News

Freitag, 23. Januar 2004 

USC mit einem Bein in der Endrunde
Beachserie findet statt
Young Stars: Am Sonntag kommt Sonneberg
Ostbek Cowboys wollen weiter nach oben
TV-Programm-Hinweis
Ulm verschafft sich optimales „Polster“ für Rückspiel
Ulm: Gala öffnet Tür zum Final Four
Der Meister kommt nach Braunschweig
ASV gewinnt Volleyball-Thriller
Friedrichshafen: Zwei Karten - ein Preis
Klarer Sieg für Münster
Wuppertal ohne Kurowski
Europapokal: Deutsche Legionäre erfolgreich
Pierre Mathieu gehen die Spielerinnen aus
Eine heikle Aufgabe für die 48er
VVH-Motto: Punkten, dann feiern!
Geht Spitzenreiter baden?
Abheben und Schweben
SSC-Damen vor wichtigen Wochen
Der VfB Suhl empfängt die Hamburgerinnen
Sonnenberg: Gibt’s diesmal den Blumentopf ?
Obernkirchen will nicht wieder zur Lachnummer werden
Harte Arbeit statt Geburtstags-Fete

Januar 2004

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Freitag. 23. Januar 2004

USC mit einem Bein in der Endrunde

Sofia. Acht Jahre nach dem Triumph im CEV-Pokal in Amkara werden die Volleyballerinnen des USC Münster wieder ein europäisches Finalturnier erreichen. Im Viertelfinal-Hinspiel des Top Teams Cup feierte der aktuelle Bundesliga-Zweite gestern Abend einen unerwartet glatten 3:0 (25:21, 25:23, 25:21) Erfolg beim bulgarischen Meister Levski Sofia. Vor 400 Zuschauern benötigte Münster lediglich 64 Minuten zum Sieg. 

Niemand zweifelt mehr daran, dass sich die Unabhängigen im Rückspiel am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr, Sporthalle Berg Fidel) für die Endrunde qualifizieren. Terminiert ist das Final Four auf den 13./14. März. Ein Austragungsort wird noch gesucht. Möglich, dass auch der USC seine Bewerbungsunterlagen bei der CEV einreicht.

Münster war am Mittwoch mit großem Respekt auf den Balkan geflogen. Er erwies sich als unbegründet, weil Sofia den Beweis internationaler Tauglichkeit gänzlich schuldig blieb. Wir hatten vom Gegner sehr viel mehr Widerstand erwartet, doch heute ist da nicht viel gekommen, vielleicht steigert sich Levski ja im Rückspiel, sagte USC-Trainer Axel Büring.

In einer Partie ohne lange Ballwechsel dominierte Münster vom Anpfiff an das Geschehen. Büring machte seine Ankündigung wahr und nominierte für die Start-Sechs auch jene Akteurinnen, die zuletzt in der Bundesliga-Partie gegen Suhl nur geringe oder gar keine Spielanteile gehabt hatten. Für Chaine Staelens, Atika Bouagaa und Caroline Wensink rückten Conny Dumler, Tonya Williams und Antje Röder ins Team. Wohl dem, der eine gute Bank hat. Die des USC ist erstklassig.

Wie schon gegen Suhl schlug Münster sehr gut auf, hatte prächtige Szenen in der Abwehr und war im Block hellwach. Sofia hatte dem außer Kampfgeist nicht viel entgegenzusetzen. Vor allem in der Annahme patzten die Gastgeber ein um andere Mal, ungewöhnlich oft punktete der USC ohne erwähnenswerte Mühe, manches fiel ihm fast in den Schoß.

Im Grunde genommen hatte Levki nur zwei gute Phasen: Am Ende des zweiten Satzes, als die Unabhängigen nachlässig wurden und eine 22:17-Führung einbüßten (23:23). Und zu Beginn des dritten Durchgangs, in dem die Bulgarinnen einige gute Szenen im Block hatten und bei einer 9:5-Führung auf die große Wende hofften. Sie taten es vergeblich, weil der insgesamt cool auftretende USC rasch reagierte und die Kräfteverhältnisse binnen kürzester Zeit wieder zurechtrückte.

Mit Ausnahme von Jil Döhnert setzte Büring gestern alle Spielerinnen ein. Kapitän Johanna Reinink und Mittelblockerin Antje Röder hatten etwa bei Halbzeit Feierabend, für sie rückten Bouagaa und Wensink nach. Bouagaa wirkte nicht so frisch wie sonst, vielleicht ist das Nationalmannschafts-Ass ein wenig überspielt. Für den Matchball reichten Kraft und Konzentration dann aber doch noch.

Als unbegründet erwies sich die Sorge, Sandra Aßmann (18) könnte unter der Last der Alleinverantwortung im Zuspiel zerbrechen. Sie erfüllte zwar nicht alle Vorgaben des Trainers, gleichwohl attestierte er ihr eine ordentliche Partie. Über den Erfolg, freute sich Büring, wusste ihn aber auch richtig einzuordnen: Levski hat es uns sehr einfach gemacht, wir müssen jetzt auf dem Teppich bleiben. Im Halbfinale kommt es im März vermutlich zum deutsch-deutschen Kräftemessen mit Ulm. Büring: Das ist ein ganz anderes Kaliber.

Wilfried Sprenger

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Freitag. 23. Januar 2004

Beachserie findet statt

Frankfurt am Main - Die deutsche Beachvolleyballserie, die nach der Insolvenz der Hamburger Agentur MNP für 2004 gefährdet war, wird ausgetragen. Das erklärte MNP-Nachfolger MSB (Hamm) den neun Ausrichtern in Frankfurt am Main. Statt Hamburg steht Lindau am Bodensee auf dem Tourkalender. Ein Titelsponsor, im Gespräch sind VM und Smart, wird gesucht, die Verhandlungen mit RTL und dem ZDF werden intensiviert.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 23. Januar 2004

Young Stars: Am Sonntag kommt Sonneberg

FRIEDRICHSHAFEN - Die Volley YoungStars haben am Wochenende die Möglichkeit, ihr Punktekonto gleich um vier Zähler aufzustocken. Am Samstag treten sie in Bad Soden an, am Sonntag spielen sie um 16 Uhr in der ARENA gegen den 1. Sonneberger SC.

„Gegen Sonneberg wird's schwer“, prophezeit YoungStars-Trainer Söhnke Hinz. Schließlich gastiert mit dem Team aus Thüringen einer der heißesten Aufstiegsaspiranten am See. Und dass mit Sonneberg nicht gut Kirschen essen ist, musste der VfB bereits beim Hinspiel erfahren, das mit 0:3 in die Hose ging. Auf ein weiteres Debakel dieser Art möchten die Häfler am Wochenende verzichten. „Wir wollen auf jeden Fall beide Spiele gewinnen“.

Zum ersten Mal am Wochenende müssen die Volley YoungStars bereits am Samstag in Bad Soden ans Netz. Die Reise geht nach Hessen, zum Club von Holger Kleinbub, der Verletzungsbedingt nicht dabei sein wird. „Bad Soden steht unter Druck und muss gewinnen“, erwartet Söhnke Hinz beim Tabellenzehnten kein Zuckerschlecken.

Der Doppelspieltag kam zustande, weil das Sonneberg-Spiel, das ursprünglich für den 7. Februar vorgesehen war, verlegt werden musste. An diesem Wochenende sind die „ 85-/86-er“ mit der Landesauswahl beim A-Jugend-Bundespokal im Einsatz. Mit Max Günthör, Alex Mayer, Sebastian Schwarz und Patrick Steuerwald gehören vier wichtige Spieler zum Baden-Württemberg-Kader, sodass der VfB eine Verlegung beantragt hatte.
Zwei Spiele in Folge schlauchen, haben aber auch gute Seiten. So können sich die Spieler an mehrere Spieltage in Folge gewöhnen, was ja auch bei Nationalmannschaft-Turnieren immer wieder vorkommt. Umso besser, dass die YoungStars komplett sind. Max Günthör, der am Dienstag in Tours zu einem kurzen Champions-League-Einsatz kam, steht am Wochenende wieder den YoungStars zur Seite.

Der Kader der YoungStars: Thomas Welz, Patrick Steuerwald, Sebastian Schwarz, Alex Wiskirchen, Matthias Klippel, Max Günthör, Tino Kirchner, Marco Hofmann, Alexander Mayer, Aljoscha Grabowski und Timo Wilhelm.

Samstag, 24. Januar, 19.30 Uhr:     
TG Bad Soden - Volley YoungStars Friedrichshafen
Sonntag, 25. Januar, 16 Uhr, ARENA Friedrichshafen
Volley YoungStars Friedrichshafen - 1. Sonneberger SC

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Freitag. 23. Januar 2004

Ostbek Cowboys wollen weiter nach oben

Ostbek Cowboys gastieren am Sonntag in Ludwigslust

Es könnte die zweite Revanche innerhalb von zwei Wochen werden. Die Cowboys reisen erneut zu einem Gegner der ihnen eine bittere Heimniederlage beigebracht hat. Zwar war das 3:2 nicht so deutlich wie der Sieg der Kyritzer, aber gegen den Nordrivalen tun Niederlagen doch besonders weh. Zumal beim Blick auf die Tabelle. Dort rangieren die Volley Tigers auf dem 11. Platz mit 6:22 Punkten und befinden sich damit in akuter Abstiegsgefahr.

Für die Cowboys geht es nun, da der Klassenerhalt gesichert scheint, den Blick nach oben zu richten. Der Rückstand auf die vor ihnen platzierten Teams ist gering und so sollte man durchaus die gleiche Platzierung, wie im Vorjahr erreichen. Wenn nicht vielleicht sogar ein bisschen mehr drin ist dieses Jahr. Schließlich ist die Liga ausgeglichen wie selten. Zwischen dem drittplatzierten Team aus Bottrop und den Cowboys auf Platz 7 liegen gerade einmal vier Punkte. Ein durchaus aufzuholender Rückstand. Dafür allerdings müssen solche Spiele, wie das am Sonntag gewonnen werden. Denn die Ausrutscher gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel schmerzen da besonders. Abzuwarten bleibt auch, wie die junge Mannschaft damit umgeht, das der ganz große Druck weg ist und es jetzt vielmehr auf die Eigenmotivation der Mannschaft ankommt. Vielleicht spielt die Mannschaft noch befreiter auf und knüpft an die erfolgreichen Rückrunden der letzten Jahre an, vielleicht fällt es ihr auch schwerer die Spannung aufrecht zu erhalten, die nötig ist, um Spiele zu gewinnen. Von daher kann man das Spiel in Ludwigslust sicherlich auch als eine Art Reifeprüfung des jungen Teams ansehen.

Das die Erwartungen auch im Umfeld der Cowboys gestiegen ist, zeigt sich an der Aussagen von Manager Rüdiger Barth: „Wir erwarten zwei Siege aus den Spielen gegen Lulu und Bonn. Solche Teams wollen wir schlagen und vielleicht müssen wir es sogar.“

Trainer Bernd Schlesinger, der sich aus Krankheitsgründen unter der Woche von Co-Trainer Jan Maier vertreten lassen musste, kann personell wieder aus dem Vollen schöpfen. Universalspieler Christian Jende meldete sich nach seinem Unfall gesund zurück. Auch alle anderen Spieler sind fit und fahren guter Dinge nach Ludwigslust.

 

Deutschland - SWR-Info 

Freitag. 23. Januar 2004

TV-Programm-Hinweis

Sport Südwest, 31. Januar 2004, von 16.30  - 17.30 Uhr, im SÜDWEST Fernsehen

voraussichtlich mit folgenden Themen:

Volleyball DVV-Pokal Halbfinale: Friedrichshafen - Mendig
Zusammenfassung des ersten Halbfinales zwischen VfB Friedrichshafen und Maoam Mendig in Dessau vom Samstag.

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 23. Januar 2004

Ulm verschafft sich optimales „Polster“ für Rückspiel

Berlin unterliegt in Griechenland – Siege für „Legionäre“!

Der SSV Ulm ALIUD PHARMA hat sich im Viertelfinale des europäischen Top Teams Cup mit einem 3:0-Hinspielsieg (26-24, 25-22, 25-14) über die griechische Mannschaft von Vrilissia ein optimales „Polster“ für das Rückspiel in einer Woche verschafft. Der Mannschaft von Trainer Matthias Eichinger reicht in Griechenland nur ein Satzgewinn, um in das Finalturnier (13./14. März) der besten vier Teams einzuziehen.

Dagegen unterlag der Deutsche Meister der Männer, der SCC Berlin, auch in seinem Rückspiel der Champions League gegen die Griechen von Thessaloniki mit 1:3 (33-31, 20-25, 11-25, 21-25) und hat somit keine Chancen mehr, die Ko-Runde zu erreichen.

Erfolgreicher schmetterten dagegen vier deutsche Spieler in drei ausländischen Klubs: Georg Wiebel und Michael Mayer siegten mit Maaseik/Belgien auch in ihrem vierten Auftritt in der Champions League mit 3:1 (25-22, 25-21, 20-25, 25-15) in Kedzierzyn/POL und führen die Tabelle der Gruppe E souverän an. Ebenfalls mit seinem belgischen Klub war Ralph Bergmann in der „Königsklasse“ erfolgreich: Roeselare siegte mit 3:0 (28-26, 27-25, 25-19) über BEOGRAD/SCG und ist mit einem Spiel mehr als Gruppengegner Paris zur Zeit ebenfalls Tabellenführer in Gruppe B.

DVV-Superstar Angelina Grün kam im Viertelfinale des Top Teams Cup zu einem lockeren 3:0-Erfolg (25-15, 25-12, 25-12) über Schaffhausen/SUI und ist damit so gut wie sicher für das Finalturnier qualifiziert.

Dorthin möchte neben Ulm auch der USC Münster hin. Dazu können die USC-Frauen heute Abend den Grundstein legen, indem sie ein gutes Ergebnis in ihrem Viertelfinal-Hinspiel in Sofia erzielen. Gleiches gilt für die Frauen des TSV Bayer 04 Leverkusen im Viertelfinale des CEV-Pokals. Die Leverkusenerinnen treten heute Abend bei Schiavo Jesi/Italien an, dem Verein von Sylvia Roll.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Freitag. 23. Januar 2004

Ulm: Gala öffnet Tür zum Final Four

So sieht ein Europapokal-Festtag aus: ein hinreißendes Spiel auf höchstem Niveau, ein bärenstarker Gegner, ein begeistertes Publikum. Dazu ein Resultat nach Wunsch: Die Ulmer Volleyball-Damen bezwangen im Viertelfinal-Hinspiel Vrilissia Athen mit 3:0 (26:24, 25:22, 25:14).

Das war Vereins-Volleyball vom Feinsten. Da war es kein Wunder, dass den Volleyball-Damen des SSV Ulm Aliud Pharma nach eineinviertel Stunden die Beifallskaskaden der 1100 Zuschauer entgegenschlugen. Solch eine Gala hatte die höchst entzückte Galerie in dieser Saison am Kuhberg noch nicht geboten bekommen - auch dank des grandios mithaltenden Gegners. Der Filathletic Club Vrilissia hatte Tanja Hart und Co. alles abverlangt. Am Ende musste einem die griechische Mannschaft fast ein wenig leid tun. Ein 0:3 hatten die Schützlinge von Trainer Artemios Xagoraris nicht verdient.

Tatsache aber ist: Der deutliche Erfolg öffnet den Ulmerinnen die Tür zum erstmaligen Sprung ins Final Four des Top-Teams-Cup am 13./14. März ein gutes Stück. Fehlt nur noch ein einziger gewonnener Satz nächsten Mittwoch beim Rückspiel in der Olympiastadt. Das müsste trotz der befürchtet feurigen griechischen Kulisse möglich sein. "Das ist eine optimale Ausgangssituation. Ich muss der Mannschaft hoch anrechnen, dass sie nervlich so stark geblieben ist", jubilierte Mathias Eichinger.

Denn es hatte ganz ganz schlecht angefangen für den SSV. Die Griechinnen, im ersten Satz noch ohne Nationalstellerin Eleni Memetzi, die sich am Vortag im Abschlusstraining leicht verletzt hatte, wirkten hellwach und spielten wie aus einem Guss. Nach dem äußerst bedrohlichen Zwischenstand von 7:13 aber legten die Gastgeberinnen ihre Verkrampfung Stück für Stück ab. Block und Annahme, anfangs nicht vorhanden, stabilisierten sich. Überdies schmetterte Saara Loikkanen wie aufgedreht. Nicht weniger als siebenmal überwand die Finnin im ersten Satz den zunächst starken griechischen Block und die sehr gute Feldverteidigung. Libera Elke Wijnhoven, die später einen harten Schmetterball voll ins Gesicht bekommen sollte, war endlich einmal voll gefordert. Die Holländerin hechtete katzenhaft übers Parkett.

Der SSV glich aus (16:16) und führte gar 23:21. Zwei Annahmefehler von Loikkanen/Wijnhoven zum 23:24 aber brachten Vrilissia den ersten Satzball. Zwei glückliche Schiedsrichter-Entscheidungen und ein Block von Sabrina Roß brachten den Ulmerinnen aber schließlich doch den ersten Satz.

Auch im zweiten Durchgang blieb der Spitzenreiter der griechischen Liga (18:2 Siege) der wohl stärkste Ulmer Kontrahent in dieser Saison. Immer effektiver entwickelte sich aber nun das kurze Zuspiel zwischen Stellerin Tanja Hart und Verena Veh. Die Mittelblockerin präsentierte sich mit ihren trockenen Angriffsschlägen und ihrer glanzvollen Blockarbeit in herausragender Form. "Wir haben einfach die Ruhe bewahrt und nicht aufgegeben. Ich hatte immer ein gutes Gefühl", sagte die strahlende Verena Veh später. Auch Steffi Lehmann und Kathrin Neumaier fügten sich gut ein. Die Angriffswucht von Alice Blom, solide Arbeit von Nathalie Dambendzet und ein Ass der gerade eingewechselten Bettina Stumpf sicherte schließlich auch den zweiten Spielabschnitt (25:22).
Im dritten Satz schienen die Griechinnen nicht mehr an eine Wende zu glauben. Am Ende stand ein Sieg, der, weil gegen einen bemerkenswerten Gegner erkämpft, um so wertvoller war. Der Lohn: Beifallsstürme für beide Teams.

K. Vestewig

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Freitag. 23. Januar 2004

Der Meister kommt nach Braunschweig

Ulm gilt als klarer Favorit

Es ist wie zu Beginn des Abenteuers Bundesliga für den USC Braunschweig: Am Anfang der Rückrunde geht es gegen die Kracher der Liga. Doch eins hat sich geändert: Die Erwartungen an das Braunschweiger Team sind nach den ersten beiden Siegen und Verstärkungen im Dezember höher. An der Aufgangslage am Sonntag (15 Uhr, Tunicahalle) ändert das aber wiederum überhaupt nichts. Das USC-Team ist auch mit den beiden kanadischen Neuzugängen Cheryl Stinson und Joscelyn Hannaford krasser Außenseiter. Denn es kommt der Deutsche Meister SSV Ulm Aliud Pharma.

Auf Ulmer Seite mit dabei Deutschlands Nationalzuspielerin und damit Kopf jenes Teams, das kürzlich in Baku die Olympiaqualifikation geschafft hat: Tanja Hart. Das Spiel des Meisters lebt von ihrem Zuspiel. Allerdings haben Tanja Hart und ihre Kolleginnen, die in Baku dabei waren, ein hartes Programm absolviert. Da kam es durchaus gelegen, dass der Europapokalauftritt Ulms am Mittwoch gegen Athen zwischen zwei leichten Bundesligaspielen eingebettet ist: Am Vorwochenende war Berlin zu Gast in Ulm, jetzt am Sonntag kommen die Ulmerinnen nach Braunschweig.

Auf Braunschweiger Seite wird eine Spielerin fehlen, die auf dem Feld vor Kampfeswillen nur so sprüht: die Amerikanerin Laura Benzing. Seit der letzten Partie des Vorjahres gegen Münster plagt sie sich mit Hüftschmerzen. Nach den letzten Diagnosen wird sie um eine Operation nicht herumkommen. Das bedeutet, dass sie mindestens drei weitere Wochen ausfällt. Nur gut, dass dem USC Braunschweig vor Weihnachten noch die Verpflichtung der beiden Kanadierinnen gelungen ist. Außer der langzeitverletzten Katharina Galland sind alle anderen Spielerinnen an Bord.

Beim USC herrscht nach der schwachen Leistung in Hamburg Ratlosigkeit.Kapitän Maja Pachale: „Ich weiß auch nicht, warum nicht mehr geht, warum wir im Spiel gegen Fischbek nicht an unserere Grenze herangekommen sind. Wir haben gut trainiert, aber in Hamburg nichts gebracht.“ Dass sich das Team selbst mit falschen Erwartungen blockiert, will sie nicht ausschließen.

USC-Trainer Timo Schröder versucht seit Jahresbeginn seine Formation besser einzuspielen. Cheryl Stinson und Joscelyn Hannaford spielen dabei eine wichtige Rolle, erhöhen das Niveau auch im Training erheblich. Aber nach dem Schalter, der den Turbo anspringen lässt, sucht er noch vergeblich: „Wir schaffen es noch nicht, konstant das Optimum abzuliefern.“

Frank Ströbl

 

Deutschland - www.volleyballer.de  

Freitag. 23. Januar 2004

ASV gewinnt Volleyball-Thriller

Tabellenführer ASV Dachau gewann das Duell der Giganten beim Verfolger TG Rüsselsheim knapp mit 3:2 (16:25, 25:21, 21:25, 25:18, 15:13) und weist jetzt wieder zwei Minuspunkte Vorsprung auf die Opelstädter.

Ein Fünfsatzspiel in 79 Minuten- das erlebt man als Volleyball-Fan nicht sehr oft. Das Spiel war geprägt von vielen Höhen und Tiefen beider Mannschaften. In den ersten vier Sätzen konnte man ein Bäumchen-wechsel-dich-Spiel in der Gustav-Heinemann-Halle verfolgen. Mal war die eine Mannschaft oben auf, mal die andere. Die jeweiligen ersten beiden Satzerfolge gingen klar verteilt an die Kontrahenten.

Lediglich der Tie-Break wurde eine knappe Sache, allerdings hat sich das der ASV Dachau selbst zuzuschreiben. Zum Seitenwechsel führte das Team von der Amper mit 8:4 und jeder der rund 200 Zuschauer in der Halle dachte: "Das war`s." Durch einen Block von Markus Kürzinger holte sich der ASV beim Stande von 14:10 den ersten Matchball. Doch dann machten es die Dachauer noch einmal richtig spannend. Annahmefehler auf Seiten des ASV führten dazu, dass die TG Rückenwind bekam- und plötzlich stand es nur noch 14:13. Dann aber sorgte Diagonalangreifer Markus Kürzinger für die Entscheidung. Kurz und schmerzlos hämmerte er die Kugel ins Feld der Gastgeber- 15:13 und damit 3:2- Sieg für Dachau.

Ohne drei erfahrene Außenangreifer (Michael Hänsel, Wolfgang Besenböck und Hermann Weigelt) waren die Dachauer nach Rüsselsheim gefahren. So kam es, dass Spielertrainer Torsten Schulz zum ersten Mal in dieser Saison von Beginn an selbst auf dem Spielfeld stand.

Die Begegnung im Zeitraffer:

Erster Satz: Zunächst eine ausgeglichene Partie. Dann aber kann sich die TG absetzen. Der ASV verzeichnet im Eröffnungssatz keinen Blockpunkt.

Zweiter Satz: Der ASV-Block und die Annahme stehen besser. Die TG wird nervös und begeht Fehler über Fehler.
Dritter Satz: In den entscheidenden Momenten sind die Annahmespieler des ASV nicht auf der Höhe.
Vierter Satz: ASV-Zuspieler Christoph Stelzer beginnt das Spiel über seine Mittelangreifer aufzuziehen- Die Folge: Klarer Satzerfolg für den ASV.

Tie-Break: Mit viel Druck durch die Aufschläge und guten Blockspiel kann der ASV sich vorentscheidend absetzen.
Die Routine und Cleverness verhalfen den Dachauern letztendlich zum Sieg. Allerdings war ein weiterer Faktor ausschlaggebend zum Erfolg: Die Stimmung im Team des ASV. Markus Kürzinger und Andreas Liegsalz peitschten ihre Teamkameraden auch nach verlorenen Punkten immer wieder nach vorne. Dies hatte auf das Spiel des ASV eine sehr positive Wirkung.

Stimmen zum Spiel:

Torsten Schulz, Trainer ASV Dachau: "Das war gar nicht so einfach. Wenn man Außen steht, sieht man doch wesentlich mehr und kann besser auf sein Team einwirken. Mein Dank geht an dieser Stelle an Wolfgang Hoffmann und Andreas Schwarz, die mich sehr im Coaching von Außen unterstützt haben."

Raimund Jeunck, Trainer TG Rüsselsheim: "Dachau ist einfach das stärkste Team in der Liga. Sie sind ausgeglichen besetzt und sehr routiniert. Das die überhaupt schon sechs Minuspunkte haben wundert mich. Wir haben heute die Quittung für unsere schlechte Annahme und Abwehr bekommen. Unser Blockspiel war nur im ersten Satz gut. Jetzt müssen wir sehen, wie es bei uns weitergeht."

Bruno Haelke

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 23. Januar 2004

Friedrichshafen: Zwei Karten - ein Preis

FRIEDRICHSHAFEN - Für das nächste Spiel gilt beim VfB Friedrichshafen wieder die „2 für 1“-Aktion: Zwei Karten kaufen, eine bezahlen. Zu Gast ist am Samstag, 18 Uhr die SG uniVersa Eschenbacher Eltmann, der erfolgreichste Aufsteiger der Saison. Bereits einen Spieltag vor Ende der Qualifikationsrunde stehen die sechs Teilnehmer der Top-Ligarunde fest.

Am Samstag startet in Eltmann ein Fanbus ins „Mekka des Volleyballs“, wie unter www.sg-eltmann.de auf der Homepage der Gästemannschaft zu lesen ist. Die Unterfranken haben sich mit mehreren hundert Zuschauern in der ARENA angekündigt - es darf also wieder eine stimmungsvolle Partie erwartet werden. Große Hoffnungen macht sich das Team von Milan Maric allerdings nicht. Schließlich hat es im vergangenen Jahr schon gegen die YoungStars nicht gereicht. Und das war immerhin in der Zweiten Liga. Zwischenzeitlich hat sich das Team allerdings für das Oberhaus verstärkt und hat hier gut mithalten können.

Einen Spieltag vor Abschluss der Qualifikationsrunde ist dem VfB Friedrichshafen der zweite Tabellenplatz nicht mehr zu nehmen. Auch die anderen fünf Teilnehmer an der Top-Ligarunde - SCC Berlin, Evivo Düren, Maoam Mendig, TSV Unterhaching und SV Bayer Wuppertal - stehen bereits fest. Wer wann gegen wen spielt, wird sich allerdings erst nach dem kommenden Wochenende herausstellen. Sicher ist, dass die Häfler am 7. Februar um 18 Uhr mit einem Heimspiel gegen den Tabellenfünften starten.

Als bester Aufsteiger liegt Eltmann derzeit auf dem 8. Platz und hat damit den Sprung in die Top-Ligarunde verpasst. Dennoch wird sich die SG nicht einfach so geschlagen geben, denn alle bisher erschmetterten Punkte werden in die nächste Runde mitgenommen. Steht der Club, der zwischen Bamberg und Schweinfurt beheimatet ist, am Ende der zweiten Runde auf dem 7. oder 8. Platz, ist es in den Play-offs dabei.

Der VfB will sich nach der 0:3-Niederlage in Tours rehabilitieren. Ob YoungStar Max Günthör wieder für den verletzten Itapolis (Muskelverhärtung im Oberschenkel) in die Bresche springen darf, wird sich kurzfristig entscheiden.

 

Deutschland - DVV-News 

Freitag. 23. Januar 2004

Klarer Sieg für Münster

Deutliche Niederlage für Leverkusen!

Sieg und Niederlage für die beiden deutschen Klubs in den gestrigen Europapokalspielen: Der USC Münster verschaffte sich im Viertelfinal-Hinspiel des Top Teams Cup mit einem 3:0-Auswärtssieg (25-21, 25-23, 25-21) bei Siconco Sofia eine optimale Ausgangsposition für das Rückspiel in einer Woche.

Dagegen musste der TSV Bayer 04 Leverkusen im Viertelfinal-Hinspiel des CEV-Pokal mit einer 0:3-Klatsche (13-25, 14-25, 16-25) bei Schiavo Jesi, dem Sylvia Roll-Klub, die Heimreise antreten. Die Aussichten, jetzt noch das Halbfinale im CEV-Pokal zu erreichen, dürften minimal sein.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Freitag. 23. Januar 2004

Wuppertal ohne Kurowski

Es hätte eine ganz ruhige Woche für die Bundesliga-Volleyballer des SV Bayer Wuppertal werden können. Nach ihrem Nerven aufreibenden Tiebreak-Sieg gegen Düren und der damit verbundenen Qualifikation für die Top-Liga-Runde hätte sich das Team mit Trainer Mark Lebedew diese Ruhe durchaus verdient gehabt. Doch was Insider bereits vergangene Woche munkelten, ist seit Montag Gewissheit: Michael Mücke soll als neuer Trainer Markranstädt vor dem drohenden Abstieg bewahren. Und genau gegen diese Makranstädter geht es für die Wuppertaler am Samstag, den 24. Januar (19.30 Uhr).

Der SV Bayer würde also auf seinen langjährigen Trainer treffen, denn Mücke betreute das Team von der Wupper während vier Spielzeiten. Sicher scheint es allerdings nicht zu sein, dass der 50-Jährige bereits am Samstag auf der Bank sitzt, denn offiziell beginnt er seine Trainingsarbeit erst am kommenden Montag. Für SV Bayer-Coach Mark Lebedew spielt diese Entwicklung beim Aufsteiger aus Ostdeutschland keine Rolle: „Wir wollen am Samstag gewinnen, um unsere Chance zu wahren, vielleicht noch auf Platz drei der Tabelle vorzurücken.“ Nichtsdestotrotz traut der Australier seinem Vorgänger durchaus zu, in Markranstädt den drohenden Abstieg noch zu vermeiden: „Er bringt die entsprechende Erfahrung mit.“ Ähnlich schätzt auch Wuppertals Teammanager Helmut Glimpf die Situation ein: „Die Verantwortlichen von Markranstädt haben mit mir über Michael gesprochen. Ich denke, er wird ihnen helfen können.“

Die Wuppertaler reisen zwar mit ihrem kompletten zehnköpfigen Kader an, jedoch wird Lebedew auf einen Einsatz von Außenangreifer Leszek Kurowski verzichten müssen. „Er hat Beschwerden im Knie und wir wollen im Hinblick auf den weiteren Saisonverlauf nichts riskieren“, so sein Trainer. Ob Zuspieler Marc Schmitt oder Mittelblocker Dirk Grübler, die bislang kaum Spielzeiten erhielten, eine Chance bekommen, ließ der 36-Jährige offen. „Mein erstes Ziel ist es, ein Spiel zu gewinnen. Mein zweites Ziel ist es, dass sich die Mannschaft gut einspielt. Verdient zu spielen haben im Übrigen alle meine Jungs“, erklärt Mark Lebedew.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Freitag. 23. Januar 2004

Europapokal: Deutsche Legionäre erfolgreich

Mayer & Wiebel, Bergmann und Grün gewinnen

Erfolgreicher als die deutschen Klubs in der Champions League schmetterten vier deutsche Spieler in drei ausländischen Klubs: Georg Wiebel und Michael Mayer (Foto) siegten mit Maaseik (Belgien) auch in ihrem vierten Auftritt mit 3:1 (22, 21, -20, 15) in Kedzierzyn (Polen) und führen die Tabelle der Gruppe E souverän an. Mit seinem belgischen Klub war auch Ralph Bergmann in der "Königsklasse" erfolgreich: Roeselare siegte mit 3:0 (26, 25, 19) über Beograd (Serbien-Monetenegro) und ist mit einem Spiel mehr als Gruppengegner Paris zur Zeit Tabellenführer in Gruppe B.

DVV-Superstar Angelina Grün kam im Viertelfinale des Top Teams Cup mit ihrem Klub Bergamo zu einem lockeren 3:0-Erfolg (15, 12, 12) über Schaffhausen (Schweiz) und ist damit so gut wie sicher für das Finalturnier qualifiziert.
Dorthin möchte neben Ulm auch der USC Münster hin. Dazu können die USC-Frauen heute Abend den Grundstein legen, indem sie ein gutes Ergebnis in ihrem Viertelfinal-Hinspiel in Sofia erzielen.

Gleiches gilt für die Frauen des TSV Bayer 04 Leverkusen im Viertelfinale des CEV-Pokals. Die Leverkusenerinnen treten heute Abend bei Schiavo Jesi (Italien), dem Verein von Sylvia Roll, an.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Freitag. 23. Januar 2004

Pierre Mathieu gehen die Spielerinnen aus

Emlichheimerinnen haben vor dem Gastspiel am Sonntag in Bremen Personalprobleme

Emlichheim/his – Große Sorgenfalten haben sich in dieser Woche auf die Stirn von Pierre Mathieu gelegt. Dem Trainer des Volleyball-Zweitligisten SC Union Emlichheim gehen vor dem Gastspiel am Sonntag beim TV Eiche Horn Bremen (15 Uhr) die Spielerinnen aus.

Nachdem Zuspielerin Inga Stegemeyer wegen ihrer Knieverletzung weiterhin zum Zuschauen verurteilt ist, hat sich der Krankenstand weiter erhöht. Zunächst mussten Lise Hissink und Anika Brinkmann im Training kürzer treten. Die Zuspielerin und die Diagonalangreiferin klagten beide über Schmerzen im Sprunggelenk, nachdem sie umgeknickt waren. Gestern ereilte den Niederländer dann die nächste Hiobsbotschaft: "Marina Budaj hat mich angerufen und gesagt, dass sie krank ist." Die Mittelblockerin muss mit Fieber das Bett hüten. Ob sie bis zum Sonntag wiederhergestellt ist, ist zumindest fraglich. "Wenn sie mitfahren kann, wird sie körperlich noch schwach sein. Und sie ist neben Ramona Meier unsere wichtigste Spielerin", sagt Mathieu.

Meier ist nach auskurierter Schulterverletzung selbst erst wieder auf dem Weg, zu ihrer normalen Leistungsstärke zurückzufinden. Mit Christiane Kerperin aus der Regionalliga-Mannschaft steht zumindest eine Alternative bereit.

Nun ist der Kader des SCU mit neun Spielerinnen aber nicht so üppig bestückt, dass Verletzungen und Krankheiten ohne weiteres weggesteckt werden können. Diese Erfahrung mussten die Emlichheimerinnen schon in den vergangenen Wochen machen. Nach der 0:3-Niederlage bei Alemannia Aachen hatten die Niedergrafschafterinnen im neuen Jahr beim 3:2-Erfolg gegen den Detmolder TV mehr Mühe als erwartet.

Auch die Niederlage gegen den VC Olympia Berlin vor Wochenfrist erklärt Mathieu mit den Verletzungsproblemen seines Kaders. "Wenn wir komplett gewesen wären, hätten wir Berlin geschlagen", gibt Mathieu seine Überzeugung wieder. Die Bremerinnen, die in der vergangenen Saison aufgestiegen sind, haben sich im gesicherten Mittelfeld der Liga etabliert. Mit 14:14 Zählern weist das Team von Trainer Gert Stürmer auf dem fünften Tabellenplatz ein ausgeglichenes Punktekonto auf. Die letzten drei Spiele mussten die Bremerinnen aber allesamt abgeben. Nachdem der Aufsteiger gegen den VC Parchim beim 0:3 auf verlorenem Posten stand, zwangen die Gastgeberinnen den Tabellenführer VC Olympia Berlin aber in den Tie-Break. Gegen die Zweitvertretung des USC Münster musste das eingespielte Team, das vor der Saison nur mit Kerstin Lüpkes von der Warendorfer SU verstärkt wurde, zuletzt in eine 1:3-Niederlage hinnehmen.

Mit dem Gegner beschäftigt sich der Tabellenzweite, der das Hinspiel locker mit 3:0 gewann, aber nur am Rande. "Viel wichtiger ist, wer am Sonntag bei uns dabei ist", richtet Mathieu sein Blick auf den eigenen Kader und hofft, dass sich das Lazarett noch lichtet.

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Freitag. 23. Januar 2004

Eine heikle Aufgabe für die 48er

Volleyballer aus Giesen und Hildesheim fahren nach Brandenburg.

Hildesheim/Giesen (cen). Eigentlich könnten sich die Volleyball-Zweitligisten MTV 48 Hildesheim und TSV Giesen morgen gemeinsam auf Reisen begeben. Denn beide Teams müssen um 17 Uhr in Brandenburg antreten.

Das Team 48 gastiert beim VC Fortuna Kyritz, der TSV spielt gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Der Blick auf die Tabelle lässt erkennen: In beiden Partien steckt viel Zündstoff.

Einen Motivationsschub brauchen die 48er wahrlich nicht. Schließlich geht es um die Verteidigung der Tabellenspitze. Doch die Aufgabe in Kyritz ist mehr als heikel. Immerhin haben die Fortunen Vorwochenende Giesen mit 3:0 deklassiert. Kyritz gilt seit Jahren als unberechenbarer Gegner, der jedem Favoriten das Leben schwer machen kann.

Aber bange machen gilt nicht: Der MTV fährt mit breiter Brust nach Kyritz. Immerhin haben die Schützlinge von Trainer Walther Hoch die vergangenen sechs Auswärtsspiele allesamt gewonnen. Zudem ist auch Lars Hobbie wieder im Kader, so dass Hoch personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Ganz anders sieht es beim TSV Giesen aus. Trainer Zeljko Popovic kann gegen den Tabellendritten aus Königs Wusterhausen nur eine Rumpfmannschaft aufbieten. Mit Niklas Rademacher, David Klemperer, Mario Große Banholt, Stefan Bahrs und dem zurückgetretenen Mannschaftsführer Björn Wellershoff fehlen ihm gleich fünf Stammkräfte. Mit Christian Fischer rückt deswegen ein Akteur aus der II. Mannschaft nach.

Angesichts dieser Ausgangslage stapelt Popovic ganz tief: "Wir werden unsere Punkte woanders holen, in Königs Wusterhausen dürfen wir uns nichts ausrechnen." Aber vielleicht landet der TSV einen Überraschungscoup. Das würde wiederum auch die 48er freuen, gelten die Netzhoppers neben Moers doch als ärgster Konkurrent um einen der ersten beiden Tabellenränge.

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung 

Freitag. 23. Januar 2004

VVH-Motto: Punkten, dann feiern!

Regionalliga-Lokalderby zwischen Spitzenreiter SGN und Herausforderer VC Borbeck birgt viel Brisanz.

Am Wochenende steigen in Essen zwei besondere Volleyballspiele. Am Samstag hat der VV Humann zum Abschluss der Vorrunde einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der Wolfskuhle zu Gast. Die Volleydogs Berlin zählen zu den Gegnern, gegen die die Humänner eine Siegchance haben. Da die Humänner nach dem Spiel eine kleine Abschlussfeier für die gelungene Vorrunde planen, versuchen sie derzeit, den Anpfiff um eine halbe Stunde auf 19 Uhr vorzuverlegen.

Formkurve zeigt klar nach oben

Trotz der Niederlage zieht die Mannschaft von Trainer Peter Bach ein positives Fazit der Fahrt nach Eltmann. Die Formkurve zeigt wieder nach oben, und immerhin konnten die Gastgeber drei Sätze lang gefordert werden. Und noch wichtiger: Die Elemente, auf die im Training besonders viel Wert gelegt worden war, waren stark verbessert, insbesondere der Aufschlag. Das lässt für die kommenden Spiele hoffen. So ist Teamsprecher Frank Fischer zuversichtlich, gegen Berlin auch zählbare Erfolge verzeichnen zu können, mindestens aber zwei Sätze auf der Habenseite einzustreichen.

Routinier Thomas Willemsen wird sich am Samstag für den Notfall bereithalten, denn Jochen Kohaus ist derzeit als Mittelblocker verplant, und so mangelt es im Falle eines Falles an einem Zuspieler. Stephan Kern versucht, seine Grippe auszukurieren. Ob er ins Geschehen eingreifen kann, wird sich erst am Samstag klären.

Als zweiten sportlichen Höhepunkt des Spieltages können die Essener Volleyballfans am Sonntag um 17 Uhr das Lokalderby der Damen-Regionalliga zwischen SGN und VC Borbeck miterleben. Nach der Erfolgsserie der Borbeckerinnen ist diese Partie zu einem Spitzenspiel mutiert. Tabellenführer SGN will natürlich gerade auf heimischem Parkett die weiße Weste wahren, während Aufsteiger VCB mit großem Selbstvertrauen weiter an der Siegesserie basteln möchte. Für Spannung wird reichlich gesorgt sein.

(stebl)

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Freitag. 23. Januar 2004

Geht Spitzenreiter baden?

Talente des VC Olympia empfangen Erstliga-Aspirant

Die Volleyball-Talente des VC Olympia Dresden erwarten morgen (20 Uhr) in der Sporthalle Gamigstraße den Spitzenreiter der 2. Bundesliga, den VC Wiesbaden. Und die Kaiser-Schützlinge haben sich einiges vorgenommen, wollen den Tabellenführer auf jeden Fall ärgern. Trainer Klaus Kaiser: „Schon in Grimma haben die Mädels eine gute Leistung geboten, zumindest drei Sätze voll dagegen gehalten. Am Ende gab nur die Erfahrung und Cleverness den Ausschlag für die Grimmaerinnen. Deshalb bin ich für die Partie gegen Wiesbaden optimistisch.“

Kaiser muss noch immer auf Kapitän Anne Matthes (Bandscheibenvorfall) und auch auf Stephanie Kestner verzichten, dich sich mit leichten Kniebeschwerden plagt. Dennoch meint der Bundesstützpunkt-Trainer: „Die Mannschaft hat in dieser Woche gut trainiert, wir arbeiten daran, alle Elemente zu stabilisieren. Athletisch können wir mit jedem Team mithalten.“

Ein volles Programm haben auch die Dresdner Regionalligisten zu absolvieren. Die beiden Herren-Teams gehen auf Reisen nach Thüringen. Tabellenführer USV TU gastiert in Nordhausen, Aufsteiger VC tritt bei Post Erfurt an. TU-Coach Rolf Petters muss wohl auf Mittelblocker Arne Rehse (dienstliche Verpflichtung) verzichten. Der VC Dresden unterlag letzte Woche glatt mit 0:3 gegen die Nordhäuser. Und die Erfurter brennen auf Revanche für die 2:3-Hinspielniederlage.

Etwas leichter haben es morgen die VC-Damen, die daheim den VC Gotha erwarten. Grochau: „Ein Sieg ist Pflicht, schließlich rangieren die Thüringer auf einem hinteren Platz und wir konnten schon in der ersten Runde auswärts mit 3:0 gewinnen.“ Heimrecht haben auch die Damen der DSC-Reserve. Sie empfangen in eigener Halle die Mannschaft vom VV Leipzig. „Nichts anderes als ein Sieg steht für uns zur Debatte“, sagte Trainerin Beatrice Schultz.

(sk)

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Freitag. 23. Januar 2004

Abheben und Schweben

Anna Barnak will tief hinab

Den festen Boden unter den Füßen verlieren. Der Erde entschweben. Für Anna Barnak das pure Vergnügen. Allerdings bezieht sich das bei der lebendigen Volleyballerin vom Dresdner SC nur auf ihr größtes Hobby – das Paragliding. Ansonsten steht die 25-jährige Serbin, die im Sommer nach Dresden gekommen ist, mit beiden Beinen im Leben. Lebt für ihren Sport und den Erfolg und hat trotzdem nicht nur Volleyball im Kopf. Nicht mehr lange und Anna Barnak wird ihr erstes Buch fertig geschrieben haben.  

Aufgewachsen ist sie in Stara Pazova. Ein 40.000 Einwohner Städtchen - gut 30 Kilometer von Belgrad entfernt. Vater Barnak spielte dort Volleyball sogar in der Nationalmannschaft, die Mutter spielte Volleyball, ja – und auch der fünf Jahre ältere Bruder übte sich in Schmettern und Baggern. Und so war es natürlich kein Wunder, dass auch Anna Barnak mit 11 Jahren das erste Mal am Netz stand. Fünf Jahre später war sie dann so gut, dass sie den Weg zum serbischen Top-Team Uzice schaffte. Vier mal hintereinander holten sie dort die Meisterschaft und den Pokal. Als dann das Angebot kam, hat sich nicht lange überlegt und in Creglingen unterschrieben.  

Das Angebot nach Dresden zu kommen, kam beim Couching. Während des Bundesliga-Spiels des DSC in Augsburg hatte Dresdens Trainer Arnd Ludwig sich bei der damals in Bayern spielenden Anna nach deren Handy-Nummer erkundigt. Ein paar Wochen später kam dann der entscheidende Anruf aus Dresden. „Ich saß gerade auf der Couch und schaute Fernsehen, als das Handy klingelte und Arnd Ludwig dran war. Da ich wusste, dass es in Dresden eine tolle Organisation rund um den Club und ein Team mit Ambitionen nach oben gibt, bin ich kurze Zeit später nach Dresden gefahren und hab mir alles angeschaut.“ Es muss ihr gefallen haben, was sie da gesehen hat, obwohl es nicht der erste Kontakt mit der sächsischen Landeshauptstadt war. Mit ihrem Freund – dem Ex-Spieler vom VV Leipzig Bruno Maric – war sie vor gut zwei Jahren schon einmal bei einem DSC-Match in der Halle gewesen. „Als wir durch die Stadt gefahren sind, habe ich mir fast die Nase an der Scheibe platt gedrückt. Die tolle Silhouette, die Atmosphäre in Halle – all das hat mir damals schon gefallen“.  

Inzwischen lebt Anna Barnak in einer Drei-Zimmer-Erdgeschoss-Wohnung in Dresden-Striesen. Und hockt nicht selten Internet surfend vor ihrem Computer. „Mich interessieren vor allem philosophische Sachen. Zitate von großen Persönlichkeiten und deren Sicht auf die Dinge in dieser verrückten Welt.“ Angesichts der vier Sprachen, die Anna spricht, sind die verfügbaren Artikel natürlich sehr breit gesät. Neben Serbisch beherrscht sie Englisch, Deutsch und auch Slowakisch – ihr Vater stammt aus einer slowakischen Familie. 

Doch Anna Barnak ist alles andere als ein Stubenhocker. Stillsitzen fällt der quirligen, jungen Frau sowieso schwer. Während des Spiels auf dem Feld ist sie der Motivator, treibt ihre Mitspielerinnen immer wieder lautstark an. Und selbst in den freien Tagen ist Aktiv-Urlaub angesagt. „Im letzten Sommer bin ich gemeinsam mit Bruno quer durch Jugoslawien gezogen. Wir haben im Zelt übernachtet, geangelt, sind gewandert und natürlich mit dem Paragliding-Schirm unterwegs gewesen. Der Tag begann meist schon gegen Acht und vor zehn Uhr Abends haben wir selten halt gemacht. Das war wirklich fantastisch.“ 

Und die Zukunft, was wird die bringen? „Also ich will auf jeden Fall noch mindestens fünf Jahre Volleyball spielen. Was danach kommt, kann ich jetzt wirklich noch nicht sagen. Eines weiß ich aber sehr genau – meine abgeschlossene Wirtschaftsschule werde ich kaum nutzen. Und das eine Jahr Jurastudium werde ich wohl auch nicht mehr aufnehmen. Das war mir einfach zu trocken.“  

Vor dem Blick in die weite Zukunft steht in den kommenden Wochen aber erst mal der Kampf um eine Meisterschaftsmedaille mit dem Dresdner SC an. Nächste Bewährungsprobe ist dabei das Auswärtsspiel am Wochenende bei Anna´s Ex-Verein Augsburg. Ein Pflichttermin. „Natürlich werden wir da gewinnen“ blick Anna Barnak selbstbewusst voraus.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 23. Januar 2004

SSC-Damen vor wichtigen Wochen

Erst Berlin und Braunschweig, dann Pokalendrunde

Schwerin "Die nächsten drei Wochen sind für uns sehr wichtig", erkärte Tore Aleksandersen nach dem 3:0-Sieg über Augsburg am vergangenen Wochenende. Der Trainer der Schweriner Volleyballerinnen spielte damit darauf an, dass er und sein Team morgen beim Tabellenneunten Berlin-BVC 68 anzutreten hat. Eine Woche später kommt zur weiteren Bundesliga-Partie der USC Braunschweig und dann steht am 7./8. Februar das große Pokalfinalturnier in der Schweriner Sport- und Kongresshalle an. "Wir sehen von Spiel zu Spiel. Auch gegen Berlin und Braunschweig müssen wir konzentriert arbeiten. Denn jeder Sieg, jeder Satz zählt. Um die Plätze drei bis sieben wird es sehr eng", so der Norweger, der natürlich mit seiner Mannschaft unter den ersten Sechs landen will, um nach der Normalrunde in der Meisterrunde zu spielen.

Der Dritte, Dresdner SC, hat 18:8 Zähler auf dem Konto. Es folgen die punktgleichen VfB Suhl und Bayer Leverkusen. Schwerin liegt mit 16:10 auf Rang sechs vor Vilsbiburg (ebenfalls 16:10).

So wird sich der SSC morgen um 19 Uhr im Sportforum Hohenschönhausen keine Blöße geben, obwohl schon die Pokalendrunde bei den SSC-Damen in den Köpfen spukt. "Wenn wir an die Leistung vom Augsburg-Spiel anknüpfen und einiges noch weiter ausprobieren und festigen, dann sollten wir in Berlin gewinnen", so SSC-Mittelblockerin Cathrin Schlüter. Ihre Mannschaftskollegin Anika Schulz ging noch einen Schritt weiter: "Gegen Berlin und Braunschweig müssen wir uns weiter steigern, so dass wir zum Pokal, der das Highlight werden soll, richtig gut drauf sind."

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Freies Wort 

Freitag. 23. Januar 2004

Der VfB Suhl empfängt die Hamburgerinnen

Erstes Heimspiel des neuen Jahres

SUHL/HAMBURG„Das Spiel gegen den VfB war der Knackpunkt. Suhl hat bei uns gewonnen und ist dann richtig durchgestartet“, erinnert sich Horst Lüders, Manager des TV Fischbek Hamburg.

Zumindest für diese Saison schließt sich morgen der Kreis. Um 19.30 Uhr empfängt der VfB Suhl die Hamburgerinnen, die vor drei Jahren nach ihrem Aufstieg ins Volleyball-Oberhaus ähnlich für Furore sorgten wie dies die Thüringerinnen seit dem vergangenen Oktober tun.

Die Partie ist gleichzeitig ein Spiel um die begehrten Plätze für die Meisterschaftsrunde, in die die ersten Sechs nach der Rückrunde einziehen. Diesbezüglich liegen die besseren Karten eindeutig auf Suhler Seiten. Sie stehen auf Tabellenplatz vier, haben 18:8 Punkte. Da können die Hamburgerinnen mit einem negativen Punktekonto (12:14) und Rang 8 noch nicht mithalten.

Auch die Hamburger sind optimistisch

Der VfB Suhl will sich in der heimischen „Wolfsgrube“ für die 0:3-Niederlage vergangene Woche in Münster rehabilitieren. „Wenn wir das Ziel Meisterschaftsrunde wirklich realisieren wollen, müssen so viel wie möglich Heimsiege her - gerade, wenn man um unsere Auswärtsschwäche weiß“, so Trainer Jan Kirchhöfer. „In Münster haben wir einfach zu viel gewollt, waren übermotiviert. Zuhause kommt das nötige Selbstvertrauen irgendwie von ganz allein.“

Gestern ließ Kirchhöfer seine Schützlinge mit den Schleusinger Männern aus der Landesklasse Süd trainieren. In den voran gegangenen Tagen standen vor allem Annahme und Aufschlag im Mittelpunkt des Übungsprogramms. Kirchhöfer: „Beide Elemente müssen im Gegensatz zum letzten Spiel einfach besser kommen.“ Da sich Miloslava Bublova, Svetlana Krstic und Maja Ilic mit Schulter-, Rücken- bzw. Knieproblemen plagten, konnten sie nur eingeschränkt trainieren, stehen aber morgen zur Verfügung.

Auch die Hamburger gehen optimistisch in das Spiel: „Wir können alle Teams der Liga schlagen“, meinte Manager Lüders. Dennoch dürfte die 0:3-Niederlage in Berlin kurz vor Weihnachten für seine Mannschaft nur schwer zu verkraften gewesen sein. Da war auch der 3:0-Erfolg vergangene Woche gegen Braunschweig nur ein geringer Trost.

Die Zuschauer dürfen gespannt sein, ob Hamburgs Nationalspielerin Christina Benecke die Euphorie der Olympia-Qualifikation mit nach Suhl bringt. Zu achten ist außerdem auf Margarethe Kozuch. Die erst 17-jährige Allround-Spielerin wird laut Kirchhöfer als „eines der größten Talente in Deutschland“ gehandelt.

Claudia Fehse

Karten für das Spiel sind noch an der Abendkasse erhältlich

 

Deutschland - Freies Wort 

Freitag. 23. Januar 2004

Sonnenberg: Gibt’s diesmal den Blumentopf ?

SONNEBERGBeim VfB Friedrichshafen II erwartet die Volleyballer des 1. Sonneberger SC am Sonntag um 16 Uhr eine schwierige Aufgabe.

Nachdem die Sonneberger vor Wochenfrist mit dem 3:1- Heimsieg gegen den TV Rottenburg den vierten Platz in der Tabelle halten konnten und weiter an der Spitze mitspielen, geht es nun erneut um äußerst wichtige Punkte. Die dürften diesmal aber etwas schwieriger einzufahren sein.

Friedrichshafen belegt mit 18:8 Punkten momentan sogar den zweiten Tabellenplatz. Zudem sind die Jungs vom Bodensee für ihre Heimstärke ebenso gefürchtet wie der 1.SSC 04. Die Gastgeber mussten in der laufenden Saison erst eine Niederlage in der neuen Friedrichshafen-Arena einstecken. Der Meister der 2. Bundesliga der Saison 2002/2003 und Teilnehmer am Viertelfinale des DVV-Pokals brennt sicher darauf, die 3:0-Niederlage im November in Sonneberg wieder wett zu machen. Friedrichhafens Trainer Söhnke Hinz hat alle Spieler an Bord, auch den 2,07 Meter großen Max Gunthör, der am Dienstag in der ersten Mannschaft des VfB gegen Tours VB in Frankreich in der Champions League zum Einsatz kam.

Dagegen gibt es derzeit beim kleinen Kader der Sonneberger mit Stefan Danz den ersten Verletzten. Deshalb hofft Coach Peter Höhn darauf, dass die restlichen acht Spieler die Kastanien aus dem Feuer holen werden. Ob er den im letzten Spiel gut aufgelegten Martin Knobloch oder Stammspieler Sven Walter von Anfang an als Angreifer über die Mitte ins Aufgebot stellen wird, entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel.

Bisher gab es am Bodensee für die Thüringer, noch keinen Blumentopf zu gewinnen. Alle Vergleiche in Friedrichshafen gewannen die Hausherren immer sicher mit 3:0.

Ob diesmal diese erfolglose Serie aus Sonneberger Sicht unterbrochen werden kann, ist offen, aber noch nie waren die Erfolgsaussichten so gut wie in dieser Saison, in der der SSC 04 eine hervorragende Leistung nach der anderen abliefert. Spannung ist also garantiert.

(kök)

 

Deutschland - Schaumburger Zeitung 

Freitag. 23. Januar 2004

Obernkirchen will nicht wieder zur Lachnummer werden

Weiner-Schützlinge bei Schlusslicht Detmolder TV / 0:3-Pleite im Hinspiel

(seb). Der MTV Obernkirchen hat sich durch einen Kraftakt und einer deutlichen Leistungssteigerung erstmal aus dem Abstiegssumpf herausgezogen. Aber die Weiner-Schützlinge sind noch lange nicht durch. Am Samstag um 18 Uhr spielt der MTV im Leopoldinum in Detmold beim Tabellenletzten.

Aber Vorsicht ist geboten: Das Schlusslicht aus Detmold feierte in dieser Zweitligasaison erst einen Saisonerfolg und diesen mit 3:0 ausgerechnet in Obernkirchen. Das Team von Trainer Laurenz Weiner brennt auf eine Revanche, wird aber auch mit dem nötigen Respekt die Sache angehen. Wenn der MTV Obernkirchen als bestes Team der Rückrunde (4 Spiele, 4 Siege) gegen den Letzten antritt, stellt sich eigentlich nur die Frage, wie hoch gewonnen wird. Aber in der Hinrunde hatte Obernkirchen auch eine kleine Serie hingelegt, dann kam Detmold führte den MTV vor und danach gelang nicht mehr viel bei den Bergstädterinnen. Trainer Weiner kann auf die zuletzt erfolgreiche Mannschaft setzen.

Der Gastgeber hat zwar erst einen Sieg auf dem Konto, ist aber unberechenbar. Beim letzten Heimspiel hatte DTV den Meisterschafsfavoriten SCU Emlichheim am Rande einer Niederlage und musste sich knapp mit 2:3 geschlagen geben. Vergangene Woche ging das Team von Peter Pourie sang- und klanglos mit 0:3 in Warendorf unter und bot dabei die schlechteste Saisonleistung. Der DTV-Coach beklagte nach der Partie das ideenlose Spiel seiner Mannschaft: „Wir waren zu leicht auszurechnen. Dazu kamen große Probleme im Außenangriff. Insgesamt spielte das Team viel zu emotionslos. Im Hinspiel hatten wir die MTV-Angreiferinnen durch unser gutes Blockspiel völlig unter Kontrolle. Ich hoffe wir wiederholen dieses Spiel.“

MTV-Manager Günter Szallies freut sich über die Unterstützung der Fans: „Nach Detmold wird wieder eine Fangruppe von 20 Zuschauern mitreisen und das Team lautstark unterstützen. Die gute Atmosphäre in Obernkirchen war mit ausschlaggebend für die tolle Leistung unserer Spielerinnen. Mit einem weiteren Erfolg dürfte das Abstiegsgespenst endgültig aus Obernkirchen vertrieben worden sein. Aber aufgepasst: Für Detmold ist es die letzte Chance auf den Klassenerhalt.“

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Freitag. 23. Januar 2004

Harte Arbeit statt Geburtstags-Fete

Sofia - Wann sie ihren Geburtstag zum letzten Mal im Kreise ihrer Familie begangen hat, weiß Conny Dumler gar nicht mehr genau. "Ich glaub", es war mein 16.", überlegt die Volleyball-Nationalspielerin vom USC Münster.

Seither war sie an 22. Januaren stets im Namen ihres Sports unterwegs. Gestern, am Viertelfinal-Hinspieltag bei Lewski Sofia, wurde die Angreiferin 22 Jahre alt. Gefeiert wurde nicht viel, weder vor noch nach dem Match. Immerhin, ein Ständchen gab´s vom Team beim Vormittags-Training im Siconco-Sportcenter im verschneiten Sofia. Und ein kleines Präsent. Harte Arbeit statt Fete am Ehrentag " das Los eines Spitzensportlers.

Doch Conny Dumler ist weit davon entfernt, sich über so etwas zu beklagen. Warum auch" Schließlich spielt sie mit dem USC Münster sehr erfolgreich, war mit bei der überraschenden Olympia-Quali, dem mittlerweile als "Wunder von Baku" bekannten Erfolg des DVV-Ensembles, und darf sich berechtigte Hoffnungen machen, im Sommer in Athen dabei zu sein und einen Sportlertraum zu verwirklichen. "Wenn ich mitfahre hoffe ich, dass ich dann noch mehr Spielanteile bekomme", wünscht sich die zierliche Angreiferin.

Doch das ist Zukunftsmusik. Bei einem so eng gesteckten Terminrahmen, wie der USC ihn derzeit (und bis Saisonschluss Mitte April) hat, denkt man von Spiel zu Spiel. Gestern Europapokal-Viertelfinale in Sofia, morgen Bundesliga-Alltag in Erfurt. Immerhin, die Situation, in der sich die Westfälinnen nach dem Aus für Stammzuspielerin Kim Staelens befinden, erinnert Dumler ein bisschen an die just in Aserbeidschan gesammelten Erfahrungen. "Bei der Olympia-Quali haben auch alle gedacht, dass wir keine Chancen haben, Erster zu werden. Aber wir sind da als Team enger zusammengerückt, und jeder Spielerin war klar, dass sie jetzt 150 Prozent geben muss. Das ist hier beim USC jetzt ganz ähnlich", findet die Lehramts-Studentin.

In Baku hätte man dann einen Lauf gekriegt, warum soll das beim USC dann nicht so sein, fragt sich die gebürtige Ansbacherin Dumler, die sich schon 2002/2003 in ihrer ersten Saison für die Münsteraner zur Stammspielerin mauserte und den Platz bei nach wie vor vor starker Konkurrenz behauptete " eine Etappe auf Dumlers Karriereweg.

Die nächste könnte der erste Titel mit dem USC sein. in gut zwei Wochen steht das Büring-Team in der DVV-Pokalendrunde in Schwerin. "Ich sehe da sehr gute Chancen auf den Sieg", ist Dumler überzeugt: "Wie´s letztendlich läuft, muss man sehen. Aber vom Niveau her können wir das packen." Diese Portion Selbstbewusstsein kann auf dem Weg dahin nicht schaden. Da spricht "Conny" auch stellvertretend fürs ganze Team.

Lutz Hackmann

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel