News

Montag, 22. Dezember 2003 

Gelungener Jahresabschluss für WiWa Hamburg
Schwerin gewinnt in Leverkusen
Tigers: Einstellung stimmte, Ergebnis nicht
VCP: Souverän zum neunten Saison-Erfolg
Wuppertaler Erfolg verringert VVL-Endrundenchancen
VC Markranstädt schöpft selbst aus 0:3 neuen Mut
Ludwig-Team beschenkt sich mit Sieg
SVS: Eine Ehrung, zwei Punkte, drei Sätze
A-Juniorinnen: Strapazen sind deutlich sichtbar
"Jette" schießt "Cowboys" ab
MSC-Motto: Erst siegen, dann feiern!
Humann ließ Sieg noch aus den Händen gleiten
VC verliert in hektischer Endphase
Münster: Adventszeit im Mannschaftsbus
USC II: Im vierten Satz regiert die Angst
Evivo gibt passende Antwort: 3:0 in Markranstädt
Obernkirchen verteilt Weihnachtsgeschenke
SCU verpasst den Sprung an die Tabellenspitze
Fischbek gewinnt in Augsburg

Dezember 2003

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November 2003

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Deutschland - WiWa Hamburg-News

Montag. 22. Dezember 2003

Gelungener Jahresabschluss für WiWa Hamburg

Überzeugend spielten die Mädchen von WiWa Hamburg am Samstag gegen den MTV Obernkirchen auf.

Zunächst begangen beide Teams recht nervös; stand doch für die Gäste aus Niedersachsen bei zuvor 10:14 Punkten einiges auf dem Spiel.

Der Gastgeber startete mit dem Sieg vom letzten Wochenende etwas besser ins Match und konnte schnell eine Führung von 6 Punkten herausspielen. Die Gäste aus Obernkirchen fingen sich jedoch recht schnell und konnten den Satz bis zum 22:22 recht offen gestalten. Die Mädchen von Trainer Carsten Schmidt konnten diesen Satz dann aber, auch aufgrund der starken Blockleistungen von Jana Takacova mit 25:22 für sich entscheiden.

Viele der 150 Zuschauer erwarteten jetzt wohl ein Aufbäumen der Gäste. Es waren jedoch die jungen Hamburgerinnen, die von nun an das Spiel bestimmten. Die Mädchen von WiWa konnten machen, was sie wollten. Es gelang einfach alles. Den Gäste aus Obernkirchen fiel einfach kein Gegenmittel ein.

Starke Aufschlagserien, ein sicherer Block und eine –ins Team zurückgekehrte- Libera Fides Kreft, die die nötige Sicherheit in der Annahme und Feldabwehr gab, sicherten die Sätze 2 und 3 mit 25:14 bzw. 25:18. (Gesamtspielzeit 50 Minuten).

„Ein sehr guter Abschluss in diesem Jahr. Mit nunmehr 12 Punkten haben wir einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt getan.“ So Trainer Carsten Schmidt auf der anschließenden Weihnachtsfeier im Foyer der Sporthalle. Co - Trainer Shorty Fricke: “Beeindruckend war nicht der Sieg an sich. Es war die Art und Weise, wie dieser zustande kam. Es wurde einfach alles sehr gut umgesetzt, was zuvor im Training geübt wurde.“

 

Deutschland - www.volleyball.de 

Montag. 22. Dezember 2003

Schwerin gewinnt in Leverkusen

3:1 zum Auftakt der Rückrunde

In einer abwechslungsreichen Partie sicherte sich der Schweriner SC in Leverkusen zum Rückrunden-Auftakt einen verdienten 3:1-Sieg (19, -20, 21, 22). Damit konnten die Schwerinerinnen die überraschende Heimniederlage zum Bundesligstart wettmachen und ihren Vier-Punkte-Abstand zum Verfolgerfeld halten. Bei Leverkusen reichten die Kraftreserven beim dritten Spiel innerhalb von vier Tagen offensichtlich nicht aus - Schwerin gewann letztendlich durch eine bessere kämpferische Einstellung und konnte in den entscheidenden Phasen immer wieder "nachlegen".

Im ersten Satz war es vor allem die Annahme, welche Leverkusen gleich zu Beginn 0:4 in Rückstand brachte und nach einer Mini-Führung bei 8:7 wiederum durch Probleme bei Goller und Schaus (Sprung-Flatter-Aufschläge von Krivorot!) mit 12:16 zurückwarf. Auch im zweiten Satz erarbeiteten sich die Schwerinerinnen eine 16:12 Führung, gaben aber dann durch eine Reihe von "unforced errors" das Heft aus der Hand und ließen Leverkusen mit 19:17 in Führung gehen. Ein Zuspieler-Wechsel (Dörendahl für Weiß) brachte keine Besserung. In der Schlussphase sorgten zwei schöne Radzuweit-Sylvester Blocks und ein knallharter Angriff von Judith Sylvester für den Satzgewinn.

Bei einer 11:6-Führung im dritten Satz schien für Leverkusen die Wende möglich - dann aber brachten zwei Angriffsfehler von Sylvester und ein "verfummelter" Ball der sonst gut agierenden Zuspielerin Julia Schlecht (Bild oben, von Jana Müller beobachtet) den 11:11-Ausgleich. In der Schlussphase legte Schwerins Zuspielerin Weiß (1,74 m) einen Lob vorbei an Radzuweit (1,96 m) zum 24. Punkt, die unermüdlich kämpfende Jana Müller beendete den Satz mit einem gut platzierten Angriffsschlag.

Im vierten Satz reichte es noch zu einer 16:15-Führung für Leverkusen. dann konnte Radzuweit zwei aufeinanderfolgende "Über-Kopf-Zuspiele" von Schlecht nicht verwandeln und ermöglichte Schwerin eine 19:17-Führung. Zu Freude der eifrig klingelnden und trommelnden Fangruppe aus Schwerin (Bild unten) kam es schließlich zum Satz- und Spielgewinn. Jana Müller und Kathleen Weiß ragten heraus, aber auch Schulz, Gollan und Krivorot zeigten großen kämpferischen Einsatz.

Schwerins Trainer Tore Aleksandersen hatte ein "nicht so gutes Spiel gesehen." Aleksandersen weiter: "Ich habe mich geärgert, dass wir die 16:12-Führung im zweiten Satz so leichtfertig vergeben haben. Aber wir haben heute zwei ganz wichtige Punkte geholt - das zählt!"

Leverkusens Gudula Krause befand, dass "wir nicht an die Leistung von gestern (3:0-Sieg über Ulm) anküpfen konnten. Es gab zuviele Aufschlagfehler und die Müdigkeit wurde gegen Ende größer. In der vor uns liegenden Spielpause müssen wir wieder Kraft aufbauen."

Im zweiten Samstagspiel gewann Berlin-BVC 68 gegen Fischbek Hamburg mit 3:0.

Jürgen Sabarz

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

Montag. 22. Dezember 2003

Tigers: Einstellung stimmte, Ergebnis nicht

Ludwigslust Das war schon ziemlich bitter: Anders als noch in der Vorwoche, als die Volley Tigers Ludwigslust in Moers sang- und klanglos untergingen, hatten sie gestern Nachmittag gegen den TuB Bocholt eine gute Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Doch statt des so dringend benötigten dritten Saisonsieges stand letztlich eine weitere Niederlage zu Buche. 

Wenn die Lindenstädter immer so engagiert aufgetreten wären wie bei diesem umkämpften 1:3, würden sie nach Abschluss der ersten Halbserie wohl kaum den vorletzten Tabellenplatz einnehmen. Im ersten Satz machte Bocholt in der entscheidenden Phase die Punkte zum 25:20. Die Tigers glichen durch ein 25:22 aus, nicht zuletzt, weil sie die Fehler des Gegners jetzt konsequenter nutzten. Das schien sich im dritten Durchgang zunächst fortzusetzen. Ludwigslust führte teilweise mit vier Punkten (10:6) und besaß beim Stand von 24:22 zwei Satzbälle.

Doch die zum Greifen nahe 2:1-Führung gelang nicht. Das bessere Ende hatte Bocholt für sich (27:25). Die Gastgeber steckten nicht auf. Sie holten im vierten Satz ein 15:19 auf, um am Ende doch wieder mit leeren Händen dazustehen (22:25). Das Lob, das der holländische Trainer des TuB, Jeroen Peeters, nach dem Spiel aussprach, hilft den Tigers zwar nicht weiter, sollte aber zumindest moralisch Auftrieb geben: "Ich begreife nicht, warum diese Mannschaft da unten steht. Vielleicht hätte Ludwigslust heute mehr verdient gehabt. Aber die big points, die musst du ganz einfach machen."

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

Montag. 22. Dezember 2003

VCP: Souverän zum neunten Saison-Erfolg

Parchim Es war der sicherste Sieg, den die Parchimer Volleyballerinnen in dieser Zweitligasaison erkämpften. Gegen den TV Eiche Horn Bremen benötigte der 1. VCP gestern nur 54 Minuten zum 3:0-Erfolg (20, 17, 16). Im ersten Satz boten die Bremerinnen ein gutes Spiel und hielten den Satz bis zum 20:18 für Parchim relativ offen.

Doch dann waren sie den Angriffen von Katharina Wilk und Julia Retzlaff sowie dem Block von Claudia Bimberg und Karoline Herrmann nicht gewachsen (25:20). Im zweiten Durchgang präsentierten sich die TV-Spielerinnen völlig von der Rolle. Swantje Basan schlug für Parchim auf und brachte sechs Aufgaben durch (6:0). Über die Stationen 14:6 und 18:12 ging auch dieser Satz mit 25:17 klar an die Gastgeberinnen. Im vierten Satz leisteten sich die Parchimerinnen zwar noch einen kleinen Hänger (beim 13:6 bis 15:12), wirkten aber zum Ende hin athletischer und frischer. Nur 16 Gegenpunkte ließen sie zu, hatten den 3:0-Sieg im Sack und den dritten Tabellenplatz verteidigt.

"Wir haben heute nicht überragend gespielt, es hat aber gut gereicht und darüber freue ich mich", schätzte Stützpunkttrainer Dirk Groß die Leistung ein. Die Spielerinnen dankten nach der Partie ihren treuen Fans in der Fischerdammhalle mit Süßigkeiten und der Einladung zur anschließenden Weihnachtsfeier.

Thomas Zenker

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung

Montag. 22. Dezember 2003

Wuppertaler Erfolg verringert VVL-Endrundenchancen

Friedrichshafen. Das Ergebnis von 0:3 (26:28, 15:25, 20:25) sagt viel, aber längst nicht alles. Manchmal hängt ein Volleyball-Match an einer einzigen Situation. So vielleicht auch die Partie des VV Leipzig am Sonnabend beim VfBFriedrichshafen. An der Schlussphase des ersten Satzes erhitzten sich noch gestern die Gemüter. Der VVL hatte Satzball, Kapitän Lutz Mühlisch schlug auf - ihm gelang eine Rakete auf die gegnerische Grundlinie.

Dachten zumindest die Leipziger. "Auch die Friedrichshafener haben gesehen, dass der Ball gut war", beschreibt Trainer Zoran Nikolic die Situation und sieht sich durch seine Videobilder bestätigt. Doch der Schiedsrichter sah den Ball im Aus, der Gastgeber gewann den ersten Durchgang und kam später immer besser ins Spiel. Die Sachsen verdienten sich Respekt, doch keinen Satzgewinn. "Es ist immer schwer ins Spiel zu kommen, wenn der Gegner um jeden Ball kämpft", erklärte VfB-Nationalspieler Jochen Schöps.

"Ich kann nicht behaupten, dass wir nach dem ersten Satz auch das Match gewonnen hätten. Aber keiner weiß, was passiert wäre, der Gastgeber hatte keineswegs seinen besten Tag erwischt. Fakt ist, dass Friedrichshafen aus dieser Situation positive Impulse mit in den zweiten Satz genommen hat", urteilt der VVL-Trainer, der mit dem Spiel seines ersatzgeschwächten Teams auch in der Folgezeit recht zufrieden war: "Vor allem im dritten Satz sind wir noch einmal wiedergekommen. Wir haben sehr gut aufgeschlagen und den VfB einige Male in Probleme gebracht. Nur mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden."

Der Coach sieht demJanuar optimistisch entgegen, musste gestern aber eine Hiobsbotschaft verdauen: Der bislang punktgleiche Tabellensechste Wuppertal gewann in Unterhaching mit 3:0, so dass die VVL-Chancen auf das Erreichen der Finalrunde erneut gesunken sind.

Beim heutigen VVL-Weihnachtsturnier mit zehn Männer- und sechs Frauenteams (17 bis 22 Uhr, kleinen Halle der Arena) wirdNikolic seinen Bundesliga-Stamm schonen: "Ich habe bei demTurnier schlechte Erfahrungen mit Verletzungen gemacht." Seine Spieler werden wie der Coach nach einem gemeinsamen Weihnachts-Mittagessen im Hotel Westin als Schiedsrichter auf dem Parkett stehen.

Frank Schober

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung

Montag. 22. Dezember 2003

VC Markranstädt schöpft selbst aus 0:3 neuen Mut

Markranstädt. "Vorstand und Sponsoren haben in den letzten Wochen wirklich alles getan. Nun ist die Mannschaft dran, langsam wird man schon ungeduldig", sagte Markranstädts Volleyball-Präsident GerdRüdiger nach dem erneuten 0:3 (26:28, 18:25, 18:25) der VCM-Erstliga-Männer am Freitagabend gegen eine allerdings übermächtige Dürener Mannschaft. Doch schon Sekunden später hatte Rüdiger seine Geduld wiedergefunden und sagte: "Die ganz wichtigen Spiele kommen erst noch."

Der VCM spielte eineinhalb Sätze lang sehr gut mit, brach dann aber in der Annahme ein. "Die beiden Neuen haben Akzente gesetzt. Und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie lebt", nimmt Manager Michael Nickeleit als positives Signal mit ins neue Jahr. Auch Trainer Darko Despotovic sieht nicht schwarz: "Wir haben jetzt eine Mannschaft zusammen, die die Klasse halten kann. Noch gab es ein paar Abstimmungs-Schwierigkeiten. Aber gegen Düren hätten wir 150 Prozent bringen können und trotzdem verloren."

Von der Papierform her kommen für den Tabellenletzten am Ende einer äußerst schweren Vorrunde im Januar zwei (vermeintlich) leichtere Aufgaben - bei den Volley Dogs Berlin (10.) und gegen Wuppertal (5.). "2003 hatten wir unser gesamtes Volleyball-Glück wohl mit demAufstieg im Mai schon verbraucht", meinte der Sportliche Leiter Jan Betzien, der im neuen Jahr natürlich zugleich auf eine spielerische und mentale Steigerung setzt.

fs

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten

Montag. 22. Dezember 2003

Ludwig-Team beschenkt sich mit Sieg

Dresden. Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben sich kurz vor Weihnachten selbst beschenkt. Sie legten sich am gestrigen vierten Advent ihren neunten Saisonsieg unter den Tannenbaum. Sie gewannen vor 1210 Zuschauern bei den Roten Raben Vilsbiburg glatt mit 3:0 (25:23, 25:23, 30:28). Damit festigten die Ludwig-Damen nicht nur Platz vier, sie behalten auch Tuchfühlung zur Tabellenspitze und verschafften sich etwas Luft zu den Verfolgern.

Vom spielerischen Niveau boten beide Teams zwar nur mittelmäßige Kost, doch dafür ging es bis zum letzten Ball spannend zu. Im ersten Satz wogte das Geschehen hin und her, mal führte der Gastgeber mit zwei Punkten, dann wieder der DSC. Doch am Ende behielten die Dömeland & Co. knapp die Nase vorn. Ein ähnliches Bild dann auch im zweiten Abschnitt, beim 17:16 gingen die Dresdnerinnen erstmals in Front und holten sich die 2:0-Satzführung. Schon klar geschlagen schienen die Raben dann aber im dritten Durchgang, denn die Ludwig-Schützlinge führten mit 15:10 ziemlich deutlich. Doch plötzlich zog bei den Elbestädterinnen der Schlendrian ein und die Gastgeberinnen holten Punkt für Punkt auf. "Ich dachte an die letzte saison, als wir nach 2:0-Satzführung bei den Raben noch mit 2:3 verloren", gab später Arnd Ludwig zu.

Und die DSC-Damen strapazierten die Nerven des Trainers bis zum Schluss. Dem ersten Matchball für die Dresdnerinnen beim 24:23 folgte der erste Satzball der Wühler und Co. beim 26:25. Doch nach insgesamt 79 Minuten erlösten die Gäste mit einer gelungenen Blockabwehr ihren geplagten Coach und verwandelten endlich den fünften Matchball. "Jetzt können wir beruhigt in die Weihnachtspause gehen. Jetzt haben wir vier Punkte Vorsprung auf Platz fünf und das ist erst einmal sehr wichtig", atmete Ludwig auf.

Einen schlechten Abschluss des alten Jahres lieferten leider die Küken des VC Olympia Dresden. Sie unterlagen in der 2.Liga daheim gegen Sonthofen mit 1:3 (16:25, 25:17, 19:25, 23:25). Die TU-Volleyballer kassierten in der Regionalliga bei Hermes Gera eine glatte 0:3-Niederlage (24:26, 22:25, 25:27).

ah

 

Deutschland - Heilbronner Stimme

Montag. 22. Dezember 2003

SVS: Eine Ehrung, zwei Punkte, drei Sätze

Die Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Sinsheim haben das Jahr 2003 mit einem knappen, aber verdienten 3:0 (25:21, 31:29, 25:23)-Sieg gegen den TSV Allianz Stuttgart beendet.

Seit langem war die Sinsheimer Realschulhalle wieder einmal mit rund 300 Zuschauern gut ausgelastet - es war der würdige Rahmen für das letzte Spiel des Jahres. Eine gute Nachricht gab es bereits vor dem Spiel. Trainer Stefan Bräuer konnte seit langer Zeit wieder auf seine komplette Mannschaft zurückgreifen.

Teresa Tietz war das erste Mal nach ihrer Sprunggelenksverletzung wieder voll einsatzfähig, und die am vergangenen Wochenende schmerzlich vermisste Martina Wagner gab nach einem "Probetraining" am Freitag grünes Licht für den Punktspieleinsatz.

Furios startete der SVS in den ersten Satz. Schnell hatten sich die Kraichgauerinnen eine 11:3-Führung herausgearbeitet. Alles sah nach einem schnellen Satzgewinn aus. Doch die Stuttgarterinnen erwachten und machten deutlich, dass sie sich nicht kampflos in ihr Schicksal ergeben wollen.

Den Landeshauptstädtern gelang es, die Sinsheimer Annahme immer wieder in Bedrängnis zu bringen, so dass das Angriffsspiel der Heimmannschaft immer berechenbarer wurde. Der Vorsprung schmolz Punkt um Punkt dahin. Beim Spielstand von 20:18 nahm Sinsheim die erste Auszeit. Danach fing sich die "Girl Group" aus dem Kraichgau wieder und konnte den Satz letztlich mit 25:21 für sich verbuchen.

Der zweite Satz begann auf Sinsheimer Seite gleich mit mehreren Unkonzentriertheiten. Stuttgart startete mit mehr Biss, erst beim Spielstand von 6:6 konnte der SVS da erste Mal ausgleichen. Sinsheim machte jetzt mehr Druck mit seinen Aufschlägen und konnte sich bis zum 20:16 eine beruhigende Führung herausspielen. Urplötzlich war es dann aber erneut um die Ruhe im SVS-Spielaufbau geschehen.

Sinsheim lag 20:22 hinten, ehe sich die Mannschaft wieder fing und anfing, mit allen Miteln um Satz zwei zu kämpfen. Schließlich gelang den SVS-Mädchen der Ausgleich. Danach vergaben sie jedoch mehrere Möglichkeiten, den Sack zu zumachen, bevor dann unter dem lautstarken Jubel der Zuschauer der Satz mit 31:29 an die Gastgeber ging.

Durchgang drei sollte dann die Entscheidung bringen. Wieder ging der SV Sinsheim schnell mit 10:5 in Führung, und wieder zeigten die Stuttgarter Courage und holten bis zum 19:19 den Rückstand wieder auf. Hier zeigte sich, dass es der SVS inzwischen "gewohnt" ist, mit solch engen Situationen umzugehen. Die Mannschaft ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und gewann am Ende den Satz verdient mit 25:23. Das war der 3:0-Endstand.

Damit wurde der dritte Platz in der Tabelle gefestigt und die junge Mannschaft kann nun ruhig in die verdiente Weihnachtspause gehen, bevor es dann Anfang des neuen Jahres wieder los geht mit der Vorbereitung auf das erste Heimspiel am 10. Januar gegen Freiburg.

Nach dem Spiel wurde der Volleyballabteilung des SV Sinsheim für seine Erfolge in der Nachwuchsarbeit das "Grüne Band" der Dresdener Bank überreicht. Diese Auszeichnung wird alljährlich in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Sportbund für vorbildliche Talentförderung verliehen.

Anschließend wurde bei einem gemütlichen Zusammmensein Sieg und Ehrung gebührend gefeiert.

 

Deutschland - Heilbronner Stimme

Montag. 22. Dezember 2003

A-Juniorinnen: Strapazen sind deutlich sichtbar

Zweimal traf die deutsche A-Juniorinnen-Volleyball-Nationalmannschaft auf Frankreich, zweimal verließen sie als Siegerinnen das Feld. Sowohl in Höpfingen am Donnerstag als auch in Brackenheim am Freitag gab es ein 3:1.

Die beiden Länderspiele bildeten den Abschluss eines gemeinsamen deutsch-französischen Lehrgangs am Olympiastützpunkt in Heidelberg. Beim Spiel in der Brackenheimer Verbandssporthalle merkte man den Akteurinnen die Strapazen des einwöchigen Trainingslagers deutlich an.

Hüben wie drüben schlichen sich viele Fehler bei Aufschlag und Annahme ein, so dass die 350 Zuschauer nur phasenweise das wahre Leistungsvermögen beider Teams erahnen konnten. Die grundlegenden Unterschiede zwischen der deutschen und französischen Volleyballschule wurde dennoch deutlich. Hier Gastgeber Deutschland mit dem augenfälligen Hauptauswahlkriterium Körpergröße und Athletik, dort die sehr spiel- und kampfstarken jungen Französinnen.

Und ähnlich wie im Fußball durch Spieler wie Zidane oder Henry bereichert Frankreichs koloniale Vergangenheit auch den französischen Volleyballsport. Frankreich gewann mit großer Begeisterung den ersten Durchgang hochverdient mit 25:21. Dass die deutschen Mädchen den zweiten Satz für sich entschieden, lag weniger an der eigenen Stärke als am überraschenden Nachlassen der Französinnen.

Erst ab dem dritten Satz konnte sich Deutschland etwas stabilisieren und gewann verdient mit 25:16. In Durchgang vier war Frankreichs Widerstand endgültig gebrochen. Jetzt gelangen den bis dahin eher mäßig aufschlagenden deutschen Mädchen sogar einige Asse. Und was an Bällen zurückkam, war zumeist Beute des deutschen Blocks.

Zum Schluss der Partie wurde zudem die Feinabstimmung zwischen Zuspieler und Schnellangreifer deutlich besser. Mit 25:12 ging dieser Satz an Deutschland. DVV-Cheftrainer Jens Tietböhl zog zum Abschluss trotz der sichtbaren Schwächen eine positive Bilanz.

"Auch wenn wir heute deutlich hinter unseren Möglichkeiten zurückblieben sind, sind wir auf unserem Weg zur EM-Qualifikation im Mai ein großes Stück vorangekommen." In der neuen Saison wird das gesamte deutsche Team übrigens als VC Olympia Berlin außer Konkurrenz in der 1. Bundesliga spielen. Teitböhl: "Dieses Experiment gibt es jetzt zum dritten Mal. Im letzten Jahr sogar gleich hier um die Ecke in Sinsheim."

(wee)

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung

Montag. 22. Dezember 2003

"Jette" schießt "Cowboys" ab

MTV-Volleyballer schlagen Oststeinbek.

Hildesheim (cen). Ein besseres Weihnachtsgeschenk hätten sich die Zweitliga-Volleyballer des MTV 48 Hildesheim nicht machen können. Gestern bezwangen die 48er in eigener Halle den Oststeinbeker SV mit 3:1 (25:23, 26:24, 27:29, 25:23). Nach dem zehnten Saisonsieg rangiert das Team 48 punktgleich mit Spitzenreiter Moerser SC auf dem zweiten Tabellenrang, der am Ende der Saison zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga berechtigt. 200 Zuschauer verabschiedeten ihre Cracks mit Beifall in die kurze Winterpause.

Es war der Mannschaftskapitän höchstpersönlich, der gestern den Schlusspunkt unter eine famose Hinrunde setzte. Henning "Jette" Machtens verwandelte den Matchball mit einem platzierten Hinterfeldangriff. Die Erleichterung bei den Schützlingen von Trainer Walther Hoch war riesengroß.

Oststeinbek - angereist im Mannschaftsbus des Fußballkultvereins FC St. Pauli - erwies sich als äußerst unangenehmer Widersacher. Nervenstark, sicher im Spielaufbau und konsequent im Angriff bissen sich die "Ostbek Cowboys" am Favoriten förmlich fest. Die Hildesheimer zeigten sich durchaus beeindruckt. Nur mit allerletzter Kraft gelang der erste Satzerfolg.

Ohne Marko Vähäkuopus, der schon in seine finnische Heimat gereist war, mussten sich die Hausherren jeden einzelnen Punkt hart erkämpfen. Ihr Siegeswille war jederzeit spürbar, auch wenn es spielerisch haperte. Der zweite Durchgang wurde durch eine Undiszipliniertheit von Gästespieler Mirko Suhren entschieden, der eine Schiedsrichterentscheidung mit hämischem Beifall quittierte und daraufhin die Gelbe Karte sah - was beim Volleyball mit Punktgewinn für den Gegner bestraft wird.

Trotz des 0:2-Rückstands gab der OSV nicht klein bei. Stattdessen geriet das Team 48 ins Schwimmen. Hoch musste eingreifen und brachte Kammer für Mathias Hoffmann, Frank Pawla für Stephan Teumer und Nils Mörsch für Lars Hobbie. Doch auch diese personellen Maßnahmen verhinderten nicht den Verlust des dritten Satzes.

Das Spiel blieb auch im vierten Abschnitt ausgeglichen. Erst drei Blockaktionen des MTV brachten kurz vor Schluss die Vorentscheidung. Machtens - neben Philipp Freund überragender Akteur der 48er - sorgte schließlich für den Endstand. Zehn Siege, nur gegen Moers und in Königs Wusterhausen verloren und bereits vier Zähler Vorsprung auf den Tabellendritten aus Bottrop - besser hätte es nicht laufen können.

Am 10. Januar startet die Rückrunde mit dem Derby gegen den TSV Giesen. In der Halle 39 werden zu diesem Knüller mehr als 1000 Zuschauer erwartet. Der Kartenvorverkauf hat begonnen. Die Volleyballfans können sich auf diesen Jahresauftakt schon jetzt freuen.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

Montag. 22. Dezember 2003

MSC-Motto: Erst siegen, dann feiern!

Moerser verbringen Weihnachten nach 3:0 in Bonn an der Tabellenspitze.

So kann sich eine Tabelle lesen lassen. Ganz oben steht es geschrieben: Moerser SC. Den einzigen Makel des Zahlenreigens überliest man gerne, fallen doch zwei verlorene Spiele nicht sehr ins Gewicht. So geht der Volleyball-Zweitligist, wie eigentlich erwartet, als Spitzenreiter in die Weihnachtsferien. Daran konnte auch der hoffnungslos unterlegene SSF Fortuna Bonn am Samstag nicht viel ändern. Zu stark trumpften die "Adler" ein letztes Mal in diesem Jahr auf und fegten die Bonner mit einem klaren 3:0 (25:18, 25:15, 27:25) aus der eigenen Halle.

Zitternde Knie, viel Respekt

Dass der MSC nicht unbesiegbar ist, wurde in dieser Hinrunde deutlich. Wer dem MSC jedoch mit zitternden Knien voller Respekt und Ehrerbietung entgegentritt, hat in dieser Liga wohl wirklich keine Chance gegen die Grafenstädter. In der Bonner Lokalpresse die Vorankündigung mit Superlativen. Schlagworte wie "Erstligaformat" und "Stars" erbrachten indes nicht die nötige Motivation, die für einen David im Kampf gegen Goliath von Nöten gewesen wäre. Die Partie dauerte gerade einmal 58 Minuten.

Für den in der Nacht zuvor erkrankten Zuspieler Torben Tidick führte diesmal der Niederländer Huib den Boer die Regie auf dem Feld. Mit ihm machten Schmetter-Ass Georg Grozer, die Annahmespieler Pieter-Jan Waale und Teodor Hirs sowie die Mittelblocker Marijo Ramadza und Neuzugang Richard Honti zumindest in den ersten beiden Sätzen kurzen Prozess mit den Gastgebern. Dejan Jazic bekam als Libero in der Abwehr wenig zu tun, auch wenn Bonn im ersten Durchgang mit vollem Risiko aufschlug und den MSC des öfteren in Verlegenheit brachte. Erst im dritten Satz boten die Hausherren dem Aufstiegsfavoriten die Stirn und gestalteten die Partie ausgeglichen.

Wahle hatte Geburtstag

Geburtstagkind Pieter-Jan Waale, er wurde am Samstag 26 Jahre alt, und Youngster Nils Lieber, der zu Beginn des zweiten Durchgangs für Georg Grozer eingewechselt wurde, machten eine besonders gute Figur. Dennoch musste Lieber seinen Platz beim bedrohlichen Stand von 24:22 für die Fortuna wieder räumen. Ein guter Schachzug von MSC-Coach Igor Arbutina, immerhin wehrte Grozer den ersten Satzball mit einem seiner "Hammeraufschläge" ab. Die Bonner schien erneut die Verunsicherung zu packen und der MSC machte den Sack zu.

"Es ist einfach noch immer das mentale Problem, das uns nach einer 2:0-Führung regelmäßig heimsucht", erklärte MSC-Abteilungsleiter Heinz Reintges die erneut fehlende Konstanz im Spiel der Moerser, die Trainer Igor Arbutina schon des öfteren bemängelte. Dennoch feierten die Moerser anschließend die gelungene Hinrunde in den "Bürgerstuben", werden allerdings bis Dienstag noch trainieren. Der Wiederaufstiegskurs des MSC scheint also unbeirrbar, das neue Jahr kann kommen.

Daniel Passon

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

Montag. 22. Dezember 2003

Humann ließ Sieg noch aus den Händen gleiten

Aufsteiger vergab gegen Saulgau bei einer 2:0-Führung im dritten Durchgang drei Matchbälle.

Welch eine Spannung, welch eine Dramatik, welch ein bitteres Ende für Volleyball-Erstligist VV Humann! Mit 2:0 hatten die Essener gegen TSV Bad Saulgau geführt, vergaben im dritten Satz jedoch drei Matchbälle und verloren 2:3 (25:19, 25:22, 27:29, 20:25, 13:15). Rund 1200 Fans hatten die Humänner enthusiastisch unterstützt - vergeblich! Mit viel Glück und Routine rettete sich Saulgau aus der Bedrängnis.

Im ersten Satz waren die Hausherren überlegen. Auf Seiten des TSV lief wenig zusammen, auch weil Routinier Kasprzak nicht seinen besten Tag erwischt hatte. Bei 7:6 gingen die Humänner erstmals in Führung und bauten diese zum klaren Satzgewinn aus.

Am Anfang des zweiten Durchgangs steigerte sich der Gast und führte ständig. Das Spiel kippte, als Christian Bewer zum 21:21 ausglich. Mit 25:22 gewann Humann, es hieß 2:0.

Der dritte Satz hätte schon der letzte sein können, ja müssen. Humann spielte weiter auf hohem Niveau, führte schnell mit 11:8. Saulgau kam zurück und ging mit 15:14 in Führung. Ein offener Schlagabtausch stürzte die Zuschauer in ein Wechselbad der Gefühle. Beim 22:22 wechselte Humann-Coach Peter Bach Martin Plöntzke zum Service ein. Der bedankte sich mit zwei scharfen Aufschlägen, Humann hatte beim 24:22 die ersten Matchbälle.

Probleme mit der Annahme

Doch Saulgau hielt dagegen. Mit einem Block erzwang Stephan Kern den dritten Matchball. Auch diesen wehrten die Gäste glücklich ab. Das Hin und Her ging bis 27:27 weiter. Letztlich konnte die Sechs von Volleyball-Legende Burkhard Sude den Satz mit 29:27 für sich entscheiden, weil nun auch Philipp Hecht einige Aufschläge effektiv platzierte. Überhaupt der Aufschlag der Gäste. Sehr variabel, so dass sich die VVH-Annahme nie darauf einstellen konnte. Selten hat man so viele direkte Annahmefehler gesehen.

Im vierten Durchgang hielt Essen zwar wacker mit, hatte aber in vielen Aktionen nicht mehr das nötige Quäntchen Glück und verlor 20:25. Der Tie-Break musste entscheiden. Hier waren sich die Kontrahenten bis zum 11:11 ebenbürtig, ehe sich der Aufsteiger zwei unnötige Fehler leistete und wenig später die gesamte Partie verloren hatte. "Wir sind sehr froh, doch noch gewonnen zu haben", atmete Burkhard Sude auf.

Auf Seiten des VV Humann wechselten bei allen Spielern Licht und Schatten. Stephan Kern und Frank Fischer machte spektakuläre Punkte, mussten aber auch immer wieder erkennen, dass in der Deutschen Volleyball Liga ein rauherer Wind weht, als in Liga zwei.Bundesliga. Auf der Mittelposition wurde vor allem Christian Bewer in der ersten Spielhälfte von Christopher Schiek oft glänzend in Szene gesetzt und konnte auch im Block überzeugen.

(stebl)

 

Deutschland - Ruhr Nachrichten

Montag. 22. Dezember 2003

VC verliert in hektischer Endphase

Volleyball-Zweitligist VC 90 musste am vergangenen Samstag die dritte Niederlage in Folge hinnehmen. Bei Fortuna Kyritz unterlagen die 90er unglücklich mit 2:3 und zeigten sich anschließend erbost über die Leistung des Unparteiischen.

Beide Mannschaften zeigten Volleyball auf allerhöchstem Zweitliganiveau - mal mit Vorteilen für Fortuna, mal für den VC. Dementsprechend eng gestalteten sich auch die Sätze. Konnten die Gastgeber den ersten Durchgang noch mit 25:22 für sich entscheiden, ging der zweite Abschnitt mit dem gleichen Ergebnis an die 90er.

Im dritten Satz erarbeiteten sich die Gastgeber wieder leichte Vorteile, erspielten sich eine knappe Führung. Die hatte bis zum Satzende Bestand: 25:21 für die Fortuna. Doch danach kam der Angriffsmotor der Bottroper ins Laufen. Immer wieder konnten sich Marten Weßel, Denis Schirmeisen und Co. stark in Szene setzen. Die 210 Zuschauer in der Kyritzer Sporthalle richteten sich schon auf den fünften und entscheidenden Satz ein. Den erzwang der VC dann mit einem 25:17.

In der Folge wurde das Spiel hektisch. Auch auf Grund von einigen umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen. Mitte des fünften Satzes gab das Gespann einen Angriffsball der Bottroper aus - zum Ärger der VC-Bank. Doch zwei Punkte später platzte Trainer Johan Verstappen (Foto) dann endgültig der Kragen. Nach einer spektakulären Abwehraktion sah der Hauptschiedsrichter den Ball auf dem Hallenboden - 13:9. Verstappen regte sich lautstark auf, der Niederländer sah gelb, was zudem einen Punkt für den Gegner bedeutete: 14:9. Der Rest war Formsache. Trotz der Niederlage überwintern die Bottroper auf dem dritten Tabellenplatz hinter dem Moerser SC und Hildesheim.

sb

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten

Montag. 22. Dezember 2003

Münster: Adventszeit im Mannschaftsbus

-ag- Münster. Angehörige und Freunde der USC-Volleyballerinnen laufen Gefahr, in diesem Jahr unbeschert zu bleiben. Für den vorweihnachtlichen Einkaufsbummel zumindest blieb den Bundesligaspielerinnen aus Münster zuletzt nur wenig Zeit. Vilsbiburg, Albi, Berlin und Braunschweig: Der dicht gedrängte Tourneeplan bescherte den Münsteranerinnen eine nicht immer beschauliche Adventszeit in Bus und Flugzeug.

Immerhin hatte der Reisestress keine negativen Auswirkungen auf die sportlichen Leistungen. Nachdem der USC in Vilsbiburg das Ticket für die nationale Pokalendrunde löste und in Albi auch auf europäischer Ebene den Sprung ins Viertelfinale schaffte, gelang dem Team um Trainer Axel Büring durch einen Doppelschlag am Freitag in Berlin und gestern in Braunschweig ein perfekter Jahresausstand in der Liga. Dem 3:0-Erfolg in der Hauptstadt ließen Kim Staelens und Co. gestern Nachmittag einen ebenso ungefährdeten Dreisatzsieg in Niedersachsen folgen. 

Nicht brillant, aber solide, so das Fazit des Trainers, der genau das von seiner Mannschaft verlangt hatte. Dass am Freitag Ligaprimus SSV Ulm in Leverkusen strauchelte und die zweite Saisonniederlage kassierte, beeindruckte Büring indes wenig. Das ist mir ziemlich egal, wie Ulm in anderen Hallen spielt, wir müssen unsere Spiele gewinnen. Und weil diese Vorgabe zuletzt sehr zuverlässig umgesetzt wurde, geht der USC-Trainer zufrieden in die Weihnachtspause. Nach einigen Startproblemen können wir mit dem Saisonverlauf gut zufrieden sein, so Büring. Wir stehen in der Pokalendrunde, im Europapokal-Viertelfinale und sind in der Liga vorne mit dabei. Aber wir müssen uns im nächsten Jahr auf jeden Fall noch steigern.

Gegen Braunschweig zumindest reichte der Schongang. 25:18, 25:21 und 25:21 lauteten die Zahlen, die den ungefährdeten 3:0-Erfolg belegten. Zuspielerin Kim Staelens spielte ohne Unterbrechung, nachdem Hella Jurich am Freitag in Berlin zu längeren Einsatzzeiten gekommen war. Die Niederländerin setzte eine gute Stunde lang ihre Angreiferinnen so wirkungsvoll in Szene, dass die Braunschweiger Abwehrmaßnahmen kein Hindernis darstellten.

Pflichtaufgabe problemlos erfüllt, gab Büring seinen Spielerinnen dann auch ein bescheidenes Lob mit in die Punktspielpause. Zeit zum Shopping gibt es allerdings immer noch nicht. Die USC-Nationalspielerinnen reisen schon heute zu ihren Auswahlteams, der Rest der Mannschaft tritt am zweiten Weihnachtstag bei einem Turnier in Belgien an.

 

Deutschland - Münstersche Zeitung

Montag. 22. Dezember 2003

USC II: Im vierten Satz regiert die Angst

Münster - Selten sah man Trainer Tom kleine Holthaus so verärgert wie nach dem 2:3 (25:23, 25:22, 22:25, 24:26, 8:15) seiner Volleyballerinen vom USC 2 in der Zweitliga-Partie gegen CVJM Hamburg. Nach einem viel versprechenden Beginn baute seine Sechs von Satz zu Satz ab und unterlag nach 104 Minuten dem Vorletzten aus dem Norden letztlich verdient.

Das Geschehen der Sätze eins bis drei ist schnell erzählt. In den ersten beiden Sets legten die Münsteranerinnen jeweils einen guten Start hin, agierten dynamisch und druckvoll und führten Mitte der Sätze jeweils mit drei, vier Punkten. Angetrieben von der starken Rieke Brink-Abeler gingen Satz eins und zwei knapp an die Holthaus-Schützlinge.Im dritten Durchgang sah der Trainer das Unheil wohl schon kommen, denn die Zuschauer nahmen vermehrt die Unmutsbekundungen des Trainers wahr. Es half nichts, die USCler verloren diesen Set mit 22:25.

Bei einer Satzführung von 2:1 und einem Spielstand von 24:20 im vierten Satz für Münster zogen sich die ersten Zuschauer angesichts vierer matchbälle die Jacken über. Doch was folgte, war nach Aussagen von Holthaus "die nackte Angst". Die Unabhängigen hofften auf einen Fehler der nicht überragenden, aber solide agierenden Gegnerinnen, setzen keine eigenen Akzente mehr und wurden dafür bitter bestraft. Sechs Punkte in Folge verbuchten die Hamburgerinnen, der vierte Satz ging mit 26:24 an sie.

Die Auswirkungen der vier vergebenen Matchbälle waren im Final-Set zu spüren. Münster agierte verunsichert, produzierte Schmetter-Fehler am Fließband und verlor komplett die Linie. Die Hamburgerinnen spielten, angetrieben von der Euphorie der vorherigen Erfolgserlebnisse, nahezu fehlerfrei, lagen schnell mit 7:2 in Front und brachten das Match sicher mit 15:8 nach Hause. Während die Gäste sich jubelnd in die Arme fielen, dürfte bei den Unabhängigen ein trainingsintensiver Jahreswechsel bevorstehen.

Christian Nier

 

Deutschland - Aachener Zeitung

Montag. 22. Dezember 2003

Evivo gibt passende Antwort: 3:0 in Markranstädt

Düren. Bernd Werscheck war verärgert: «Die treten großkotzig auf, beherrschen aber noch nicht einmal das kleine Bundesliga-Einmaleins.»

Den Unmut des Trainers des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren hatte sich am Freitag vor dem 3:0-Auswärtssieg des Teams von der Rur Gastgeber VC Markranstädt zugezogen.

Aus zwei Gründen: «Die Ostdeutschen wollten Freitagabend spielen, wir haben dem zugestimmt unter der Bedingung, dass wir auch vormittags in der Spielhalle trainieren durften.» In der Tat durfte Evivo trainieren, aber nur in einem Drittel der Sportstätte.

Grund Nummer 2: Vor dem Match wollte der Evivo-Tross im Hallen-Restaurant noch einen Kaffee trinken. Abgelehnt. Nur VIPs durften das Etablissement betreten. Nach der Partie gehörte zumindest Werscheck plötzlich doch zu diesem Personenkreis - weil eine Pressekonferenz anstand.

Der Ärger über das Verhalten der Ostdeutschen wurde aber mehr als kompensiert durch die Freude über den Sieg. Im ersten Satz musste Düren noch zittern. Die Führung wechselte ständig, der VC, die Mannschaft des Mannes, der mal Bundestrainer Moculescu beerben will, besaß zwei Satzbälle.

Doch Sven Dick platzierte einen Aufschlag als As und sicherte mit dem 28. Punkt den ersten Abschnitt. Dick gehörte auch in Markranstädt zu den Spielern, die Werscheck überzeugten: «Er war mit Till Lieber und Tim Elsner wieder eine Bank in der Annahme.»

Der Gewinn des ersten Satzes und die sichere Annahme ließen das Selbstbewusstsein steigen. Als dann auch noch Tim Elsner eine Sechs-Punkte-Aufschlagserie im zweiten Satz hinlegte, gab es kaum noch Zweifel an der Überlegenheit.

Nur der Trainer kam kurz ins Grübeln: Bei 19:11 im dritten Satz dachte er für einen kurzen Moment an die 19:13-Führung letzten Samstag gegen Friedrichshafen. Doch der VC ist nicht der VfB, auch wenn er sich mit einem jugoslawischen Nationalspieler und einem Slowenen verstärkte. Evivo brachte auch Abschnitt 3 ohne Probleme über die Runden. Und so konstatierte Werscheck: «Wir haben die richtige Antwort gegeben - sportlich»

Franz Sistemich

 

Deutschland - Schaumburger Zeitung

Montag. 22. Dezember 2003

Obernkirchen verteilt Weihnachtsgeschenke

MTV unterliegt WiWa Hamburg 0:3

(seb). Weihnachtsgeschenke verteilte der MTV Obernkirchen beim Gastspiel bei WiWa Hamburg. Die Bergstädterinnen erwischten einen rabenschwarzen Tag und kassierten eine 0:3-Niederlage.

WiWa Hamburg - MTV Obernkirchen 3:0 (25:22, 25:14, 25:18). Trainer Laurenz Weiner war nach der Pleite in Hamburg von der Leistung seiner Mannschaft sichtlich enttäuscht. Die MTV-Spielerinnen konnten dem starken Aufsteiger in keiner Phase des Spiels Paroli bieten. Die Fehlerquote auf Obernkirchener Seite war an diesem Tag einfach viel zu hoch.

Der Gastgeber lag im ersten Satz schnell mit 11:3 in Führung. Die WiWa-Angreiferinnen spielten regelmäßig den MTV-Block geschickt aus. Mit gefährlichen Aufschlägen wurde die Weiner-Sechs stark unter Druck gesetzt. Der MTV fand kein Gegenmittel und produzierte zu viele Eigenfehler. Erst langsam kam Obernkirchen ins Spiel. Die MTV-Spielerinnen agierten nun konzentrierter in der Annahme und in der Feldverteidigung und kamen durch Melanie Albers und Gabriele Helms Punkt um Punkt heran. Mit 15:14 gingen die Weiner-Schützlinge Mitte des ersten Satzes erstmalig in Führung. Doch dieses Aufbäumen war nur von kurzer Dauer. Die Gäste aus der Bergstadt verloren völlig den Faden und gaben Durchgang Nummer eins mit 22:25 ab.

Die Sätze zwei und drei wurden für Hamburg zum Spaziergang. Der Aufsteiger legte immer eine schnelle Führung vor und schaukelte dann locker die Sätze und das Match nach Hause. Auf Obernkirchener Seite war kein Aufbäumen gegen die Niederlage zu erkennen.

Manager Günter Szallies sprach nachder Partie von einer desolaten Leistung: „Wir haben zu keiner Phase der Begegnung zu unserem Spiel gefunden. Ich bin von dieser Vorstellung sehr enttäuscht. Jetzt geht es in die kleine Weihnachtsunterbrechung. Dort müssen wir neue Kraft tanken.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten

Montag. 22. Dezember 2003

SCU verpasst den Sprung an die Tabellenspitze

0:3 bei Alemannia Aachen

Volleyball-Zweitligist Union Emlichheim hat den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Die Niedergrafschafterinnen waren gestern beim 0:3 bei Aufsteiger Alemannia Aachen weit von ihrer Normalform entfernt.

aachen/his – "Wir wollen in Aachen keine wichtigen Punkte verschenken", hatte SCU-Trainer Pierre Mathieu vor der Partie gemahnt. Die Realität sah ganz anders aus: Der Tabellenzweite verpasste mit einer 0:3 (23:25, 22:25, 15:25)-Niederlage gegen den Aufsteiger aus der Regionalliga West den Sprung an die Tabellenspitze. "Der Tag war von vorne bis hinten verkorkst", urteilte SCU-Manager "Jönne" Strenge. Bei der Anreise hatte die Emlichheimer Delegation mit der stürmischen Witterung zu kämpfen, auf dem Spielfeld kam das Team dann nicht in Fahrt.
Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Inga Stegemeyer und Mareike Hindriksen stand mit der Niederländerin Lise Hissink nur eine Zuspielerin zur Verfügung. Ramona Meier fiel zudem wegen ihrer Schulterprobleme aus, Christiane Kerperin ging gesundheitlich angeschlagen in die Begegnung.

"Das sollen aber alles keine Ausreden sein", stellte Strenge klar. Den Emlichheimerinnen gelang es gestern einfach nicht, ihre Normalform abzurufen. Bis zum 10:10 verlief der erste Durchgang ausgeglichen. Danach setzten sich Marina Budaj und Kolleginnen sogar mit 13:10 ab. Anschließend riss der Faden im SCU-Spiel jedoch komplett. Die Aufschläge waren nicht druckvoll genug, die Annahme wackelte und auch das Zuspiel erreichte nicht die gewohnte Sicherheit. So konnte der Aufsteiger, der dass Duell gegen den amtierenden Zweitligameister im Vorfeld als "Spiel des Jahres" tituliert hatte, das Blatt wenden. Auch die Einwechslung von Christiane Kerperin für Annelies Koning konnte nicht verhindern, dass die Gastgeberinnen auf 20:16 davonzogen und den ersten Abschnitt mit 25:23 für sich entschieden.

Im zweiten Satz hatten die Emlichheimerinnen länger die Nase vorn. Der Einbruch kam dann allerdings nach einer 19:16-Führung. Die SCU-Spielerinnen konnten die Aachener Punkteserie nur noch dreimal durchbrechen. Im dritten Abschnitt war die Entscheidung nach einer schnellen 9:2-Führung der Gastgeberinnen früh gefallen. Folgerichtig mussten sich die Emlichheimerinnen mit der zweiten Saisonniederlage im Gepäck auf den Heimweg machen.

Martina Albers blieb es vorbehalten, für den einzigen SCU-Lichtblick eines verkorksten Tages zu sorgen: Die Libera feierte gestern ihren 20. Geburtstag.

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt

Montag. 22. Dezember 2003

Fischbek gewinnt in Augsburg

Die Frauen des TV Fischbek (8.; 10:12 Punkte) gewannen in der Bundesliga beim VC Augsburg (9.) in 78 Minuten mit 3:1 (17:25, 25:15, 25:11, 25:19). Stark in einem grippegeschwächten Team: Margarethe Kozuch (17).

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel