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Montag, 15. Dezember 2003 

Schwerin schaltet Pokalverteidiger Ulm aus
Netzhoppers im Pokal ausgeschieden
Konzentration der Kräfte zahlt sich aus
Kaiser-Team zieht Kopf noch aus der Schlinge
Vom Straubinger Orkan aus der Halle gefegt
VVL-Volleyballer wieder in der Pokal-Endrunde
48er Kai Bode: "Unser bestes Auswärtsspiel"
SSC-Volleyballerinnen landen Pokalcoup
VCP: Solide Leistung gegen den Tabellenelften
Hildesheim stürmt Festung
Sportunion bricht gegen Hamburg ein
USC-Damen rupfen Rote Raben
Kyritz: Nur soviel wie unbedingt nötig
Zäher Aufsteiger verlangt SCU einiges ab
09-Volleyballer leisten sich zu viele individuelle Fehler
Fischbek in der Pokalendrunde

Dezember 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - www.volleyball-online.de  

Montag. 15. Dezember 2003

Schwerin schaltet Pokalverteidiger Ulm aus

Berlin (dpa) - Die Volleyballerinnen des Schweriner SC haben am Wochenende für die Überraschung im Viertelfinale des DVV-Pokals gesorgt. Die Mannschaft des norwegischen Trainers Tore Aleksandersen setzte sich vor 500 Zuschauern nach 103 Spielminuten mit 3:2 (26:24, 25:21, 11:25, 19:25, 15:10) gegen Pokalverteidiger und Meister SSV Ulm durch.

«Ich bin sehr stolz auf meine junge Mannschaft. Der Erfolg ist wichtig für den weiteren Saisonverlauf», sagte Aleksandersen. Für die Finalrunde der besten vier Teams am ersten Februar-Wochenende qualifizierte sich zudem der USC Münster, der beim 3:0 in Vilsbiburg nicht viel Probleme hatte.

Die dritte Sensation verpasste im Männer-Viertelfinale hingegen das Zweitliga-Team der Netzhoppers Königs Wusterhausen, das nach Siegen über Moers und Vizemeister Wuppertal gegen Maoam Mendig mit 1:3 scheiterte. Viel Mühe hatte Pokalverteidiger VfB Friedrichshafen, der bei evivo Düren 108 Minuten benötigte, ehe der knappe 3:2 (22:25, 22:25, 26:24, 27:25, 15:8)-Sieg feststand. Nach 0:2-Satzrückstand schafften die von Bundestrainer Stelian Moculescu betreuten Männer vom Bodensee beim 13:19-Rückstand im dritten Satz die Wende. Matchwinner war der 20-jährige Jochen Schöps, der fast im Alleingang die Pleite des Favoriten verhinderte.

 

Deutschland - Netzeitung 

Montag. 15. Dezember 2003

Netzhoppers im Pokal ausgeschieden

Das Herren-Sensationsteam der Netzhoppers Königs Wusterhausen und Damen-Titelverteidiger SSV Ulm sind im Volleyball-Pokal ausgeschieden. Pokalverteidiger VfB Friedrichshafen wendete das Blatt noch.

Das Herren-Sensationsteam der Netzhoppers Königs Wusterhausen und Damen-Titelverteidiger SSV Ulm sind im Viertelfinale des Volleyball-Pokals gescheitert. Der deutsche Meister verlor mit 2:3 (24:26, 21:25, 25:11, 25:19, 10:15) beim Schweriner SC. Zweitligist Königs Wusterhausen, der zwei Topteams ausgeschaltet hatte, musste 1:3 (25:18, 19:25, 11:25, 13:25) sich gegen den Bundesligisten Maoam Mendig geschlagen geben.

Herren-Pokalverteidiger VfB Friedrichshafen gewann nach 0:2-Satzrückstand noch 3:2 (22.25, 22:25, 26:24, 27:25, 15:8) bei Evivo Düren und qualifizierte sich für die Endrunde am 31. Januar/1. Februar. Bei den Damen schaffte auch der USC Münster mit einem 3:0 bei den Roten Raben Vilsbiburg den Sprung ins Finale der besten vier am 7./8. Februar.

 

Deutschland - Die Tageszeitung 

Montag. 15. Dezember 2003

Konzentration der Kräfte zahlt sich aus

Der Schweriner SC, der im bundesdeutschen Hallen-Volleyball erfolgreichste Verein der vergangenen Jahre, bemüht sich in dieser Saison um einen Neuaufbau. Bedingt durch Sponsorenmangel und, wie in solchen Situationen üblich, philosophisch begründet, vor allem mit jungen Spielerinnen. Am Samstagabend gastierten die amtierenden Meisterinnen und Pokalsiegerinnen aus Ulm am Schweriner See und wurden vom jungen Team mit 3:2 (26:24, 25:21, 11:25, 19:25, 15:10) aus dem Pokalwettbewerb geknallt.

Die Schwerinerinnen Tina Gollan und Jana Schumann feierten dabei Wiedersehen mit den im Dress des SSV Ulm arbeitenden Steffi Lehmann und Bettina Stumpf. Die vier Freundinnen des Geburtsjahrgangs 1984 waren gemeinsam beim VC Olympia in Sinsheim stationiert. Dorthin hatte der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) seine damalige Junioren-Nationalauswahl zusammengezogen, um "Anschlussleistungen an die Weltspitze zu fördern und den Leistungsunterschied zwischen guten Jugendlichen und dem Erstliganiveau schneller zu verkürzen", erläutert Siegfried Köhler, der Sportdirektor des DVV. In den ersten drei Jahren der Zusammenlegung spielten die damals 15-jährigen Talente als VC Olympia in Verbands-, Regional- und 2. Bundesliga und in der Abschlusssaison dann als unabsteigbares Team in der höchsten nationalen Spielklasse. Am Ende des Mehrjahresplans wurde die Juniorinnen-Weltmeisterschaft in Thailand mit einem beachtlichen 5. Platz beendet.

Ist eine solche Maßnahme nachahmenswert, um den Mangel an Talenten mit internationaler Klasse in den Ballsportarten zu beheben? Bettina Stumpf sagt Ja. Wohnen im komfortablen Mehrfamilienhaus gegenüber dem Gymnasium, 16 Stunden pro Woche Training mit Bundestrainer Rudi Sonnenbichler und kaum altersgemäße Ablenkung vom leistungssportlichen Alltag. Als Lohn der Zielstrebigkeit erhielt Bettina Stumpf wie alle Spielerinnen Vertragsangebote von Erstligisten. "Ich würde mich rückblickend immer wieder für das Internat entscheiden", bekundet die Außenangreiferin. "Ich wäre sonst wohl kaum so selbstbewusst und zielorientiert geworden."

Für den Erfolg des Modells spricht, dass mit Atika Bouagaa, Kathy Radzuweit und Corinna Dumler wichtige Spielerinnen beim Gewinn der EM-Bronzemedaille den direkten Sprung von den Juniorinnen ins Frauenteam geschafft haben. Christiane Fürst dagegen, die direkt von der Junioren-WM aus Thailand zur EM in die Türkei beordert wurde, gehörte zwar zum Juniorinnen-Nationalteam, spielte in der Bundesliga aber für den Dresdner SC. Ein Gegenbeispiel zum Modell VC Olympia.

Auf andere Spielsportarten ist die vom DVV umgesetzte Idee nicht unbedingt übertragbar. Lutz Nordmann, Sportdirektor des Deutschen Hockey-Bunds, sieht den Unterschied in der sportlichen Qualität: "Bei den Herren ist die Feldhockey-Bundesliga Weltspitze. Da könnte ein reines Junioren-Team nicht mithalten." Ähnlich äußert sich Handball-Direktor Peter Sichelschmidt, der die Eigenständigkeit und wirtschaftliche Stärke der Ligen vergleicht: "Im Handball ist die Integration eines Junior-Teams in die erste Bundesliga nicht zu schaffen. Der Volleyball-Verband hat im Beziehungsgeflecht Liga, Verband und Nationalteams eine dominantere Rolle." Noch krasser ist der Unterschied in Fußball und Eishockey.

Die Schwäche der pro forma eigenständigen Volleyball-Liga ist in kaum nennenswerten Fernsehzeiten und, als Folge davon, fehlenden Sponsoren begründet. Das Modell VC Olympia scheint also kein Allheilmittel gegen überalterte, leistungsschwankende Nationalteams in Spielsportarten zu sein, sondern eine der Situation des DVV entsprechende Spezialrezeptur. Das Sichern der sportlichen Qualität der Nationalteams dient der Beibehaltung der Haupteinnahmequelle des Verbands: die Sportförderung durch das Bundesministerium des Innern. Wohl denen, die sich für Olympia qualifizieren oder eine wirtschaftlich starke Liga haben."

Oliver Camp

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Montag. 15. Dezember 2003

Kaiser-Team zieht Kopf noch aus der Schlinge

VC Olympia Dresden erklimmt Rang sechs der Zweitliga-Tabelle

Nach diesem Wochenende wird Volleyball-Trainer Klaus Kaiser bestimmt drei graue Haare mehr auf dem Kopf zählen. Denn am Sonnabend bereiteten ihm seine Schützlinge vom VC Olympia Dresden eine Nervenschlacht – mit Happy End. Die Elbestädterinnen setzten sich nach einem 0:2-Satzrückstand am Ende gegen die TG Biberach noch mit 3:2 (18:25, 16:25, 25:22, 25:23, 15:4) durch. Gestern ließen die Dresdnerinnen dann gegen den ASV Dachau ein 3:1 (25:17, 16:25, 25:22, 25:19) folgen. Damit beendeten die Talente auch die erste Halbserie und katapultierten sich dank der zwei Sieg von Platz elf auf Rang sechs der 2. Bundesliga nach vorn.

 „Eigentlich waren wir schon tot“, gestand am Sonnabendabend Klaus Kaiser völlig erschöpft. Bei der Premiere in der neuen DSC-Trainingshalle, die allerdings für Zuschauer äußerst ungeeignet ist, begann sein Team gegen den Tabellen-Neunten couragiert, führte mit 6:2. Doch dann zog der Schlendrian ein, schnell wandelte sich das Bild und die Gäste gingen ihrerseits mit 17:12 in Front. Noch schlimmer dann der zweite Durchgang. Beim Gastgeber reihte sich Fehler an Fehler, die Annahme kam nur selten auf den Punkt, der Block wirkte löchrig und in der Feldabwehr holte der Gegner viel mehr heraus als die Dresdnerinnen.

Und genauso ließ sich auch der dritte Satz an. Man ahnte schon, gegen die kämpferisch starke Gastmannschaft ist wohl nichts zu bestellen. Die Kaiser-Mädels lagen mit 5:10 und 7:13 zurück. Doch plötzlich ging beim VCO doch noch etwas. Punkt um Punkt kamen die Matthes und Co. heran, beim 19:18 gingen sie erstmals in Führung. Zwar wehrten sich die Biberacher nach Kräften, doch mit einer gelungenen Blockabwehr verwandelte der VC Olympia den ersten Satzball. Auch im vierten Abschnitt lagen die Dresdnerinnen wieder zurück, allerdings nur mit ein, zwei Bällen. Im dramatischen Schlusskampf wandelten sie einen 20:23-Rückstand in ein 23:23 und auch diesmal saß gleich der erste Satzball. Jetzt war alles offen.

Die erfolgreiche Aufholjagd verlieh dem Kaiser-Team offensichtlich Flügel. Völlig befreit spielten sie im fünften Abschnitt auf. Es klappte einfach alles. Druckvolle Aufgaben, ein sicherer Block und eine wesentlich stabilere Feldabwehr sorgten dafür, dass der Vorsprung auf 10:4 anwuchs. Und nach insgesamt 97 Minuten konnten die Dresdnerinnen den ersten Matchball mit einer Blockabwehr verwandeln. Jubelnd lagen sich die Spielerinnen in den Armen und vollführten Freudentänze. Klaus Kaiser schätzte ein: „Über die kämpferische Leistung haben wir uns aus dem Tief herausgezogen. Das war lobenswert. Anfangs haben wir viel zu kompliziert gespielt, einige wollten wohl zaubern. Das ging aber gründlich daneben.“

Sascha König

 

Deutschland - Heilbronner Stimme 

Montag. 15. Dezember 2003

Vom Straubinger Orkan aus der Halle gefegt

Mit einer mehr als deutlichen 0:3 (25:19, 25:20, 25:13)-Niederlage kehrte der Volleyball-Zweitligist SV Sinsheim vom Auswärts-Spitzenspiel beim FTSV Straubing zurück. Die verletzt ausgefallene Martina Wagner fehlte an allen Ecken und Enden.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Samstagabend eine Sturmwarnung herausgegeben. Mit Orkanböen sollte gerechnet werden, und die Bevölkerung wurde vor herumfliegenden Teilen gewarnt. Genau dieser Sturm hat den SV Sinsheim voll erwischt - jedoch in den vermeintlich sicheren vier Wänden der Sporthalle in Straubing.

Beim Auswärtsspiel in der Josefschule waren es nicht herumfliegende Äste die für Gefahr sorgten, sondern das "gemeine Spielgerät" namens Volleyball, dass den Sinsheimerinnen große Not bescherte. Ohne die verletzte Martina Wagner, dafür aber mit Natascha Antanowitsch auf der Mittelblockposition, ging der SV Sinsheim in dieses Zweitliga-Spitzenspiel des 11. Spieltages.

Von Beginn an bließ der "Girl Group" aus dem Kraichgau ein heftiger Wind ins Gesicht, der sich gleich zu Beginn des ersten Satzes zu einem wahren Orkan verstärkte. Den Sinsheimerinnen flogen die gegnerischen Aufschläge nur so um die Ohren. Beim Spielstand von 0:4 und 6:16 nahm der Sinsheimer Trainer Stefan Bräuer bereits seine beiden Auszeiten und versuchte seine Mannschaft wieder auf den rechten Weg zu bringen. Aber der Satz war bereits gelaufen, auch wenn es dem SVS noch gelang, das Ergebnis etwas zu korrigieren.

Am klaren 25:19 für den FTSV Straubing gab es aber dennoch nichts mehr zu rütteln. Zu Beginn des zweiten Durchgangs sah es für kurze Zeit so aus, als könnte es den SVS-Spielerinnen gelingen, dem Druck des bayerischen Aufsteigers standzuhalten. Für den SV Sinsheim ergaben sich nun Chancen - die aber konnten nicht verwertet werden.

Und so kam es wie es kommen musste. Straubing blieb im Rhythmus, die Kraichgauerinnen hatten ihren bereits im ersten Durchgang verloren. Die Folge war wiederum ein klarer 25:20-Satzerfolg der Straubinger. Im dritten Durchgang wurde dann den Sinsheimerinnen der Zahn endgültig gezogen. Die Annahme klappte überhaupt nicht mehr, von einem geordneten Angriffsaufbau konnte keine Rede mehr sein.

Straubing erarbeite sich eine Chance nach der anderen und den Kraichgauerinnen blieb nichts anderes übrig, als sich nach Kräften zu wehren. Bis zum 7:8 gelang es mitzuhalten, dann zeigten die Straubingerinnen, dass sie an diesem Tag die klar bessere Mannschaft waren.

Mit einem 25:13 in nur 15 Minuten wurde der SV Sinsheim wieder auf die Heimreise geschickt. Fazit dieser Auswärts-Odysee: Im Duell der beiden Überraschungsmannschaften der Zweitliga-Hinrunde verlor der SV Sinsheim bei einem Gegner, der sein bestes Saisonspiel abgeliefert hat. War nur das Fehlen von Marina Wagner für diese diese deutliche 0:3-Niederlage ausschlaggebend?

"Martina ist sehr wichtig für unsere Stabilität in der Annahme. Ihr Fehlen konnte von keiner Spielerin aufgefangen werden", bilanzierte SVS-Trainer Stefan Bräuer. Und: "Ein weiteres Problem ist, dass, wenn wir einmal den Faden verloren haben, keine Spielerin das Zepter in die Hand nimmt und an der sich alle anderenorientieren können."

In der Tabelle bleibt der SV Sinsheim trotz der Pleite auf Platz drei. Die Kraichgauerinnen haben nun die Chance, sich am kommenden Samstag in eigener Halle gegen Stuttgart für diese Niederlage zu rehabilitieren. (sb)

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Montag. 15. Dezember 2003

VVL-Volleyballer wieder in der Pokal-Endrunde

Leipzig. Schwach gestartet, dann groß aufgespielt und souverän gewonnen: Die Volleyballer das VV Leipzig bezwangen gestern im Pokal-Viertelfinale Bad Saulgau 3:1 (22:25, 25:21, 25:12, 25:18) und erreichten damit zum fünften Mal in Folge die Endrunde. Am letzten Januar-Wochenende sind Meister SCC Berlin, Cup-Verteidiger VfB Friedrichshafen und MAOM Mendig die Gegner. Der Austragungsort ist noch offen. Möglicherweise wird in Berlin geschmettert, die Leipziger Hoffnungen auf Chemnitz zerschlugen sich.

Vor 400 Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße begannen die Gastgeber nervös. Vor allem die Annahme wirkte unsicher, was Bad Saulgau zum schnellen Satzerfolg nutzte. Im zweiten Durchgang schien der VVL gar auf ein Debakel zuzusteuern. Libero Dragan Ratic, der einen rabenschwarzen Tag erwischte, brachte kaum noch einen Ball nach vorne und bekam beim Stand von 16:18 eine Pause. Während ihn Trainer Zoran Nikolic auf der Bank "zusammenfaltete", sorgte Tim Strohschein mit einer Aufschlag-Serie zum 22:18 für die Wende der Partie.

"Tim war heute der entscheidende Mann", lobte Nikolic später den 21-jährigen, "er hat auch gut geblockt und 80 Prozent seiner Angriffe verwertet." Strohschein, eigentlich gelernter Diagonalangreifer, rückte vor drei Wochen durch die Verletzung von Armin Dewes ins Team - und kommt auf der ungewohnten Mittelblock-Position immer besser zurecht. Imponierend, wie cool und gelassen der Youngster in seiner ersten Bundesliga-Saison agiert: "Ich bin eben ein ruhiger Typ und versuche, meine Nervosität nicht so zu zeigen."

Nach dem Satzausgleich war der Widerstand der Gäste gebrochen. "Wir haben derzeit keinen Häuptling, sondern nur Indianer, und wir haben eine Unmenge Fehler gemacht", ärgert sich Saulgau-Coach Burkhard Sude über den Leistungsabfall. Allerdings zog der VVL nun auch ein druckvolles Kombinationsspiel auf, das meist von Haroldas Cyvas und Lutz Mühlisch abgeschlossen wurde. "Wenn unsere Annahme kommt, sind wir kaum auszurechnen", meinte Mühlisch. Nikolic freute sich derweil über "Spaß und Lockerheit" seiner Truppe. "Im Pokal haben wir unser Saisonziel erreicht, jetzt wollen wir auch in der Meisterschaft angreifen." Positiv: Armin Dewes absolvierte gestern einige Kurzeinsätze und könnte die Mannschaft (wie auch Stamm-Zuspieler Jure Kvesic) bereits am kommenden Sonnabend in Friedrichshafen wieder verstärken.

Der Halbfinal-Gegner des VVL bei der Pokal-Endrunde wird übrigens in der Arena Leipzig ausgelost - am 6. Januar während der Olympiaqualifikation.

Steffen Enigk

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Montag. 15. Dezember 2003

48er Kai Bode: "Unser bestes Auswärtsspiel"

MTV 48 siegt in Bottrop, Giesen erleidet Rückschlag.

Hildesheim/Giesen (cen). Volleyball-Zweitligist MTV 48 Hildesheim hat am Sonntag seine Meisterprüfung abgelegt. Nach dem 3:1-Auswärtserfolg über den VC Bottrop ist das Team 48 auf den zweiten Tabellenrang geklettert und darf spätestens jetzt als ernst zu nehmender Kandidat auf den Aufstieg in die Bundesliga gehandelt werden. Weniger erfreulich verlief der Spieltag für den TSV Giesen. Nach zuletzt fünf Siegen in Folge unterlagen die Giesener beim Oststeinbeker SV mit 2:3.

"Ich bin über alle Maßen zufrieden mit meiner Mannschaft." Walther Hoch, seit einem Jahr Trainer beim MTV 48, erntet derzeit die Früchte seiner Arbeit. Schon zu seinem Amtsantritt hatte er angekündigt, den Spielern vor allem im psychischen Bereich das nötige Rüstzeug mit auf den Weg zu geben. Das damals diagnostizierte "Kopfproblem" scheint jedenfalls behoben zu sein. Denn so souverän wie in diesen Wochen ist das Team 48 wohl noch nie aufgetreten.

Auch der Ausfall von Roman Kammer und Philipp Freund brachte die 48er in Bottrop nicht aus dem Konzept. Auf der Außenposition kam somit Mathias Hoffmann zum Einsatz, der zuletzt nur selten sein Können unter Beweis stellen konnte. "Er hat seine Sache ausgezeichnet gemacht", lobte Hoch den bisherigen Edelreservisten.

Neben Hoffmann glänzten vor allem Mannschaftskapitän Henning Machtens (Hoch: "Man kann nur seinen Hut davor ziehen, wie Jette seine Rolle ausfüllt."), Libero Kai Bode und das finnische Energiebündel Marko Vähäkuopus. Hinzu kamen ein hervorragend aufgelegter Spielmacher Stephan Teumer und die engagierten Mittelblocker Alexander Schnipkoweit und Lars Hobbie. "Es war unser bestes Auswärtsspiel, das wir seit dem Aufstieg in die 2. Liga vor dreieinhalb Jahren abgeliefert haben", sagte Kai Bode nach Spielschluss.

Tatsächlich konnten die Gastgeber - ihres Zeichens immerhin vor kurzem noch Tabellenführer - nur zu Beginn dem Druck standhalten. Der erste Spielabschnitt ging mit 25:23 an die Hausherren. Danach dominierten die 48er nach Belieben. 25.19, 25:19 und 25:22 holten sie sich die nächsten Sätze. Bottrops Trainer Johan Verstappen meinte nach der Niederlage: "Hildesheim hat sehr konzentriert gespielt und uns praktisch nie eine Chance gelassen."

Pleite aus heiterem Himmel

Einen herben Rückschlag hat der TSV Giesen in Oststeinbek erlitten. Die 2:3-Pleite kam nach der jüngsten Siegesserie wie aus heiterem Himmel. TSV-Coach Zeljko Popovic haderte nach der Partie mit dem Schicksal: "Es war bereits unsere vierte 2:3-Niederlage in dieser Saison."

Doch wie schon so oft in dieser Spielzeit hatten sich die Giesener auch in Oststeinbek das Resultat selbst zuzuschreiben. In den entscheidenden Momenten agierten die Spieler wieder einmal zu nachlässig; ein Rückfall in längst vergessen geglaubte Zeiten. Nach tollem Auftakt im ersten Satz (25:19) hatte Popovic noch an einen geruhsamen Abend geglaubt. Auch die 20 mitgefahrenen Fans waren bester Dinge und machten sich unter den rund 300 Zuschauern lautstark bemerkbar.

Doch Mitte des zweiten Durchgangs erlaubten sich Annahme und Außenangriff "wie aus heiterem Himmel" (Popovic) eine Serie leichter Fehler. Mit 21:25 ging der Satz verloren. Doch im dritten Abschnitt hatten die Giesener das Geschehen scheinbar sicher mit 25:18 wieder im Griff. Ein schöner Schein, der jedoch trog. Denn spätestens ab Mitte des vierten Satzes lief das Spiel völlig aus dem Ruder. Das Aufschlagsspiel der Giesener wurde zusehends harmloser, der Block löchriger, der Angriff kraftloser. Die Gastgeber mussten keine nennenswerte Gegenwehr mehr befürchten und kamen mit 25:20 und 15:6 relativ leicht zu zwei wichtigen Punkten im Kampf um den Klassenerhalt.

Giesen hat die Vorrunde mit 14:10 Punkten bereits beendet und harrt nun auf das nächste Spiel, das Derby gegen das Team 48 am Sonnabend, 10. Januar 2004, in der Halle 39. Die 48er müssen dagegen vor Weihnachten noch einmal ran: Am nächsten Sonntag um 15 Uhr ist der Oststeinbeker SV Gast in der Sporthalle der Robert-Bosch-Gesamtschule.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

Montag. 15. Dezember 2003

SSC-Volleyballerinnen landen Pokalcoup

Nach 3:2-Sieg über Titelverteidiger Ulm steht der SSC nach 2001 wieder in der Endrunde

Schwerin "Oh, wie ist das schön", skandierten die Fans nach dem überraschenden 3:2 (24, 21, -11, -19, 10)-Erfolg der Schweriner Volleyballerinnen im Viertelfinale des DVV-Pokals über Titelverteidiger SSV Ulm. Damit steht der SSC nach 2001 wieder in der Finalrunde der besten Vier.

"Ich bin stolz auf die jungen Spielerinnen. Die ersten beiden Sätze waren sehr gut. Wie die Mannschaft im fünften Satz die Verletzung von Jana Müller weggesteckt hat, war super", freute sich Schwerins Trainer Tore Aleksandersen nach dem Coup.

Seine Mannschaft war vom ersten Aufschlag an hellwach. Es entwickelte sich gleich zu Beginn ein Pokalfight um jeden Punkt, so dass es keiner Mannschaft gelang, sich entscheidend abzusetzen. Bis zum 17:17 war alles ausgeglichen, als die Gäste auf 21:18 erhöhte. Doch Schwerin ließ sich keineswegs beeindrucken. Kapitän Jana Müller verkürzte. Beim 19:21 brachte Aleksandersen für Jana Schumann die 17-jährige Claudia Bimberg vom 1. VC Parchim, die ein Zweitspielrecht besitzt. Und ihr erster Angriff durch die Mitte war gleich ein Erfolg. 20:21. "Ich war ganz schön nervös, meine Finger zitterten. Aber im Laufe des Spiels hat sich das gegeben", war die Schülerin vom Sportgymnasium nach ihrem gelungenen Debüt in der ersten SSC-Mannschaft glücklich. Es folgte ein Aufschlag-Ass von Kathleen Weiß und der SSC war wieder richtig im Rennen. Ulms ersten Satzball beim 23:24 wehrte Anika Schulz ab. Angela Krivarot und Claudia Bimberg machten den Satzgewinn für den SSC perfekt.

Ulm steigerte sich jetzt zu Beginn des zweiten Satzes. Nachdem SSV-Mittelblockerin Verena Veh auf 14:8 erhöhte, brachte Aleksandersen Tina Gollan für Angela Krivarot. Und die 19-Jährige setzte mit dem nächsten Punkt das Zeichen zur Aufholjagd. Jetzt kam Claudia Bimberg an den Aufschlag. Damit kam Ulm überhaupt nicht zurecht. Cathrin Schlüter stand zweimal hintereinander im Block goldrichtig und auch Tina Gollan spielte ihre Anriffsstärke aus - Schwerin zog an Ulm bis auf 19:14 vorbei! Diesen Vorsprung ließen sich die Schwerinerinnen nicht mehr aus der Hand nehmen. Zwar konnte Ulm durch eine gewaltigen Aufschlag von Alice Blom auf 20:22 verkürzen. Aber eim 24:21 versenkte Claudia Bimberg einen Dankeball durch die Mitte - 2:0-Satzführung für den SSC. Die leider nur 500 Zuschauer waren begeistert. Sie hatten ihr Kommen nicht bereut. "Claudia hat für uns den zweiten Satz gewonnen", lobte der Trainer die 17-Jährige.

Danach war aber erst einmal die Luft beim SSSC raus. Es schlichen sich wieder Konzentrationsschwächen ein. Ulm konnte sein Spiel aufziehen, Jana Müller & Co. waren von der Rolle. Die Gäste hatten keinerlei Mühe den Satz mit 25:11 zu gewinnen.

Auch der vierte Satz war eine klare Angelegenheit für den SSV Ulm. Schwerin fand nicht mehr richtig ins Spiel. Beim 14:18 allerdings Aufregung. Anika Schulz soll ein Ass geschlagen haben, die Ulmer waren aufgebracht - besonders ihr Coach Mathias Eichinger - gelbe Karte und Punkt für Schwerin. Doch die Gäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Saara Loikkanen holte beim 24:19 den Satz für Ulm.

Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Die Zuschauer feuerten ihre Mannschaft an. Als Jana Müller beim 2:0 für ihr Team vom Feld humpelte - sie war zuvor umgeknickt - stockte allen für einen kurzen Moment der Atem. Doch der SSC steckte den Ausfall seines Kapitäns bravourös weg - 5:2. Aber Ulm ließ nicht locker - 6:6. Dann kam der Auftritt von Tina Gollan. Die 1,97-m-lange Außenangreiferin machte bis zum 14:10 sechs Punkte. Einen holte Cathrin Schlüter. Als Anika Schulz den ersten Matchball verwandelte, kannte der Jubel keine Grenzen.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

Montag. 15. Dezember 2003

VCP: Solide Leistung gegen den Tabellenelften

1. VC Parchim - CVJM Hamburg 3:0 (19, 22, 23)

Parchim Den dritten Sieg in Folge sicherten sich die Parchimer Volleyballerinnen des 1. VC gestern gegen den CVJM zu Hamburg. In allen drei Sätzen waren die Gastgeberinnen abgebrühter, nutzten ihre Stärken im Angriff und Block und verbuchten einen klaren 3:0-Erfolg.

Stützpunkttrainer Dirk Groß trat wieder mit verändertem Kader an, Swantje Basan ersetzte die verletzte Stephanie Müller auf Zuspiel, Ingrid Wolgin verdiente sich ihre Sporen auf der Liberoposition, Anne Stender und Janina Ahrens sammelten wieder Wettkampferfahrung. "Das die Abstimmung Zuspiel und Angriff nicht immer stimmte ist verständlich, da wir in letzter Zeit kaum zusammen trainieren konnten", gab ein zufriedener Coach zu bedenken. Denn Claudia Bimberg trainiert im Kader der 1. Bundesligatruppe des Schweriner SC und weitere drei Spielerinnen haben Lehrgangsverpflichtungen in der Jugendnationalmannschaft.

Dennoch konnten die Zuschauen ein in seiner Leistung und Ausstrahlung gefestigtes Team beobachten, das auch dem Druck eines Rückstandes und der vermeintlichen Favoritenstellung stand hält. Zu Beginn und zum Ende des Spieles bewiesen die VC-Damen ihre Nervenstärke, holten im ersten Satz einen 3:8-Rückstand auf (25:19) und bekamen den dritten Durchgang beim Stand von 21:23 noch in den Griff (25:23). Das waren auch die Höhepunkte in einem gutklassigen Bundesligaspiel mit sehenswerten Ballwechseln. Im zweiten Satz hatten die Gastgeberinnen vom ersten bis zum 25:22-Schlusspunkt das Zepter in der Hand. Am kommenden Sonntag um 15 Uhr ist der Tabellenvierte TV Eiche Horn Bremen in Parchim zu Gast. Dann ist in der Fischerdammhalle erst einmal bis Februar Heimspielpause.

Thomas Zenker

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten

Montag. 15. Dezember 2003

Hildesheim stürmt Festung

Beim Volleyball-Zweitligisten VC 90 wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten MTV Hildesheim unterlagen die 90er letztlich doch klar mit 1:3.

Eines sei vorweg gesagt: Die sonntägliche Partie hatte das Prädikat Spitzenspiel wahrlich verdient. Denn sowohl Hildesheim als auch Bottrop zeigten Volleyball auf hohem Niveau. Allerdings war der MTV dabei eine ganze Klasse besser und beendete die Heimserie des VC.

Schon zu Beginn zeigte sich, dass sich eine umkämpfte Partie in der VC-Festung Dieter-Renz-Halle entwickeln sollte. Bis zum 21:21 schenkten sich beide Teams nichts. Denis Schirmeisen besorgte schließlich eine 23:21-Führung für sein Team, die er selbst zum 25:23-Satzgewinn vollstreckte.

Im zweiten Durchgang holte VC-Trainer Verstappen seine Mannen zu einer Auszeit zusammen. Bis zum 10:10 verlief auch der zweite Satz ausgeglichen, doch dann leistete sich der VC zwei Aufstellungsfehler in Folge. Unnötige Punktverluste, die den Zorn von VC-Trainer Johan Verstappen erregten. Hildesheim spielte seinen Stiefel im Anschluss souverän runter, ließ die Gastgeber nicht mehr rankommen. Mit 25:19 sichert sich der MTV Satz Zwei.

Den dritten Durchgang konnte die Verstappen-Truppe dann wieder ausgeglichener gestalten. Immer wieder versuchten Schirmeisen und Co., die Gäste mit wuchtigen Aufschlägen unter Druck zu setzen. Allerdings mit dem Risiko, auch Aufschlagfehler in Kauf nehmen zu müssen. Doch zum Satzende scheiterten die Bottroper nicht am eigenen Risiko, sondern am Block des MTV. Mittelblocker Eric Lah entlud seinen Frust am Netzpfosten. Die Enttäuschung in den VC-Reihen wich auch im vierten Satz nicht. Zwar kämpfte sich der VC nach 12:18-Rückstand auf 20:23 heran, doch ein Aufschlagfehler beendete die Partie zu Gunsten des MTV. "Ich bin mit meiner Mannschaft zufrieden, weil sie gut gespielt hat. Hildesheim war einfach besser", zollte Verstappen dem Gegner Respekt.

sb

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten

Montag. 15. Dezember 2003

Sportunion bricht nach 2:1-Führung gegen Hamburg ein

Warendorf. Sieben Hamburgerinnen tanzten gestern um 17.05 Uhr mit ihrem Trainer vor Freude im Kreis und bejubelten den unerwarteten 3:2 (25:17, 16:25, 17:25, 25:20 15:12)-Erfolg bei der Warendorer SU. Die Spielerinnen des heimischen Volleyball-Zweitligsiten saßen oder lagen dagegen enttäuscht auf dem Boden. Nach fünf Siegen in Folge hatten sie fest mit einem weiteren Erfolg gerechnet, doch ausgerechnet im letzten Heimspiel des Jahres boten sie eine magere Leistung, für die sie bestraft wurden.

Verständlich, dass WSU-Trainer Niels Westphal sauer war: Die Spielerinnen hatten die Partie nach der 2:1-Satzführung schon abgehakt und sind unkonzentriert in den vierten Durchgang startet. Als sie dann auch noch mit 6:2 führten, haben sie sich überhaupt nicht mehr konzentriert. Und das hat sich gerächt.

Anfangs sah es so aus wie im Hinspiel. Hamburg gewann den ersten Satz, Warendorf den zweiten und dritten. Da spielten die Gastgeberinnen sehr konzentriert, kamen mit ihren Schmetterbällen immer wieder durch, standen im Block gut und profitierten von den vielen Aufgabefehlern des Gastes. Doch vier Wochen zuvor hatte die WSU auch Satz vier sicher eingefahren. Diesmal riss der Faden beim Stande von 6:2. Die Hamburgerinnen steckten nämlich nicht auf, drehten den Spieß um und brachten auch den Tie-Break trotz eines 3:6-Rückstands nach Hause.

Meine Mannschaft hat aus ihren wenigen Möglichkeiten das Beste gemacht. Wir sind heute nur mit sieben Spielerinnen angetreten und hatten nichts zu verlieren. Vielleicht haben uns die Warendorferinnen auch ein wenig unterschätzt, resümierte Hamburgs Coach Carsten Schmidt hoch erfreut.

Mit dem Verlauf des ersten Saisonabschnitts ist Westphal trotz der Niederlage zufrieden: 10:6 Punkte sind eine ordentliche Ausbeute. Vielleicht kam diese Niederlage gerade zur rechten Zeit, damit meine Mannschaft mit Volldampf ins neue Jahr geht.

Wolfgang Schulz

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten

Montag. 15. Dezember 2003

USC-Damen rupfen Rote Raben

-wis- Münster. Die Volleyballerinnen des USC Münster haben einmal mehr die Endrunde des DVV-Pokals erreicht. Durch einen 3:0 (25:22, 25:18, 25:13)-Viertelfinalsieg beim Bundesliga-Konkurrenten Rote Raben Vilsbiburg qualifizierten sie sich am Samstagabend für das Final-Four-Turnier am 7./8. Februar 2004. Die Halbfinalpaarungen werden Anfang Janar ausgelost.

Ebenfalls noch im Rennen sind der TV Fischbek Hamburg, Bayer Leverkusen und der Schweriner SC. Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern schaltete Titelverteidiger SSV Ulm in fünf Sätzen (26:24, 25:21, 11:25, 19:25, 15:10) aus. Über den Austragungsort der Endrunde ist noch nicht entschieden, der Deutsche Volleyball-Verband wartet auf Bewerbungen. Wir werden uns in der nächsten Woche intern mit diesem Thema auseinander setzen, teilte Münsters Geschäftsführer Achim Barbknecht gestern auf Anfrage mit.

Weil die Vilstalhalle belegt war, zog Vilsbiburg am Samstag ins benachbarte Essenbach um. Offenbar kein gutes Pflaster für die Roten Raben. Nach relativ ausgeglichenem ersten Satz, in dem der USC zumeist zwei, drei Punkte vorn lag, baute Vilsbiburg in der Folgezeit stark ab. Vor allem gegen die harten und zielgenauen Aufschläge der Unabhängigen fanden die Niederbayern kein Rezept. Im dritten Durchgang fügten sie sich nahezu widerstandslos in ihr Schicksal. Ich hatte wesentlich mehr Gegenwehr erwartet, konstatierte USC-Trainer Axel Büring nach der Partie.

Vor 750 Zuschauern benötigte Münster lediglich 62 Minuten zum Weiterkommen. Die Gäste begannen mit Kim Staelens, Johanna Reinink, Atika Bouagaa, Cornelia Dumler, Caroline Wensink und Andrea Berg im Stamm sowie Yanneke van Tienen auf der Libero-Position. Tonya Williams hatte im ersten Satz einen Kurzeinsatz, sie kam für Reinink. Auf weitere Wechsel verzichtete Büring, es bestand kein Bedarf. Meine Mannschaft hat nicht überragend gespielt. Aber sehr konsequent und ohne jeden Bruch. Ich bin zufrieden, fasste Büring die Dinge zusammen.
Morgen macht sich der USC auf den Weg nach Frankreich. In Albi kommt es am Mittwoch zum Achtelfinal-Rückspiel im Top Teams Cup. Münster gewann die erste Begegnung vor eigenem Publikum 3:0.

 

Deutschland - Maerkische Allgemeine

Montag. 15. Dezember 2003

Kyritz: Nur soviel wie unbedingt nötig

Fortuna siegt 3:1 

SCHÜTTORF Wie ein Siegtrainer sprach Fortuna-Coach Jürgen Treppner am Sonntag nicht über den 3:1-Erfolg der Fortunen in Schüttorf. "Wir haben zwar gewonnen, aber schlecht gespielt," klang er recht unzufrieden, setzt dann jedoch gleich hinter her: "Besser so, als umgekehrt." Die Fortunen waren sehr motiviert in Schüttorf angereist, wollten sie doch die schlechte Leistung der Vorwoche vergessen machen. "Das ist uns aber nur teilweise gelungen", gestand Treppner.

Auch das Fluidum stimmte in Schüttorf nicht, nur 30 Zuschauer verloren sich in der Halle. Davon kamen acht aus Kyritz, die wenigstens für etwas Stimmung sorgten. Treppner hatte seinen Sechser etwas umgestellt. Michael Lorz begann für Felix Braun auf der Mitte und Salomon din Kingue sollte über Außen für Druck sorgen. 

Die Partie stand dann auf keinem hohen Niveau, beiden Teams unterliefen immer wieder leichte Fehler. In den ersten beiden Sätzen lagen die Kyritzer immer vorn. "Ich hatte nie das Gefühl, dass wir die verlieren könnten", sagt Treppner, denn der Tabellenletzte habe wirklich wie ein Tabellenletzter gespielt. Doch seine Fortuna tat nur so viel, dass die Sätze gewonnen wurden. Als sich dann Schüttorf im dritten Satz steigert, plötzlich aggressiver angriff, konnten die Fortunen nicht reagieren und verloren den Satz sang- und klanglos. "Vor allem in der Annahme hatten wir plötzlich Probleme", kommentierte Treppner den Satzverlust. 

Nach einer kurzen Strafpredigt beim Seitenwechsel sowie mit einer veränderten Aufstellung - Braun, Karsten Röhrs und Hannes Höpfner spielten nun - dominierte Fortuna wieder und gewann den vierten Durchgang zum 3:1-Auswärtssieg. Das hat dann Treppner besonders gefallen: "Dank unserer starken Ersatzbank, können wir gut variieren und der Gegner kann sich nicht auf uns einstellen", lobte Treppner sein Team doch noch. 

Am Ende überwog dann auch die Freude über den Sieg und die zwei Punkte, über den Ärger wegen des schwachen Auftritts. Doch eines war gleich klar, am Sonnabend in heimischer Halle gegen den VC Bottrop muss eine Steigerung her, soll wieder gepunktet werden.

Roland Möller

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten

Montag. 15. Dezember 2003

Zäher Aufsteiger verlangt SCU einiges ab

Niedergrafschafterinnen besiegen Köpenick 3:1

Emlichheim – Am Ende des Zweitligaspiels zwischen den Volleyballerinnen des SC Union Emlichheim und dem Köpenicker SC stand ein 3:1 an der Anzeigetafel. Bis der Sieg in vier Sätzen (23:25, 25:23, 25:20, 25:18) gegen den zähen Aufsteiger feststand, hatten sich die Gastgeberinnen vor 350 Zuschauern allerdings durchaus strecken müssen. "Es war ein schwieriges Spiel für uns. Wir haben Verletzte und Kranke, das macht im Volleyball 50 Prozent aus", sagte SCU-Trainer Pierre Mathieu.

Der Übungsleiter musste neben Ramona Meier (Schulterverletzung) auch auf Inga Stegemeyer verzichten. Bei der Zuspielerin ist das Knie, in dem sie sich vor gut zwei Monaten einen Meniskusanriss zugezogen hat, wieder angeschwollen. Judith Meier ging auf Grund einer Erkältung zudem geschwächt ins Spiel. Angesichts dieser Voraussetzungen war es einmal mehr gut, dass der SC Union aus einem großen Reservoir talentierter Nachwuchskräfte schöpfen kann. "Ich war auch zufrieden mit den Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft. Es ist wichtig, dass wir eine gute Jugend haben", sagte Pierre Mathieu, dessen Mannschaft dennoch erst mit der Zeit besser in Tritt kam. Das lag auch den Gästen aus Berlin, die aufopferungsvoll um jeden Punkt kämpften. So musste sich das Team von Trainer Michael Lehmann nicht mit der Rolle begnügen, die der Übungsleiter vorher anvisiert hatte. Seine Erwartungshaltung: "Wir wollen mithalten und ein wenig lernen."

Für die Berlinerinnen sprang mehr heraus: Sie nahmen den ersten Satz mit, den sie nach einer 24:20-Führung nach genau 20 Minuten mit dem vierten Satzball auf die Habenseite brachten – 25:23. Die Emlichheimerinnen kamen im ersten Abschnitt beinahe nur in Person von Marina Budaj zum Zuge, die vor allem mit Angriffsbällen durch die Mitte erfolgreich war. "Sie war hervorragend heute", lobte Pierre Mathieu die Weißrussin.

Nach dem 25:23 für den SCU im zweiten Satz hielt der Emlichheimer Trainer anerkennend den Daumen nach oben, als die Gastgeberinnen im dritten Durchgang einen feinen Ballwechsel zum 21:19 abgeschlossen hatten. In dieser Phase drehte der SC Union einen 16:19-Rückstand in eine 23:19-Führung – und nutzte wenig später den ersten Satzball zum 25:20. Es stand 2:1 für die Gastgeberinnen.

Mathieu hatte mittlerweile Mareike Hindriksen das Zepter der Spielmacherin übergeben und zwischenzeitlich auch mehrmals Lena Rakers und Christiane Kerperin aufs Feld geschickt. Weil der Coach aber auch der ersten Sechs vertraute, stand zu Beginn des vierten Abschnitts wieder die Startformation mit Lise Hissink als Stellerin auf dem Feld. Der SCU strebte beim 8:3 scheinbar einem schnellen Satzgewinn entgegen, traf dann aber wieder auf mehr Gegenwehr. Dass die Gäste noch einmal auf 11:13 herankamen, war allerdings nicht mehr als ein letztes Aufflackern des Köpenicker SC. Der SC Union nutzte wenig später den vierten Matchball zum 25:18.

Martin Lüken

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten

Montag. 15. Dezember 2003

09-Volleyballer leisten sich zu viele individuelle Fehler

Schüttorf unterliegt Fortuna Kyritz mit 1:3 

Die Gäste aus Brandenburg präsentierten sich nicht als übermächtiger Gegner. Den Schüttorfern fehlte es im Angriff aber über weite Strecken an der nötigen Durchschlagskraft.

Schüttorf – Der FC Schüttorf 09 hat es in der 2. Volleyball-Bundesliga verpasst, im Abstiegskampf wichtigen Boden gutzumachen. Das Team von Heike Flockert und Dirk Schlotfeldt beendete die Hinrunde mit einer 1:3 (21:25, 21:25, 25:13, 12:25)-Niederlage gegen Fortuna Kyritz. Damit hat der Tabellenletzte von den ersten dreizehn Begegnungen lediglich zwei gewonnen.

Nach einer Schweigeminute, die vor dem Spiel für ihren verstorbenen Mannschaftskollegen Kilian Schafstedde eingelegt wurde, fanden die Schüttorfer in den ersten beiden Sätzen keinen Rhythmus. Die 09-Akteure hielten zwar in der Anfangsphase mit (7:6), sahen dann aber zu, wie die Kyritzer das Heft in die Hand nahmen: Über 9:7 zog das Team von Trainer Jürgen Treppner auf 18:14 davon. Dabei präsentierte sich das Team aus Brandenburg keineswegs als übermächtiger Gegner. Es waren Unzulänglichkeiten im 09-Spiel, die es den Gästen ermöglichten, den ersten Satz mit 25:21 unter Dach und Fach zu bringen. 

"Wir haben allein im ersten Durchgang 25 Angriffsversuche nicht erfolgreich abgeschlossen", verdeutlichte Flockert den Missstand. Auch die Tatsache, dass Martin Petzold zu Beginn des zweiten Satzes Timo Timpe auf der Zuspielerposition ersetzte, änderte nichts daran, dass die 09-Angreifer immer wieder am Kyritzer Block scheiterten. Die Gastgeber hielten zwar Anschluss und gingen durch ein Ass von Henning Leinker mit 18:17 in Führung, die Eigenfehlerquote blieb aber zu hoch. Die athletischeren Gäste wendeten das Blatt und entschieden auch den zweiten Durchgang mit 25:21 für sich. "Im Abstiegskampf muss man einfach mehr Feuer erwarten können", sagte Schlotfeldt.

Dieses entfachte nach dem 0:2-Satzrückstand Jürgen Alsmeier. Der Kapitän ersetzte im Außenangriff Michael Röder und zeigte nicht nur durch seine erfolgreichen Schmetterschläge sofort Präsenz auf dem Spielfeld. Alsmeier war anzumerken, dass er sich gegen die drohende Niederlage stemmen wollte. "Man muss daran glauben. Nur der Kampf hilft uns weiter", bekräftigte der Kapitän. Die Schüttorfer, bei denen neben Alsmeier auch Henning Wegter und Henning Leinker zu den Lichtblicken zählten, dominierten den dritten Durchgang klar und schafften den Satzanschluss.

Bis zur 10:8-Führung im vierten Durchgang durften die Gastgeber auf den Tiebreak hoffen. Danach erhöhte sich jedoch wieder die Fehlerzahl. Die Kyritzer, die mit einer soliden Feldabwehr aufwarteten, erarbeiteten sich einen 18:14-Vorsprung und brachten das Match relativ ungefährdet nach Hause.

Die Schüttorfer müssen ihre Hoffnungen nun darauf legen, in der Rückrunde mit einer Siegesserie die Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Mit den Begegnungen gegen die Volley Tigers aus Ludwigslust und den SF Fortuna Bonn stehen zu Beginn des kommenden Jahres gleich zwei Abstiegsendspiele auf dem Programm.

Hinnerk Schröer

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt

Montag. 15. Dezember 2003

Fischbek in der Pokalendrunde

Hamburg - Es scheint fast schon eine Routineübung für die Volleyballerinnen des TV Fischbek Hamburg: Mit dem 3:0 (25:12, 25:19, 27:25) gegen den - nur bedingt konkurrenzfähigen - Bundesligakonkurrenten USC Braunschweig schafften sie zum vierten Mal in Folge den Einzug in die Pokalendrunde der besten vier (bisher beste Platzierung: Platz zwei 2002).

Am 7./8. Februar warten dort der Schweriner SC, der USC Münster und Bayer Leverkusen. Diese drei Clubs wollen sich auch um die Ausrichtung der Final Four bewerben. 2003 fand die Endrunde in Hamburg statt. Die Auslosung des Halbfinales erfolgt am 6. Januar in Leipzig während der Olympia-Qualifikation der Männer.

Nach dem überzeugenden Bundesligasieg vor einer Woche gegen Leverkusen ließen die Fischbekerinnen diesmal wieder die nötige Konsequenz vermissen. "Ich bin mit dieser Vorstellung absolut nicht einverstanden", kritisierte der ehemalige Trainer Knut Rettig, der wieder neben seinem Nachfolger Johnny Westreicher Mick Platz genommen hatte. "Mit solch einer Lässigkeit und Arroganz dürfen höchstens Mannschaften spielen, die ganz oben stehen, nicht aber solche, die ihre Form und ihren Rhythmus noch finden müssen. Dafür wäre dieses Spiel aber eine gute Übung gewesen. Hier wurde eine Chance leichtfertig vertan."
Fast regungslos hatte die humpelnde Mittelblockerin Juliana Lawrowa (27) das Pokalspiel von der Bank verfolgt. Am Donnerstag hatte sie sich im Training erneut das mehrfach operierte linke Knie verdreht. Das Ergebnis der Kernspintomografie liegt heute vor. Sie droht den Rest der Saison auszufallen. Ersatz will Manager Horst Lüders nicht beschaffen.
Fischbeks Zuspielerin Jelena Keldibekowa (29), die Ehefrau Johnny Westreichers, erreichte derweil die Nominierung für die Nationalmannschaft Perus. Sie soll helfen, die Olympia-Qualifkation für Athen zu schaffen. Vor vier Jahren hatte sich das Team mit ihr nach Sydney geschlagen - und wurde dort Zwölfter und Letzter.

rg

 

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