News

Donnerstag, 15. Januar 2004 

VCNAL II spielt jetzt ohne vier
Schenk mit Zürich Sports auf "Weg nach Athen"!
Europäische Grand Prix Qualifikation in Ankara
Friedrichshafens Schlüsselspiel gegen Spitzenreiter
Ulm: Es geht wieder los!
YoungStars feiern ARENA-Premiere
Champions League: Mayer und Wiebel siegreich
Berlin verliert gegen Piräus
Aachen reist nach Obernkirchen
VC Markranstädt entlässt Trainer Darko Despotovic
1:3 - SCC unterliegt Piräus
Den Schwung von Baku mitnehmen
Kathleen Weiß träumt jetzt von Olympia
Fünf "Heldinnen von Baku" in Dresden

Januar 2004

Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  

Dezember 2003

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        

Zum Medien-Überblick

 

Hamburg - Norderstedter Zeitung 

Donnerstag. 15. Januar 2004

VCNAL II spielt jetzt ohne vier

Norderstedt - Eine ungewohnte Situation hatten die Verbandsliga-Volleyballherren des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn in den Punktspielen gegen TuRa Harksheide und den SC Concordia zu bewältigen. Ohne die Leistungsträger Sebastian Meiser, Mark Hapanionek, Alexander Dehnert und André Menzel, die in das Regionalligateam gewechselt sind, musste das Team von Trainer Andreas Liedtke zunächst gegen den Tabellenletzten TuRa Harksheide antreten - und gewann souverän mit 3:0. Gegen Spitzenreiter SC Concordia hatten die Norderstedter allerdings keine Chance und verloren ebenso klar mit 0:3.

Die dritte Mannschaft des VCNAL triumphierte bei Verfolger Niendorfer TSV mit 3:0. Damit liegen die Schützlinge von Trainer Ben Schriever jetzt punktgleich mit Tabellenführer VG Elmshorn II auf Platz zwei der Tabelle.

(pam)

 

Deutschland - DVV-News 

Donnerstag. 15. Januar 2004

Schenk mit Zürich Sports auf dem "Weg nach Athen"!

Kolumne auf Sport1.de

Liebe Freunde des Sports,

wenn man Athen in diesen Tagen besucht, ist es manchmal noch gar nicht vorstellbar, dass in sieben Monaten dort die Olympischen Sommerspiele eröffnet werden sollen.

Die Bauvorhaben sind in vollem Gange, und ich möchte fast sagen, die Stadt scheint "schwanger" zu sein. Ob die Organisatoren rechtzeitig fertig werden, mag man wirklich bezweifeln. Allerdings versichern alle: "Bleibt ruhig, vertraut uns."

Und dieses Vertrauen will man gern haben. Denn so sehr sich die Großstadt auf dieses Event vorbereitet, so sehr dürfen sich die Besucher auf Athen freuen. Ich habe schon viele kleine Gassen abseits der Zentren gefunden, die wirklich schön und einen Besuch wert sind.

Und auch die Athener freuen sich auf Olympia und sind mit dem Herzen dabei. Normalerweise ist die Stadtbevölkerung zu fast 50 Prozent im August in anderen Teilen des Landes im Urlaub. Diesmal bleiben wohl mehr als zwei Drittel in Athen. Das macht die logistische Organisation sicher nicht leichter, zeigt aber das Interesse der Stadt an den Spielen.

Der "Weg nach Athen" hat mich diesmal mit Danja Müsch und Susanne Lahme in Griechenlands Metropole geführt. Beide wollen im Beach-Volleyball bei den Spielen 2004 vorn dabei sein. Und ich traue es beiden auch zu.
Schließlich ist Danja seit Jahren die vielleicht beste deutsche Beachvolleyballerin, und Susanne die beste Hallen-Volleyballerin - eine perfekte Synergie. Beide müssen sich zwar noch qualifizieren, aber sie haben einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht, wirken durchtrainiert und voller Zuversicht.

Natürlich haben wir den Schauplatz der Beach-Volleyball-Wettbewerbe in Athen besucht. Und es war toll zu sehen, wie die Nervosität bei beiden langsam stieg. Danja und Susanne waren zum ersten Mal vor Ort. Das Adrenalin steigt in jedem Sportler, wenn man an einer olympischen Stätte ist. Fast automatisch. Das ist etwas ganz besonderes.

Danja und Susanne hat man angemerkt, wie sehr sie sich auf Olympia freuen. Die Begeisterung ist groß, das habe ich in den Gesprächen gespürt. Ich habe das Gefühl, sie wollen es allen noch einmal zeigen. In Athen habe ich aber die Chance genutzt, mit beiden auf ihre Karrieren zurück zu schauen. Und wir sind - wie könnte es mit zwei so attraktiven Frauen anders sein - shoppen gewesen.

Beach-Volleyball ist mittlerweile meine Lieblingssportart geworden. Stünde ich heute noch einmal vor der Entscheidung Zehnkampf oder Beachvolleyball, ich wüsste nicht, was ich tun würde.

Die Faszination ist groß, das Verhältnis unter den Athleten klasse und die Atmosphäre bei den Turnieren berauschend. Und: Natürlich finden die Wettkampfe auch an sehr interessanten Orten statt...

Also, schaut rein im DSF am 17. Januar um 15.15 Uhr, wenn es wieder heißt: Zürich-Sports - Der Weg nach Athen.

Bis dahin,
Euer Christian Schenk

 

Deutschland - DVV-News 

Donnerstag. 15. Januar 2004

Europäische Grand Prix Qualifikation in Ankara

Teams kämpfen um Plätze für den Wettbewerb 2005!

Die CEV, der europäische Volleyball-Verband, gab nun den Termin und Ort für die europäische Grand Prix Qualifikation bekannt. Vom 22.-26. September 2004 spielen diverse Frauen-Mannschaften in Ankara/Türkei um die Plätze für den Grand Prix 2005. Wieviele und welche Mannschaften in Ankara antreten, steht noch nicht fest.

Bei der Grand Prix Qualifikation 2003 hatten sich Russland, Polen und die DVV-Frauen für den jährlichen Top-Wettbewerb für Frauen-Nationalmannschaften vom 7. Juli - 1. August 2004 qualifiziert. Dabei werden vom 7.-24. Juli die Vorrunden mit insgesamt 12 Mannschaften in Japan gespielt, die besten sechs Teams spielen vom 27. Juli - 1. August in Italien die Endrunde.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Donnerstag. 15. Januar 2004

Friedrichshafens Schlüsselspiel gegen Spitzenreiter

FRIEDRICHSHAFEN – „Sein oder nicht sein?“ ist die Frage bei Shakespeare. Zwar haben die Volleyballer des VfB Friedrichshafen mit klassischer Literatur wenig am Hut, müssen sich dennoch mit dieser Frage auseinandersetzen. Wenn am Donnerstag, 15. Januar, der französische Pokalsieger Tours VB sein Stelldichein in der ARENA gibt, geht es um entscheidende Champions League Punkte.

Momentan liegt der VfB Friedrichshafen auf dem zweiten Platz in Pool D und wäre nach dem momentanen Stand eine Runde weiter. Allerdings sind erst zwei von sechs Spielen gespielt und die harten Brocken kommen erst noch. Innerhalb von fünf Tagen gilt es, zweimal gegen den französischen Vertreter zu bestehen, denn schon am Dienstag, 20. Januar, reist das Team von Trainer Stelian Moculescu zum Rückspiel nach Frankreich. Das wird kein leichtes Unterfangen, schaut man sich die derzeitige Form der Franzosen an. In der französischen Liga belegen sie den ersten Platz. Beeindruckend auch die Statistik: Mit deutlichem Abstand weist Tours die besten Aufschlagwerte auf. Im Angriff und Block belegen sie den zweiten Platz. Diagonalangreifer Vladimir Nikolov schmetterte sich auf den dritten Rang der Scorerliste.

In der Champions League hat das Team von Vladimir Alekno mit Siegen gegen Moskau und Pärnu seine Favoritenstellung unterstrichen. Die Garanten des Erfolgs sind in der Volleyball-Szene bestens bekannt. „Hubert Henno ist einer der besten Liberos, den es zurzeit gibt“, sagt Moculescu und gerät dabei fast ein bisschen ins Schwärmen. Zuspieler Loic De Kergret hat das Nationalteam bei der EM zu Silber geführt. Während Vladimir Nikolov in der bulgarischen Auswahl spielt, ist Tuomas Sammelvuo in Moculescus Augen der beste finnische Spieler. Sie alle konnte der Häfler Coach in seiner Funktion als Nationaltrainer bei der Olympia-Qualifikation in Leipzig in Augenschein nehmen. Ob ihm das Vorteile verschafft, wird sich zeigen. Moculescu: „Es ist wie bei einer Kartoffelsuppe. Du kennst die Zutaten, aber auf die Mischung kommt es an.“

Friedrichshafen nicht sorgenfrei

Auf welches Rezept Moculescu gegen Tours vertraut, wird sich kurzfristig entscheiden, denn ihm stehen nicht alle „Zutaten“ zur Verfügung. Libero Alexis Valido hat sich Anfang der Woche in die Hand geschnitten, musste genäht werden und ist vorerst außer Gefecht gesetzt. Außenangreifer Bogdan Olteanu hütet mit einer Mandelentzündung im Bett. Ob die beiden auflaufen können, ist fraglich. Trotz aller Widrigkeiten, freut sich der Trainer auf die Partie gegen „eine der Top-Mannschaften aus Europa“: „Es wird nicht einfach sein, gegen Tours zu gewinnen. Aber es wird auf jeden Fall ein hochkarätiges Volleyballfest in der ARENA werden“.

Das Spiel beginnt um 20.15 Uhr und wird zeitversetzt ab 22.45 Uhr auf DSF übertragen.

Hier der Kader des VfB Friedrichshafen: Ilja Wiederschein, Robert Koch (Zuspiel), Jochen Schöps, Jovan Markovic, Marcus Popp, Alex Lenz, Toni Kovacevic (Angriff), Bogdan Jalowietzki, Mario Zelic und Itapolis (Block). Ob Alexis Valido (Libero) und Bogdan Olteanu (Angriff) spielen können, entscheidet sich kurzfristig.

INDESIT European Champions League 
Donnerstag, 15. Januar 2004, 20.15 Uhr, ARENA Friedrichshafen  

VfB Friedrichshafen – Tours VB

 

Deutschland - SSV Ulm-News 

Donnerstag. 15. Januar 2004

Ulm: Es geht wieder los!

Die meisten Ulmer Spielerinnen sind seit dem 02. Januar im Training und alle haben die Pause gut überstanden bzw. gut genutzt. Auch wenn der erste Einsatz beim Drei-Königs-Turnier in Neutraubling am 03./04.01. in kleiner Besetzung nicht besonders erfolgreich war (3. Platz) und die Leistung als eher bescheiden bezeichnet werden musste, hat sich die Mannschaft seitdem gut vorbereitet und entwickelt. Heute und morgen stossen dann auch noch die Nationalspielerinnen zum Team. Alice Blom und Libero Elke Wijnhoven kehren aus Holland zurück, Zuspielerin Tanja Hart kommt mit dem Erfolg der Nationalmannschaft, der erfolgreichen Olympia-Qualifikation, im Rücken an die Donau. Auch der Newsletter gratuliert hierzu nochmals sehr herzlich. Tanja war mit ihrer Leistung wesentlich am Sensations-Erfolg des deutschen Teams beteiligt.

Am kommenden Samstag um 18 Uhr beginnt für die Damen des SSV Ulm Aliud Pharma wieder der Volleyball-Alltag. Mit dem Berliner BVC 68 ist eine Mannschaft aus den unteren Tabellenregionen der Bundesliga auf dem Kuhberg zu Gast, aber nach einem Trainerwechsel zum Jahresende sollte man es sich mit der Einschätzung des Gegners nicht zu einfach machen. Immerhin gelang dem neuen Coach zum Jahresabschluss direkt ein klarer 3:0-Erfolg gegen den TV Fischbek Hamburg. Der SSV ist also gewarnt. Trotzdem muss dieser Gegner geschlagen werden und günstig wäre es, wenn er als guter Aufbaugegner für das erste Highlight im Jahr 2004 fungieren könnte.

Denn schon vier Tage nach dieser Partie ist Filathletic Club VRILISSIA aus Athen in Ulm zu Gast. Im Hinspiel des  Top Teams Cup will Mathias Eichinger mit seinem Team die Weichen für das Final Four auf internationaler Bühne stellen. Eichinger selbst schätzt das Weiterkommen gegen die Griechen nach den ersten Video-Eindrücken als schwierig, aber durchaus machbar ein.

Für seine treuen Fans hält der SSV Ulm Aliud Pharma schon zum Jahresauftakt ein kleines Dankschön bereit. Für das Spiel gegen den Berliner BVC 68 werden alle Eintrittskarten um 2 Euro reduziert – für Inhaber der Schwabencard um einen weiteren Euro.

Wer sich in Kombination zum Berlinspiel eine Karte für das Viertelfinalspiel im Europapokal kauft, der erhält auf diese Eintrittskarte ebenfalls 2 Euro Ermäßigung (Schwabencard-Inhaber zusätzlich 1 Euro). Termin für dieses Spiel in der Kuhberghalle: Mittwoch, 21. Januar 2004 um 19 Uhr 30.

Die reduzierten Eintrittskarten können sowohl beim Berlin-Spiel an der Kuhberghalle wie auch bereits im Vorverkauf erstanden werden: Vorverkauf: SSV-Geschäftsstelle, Fr. Wasner. Für Reservierungen: Tel: 0731/1846 – 105

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Donnerstag. 15. Januar 2004

YoungStars feiern ARENA-Premiere

FRIEDRICHSHAFEN - Vier Wochen Pause sind genug. Am Samstag, 17. Januar um 19.30 Uhr starten die Volley YoungStars in die Zweitliga-Rückrunde. Das Spiel gegen FT Freiburg bedeutet gleichzeitig die Premiere in der ARENA.

Das etwas unrühmliche Jahresende (0:3 in Rottenburg) ist vergessen und in neuer Halle kann das Team von Söhnke Hinz mit neuem Elan zu Werke gehen. „Wir haben jetzt quantitativ und qualitativ mehr Trainingsmöglichkeiten“, freut sich der sportliche und pädagogische Betreuer des Zweitligateams. Anfangs müssten sich seine Spieler auf das größere Pensum einstellen, aber mittelfristig seien die Bedingungen von Vorteil. Nach zehn Trainingseinheiten haben die YoungStars die ARENA-Dimensionen schon verinnerlicht. Ob sie den Heimvorteil gegen FT 1844 Freiburg ausspielen können, wird sich zeigen. Denn: „Freiburg steht unter Wert auf einem Abstiegsplatz“, ist sich Söhnke Hinz sicher.

Die Breisgauer hatten einen ganz schlechten Saisonstart hingelegt und fanden sich nach drei Niederlagen sechs Wochen lang auf dem letzten Platz wieder. Zwar ging es langsam bergauf, aber über den neunten Platz kam das Team von Diego Ronconi bisher nicht hinaus. Lediglich gegen Frankfurt, Friedberg, Grafing und Rottenburg durften die Freiburger über zwei Punkte jubeln. „Auch gegen alle anderen Mannschaft fehlte nicht viel zum Sieg“, sagt Ronconi. Oder - die Vorrunde in einem Wort zusammenfassend: „Tragisch“. Auch für die Volley YoungStars ging das Hinspiel knapper aus als der 3:1-Sieg vermuten ließ.

Söhnke Hinz erwartet am Samstag ein schweres Spiel. „Die Freiburger müssen ackern - und werden das auch tun.“ Um die Annahme zu stärken und im Angriff flexibler zu werden, haben die „Freien Turner“ mit Toni Bonelli einen neuen Libero ins Team genommen. Die YoungStars werden bis auf Alex Mayer in Bestbesetzung auflaufen können. Der Angreifer ist nach einer Weisheitszahn-Operation noch nicht voll belastbar. Ebenfalls ohne Weisheitszähne, dafür aber mit erfreulicher Kunde kam Tino Kirchner aus dem Weihnachtsurlaub zurück: Sein Knie ist wieder völlig ausgeheilt, sodass der Mittelblocker kann wieder in die Vollen gehen kann. Bei einem Testspiel gegen Bad Saulgau (Donnerstag, 18 Uhr, Bodensee-Sporthalle), wollen die YoungStars sich den letzten Schliff für den Rückrundenstart holen.

Samstag, 17. Januar 2004, 19.30 Uhr, ARENA Friedrichshafen
Volley YoungStars Friedrichshafen - FT 1844 Freiburg

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Donnerstag. 15. Januar 2004

Champions League: Mayer und Wiebel siegreich

Noliko Maaseik mit drei Siegen an der Spitze

Vor 4000 Zuschauern gab es im ausverkauften Expodrom im belgischen Bree einen 3-0 Sieg für den belgischen Meister Noliko Maaseik. Der polnische Meister Mostostal Kedzierzyn erwies sich jedoch als ein äußerst unangenehmer Gegner, der die Belgier im ersten Satz in die Verlängerung (31-29) zwang und im zweiten bis 14-16 in Führung blieb. Dann setzte sich jedoch die spielerische und kämpferische Stärke von Noliko Maaseik durch, das nun mit drei Siegen und bislang nur einem Satzverlust beste Aussichten hat, sich für den Gruppensieg zu qualifizieren.

Maaseik startete mit Zuspieler Vital Heynen am Aufschlag furios mit einer 7-0 Führung - Heynen servierte allein drei Asse und setzte mit seinen anderen Aufschlägen die polnische Annahme derart unter Druck, dass die Zuschauer schon die "La Ola" zelebrierten. Bei 8-2 und 16-11 noch klare Führung für Wiebel, Mayer & Co - dann allerdings, nach einer Reihe von vermeidbaren Fehlern (Aufschläge schwach!) bei 26-26 Gleichstand. Mayer setzte einen Aufschlag zum 26-27 ins Aus und das große Zittern begann. Derselbe Spieler sorgte dann aber auch durch zwei perfekte Angriffe letztendlich für den etwas glücklich Satzgewinn.

Im zweiten Satz - zunächst 10-14 und 14-16 Rückstand - sorgte erneut Zuspieler Heynen nach 16-16 Gleichstand mit drei aggressiven Aufschlägen für eine 20-17 Führung. Auch im dritten Satz musste Maaseik zunächst eine 12-13 Führung von Kedzierzyn hinnehmen. Danach wurde Wiebel für Roex ausgewechselt. Bei 15-14 übernahm Maaseik dann die Führung und konnte nach Gleichstand 20-20 schließlich mit einem schönen Einerblock von "Local Hero" Heynen Satz- und Spielgewinn sichern. (3-0, 31-29, 25-20-21)

Neben Vital Heynen lieferte "Michi" Mayer (Bild oben) eine hervorragende Partie: im Angriff mit hoher Quote fast fehlerfrei und im Block sicher bei nur einem vergebenen Aufschlag sorgte der Deutsche für Sprechchöre beim Publikum.

Mayer hernach: "Kristiansson hat uns wie immer bestens vorbereitet. Dass wir nach der 7-0 Führung im ersten Satz in Schwierigkeiten kamen war nicht gewollt, kann aber passieren. Es zeigt, dass die Polen nicht ungefährlich waren. Im letzten Jahr hat Kedzierzyn Maaseik am Weiterkommen gehindert, da wollten einige Spieler in diesem Jahr zeigen wo es lang geht."

Jürgen Sabarz

 

Deutschland - www.yahoo.de  

Donnerstag. 15. Januar 2004

Berlin verliert gegen Piräus

Eine kämpferisch gute Leistung reicht eben nicht immer. Für den deutschen Volleyball-Meister SCC Berlin scheint das Weiterkommen in der europäischen "Königsklasse" nach der Niederlage gegen Olympiakos Piräus sehr unwahrscheinlich. Mit 1:3 (22:25, 26:28, 25:18, 17:25) waren die Berliner am Ende unterlegen. Der griechischen Serienmeister spielte routiniert und hatte zudem in den entscheidenden Phasen die größere Nervenstärke. Während Olympiakos am 3. CL-Spieltag den zweiten Sieg feierte, weist der SCC eine Bilanz von 1:2-Siegen auf.

Griechen mit hohem Tempo

Vor 2000 Zuschauern in der Sömmeringhalle starteten die Berliner konzentriert und setzten sich bis auf 8:3 ab. Erst als Olympiakos seinen Rhythmus gefunden hatte, zeigte das Team seine Qualitäten und setzte vor allem das hohe Tempo im Anspiel immer wieder erfolgreich ein. Im zweiten Durchgang kämpfte sich der SCC zurück in die Partie und gestaltete den Satz ausgeglichen. Die Griechen schienen zwar immer das Tempo erhöhen zu können, sobald sie in Rückstand gerieten, doch die Chancen zum Satzgewinn hatten zunächst die Gastgeber. Doch den Berlinern zeigten Nerven als zwei direkte Aufschlagfehler den Griechen neue Chancen einbrachten. Nach 29 Minuten verwandelte der Venezolaner Ernando Gomez zur 2:0-Führung. Erst zu Beginn des dritten Satzes kam der angeschlagene Marco Liefke bei den Berlinern zum Einsatz. Mit Hilfe des Nationalspielers lief es besser, und dank einer guten Leistung im Angriff verkürzte der SCC auf 1:2-Sätze. Aufgeschreckt vom Verlust des dritten Satzes machte Olympiakos im vierten Durchgang wieder Ernst und entschied die Partie letztlich souverän für sich.

ir

 

Deutschland - www.volleyballer.de  

Donnerstag. 15. Januar 2004

Aachen reist nach Obernkirchen

Mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen durch den ersten Sieg einer Aachener Mannschaft überhaupt in Warendorf im Gepäck, reisen die Aachenerinnen am Samstag, 17.01.2004, zum nächsten Auswärtsspiel nach Obernkirchen in der Nähe von Minden. In fremder Halle will man die knappe und unglückliche 2:3-Hinspielniederlage (12:15 im Tiebreak) wettmachen.

Dass solche Unterfangen möglich sind, hat man am letzten Sonntag in Warendorf gezeigt. Trotzdem sind die Obernkirchenerinnen nicht zu unterschätzen, gewannen sie doch letzten Samstag völlig überraschend mit 3:2 gegen den Tabellenführer VCO Berlin. War der glatte 3:0-Sieg der Alemanninnen kurz vor Weihnachten gegen den letztjährigen Meister SCU Emlichheim eine Sensation, kann dieser Sieg der Obernkirchenerinnen gegen VCO Berlin sicher auch als eine bezeichnet werden.

MTV Obernkirchen belegt momentan mit 12:16 Punkten den 8. Tabellenplatz, die Aachenerinnen nehmen trotz des 3:1-Sieges in Warendorf mit 10:14 Punkten immer noch den 10. Platz ein. Das Saisonziel der Obernkirchenerinnen - unter die ersten 4 Mannschaften - liegt also zur Zeit in weiter Ferne; sie müssten sich schon enorm steigern, wollen sie das noch erreichen. Bisher sind die Leistungen der Oberkirchenerinnen jedoch zu schwankend: Siegen gegen z.B. USC Münster II, Köpenicker SC und eben VCO Berlin stehen auf der anderen Seite auch Niederlagen gegen z.B. Detmold gegenüber.

Sollten die Aachenerinnen in Obernkirchen gewinnen, würden sie in der Tabelle an diesen vorbeiziehen. Bei einem Aachener Sieg würde sich die Mannschaft auf jeden Fall auf den 9. Platz vorschieben, bei einem „optimalen“ Verlauf der anderen Begegnungen (TV Eiche Horn Bremen gegen USC Münster II und Köpenicker SC gegen CVJM Hamburg) könnte man sich sogar bis auf den 7. Tabellenplatz verbessern und damit vorerst die Abstiegsplätze verlassen. Das Spiel am Samstag wird also für beide Mannschaften richtungsweisend werden: kann man sich ins Mittelfeld absetzen oder bleibt man weiter in Abstiegsgefahr?

Obernkirchen hat starke Aufschläge und greift meist hoch über die Außenpositionen an. Vor allem gilt es für die Aachenerinnen, die Hauptangreiferin Melanie Albers in den Griff zu bekommen, die letzten Samstag „von den Berlinerinnen nicht zu stoppen“ war.

Im Lager der Alemanninnen ist man aber frohen Mutes, dass die kleine Serie anhält: von den letzten fünf Spielen wurden vier gewonnen. Diese Serie will man am Samstag Abend (Spielbeginn 19.30 Uhr) natürlich auch in Obernkirchen fortsetzen, zumal man bislang erst zwei Auswärtsspiele verloren hat (2:3 in Münster und 1:3 bei WiWa Hamburg).

Bina Rollersbroich

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Donnerstag. 15. Januar 2004

VC Markranstädt entlässt Trainer Darko Despotovic

Markranstädt. Noch vor kurzem waren vom Verein Treueschwüre zu hören, jetzt folgte der Rauswurf: Volleyball-Bundesligist VC Markranstädt hat Trainer Darko Despotovic entlassen. "Die Entscheidung ist uns schwer gefallen und geht mir persönlich sehr nahe, aber wir mussten reagieren", erklärte Präsident Gerd Rüdiger nach stundenlanger Beratung des Vorstands: "Die Mannschaft ist in schlechtem Zustand, die Chemie zwischen Trainer und Team stimmt nicht, er kann die Spieler nicht mehr motivieren."

Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernimmt Jan Betzien, langjähriger Kapitän der Markranstädter und zuletzt Teamchef, gemeinsam mit Assistent Sven Heimpold die sportliche Verantwortung beim Aufsteiger. "Eine Dauerlösung ist das nicht, wir wollen schnell einen neuen Mann präsentieren", bekundete Rüdiger.

Despotovic, 34, hatte den VCM in zweieinhalb Jahren von der Regionalliga in die höchste Spielklasse geführt. Dort gelang bisher nur ein Sieg, dem Tabellenletzten droht der Abstieg. "Wir können uns dieses Debakel nicht leisten, wir haben viel aufgebaut und große Pläne", sagte der Präsident, "die Zeit drängt." Schon übermorgen muss das Schlusslicht beim Abstiegs-Konkurrenten Volley Dogs Berlin antreten, eine erneute Pleite würde den Abstand zum rettenden Ufer vergrößern. Im Dezember hatte der Verein in zwei neue Spieler investiert, doch in den Ergebnissen schlug sich das nicht nieder, auch in den Testspielen der letzten Tage war keine Verbesserung zu erkennen. Rüdiger: "Das ist derzeit keine Mannschaft, sondern ein Hühnerhaufen."

Solche Worte tun Despotovic weh. "Es gab kein Gespräch mit mir, ich bin total überrascht und sehr enttäuscht", klagte der geschasste Coach, "ich habe ein ruhiges Gewissen, meine Arbeit ordentlich gemacht. Es ging drei Jahre lang nur steil bergauf, so schlecht kann ich nicht gewesen sein."

Der Präsident sieht das zwar ähnlich, glaubt aber: "Darko ist auch ein Opfer seiner Unerfahrenheit, er kam mit der neuen Situation nicht zurecht, wollte sich nicht helfen lassen, sondern seine Linie durchziehen." Offenbar führte auch sanfter Druck von Sponsoren zur Trennung.

Kapitän Alexander Plaschnick ist erstaunt über den Zeitpunkt der Entlassung. "Vor Weihnachten hätte ich das verstanden, jetzt ist es ein bisschen komisch." Nicht mehr alle Spieler hätten hinter Despotovic gestanden, das Potenzial des Teams sei nicht abgerufen worden. "Mir war klar, dass langfristig etwas passieren musste."

Manager Michael Nickeleit (gestern nicht erreichbar) hatte noch vor einigen Wochen erklärt, dass der VC Markranstädt in zwei bis drei Jahren in der deutschen Spitze mitmischen und international spielen will - mit Despotovic. Dieser wiederum möchte irgendwann Bundestrainer werden. Beide Träume können noch wahr werden, auch wenn der Verein und sein (Ex)-Coach nun erst einmal vor einem Scherbenhaufen stehen.

Steffen Enigk

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Donnerstag. 15. Januar 2004

1:3 - SCC unterliegt Piräus

Der deutsche Volleyball-Meister kassiert im dritten Champions-League-Spiel die zweite Niederlage

Beim Aufwärmen war alles wie immer. Marco Liefke bereitete sich mit seinen Mannschaftskollegen auf die Partie vor. Nur ein dicker weißer Tapeverband um sein rechtes Sprunggelenk verriet, dass etwas nicht stimmte. Wenige Minuten später gingen die Spieler des SC Charlottenburg aufs Parkett - und Liefke stellte sich zu den Ersatzspielern. Neben ihm lehnte Außenangreifer Sebastian Prüsener am Geländer der Sömmeringhalle, in Jeans und mit zwei Krücken. Ausgerechnet vor der wichtigen Champions-League-Partie gegen Olympiakos Piräus hatte der SCC Verletzungspech: Liefke zog sich am Montag eine schwere Bänderdehnung zu, Prüsener fehlt wegen einer Verletzung im rechten Sprunggelenk.

Anfang des dritten Satzes brachte Trainer Mirko Culic Liefke dann doch - aber auch der gehandicapte 29-jährige ("Mein Fuß ist grün und blau angeschwollen, da könnte man schöne Fotos von machen") konnte nicht verhindern, dass die Gastgeber trotz einer guten Vorstellung 1:3 (22:25, 26:28, 25:18, 17:25) verloren. Das Viertelfinale ist damit nur noch theoretisch zu erreichen. Der SCC hat nun einen Sieg und zwei Niederlagen auf dem Konto und liegt hinter Benetton Treviso (drei Siege) und Piräus (zwei Siege) nur auf Platz drei in der Vorrunden-Gruppe A. "Die Chancen sind gleich Null", sagte Culic, "dafür bracht man vier oder fünf Siege."

Wenige Stunden vor dem Spiel hatte Physiotherapeut Somnath Chakraborty zwar grünes Licht für einen Einsatz Liefkes gegeben, aber Culic ließ den angeschlagenen Diagonalangreifer zunächst draußen. Er befürchtete, Liefke würde nicht fünf Sätze durchstehen. Zwei Spieler aus der ersten Sechs musste er dadurch ersetzen, brachte dafür die Youngster Robert Kromm und Christoph Eichbaum. Das neuformierte Team brauchte keinerlei Eingewöhnungsphase - ganz im Gegenteil: Nach wenigen Minuten führten die Berliner in der Sömmeringhalle vor rund 2000 Zuschauern mit 8:3. Das war vor allem ein Verdienst von Kromm (19). Der 2,11-m-Außenangreifer begann gut und hielt das hohe Niveau bis zum Ende. "Robert war sehr, sehr stark", lobte Culic. Kromm selbst, der mit 26 Zählern punktbester Spieler des Abends war, beurteilte seinen Auftritt dagegen äußerst bescheiden als "recht stabil".

Der Serienmeister aus Griechenland indessen ließ sich vom Fehlstart überhaupt nicht beirren, bei 9:9 war Olympiakos zurück im Spiel. Während die eine Nummer 1 - Kapitän Liefke - sich das Spiel zu diesem Zeitpunkt noch von draußen ansehen musste - avancierte die andere Nummer 1, Kostas Christofidelis zum besten Mann in seiner Truppe. Mit seinen variantenreichen Aufschlägen konnte sich Piräus am Ende des ausgeglichenen Satzes entscheidend absetzen.

Im zweiten Durchgang erarbeitete sich der SCC sogar zwei Satzbälle, wiederum erwies sich der Favorit aber in den entscheidenden Situationen als einen Tick cleverer. "In diesen Situationen haben uns Alternativen zum Wechseln gefehlt", analysierte Liefke später.

Vieles sprach nach dem unglücklichen Satzverlust für ein glattes 3:0 der Gäste. Aber die Berliner, nun mit ihrem stärksten Angreifer, kamen noch einmal zurück. Erst im vierten Satz schwanden die Kräfte zusehends und Piräus brachte die Partie am Ende sicher nach Hause.

"Im letzen Satz konnten wir nicht mehr so dagegenhalten wie zuvor. Darüber bin ich etwas enttäuscht, aber ansonsten bin ich zufrieden", bilanzierte Culic. Im nächsten Champions-League-Spiel geht es kommenden Mittwoch auswärts gegen - Olympiakos Piräus.

Sebastian Schlichting

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Donnerstag. 15. Januar 2004

Den Schwung von Baku mitnehmen

Nach Athen-Ticket jetzt wieder Bundesliga-Punkte im Visier

Die Augen waren schwer, als Kerstin Tzscherlich und Christiane Fürst am letzten Sonntag gegen 23 Uhr auf dem Dresdner Airport aus dem Flieger stiegen. Aus Baku kommend, über London und Frankfurt waren sie nach dem erfolgreichen Abenteuer Olympia-Qualifikation endlich wieder zu Hause gelandet. Doch an lange Erholung ist nicht zu denken. Steht doch am Samstag gegen Bayer Leverkusen (17Uhr, Halle Bodenbacher Straße) bereits wieder ein harter Brocken in der Bundesliga ins Haus.  
 
Athen, Athen – wir fahren nach Athen. Der Jubel nach dem erfolgreichen Olympia-Qualifikations-Finale gegen die Türkei wollte kein Ende nehmen. Mit einem souveränen 3:0 hatten die deutschen Frauen die phantastischen Leistungen der letzten Tage gekrönt und sich das einzige noch verbliebene Ticket zu den Olympischen Spielen gesichert. Die erste Sektflasche kreiste nur Sekunden nach dem entscheidenden Matchball von Mund zu Mund – spendiert vom Deutschen Botschafter in Aserbaidschan, der das Finale live in der Halle erlebte. Selbst der sonst mit stoischer Ruhe glänzende Bundestrainer Hee Wan Lee war völlig aus dem Häuschen. „Unglaublich. Das ist eine Riesen-Überraschung. Wir hatten ein sehr schweres Spiel gestern, deswegen hatte ich Sorgen, wie fit meine Spielerinnen sind. Ich war überzeugt, heute eine gute Chance zu haben. Vor dem Turnier habe ich nicht geglaubt, dass wir es schaffen. Es sieht jetzt so aus, dass die Männer in der Delegation Glatzen bekommen, aber ich weiß noch nicht, wer uns rasiert.“ Kurz nach dem Abendessen war es dann soweit – Diagonalangreiferin Judith Sylvester schnappte sich einen Langhaarschneider und bescherte den Männern der DVV-Delegation viel Wind um die Ohren. Unter großem Gejohle ging es dann in die Hoteldisko, in der bis drei Uhr morgens kräftig gefeiert wurde.  
 
Dabei hatte der Erfolg der deutschen Frauen während des Turniers gleich mehrmals auf Messers Schneide gestanden. Nach dem klaren Auftaktsieg gegen Gastgeber Aserbaidschan folgte einen Tag später das ernüchternde 2:3 gegen Polen – den entscheidenden fünften Satz verlor man mit 14:16. Gegen Russland drehte das Team um Kapitän Angelina Grün den Spieß dann um. Mit 15:13 entschied man das Match im Tie-Break für sich. Das Halbfinale war erreicht.  

Dort allerdings wartete niemand geringer als Italien. Und nach den ersten beiden klar verlorenen Sätzen schien das Ende der Olympia-Träume besiegelt. Doch mit einer ungeheuren Moral schafften die deutschen Damen die Wende, entschieden Durchgang drei und vier für sich und hatten dann auch im entscheidenden fünften Satz mit 17:15 dass bessere Ende für sich. „Spätestens nach diesem Sieg wussten wir – das Olympia-Ticket ist zum Greifen nah“ resümiert Kerstin Tzscherlich, die als Libera ein Klasse-Turnier spielte, mit ein paar Tagen Abstand. „Wer Russland und Italien schlägt, der kann auch mit der Türkei fertig werden. Gewarnt waren wir trotzdem. Schließlich hatten die Türkinnen bis zum Endspiel ein sehr gutes Turnier gespielt.“  

Im Finale spielte sich die DVV-Mannschaft dann in einen regelrechten Rausch. Nach einem 25:22 im ersten und einem schon deutlicheren 25:16 im zweiten Satz war die Moral des Gegners gebrochen. Die Türkinnen ergaben sich in ihr Schicksal und hatten der deutschen Mannschaft nichts entgegen zu setzen. Der überragenden Atika Bouagaa war es dann vorbehalten, den zweiten Matchball zum 25:7 ins gegnerische Feld zu hämmern.  
 
Mit Judith Silvester, Kathy Radzuweit und Julia Schlecht werden am Samstag gleich drei der erfolgreichen Nationalspielerinnen im Trikot von Bayer Leverkusen in Dresden aufschlagen. Nach kurzer Wiedersehensfreude werden Kerstin Tzscherlich und Christiane Fürst dann vor allem versuchen, sich für die 1:3-Niederlage im Hinspiel zu revanchieren. „Das war echt blamabel damals“ meint Kerstin Tzscherlich. „Da klappte vor allem in der Annahme rein gar nichts. Das wird uns definitiv nicht wieder passieren“. Leicht wird ein Sieg gegen Leverkusen dennoch nicht werden. Schließlich steht Bayer derzeit in der Tabelle mit gerade mal zwei Punkten Abstand nur einen Rang hinter dem Dresdner SC.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Donnerstag. 15. Januar 2004

Kathleen Weiß träumt jetzt von Olympia

SSC-Zuspielerin will nach Athen / "Chance ist da"

Schwerin "Es wird einem jetzt schon bewusst, was wir geleistet haben", meinte Kathleen Weiß. Die 19-jährige SSC-Zuspielerin war beim grandiosen Erfolg der deutschen Volleyballerinnen bei der Olympia-Qualifikation in Baku/Aserbaidshan dabei.

Am späten Sonntagabend war die Schwerinerin wieder zurück in der Heimat. Seit Montag bekommt Kathleen von vielen Seiten Glückwünsche. "Da im Fernsehen unsere Spiele gezeigt wurden, wurde ich sogar bei der Arbeit auf unseren Erfolg angesprochen", erzählte die Auszubildende zur Diplom-Finanzwirtin beim Finanzamt Schwerin nicht ohne Stolz.

Neben Tanja Hart (Ulm) und Julia Schlecht (Leverkusen) war Kathleen eine der drei Zuspielerinnen, die in Baku dabei waren. So kam sie in Aserbaidshan zu drei Kurzeinsätzen gegen Polen, Russland und im Finale gegen die Türkei. "Für mich galt es in erster Linie Erfahrungen zu sammeln. Es kommt nicht darauf an, wieviel jemand spielt, sondern dass wir es als Mannschaft schaffen", sieht die 19-Jährige eine Erfahrung, die sie gemacht hat. Und eines betonte sie dazu: "Es war eine Super-Stimmung in der Mannschaft. Da hat keine irgendwelche Allüren." Weiter kam sie mit der Erkenntnis nach Hause, dass "man dort gegen die gesamte europäische Spitze gespielt hat und man gemerkt hat, wo noch einiges fehlt".

Die SSC-Zuspielerin will sich in den kommenden Monaten noch weiterentwickeln. Denn schließlich winken die Olympischen Spiele in Athen. "Ich denke kaum, dass Hee Wan Lee drei Zuspielerinnen mitnimmt. So wird die Entscheidung zwischen Julia und mir fallen. Aber eine Chance für mich ist da. Olympia ist immer ein Traum." Und da will sie im Trikot mit der Nummer zwei auflaufen. Dieses hat für sie eine ganz besondere Bedeutung. Denn schon bei der DVV-Juniorinnen-Auswahl trug sie die Nummer zwei und führte das Team im Sommer 2003 bei der Juniorinnen-WM zu Rang fünf. "Da Beatrice Dömeland (Zuspielerin in Dresden - d.A.) aufgehört hat, wurde die ,2' frei. Das freut mich natürlich, dass ich so jetzt meine Nummer wieder habe", plauderte Kathleen, die seit Dienstag wieder beim SSC, wo sie übrigens die "3" auf dem Trikot hat, im Training steht.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Donnerstag. 15. Januar 2004

Fünf "Heldinnen von Baku" stehen in Dresden auf dem Feld

Dresden. Am Sonnabend starten die DSC-Volleyballerinnen ins neue Jahr. Gleich das erste Heimspiel 2004 verspricht einen Leckerbissen. Die Elbestädterinnen erwarten das Team von Bayer Leverkusen in der Halle an der Bodenbacher Straße. Der Tabellenfünfte liegt mit nur zwei Punkten Rückstand hinter dem DSC. "Wir haben gegen Leverkusen noch etwas gut zu machen, zu Saisonbeginn mussten wir dort eine ärgerliche 1:3-Niederlage einstecken. Mit einem Sieg können wir uns zudem ein gewisses Polster nach hinten verschaffen", so DSC-Trainer Arnd Ludwig vor der Partie, bei der fast die halbe Nationalmannschaft, die in Baku das Olympia-Ticket erkämpfte, auf dem Feld stehen wird. 

Neben den beiden DSC-Auswahlspielerinnen Kerstin Tzscherlich und Christiane Fürst sind es auf Seiten der Leverkusener Judith Sylvester, Kathy Radzuweit und Julia Schlecht. Deshalb hat sich auch der Vorstand etwas einfallen lassen. Die fünf Damen erhalten für ihren Erfolg Blumen - die überreicht keine Geringere als Grit Naumann. Die Ex-Nationalspielerin, die das Volleyball-ABC in Meißen erlernte, war zweimal Europameisterin, erlebte zwei Olympische Spiele.

Damit die DSC-Damen auf die Spitzenpartie optimal vorbereitet sind, absolvierten die Ludwig-Schützlinge am Montag und Dienstag zwei Testspiele beim polnischen Erstligisten Breslau. Die erste Partie ging 0:3 verloren, in der zweiten setzten sich die Dresdnerinnen 3:2 durch. Ludwig dazu: "Kerstin Tzscherlich merkte man die Strapazen der Olympia-Qualifikation noch an. Sie und auch Christiane Fürst mussten sich auch erst wieder mit den anderen einspielen. Ansonsten sind alle gut drauf, lediglich Jana Vavrova hatte noch ein paar Probleme. Ich denke aber, auch sie kann am Sonnabend spielen."

Der DSC hofft am Sonnabend auf einen neuen Zuschauer-Saisonrekord. Der steht bisher bei 1924 Besuchern aus der Partie gegen Ulm.

Astrid Hofmann

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel