News

Dienstag, 11. November 2003 

Fischbeks toller Kampf gegen Meister SSV Ulm
NAL: Ein schwarzer Tag für die Volleyballer
Ulm: Vierten Satz noch umgedreht
Rüsselsheimer in der Form ihres Volleyballlebens
3000 begeisterte Fans in Münster
Leverkusen behält weiße Weste
Gelungene Generalprobe der Hachinger
Bayer qualifiziert sich souverän für Achtelfinale!
World Cup: Fünfkampf um drei Olympiatickets!
TVF: An Sensation vorbeigeschrammt
Rote Raben lösen Pflichtaufgabe
1:3 - Fischbeks Mädels kitzelten den Meister
DSC: Annahme kommt zu spät
Volleyball-Bundesliga: Die Spieltag-Nachlese
Bayer: Größenvorteile gaben den Ausschlag
DSC-Damen gehen in Suhl unter
VC 68 leistet harten Widerstand
Vier Hände für ein Halleluja
Dominikanische Medien verurteilen anaboles Doping

November 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Dienstag. 11. November 2003

Fischbeks toller Kampf gegen Meister SSV Ulm

Fischbek - Es gibt Niederlagen, bei denen gibt es einfach keine Verlierer. Dazu zählt das 1:3 (19:25, 31:33, 25:21, 24:26) der Volleyball-Frauen des TV Fischbek Hamburg gegen den amtierenden deutschen Meister und Pokalsieger SSV Ulm. "Immer gibt es gegen Fischbek solche Spiele", stellte Ulms Coach Matthias Eichinger schon fast entnervt fest.

Was die Fischbeker Frauen nach dem ersten Satz zeigten, war außergewöhnlich. "Wir können mit Ulm durchaus mithalten", meinte Johanna Barg, die beim Stand von 11:18 im ersten Satz für die indisponiert erscheinende Außenangreiferin Lidiya Shumakova eingewechselt wurde. Johanna Barg schmetterte unbekümmert darauf los, brachte gefährliche Sprungaufgaben ins Feld und wurde so zur stärksten Spielerin auf dem Feld.

"Wenn wir nur den zweiten Satz nicht verloren hätten", meinte Libera Sabine Verwilt-Jungclaus nach der Partie. Vier Satzbälle hatten die Fischbekerinnen nicht nutzen können. Doch statt nun aufzugeben, kämpfte der TVF vor 600 Fans weiter, hatte Ulm zeitweise fest im Griff.

"Wir werden auch noch wieder unsere Durchhänger haben", sagte Margarethe Kozuch (17), wie Johanna Barg vergangene Saison in der 2. Liga aktiv. Doch die Mannschaft hat mit den Neuzugängen einen neuen Charakter gewonnen, spielt frisch und mit viel Spaß auf. "So eine Partie hätte mehr Zuschauer verdient", sagte Manager Horst Lüders. Vieles erinnerte an die tollen Tage, als der TV Fischbek als Neuling in der 1. Liga für Unruhe sorgte.

masch

 

Norddeutschland - Norderstedter Zeitung 

Dienstag. 11. November 2003

NAL: Ein schwarzer Tag für die Volleyballer

Heimpleiten: Beide Regionalliga-Mannschaften des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn ziehen gegen die VG Elmshorn mit 1:3 Sätzen den Kürzeren.

Norderstedt - Das war nichts für schwache Nerven! Im Spitzenspiel der Volleyball-Regionalliga zwischen den Frauen des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn und der VG Elmshorn schienen die Norderstedterinnen schon auf dem Weg zum Satzausgleich zu sein. Der 0:2-Rückstand (21:25, 15:25) war weggesteckt, der dritte Durchgang wurde souverän mit 25:17 gewonnen.

"Da haben wir endlich gezeigt, was wir wirklich können", sagte Trainer Peter Schulz. Auch in Durchgang vier hatte sein Team zunächst die Nase vorn. Doch der Drei-Punkte-Vorsprung schmolz dahin. Beim Stand von 22:22 erreichte die Spannung unter den 100 Zuschauern ihren Höhepunkt.

"Wir haben den Sack, der eigentlich schon zu war, leider wieder aufgemacht und die Elmshornerinnen immer wieder ins Spiel zurückgebracht", sagte Peter Schulz frustiert. Sein Team unterlag schließlich mit 24:26 und rutschte in der Tabelle vom zweiten auf den vierten Platz ab.

"Diese Niederlage war nicht nötig, wir haben das Spiel durch dusselige Fehler verloren", bilanzierte Peter Schulz. Ohne Miriam Schaper, die an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt ist und länger ausfällt, fehlte eine Führungspersönlichkeit auf dem Feld. Die angeschlagene Katrin Salbach (Verstauchung der Hand) biss sich zwar durch, spielte aber mit "angezogener Handbremse". Julia Lemmer, die zurzeit in Berlin wohnt und deshalb nicht zusammen mit der Mannschaft trainieren kann, überzeugte nur im dritten Satz. "Die älteren Spielerinnen müssen einfach noch mehr Verantwortung übernehmen", so Coach Schulz.

Die VG Elmshorn ist jetzt Zweiter, auf Platz drei rangiert der TuS Holtenau. Diese beiden Mannschaften haben genau wie die Norderstedterinnen 10:4 Punkte auf dem Konto. Tabellenführer bleibt der SVF Neustadt-Glewe mit 14:0 Zählern.

Peter Schulz erwartet von seinem Team, dass es sich amkommenden Sonnabend deutlich gegen den Tabellenletzten SC Rönnau durchsetzt. Danach haben die VCNAL-Frauen drei Wochen Punktspielpause.
Nach der 1:3-Pleite der Frauen musste Peter Schulz noch eine weitere Niederlage einstecken. Als Ersatz für den im Urlaub weilenden Trainer Andreas Meinken betreute er das Regionalliga-Männerteam, das gegen die VG Elmshorn ebenfalls mit 1:3 den Kürzeren zog.

Den ersten Satz konnten die Norderstedter noch mit 25:23 für sich entscheiden. Die nächsten drei Durchgänge gingen allerdings mit 23:25, 18:25 und 21:25 verloren. "Ich habe das Gefühl, dass den Jungs der letzte Biss fehlt. Die Mannschaft hat weit unter ihren Möglichkeiten gespielt", meinte Peter Schulz.

Durch die Heimniederlage gegen Elmshorn rutschte der 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn mit nun 4:10 Punkten auf den achten Tabellenplatz der Regionalliga ab.

Anne Pamperin

 

Deutschland - Südwest Presse 

Dienstag. 11. November 2003

Ulm: Vierten Satz noch umgedreht

Geglücktes Ein-Tages-Unternehmen in Hamburg: Volleyball-Meister SSV Ulm Aliud Pharma hat das erste von voraussichtlich vier Saison-Duellen gegen den Angstgegner gewonnen. Beim TV Fischbek schafften Tanja Hart und Co. einen 3:1 (25:19, 33:31, 21:25, 26:24)-Sieg.

Nach dem USC Münster haben die Ulmer Volleyball-Damen mit dem TV Fischbek Hamburg einen weiteren schweren Brocken mit 3:1 aus dem Weg geräumt. Die Mannschaft von Mathias Eichinger hat sich damit hinter Spitzenreiter Bayer Leverkusen als Tabellenzweiter eine gute Ausgangsposition verschafft für den Sprung an Position eins. "Die Abstimmung untereinander wird allmählich besser, aber sie bracht noch Zeit", bilanzierte Co-Trainer Dennis Kunz nach einer hochspannenden Partie, die vor 600 Zuschauern erst nach 1:52 Stunden beendet war. Gerade wenn die Ulmer Mannschaft unter Druck gerate, so Kunz, zeige sich, dass die Spielerinnen noch nicht immer die passende Antwort fänden.

Und an Druck hat es gestern in Fischbek nicht gefehlt. Zwar hatte die Hamburger Außenangreiferin Lidiya Shumakova, die bisweilen einen Gegner fast im Alleingang zu besiegen versteht, einen rabenschwarzen Tag erwischt, dafür aber traten mit Kerstin Ahlke und Johanna Barg zwei gegnerische Spielerinnen machtvoll in Erscheinung, mit denen nicht unbedingt zu rechnen war. "Die Beiden haben wir nie in den Griff bekommen", beklagte Kunz. Und weil Zuspielerin Elena Keldibekova de Westreicher prima Regie führte, taten sich die Ulmerinnen äußerst schwer.

Zwar begann der SSV - mit Tanja Hart, Saara Loikkanen, Norisha Campbell, Alice Blom, Steffi Lehmann, Nathalie Dambendzet und der infektgeschädigten Elke Wijnhoven in der Anfangsformation - im ersten Satz mit gutem Niveau. Über 15:10 und 20:12 war der erste Spielabschnitt eine recht deutliche Sache.

Ab dem zweiten Durchgang aber begann die Ulmer Annahme um Elke Wijnhoven zu schwimmen. Die unliebsame Folge: Tanja Hart konnte ihr schnelles Spiel durch die Mitte nicht mehr wie gewünscht entfalten. Überdies waren die Aufschläge nicht besonders druckvoll. Nur Diagonalspielerin Alice Blom brachte hier Unruhe in die Hamburger Defensive. In keinem spielerischen Bereich lief es reibungslos, ausgenommen bei der Feldverteidigung, in der etliche Bälle noch herausgekratzt wurden. "Hamburg hat einfach gut gespielt, und bei uns gab es viele Missverständnisse", berichtete Dennis Kunz.

Über 14:11, 20:17 und 23:19 ging es dahin, ehe Eigenfehler zum 23:23-Gleichstand führten. Zwei Satzbälle vergaben die Ulmerinnen, ehe der zweite Durchgang schließlich mit Glück 33:31 gewonnen war. Richtiger Druck fehlte auch im dritten Satz bis zum 11:15. Zwar kam der SSV bis auf zwei Punkte heran, dann aber brachten Ulmer Missverständnisse den ersten Satzgewinn für Fischbek.

Auch im vierten Abschnitt lief es zunächst nicht besser. Beim 12:15 und 15:20 sah es stark nach einem Tiebreak aus. Dann aber riss sich der SSV endlich zusammen und kam auf 18:20 und 20:22 heran, ja schaffte die Wende zum 24:22. Zwar konnte Fischbek den ersten Matchball noch abwehren, den zweiten aber verwandelte Alice Blom. Jubel bei den Spielerinnen über den Sieg gegen eine Mannschaft, gegen die sie in der Meistersaison noch drei von vier Bundesligaspielen verloren hatten. "Wie die Mannschaft das Spiel Ende des vierten Satzes noch gedreht hat, das war stark", lobte Dennis Kunz das Ulmer Ensemble. Stückchen für Stückchen geht der Weg des Meisters nach oben.

Urs Tafunato

 

Deutschland - Rüsselsheimer Echo 

Dienstag. 11. November 2003

Rüsselsheimer in der Form ihres Volleyballlebens

Rüsselsheimer im Hexenkessel von Sonneberg zwei Sätze lang am obersten Level

Zu Recht stehen sie derzeit an der Tabellenspitze. Den Zweitliga-Volleyballern der TG Rüsselsheim ist am Samstag in der Abgeschiedenheit Thüringens ein Husarenstück gelungen. Vor rund 600 Zuschauern gaben sie dem heimstarken 1. Sonneberger SC nach hartem Kampf und einer teilweise überragenden Leistung mit 3:1 (37:35, 25:21, 14:25, 25:19) das Nachsehen. So bleibt die Turngemeinde nach acht Spieltagen auf Platz eins und ist angesichts eines nun folgenden leicht erscheinenden Programms zur Winterpause in jedem Fall unter den ersten drei der Tabelle zu erwarten.

Trainer Raimund Jeuck zeigte sich nach dem Abpfiff begeistert von der Vorstellung seiner Mannschaft, sprach ihr ungetrübt ein großes Kompliment aus. Im Vergleich zu den Vorwochen habe sie sich noch einmal steigern können. „Im ersten und zweiten Satz haben alle am obersten Level gespielt“, meinte Jeuck und wirkte selbst ein wenig überrascht. Nach dem Verlust des dritten Satzes wieder schnell ins Spiel gefunden und den vierten Durchgang souverän für sich entschieden zu haben, verdeutlicht die starke Form, in der sich die Rüsselsheimer derzeit befinden. Der SC war schließlich kein Nobody in der zweithöchsten Klasse. „Abgesehen von Dachau war das unser schwerster Gegner“, meinte Kapitän Jens Blöcher. Jeuck pflichtete bei.

Wie die TG hatten die Gastgeber zuvor erst zwei Minuspunkte auf dem Konto. Doch am Tabellenführer aus Hessen gab es kein Vorbeikommen. Auch nicht mit emotionsgeladenen 600 Zuschauern und einer Halle, die durch ihr unangenehmes Neonlicht für Gäste einen Nachteil bedeutet.

Die bis auf Sebastian Göbel komplett angereisten TG-Volleyballer ließen sich von ihrem Erfolgskurs nicht abbringen. Nachdem sie den ersten Satz knapp für sich entschieden hatten, war der Weg frei. Blöcher und Jeuck empfanden die gewonnene Schlussphase als spielentscheidend. Weil die TG nach dem 24:24 und nach vergebenen Satzbällen mit 37:35 die Oberhand behielt, spielte sie sich dann in einen Rausch.

 „Der Gewinn des ersten Satzes war ein Pusch“, fand Jeuck und sah seine Mannschaft im zweiten Durchgang in der Form ihres Volleyballlebens. Fast immer führend, kam es lediglich bei 14:14 und 17:17 zum Ausgleich. Über 20:18 brachte die TG, die in Außenangreifer Andreas Baboulidis und Zuspieler Thilo von Hagen die auffälligsten Spieler besaß, den Satz sicher nach Hause.

 „Auch der Verlust des dritten Satzes hat uns nicht sehr beeindruckt“, verweist Jens Blöcher auf die mentale Stärke seines Teams. Schnell war ein 4:0 gelungen. Stets hielt Rüsselsheim den Kontrahenten im vierten Durchgang auf Distanz, strebte über 14:10 und 18:13 mit 25:19 Satz und Sieg entgegen – und brachte 600 Zuschauer zum Verstummen.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Dienstag. 11. November 2003

3000 begeisterte Fans in Münster

USC gewinnt 3:1 gegen Schwerin

Es war ein Klassiker, der hielt, was er versprach: Der USC Münster empfing den Schweriner SC und sorgte mit 3000 Zuschauern in der Halle Berg Fidel für ein volles Haus. Zudem sorgten die Gastgeberinnen für gute Stimmung auf den Rängen, schließlich setzten sie sich mit 3:1 (22, -31, 22, 19) gegen die Youngster aus Mecklenburg-Vorpommern durch.

Nichts für schwache Nerven war vor allem der zweite Durchgang - das Ergebnis von 33:31 zugunsten Schwerins spricht für sich. "Dass die Mannschaft danach so wieder auf das Feld gekommen ist, das verdient ein echtes Lob", sagte Münsters Trainer Axel Büring.

Überhaupt zeigte sich der Coach zufriedener als noch nach nach der letzten Partie bei Meister Ulm: "Das war eine klare Steigerung. Wir sind auf dem richtigen Weg." Ein besonderes Lob erhielt Teee Williams (Foto, im Angriff) vom sportlichen Leiter Jürgen Schulz: "Sie versteht es einfach, die Mannschaft zu stabilsieren."

Auf Schweriner Seite sah Trainer Tore Aleksandersen die Ursache für die Niederlage in Aufschlag- und Annahmeproblemen seines Teams. Vorwürfe aber wollte er nicht machen. "Die Mannschaft braucht noch Zeit", sagte er. Patricia Wolf dagegen zeigte sich enttäuscht: "Wir haben durchaus unsere Chancen gehabt, hatten aber einfach ein paar Hänger zuviel."

cku/WN

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Dienstag. 11. November 2003

Leverkusen behält weiße Weste

3:1 des Spitzenreiters beim BBVC 68 in Berlin

Zwei Durchgänge gut gespielt, einen Satz gewonnen, aber letztlich auch im sechsten Anlauf eine Niederlage kassiert: Die Erfolgserlebnisse bleiben für die Frauen des Berlin-Brandenburger VC 68 auch im zweiten Erstligajahr spärlich. Und so nahm Bayer Leverkusen am Sonntag vor knapp 200 Besuchern nach 78 Minuten und dem 3:1 (25:20, 21:25, 25:14, 25:10) beide Zähler mit. Bayer rangiert als einziges von zwölf Teams weiter ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Wie lange soll die verteidigt werden? Träumt man in Leverkusen gar vom Meistertitel? "Auf keinen Fall", sagt Bayer-Trainerin Gudula Krause, unter ihrem Mädchenamen Staub langjährige Nationalspielerin. "Wir genießen die augenblickliche Position. Doch unsere Mannschaft ist viel zu jung und unerfahren, um beispielsweise gegen solch stark besetzte Gegner wie Münster oder Ulm ganz oben bleiben zu können." Zumal, die Personaldecke "bei uns doch recht dünn ist". Verstärkungen könne man durchaus gebrauchen, "aber wir suchen derzeit nicht krampfhaft danach".

Die Gäste waren mit acht Spielerinnen angereist, darunter die früheren Berlinerinnen Judith Sylvester, Kathy Radzuweit aus dem EM-Bronzeteam (wie Julia Schlecht) und die junge Beachvolleyball-Spezialistin Laura Ludwig. Sie hatten maßgeblich Anteil (vor allem Sylvester), dass die Sache nach dem überraschenden Satzgewinn der Gastgeberinnen dann klar in Richtung des Favoriten lief. "Im dritten Satz stand endlich unsere Annahme", erkärte die Bayer-Chefin. Während die Spieleröffnung beim Aufgebot von VC-Trainer Markus Weber in dieser Phase völlig aus den Fugen geriet. Er hatte aber bei zwei Wechselspielerinnen nur begrenzte Alternativen.

Acht Spielerinnen jeweils, überwiegend junge und davon nur eine Ausländerin - die Sparwelle hat die Frauen-Bundesliga erreicht. Dies sei kennzeichnend für die derzeitige Situation, meint Junioren-Auswahltrainer Jens Tietböhl und "gut für die Entwicklung des Nachwuchses". Aber man müsse natürlich zwei, drei Jahre Geduld aufbringen, bis das Niveau der deutschen Bundesliga-Spielerinnen sichtbar angehoben sei. VC-Coach Weber hätte lieber eine ihm angeblich versprochene Annahmespielerin sofort zur Verfügung, doch die Vereinsspitze (Vorsitzender Udo Wandtke: "Wir können uns finanziell nicht übernehmen") machte nicht mit. Dafür bietet Tietböhl Hilfe aus seinem Juniorenauswahl-Kader aus der zweiten Liga an. Zunächst haben Marlit Fischer und Charlene Spieß ein Zweitspielrecht für den BBVC erhalten: "Im Notfall könnten das noch mehr werden."

Was sonst im Sportforum, wo früher Spitzenmannschaften wie der SC Dynamo, CJD oder die Volley Cats agierten, auffiel: Die Zuschauer sind bis auf Ausnahmen andere, als die in Köpenick oder Zeuthen-Eichwalde, das Imbissangebot ist besser als beim Deutschen Meister in Charlottenburg und die Pressekonferenz nach dem Match vor einer Sponsorenwand ebenfalls.

Ernst Podeswa

 

Deutschland - www.volleyballer.de  

Dienstag. 11. November 2003

Gelungene Generalprobe der Hachinger

Am kommenden Sonntag (16. November) ist es endlich soweit. Der TSV Unterhaching empfängt den amtierenden Deutschen Volleyball-Meister SCC Berlin. Unvergessen sind die hart umkämpften Begegnungen beider Mannschaften in der vergangenen Saison in Liga und Pokal. Und der Wechsel von Hachings Ex-Libero Sebastian Prüsener, der nun für Berlin spielt, garantiert noch eine Extraportion Dramatik.

Zwar konnten die Jungs aus dem Süden Münchens in der letzten Partie beim 0:3 gegen den VfB Friedrichshafen nicht gerade überzeugen, aber mit den zwei angeschlagenen Leistungsträgern, Patrick Schwaack und Norbert Kunstek, und ohne Libero Matthias Gärtner, spiegelte jenes Match wohl nicht gerade das volle Potential des TSV wider. Am vergangenen Samstag traf man sich wieder mit dem VfB zum Freundschaftsspiel. Und diesmal gelang es den Schützlingen von Coach Mihai Paduretu, dem Ex-Meister zwei Sätze abzuringen. Der Trainer zeigte sich nach dem Spiel angesichts der gelungenen Generalprobe äußerst zuversichtlich.

Alle Fans, die sich das Aufeinandertreffen von Unterhaching mit dem SCC Berlin am Sonntag nicht versäumen wollen, sollten mindestens eine Stunde vor Spielbeginn – Anpfiff ist um 15:30 – in der Halle sein.
In der Pause soll es dann auch ein Schmankerl für die Zuschauer geben. Mehr wird jedoch noch nicht verraten. Nur so viel sei gesagt es wird reichlich rhythmisch zugehen.

Andreas Bergmann

 

Deutschland - DVV-News 

Dienstag. 11. November 2003

Bayer qualifiziert sich souverän für Achtelfinale!

In einer souveränen Art und Weise hat sich Männer-Bundesligist SV Bayer Wuppertal für das Achtelfinale des europäischen CEV-Pokals qualifiziert. Die Männer aus dem Bergischen Land setzten sich beim Qualifikationsturnier in Dormagen gegen die Konkurrenz aus Kaposvar (HUN), Averbode (BEL) und Coimbra (POR) jeweils locker mit 3:0 durch. Insbesondere der abschließende 3:0-Erfolg über die stark eingeschätzten Belgier verdeutlicht die momentan gute Verfassung der Spieler um Kapitän Markus Nitsche.

Wuppertal spielt nun am 10. und 17. Dezember das Achtelfinale. Gegen wen, das entscheidet sich am 11. November bei der Auslosung in Luxemburg. Am 10. Dezember ist generell „Großkampftag“ im europäischen Volleyball. Dann finden die ersten Runden in der Champions League mit dem SCC Berlin und dem VfB Friedrichshafen, der Top Teams Cup mit dem SSV Ulm sowie dem USC Münster sowie auch der CEV-Pokal der Frauen mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen statt. Die Leverkusenerinnen müssen sich allerdings noch etwas gedulden, ihr Gegner wird erst am 24. November bei der Auslosung ermittelt.

 

International - DVV-News 

Dienstag. 11. November 2003

World Cup: Fünfkampf um drei Olympiatickets!

Der Kampf um die drei zu vergebenen Olympiatickets beim World Cup 2003 der Frauen hat sich zu einem Fünfkampf zwischen Italien, Brasilien, den USA, China und - etwas überraschend - Japan entwickelt.

China führt das 12-er Feld als einzig ungeschlagene Mannschaft an, die drei anderen Teams folgen mit einer Bilanz von 7:1-Siegen, Japan hat 6:2-Siege auf dem Konto. Kuba als sechstplatziertes Team hat bereits drei Niederlagen auf dem Konto. Somit fällt die Entscheidung an den letzten drei Spieltagen (13.-15. November), wenn es u.a. in sechs Begegnungen zum direkten Aufeinandertreffen dieser Teams kommt.

Die USA büßte seine weiße Weste durch ein 2:3 gegen Europameister Polen ein und stand beim 3:2-Erfolg über Vize-Europameister vor der zweiten Niederlage. Die europäischen Hoffnungen liegen natürlich auf Weltmeister Italien. Die Italienerinnen zeigen sich von der EM-Schlappe in der Türkei (Platz 6) bestens erholt und schlugen zuletzt Polen (3:0) und die Türkei (3:1) sicher. Sollte sich Italien in Japan bereits für Athen 2004 qualifizieren, nehmen folgende Teams an der europäischen Olympia-Qualifikation in Baku/Azerbaidschan vom 5.-10. Januar 2004 teil: Polen, Türkei, Deutschland, Niederlande, Russland, Bulgarien, Rumänien, Azerbaidschan. Lediglich der Gewinner dieses Achterturniers qualifiziert sich für Athen.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Dienstag. 11. November 2003

TVF: An Sensation vorbeigeschrammt

Mit erhobenem Daumen und einem respektvollen Nicken schritt Matthias Eichinger auf die Bank des TV Fischbek Hamburg zu. Der Coach des Volleyball-Bundesligisten SSV Ulm schüttelt seinem Trainer-Kollegen Johnny Westreicher Mick die Hand und lobte die Leistung des Kontrahenten aus Hamburg, während die Fischbeker Spielerinnen mit jeder Menge Applaus vom Publikum verabschiedet wurden. Eine Leistungssteigerung im Vergleich zu den bisherigen Spielen hatte TVF-Manager Horst Lüders gefordert, anschließend die bislang beste Saisonleistung seines Teams gesehen - auch wenn es nicht zu einem Sieg reichte. Der TVF unterlag dem Spitzenteam aus Ulm nach 1:40 Stunden mit 1:3.

600 Zuschauer hatten ein spannendes Spiel gesehen, dazu einen kämpferischen TVF, und so feierten sie ihre Mannschaft frenetisch. Das Ganze hatte jedoch einen Wermutstropfen: Diese Niederlage wäre vermeidbar gewesen.

Doch der Reihe nach: Nach einer verschlafenen Anfangsphase lagen die Gastgeberinnen im ersten Durchgang mit 11:18 zurück, als Johanna Barg für die schwache Lidiya Shumakova eingewechselt wurde. Mit Barg, der gestern fast alles gelang, kam auch die Wende in der Partie. Von nun an war der TVF ebenbürtig. Der erste Satz konnte nicht mehr umgebogen werden, er ging mit 19:25 verloren. Im zweiten Durchgang lagen die Gastgeberinnen zwischenzeitlich bereits mit 14:20 zurück, ehe eine tolle Aufholjagd die Fans mobilisierte und die Erkenntnis reifen ließ: Hier ist heute was zu holen. Bitter allerdings, dass die Fischbekerinnen drei Satzbälle ungenutzt ließen und Satz Nummer zwei mit 31:33 verloren. Nach einem starken dritten Durchgang (25:21) sah bereits alles nach einer Entscheidung im Tiebreak aus. Mit 20:15 führte der TVF, ehe er das Heft doch noch aus der Hand gab und dem SSV Ulm beim 24:26 durch individuelle Fehler in den entscheidenden Situationen den Sieg ermöglichte.

 

Deutschland - www.volleyballer.de  

Dienstag. 11. November 2003

Rote Raben lösen Pflichtaufgabe

Mit dem dritten Sieg in Folge - einem 3:0 beim Aufsteiger USC Braunschweig - halten die Roten Raben den Anschluss an die Meisterrunden-Plätze. Die von Trainer Mike Schöps geforderte Leistungsstabiltät ließen die Vilsbiburgerinnen aber auch diesmal vermissen.

Durch die Hamburger Heimniederlage gegen Ulm rücken die Roten Raben mit dem Erfolg in Braunschweig auf den 7. Tabellenplatz, punktgleich mit den drei besser platzierten Teams Suhl, Dresden und Schwerin. Diese Platzierung macht Hoffnung, womöglich bald den gewünschten Platz unter den ersten Sechs einzunehmen.
Die Leistung aber, die die Roten Raben in Braunschweig gezeigt haben, tut dies nicht unbedingt. Zu nervös, zu instabil - Trainer Mike Schöps konnte am Sonntag lediglich mit dem Resultat zufrieden sein. Vor allem an den erfahrenen Spielerinnen im Team übte er Kritik: "Wir laden den Gegner immer wieder ein, ins Spiel zurück zu finden. Selbst tun wir das dann nicht".

Dabei hatte alles so gut angefangen. Die Gastgeberinnen wirkten vor rund 300 Zuschauern von Beginn an überfordert und machten viele Fehler. Die Roten Raben ihrerseits leisteten gute Abwehrarbeit und ließen auch im Angriff nichts anbrennen. So hieß es zur ersten technischen Auszeit bereits 8:2 für die Gäste aus Vilsbiburg. Bis zum 15:10 setzte sich dieser Trend fort. Danach brachten wenige Ungenauigkeiten das Team ins Schwimmen. Dadurch sahen sich wiederum die Braunschweigerinnen ermutigt, ihren Kampfgeist auszupacken. Minuten später führte der USC mit 17:15. Erst mit der Einwechslung von Birgit Thumm - sie kam für Hana Kovarova - kehrte die Sicherheit ins Team der Roten Raben zurück, so dass doch noch ein 25:22 heraussprang.

Etwas souveräner gestaltete Vilsbiburg den zweiten Durchgang. Nur selten hatte der USC den Angriffen von Katja Wühler, Hana Musilova, Elena Kounova und Hana Kovarova etwas entgegen zu setzen. Der Raben-Block hingegen schwächelte an diesem Nachmittag phasenweise, so dass Braunschweig 19 Punkte gelangen. Im dritten Satz ließen Malin Ericsson und Co. ihre Fans wieder zittern. Trotz 13:9-Führung kamen die Gastgeberinnen wieder heran und glichen bei 18:18 erstmals aus. Als Glücksgriff erwies sich die Einwechslung von Iris Nachtmann, die einen Tag zuvor noch zum Sieg der zweiten Damenmannschaft in der Bayernliga beigetragen hatte. Die 17-Jährige brachte die Roten Raben mit zwei gelungenen Blocks auf die Siegerstraße zum 25:20.

Mentale Auszeiten wie in Augsburg und Braunschweig dürfen sich die Roten Raben nun nicht mehr erlauben. Denn nun beginnen die "Wochen der Wahrheit", die Spiele gegen unmittelbare Konkurrenten um die Meisterrunden-Plätze. Bereits am Freitag, 19.30 Uhr, kommt Überraschungsaufsteiger VfB Suhl in die Vilstalhalle. Am Sonntag reisen die Roten Raben dann zum Vizemeister USC Münster, dem Ex-Club von Birgit Thumm.

Ben Weinberger

 

Deutschland - Hamburger Morgenpost 

Dienstag. 11. November 2003

1:3 - Fischbeks Mädels kitzelten den Meister

Sie waren sooo nah dran an der Sensation. Die Volleyball-Frauen des TV Fischbeks unterlagen nach tollem Spiel dem amtierenden Meister SSV Ulm nach 100 Minuten mit 1:3.

Nach deutlich verlorenem ersten Satz (19:25) steigerten sich die Youngster aus Hamburgs Süden, verloren den zweiten Durchgang unglücklich mit 31:33.

Doch von Resignation keine Spur. Unter dem Jubel der 600 Zuschauer wurde Satz Nummer drei mit 25:21 nach Hause geholt. Doch dann ließen die Kräfte doch nach. Mit 26:24 sicherten sich die Gäste Durchgang Nummer vier. "Auf dieser Leistung können wir aufbauen", sagt Manager Horst Lüders. "Die Playoffs bleiben ein realistisches Ziel."

PAE

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Dienstag. 11. November 2003

DSC: Annahme kommt zu spät

… und der Dresdner SC beim VfB Suhl nicht ins Spiel, dass er am Ende mit 1:3 verliert

Arnd Ludwig traute seinen Augen nicht. Da hatte der Coach die Volleyballerinnen des Bundesligisten Dresdner SC extra auf den VfB Suhl vorbereitet, und dann musste er mit ansehen, wie seine Taktik über den Haufen geworfen wurde, weil die Annahme nicht klappte. Die ersten beiden Abschnitte gingen mit 17:25 und 19:25 verloren. Der Trainer reagierte und brachte für Anna Barnak, die nicht so stabil spielte, wie er es von ihr aus anderen Begegnungen kannte, Grit Müller, und mit der 19-Jährigen lief es dann auch besser. So gut, dass die Elbestädterinnen den dritten Satz mit 25:20 gewannen und auch den vierten offen gestalten konnten. „Da war es eine richtig gute Partie, und ich dachte, dass wir sie noch drehen können“, meinte Ludwig. Doch dann unterliefen seiner Mannschaft noch mal einige Fehler, und die Gastgeberinnen konnten auch dank des Publikums im Rücken den vierten Abschnitt mit 25:23 und damit das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden.

 „Die Begegnung bringt uns trotzdem weiter, denn wir haben gesehen, dass wir uns gegen diese Gegner keine solchen Fehler wie in den ersten beiden und am Ende des vierten Durchgangs leisten dürfen, sondern immer voll konzentriert sein müssen“, sagte der 36-Jährige. Sonst hilft die beste Taktik nichts.

Die Partie war auch so etwas wie ein Duell der Konzepte. Aufsteiger Suhl hatte vor der Saison auf dem Transfermarkt zugeschlagen und sich für seine Premiere in der Bundesliga mit erfahrenen Ausländerinnen verstärkt. Drei Spielerinnen kamen aus Serbien-Montenegro, je eine aus Polen und Tschechien. Eine Ungarin war schon da. Das zahlt sich bisher vor allem bei Heimspielen aus. Zu Hause sind die Thüringerinnen eine Macht. Sie besiegten erst den Meister und Pokalsieger SSV Ulm mit 3:2 und nun den DSC.

Die Sachsen setzen mehr auf ihre Talente aus dem eigenen Nachwuchs, und mit Müller war es auch eine der jungen Wilden, mit der den Gästen fast noch die Wende gelang. Diesmal hat es noch nicht sollen sein, aber Ludwig geht davon aus, dass sich das in der Saison ausgleicht, seine Schützlinge weiter reifen und aus seiner Sicht noch viel und zu Hause sogar alles möglich ist. Zum Beispiel am Freitag ab 19 Uhr, wenn der DSC mit dem USC Münster einen Klub empfängt, der eine Mischung aus jungen deutschen und erfahrenen ausländischen Volleyballerinnen mitbringt.

Maik Schwert

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Dienstag. 11. November 2003

Volleyball-Bundesliga: Die Spieltag-Nachlese

Augsburg mit letzter Kraft zum ersten Sieg

Es war der Tag der Bayern: In einer dramatischen Partie haben die gebeutelten Frauen des VC Augsburg beim Aufsteiger Erfurt ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Und die Raben aus Vilsbiburg gaben sich in Braunschweig nicht die Blöße eines Satzverlustes und gehen mit 8:4 Zählern in die schweren Spiele gegen fünf Top-Teams in Folge.

TV Fischbek - SSV Ulm 1:3 - (19:25, 31:33, 25:21, 24:26/101 Minuten). Der Meister war im Duell mit dem DM-Dritten aus Hamburg " wie schon gegen Münster " die glücklichere Mannschaft. Beim Angstgegner (2002/03 verlor der SSV gegen Hamburg drei von vier Spielen) trumpften die mit Neuzugang Norisha Campbell (für Veh) in der Startformation angetretenen Süddeutschen zwar im ersten Satz auf. Doch sowohl im zweiten als auch im vierten Set hatte das Ensemble von Mathias Eichinger mächtig Glück. 20:15 führte Fischbek im vierten Durchgang schon, doch Alice Blom rettete ihr Team mit dem zweiten Matchball vor dem Tiebreak.

VfB Suhl - Dresdner SC 3:1 - (25:17, 25:19, 20:25, 25:23/93 Minuten). Dresdens Coach Arnd Ludwig war nach dem Ost-Derby bedient: "Wir haben die beiden ersten Sätze weggeschenkt, die Annahme hat überhaupt nicht funktioniert!" Das hatte seinen Grund allerdings auch zu einem großen Teil auf der anderen Netzseite: Suhl schlug hervorragend auf. Im dritten Abschnitt spielten die Elb-Florenzer dann so, wie ihr Trainer sich das vorgestellt hatte. Mit dem Erfolg, dass Dresden im nächsten Satz in der Schlussphase zwei leichte Fehler machte und der starke Aufsteiger aus Thüringen sich so seine Meisterschafts-Punkte sieben und acht sicherte.

Berlin-BVC 68 - Bayer Leverkusen 1:3 - (20:25, 25:21, 14:25, 10:25/78 Minuten). "Wir hatten mehr Mühe als erwartet", gab Gudi Krause, Trainerin der Mannschaft der Stunde, unumwunden zu. Ihre Bayer-Truppe tat sich im Berliner Sportforum, in dessen weitem Rund sich 100 Zuschauer verloren, schwer, íhren Rhythmus zu finden. "Der Satzverlust hat mich sehr geärgert", bekannte Krause, die es schaffte, allen voran Kapitänin Judith Flemig und damit auch den Rest rechtzeitig "zu wecken".

USC Braunschweig - Rote Raben Vilsbiburg 0:3 - (22:25, 19:25, 20:25/70 Minuten). Die Raben legten los wie die Feuerwehr, doch auch den Niederbayern fehlt in dieser Saison die Konstanz: Nach 6:0 und 15:8 stand es auf einmal 16:19 gegen die Raben " der erste Satzgewinn für den Aufsteiger USC schien nahe. Allerdings drehten die Roten dann " angeführt von Birgit Thumm auf Außen (!) " rechtzeitig wieder auf, aus dem Gastgeschenk wurde nichts. Bemerkenswert aus Raben-Sicht war sicher die gute Leistung der 17-jährigen Iris Nachtmann.

TuS Erfurt - VC Augsburg 2:3 - (19:25, 25:16, 20:25, 25:22, 13:15/97 Minuten). Die Woche der guten Nachrichten in Augsburg: Nachdem in der letzten Woche im Bayern-Derby noch die stellvertretende VCA-Voristzende Ingke Weimert das Trikot überstreifen musste, landete am Samstag vor dem ersten Sieg Neuzugang Kim Exner aus Kanada. Sie spielte in Erfurt zwar noch nicht, durfte sich aber trotzdem über den Umstand freuen, dass Erfurt im Tiebreak ein 13:10 nicht nach Hause bringen konnte. Mit letzter Kraft brachte das Sextett aus der Fuggerstadt den Sieg unter Dach und Fach. Somit war das Debüt der neuen TuS-Angreiferin Katarzyna Wieliczko misslungen.

luh

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Dienstag. 11. November 2003

Bayer: Größenvorteile gaben den Ausschlag

Die Volleyballer des SV Bayer Wuppertal fühlten sich in Dormagen pudelwohl. Beim CEV-Qualifikationsturnier gaben die "Hausherren" keinen Satz ab.

Kreis Neuss. Das TSV Bayer Sportcenter in Dormagen wird dem Team von Trainer Mark Lebedew in guter Erinnerung bleiben. "Wir sollten vielleicht alle unsere Spiele hier in Dormagen austragen", meinte der Australier mit einem Augenzwinkern nach dem entscheidenden Spiel gegen Averbode (Belgien). Drei Partien ohne Satzverlust lautet die überzeugende Bilanz.

Doch auch neben dem Feld bewies der SV Bayer Format. Der Ausrichter des CEV-Qualifikationsturniers stellte trotz des Umzuges an den Rhein eine reibungslose Veranstaltung auf die Beine. "Unser Dank gilt allen Beteiligten, die mitgeholfen haben, dass wir hier drei Tage Volleyball auf internationalem Niveau sehen durften", lobt Teammanager Helmut Glimpf.

Das höchste Niveau bot zweifelsfrei der SV Bayer. Nach dem deutlichen Auftaktsieg gegen Kometa Kaposvar am frühen Freitagabend hatten die "Hausherren" gegen Academica de Coimbra aus Portugal mehr Probleme als erwartet. Durch Unkonzentriertheiten summierten sich die leichten Fehler, wodurch die Portugiesen immer wieder in Führung gehen konnten. Auf der anderen Seite zeigte sich Coimbra zur Auftaktniederlage gegen Averbode wesentlich verbessert.

In den entscheidenden Phasen spielte die Mannschaft aus Wuppertal jedoch vor allem ihre Größen- und Blockvorteile aus und markierte die wichtigen Punkte. 25:23 ging der erste Satz an den SV Bayer. In Durchgang zwei hatte der Gast aus Südeuropa sogar Satzball, doch die Lebedew-Truppe drehte den Spieß noch um. In Satz drei ließ die Gegenwehr der Portugiesen etwas nach, so dass der SV Bayer den 3:0-Sieg unter Dach und Fach bringen konnte. "Ich kann mit diesem Spiel nicht zufrieden sein", resümierte Lebedew anschließend, "wir haben oft sehr unpräzise gespielt und hatten Probleme im Angriff".

Zuvor hatten sich die Ungarn durch ein 3:1 über Averbode für ihren schlechten Auftakt rehabilitiert. Durch dieses Ergebnis war klar, dass dem deutschen Vizemeister nur noch ein Satzgewinn fehlen würde, um den Turniersieg und damit den Einzug in das Achtelfinale des CEV-Cups perfekt zu machen.

Die Begegnung am Schlusstag zwischen Coimbra und Kaposvar hatte eigentlich nur statistischen Wert, doch die beiden Teams lieferten sich einen harten Kampf, bei dem am Ende Coimbra mit 15:13 im fünften Satz die Nase vorn hatte. Das junge Team von Trainer Rui Castro feierte diesen ersten Erfolg wie den Turniersieg.

Um den ging es im Anschluss. In Satz eins konnte sich weder Averbode noch Wuppertal entscheidende Vorteile verschaffen. Die Belgier ließen zwei Satzbälle ungenutzt. Wuppertal verwertete gleich den ersten zum 26:24. Damit war das Achtelfinale des CEV-Cup erreicht und die Gegenwehr der Belgier gebrochen. "Im letzten Spiel haben wir unsere beste Saisonleistung gezeigt", lobte Mark Lebedew sein Team.

Die Bayer-Spieler hoffen heute auf ein gutes Los, wenn der Europäische Volleyball-Verband das Achtelfinale auslost.

Ergebnisse

SV Bayer Wuppertal-Kometa Kaposvar (UNG) 3:0 (25:19, 25:14, 25:17)
AA de Coimbra (POR)-VC Averbode (BEL) 0:3 (23:25, 21:25, 22:25)
Kaposvar Averbode 3:1 (25:13, 25:22, 28:30, 25:22)
Wuppertal-Coimbra 3:0 (25:23, 26:24, 25:22)
Coimbra Kaposvar 3:2 (22:25, 25:15, 19:25, 25:23, 15:13)
Averbode Wuppertal 0:3 (24:26, 17:25, 15:25)

1. SV Bayer Wuppertal 9:0 6
2. Kometa Kaposvar 5:7 2
3. VC Averbode 4:6 2
4. AA de Coimbra 3:8 2

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Dienstag. 11. November 2003

DSC-Damen gehen in Suhl unter

Zwei Sätze verschenkt

Dresden. Es war der erwartete Hexenkessel: 1800 lautstarke Fans machten die Halle in Suhl bei der Bundesligapartie des Aufsteigers gegen den Dresdner SC zur Hölle. Doch daran lag es nicht, dass die Ludwig-Damen mit 1:3 (17:25, 19:25, 25:20, 23:25) unterlagen. 

"Wir haben die ersten beiden Sätze weggeschenkt", bemängelt der Trainer, "die Annahme hat überhaupt nicht funktioniert." Ein Problem, das sich schon die ganze Saison durch das Spiel des DSC zieht. Die Suhlerinnen, mit drei starken Serbinnen und eine Tschechin im Team, schlugen sehr gut auf, der DSC brachte viel zu wenig Bälle zurück. Erst als Ludwig Mitte des zweiten Satzes Grit Müller für Anna Barnak aufs Feld schickte, wurde es besser. "Doch wenn man auswärts erst einmal 0:2 hinten liegt, ist es schwer, die Partie noch zu drehen", meint der Trainer, "trotzdem habe ich bis zum letzten Punkt noch an unseren Erfolg geglaubt." 

Ab dem dritten Satz spielten die Gäste dann ordentlichen Volleyball, bestimmten das Geschehen. Zwei leichte Fehler kosteten im vierten Durchgang dann den Satzgewinn und somit auch das Match. "Das Suhl als Aufsteiger so stark ist, kam nach den letzten Ergebnissen nicht mehr überraschend. Aber wir müssen mehr bringen", meint Ludwig und blickt voraus: "Wir haben in den nächsten Wochen nur noch schwere Gegner vor der Brust, müssen vor allem an der Annahme arbeiten. Ich denke, mit Grit Müller und Kerstin Tzscherlich können wir uns da stabilisieren." In der Tabelle sind die Suhlerinnen nun zum DSC (beide jetzt punktgleich) aufgerückt.

Aufwärts geht es für die Mädchen vom VC Olympia Dresden in der 2. Bundesliga. Die Kaiser-Schützlinge bezwangen den USC Rothaus Spatzen souverän mit 3:0 (25:17, 25:20, 25:17) Sätzen und feierten damit ihren zweiten Saisonsieg. Trainer Klaus Kaiser lobt: "Eine geschlossene Mannschaftsleistung und gelungene Rehabilitation für die 0:3-Schlappe im Hinspiel in Freiburg. Wir waren diesmal auch athletisch überlegen, das kam für mich überraschend. Jetzt bin ich sehr zuversichtlich für das Auswärtsspiel in Hülzweiler. Beim Letzten wollen wir nun natürlich auch gewinnen."

In der Regionalliga der Damen behauptete der Dresdner SC II seine Tabellenführung. Dem Team von Trainerin Beatrice Schulz gelang ein 3:0-Erfolg bei Lok Engelsdorf. Einen Auswärtssieg konnten auch Volker Grochaus VC-Frauen bejubeln, sie gewannen knapp mit 3:2 bei der SG Chemnitz-Adelsberg.

Th. Scholze

 

Deutschland - Berliner Zeitung 

Dienstag. 11. November 2003

VC 68 leistet harten Widerstand

Der Berlin-Brandenburger VC 68 hat auch am sechsten Spieltag der Volleyball-Bundesliga der Frauen keinen Sieg landen können. Dennoch präsentierte sich das Team weiter verbessert. Gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Bayer Leverkusen leistete die Mannschaft von Trainer Markus Weber beim 1:3 (20:25, 25:21, 14:25, 10:25) 78 Minuten zum Teil harten Widerstand und feierte sogar einen Satzgewinn zum 1:1-Ausgleich.

 

Deutschland - Ostsee-Zeitung 

Dienstag. 11. November 2003

Vier Hände für ein Halleluja

Schwerin (OZ) Wenn sie sich reinhechtet, alles gibt, den Ball mit einer Hand flach über dem Boden erwischt, und dieser Ball dann über die Schulter nach hinten springt. Plopp – ins Aus. Dann legt Jana Müller ihre Stirn in eine Art trotzigen Faltenteppich, brüllt ihren Namen. Momente, in denen ihr Sympathiepunkte-Grinsen nicht zu sehen ist. Seltene Momente. Für Jana jedoch zu häufig: „Weil man Fehler nicht machen muss. Muss mich nur konzentrieren.“ Jana Müller (25) ist ein Kämpfertyp.

Wenn sie im Block am Netz den Ball nicht richtig getroffen hat und ihre Füße und der Ball kurz nacheinander auf dem Boden aufkommen. In der eigenen Hälfte. Dann schmollt Anika Schulz (20) kurz, klatscht in die Hände. Weiter. Konzentration. Der Ball ist Geschichte. Anika ist der sachliche Typ.

Zwei Sportlerinnen. Zwei Typen. Ein Sport. Volleyball. 3,60 Meter groß. Jede 1,80 Meter. 49 Länderspiele. Jana Müller, Anika Schulz – beide haben große Ziele. Deutsche Meisterschaft mit dem SSC Schwerin. Athen 2004. „Olympia ist ein Traum“, sagt Anika. „Das wird verdammt schwer“, ergänzt Jana. Sie tun viel dafür. Täglich fünf Stunden Training. Ab acht Uhr früh. Danach fahren die Rechtsanwaltsgehilfin und die Bürokauffrau-Azubi ins Büro. 18 Uhr zweites Training. 21 Uhr Feierabend. Am Wochenende Kaffeefahrten durchs Land. Mit Bundesliga-Tours.

Und sonst? Schlafen, Essen, Familie. Mehr ist nicht drin. Warum tut man sich das an? „Es sind die kleinen Momente absoluten Glücks, die man nur im Leistungssport erleben kann“, sagt Jana. Zum Beispiel, als sie Deutscher Meister geworden sind. „Das Gefühl? Das kann man nicht beschreiben.“ Ihr Gesicht – ein Sympathiepunkte-Grinsen.

M. Meyer

 

International - www.yahoo.de  

Dienstag. 11. November 2003

Dominikanische Medien verurteilen anaboles Doping

Sapporo (dpa) - Der erste anabole Doping-Fall in der Geschichte des Volleyball-Weltverbandes FIVB durch Nuris Arias Done aus der Dominikanischen Republik ist in den Medien ihrer Heimat verurteilt worden. «Die Spielerin wirft ihre Karriere weg», wurde getitelt und auf den Imageverlust für den Volleyball des Landes verwiesen.

Wie aus dem Umfeld des FIVB-Präsidenten Ruben Acosta zu hören war, sei er tief betroffen und sieht sein Engagement für die Sportart in der Dominikanischen Republik missbraucht. Der Weltverband unterstützt auf Betreiben des Mexikaners die Entwicklung des Volleyballs finanziell. Dem panamerikanische Meister hatte Acosta eine von zwei Wildcards für das Turnier zugestanden.

Für den medizinischen Delegierten der FIVB, Manfred Holzgraefe aus Deutschland, ergibt es durchaus Sinn für anaboles Doping im Volleyball: «Hohes Sprungvermögen und die enormen Belastungen setzen eine gute Physis voraus.» Die Dominikanerin, bei zwei Kontrollen am 3. und 5. November positiv getestet, war danach sogar noch ein drittes Mal für die Doping-Kontrolle ausgelost, aber nicht mehr getestet worden. Nach jeder Partie wird eine von 24 Spielerinnen beider Teams zum Doping-Test ausgelost.

Sportlich gibt Grand-Prix-Sieger China den Ton an. Mit dem 3:0 gegen Ägypten schaffte der Asienmeister bereits den achten Sieg im achten Spiel, so dass das Olympia-Ticket für Athen 2004 vor den drei noch ausstehenden Runden in Osaka bereits in greifbarer Nähe ist. Weltmeister Italien nach einer Steigerung mit 3:1 gegen die Türkei, Brasilien gegen Argentinien und die USA gegen die Dominikanische Republik mit jeweils 3:0-Erfolgen feierten ihre siebten Siege und können noch auf die direkte Athen-Qualifikation hoffen.

Gastgeber Japan liegt nach einem 3:2-Erfolg über Europameister Polen nach einer 2:0-Führung mit sechs Siegen noch in Lauerstellung. Kuba besiegte Südkorea in einem engen Match 3:2. Nach zwei Ruhetagen geht das Turnier ab Donnerstag in die Entscheidung. «Das werden noch drei sehr schwere Spiele, wir können gewinnen, aber auch alles verlieren», sagte Italiens Coach Marco Bonitta mit Blick auf die Gegner Kuba, China und Brasilien.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel