|
|
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Deutschland - Smash-News |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
CVJM:
Belinda vor Zweitliga-Einsatz
Die zum erweiterten Kreis der Volleyball-Jugendnationalmannschaft gehörende Belinda Behncke-Biney vom CVJM soll im Zweitliga-Lokalderby gegen die VG WiWa (19 h, Rüterstraße) im Kader stehen. Allerdings hat sie nachmittags noch zwei Spiele in der Verbandsliga zu absolvieren.
„Wir
werden sie nur einsetzen, wenn sie in den Spielen zuvor geschont werden konnte
und die Kraft reicht.“ sagt CVJM-Trainer Helmut von Soosten. „Auch wäre
Belinda bei einem Einsatz in der 2. Bundesliga festgespielt. Das wollen wir uns
erst erlauben, wenn der Verbandsliga-Platz, zur Zeit sind wir Vierter, sportlich
endgültig gesichert ist.“
| Deutschland - Smash-News |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
1.000 Höhenmeter am zweiten Tag für Ahmann / Hager !
Mannschaftsarzt
von Mainz 05 überwacht die Gesundheit am Berg!
Tansania
/ Hamburg, 08. Januar 2004. Um 6.30 Uhr hieß es am Kilimandscharo Wecken für
die 18 Expeditionsteilnehmer. Nach einem kurzen Frühstück nahm die Gruppe um
8.30 Uhr von den Mandara-Hütten (2.720m) die tausend Höhenmeter der heutigen
Etappe in Angriff. Nachdem die Gruppe um Jörg Ahmann / Axel Hager und Stephan
Holderegger gestern durch den Regenwald marschiert war und ihnen der Blick auf
die Gipfel des Kilimandscharo verwehrt geblieben war, öffnete sich heute der
Blick auf das schneebedeckte Dach Afrikas. Eineinhalb Stunden lang hatten sie
die Kraterzone vor Augen. Danach sorgte ein für das Hochgebirge typischer
Wetterumschwung für leichten Regen und so führte der Marsch durch eine
geschlossene Wolkendecke. Jörg Ahmann hatte dabei Glück, dass er auf der
gestrigen Fahrt zum Marangu-Gate in letzter Minute seine Schuhe imprägniert
hatte und so auch trockenen Fußes am Tagesziel auf 3.725m ankam. Während der
13km langen Wegstrecke sahen die Teilnehmer erstmalig Tiere am Kilimandscharo.
Auf den letzten Metern der Regenwaldzone bestaunten sie das Treiben einer
Affenherde in den Bäumen. Kurze Zeit später wechselte die Vegetation in eine
Heide- und Moorlandschaft, die sie bis auf knapp 4.000m weiter durchschreiten
werden, aber am Tagesziel den Horombo-Hütten (3.725m) kündigt sich der
Übergang in die Steinwüstenzone bereits an.
Mit
vor Ort ist Dr. med. und Diplomsportlehrer Klaus Gerlach (50). Neben seiner
Praxis betreut Klaus Gerlach als Mannschaftsarzt den Zweitligisten FSV Mainz 05.
Zum einen überwacht er permanent den Gesundheitszustand des
lungentransplantierten Stephan Holderegger, zum anderen kontrolliert er die
Vitalfunktionen der anderen Expeditions-teilnehmer. Seit dem heutigen Tag
gehört dazu die Messung des Sauerstoffgehaltes im Blut; ein wichtiger Indikator
in Bezug auf eine mögliche Höhenkrankheit, die sich durch Kopfschmerzen,
Schwindelgefühle und leichtes Herzrasen bemerkbar machen kann. 3.500m werden
als kritische Höhenmarke gesehen, die das Auftreten der Krankheit fördert.
Bewusst langsameres Gehen und eine gesteigerte Flüssigkeitsaufnahme sind
wirksame Vorbeugemaßnahmen. „Es ist schon ein sehr beruhigendes Gefühl Klaus
dabei zu haben“, erklärte Jörg Ahmann, „denn trotz aller Vorbereitungen
und des Trainings auf Fuerteventura darf man diese Höhen nicht
unterschätzen.“ Bis jetzt haben die Expeditionsteilnehmer die ärztlichen
Untersuchungen mit Bravour bestanden, aber je weiter sie in die höheren
Regionen steigen, desto mehr sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut ab (optimal
liegt der Wert zwischen 96 und 98%, ab 85% wird der Zustand kritisch und bei
weniger als 80% lebensbedrohlich).
Morgen
folgt ein Akklimatisationstag, an dem die Gruppe in einer relativ kurzen
Wanderung auf den Mawenzi-Sattel gehen wird. Anschließend ist das höchste
Beach-Volleyball Camp der Welt an den Horombo-Hütten (3.725m) geplant.
| Deutschland - www.volleyball.de |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
Olympia-Quali Leipzig: 0:3 gegen Russland
5600
begeisterte Zuschauer in der Leipziger Arena
Eigentlich war es nicht viel mehr als ein Freundschaftsspiel, dass die deutschen Männer zum Abschluss der Vorrunde der Olympia-Qualifikation in Leipzig gegen Russland bestritten, denn schon vor Spielbeginn waren sie für das Halbfinale qualifiziert. Das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu verlor zwar 0:3 (-23, -17, -28), zog sich vor 5600 begeisterten Zuschauern aber trotzdem achtbar aus der Affäre. "Es ging ja nicht mehr um so viel", konstatierte so auch Kapitän Wolfgang Kuck. "Und trotzdem war es ein gutes Spiel gewesen."
Insbesondere im ersten Satz
boten die deutschen Männer eine ausgezeichnete Leistung. Erstmals in diesem
Turnier gelang es ihnen, den Gegner mit druckvollen Aufschlägen unter Druck zu
setzen. Gegen Russland allerdings war das auch die einzige Chance. Kuck &
Co. spielten nicht nur mit, sondern lagen bis zum 21:19 fast ständig in Front.
Dann allerdings zwei unglückliche Fehler von Ralph Bergmann - 21:21.
Anschließend zogen die Russen auf 24:22 davon und gestatteten den Deutschen mit
dem 23. Punkt nur noch Ergebniskosmetik.
Auch im dritten Satz
entwickelte sich zwischen den Teams - beide übrigens nun fast ausschließlich
mit ihren Wechselspielern auf dem Feld - ein spannendes Spiel. Allerdings -
trotz eines Satzballes für die Deutschen - wieder mit dem besseren Ende für
die abgeklärteren Russen.
"Wir haben es nicht
geschafft, in den Sätzen eins und drei die entscheidenden Punkte zu
machen", übte Kuck leise Kritik und forderte zugleich: "Daran müssen
wir im Hinblick auf die Spiele morgen und übermorgen arbeiten."
Im Halbfinale trifft die
deutsche Auswahl morgen um 20 Uhr auf die Niederlande. Die Oranjes bezwangen in
ihrem letzten Vorrundenspiel überraschend Frankreich mit 3:0 (21, 18, 23).
Allerdings müssen sie morgen auf Reinder Nummerdor verzichten. Der Kapitän der
Niederländern knickte beim Spiel gegen die Franzosen um und musste ins
Krankenhaus gebracht werden.
Im anderen Halbfinale stehen
sich morgen um 17.30 Uhr Frankreich und Russland gegenüber.
Ausgeschieden sind damit
Bulgarien, Polen, Spanien und Finnland.
cku
| Deutschland - www.volleyball.de |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
Olympia-Quali
Frauen: DVV-Team im Halbfinale
Wieder
historischer Sieg gegen Russland im Tiebreak
"Sicher wird heute etwas gefeiert nach dieser Überraschung. Man gewinnt schliesslich nicht alle Tage gegen Russland", so Bundestrainer Hee Wan Lee nach dem entscheidenden Spiel um den Einzug ins Halbfinale, wo sein Team am Freitag um 13.30 Uhr deutscher Zeit auf Weltmeister Italien trifft.
Die unglückliche Fünf-Satz-Niederlage gegen Polen am Mittwoch steckte die deutsche Mannschaft, aus der Hee Wan Lee keine Spielerin herausheben wollte, gut weg. Sie kämpfte eine russische Mannschaft nieder, die auch mit der kurzfristig aus Japan eingeflogenen Eugenia Artamonova nicht alte Stärke demonstrieren konnte. "Ob es nach den zwei anstrengenden Spielen im Halbfinale kräftemäßig reicht, wird man sehen", meint Spielführerin Angelina Grün, "aber der Kopf ist nun frei, wir können jetzt frei aufspielen."
Nachdem "Grüni" im ersten Satz eine Aufschlagserie von von vier Punkten zum 7:4 hingelegt hatte, blieb die deutsche Mannschaft bis zum 25:21 sicher in Führung.
Im 2. Satz ging ein plötzlich viel wacheres und aggressiveres russisches Team schnell mit 5:0 in Führung. Vor allem Gamova war wiederholt aus dem Hinterfeld erfolgreich. Auch wurde, im Gegensatz zum deutschen, der russische Block bis zum Satzende immer stärker. Auch Auswechselungen helfen den Deutschen nicht, die den Satz mit 16:25 verloren.
Satz drei: Erneut läuft die deutsche Stammformation auf (Grün, Sylvester, Hart, Radzuweit, Bouagaa, Kulakova und Tzscherlich). Bei 15:15 bewirkt eine erste kurze Einwechselung von Artamonova beid en Russinnen eben so wenig wie die von Julia Schlecht und Christiane Fürst auf deutscher Seite. Im Gegenteil: Deutschland gerät 18:21 in Rückstand. Dieser kann zwar noch einmal ausgeglichen werden (22:22), doch der Satz geht mit 25:23 an Russland.
Fast umgekehrte Vorzeichen in Satz vier. Ein schnelles 3:0 für Deutschland, das die Mannschaft mit geschlossener Leistung bis zum klaren 25:16 ausbauen kann.
Die russische Mannschaft wirkt
verunsichert, kann dennoch im fünften Satz einen 0:2-Rückstand in einen
Zwei-Punkte-Vorsprung umwandeln und bis zum 9:7 halten. Dann gelingen Kathy
Radzuweit und Angelina Grün zwei entscheidende Blocks zum 10:9 und die deutsche
Mannschaft gibt die Führung bis zum 15:13 nicht mehr her.
Damit ist Russland
ausgeschieden, während die Deutschen nach der 0:3-Niederlage Polens gegen
Gastgeber Aserbeidschan (Polens Coach Andrzej Niemczyk hatte seine zweite Sechs
spielen lassen) Gruppenerster sind. Polen belegt Platz zwei der Gruppe A.
In der Gruppe B hat sich die Türkei durch einen 3:1-Erfolg über die Niederlande den Gruppensieg geholt. Zweiter ist Weltmeister Italien.
Im Halbfinale am Freitag
spielen jeweils die Gruppenersten gegen die Zweiten aus der anderen Gruppe,
sprich: Deutschand trifft auf Italien (ab 13.30 Uhr deutscher Zeit) und im
zweiten Halbfinale kommt es zu einer Neuauflage des EM-Endspiels zwischen der
Türkei und Polen (ab 16 Uhr deutscher Zeit). Beide Partien werden live auf
Eurosport übertragen.
Steffen
Marquardt
| Deutschland - DVV-News |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
Deutschland
- Italien und Polen - Türkei
So lauten die Halbfinals
Deutschland - Italien (13.30 Uhr deutscher Zeit) und Polen - Türkei (16.00 deutscher Zeit) lauten die Halbfinalpaarungen bei der Olympia-Qualifikation der Frauen in Baku. Europameister Polen verlor im letzten Gruppenspiel überraschend gegen Aserbaidschan mit 0:3 (18-25, 21-25, 23-25) und wurde damit hinter der DVV-Auswahl nur Gruppen-2.
Die Türkei hatte zuvor in seinem letzten Gruppenspiel der anderen Gruppe die Niederlande mit 3:1 (25-22, 21-25, 25-21, 25-19) bezwungen.
Die
Niederlage der Polinnen war eine taktische. Polens Trainer Andreij Niemczyk
beorderte seine zweite Sechs aufs Feld und nahm bewusst die Niederlage in Kauf.
Somit kommt es im Halbfinale zwischen Polen und der Türkei zu einer Neuauflage
des EM-Finals 2003 - damals gewannen die Polinnen sicher mit 3:0. Für die
DVV-Auswahl geht es gegen Weltmeister Italien darum, nach langer Zeit, wieder
einen Sieg zu landen. Zuletzt hatte es bei der WM 2002 eine bittere
0:3-Niederlage gegeben.
| Deutschland - www.volleyballer.de |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
Ägypten siegt in seinem ersten Spiel souverän!
Die USA haben bei der Olympia-Qualifikation des Bereichs Norceca auch das mit Spannung erwartete Prestige-Duell gegen Kanada gewonnen. Am Ende hieß es 3:0 (27-25, 30-28, 25-21) für die US-Boys, die mit großen Schritten Richtung Athen unterwegs sind. Härtester Konkurrent dürfte Kuba sein, dass sich zu einem 3:1-Erfolg (25-18, 25-17, 19-25, 25-23) über Gastgeber Puerto Rico mühte.
Beim
Afrika-Entscheid gewann Ägypten sein erstes Spiel locker mit 3:0 (25-20, 25-22,
25-22) gegen Südafrika. Ägypten und Tunesien sind die großen Favoriten bei
diesem Turnier. Bei beiden Turnieren qualifiziert sich jeweils nur der Sieger
für Athen 2004.
| Deutschland - www.volleyball-online.de |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
Steinbach:
„Hätten gern Volleyball im Athen-Team“
(dvv/pps) Leipzig. Der Augenblick war gut gewählt: Fast zeitgleich mit der Nachricht der überraschenden polnischen Niederlage gegen Bulgarien und dem damit verbundenen Halbfinal-Einzug der deutschen Mannschaft traf NOK-Präsident Dr. Klaus Steinbach zu einer kurzen Stippvisite im Westin-Hotel beim DVV-Team ein.
„Wir hätten Volleyball – die Männer wie die Frauen – gerne in unserer NOK-Mannschaft für Athen.“ Der frühere Weltklasse-Schwimmer Steinbach, vor Weihnachten gerade 50 Jahre alt geworden, hatte die deutschen Volleyballspielerinnen zwischen 1992 und 1998 als Mannschaftsarzt betreut, u.a. auch bei den Spielen 1996 in Atlanta.
Steinbach
war vorher am Donnerstag mit Bundeskanzler Gerhard Schröder,
Bundesinnenminister Otto Schily und Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang
Tiefensee zur Unterschrift des offiziellen Bewerbungsschreibens der Stadt
zusammengetroffen. Dabei wurde auch ein neues Olympia-Fan-Projekt vorgestellt.
Schröder, Schily, Steinbach und Tiefensee ließen sich dabei als
Gründungsmitglieder Nr. eins bis vier eintragen und entrichteten einen
Beitritts-Obulus von 30 Euro. Ab 20. Januar wird das Projekt für die
bundesweite Fan-Gemeinde geöffnet. Der offizielle Fan erhält dann wie der
Bundeskanzler eine Urkunde, eine Kappe, ein T-Shirt und einen Rucksack.
| Deutschland - Neues Deutschland |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
DVV-Frauen greifen nach Athen-Ticket
Olympia-Qualifikation in Baku und Leipzig / Sensationeller 3:2-Sieg gegen Top-Favorit Russland / Auch Männer im Halbfinale
Die deutschen Volleyballerinnen haben auf dem Weg zur Qualifikation um die Teilnahme am olympischen Turnier 2004 in Athen etwas Unglaubliches geschafft. Sie schlugen beim hochkarätig besetzten Qualifikationssturnier in Baku (Aserbaidshan) im letzten Vorrundengruppenspiel den haushohen Favoriten Russland mit 3:2 (25:21, 16:25, 23:25, 25:16, 15:13).
Damit haben die deutschen Frauen, die zuvor gegen Aserbaidshan mit 3:0 gewonnen hatten, aber am Europameister Polen unglücklich mit 2:3 gescheitert waren, noch im letzten Moment den Einzug ins Halbfinale geschafft und sich die Chance erhalten, nach dem sechsten Olympiarang 2000 in Sydney auch in Athen 2004 wieder dabei zu sein. In der Vorschlussrunde trifft die DVV-Auswahl heute (13.30 Uhr/ Eurosport) auf Weltmeister Italien. Das andere Halbfinale bestreiten in einer Neuauflage des EM-Endspiels Polen und die Türkei. Noch zwei Siege (im Halbfinale und am Sonnabend im Finale) fehlen dem DVV-Team für das Olympia-Ticket. Nur der Turniersieger ist für Athen qualifiziert.
»Ich vertraue meiner Mannschaft bis zum Schluss«, hatte der aus Südkorea stammende deutsche Bundestrainer Hee-Wan Lee seinem Team, in dem Stars wie Hanka Pachale und Sylvia Roll, die die Qualifikation frustriert abgesagt hatten, vor dem entscheidenden Match gegen den Rekord-Europameister und Olympiazweiten Russland den Rücken gestärkt. Und Lees Schützlinge, im Vorjahr EM-Dritter, boten eine überragende kämpferische Leistung. Nach dem 25:21 im ersten Satz musste man aber im zweiten Durchgang um die deutschen Frauen fürchten, weil auf der Gegenseite der 2,05 m großen Starangreiferin Jelena Gamowa einfach alles gelang – 25:16-Satzsieg für Russland.
Doch
selbst der 1:2-Satzrückstand nach dem mit 23:25 knapp verlorenen dritten Satz
warf die deutschen Volleyballerinnen diesmal nicht um. Mit dem Mute der
Verzweiflung stemmten sie sich gegen das Olympia-Aus und kamen mit einem in
dieser Höhe fast unglaublichen 25:16-Erfolg im vierten Satz wieder ins Spiel
zurück.
Im alles entscheidenden Tiebreaksatz (nur bis 15 Punkte) kauften sie den
Gastgeberinnen den Schneid ab. Noch zum Seitenwechsel mit 6:8 und anschließend
mit 7:9 in Rückstand liegend, erkämpfte das DVV-Team um die am Block
überragende Kathy Radzuweit eine 10:9-Führung. Über die Stationen 10:10 und
11:11 ging das Match in die Vorentscheidung, als plötzlich die deutschen Frauen
die gegnerischen Schwächen am Block und in der Feldabwehr nutzten und sich mit
13:11 und 14:12 einen unschätzbaren Vorteil erspielten. In dieser dramatischen
Phase behielten sie endlich auch die Nerven und verwandelten durch einen
Angriffsball der Münsteranerin Atika Bouagaa den zweiten Matchball zum
15:13-Sieg.
»Das war die Pflicht, jetzt wollen wir auch die Kür schaffen. Wir können hier jedes Team schlagen«, meinte die deutsche Spielführerin Angelina Grün gegenüber sid. »Wir glauben an Athen«, fügte die in Italien spielende Volleyballerin hinzu.
Während die deutschen Frauen jubelnd und ausgelassen auf dem Parkett tanzten, als hätten sie schon das Olympia-Ticket in der Tasche, verließ Russlands Trainerlegende Nikolai Karpol mit versteinerter Miene die Halle. Seine Frauen können aber noch dank ihrer Weltranglisten-Platzierung auf ein Qualifikationsturnier im Mai in Tokio hoffen. Dort qualifizieren sich neben dem Asienmeister noch weitere drei Teams aus dem dortigen Achterfeld.
Die deutschen Männer mussten gestern Abend (n. Red.-Schluss) beim Qualifikationsturnier in Leipzig gegen den Olympiazweiten und Gruppenersten Russland antreten. Aber sie hatten schon vor dem Anpfiff unglaubliches Glück: Durch die 0:3-Niederlage am Nachmittag von Polen gegen Bulgarien standen die DVV-Männer bereits im Halbfinale. Selbst ein 0:3 gegen Russland gefährdete ihren zweiten Gruppenplatz aufgrund des besseren Satzverhältnisses nicht mehr. Damit erhielten sie sich die Chance auf die erste Olympia-Teilnahme seit 32 Jahren. Neben Russland und Deutschland stehen auch die Niederlande und Frankreich im Halbfinale.
MÄNNER in Leipzig: Gruppe A:
Russland - Polen 3:0, Polen - Bulgarien 0:3, Deutschland - Russland (n. Red.).
Stand: 1. Russland 6:0 Sätze/4:0 Punkte, 2. Deutschland 5:3/2:2, 3. Bulgarien
3:6/ 2:4, 4. Polen 3:8/2:4.
Gruppe B: Spanien - Niederlande
0:3, Frankreich - Niederlande 0:3. Endstand: 1. Niederlande 6:0, 2. Frankreich
4:2, 3. Spanien 2:4, 4. Finnland 0:6.
FRAUEN in Baku: Gruppe A:
Deutschland - Russland 3:2, Aserbaidshan - Polen 3:0. Endstand: 1. Deutschland
4:2, 2. Polen 4:2, 3. Russland 2:4, 4. Aserbaidshan 2:4.
Gruppe B: Türkei - Bulgarien
3:1, Türkei - Niederlande 3:1. Endstand: 1. Türkei 6:0, 2. Italien 4:2, 3.
Bulgarien 2:4, 4. Niederlande 0:6.
Jürgen Calließ
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
Überraschende Wende für deutsches Team
Leipzig.
Manchmal ist eine Ruhestörung sehr angenehm. Die Spieler hatten sich gestern
Nachmittag auf ihren Hotelbetten ausgestreckt, als Co-Trainer Michael Warm
anklopfte und mit einer frohen Botschaft allgemeinen Jubel auslöste:
"Jungs, wir sind im Halbfinale." Der Grund: Bulgarien hatte Polen
gerade 3:0 bezwungen und die deutschen Volleyballer so bereits vor ihrem letzten
Vorrundenspiel am Abend gegen Russland (nach Redaktionsschluss) in die nächste
Runde befördert. Dabei schien die Olympia-Chance nach dem 2:3 am Dienstag gegen
Polen schon verspielt zu sein. "Wir sind draußen, ein Sieg gegen Russland
ist unwahrscheinlich", hatte Bundestrainer Stelian Moculescu befürchtet.
Nun die überraschende Wende ohne eigenes Zutun - durch das bessere
Satzverhältnis waren die Deutschen nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen.
"Zum
ersten Mal, seit ich Nationaltrainer bin, habe wir wirklich Glück", atmete
Moculescu auf. Ein bisschen gehofft hatte er ja auf die Bulgaren, "weil die
europäische Spitze so eng beisammen ist, dass jeder jeden schlagen kann."
Aber sicher sein konnte er nicht. Nur Michael Warm war immer von einem
bulgarischen Sieg überzeugt. Verbandspräsident Werner von Moltke, Augenzeuge
des polnischen Debakels in der Arena, frohlockte: "Ich bin völlig von den
Socken, heute ist ein Glückstag. Nun ist alles wieder offen."
Der
DVV-Chef bedankte sich zudem für die Fairness der bereits ausgeschiedenen
Bulgaren, die trotzdem eine Top-Leistung ablieferten. "Außerdem freut es
mich für alle, die sich hier in Leipzig für das deutsche Team engagiert haben,
und natürlich für die Fans", sagte von Moltke. Seine Devise für das
Halbfinale: "Neu konzentrieren, alles geben, dann können wir es
packen."
Nicht
gepackt haben es die Polen, die sich nach dem Sieg gegen Deutschland wohl zu
sicher fühlten und schon beim 0:3 gegen die Russen von der Rolle waren.
"Das war eine schwere Enttäuschung und einer der Gründe für unser
Scheitern", ärgerte sich Trainer Stanislaw Gosciniak, "wir haben
heute nie angefangen, Volleyball zu spielen, nie Normalform erreicht, während
die Bulgaren entspannt zur Sache gingen." Die Satzergebnisse - 19:25,
19:25, 18:25 aus polnischer Sicht - sprechen eine deutliche Sprache. "Ich
habe keine Erklärung", gestand Gosciniak, "keine Ahnung, was mit der
Mannschaft los war." Kapitän Pavel Zagumny drückte sich drastischer aus:
"Das schlechteste Spiel meiner Karriere."
Die
Bulgaren aber, zuvor von Deutschland und Russland jeweils 0:3 demontiert,
feierten fröhliche Wiederauferstehung. Sie zeigten fast perfekten, druckvollen,
athletischen Volleyball. "Wir haben dieses Spiel als sehr wichtig
betrachtet, obwohl wir keine Chance mehr hatten. Aber unsere ersten Auftritte
waren sehr schlecht. So wollten wir nicht nach Hause fahren", meinte
Milorad Kijac. Der Trainer bedauerte gestern, keine Vorbereitungsspiele
bestritten zu haben: "Wahrscheinlich haben wir deshalb einige Zeit
gebraucht, um in Schwung zu kommen. Erst gegen Polen haben wir unsere wahres
Gesicht gezeigt, können nun Leipzig erhobenen Hauptes verlassen."
Die
deutsche Mannschaft aber bleibt. Im Halbfinale geht es heute gegen Holländer
oder Franzosen. Zumindest diese Entscheidung fiel erst gestern Abend.
Steffen
Enigk
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
Klaus Steinbach outet sich als Volleyball-Fan
Leipzig.
Die Atmosphäre beim "Kaffee-Klatsch" hätte lockerer nicht sein
können. Kein Wunder. Eine knappe Stunde vor dem Treffen mitNOK-Präsident Klaus
Steinbach im Hotel Westin hatten die deutschen Volleyballer im Bett liegend und
ohne eigenes Zutun das Halbfinale erreicht.
Vor
zehn Jahren, als DVV-Präsident Werner vonMoltke noch mit Leib und Seele
Leichtathlet war und Volleyball als "eine Art Affen-Tennis"
bezeichnete, wurde Steinbach zum Fan und absoluten Kenner am Netz. Der
Orthopäde war sechs Jahre lang Mannschaftsarzt der deutschen Volleyball-Frauen.
"Bevor ich zusagte, haben sich die Damen und ich erstmal
beschnuppert", erzählte der 50-Jährige und provozierte ein Raunen der
Männer-Runde. "Du musst keine Details erzählen", sagte von Moltke.
Doch Steinbach versicherte, dass die Knieschützer nach den Spielen nicht so
angenehm gerochen hätten ...
Ganz
imErnst erinnerte sich der NOK-Präsident an die erfolgreiche
Olympia-Qualifikation der Frauen für 1996 in Atlanta. "Das Ticket holten
sie in Bremen, sie nutzten denHeimvorteil. Dasselbe wünsche ich euch hier in
Leipzig auch." Gegenüber Bundestrainer Stelian Moculescu gab Steinbach
dann zu: "Wir Schwimmer haben es wesentlich einfacher. Bei euch gibt es nur
zwölf Startplätze und drei Medaillen. Ein Schwimmer kann fünf Medaillen holen
und dabei noch drei Strecken in den Sand setzen. Läuft es über 100 Meter
nicht, klappt es vielleicht über 200."
Zum
Thema Geld bemerkte Steinbach: "Es ist unvorstellbar, wieviel Kohle in
drittklassigen Fußball fließt." Moculescu erwiderte: "Das stört
mich nicht so. Deutschland ist doch reich genug, um alle Sportarten bis zur
Weltspitze zu fördern. Stattdessen muss erst Erfolg kommen, ehe es Geld
gibt." Der NOK-Chef verriet, dass der olympische Sport bald eine neue
Geldquelle erschließen könnten: eine Benefiz-Show im Fernsehen. Diese stoße
im Olympiajahr besonders auf Resonanz. Und sie kann der Leipziger Bewerbung
richtigen Schwung verleihen.
Frank
Schober
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
Im
Kellerduell kommt es auch auf Nervenstärke an
Volley
Tigers müssen gegen Schlusslicht punkten
Ludwigslust
Ein Blick auf die Tabelle sagt alles über die Bedeutung des morgigen
Punktspiels der 2. Volleyball-Bundesliga zwischen den Volley Tigers Ludwigslust
und dem FC Schüttorf. Im Kellerduell hat der Tabellenvorletzte das Schlusslicht
zu Gast. Beide Mannschaften konnten im bisherigen Saisonverlauf erst zwei Spiele
für sich entscheiden und stehen entsprechend unter Druck. "Wir müssen
gewinnen, so einfach ist das", fasst Tigers-Trainer Ingo Achtelik die
Situation knapp zusammen.
Über
den aktuellen Leistungsstand seiner Mannschaft kann er kaum Aussagen treffen.
Zwischen den Feiertagen wurde locker trainiert, jedoch nur mit halber Besetzung.
Zu Wochenbeginn ging es richtig los, einige Spieler konnten allerdings erst
gestern wieder einsteigen. Auch die "Sorgenkinder" haben das Training
aufgenommen. Felix Koslowski wird nach seiner Knieoperation aber mit Sicherheit
noch einige Zeit brauchen, bis er kräftemäßig voll da ist. Steffen Remus, der
praktisch die komplette Hinrunde verletzungsbedingt ausfiel, ist rein von der
Physis her nach wie vor weit von seiner alten Form entfernt.
Wenn
Ingo Achtelik es sich hätte aussuchen können, so hätte er das
Schüttorf-Spiel lieber noch vor der 14-tägigen Pause ausgetragen. "Auch
wenn wir gegen Bocholt verloren haben, so konnte man bei dem ärgerlichen 1:3
doch den Eindruck gewinnen, dass da so langsam etwas ins Rollen kommt." Es
gelte, die positiven Aspekte sofort wieder aufzunehmen und die bekannten
Schwächen zumindest soweit in den Griff zu bekommen, dass es für den so
wichtigen dritten Saisonsieg reiche.
Die
erste Halbserie hat gezeigt, dass bei den Tigers alle Spieler annähernd ihre
optimale Leistung bringen müssen, wenn man eine Siegchance haben will. Und das
war leider zu oft nicht der Fall. Guten Vorstellungen einzelner stand fast immer
zumindest ein relativer Ausfall gegenüber. Nach Einschätzung von Achtelik
hängt morgen viel vom Einsatz ab. "Nur über spielerische Mittel wird es
sicher ganz schwer. Es kommt darauf an, was jeder im kämpferischen Bereich
einbringen kann."
Dass
Schüttorf in der Tabelle so weit unten rangiert, wird in der Liga allgemein als
Überraschung eingestuft. Schließlich spielten die Niedersachsen in den
vergangenen Jahren regelmäßig in der Spitzengruppe mit. Vielleicht können die
abstiegskampferprobten Tigers ja auch ein wenig von diesem Umstand profitieren.
In jedem Fall haben sie noch eine Rechnung zu begleichen. Denn zwei der vier
Schüttorfer Pluspunkte resultierten aus dem 3:1-Hinspielerfolg gegen
Ludwigslust.
Thomas
Willmann
| Deutschland - Schaumburger Zeitung |
|
Freitag. 09. Januar 2004 |
MTV: Vorbereitung auf „Mission Impossible“
Obernkirchen
empfängt Spitzenreiter Olympia Berlin / MTV in Bestbesetzung
Volleyball
(seb). Vor einer ganz schweren Heimaufgabe steht der MTV Obernkirchen am
Sonnabend um 19.30 Uhr. Zu Gast in der Obernkirchener Kreissporthalle ist der
Tabellenführer der 2. Bundesliga VC Olympia Berlin.
Die
Gäste aus der Bundeshauptstadt treten top vorbereitet in Obernkirchen an.
Trainer Jens Tietböhl bereitete sein junges Team in einem Trainingslager in
Italien auf die Rückrunde vor. Im Volleyball-Internat-Berlin stehen dem
VC-Coach 15 junge talentierte und hungrige Spielerinnen zur Verfügung, die alle
das Ziel Junioren-Nationalmannschaft vor Augen haben. Die 16 bis 17-jährigen
Mädchen kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, um sich in Sachen Volleyball
optimal ausbilden zu lassen.
Aber
der VC Olympia Berlin ist nicht unschlagbar. Dies bewiesen der 1. VC Parchim und
die Reserve aus Münster bei ihren klaren 3:0-Heimerfolgen. Die
Obernkirchenerinnen haben in dieser Partie also nichts zu verlieren und können
unbefangen an die schwere Aufgabe herangehen. Dazu Manager Günter Szallies:
„Das wird eine Mission Impossible für unsere Mannschaft. Es muss schon alles
zusammen passen. Berlin muss einen schlechten Tag erwischen und wir über unsere
Verhältnisse spielen. Wenn die Zuschauer die Atmosphäre in der Halle zum
Kochen bringen, könnte der Obernkirchener Hexenkessel die junge Berliner
Mannschaft vielleicht verunsichern. Dann könnte eine Sensation gelingen.“
Auch
Trainer Laurenz Weiner absolvierte ein kleines Trainingslager in Rehren. Dort
standen sechs Stunden Training pro Tag auf dem Programm. Neben kleinen
Konditionseinheiten legte der Trainer sein Hauptaugenmerk auf Blockspiel und
Annahme. In diesen beiden Bereichen lagen die MTV-Schwachpunkte während dieser
Spielserie.
Die
Pechsträhne beim MTV Obernkirchen scheint aber auch im neuen Jahr nicht
abzureißen. Nachdem Heike Kirchhoff und Maria Averyanova vor Weihnachten das
Team verließen, konnte MTV-Manager Günter Szallies neben Gesa Wilharm noch
Simone Fröhlich von der zweiten Mannschaft des USC Braunschweig nach
Obernkirchen locken. Die Zuspielerin sollte als Entlastung für Hauptstellerin
Nadja Dobler dienen. Aber der MTV-Neuzugang verletzte sich beim Skiurlaub schwer
und fällt bis Saisonende mit einer Handverletzung aus. Ob Simone Fröhlich in
der nächsten Spielzeit für den MTV Obernkirchen spielen wird, ist zurzeit sehr
fraglich.
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel