Abstiegsregelung
6. Pokalmeisterschaften
7. Schiedsgericht
8. Ergänzende Bestimmungen

 

1. Einleitende Bestimmungen

1.1  Geltungsbereich

Die LSO regelt den Spielverkehr aller Volleyballmannschaften im Bereich des Hamburger Volleyball-Verbandes e.V. (HVbV). Sie hat nur im Bereich des HVbV Gültigkeit. Für Überregionale Spielrunden gilt nur die Bundesspielordnung mit ihren Anlagen. Die internationalen Volleyball-Spielregeln und die Bundesspielordnung gelten, soweit die LSO nichts anderes bestimmt.

1.2 Spielausschuß

1.2.1 Der Spielausschuß wird aus dem oder der Spielreferenten(in) als VorsitzendeN, dem oder der Jugendspielreferenten(in) und weiteren Ausschußmitgliedern gebildet.

1.2.2 Der Spielausschuß darf Unterausschüsse für besondere Spielrunden einsetzen.

1.3 

Jugendspielordnung

Die nach Maßgabe der Jugendordnung des HVbV beschlossene Jugendspielordnung darf Bestimmungen der LSO nicht widersprechen.

2. Spielberechtigung

2.1  Voraussetzungen

2.1.1 Bei Pflichtspielen sind Mannschaften spielberechtigt:

a) von Vereinen, die Mitglieder des HVbV sind.

b) die aus Spielerinnen bzw. Spielern mehrerer Vereine bestehen, die ihre Volleyballabteilungen zusammengeschlossen haben (Spielgemeinschaften).

Mannschaften von Spielgemeinschaften werden zum Spielverkehr nur zugelassen, wenn die beteiligten Vereine Ihren gesamten Volleyballspielbetrieb im HVbV eingestellt haben.

Mannschaften aus Spielgemeinschaften dürfen erst dann zum Spielverkehr zugelassen werden, wenn die die Spielgemeinschaft bildenden Vereine dem Verband gegenüber eine gesamtschuldnerische Haftungsübernahme durch ihre vertretungsberechtigten Vorstände schriftlich erklärt haben, um den Hamburger Volleyball-Verband bzw. überregionalen Instanzen bei eventuell anfallenden Forderungen finanzieller Art abzusichern.

Eine Spielgemeinschaft kann höchstens Meister in der Regionalliga werden. Die Qualifikation für eine weiterführende Meisterschaft regelt die BSO.

2.1.2

JedeR SpielerIn muß Mitglied des Vereins sein, für den er oder sie spielt, und die Mitgliedschaft nachweisen können. Doppelmitgliedschaften sind zulässig, für eineN SpielerIn darf jedoch nur ein Spielerpaß ausgestellt sein.

Die in einer Spielgemeinschaft mitwirkenden SpielerInnen bleiben Mitglieder ihrer bisherigen Vereine. Wer nicht Mitglied eines dieser die Spielgemeinschaft bildenden Vereine ist, kann auch nicht Mitglied der Spielgemeinschaft sein.

2.1.3 Die Spielberechtigung für einen bestimmten Verein bzw. einer Spielgemeinschaft wird von der Landespaßstelle erteilt. Die Spielberechtigung für eine bestimmte Leistungsklasse muß für jede Spielserie durch einen vom Spielausschuß zu erteilenden Sichtvermerk im Spielerpaß eingetragen werden. Ohne diesen Sichtvermerk darf keinE SpielerIn an einem Pflichtspiel teilnehmen, es sei denn, diese Ordnung nennt ausdrücklich Ausnahmen (s. Ziffer 6).

2.1.4 Jugendliche SpielerInnen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen an Pflichtspielen der Frauen und Männer teilnehmen, wenn die Vereine dem Spielausschuß schriftlich zusichern, daß ihnen die schriftliche Zustimmung der Eltern oder Erziehungsberechtigten und ein sportärztliches Gesundheitszeugnis vorliegen.

2.1.5 Jugendliche, die sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenspielbetrieb eingesetzt werden, müssen die Vermerke vom Erwachsenen- und Jugendspielausschuß haben.

2.1.6 Hat ein Verein mehrere Mannschaften in einer Spielklasse, so sind diese im Spielerpaß besonders kenntlich zu machen. Wechsel von einer Mannschaft in die andere sind mit Ausnahme der Ziffer 2.4.3. nicht zulässig.

2.2  Spieleinsatz

2.2.1 EinE SpielerIn hat für eine Mannschaft gespielt, wenn er oder sie tatsächlich eingesetzt worden ist. Andererseits kann nur der oder die SpielerIn eingesetzt werden, der oder die im Spielberichtsbogen eingetragen worden ist.

2.2.2 Jeder Verein hat dem Spielausschuß mindestens 6 SpielerInnen für jede Mannschaft zu melden und deren Pässe zur Erteilung des Sichtvermerks einzureichen. Sichtvermerke für weitere SpielerInnen können während des ganzen Jahres eingeholt werden.

2.2.3 EinE SpielerIn einer unteren Mannschaft darf im Laufe einer Spielserie an einem Spieltag einer oberen Mannschaft eingesetzt werden, ohne dort festgespielt zu sein. Hat einE SpielerIn an zwei Spieltagen in einer oberen Mannschaft gespielt, verbleibt er oder sie in der oberen Mannschaft. Hat einE SpielerIn mit Sichtvermerk für eine tiefere Spielklasse an zwei Spieltagen verschiedener höherer Spielklassen teilgenommen, so hat er oder sie sich in der tieferen der beiden höheren Spielklassen festgespielt. Der Einsatz eines oder einer Spielers/in einer unteren Mannschaft ist einmal pro Spieltag in den Spielerpaß einzutragen. Der Spielerpaß ist nach jedem Einsatz in einer oberen Mannschaft innerhalb von drei Werktagen dem Spielausschuß in der Geschäftsstelle einzusenden. Wird der Paß trotz Aufforderung in der Aktuell nicht zugesandt, werden die Spiele für diese Mannschaft als verloren gewertet. Im Spielberichtsbogen sind Name und Spielklasse des oder der eingesetzten Spielers/in zu vermerken. Nach dem Einsatz an einem zweiten Spieltag in einer oberen Mannschaft erlischt jegliche Spielberechtigung für Punktspiele. Der Paß muß zur Erteilung der neuen Spielberechtigung an den Spielausschuß in der Geschäftsstelle geschickt werden. Falls am Tag des zweiten Einsatzes in einer höheren Mannschaft dieser oder diese SpielerIn in weiteren Spielen dieser Mannschaft eingesetzt werden soll, so ist dies statthaft.

2.2.4 SpielerInnen einer oberen Mannschaft dürfen nicht in einer unteren Mannschaft eingesetzt werden.

2.2.5

EinE des Feldes verwieseneR SpielerIn ist für die nächsten zwei Pflichtspiele automatisch gesperrt. Der Spielerpaß verbleibt während dieser Zeit beim Spielausschuß (Geschäftsstelle des HVbV). Wird einE SpielerIn zum zweiten Male in einer Spielzeit herausgestellt, so ist er oder sie automatisch für das erste Spiel seiner oder ihrer Mannschaft am folgenden Spieltag gesperrt.

Darüber hinaus kann der oder die Betroffene für einen längeren Zeitraum gesperrt werden, wenn der Spielausschuß nach Kenntnis des Sachverhalts und nach Anhörung des oder der Betroffenen innerhalb einer Frist von 2 Monaten befindet.

Sperren von mehr als 3 Monate bedürfen der Zustimmung von mindestens zwei Vorstandsmitgliedern.

Absatz 1 - 3 geltenentsprechend für Vergehen, die vor oder nach einem Spiel geschehen und dem Spielausschuß schriftlich zur Kenntnis gebracht werden.

Im Falle einer Disqualifikation oder Herausstellung hat der oder die SchiedsrichterIn eine entsprechende Eintragung im Spielberichtsbogen vorzunehmen, sowie den Spielerpaß einzuziehen und diesen zusammen mit einem kurzen Bericht innerhalb von drei Werktagen dem zuständigen Spielausschuß einzureichen.

2.3 Spielerpaß

2.3.1 JedeR SpielerIn muß im Besitz eines gültigen Spielerpasses sein. (vergl. 2.1.3.)

2.3.2 Fehlen gültige Spielerpässe, so hat sich der oder die SpielerIn gegenüber dem oder der SchiedsrichterIn glaubhaft auszuweisen.

2.3.3 Nimmt einE SpielerIn unberechtigt an Spielen teil, so sind er, sie oder sonstige Schuldige zu bestrafen. Die betroffenen Spiele sind nach Ziffer 3.2.6. zu werten.

2.4 Vereinswechsel

2.4.1 Ein Vereinswechsel ist jederzeit möglich. Mit dem Datum der Freigabe erlischt die Spielberechtigung für den alten Verein.

2.4.2 Ein gültiger Vereinswechsel liegt vor, wenn der bisherige Verein die Freigabe im alten Spielerpaß und der neue Verein die Mitgliedschaft im neuen Spielerpaß bescheinigt haben.

2.4.3

Die Spielberechtigung für den neuen Verein ist an eine Wartezeit von 3 Monaten gebunden. Die Wartezeit endet jedoch spätestens mit dem laufenden Spieljahr. Bei Vereinswechsel nach Freigabe im Juli entfällt die Wartezeit. Diese Regelung gilt auch bei Mannschaftswechsel von einer höheren in eine tiefere Spielklasse innerhalb des eigenen Vereins. Den letzten Einsatz in der höheren Spielklasse bzw. einer bestimmten Mannschaft der gleichen Spielklasse muß der Spielausschuß bzw. der oder die StaffelleiterIn bescheinigen.

SpielerInnen eines Vereins, die am letzten oder vorletzten Spieltag im Spielberichtsbogen eingetragen wurden, unabhängig davon ob sie tatsächlich gespielt haben, können in der laufenden Saison nicht mehr in einer unteren Mannschaft ihres Vereins eingesetzt werden.

2.4.4 Zur Erlangung der Spielberechtigung hat der neue Verein nach vollzogenem Vereinswechsel den alten Spielerpaß mit der Freigabe sowie den neuen Spielerpaß der Paßstelle des HVbV vorzulegen (vergl. Ziffer 2.1.3).

2.4.5 Tritt ein Verein insgesamt oder seine Volleyball-Abteilung oder auch nur seine komplette Frauen- bzw. Männervolleyball-Abteilung (einschl.der zugehörigen Jugendabteilung) in einen anderen Verein über, so bleiben die bisher von den betreffenden Mannschaften erworbenen Spielklassen-Zugehörigkeiten erhalten, und für den neuen Verein ist eine sofortige Spielberechtigung gegeben; Voraussetzung dafür ist das schriftliche Einverständnis des alten Vereins an den Spielausschuß. Das Einverständnis kann vom alten Verein verweigert werden, wenn nicht mindestens 75% der spielenden Mitglieder der Abteilung bzw. der Frauen- oder Männervolleyball-Abteilung den Übertritt vornehmen wollen oder wenn finanzielle Ansprüche an die Abteilung bestehen bzw. Vereinseigentum nicht zurückgegeben wurde. Bei Streitfällen zwischen Beteiligten entscheidet der Rechtsausschuß als 1. Instanz.

2.5  Zweitspielrecht

2.5.1 Spielerinnen bzw. Spieler, die für einen Verein nur an der Senioren-meisterschaft teilnehmen, können auf Antrag ein Zweitspielrecht für den aktiven Spielverkehr im Landesverband für einen anderen Verein erhalten.

2.5.2 Spielerinnen bzw. Spieler, die für einen Verein nur in einer Jugendmannschaft spielen, können auf Antrag ein Zweitspielrecht für den aktiven Spielverkehr im Landesverband für einen anderen Verein bei Beachtung von 2.1.4. erhalten.

2.5.3 Das Zweitspielrecht wird auf einem zu erwerbenden Spielerpaß bestätigt, der nur in Verbindung mit dem 1. Paß gültig ist.

3. Spielbetrieb

3.1  Spielzeit

3.1.1 Das Spieljahr beginnt am 01. Juli und endet am 30. Juni des folgenden Jahres.

3.1.2 Die Pflichtspiele müssen bis zum 31. Mai abgeschlossen sein.

3.2 Spielregeln und Spielansetzungen

3.2.1

Alle Pflichtspiele sind nach den internationalen Spielregeln in der jeweils geltenden Fassung unter Leitung lizensierter SchiedsrichterInnen über drei Gewinnsätze zu führen. In Ausnahmefällen kann der Landesverband Spiele auf zwei Gewinnsätze ansetzen.

Auf besonders eingerichteten Spielrunden, bei denen nach Zeit gespielt wird, findet diese LSO keine Anwendung.

3.2.2 Der Spielausschuß des HVbV ist verpflichtet, alle Spielplanänderungen sowie offiziellen Spiele, die nicht im Spielplan stehen, in der AKTUELL zu veröffentlichen.

3.2.3 Zwischen dem Termin der Veröffentlichung (Erscheinungstermin der entsprechenden AKTUELL) und dem Spieltermin muß ein Zeitraum von mindestens 14 Tagen liegen. Bei Hallenänderungen 7 Tage.

3.2.4

Pflichtspiele finden in der Regel an Wochenenden statt. Für die ordnungsgemäße Durchführung ist der gastgebende Verein verantwortlich. Dazu gehört u.a., daß das Spielfeld eine halbe Stunde vor Spielbeginn bespielbar zu sein hat, und die Netzanlage spätestens 15 Minuten vor Spielbeginn vollständig aufgebaut ist.

Kommt der gastgebende Verein seinen Verpflichtungen nicht nach, ist vom Spielausschuß dafür eine Ordnungsstrafe laut Gebührenordnung zu verhängen und die Spiele kampflos gegen die Mannschaft zu werten. Die Entscheidung kann aufgehoben werden, wenn der gastgebende Verein nachweist, daß er das Nichtzustandekommen der Spiele nicht verschuldet hat.

3.2.5 Spielverlegungen sind grundsätzlich nicht zulässig. Es ist Vereinen untersagt, sich untereinander ohne schriftliche Genehmigung durch den oder die Spielreferenten(in) oder seinE VertreterIn auf einen vom Spielplan abweichenden Termin zu einigen. Anträge auf Spielverlegungen sind mindestens 4 Wochen vorher schriftlich einzureichen.

3.2.6 Ist eine Mannschaft 15 Minuten nach der festgesetzten Zeit nicht oder nicht vollständig angetreten, muß der oder die SchiedsrichterIn auf Spielverlust für die nicht angetretene Mannschaft erkennen - mit der Satzwertung 0:3 (0:15, 0:15, 0:15).

Die Entscheidung kann aufgehoben werden, wenn Ausbleiben, Unvollständigkeit oder Verspätung nachweislich unverschuldet waren.

Für Spiele, die in Turnierform (z.B. Dreierturniere) ausgetragen werden, ist der Spielbeginn für die weiteren Spiele jeweils 30 Minuten nach der festgesetzten Zeit des vorherigen Spieles anzunehmen.

3.3 Spielberichte, Spielwertungen, Veröffentlichungen von Spielergebnissen

3.3.1

Für alle Pflichtspiele sind die vom Spielausschuß vorgeschriebenen Spielberichtsbögen zu verwenden. Die Spielberichte sind, falls nicht anders bestimmt, 3-fach anzufertigen; neben dem Original für den Spielausschuß erhalten die Mannschaften je eine Durchschrift. Das Original muß der Geschäftsstelle spätestens am 3. Werktag, Posteingang bzw. 12.00 Uhr, zugegangen sein; verantwortlich dafür ist die ausrichtende Mannschaft. Bei Nichtzusendung der Spielberichtsbögen trotz Aufforderung in der Aktuell, den Hamburger Fachverbands-Mitteilungen, gilt folgende Regelung :

Die Spiele der ausrichtenden Mannschaft werden für diese als verloren gewertet; können von den weiteren Spielen die Ergebnisse nicht ermittelt werden, so werden diese neu angesetzt.

In den Verbandsligen sind die Spielergebnisse außerdem direkt nach Beendigung der Spiele dem oder der LandespressereferentIn oder einer von ihm oder ihr benannten Person telefonisch bekanntzugeben.

3.3.2 Zur Ermittlung von Turnier- oder Staffelsiegern erhalten gewinnende Mannschaften 2 Pluspunkte, verlierende und nicht angetretene 2 Minuspunkte.

3.3.3

Bei Punktgleichheit von zwei oder mehr Mannschaften entscheidet über die Platzierung zunächst das Satzverhältnis (Subtraktionsverfahren).Bei gleicher Satzdifferenz zählt die Anzahl der gewonnen Sätze.

Bei Punktgleichheit, gleichem Satzverhältnis und gleicher Anzahl der gewonnenen Sätze von zwei oder mehr Mannschaften entscheidet über die Platzierung das Ballverhältnis (Subtraktionsverfahren). Bei gleicher Balldifferenz zählt die Anzahl der gewonnenen Bälle.

Ergibt sich danach ein Gleichstand für zwei oder mehr Mannschaften, müssen diese Mannschaften nochmals gegeneinander spielen; die Entscheidungsspiele sind dann maßgebend für die Platzierung.

3.3.4 Wird eine Mannschaft aus der laufenden Spielserie zurückgezogen, so muß dies schriftlich von dem oder der AbteilungsleiterIn bzw. Vereinsgeschäftsstelle der Geschäftsstelle des HVbV mitgeteilt werden. Es werden sämtliche bereits ausgetragenen Spiele aus der Wertung herausgenommen. Die noch auszutragenen Spiele werden nicht gewertet. Die Mannschaft wird in der Tabelle mit 0:0 Punkten und 0:0 Sätzen geführt und ist Absteiger aus der betreffenden Staffel. Diese Mannschaft kann für die nächste Saison nur für die unterste Spielklasse gemeldet werden.

3.3.5

Tritt eine Mannschaft innerhalb einer Spielserie an zwei Spieltagen ohne Absage bzw. zu 5 Spielen unabhängig davon ob mit oder ohne Absage nicht an, wird diese Mannschaft für die laufende Spielserie gestrichen, sämtliche bereits ausgetragene Spiele werden aus der Wertung genommen. (Spiele, die nicht begonnen haben, werden für die verursachende Mannschaft als nicht angetreten gewertet.) Weiter wie in 3.3.4 ab Satz 2.

Absagen müssen schriftlich mit Begründung bis spätestens drei Werktage vor der offiziellen Spielansetzung in der Geschäftsstelle vorliegen.

3.3.6 Spielergebnisse werden durch den Spielausschuß nach drei Wochen in der Aktuell veröffentlicht.

3.3.7 In der Aktuell veröffentlichte Spielergebnisse, die nicht dem Spielausgang entsprechen, sind entsprechend zu kennzeichnen.

3.3.8

Gegen eine kampflose Wertung kann die betroffene Mannschaft nach Zahlung einer Gebühr beim Spielausschuß einen Antrag auf Berichtigung stellen.
Die Einspruchsfrist beim Rechtsausschuß beginnt mit der erneuten Veröffentlichung.

Im Antrag sind die Gründe für die kampflose Spielwertung glaubhaft zu widerlegen.

Der Antrag muß der Geschäftstelle bis zum 2. Mittwoch (Posteingang) nach Veröffentlichung schriftlich zugegangen sein.

Eine Berichtigung bzw Bestätigung des veröffentlichten Ergebnisses hat in der Aktuell zu erfolgen.

4. Ländermeisterschaften

Es werden Hamburger Meisterschaften der Seniorinnen und Senioren, sowie der Juniorinnen und Junioren ausgetragen. Die jeweils berechtigten Jahrgänge werden jedes Jahr neu in der Ausschreibung bekanntgemacht. Es wird ein Meldegeld erhoben. Gemeldete Mannschaften, die absagen oder nicht antreten, haben eine Ordnungsstrafe zu zahlen.

Wird die Spielreihenfolge am Wettkampfort ausgelost, können nur die Mannschaften teilnehmen, die bei der Auslosung anwesend sind. Wird die Spielreihenfolge vorher veröffentlicht, hat jede Mannschaft spätestens eine Stunde nach Beginn der Veranstaltung in der Halle zu sein.

Die Sieger und Zweiten sind berechtigt an den Norddeutschen Meisterschaften teilzunehmen, insofern diese stattfinden.

5. Auf- und Abstiegsregelung

5.1.1

Die A + A wird zu Beginn jedes Spieljahres neu in der Aktuell veröffentlicht und ist als Anlage Bestandteil der LSO.

Für die Meister der Kreisligen besteht die Möglichkeit durch Teilnahme an Qualifikationsspielen direkt in die Bezirksliga aufzusteigen.

6. Pokalmeisterschaften

6.1 Teilnahme von Vereinen

6.1.1 Vereine können eine oder mehrere Mannschaften zum Pokal melden. Es wird ein Meldegeld erhoben. Gemeldete Mannschaften, die absagen oder nicht antreten, haben eine Ordnungsstrafe zu zahlen.

6.1.2

Bei Meldung von mehr als einer Mannschaft im Frauen- bzw. Männerbereich, gilt folgende Regelung:

Eingesetzte SpielerInnen einer oberen Mannschaft können in der laufenden Pokalrunde in keiner unteren Mannschaft mehr eingesetzt werden. Entscheidend ist die vorgenommene Mannschaftsnummerierung.

6.1.3 Mannschaften bis einschl. Verbandsliga nehmen ab Runde 1 teil. Mannschaften der Regionalliga nehmen ab Runde 2 teil.

6.1.4 Mannschaften aus der 1. Bundesliga nehmen an den Pokalspielen auf Landesebene nicht teil. Der oder die SiegerIn eines HVbV-Turniers für Mannschaften aus der 2. Bundesliga bestreitet ein Qualifikationsspiel gegen den Hamburger Pokalsieger zur Teilnahme am Nordpokal.

6.1.5 Vereine mit Bundesligamannschaften können weitere Mannschaften melden.

6.2  Teilnahme von SpielerInnen

6.2.1  JedeR SpielerIn muß einen für den Verein gültigen Spielerpaß besitzen. Ein Vermerk des Spielausschusses für eine bestimmte Spielklasse ist nicht erforderlich, jedoch eine evtl. erforderliche Jugendfreigabe.

6.2.2 SpielerInnen, die in einer unter 6.1.5 genannten Mannschaft eingesetzt werden, dürfen keinen Bundesliga-Staffelvermerk für die laufende Saison besitzen.

6.2.3 SpielerInnen, die in der Regionalliga spielberechtigt sind, dürfen nicht in der 1. Runde eingesetzt werden.

6.2.4

Spielerpässe müssen bis zum Ende des 1. Spiels in der Halle vorliegen, wenn die siegreiche Mannschaft am gleichen Tag bzw. Wochenende ein Spiel in einer weiteren Runde bestreitet. Fehlen Spielerpässe, ist das Spiel gegen diese Mannschaft kampflos zu werten, unabhängig vom tatsächlichen Spielausgang. Bei Nichtbeachtung besteht kein Rechtsanspruch auf eine kampflose Wertung, wenn sich herausstellt, daß die/der SpielerIn spielberechtigt war.

Wird nur eine Runde ausgespielt, müssen fehlende Spielerpässe innerhalb von 3 Werktagen der Geschäftsstelle zugegangen sein.

6.3 Spielmodus

Die Meisterschaft wird in der 1. Runde in Turnierform bis zu 12 Mannschaften in 2 Leistungsgruppen ausgetragen. In der Leistungsgruppe 1 spielen Mannschaften aus den Bezirksoberligen aufwärts und in der Leistungsgruppe 2 Mannschaften der Bezirksligen und darunter.
Der Spielmodus ab Runde 2 (eine Leistungsgruppe) wird vom Spielausschuß nach der Teilnehmerzahl festgelegt und zusammen mit der 1. Runde veröffentlicht.

6.4 Schiedsgericht

Die teilnehmenden Mannschaften müssen ein Schiedsgericht entsprechend ihrer Punktspielberechtigung stellen.

7. Schiedsgericht

7.1 SchiedsrichterIn Qualifikation

7.1.1 Die Qualifikation der SchiedsrichterInnen für die jeweiligen Ligen wird jährlich festgelegt und mit den Spielplänen veröffentlicht. Änderungen gegenüber dem Vorjahr sind zusätzlich bis zum jeweiligen Verbandstag des HVbV den Vereinen bekannt zu machen.

7.2.1 Schiedsrichteransetzungen erfolgen durch den HVbV. Bei Dreier-Turnieren und beim Saarmodell hat die spielfreie Mannschaft ein komplettes Schiedsgericht zu stellen.

7.2.2 Das Schiedsgericht hat 30 Minuten vor der festgesetzten Anfangszeit der Pflichtspiele einsatzbereit zu sein.

7.3 Schiedsrichtermeldungen

7.3.1

Auf dem Mannschaftsmeldebogen ist für jede Mannschaft ab Bezirksliga aufwärts einE SchiedsrichterIn mit gültiger Lizenz namentlich aufzuführen, die/der für keine andere Mannschaft des Vereins spielberechtigt sein darf, und bei mindestens 50% der Spiele anwesend sein muß. Ein entsprechender Ersatz ist möglich.

Kann keinE SchiedsrichterIn für die Mannschaft genannt werden, ist eine Ordnungsstrafe zu zahlen. Kann diese Mannschaft auch bis nach dem 6. Spieltag keinE SchiedsrichterIn benennen, ist eine weitere Ordnungsstrafe in doppelter Höhe zu zahlen. Aus der Landes- oder einer höheren Liga steigt eine Mannschaft ab, wenn sie während der gesamten Saison keinE SchiedsrichterIn benennen kann. Auch kann eine solche Mannschaft nicht aufsteigen.

7.4  Fehlen angesetzter SchiedsrichterInnen

7.4.1 Ist einE von Verbandsseite eingesetzteR SchiedsrichterIn nicht spätestens zum angesetzten Spielbeginn zur Stelle, soll ein anderer oder eine andere in der Halle anwesendeR SchiedsrichterIn mit der geforderten Lizenz das Spiel leiten.

7.4.2  Spiele können trotz Nichterscheinen von Schiedsrichtern durchgeführt werden, wenn angetretene Mannschaften sich vor Spielbeginn auf ein anderes Schiedsgericht einigen. Die Einigung ist von den Mannschaftsführern im Spielberichtsbogen zu bestätigen - sie ist in jedem Fall anzustreben.

7.4.3  Alle Änderungen gegenüber der vorgesehenen Schiedsgerichtseinteilung sind vor Spielbeginn von dem oder der ersatzweise einspringenden SchiedsrichterIn im Spielberichtsbogen festzuhalten und im Falle des 7.4.2. von den beteiligten Mannschaftsleitern gegenzuzeichnen.

7.4.4 Kommt ein Spiel wegen Fehlens geeigneter SchiedsrichterInnen nicht zustande, muß es vom Spielausschuß neu angesetzt werden. Die Benachichtigung des Spielausschusses übernimmt der oder die AusrichterIn durch Übersendung eines teilausgefüllten Spielberichtsbogens, in dem der entsprechende Vermerk von der Gastmannschaft gegenzuzeichnen ist. Die Kosten des neu angesetzten Spiels trägt der Verein, der das Schiedsgericht hätte stellen müssen. Bei Verhinderung durch höhere Gewalt trifft der LSRA eine Sonderregelung.

8. Ergänzende Bestimmungen

8.1 Repräsentativaufgaben

8.1.1  SpielerInnen, die zu einem Repräsentativspiel oder Auswahllehrgang auf Bundes- oder Landesebene berufen werden, müssen hierzu von ihrem Verein freigegeben werden, es sei denn, der oder die SpielerIn unterliegt zu diesem Zeitpunkt einer vereinsinternen Sperre.

8.1.2 Hat der Verein zu diesem Zeitpunkt ein Pflichtspiel, so gilt die Berufung als Begründung zur Beantragung einer Spielverlegung.

8.2 Anmeldung von Turnieren

Turniere mit mehr als fünf Mannschaften sind genehmigungspflichtig. Die Genehmigung ist vor der Ausschreibung bzw. Einladung beim Verband einzuholen.

Bei nationalen- und internationalen Veranstaltungen des Verbandes kann der Vorstand des HVbV einen Terminschutz beschließen.

8.3 Alkoholverbot während des Spielbetriebs

Den Mannschaften und dem Schiedsgericht ist der Genuß von alkoholischen Getränken in den Sporthallen, den dazugehörigen Räumen und auf dem Schulgelände untersagt.

8.4 Einsprüche

Für alle Einsprüche gilt die Landesrechtsordnung des HVbV.

8.5.  Nichtbeachtung

Wer die Vorschriften dieser Ordnung nicht beachtet, kann in eine Ordnungsstrafe genommen oder vom Spielverkehr ausgeschlossen werden.

8.6 Änderungen

Vorstand und Spielausschuß können gemeinsam Änderungen dieser Spielordnung vornehmen. Solche Änderungen müssen sofort nach Beschlußfassung allen Mitgliedsvereinen bekanntgemacht werden. Die Änderungen bedürfen der Bestätigung des nächstfolgenden Verbandstages nach § 12 (2)i der Satzung.

8.7 Gültigkeit

Diese Fassung der LSO tritt mit Wirkung vom 01.07.1984 in Kraft, verabschiedet auf dem Verbandstag vom 05. Mai 1981.

Zuletzt geändert auf den Verbandstagen am 16.05.1990, 20.05.1992,
13.05.1993, 26.05.1994, 18.05.1995, 22.05.1996, 21.05.1997, 13.05.1998 und 05.05.1999.


 © 1999-2001 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel