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Mittwoch, 14. Januar 2004 

Schlüsselspiele in der Champions League!
Kurzinterview mit Hee Wan Lee
Olympia-Qualifikation: Vier Turniere für acht Tickets
Humänner leben von Euphorie
WSU läuft in eigener Halle der Bestform hinterher

Januar 2004

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Mittwoch. 14. Januar 2004

Schlüsselspiele in der Champions League!

Nach den erfolgreichen und spektakulären Auftritten der DVV-Nationalteams haben nun wieder die Vereine das Sagen. Die beiden besten Männer-Teams der Bundesliga, der SCC Berlin und der VfB Friedrichshafen, stehen in der Champions League vor zwei Schlüsselspielen.

Der SCC empfängt am Mittwoch, 14. Januar, um 19.00 Uhr den griechischen Meister Olympiakos Piräus (RBB bringt ab 0.00 Uhr eine 60-minütige Zusammenfassung). Friedrichshafen hat einen Tag später Heimrecht (22.45 Uhr im DSF) gegen den französischen Pokalsieger und aktuellen Tabellenführer Tours VB.

Nachdem sowohl Berlin als auch Friedrichshafen aus den ersten beiden Partien eine Bilanz von 1:1-Siegen erzielt haben, ist ein Sieg in den Heimspielen Pflicht, wenn das große Ziel, das Erreichen der KO-Runde, geschafft werden soll. Dazu ist mindestens Platz 2 in der Gruppe Pflicht, da aus den fünf Vorrundengruppen nur die Gruppensieger und der beste Gruppen-2. die nächste Runde erreichen.

Während die Friedrichshafener gegen Tours, das mit Zuspieler de Kergret und Libero Henno zwei Weltklasse-Akteure aus dem Vize-EM-Team Frankreich in seinen Reihen hat, ohne personelle Probleme antritt, fehlt Berlin ein wichtiger Mann: Sebastian Prüsener knickte in einem Trainingsspiel um und fällt verletzt aus.

Die im Top Teams Cup der Frauen im Viertelfinale stehenden Teams vom USC Münster und SSV Ulm ALIUD PHARMA müssen erst am 21. bzw. 22. Januar wieder ans europäische Netz treten. Münster muss dann nach Sofia (22. Januar), Ulm empfängt die Griechinnen aus Vrilissia (21. Januar). Am 22. Januar kommt es im Viertelfinale des CEV-Pokals auch zum interessanten Duell zwischen Jesi/Italien, dem Klub von Sylvia Roll, und dem TSV Bayer 04 Leverkusen mit Kathy Radzuwei, Judith Sylvester und Julia Schlecht.

 

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Mittwoch. 14. Januar 2004

Kurzinterview mit Hee Wan Lee

Der Bundestrainer zum Wunder von Baku

Nach der Rückkehr aus Baku stellte sich Hee Wan Lee (Foto) im heimischen Leverkusen den Fragen der vm-Redaktion. Im Folgenden ist das Interview in gekürzter Form zu lesen. Die komplette Fassung finden Sie in der Ausgabe 2/2004 des volleyball-magazin (Erscheinungstermin: 22. Januar) in dem wir ausführlich über die erfolgreiche Olympia-Qualifikation der DVV-Frauen berichten.

Herzlichen Glückwunsch zur Qualifikation und zum wunderbaren Auftreten Ihrer Mannschaft in Baku. Wie fühlt man sich mit Glatze?
Oh, die Glatze. Das muss eine einmalige Angelegenheit sein. Am Anfang hatte ich Zweifel, ob ich das machen soll. Aber wenn du in diese Stimmung rein kommst, machst du es auch. Ganz klar.

Das Auftreten Ihrer Mannschaft war sensationell. Wie ist diese Leistungsexplosion zu erklären?
Ich habe ja schon einen gewissen Einfluss auf die Mannschaft, aber am Ende haben es die Spielerinnen gemacht, und die waren unglaublich. Wir hatten wirklich null Chancen, das wird jeder bestätigen, der Volleyball wirklich kennt. Wenn du nur ein Spiel hast, kannst du eine Sensation schaffen, aber wir hatten fünf Spiele hintereinander.

Nach der 1:3-Niederlage in der Vorbereitung gegen Holland haben Sie sich noch pessimistisch geäußert. Was ist danach geschehen?
Ich habe versucht, die einzelnen Spielerinnen, die unsicher waren, zu korrigieren, um sie auf ein anderes Leistungsniveau zu bringen. Die Mannschaft war hellwach und hat das sehr schnell umgesetzt. Auch bei den Spielen wie dem gegen Italien, das wir ja im Prinzip schon vier mal abgegeben hatten, habe ich den Spielerinnen immer wieder Tipps gegeben, wie sie da raus kommen können. Am Ende haben es die Spielerinnen getan. Ich kann ja viel reden, die tatsächliche Umsetzung muss dann von den Mädchen kommen. Frei nach unserem Motto: Einfach spielen.

Interview: fex

 

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Mittwoch. 14. Januar 2004

Olympia-Qualifikation: Vier Turniere für acht Tickets

Für das olympische Hallen-Turnier der Frauen und Männer sind jeweils acht Nationen qualifiziert. Die FIVB gab nun die Mannschaften bekannt, die bei den letzten Olympia-Qualifikationsturnieren um die insgesamt acht noch ausstehenden Athen-Tickets spielen.

Dabei findet bei den Frauen vom 8. bis 16. Mai in Japan ein abschließendes Acht-Nationen-Turnier statt, auf dem insgesamt vier Athen-Plätze vergeben werden. Da dies gleichzeitig die asiatische Olympia-Qualifikation ist, nehmen mit Japan, Südkorea, Thailand und Taiwan vier asiatische Nationen teil.

Außerdem sind mit Italien und Russland die beiden besten noch nicht qualifizierten europäischen Teams am Start, des weiteren Argentinien (Südamerika) und Puerto Rico (Norceca). Neben dem Turniersieger qualifizieren sich die beste asiatische Mannschaft (Asienmeister) sowie der Zweite und Dritte des Turniers für Athen 2004.

Bei den Männern finden drei abschließende Turniere statt: Vom 21. bis 23. Mai in Lissabon (Portugal) und vom 28. bis 30. Mai in Madrid (Spanien). An diesen Turnieren nehmen jeweils vier Mannschaften teil, nur der Turniersieger qualifiziert sich für Athen. Vom 22. bis 30. Mai findet in Tokio (Japan) ein Achter-Turnier statt, dies ist gleichzeitig auch die asiatische Olympia-Qualifikation. Dort sind fünf Teams aus Asien und Australien (Japan, Südkorea, China, Iran, Australien) und drei nicht-asiatische Teams am Start. Auch in Japan qualifiziert sich der Turniersieger, daneben aber auch noch die beste asiatische Mannschaft.

Neben den Gastgebern Portugal, Spanien und Japan sowie den genannten asiatischen Mannschaften spielen folgende Teams um die letzten vier Tickets: Frankreich, Polen, Niederlande, Kanada, Kuba, Venezuela, Ägypten, Kasachstan und Taiwan. Die Verteilung der Teams auf die drei Turniere erfolgt Ende Februar mittels Auslosung.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Mittwoch. 14. Januar 2004

Humänner leben von Euphorie

Erste Liga ein echtes Abenteuer. Die Youngster setzten ihren Aufstiegswillen durch. Lasst-uns-lernen-Motto.

Der VV Humann blickt auf sein erfolgreichstes Jahr zurück. 2003 gelang als souveräner Meister der zweiten Bundesliga der große Sprung in die Deutsche Volleyball Liga. Die NRZ sprach mit Trainer Peter Bach und Mannschaftskapitän Frank Fischer.

NRZ: Der Jahreswechsel ist immer ein Datum, bei dem auf das vergangene Jahr zurückgeblickt wird. Was fällt Euch spontan zu 2003 ein?
Frank Fischer: Es war ein grandioses Jahr. Wir haben einen riesigen Schritt nach vorne gemacht.
Peter Bach: Eigentlich möchte ich jetzt gar nichts sagen, denn irgendwie ist die Saison noch im Fluß.

NRZ: Und das nicht schlecht...
Peter Bach: Ja. Das ist richtig. Der ganze Verein ist an dieser Aufgabe gewachsen. Alle arbeiten noch viel härter und es wurden Ressourcen geschaffen, von denen wir vorher nicht einmal geträumt hätten. Es sind einige neue Helfer dabei und die Euphorie im Umfeld ist riesig.
Frank Fischer: Hätte uns vor der Saison jemand erzählt, dass wir zu Weihnachten schon vier Pluspunkte hätten und gegen Saulgau praktisch mit 3:0 gewonnen hatten, wenn nicht dieser Libero mit seiner Schulter noch irgendwie im Weg gewesen wäre, hätte wir ihn alle ausgelacht. Jetzt, da wir sehen, dass wir dicht dran sind, ärgern wir uns natürlich über die knappe Niederlage. So schnell geht das. Aber wir haben bislang alle stark gespielt und das Umfeld dankt es uns. Die Zuschauer sind einfach unglaublich. Das hätten wir vor der Saison nicht für möglich gehalten.

NRZ: Was waren die sportlichen Highlights?
Frank Fischer: Die Krönung war das Spiel in Bocholt. Dort haben wir auf bis dahin nicht gekanntem Niveau gespielt und die Hausherren vom Feld gefegt. Dann der erste Spieltag in der DVL. Gegen den viel stärker eingeschätzten VC Markranstädt mit 3:0 zu gewinnen, war schon ein echtes Highlight. Danach haben wir viele gute Spiele gezeigt, bei denen es nicht zum Sieg gereicht hat. Und in Wuppertal war es ein richtig geiles Gefühl. Das geht runter wie Öl, wenn man bislang immer zum großen Nachbarn aufgeblickt hat, dort zu gewinnen.
Peter Bach: Wir spielen jetzt auf viel höherem Niveau. Die Entwicklung geht nach oben. Die Mannschaft ist motiviert wie nie. Das ist schön und zum ersten Mal frage ich mich zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht, warum ich das alles mache, sondern nur, wie es noch besser werden kann. Ich hoffe, die Partie gegen Saulgau wird für uns nicht zur Euphoriebremse. Wir waren so dicht dran. Dadurch wird es schwer, die Schlappe zu verdauen.

NRZ: War es also ohne Wenn und Aber richtig, den Sprung in die DVL zu wagen?
Frank Fischer: Es war nicht wirklich von Anfang an klar, dass wir das Abenteuer auf uns nehmen. Die Jüngeren im Team haben darauf gedrängt. Sie haben im Angesicht der drohenden Packungen und deprimierenden Niederlagen das Gute gesehen und gesagt: "Lasst uns lernen!" Zum Glück haben sich die Youngster durchgesetzt. Wir sind alle viel besser geworden, wobei sicher Daniel Braekevelt den größten Leistungssprung gemacht hat. Bedenkt man, dass er noch vor etwas mehr als einem Jahr in der Verbandsliga gespielt hat, ist er heute auf der Mitte eine feste Größe.
Peter Bach: Sieht man die Euphorie im Umfeld und die vollen Tribünen bei unseren Heimspielen, muss man einigen Leuten einen dicken Dank aussprechen. Um nur einen der Helfer stellvertretend für die anderen zu nennen: Thomas Willemsen. Tonka hat seine sportliche Laufbahn just beendet und ist dennoch als Mädchen für alles am Spielfeldrand immer da. Großartig. Und dann haben wir das Glück, einen ruhigen und besonnenen Vorsitzenden zu haben. Es ist einfach super, wie Klaus Bast die Ruhe bewahrt.

NRZ: NRZ: Wie sehen Sie die nahe Zukunft des VV Humann?
Peter Bach: Es bleibt ein schmaler Akt. Die Chancen, die Liga zu erhalten, sind nach wie vor minimal. Wir stehen auf einem Abstiegsplatz. Wie erwartet. Aber es hilft ungemein, wenn man sieht, was sich rund um das Spielfeld tut. Wenn sich viele alte Spieler des VV Humann plötzlich wieder in der Halle zeigen und Helfer sich aufopfern, wird die Begeisterung noch ein bisschen anhalten. Unseren Weg, im Training die Youngster aus der zweiten Mannschaft einzubinden, gehen wir weiter.
Frank Fischer: Der Aufstieg war schon eine Sensation. Eine noch größere Sensation wäre es, wenn wir den Klassenerhalt schaffen würden.

(stebl)

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Mittwoch. 14. Januar 2004

WSU läuft in eigener Halle der Bestform hinterher

Schade, dass die WSU-Volleyballerinnen in eigener Halle nur selten zur Bestform auflaufen. Sieben Mal trat der Zweitligist in der Bundeswehr-Sportschule an, fünf Mal verließ er als Verlierer das Feld. Vor dem Jahreswechsel gab es ein enttäuschendes 2:3 gegen WiWa Hamburg, am Sonntag zum Start ins neue Jahr ein blamables 1:3 gegen Alemannia Aachen. Gar nicht auszudenken, wenn der Tabellenvierte auch am kommende Sonntag gegen Schlusslicht Detmold verliert. Dass anschließend fünf Auswärtsspiele Folge kommen, wäre nur ein schwacher Trost.

Warum sich seine Truppe gegen Aachen so emotions- und kampflos in die Niederlage fügte, wusste Trainer Westphal auch nicht: Darüber werden wir ausführlich sprechen müssen. Gegen Detmold wird die Mannschaft sicher anders auftreten.

Für die übrigen Volleyballer ging am Wochenende die Hinrunde zu Ende. Regionalligist WSU ist mit nur sechs Punkten als Vorletzter zwei Zähler hinter dem von Trainer Dieter Theis ausgegebenen Soll. Jetzt müssen wir in der Rückrunde zehn Punkte holen, fordert er. Ihr Soll erfüllt hat dagegen die Frauen-Reserve der Sportunion, die den zweiten Rang in der Verbandsliga einnimmt. Spitzenreiter Berge ist kaum noch einzuholen, wahrscheinlich wird sich die WSU mit dem BSV Ostbevern um den Relegationssplatz streiten. Eine Klasse tiefer hat Aufsteiger SC DJK Everswinkel alle Verfolger bis auf Marl/Haltern abgeschüttelt. Der Truppe um Spielertrainerin Anja Höner, die in der gesamten Hinrunde nur zwei Sätze abgab, dürfte der Platz an der Sonne nicht zu nehmen sein. Auch der glatte 3:0-Sieg über den Tabellendritten aus Westbevern zeigte am Samstag, dass die Truppe für die Landesliga zu gut ist.

Die Handballer beenden die Hinrunde am kommenden Wochenende. Und da kommt es in der Bezirksliga am Sonntag um 18 Uhr zum brisanten Derby zwischen der Warendorfer SU und dem VfL Sassenberg. Beide Truppen sind dringend auf Punkte angewiesen. Der VfL muss endlich den ersten Sieg einfahren, will er die Hoffnung auf den Klassenerhalt nach einer katastrophalen Hinrunde nicht aufgeben. Die Sportunion ist auch hinter den Erwartungen zurückgeblieben und will sich durch einen Heimsieg aus der Gefahrenzone entfernen. Die Fans dürfen sich auf ein heißes Duell gefasst machen.

Wolfgang Schulz

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel