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| Norddeutschland - Pinneberger Zeitung |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
VGE auf Schleswig-Holstein-Tour
Klare Siege in Kiel und Flensburg
Elmshorn - In der Volleyball-Regionalliga Nord kann es für die derzeit zweitplatzierten Frauen der VG Elmshorn für den Rest der laufenden Saison nur eine "Marschrichtung" geben: die eigenen Partien gewinnen und auf Ausrutscher von Spitzenreiter SVF Neustadt-Glewe hoffen.
Zumindest ersteres funktionierte zum Punktspielauftakt im neuen Jahr hervorragend, beim TuS Holtenau kamen die Elmshornerinnen binnen 74 Minuten zu einem 3:1 (22:25, 25:12, 25:16, 25:20), ohne indes den Rückstand auf den verlustfreien Tabellenführer (3:0 beim SC Rönnau) verringern zu können.
Nach
"verschlafenem Auftakt" (Trainer Burkhard Skibitzki) gaben die
VGE-Frauen in Kiel zwar den ersten Satz ab, übernahmen dann aber das Kommando.
In der Annahme, zu Spielbeginn noch das "Sorgenkind" des VGE-Coaches,
brillierte Katja Sass, und im Block war die routinierte Meike Sievers einmal
mehr eine Bank.
"Ich hätte im
letzten Satz gern noch einmal Sarah Hoppe und Svea Brügge gebracht, aber der
Spielverlauf hat es nicht zugelassen", bedauerte Skibitzki den Umstand,
dass seine Youngster weniger Einsatzzeit bekamen als erhofft. Am Sonnabend
(16.30 Uhr) gastieren die Elmshornerinnen beim TSV Glinde, dem sie in der
Hinrunde in eigener Halle 1:3 unterlagen.
Die Regionalliga-Männer der VGE haben mit ihrem nächsten Gegner, dem HTB Uhlenhorst (Sonnabend, 19 Uhr), ebenfalls noch eine Rechnung offen (Hinspiel 1:3). Als "Aufbaugegner" kam da Aufsteiger und Schlusslicht SV Adelby gerade recht: In Flensburg setzten sich die Elmshorner nach zuletzt drei Niederlagen mit 3:0 (25:23, 25:17, 25:13) durch.
VGE-Zuspieler
Ekkehard Goller sprach von einem "wichtigen Sieg" - kein Wunder,
reicht doch das "Mittelfeld" der Regionalliga derzeit von Rang drei,
den die VGE einnimmt, bis zu Abstiegsplatz neun. "Spätestens jetzt müsste
jeder von uns begriffen haben, dass wir uns keine Ausrutscher mehr erlauben dürfen",
sagt Goller, dessen Mannschaft in Flensburg nur im ersten Satz gefordert wurde.
Ein viel versprechendes Debüt im Elmshorner Regionalliga-Team gab der 1,96
Meter große Karsten Schreiner (VGE II/Landesliga).
fwi
| Hamburg - Oststeinbeker SV-News |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
Ostbek
Pirates kurz vor der Meisterschaft
Es ist
wie im Traum: Mitte Januar stehen die Verbandsliga-Männer des Oststeinbeker SV
bereits vor dem Aufstieg in die Regionalliga. Nach den beiden neuerlichen Siegen
gegen Harburg (3:1) und Friedrichsgabe (3:0) hat die Mannschaft von Trainer Kay
Lühr bereits zehn Punkte Vorsprung auf den Zweiten - bei sechs noch
ausstehenden Spielen.
Mit 32:4
Punkten ziehen die Ostbek Pirates mittlerweile einsam ihre Kreise an der
Tabellenspitze, ein Abschneiden, mit dem beim Aufsteiger vor der Saison keiner
gerechnet hatte. "Wir wussten, dass wir jeden schlagen können", sagt
Trainer Lühr, "aber dass wir unter Druck so konstant spielen, hätte ich
nicht gedacht." Am Sonntag musste er gegen den Harburger TB zwar mal wieder
ein paar Nerven lassen, am Ende aber setzten sich seine Schützlinge sicher
gegen den ehemaligen Aufstiegsapiranten durch. Prächtig spielte dabei vor allem
der junge Raoul Pagel, der den erkrankten Lars Studt auf außen glänzend
vertrat. Gegen den SV Friedrichsgabe war der klare Sieg dann nur mehr Formsache.
Nun können
die Pirates bereits am kommenden Sonntag mit zwei Siegen gegen Berne und den
Eimsbütteler TV alles klar machen in Sachen Meisterschaft. Abteilungsleiter Jan
Schneider, selbst für die Pirates aktiv, spricht von "einer wunderbaren
Sache. Mit einer Regionalliga-Truppe können wir demnächst Talente perfekt an
unseren Zweitliga-Kader von Bernd Schlesinger heranführen. Wer mit 18, 19, 20
Jahren den Ehrgeiz hat, ein richtig geiler Volleyballer zu werden, bekommt bei
uns künftig die beste Förderung, die es im Hamburger Raum gibt."
Mit den
beiden verantwortlichen Trainern Schlesinger und Lühr wollen die OSV-Macher
bald ein Konzept erstellen, mit dem die beiden leistungsorientierten
Mannschaften in Zukunft noch enger verzahnt werden sollen.
Und die
Planungen gehen noch weiter: Da die Gemeinde Oststeinbek bis zum Jahresende die
Fertigstellung der neuen Halle angekündigt hat, wäre bald Platz für mehr
Mannschaften. Idealerweise könnte sich eine Landes- oder Verbandsliga-Truppe
dem OSV anschließen, ein erstes Gespräch mit einer interessierten Mannschaft
soll bald geführt werden. "Es wäre wirklich fabelhaft, wenn wir das auch
auf die Reihe bekämen", sagt Schneider. Die Weichen für die Zukunft, sie
werden in Hamburgs Wildem Osten in den kommenden Wochen gestellt.
| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
VfB Friedrichshafen ohne Chance bei Tours VB
FRIEDRICHSHAFEN - Wie schon im Hinspiel der INDESIT European Champions League war der französische Vertreter Tours VB auch im Rückspiel eine Nummer zu groß für den VfB Friedrichshafen. Der 2:3-Niederlage in Friedrichshafen folgte am Dienstagabend ein 0:3 (19:25, 23:25, 16:25) in Frankreich.
„Die anderen waren besser. Das muss man einfach anerkennen“, so der Kommentar von VfB-Trainer Stelian Moculescu zur Leistung seiner Mannschaft.
Damit ist Tours so gut wie sicher in der nächsten
Runde. Friedrichshafen hat damit nur noch theoretische Chancen weiterzukommen.
Im anderen Spiel in Pool D spielte Odintsovo Moskau gegen Falck Pärnu ebenfalls
mit 3:0.
| Deutschland - Südwest Presse |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
Von der
leichten Bundesliga-Hürde ins adrenalinhaltige internationale Kampfgetümmel
gegen Vrilissia Athen: Die Ulmer Volleyball-Damen müssen sich morgen (19.30
Uhr, Kuhberghalle) im Viertelfinal-Hinspiel des Top-Teams-Cup eines starken
Gegners erwehren.
Das Video hat bei den Schmetterkünstlerinnen des SSV Ulm Aliud Pharma und deren Trainer deutliche Wirkung gezeigt. "Das wird sehr sehr schwer, ein ganz hartes Spiel. Wir müssen am oberen Niveau spielen", hat Mathias Eichinger gesagt, als er das Video vom Achtelfinal-Rückspiel zwischen Slavia UK Bratislava und dem Filathletic Club Vrilissia studiert hatte. Die Griechinnen hatten sich in der Slowakei zwar mit 1:3 beugen müssen, weil sie aber vor der heißblütigen Heimkulisse ein 3:0 vorgelegt hatten, war der Sprung ins Viertelfinale des Top-Teams-Cup dennoch gelungen.
Über die Stärke der Mannschaft aus dem Vorort der Olympia-Metropole, zwölf Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums gelegen, sind sich alle einig. Eichinger schränkt zwar ein, dass man die Qualität eines Teams in einem Video-Tape nicht ganz genau einschätzen können, attestiert den Griechinnen aber, so stark wie die besten drei Bundesliga-Teams zu sein. Auch Saara Loikkanen war beeindruckt. "Die sind eine Stufe besser als im Achtelfinale Madeira. Wir werden richtig gut spielen müssen", betont die finnische Außenangreiferin. Was Tanja Hart unterstreicht: "Wir müssen einiges zulegen. Das Final Four ist ein toller Anreiz. Aber das zu erreichen wird schwer, weil wir viele junge Spielerinnen haben."
Das Ulmer Ensemble ist gegen den griechischen Pokalsieger also voll gefordert. Überraschen kann die Tatsache, dass im Viertelfinale eines europäischen Cups eben kein "Fallobst" wie z. B. Madeira mehr vertreten ist, eigentlich nicht. Ohne ein Gütesiegel gibts eben keine Eintrittskarte ins Final Four.
Vrilissia bietet ein großgewachsenes, deutlich älteres und erfahreneres Team auf als der SSV. Ein Trio ist jenseits der 30, ja die albanische Libera ist gar schon 37 Jahre alt. Eichingers Gegenmittel: möglichst schnell spielen - Tanja Hart solls richten. Die Zuschauer dürften ein heißes Duell zu sehen bekommen.
Der Ulmer Coach hat volles Vertrauen in die Fähigkeiten seiner Schützlinge: "Selbst wenn wir nur 3:2 gewinnen, können wir weiterkommen. Auswärts sind wir genau so stark wie hier, wenn nicht gerade extreme Bedingungen herrschen." Für Manager Dr. Heinz Widmaier ist ein Ergebnis "nicht schlechter als 3:1" wünschenswert. Sabrina Roß, die auf der Diagonalposition eingesetzt wird - so hat es Eichinger in Abstimmung mit seinen Hauptdarstellerinnen entschieden - , formuliert das Ziel so: "Ein 3:0 wäre vermessen. Aber ein gutes 3:1 mit Sätzen, die wir unter 20 gewinnen, würde uns nicht unter Zugzwang setzen." Gestern lud Eichinger drei Männer von den Landesligisten VfB Ulm/TV Wiblingen ins Training ein, um seine Damen wirklicher Angriffswucht auszusetzen. Überdies war "Stresstraining" angesagt: Dabei wird der Ball viel schneller wieder ins Spiel gebracht, als es normalerweise geht. Vrilissia kann kommen.
INFO
Wer Eintrittskarten vom Berlin-Spiel vorlegt, erhält 2 Euro Ermäßigung.
Kinder bis elf Jahre haben gegen Vrilissia freien Eintritt.
K.
Vestevig
| Deutschland - www.volleyball.de |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
Interview
mit Manager Rolf Werner
Rolf
Werner (47, Foto), leitender Angestellter einer Firma in Nürnberg, ist Gründungsmitglied
der bald 30 Jahre alten SG Eltmann und seinem Klub seitdem als Spielertrainer,
Abteilungsleiter und Jugendtrainer verbunden. Derzeit ist Werner beim
Erstliga-Aufsteiger als Manager aktiv. Mit Rolf Werner unterhielt sich Michael
Horling.
Die
SG Eltmann spielt im Oberhaus bislang eine gute Rolle. Wussten Sie schon im
Sommer, dass die Mannschaft mithalten kann?
Wir haben uns Platz acht
vor Saisonbeginn als Platz als Ziel gesetzt. Und jetzt wollen wir ihn möglichst
auch nicht mehr loslassen, auch wenn natürlich noch eine ganze Menge Spiele
anstehen.
Setzen Sie sich nach bislang
vier Saisonsiegen neue Ziele?
Das wäre doch vermessen.
Ziel bleibt Platz acht, wobei uns die Mannschaften hinter uns ganz schön im
Nacken sitzen.
Sie wollen also in die
Play-offs?
Ja, in erster Linie, weil
die letzten beiden der Abstiegsrunde in die 2. Liga müssen und der Dritte und
Vierte in die Relegation müssen. Die Play-off-Ränge sind also die beiden
einzigen sicheren Nichtabstiegsplätze.
Ein etwas seltsamer Modus....
Man hat ihn eingeführt,
weil die Bundesliga eine Zweiklassengesellschaft und das Gefälle groß ist. Der
Anreiz der Top-Teams ist so einfach höher, wenn sie einmal mehr gegeneinander
spielen. Schade natürlich, dass unsere Fans in Eltmann deshalb Friedrichshafen
nicht sehen können. Aber das wäre ja in den Play-offs noch nachzuholen.
Sind Sie mit den bislang rund
1000 Fans bei den Heimspielen im Schnitt zufrieden?
Sehr sogar, auch wenn wir
noch 300 bis 400 hineinbringen würden. So wie gegen den SCC Berlin im ersten
Heimspiel, als 1400 Zuschauer da waren.
Wäre denn mehr möglich,
vielleicht ein Ausweichen ins Bamberger Forum, wo bis zu 4500 Zuschauer Platz
finden - und somit 3000 mehr als in der Georg-Schäfer-Halle in Eltmann?
Das steht nicht zur
Debatte. Wobei es mal einen losen Kontakt gab zu den Basketballern, um
vielleicht, wie anderswo schon durchgeführt, zwei Sportarten an einem Tag zu
zeigen. Vorerst ist das aber auf Eis gelegt. Jetzt haben wir die Halle in
Eltmann Bundesliga tauglich gemacht und wollen diese Investitionen nicht brach
liegen lassen. Ganz anders könnte es schon wieder aussehen, wenn die Regularien
ab 2007 vielleicht mindestens neun Meter hohe Hallen verlagen.
Kann sich eine Kleinstadt wie
Eltmann überhaupt langfristig in der Bundesliga etablieren?
Ich glaube nicht, dass wir
nur ein kurzes Gastspiel geben. Unser Konzept ist langfristig angelegt, hängt
natürlich von den zwei Hauptsponsoren ab und von vielen kleineren Geldgebern,
die zur Risikostreuung notwendig sind. Davon darf niemand ausscheren.
Wenn man wie Sie seit Jahren
und auch der drittklassigen Regionalligazeit mitmischt und alles tut, um einen
kleinen Verein nach oben zu bringen - ist dieses Bundesligajahr für Sie noch
immer ein Traum?
Ja, und wir sind stolz
darauf, hier in der mit nicht einmal 6000 Einwohnern kleinsten Bundesliga-Stadt
so einen Sport zu bieten. Manchmal ist es aber aufgrund des immensen Aufwandes
auch ein Albtraum.
| Deutschland - Berliner Zeitung |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
Meister
SC Charlottenburg bietet bis auf den verletzten Nationalspieler Sebastian Prüsener
seine Bestbesetzung im Champions-League-Spiel am Mittwoch bei Olympiakos Piräus
auf. Während Prüsener nach einer Kapsel- und Bänderverletzung mit leichtem
Training begonnen hat, kann Trainer Mirko Culic wieder voll auf Hauptangreifer
Marco Liefke bauen, der zuletzt wegen einer Fußverletzung nur sporadisch zum
Einsatz kam. In Piräus ist der SCC, der bislang lediglich eines seiner drei
CL-Spiele gewann, nur Außenseiter.
| Schweiz - Neue Zürcher Zeitung |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
Köniz:
Vor weiterem Schritt an Europas Spitze
Könizer
Volleyballerinnen erstmals in der Champions League
skl. «Vor
sieben Jahren hat mich jeder ausgelacht, als ich sagte, wir wollen Schweizer
Meister werden», erzählt Beat Ackermann. In den letzten vier Saisons aber hat
die Volleyball-Frauenequipe aus Köniz, die Ackermann als Manager betreut, stets
den Titel gewonnen. Heute wird geschmunzelt, wenn der Geschäftsführer sagt, Köniz
wolle in drei bis vier Jahren die Champions League gewinnen. Rund 750 000
Franken beträgt das Klubbudget des Berner Vereins - mit steigender Tendenz, was
auch so sein muss. Denn Cannes, Champions-League-Sieger der vergangenen
Spielzeit, verfügt über geschätzte finanzielle Mittel von zwei Millionen
Franken. Ähnlich hohe finanzielle Unterstützung wird laut Ackermann auch
italienischen Topteams zuteil. Und auf ein solches trifft die Auswahl von
Trainer Marc Gerson am Donnerstag in den Gruppenspielen der Champions League. Im
Kader aus Novara stehen He Qui und Sun Yue, 1996 mit dem chinesischen
Nationalteam an den Olympischen Spielen Silbermedaillengewinnerinnen. Novaras
Hauptangreiferin Malgorzata Glinka wurde 2003 zur europäischen Volleyballerin
des Jahres gekürt. Und noch ein Jahr davor waren Sara Anzanello, Anna Vania
Mello und Paola Cardullo mit der Squadra Azzurra Weltmeisterinnen geworden.
Ein Sieg
von Köniz wird in der Dreier-Poule daher höchstens im Heimspiel am Mittwoch
gegen Belgrad erwartet. Auch für einen Sieg gegen die talentierten Spielerinnen
aus Serbien, von denen keine älter als 21-jährig ist, braucht es indes eine
Spitzenleistung. Noch vor drei Wochen erstarrten die Könizerinnen an den Top
Volley International in Basel gegen Jekaterinburg in Ehrfurcht vor dem hochkarätigen
Gegner, begingen Fehler um Fehler. Zwar gelang im Turnierverlauf eine
Steigerung. Doch lösten zwei Wochen später Transferaktivitäten bei Voléro Zürich
abermals derart starke Verunsicherung aus, dass vor zehn Tagen der erste Satz
des Cup-Viertelfinals gegen den Vertreter aus der B-Liga zur Zitterpartie
geriet. Er verstehe die Nervosität auch nicht, gestand Gerson, «aber man darf
nicht vergessen, dass das Team noch jung ist». Im Sommer beendeten erfahrene
Teamstützen wie Strazdina, Cornelia Gerson, Krebs, Keller und Grossen ihre
Karriere oder verliessen den Verein.
Die
notwendig gewordenen Rochaden werfen die Frage nach dem Stand im Prozess der
Teambildung auf. Das umso mehr, als Mitte Dezember auch noch Aida Shouk
beschlossen hat, dem Spitzensport per sofort den Rücken zuzukehren. Zwar wurde
im noch neunköpfigen Kader rasch ein neuer Libero gefunden, die daraufhin zusätzlich
verpflichtete Verstärkung im Aussenangriff, Hristina Koleva, traf aber erst
letzte Woche in der Schweiz ein. Zu spät? Für die Zwischenrunde qualifizieren
sich nur die fünf Gruppensieger sowie die punktbeste zweitklassierte
Mannschaft.
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
Manager
Lammering: "Schüttorf auch in Zukunft eine Hochburg"
Nach der
1:3-Niederlage gegen Fortuna Bonn ist der Zweitliga-Abstieg für den FC 09 aus
eigener Kraft wohl kaum noch vermeidbar. Mit den konkreten Zukunftsplanungen
wollen die Verantwortlichen sich ab Anfang März auseinandersetzen.
schüttorf
– Die Ernüchterung und Enttäuschung bei den Zweitliga-Volleyballern des FC
Schüttorf 09 war am Sonntag nach dem 1:3 gegen Fortuna Bonn riesengroß.
"Besonders bitter war, dass wir genug Chancen hatten, um zu gewinnen",
blickte 09-Coach Dirk Schlotfeldt noch einmal auf die insgesamt zwölf
vergebenen Satzbälle im dritten und vierten Satz zurück. Mit der
Heimniederlage verspielte der FC 09 gegen den direkten Konkurrenten im
Abstiegskampf die realistische Chance, den Klassenverbleib aus eigener Kraft zu
schaffen. Da sich alle Aktiven und Verantwortlichen im Lager des Tabellenletzten
darüber im Klaren sind, dass der Sprung auf den viertletzten Tabellenplatz mit
dem momentanen Leistungsstand nicht im Bereich des Machbaren ist, sind aus der
Obergrafschaft Durchhalteparole zu hören. "Wir dürfen den Kopf nicht in
den Sand stecken. Vielleicht kommt jetzt auch die Lockerheit zurück", sagt
Schlotfeldt.
Bei der
Zielsetzung für den Rest der Saison ist sich das Trainergespann einig. Wie
Heike Flockert gibt auch Schlotfeldt das Erreichen des drittletzten
Tabellenplatzes als Ziel aus. Momentan stehen dort die Volley Tigers
Ludwigslust, die bei 6:22 Punkten auch erst einen Sieg mehr eingefahren haben
als die Schüttorfer. Allerdings würde dieser Rang nur dann den Klassenverbleib
sichern, wenn sich eine Mannschaft aus der Zweiten Liga zurückziehen oder ein
Regionalligist auf sein Aufstiegsrecht verzichten würde.
Routinier Jörg Alsmeier, der sich gegen Ende der Hinrunde wegen der Misere zu einer Rückkehr in die erste Mannschaft bereit erklärt hatte, wird für den Rest der Saison aber nicht mehr im Aufgebot stehen. "Er hat vorher gesagt, dass er nur solange mitmacht, wie eine realistische Chance besteht", erklärt Schlotfeldt, "es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sich überhaupt zur Verfügung gestellt hat." Alsmeier will sich wieder mehr seiner Familie widmen.
Nur noch sporadisch wird im letzten Saisondrittel wohl Henning Wegter das 09-Trikot überstreifen. Das 16-Jährige zieht in der kommenden Woche wie geplant ins Volleyball-Internat von VC Olympia Berlin um. Weil der Mittelblocker, der zuletzt auch im Außen- und Diagonalangriff überzeugte, außerdem eine Einladung zum Jugend-Nationalmannschaftslehrgang (Jahrgang 1987) Anfang Februar im schleswig-holsteinischen Malente erhielt, steht noch nicht fest, wie viele Spiele Wegter noch für den FC 09 bestreiten wird. Das Schüttorfer Trainergespann wird dazu Absprachen mit VCO-Zweitliga-Trainer Michael Warm und Hubertus Golf (Regionalliga) treffen.
Mit Wegter verlässt das größte Talent den FC Schüttorf 09. Auch bei vielen anderen Akteuren ist noch nicht geklärt, ob sie in der kommenden Saison noch das 09-Trikot tragen werden. "Aber die Frage der personelle Zusammensetzung würde sich auch stellen, wenn wir nicht in die Regionalliga absteigen sollten", sagt 09-Manager Diedrich Lammering. Anfang März wollen die Verantwortlichen sich mit den Spielern zusammensetzen, um den Rahmen abzustecken. "Schüttorf wird aber auch in Zukunft eine Volleyball-Hochburg sein", verspricht Lammering, "wir werden weiterhin versuchen, Volleyball auf höchstmöglichem Niveau zu bieten."
Dies
alles soll aber im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten geschehen. Bei einem
Ende der Bundesliga-Ära soll ein Wiederaufstieg nicht mit der Brechstange und
der Verpflichtung von sechs gestandenen Spielern in Angriff genommen werden.
"Es muss wieder etwas wachsen", nennt Lammering die Philosophie, mit
der die Schüttorfer Volleyball-Sparte groß geworden ist und die erste
Mannschaft sogar ein Jahr in der deutschen Eliteklasse schmetterte.
Hinnerk Schröer
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
VCM:
Potenzial
vorhanden, Spaß muss zurückkehren
Markranstädt.
Die Vorentscheidung war schon am Montag gefallen. "Wir wollten nur noch mal
drüber schlafen", erklärte Michael Nickeleit. Gestern Mittag präsentierte
der Manager des Volleyball-Bundesligisten VCMarkranstädt Michael Mücke als
neuen Trainer, am Vormittag hatte die Mannschaft im Fitness-Studio bereits nach
den Plänen des 50-Jährigen trainiert. "Interims-CoachJan Betzien und ich
mussten schmunzeln. Denn wir hatten dasselbe geplant wie er: Intensives
Krafttraining im dunkelroten Bereich", so der Manager.
Das
letzte Spiel der Hinrunde am Sonnabend daheim gegen Bayer Wuppertal (Anpfiff
19.30 Uhr) wird das VCM-Team also aus dem vollen Training heraus bestreiten, um
sich auf die zehn Partien der Abstiegsrunde vorzubereiten. Diese beginnt - nach
derzeitigem Tabellenstand - am ersten Februar-Wochenende mit demLokalderby beim
VVLeipzig. "Das heißt nicht, dass wir das Spiel gegen Wuppertal abhaken.
Schließlich gehen alle Punkte mit in die Abstiegsrunde, ich sehe am Sonnabend
durchaus eine Chance", so der neue Mann am VCM-Ruder.
Der
einstige Bundesliga-Zuspieler Mücke, der neben den Stationen Düren und Innova
Berlin auch in Wuppertal erfolgreich als Trainer arbeitete, steht aus familiären
Gründen erst ab Montag zur Verfügung. Gegenüber unserer Zeitung nannte er
seine Aufgabe, mit dem Tabellenletzten den Klassenerhalt zu schaffen, als
"spannend und von der Herausforderung her kaum zu überbieten". Er
kenne nur einige Spieler, ist sich aber sicher: "Das Potenzial ist
vorhanden. Volleyball bedeutet sehr viel Arbeit im Kopf. Wenn die Mannschaft den
Spaß an der Sache wieder findet und unbedingt gewinnen will, werden sich auch
die Erfolge einstellen."
Laut
Nickeleit hätten beide Seiten offen über das knappe Finanzbudget des Neulings
gesprochen. "Seine Forderungen waren erfüllbar", so der Manager, der
Mücke gern längerfristig binden würde. "Darüber reden wir aber, wenn es
so weit ist", meint der Nachfolger von Darko Despotovic, der zunächst nur
bis Ende März Zeit hat, um den VCM zumindest von Platz zwölf auf Rang zehn und
damit in die Relegationsrunde zu befördern.
Frank
Schober
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
USC:
Griff
in die Überraschungstüte
Münster. Heute Morgen, dreieinhalb Stunden nach Mitternacht, hat sich der USC Münster auf den Weg nach Sofia gemacht. Nach dem Abflug in Köln und einem Zwischenstop in Prag nimmt er am Nachmittag Kurs auf die bulgarische Hauptstadt. Dort trägt der Damenvolleyball-Bundesligist morgen Abend (18.30 Uhr) als Gast von Levski Sofia sein Viertelfinal-Hinspiel im Top Teams Cup aus.
Es ist eine Reise mit Hindernissen und einigen Fragezeichen. Da Zuspielerin Kim Staelens verletzt ausfällt und deren Vertreterin, Hella Jurich, nicht für den Europapokal gemeldet wurde, muss Münster im Passspiel auf die Dienste der erst 18-jährigen Sandra Aßmann vertrauen. Eine ungewohnte Situation, nicht nur für das Talent, das bis Dezember im Zweitliga-Team seinen Platz hatte und sich nun inmitten zahlreicher Nationalspielerinnen profilieren möchte. Trainer Axel Büring glaubt an die Gymnasiastin und spricht ihr Mut zu: Sandra hat schon im Achtelfinalspiel gegen Albi Anteile gehabt und ihre Sache dabei sehr gut gemacht. Warum sollte ihr das nicht auch in Sofia gelingen? Mag sein, dass die junge Regisseurin tatsächlich schon die Qualität besitzt, in einer Europapokalpartie zu bestehen. Allerdings ist die aktuelle Situation für Aßmann völlig neu. In Albi wusste sie Kim Staelens hinter sich. In Sofia muss sie die Dinge allein regeln ein Drahtseilakt ohne Netz und doppelten Boden.
Es ist nicht viel, was Münster über Sofia weiß. Ein paar Namen von Nationalspielerinnen sind Büring geläufig, ein Video über den Kontrahenten liegt ihm nicht vor. Zumindest das Hinspiel morgen Abend wird für den USC zum Griff in die Überraschungstüte.
Die Unabhängigen waren über den französischen Erstligisten Albi ins Viertelfinale eingezogen, Levski hatte sich gegen den österreichischen Vertreter Schwechat Wien (3:1 und 2:3) behauptet. Wiens Manager Gerald Bek-Areschew sieht nun den USC in der Favoritenrolle. Eine Einschätzung, die Büring unbeeindruckt lässt. Wir wissen solche Aussagen richtig einzuordnen. Vermutlich kennt er unsere aktuelle Situation überhaupt nicht.
Der
bulgarische Volleyball hat in Europa einen guten Ruf. National ist Levski Sofia
die Nummer eins. Die Männermannschaft des Vereins kämpft aktuell in der
Champions League um internationales Ansehen. Die Damen peilen über Münster das
Final Four im Top Teams Cup an. Obschon die Mannschaft Elena Koleva während der
laufenden Saison Richtung Italien ziehen ließ, weiß sie immer noch vier
Nationalspielerinnen in den eigenen Reihen. Zuspielerin Lyubka Debarlieva (23),
Libera Mariya Filipova (21) sowie Radosveta Teneva (23) und Eva Yaneva nahmen
unlängst am europäischen Qualifikations-Turnier in Aserbeidschan teil. Sofia
hat gewiss Qualität. Im Viertelfinale des Europapokals gibt es keine leichten
Gegner mehr, erklärt Büring.
Wilfried Sprenger
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 21. Januar 2004 |
Männer:
Teilnehmer der Meisterrunde stehen fest
Einen Spieltag vor Ende der sogenannten
Qualifikationsrunde stehen die sechs Mannschaften der "Meisterrunde"
in der Männer-Bundesliga fest. Dies sind SCC Berlin, VfB Friedrichshafen, evivo
Düren, SV Bayer Wuppertal, TSV Unterhaching und MAOAM Mendig, die damit
definitiv um den Titel des Deutschen Meisters 2004 kämpfen werden. Die anderen
sechs Männer-Bundesligisten spielen ihrerseits in der "Abstiegsrunde"
um den Verbleib in der Liga. Der 1. und 2. der "Abstiegsrunde" sind
zudem für das Viertelfinale der Play-offs qualifiziert. Der 11. und 12. steigen
ab, der 9. und 10. bestreiten eine Relegation mit den beiden Vize-Meistern der
2. Ligen um einen Platz für die nächste Bundesliga-Saison (der genaue Modus im
Anhang).
Die Frauen-Bundesliga ermittelt nach einem anderen Modus den Deutschen Meister
2003/2004. Nach der Punktspielrunde, die am 14. März endet, spielen die sechs
besten Teams der Liga in der Endrunde nach dem Modus "jeder gegen
jeden" den Deutschen Meister aus. Die Teams auf den Plätzen 7-12 kämpfen
ihrerseits gegen den Nichtabstieg. Der 11. und 12. steigen ab, der 9. und 10.
bestreiten eine Relegation mit den beiden Vize-Meistern der 2. Ligen um einen
Platz für die nächste Bundesliga-Saison (der genaue Modus im Anhang).
Modus 1. Bundesliga Männer
Der Deutsche Meister der Männer wird in der Saison 2003/2004 wie folgt
ermittelt: Bis zum 25. Januar wird eine Qualifikationsrunde gespielt, die in
einer einfachen Runde "jeder gegen jeden" ausgetragen wird. Vom 08.
Februar bis 28. März schließt sich die Meisterschaftsrunde an, in der sich die
Liga in eine Top-Ligarunde und Ligarunde aufteilt. Die ersten sechs Mannschaften
der Quali-Runde spielen in der Top-Ligarunde, die Mannschaften auf den Plätzen
7-12 in der Ligarunde. Die Meisterschaftsrunde wird mit Hin- und Rückspielen
ausgetragen. Die Punkte der Qualifikationsrunde werden mit in die
Meisterschaftsrunde übernommen. Nach der Meisterschftsrunde spielen die ersten
sechs der Top-Ligarunde sowie die ersten zwei der Ligarunde ab dem 31. März
2004 den deutschen Meister in den Playoffs ("Best of three", 1-8, 2-7,
3-6, 4-5 usw.) aus. Das Finale wird nach dem Modus "best of five"
gespielt und endet spätestens am 25. April 2004. Der Sieger der Playoffs ist
Deutscher Meister. Während die Mannschaften 11 + 12 nach der Ligarunde direkt
abgestiegen sind, spielen die Mannschaften 9 + 10
Modus
1. Bundesliga Frauen
Der Deutsche Meister der Frauen wird in der Saison 2003/2004 wie folgt
ermittelt: Bis zum 14. März wird eine Meisterschaftsrunde mit Hin- und Rückspiel
zwischen allen beteiligten Mannschaften gespielt. Vom 19. März bis zum 18.
April 2004 spielen die ersten sechs Mannschaften in der Endrunde "jeder
gegen jeden" den Deutschen Meister aus. Der Erste der Endrunde ist
Deutscher Meister. Die Teams der Meisterschaftsrunde auf den Plätzen 7-12
ermitteln auf gleiche Weise in einer Play-Down-Runde die Absteiger. Während die
Mannschaften 11 + 12 nach der Play-Down-Runde direkt abgestiegen sind, spielen
die Mannschaften 9 + 10 mit den beiden Vize-Meister der 2. Bundesligen eine
Relegation um einen Platz in der 1. Bundesliga für die Saison 2004/2005. Die
Punkte der Meisterschaftsrunde werden jeweils in die Endrunde bzw. die
Play-Down-Runde mit übernommen.
Alle Informationen zu den Volleyball-Bundesligen unter: www.volleyball-bundesliga.de
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel