News

Mittwoch, 03. Dezember 2003 

You 2: Erstes Turnier am Freitag in Altona
VfB feiert gegen SV Bayer ARENA-Premiere
Olympia-Qualifikation: Schwere Gruppen!
Dresdner SC 1898 - Das Prunkstück bleibt matt
Hammer-Los für die Raben: Münster kommt

Wuppertal: Dicke Brocken für den Vizemeister
227 Fans trommeln den OSV zum Sieg
Hochzeit am Strand
Deutsche Volleyballer hoffen auf Wunder von Leipzig
Sitzballer sichern sich Silber
Bouagaa klagt nicht: Haben eine Chance
USC spielt Turnier in Belgien
Mader will Beacher ins rechte Licht rücken
SV Bayer als Spielverderber bei der Premiere?

Dezember 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

November 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30

Zum Medien-Überblick

 

Hamburg - Smash-News

Mittwoch. 03. Dezember 2003

You 2: Erstes Turnier am Freitag in Altona

Am kommenden Freitag startet You 2, die Volleyball-Turnierserie des CVJM für Schülerinnen der 7. und 8. Klasse. Von 15.30 bis 18.00 Uhr spielen Anfänger und „Angelernte“ um Ranglistenpunkte  in der Halle Chemnitzstraße. Weitere Turniere der durch den Kfz.-Meisterbetrieb Auto-Vorbeck in Wentorf ermöglichten Turnierserie finden in Bergedorf (16. Januar) und in Wandsbek (25. Februar) statt.

Was ist YOU 2 ?

Hallen-Volleyball ganz neu, ganz anders: Zwei gegen Zwei in der Halle auf verkleinertem Feld.. Spaß und Punkte. Für Schülerinnen vom Anfänger bis zum Profi. Die Teams können in jeder Spielrunde neu zusammengestellt werden. Innerhalb eines Turniers kann die Partnerin nicht getauscht werden.

Informationen, Spielergebnisse, Fotos und Ranglisten können ab nächster Woche unter www.you2-volley.de eingesehen werden.

Wie kann ich teilnehmen ?

Teilnehmen können alle Schülerinnen der 7. und 8. Klasse. Die Teilnahme ist kostenlos. Teams melden sich direkt beim ausrichtenden Verein an, telefonisch oder per Email. Ansprechpartner für das Altonaer Turnier ist Christian Dröge Altonaer TSV), Tel. (0170) 31 774 94, christian.droege@you2-volley.de

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News

Mittwoch. 03. Dezember 2003

VfB feiert gegen SV Bayer ARENA-Premiere

FRIEDRICHSHAFEN (gus) - Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen bereiten sich derzeit auf ein ganz besonderes Bundesligaspiel vor. Wenn am Mittwoch, 3. Dezember, um 20 Uhr die Partie gegen den SV Bayer Wuppertal angepfiffen wird, bedeutet das gleichzeitig den Start in eine neue Ära für den Häfler Vorzeigeverein.

Bei diesem Spiel ist vieles anders als sonst. Ungewöhnlich ist bereits der Spieltermin - an einem Mittwoch werden in der Bundesliga allenfalls Play-off-Partien ausgetragen. Ungewöhnlich groß wird auch die Zuschauerkulisse sein - der VfB rechnet mit 4000 Volleyballfans, die die Tribünen füllen werden. Niedrig hingegen die Eintrittspreise von drei Euro (Erwachsene) und einem Euro (Jugendliche bis 16 Jahre). Der Grund für die Besonderheiten: Die neue ARENA Friedrichshafen wird erstmals mit sportlichem Leben gefüllt.

„Super, phantastisch, geil“, sind die ersten Kommentare eines jeden, der die neue Spielstätte betritt. Die Spieler wissen das Engagement ihres Clubs und der Stadt zu schätzen und haben am Montag gern angepackt, als die mobilen Tribünen und Stühle aus der Bodensee-Sporthalle ins neue Domizil geschafft werden mussten.

Jetzt ist alles gerichtet für das erste große Volleyballfest in der ARENA. Und aus sportlicher Sicht? Beim Team von Stelian Moculescu läuft derzeit alles rund. Der Einzug ins Pokal-Viertelfinale glich in Dachau einem Spaziergang. Am Tag drauf konnten die Häfler bei einem Freundschaftsspiel in Trento dem Tabellenzweiten der A Uno immerhin zwei Sätze abluchsen. Das Ärgerliche daran: Der VfB führte bereits 2:0 und lag im vierten Satz mit 24:22 vorn - bis die Italiener das Spiel zu ihren Gunsten umdrehten. In der Bundesliga liegt er mit nur einem Spielverlust auf dem dritten Platz.

Bei Wuppertal stottert der Motor gewaltig und setzt hin und wieder aus. So vor drei Wochen, als das Team von Mark Lebedew daheim gegen Humann Essen unterlag. Oder vergangenes Wochenende, als die Bayer-Sechs vom Zweitligisten Königs Wusterhausen aus dem Pokal geschmettert wurden.

Dennoch dürfen die Mannen aus dem Bergischen nicht unterschätzt werden. Sie sind immer für eine Überraschung gut und haben dem VfB schon manch schmerzhafte Niederlage zugefügt. Zuletzt am 13. April, als sie Jalowietzki & Co den Traum von der sechsten Meisterschaft vermiest haben. Apropos Bogdan Jalowietzki. Der Kapitän ist wieder an Bord, sodass sich Trainer Moculescu ohne Aufstellungssorgen auf die ARENA-Premiere freuen kann.

Parktipps für die Zuschauer

Das Spiel beginnt um 20 Uhr, Hallen- und Kassenöffnung ist um 18.30 Uhr. Der VfB rät den Zuschauern, möglichst früh zu kommen, um einen Parkplatz zu bekommen. Da auf dem Innenhof des alten Messegeländes nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung steht und die umliegenden Wohngebiete vermieden werden sollten, stehen folgende Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung: Alter IBO-Parkplatz, der Platz am Südeingang der ehemaligen Messe an der Ailinger Straße sowie der Parkplatz an der Ludwig-Dürr-Schule.

Mittwoch, 3. Dezember 2003, 20 Uhr / Hallenöffnung: 18.30 Uhr
VfB Friedrichshafen - SV Bayer Wuppertal

 

Deutschland - DVV-News

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Olympia-Qualifikation: Schwere Gruppen für DVV-Teams!

Leipzig (pps) - Deutschlands Volleyball-Nationalmannschaften stehen bei den Frauen wie Männern vor schweren Aufgaben in der Olympia-Qualifikation für Athen. Die Männer müssen vom 5. bis 10. Januar in Leipzig gegen den Vize-Weltmeister und Olympia-Zweiten Russland, den EM-5. Polen und den EM-9. Bulgarien antreten, die Frauen zur gleichen Zeit in Baku/Aserbeidschan gegen das Team des Gastgebers, den WM-Dritten Russland und Europameister Polen. Das ergab die Gruppen-Auslosung am Dienstag in Leipzig.

„Das sind zwei sehr schwere Gruppen bei den Männern“, kommentierte Bundestrainer Stelian Moculescu die Auslosung, „unsere drei osteuropäischen Gegner sind alle ähnlich strukturiert, athletisch sehr stark. In der anderen Gruppe dürfte das spielerische Element höher einzuschätzen sein. Aber wenn man nach Athen kommen will, muss man halt jeden schlagen.“ Und Frauen-Bundestrainer Hee Wan Lee: „Die Situation stellt sich für uns ähnlich dar wie bei den Männern. Wir wollen die Qualifikation unbedingt schaffen. Der Kader von der EM in der Türkei wird vielleicht auf ein oder zwei Positionen verstärkt.“

Die Übersicht der Auslosung

Frauen
Gruppe A: Aserbaidschan, Polen, Deutschland, Russland
Gruppe B: Bulgarien, Türkei, Niederlande, Italien

Männer
Gruppe A: Deutschland, Russland, Polen, Bulgarien
Gruppe B: Spanien, Frankreich, Niederlande, Finnland

In Leipzig wie in Baku spielt in jeweils zwei Gruppen „jeder gegen jeden“ (5. bis 8. Januar). Die ersten beiden der Gruppen spielen „über Kreuz“ im Halbfinale (9. Januar) die Endspiel-Teilnehmer (10. Januar) aus. Nur die Sieger von Leipzig und Baku erreichen das Olympia-Turnier von Athen.

Als Olympia-Teilnehmer stehen nach dem Weltcup in Japan fest: China, Brasilien und die USA bei den Frauen, Brasilien, Italien, Serbien & Montenegro bei den Männern sowie jeweils Olympia-Gastgeber Griechenland. Beide Turniere bei den Männern und Frauen werden in Athen mit jeweils zwölf Teams gespielt.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Dresdner SC 1898 - Das Prunkstück bleibt matt

Dresdner SC verliert gegen Schwerin im Pokal mit 2:3

Bei Fünf-Satz-Spielen werden beim Volleyball oft die Glück-Pech-Phrasen strapaziert. Dahinter kann sich der Volley-Bundesligist Dresdner SC nach dem 2:3-Pokal-Aus (23:25, 25:18, 23:25, 25:20, 12:15) nicht verstecken.

„Natürlich spielt in einem fünften Satz auch Glück eine Rolle. Aber wir sind in Schwerin an unserem eigenen Unvermögen gescheitert", monierte DSC-Trainer Arnd Ludwig nach dem Achtelfinalhit.

Vor allem der Mittelblock, sonst das Prunkstück des Deutschen Meisters von 1999, fehlte es in der Schweriner Sporthalle am Lambrechtsgrund am nötigen Durchsetzungsvermögen. „Dabei wollten wir Schwerin gerade durch unsere sonst so angriffsstarke Mitte am meisten zusetzen. Aber wir haben im gesamten Spielverlauf wohl nur fünf Bälle durch die Mitte ins Feld gebracht", sagte Ludwig. Über das warum zerbricht sich Ludwig noch heute den Kopf. „Ich habe dafür keine einleuchtende Erklärung", so der Trainer. „Dieses Spiel mussten wir eigentlich gewinnen. Aber wir haben uns in knappen Sätzen zwei, drei dumme Fehler erlaubt, die einfach nicht sein dürfen", haderte auch Spielführerin Beatrice Dömeland. 

Die erfahrene Zuspielerin tut sich indes leicht, ihren jungen Mittelblockerinnen Corina Ssuschke (20) und Christiane Fürst (18) wieder Mut einzuflößen. „Es sah zwar für mich fast so aus, als würden sie mit angezogener Handbremse spielen. Aber ein schwaches Spiel passiert doch jedem mal. Ich bin mir sicher, dass unsere Mitte am nächsten Wochenende wieder glänzend aufgelegt ist", sagte die 30-Jährige. Am 6. Dezember müssen die Dresdnerinnen wieder nach Schwerin - diesmal zum Punktekampf. „Im Pokal ist der Druck viel höher als in der normalen Punkterunde, vielleicht gab das den Ausschlag", sagte Beatrice Dömeland.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Hammer-Los für die Raben: Münster kommt

Mit einem 3:0-Sieg beim VC Olympia Berlin haben die Roten Raben souverän das Viertelfinale im DVV-Pokal erreicht. Dort erwartet das Team von Trainer Mike Schöps eine schwere Aufgabe, nämlich der USC Münster.

Bundesspielwart Werner Schaus hat den Roten Raben im Viertelfinale den deutschen Vizemeister USC Münster und das Heimspielrecht zugelost. Ob die Pokal-Begegnung am 13./14. Dezember in der Vilsbiburger Vilstalhalle ausgetragen werden kann oder ob man auf eine andere Halle ausweichen muss, steht noch nicht fest.

DVV-Pokal Achtelfinale: 28.11.2003: SCU Emlichheim - USC Münster 0:3; 29.11.2003: VC Olympia Berlin - Rote Raben Vilsbiburg 0:3, Schweriner SC - Dresdner SC 3:2; 30.11.2003: VC Augsburg - TuS Braugold Erfurt 3:0, SV Sinsheim - TV Fischbek Hamburg 0:3, USC Braunschweig - Berlin-BVC 68 3:2, SSV Ulm ALIUD PHARMA - VfB Suhl 3:0, HSV Grimma Sachsen - TSV Bayer 04 Leverkusen 0:3.

DVV-Pokal Viertelfinale:13.12.2003, 18 Uhr: Schweriner SC - SSV Ulm ALIUD Pharma; 13./14.12.2003: Rote Raben Vilsbiburg - USC Münster; 14.12.2003, 15 Uhr: TV Fischbek Hamburg - USC Braunschweig; 14.12.2003, 15 Uhr: VC Augsburg - TSV Bayer 04 Leverkusen.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Wuppertal: Dicke Brocken für den Vizemeister

Mit Friedrichshafen, dem SCC und Sete warten Gegner von Format

Nach zwei bitteren Niederlagen in Folge - in der Liga gegen Aufsteiger Essen und im Pokal bei Zweitligist Netzhoppers Königs Wusterhausen - sorgte der Auftritt der Wuppertaler Volleyballer (Foto: Trainer Mark Lebedew und Sven Glinker) als Schirmherren auf dem Bayer-Weihnachtsbazar für willkommene Abwechslung beim Team von Trainer Mark Lebedew. Ein Nikolaus brachte den Vizemeister auf andere Gedanken. Sollte Lebedew dem heiligen Mann einen Wunschzettel zugesteckt haben, würde dieser bestimmt lauten: Sieg in Friedrichshafen, Sieg gegen SSC Berlin und Weiterkommen im Europapokal. So lauten nämlich die dicken Brocken, die in den kommenden Tagen auf den SV Bayer warten.

Bereits am 3. Dezember treten die Wuppertaler in Friedrichshafen an. Das dies ein ganz besonderes Spiel wird, steht außer Frage. Der Abonnement-Meister der vergangenen Jahre hat sich die Wuppertaler für die Einweihung seiner neuen Volleyball-Arena eingeladen. Doch Geschenke des Gastgebers hat der SV Bayer kaum zu erwarten. Nur ungern dürfte sich der VfB an das sensationelle Play-off-Halbfinal-Aus der vergangenen Saison gegen eben diese Wuppertaler erinnern.

Wesentlich lieber sprechen die Süddeutschen über die Vorzüge ihres neuen Schmuckkästchens. „In der Halle gibt es eine Spielfeldheizung und eine besondere Akkustik. Zudem sorgt die indirekte Beleuchtung für perfekte Bedingungen“, erklärt Gunthild Schulte, Pressesprecherin in Friedrichshafen. Sollte die Halle ausverkauft sein, bilden 4.000 Zuschauer den entsprechenden Rahmen für ein Volleyball-Fest.

 „Da kommt ein schweres Stück Arbeit auf uns zu“, ist sich der Bayer-Coach sicher, „Friedrichshafen ist zusammen mit Berlin eine Klasse für sich in der Liga und am Mittwoch werden die wohl zum ersten Mal mit ihrem kompletten Kader auflaufen können.“

Lebedew fordert von seinen Spielern hundertprozentige Konzentration vom ersten bis zum letzten Punkt. Daran mangelte es zuletzt. „Bei den Netzhoppers haben wir im ersten Satz 14 Fehler gemacht." Zu allem Überfluss ist Mittelblocker Luke Campbell nicht richtig fit. „Wir wissen noch nicht genau, was es ist. Er hat Probleme im Rücken- und Hüftbereich“, sagt der Trainer.

Doch auch eine positive Nachricht gibt es im personellen Bereich des SV Bayer. Zuspieler Marc Schmitt hat seine Grundausbildung bei der Bundeswehr beendet und kann seit dieser Woche an allen Trainingseinheiten teilnehmen.

Oliver Nitschke

 

Deutschland - Ahrensburger Zeitung 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

227 Fans trommeln den OSV zum Sieg

Oststeinbek - Wenn sich erwachsene Männer benehmen wie krakeelende Kleinkinder, trommeln, brüllen und sich permanent über die Ungerechtigkeit der Welt, sprich die Schiedsrichter beklagen, wenn sie hemmungslos schimpfen, als wenn sie sich sicher im Auto glaubend über den langsamen Vorausfahrenden auslassen - dann sind Sportfans bei der Arbeit. Und wenn nach dem Spiel einer der Aktiven kommt und sich für diese Unterstützung bedankt, dann haben die Anhänger zu Recht das Gefühl, mitgewonnen zu haben.

"Ihr wart großartig, vielen Dank für eure Unterstützung." Mit diesen Worten bedankte sich Malte Nagursky, Zuspieler der Zweitliga-Volleyball-Männer des Oststeinbeker SV, bei den Fans des Teams. 100 effektive Spielminuten hatten die OSV-Volleyballer benötigt, um mit dem 3:2 (31:29, 19:25, 25:18, 21:25, 15:9) über den VC Olympia Berlin ihre Negativ-Serie von vier Pleiten hintereinander zu beenden.

Und in diesen 100 Minuten hatten die Anhänger wahrlich ausreichend Anlass, ihren Frust immer wieder heraus zu trommeln. Denn spielerischen Höhepunkten ihrer Mannschaft folgten auch immer wieder krasse Schwächeperioden. Dass die OSV-Männer am Ende vorn lagen, ist wohl drei Gründen zuzuschreiben. Zum einen wollten die Oststeinbeker den Sieg offenkundig mehr als die jungen Berliner, die den Kern der deutschen Junioren-Nationalmannschaft bilden - da dürfte die enthusiastische Trommel-Fraktion unter den 227 Zuschauern eine wichtige Rolle gespielt haben.

Zweitens spielte Mannschaftskapitän Christian Bartram auf der Diagonal-Position insbesondere im Tiebreak groß auf, bewies reichlich Nervenstärke und verwandelte mit einem Schmetterball den zweiten Matchball. Und dann war da noch der taktische Kniff von Trainer Bernd Schlesinger, der für die zweite Hälfte des vierten Satzes seine Zweitbesetzung auf das Feld ließ, die ihre Sache gar nicht schlecht machte.

"Ich war mir am Ende des vierten Satzes sicher, dass wir den Tiebreak gewinnen würden", sagt Bernd Schlesinger, der seiner Stammformation eine Pause sowohl zum Nachdenken wie auch zum Verschnaufen geben wollte. Mit dem Erfolg hat sein Team (jetzt 8:12 Punkte) den Anschluss an das Tabellenmittelfeld wieder hergestellt. Gelingt am Sonnabend ebenfalls ein Heimsieg über den mitabstiegsbedrohten VfL Lintorf, könnten die Oststeinbeker beruhigter in die Rückrunde starten. Zur Not gibt es da ja noch die trommelnden Wahnsinnigen des OSV...

Manfred Schäffer

 

Deutschland - Frankfurter Rundschau 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Hochzeit am Strand

Der frühere Volleyball-Verbandspräsident Roland Mader soll in Zukunft die Beach-Fraktion vermarkten

Als Roland Mader in den Schoß der Volleyballfamilie zurückkehrte, tat er das als bewegter Mann: 13 Jahre nach seinem erzwungenen Rücktritt als Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) und vier Jahre, nachdem der Geschäftsmann in Münster von den Präsidenten der Landesverbände zur Persona non grata erklärt worden war, wurde der 59-Jährige im Juni in Hamburg zum Ehrenpräsidenten gewählt. Die späte Würdigung bedeute ihm " ungeheuer viel", sagte Mader gerührt, "weil sie für mich wie eine Heimkehr ist".

Als stiller Beobachter fühle er sich indes nicht, er tauge nicht dazu, die Szene wie die ergrauten Honorationen seines Sports von der Ahnengalerie aus zu verfolgen. Der quirlige Macher zeigte sich tatendurstig, am liebsten wolle er bei den Volleyballern wieder wirbeln wie einst. Nicht einmal ein halbes Jahr später ist die Gelegenheit gekommen: Mader wird mit der Media Sports Business (MSB) ins Beachvolleyball-Geschäft einsteigen. "Wir sind uns praktisch einig", sagt DVV-Präsident Werner von Moltke, bis zum Hauptausschuss am kommenden Wochenende im sächsischen Rabenberg sollen der Absichtserklärung die Vertragsunterschriften gefolgt sein.

Mader will dem Verband sein "Marketing-Netzwerk zur Verfügung stellen" und könnte auf diese Weise eine alte Zeche begleichen. Sein größter Fehler als Volleyball-Präsident sei in den 80-er Jahren gewesen, "die Bedeutung von Beachvolleyball nicht erkannt zu haben", betont Mader immer wieder. Nun kommt der Zeitpunkt, Versäumtes nachzuholen. Möglich geworden ist Maders Comeback bei den Volleyballern durch den Absturz der Hamburger Agentur MNP. Der bisherige Vermarkter hatte im Oktober den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen. MNP hatte 1,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten angehäuft, die jedoch nicht aus dem gewinnbringenden Kerngeschäft Sport und Promotion stammen. Das Unternehmen hatte bei der Vorbereitung eines Börsengangs und bei der Beteiligung beim Bau eines Großaquariums auf Sylt so viel Geld in den Sand gesetzt, dass am Ende die Zahlungsunfähigkeit stand.

Die Produktpalette, die das Unternehmen zurücklässt, umfasst die Vermarktungsrechte an der deutschen Masterstour bis 2008, die Grand Slams in Berlin bis 2008 und der Weltmeisterschaft 2005, die ebenfalls in der Hauptstadt ausgetragen wird. Allein die Masterstour ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem Unternehmen gewachsen, das jährlich mit einem Etat von rund zwei Millionen Euro geplant wird, die sämtlich von Sponsoren abgedeckt werden.

Die MNP-Pleite sei "erst einmal ein Schock" gewesen, sagt von Moltke. Mittlerweile sehen die Macher den Betriebsunfall jedoch als Chance, ihr Produkt auf eine neue Plattform zu heben. Schließlich, so das Selbstverständnis des Verbandschefs, sei Beachvolleyball eine äußerst werthaltige Ware. Entsprechend selbstbewusst sei sein Verband bei der Bewerbungskür diverser Vermarkter aufgetreten, erzählt von Moltke: "Immerhin bieten wir eine Braut an, die nicht nur hübsch ist, sondern auch noch Geld hat. Und das findet man verdammt selten." Nun kommt es also zur Hochzeit am Strand, das Ja-Wort darf Mader sprechen, weil er von allen Heiratswilligen der Attraktivste gewesen sei: "Er hat das beste Konzept und bringt die besten Sponsoren mit", sagt von Moltke. Wobei den Volleyballern allein der Name Mader wie eine Prophezeiung erscheint: "Was ich anfange, darf nicht klein bleiben", hat der gebürtige Österreicher mal gesagt. Dabei wird der gewiefte Vermarkter vor allem daran gemessen, ob er es schafft, die Sandwühler adäquat im Fernsehen unterzubringen. Sonst bleibt das erhoffte Wachstum Utopie.

DVV-Beachwart Hinnerk Femerling ist überzeugt, "dass wir die Mastersserie auch mit einem Budget von zehn Millionen Euro machen könnten, wenn wir es schaffen, uns von einer Fernseh-Randsportart zu einer Fernseh-Kernsportart zu entwickeln." Daran gelte es zu arbeiten, wobei Ralf Krolczyk, Maders Mitstreiter bei der Media Sports Busines, davon träumt, ein "Sommerpendant zum Skispringen" zu etablieren. "Ein Athlet wie Markus Dieckmann", so Krolczyks Überzeugung, "braun gebrannt und in Shorts, bringt potentiell mehr mit als ein Sven Hannawald." Diese Überzeugungen vertraten allerdings auch schon die Vorgänger von Mader und Krolczyk - ohne Gehör zu finden. So haben die Macher von RTL bislang kühl abgewinkt. Niemand warte auf die Gilde der Strandartisten, hieß es, nur wenn sich die Sponsoren mit entsprechenden Werbezeiten ins Programm einkaufen, könne man über TV-Zeiten reden. Genau daran wollen die neuen Macher arbeiten.

Felix Meininghaus

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Deutsche Volleyballer hoffen auf Wunder von Leipzig

Leipzig. Erst dreimal starteten deutsche Volleyballer bei Olympia. Die DDR wurde 1968 in Mexiko Vierter und holte vier Jahre später in München Silber, als die BRD auf Rang elf landete. Danach war Ebbe. Auch die Qualifikation für 2004 wird extrem schwierig. Die Mannschaft hat nur noch eine Chance - in Leipzig. Vom 5. bis 10. Januar kämpft sie in der Arena gegen sieben europäische Top-Teams, und nur der Sieger fährt nach Athen. Die gestrige Auslosung im Neuen Rathaus bescherte den Deutschen zunächst eine schwere Vorrundengruppe mit Turnierfavorit Russland, Polen und Bulgarien. 

"Ich freue mich, dass du trotzdem noch lachst", frotzelte DDR-Weltmeister-Coach Herbert Jenter seinen Freund Stelian Moculescu an. "Das ist nun mal kein Wunschkonzert", entgegnete der Bundestrainer gelassen, "wir müssen ja eh alle schlagen, um das Ticket zu lösen." So wollte er Janet Pilz - "Miss Olympia" spielte gestern Glücksfee - auch keine Vorwürfe machen. "Sie hat nur einmal die falsche Kugel erwischt." Moculescu wäre lieber gegen Finnland als gegen Bulgarien angetreten. Russen und Polen hat sein Team in diesem Jahr schon bezwungen, während Franzosen und Holländer, die der anderen Gruppe zugelost wurden, als Angstgegner gelten. "Sie sind spielerisch besser", weiß Moculescu, "unsere osteuropäischen Kontrahenten besitzen dagegen mehr athletische Qualitäten."

Der Bundestrainer räumt seinen Jungs - EM-Siebenter und Weltranglisten-22. - nur Außenseiterchancen ein: "Ich bin Realist, kein Träumer. Aber wir werden mit dem tollen Leipziger Publikum im Rücken alles versuchen." Am 26. Dezember beginnt in Friedrichshafen die Vorbereitung, am 3. Januar reist die Mannschaft nach Leipzig. Lokalmatador Mark Siebeck, derzeit Leistungsträger in Olsztyn, wird dabei sein. "Mark hat eine gute EM gezeigt und spielt auch in Polen stark", lobte Moculescu.

Verbandspräsident Werner von Moltke bezeichnete die Olympia-Qualifikation als "schwierig, aber nicht unlösbar." Er kommt gern in die Messestadt. "Frauen-WM und und Männer-EM waren perfekt organisiert, wir fühlen uns hier sehr wohl und hoffen auf das Wunder von Leipzig." Der Tscheche Jan Hronek, Vize-Chef des Europa-Verbandes CEV, nannte die Stadt sogar "Hauptquartier des europäischen Volleyballs" und wünschte bei der Olympiabewerbung für 2012 viel Erfolg.

Die Kommune lässt sich die Großveranstaltung in der Arena und die damit verbundene Medienpräsenz - Eurosport überträgt täglich ein Spiel live, der MDR das Finale - 130 000 Euro kosten. Der Löwenanteil des 430 000-Euro-Etats soll durch Sponsoren, Zuschauer und sächsische Fördermittel gedeckt werden.

"Miss Olympia" loste gestern auch die gleichzeitig in Baku stattfindende Frauen-Qualifikation aus. Dort trifft Deutschland in der Vorrunde auf Gastgeber Aserbaidschan, Russland und Polen. Das Team von Hee Wan Lee, immerhin EM-Dritter, will unbedingt nach Athen. Schließlich waren die Damen seit 1972 mit einer Unterbrechung (1992) stets Olympia-Teilnehmer.

Steffen Enigk

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Sitzballer sichern sich Silber

Die Sitzballer der Bottroper Versehrtensportgemeinschaft erreichten beim Turnier in Herten einen guten zweiten Platz.

Außer dem Bottroper Team waren noch Mannschaften aus Dorsten, Westerholt, Marl-Hüls und Herten am Start. Die Zuschauer vor Ort bekamen hochklassige Spiele, Spannung bis zum Schluss und einen durchaus verdienten Sieger aus Herten geboten. Alle Mannschaften waren von dem hohen Niveau des Turniers sehr angetan. Die BSG Herten glänzte als Sieger nicht nur auf dem Feld, sondern sorgte auch für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.

Alle Bottroper Sitzballer kamen zum Einsatz. Für die VSG Bottrop spielten: Willi Pawlowski, Hermann Mölders, Dieter Schmitz, Theo Kremer, Willi Orzessek, Bernhard Szablweski, Norbert Gossen und Heinz Krzykawski.

Die Ligaspiele 2004 beginnen für die Bottroper Sitzballer am 21. Februar 2004 in Köln, anschließend folgt das nächste Spiel am 20. März in Bottrop. Ausrichter ist die VSG Bottrop. An dem Turnier der Gruppe Zwei der Bezirksliga nehmen die Mannschaften der SG Herne, aus Gelsenkirchen, Dortmund, Bottrop, Rheinhausen-Moers, Walsum und Rhede teil.

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Bouagaa klagt nicht: Haben eine Chance

Münster. Atika Bouagaa und Cornelia Dumler, Volleyball-Asse aus den Reihen des USC Münster, werden die Jahreswende vermutlich im Kreis der Nationalmannschaft feiern. Schon am zweiten Weihnachtstag erwartet Bundestrainer Hee Wan Lee die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes im Leistungszentrum Heidelberg zwecks Vorbereitung auf das Olympische Qualifikationsturnier im fernen Baku. In der Hauptstadt Aserbeidschans kämpfen die acht momentan besten Teams des Kontinents vom 5. bis zum 10. Januar um ein einziges Athen-Ticket.

In Leipzig wurden gestern die Gruppen für den Wettbewerb im Osten Europas ausgelost. Deutschland trifft auf Gastgeber Aserbeidschan (6. Januar), Europameister Polen (7. Januar) und die hoch eingeschätzten Russen (8. Januar). In der Parallel-Gruppe spielen die Niederlande, Bulgarien, Türkei und Weltmeister Italien. Die beiden Erstplatzierten der Vierer-Gruppen spielen im Überkreuzvergleich die Finalisten aus, der Sieger des Endspiels darf nach Athen.

Atika Bouagaa reagierte gestern gelassen auf die Auslosung. Wenn du nach Athen willst, musst du in der Lage sein, jeden zu schlagen. An einem richtig guten Tag haben wir das Zeug dazu. Chancenlos fliegen wir nicht nach Baku. Als Favorit in der deutschen Gruppe gilt Russland, Aserbeidschan ist Außenseiter. Vermutlich werden Polen und die DVV-Auswahl um Rang zwei streiten. Den letzten direkten Vergleich gewannen die Osteuropäer. Im Halbfinale der EM im September setzten sie sich glücklich in fünf Sätzen durch. Da steht noch eine Rechnung offen, sagt Atika Bouagaa.

Am Freitag nominiert Hee Wan Lee seinen vorläufigen Kader für das Turnier in Baku. Aller Wahrscheinlichkeit gehören dem Aufgebot auch Sylvia Roll, Hanka Pachale und Birgit Thumm an. Dieses Trio fehlte bei der EM. Vermutlich werden wir uns auf ein, zwei Positionen verstärken, deutete der Bundestrainer gestern nach der Auslosung an. Endgültig muss er seinen 12er-Kader erst Anfang Januar benennen. Es ist anzunehmen, dass Bouagaa und Dumler diesem angehören.

Bislang sind Gastgeber Griechenland, China, Brasilien und die USA für Athen qualifiziert. In den kontinentalen Ausscheidungen werden fünf weitere Starter ermittelt. Die letzten drei Tickets werden bei einem Turnier in Japan vergeben. Zugelassen sind dort nur drei europäische Teams, die Vergabe der Plätze erfolgt streng nach Weltranglisten-Position. Für Deutschland ist dieser Zug abgefahren. Beim Stichtag (17. November) lag die DVV-Auswahl als Elfter des Rankings hinter Italien (4.), Russland (5.) den Niederlanden (9.) und Polen (10.).

Wilfried Sprenger

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

USC spielt Turnier in Belgien

-wis- Münster. Die eigentlich spielfreie Phase vor dem Jahreswechsel nutzen die Volleyballerinnen des USC Münster zu einem Abstecher ins Nachbarland Belgien. Vom 26. bis 28. Dezember nimmt der Bundesligist an einem Turnier in Namur teil. 

Beim Tournois Wallonie treffen die Unabhängigen in der Vorrunde auf die belgischen Klubs VBC Calaminia und VC Yvoir sowie den starken französischen Erstligisten ASPTT Mulhouse. In der Parallel-Gruppe spielen AWF Posen (Polen), Eburon Tongeren (Belgien), Skup Olmütz (Tschechien) und EV Ommen (Niederlande). 

Münster wird das Turnier vermutlich ohne seine aktuellen Nationalspielerinnen bestreiten. Cornelia Dumler, Atika Bouagaa sowie die Niederländerinnen Kim Staelens, Chaine Staelens und Janneke van Tienen bereiten sich zeitgleich mit den Auswahl-Teams auf das Olympische Qualifikaktions-Turnier in Baku (Aserbeidschan) im Januar vor.

 

Deutschland - Aachener Zeitung 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

Mader will Beacher ins rechte Licht rücken

Düren. Als Roland Mader in den Schoß der Volleyballfamilie zurückkehrte, tat er das als bewegter Mann.
13 Jahre nach seinem erzwungenen Rücktritt als Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) und vier Jahre, nachdem der Geschäftsmann in Münster von den Präsidenten der Landesverbände zur persona non grata erklärt worden war, wurde der 59-Jährige im Juni in Hamburg zum Ehrenpräsidenten gewählt. Als stiller Beobachter fühle er sich indes nicht.

Der quirlige Macher zeigte sich tatendurstig, am liebsten wolle er bei den Volleyballern wieder wirbeln wie einst. Nicht einmal ein halbes Jahr später ist die Gelegenheit gekommen: Mader wird mit der Media Sports Business (MSB) ins Beach-Volleyball-Geschäft einsteigen. «Wir sind uns praktisch einig», sagt DVV-Präsident Werner Graf von Moltke, bis zum Hauptausschuss am kommenden Wochenende sollen die Vertragsunterschriften gefolgt sein.
Möglich geworden ist Maders Comeback bei den Volleyballern durch den Absturz der Hamburger Agentur MNP. Der bisherige Vermarkter hatte im Oktober den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen. MNP hatte 1,5 Millionen Euro Verbindlichkeiten angehäuft.

Die Produktpalette, die das Unternehmen zurück ließ, umfasst die Vermarktungsrechte an der deutschen Masterstour bis 2008, an den Grand Slams in Berlin bis 2008 und der Weltmeisterschaft 2005, die ebenfalls in der Hauptstadt ausgetragen wird. Allein die Masterstour ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem Unternehmen gewachsen, das jährlich mit einem Etat von rund zwei Millionen Euro geplant wird, die sämtlich von Sponsoren abgedeckt werden.

Nun kommt es also zur Hochzeit am Strand, das Ja-Wort darf Mader sprechen, weil er von allen Heiratswilligen der Attraktivste gewesen sei: «Er hat das beste Konzept und bringt die besten Sponsoren mit», sagt von Moltke.
Wobei den Volleyballern allein der Name Mader wie eine Prophezeiung erscheint: «Was ich anfange, darf nicht klein bleiben», hat der gebürtige Österreicher mal gesagt. Dabei wird der gewiefte Vermarkter vor allen daran gemessen, ob er es schafft, die Sandwühler adäquat im Fernsehen unterzubringen. Sonst bleibt das erhoffte Wachstum Utopie.

Felix Meininghaus

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Mittwoch. 03. Dezember 2003

SV Bayer als Spielverderber bei der Premiere?

Zur Eröffnung der neuen Volleyball-Arena in Friedrichshafen geht es am Mittwoch für den Bundesligisten aus Wuppertal um Punkte.

Wuppertal. Unter den derzeitigen Voraussetzungen ist es ein Rennen zwischen Porsche und Trabbi. Sollte den VfB Friedrichshafen am Mittwoch in der neuen Arena Friedrichshafen kein "Kolbenfresser" in Form von Premierenfieber ereilen, dann dürfte für den Volleyball-Bundesligisten SV Bayer mehr als die Ehre, am Bodensee das Eröffnungsspiel in der 4000 Zuschauer fassenden neuen Eventhalle bestreiten zu dürfen, nicht übrig bleiben. Kein Zufall, dass ausgerechnet der SV Bayer als erstes Gastteam in der neuen Halle aufschlagen darf, wollen die Friedrichshafener doch gegen den Vize-Meister beweisen, dass das Ausscheiden im Play-off-Halbfinale in der vergangenen Saison nur ein Ausrutscher war.

Am Sonntag wurden die letzten Sitzplätze in der Arena montiert, bei deren Bau VfB-Trainer Stelian Moculescu die treibende Kraft war. Um die Stadtväter vom sehnsüchtig erwarteten Umzug in die ehemalige Messehalle zu überzeugen, lud der Volleyball-Visionär und Bundestrainer eigens den Leiter des städtischen Sportund Bäderamts zu einer Anschauungsreise durch italienische Hallen ein.

Ursprünglich sollte die Arena schon für die Volleyball-Europameisterschaft in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Probleme mit dem Finanzamt bezüglich der Anerkennung der Gemeinnützigkeit verhinderten dies.

Auch sportlich läuft es beim VfB nach anfänglichen Verletzungs- und Abstellungsproblemen immer besser. Nach den Abgängen von Weltklasseleuten wie Björn Andrae, Norbert Walter, Ljubisa Ristic und Christian Pampel (allesamt nach Italien), sehen Insider das Team auf einem guten Weg zur alten Stärke. Mit Diagonalspieler Jochen Schöps (20) gelang es Moculescu, ein Talent zu verpflichten, das auch bei der EM mit spektakulären Aktionen auf sich aufmerksam machte.

Überragend auch Robert Koch auf der Zuspielposition. Hinzu kommen je zwei kroatische und brasilianische Spieler, die beim 3:0 im DVV-Pokal über Dachau für klare Verhältnisse sorgten.

Beim SV Bayer ist die Ratlosigkeit nach dem Pokal-Aus beim Zweitligisten Königs Wusterhausen neuem Optimismus gewichen. "Es hört sich blöd an, aber nach der Videoanalyse muss ich sagen, dass unser Spiel in Ordnung war. Große technische Probleme hatten wir nicht. Allerdings war die Zahl der direkten Fehler zu hoch", sagt Bayer-Trainer Mark Lebedew.

Die neue Halle und die Zuschauerzahl sieht der Australier als Chance für seine Mannschaft. "Das ist förderlich für Motivation und Konzentration. Außerdem sind wir besser eingespielt und müssen uns daran erinnern, dass wir das letzte Spiel in Friedrichshafen gewonnen haben." So könnte der Trabbi doch noch siegen.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel