News

Montag, 26. Januar 2004 

Kyritz siegt 3:1 gegen Tabellenführer
YoungStars: Dem Auswärtssieg folgt die Heimniederlage
Nachruf auf Christian Räther
Reisegruppe Eimsbüttel wenig erfolgreich
Einladung zum 1. Jugend-Hanse-Pokal 2004
Berlin geht ungeschlagen in die „Top-Ligarunde“
Ulm: Viel Lob für junges Trio
Rote Raben mit Licht und Schatten
Fellbach als Einheit gegen Grafing
Schmitt und Grübler überzeugen
Mentale Schwächen im VC-Team
Schweriner Angriffswirbel zu viel für Berliner Damen
Tigers: Fehler unter Bundesliga-Niveau
Emlichheim schüttelt Verfolger 1. VC Parchim ab
TVF verliert 0:3 beim VfB Suhl
"Girl-Group" erobert den zweiten Platz
0:3! Fischbek lässt sich in »Wolfsgrube« vernaschen
Pflichtsieg mit leichter Schramme
SV Bayer: Jetzt wieder gegen evivo Düren
Evivo Düren: So gut wie lange nicht

Januar 2004

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Dezember 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Maerkische Allgemeine 

Montag. 26. Januar 2004

Kyritz siegt 3:1 gegen Tabellenführer

KYRITZ Unruhig ging er umher, setzte sich nur kurz mal auf einen Hocker, schlug die Hände vors Gesicht, ballte die Faust, feuerte an, gab lautstark Tipps und sprintete nach dem Matchball die Arme hochreißend aufs Spielfeld um sich in den Jubelkreis einzureihen. Andreas Röhrs war am Sonnabend eindeutig der nervöseste Fortuna-Spieler in der Kyritzer Halle. "Zuschauen ist schlimm", gestand er und zeigte auf seinen geschienten Daumen, der ihn seit zwei Wochen außer Gefecht setzt. 

Die 282 Zuschauer waren begeistert vom 3:1-Sieg der Kyritzer Bundesliga-Volleyballer über Tabellenführer Hildesheim. Besonders Trainer Jürgen Treppner freute sich: "Unsere tollen Fans hatten sich schon lange so einen Heimsieg verdient." Der Gästecoach Walter Hoch versuchte die Kyritzer Leistung zu schmälern: "Meine Spieler kamen mit der Tabellenführung nicht klar, waren gelähmt in Kopf und Beine", doch bis auf die ersten zehn Minuten spielten die Kyritzer stark auf. Immer wieder schallte ein lautstarkes "Ja" durch die Halle, wenn der Kyritzer Doppel-H-Block zuschlug oder das dritte H knallharte Sprungaufgaben zeigte. Elmar Harbrecht und Christoph Helbig blockten wie die Teufel und Hannes Höpfner machte nicht nur Druck mit den Aufgaben, sondern auch mit tollen Angriffen.

Allerdings verschlug der Beginn des Spieles vielen Fans fast den Atem. Hildesheim dominierte, Kyritz stand neben den Schuhen und lag klar zurück. Erst beim 9:17 legten die Kyritzer ihren Respekt ab und die Gäste an Überheblichkeit zu. Plötzlich blockten Harbrecht/Helbig den Hildesheimern die Bälle immer wieder vor die Beine.

Siebenmal durfte der stark aufspielende Felix Braun den Ball ins Spiel bringen. Kyritz war ran, noch lächelten die Gäste. Dies sollte sich bald in ein verständnisloses Grinsen verwandeln, denn die Fortunen ließen nun nicht mehr locker. "Da sieht man was Selbstvertrauen ausmacht", sinnierte Treppner. Mit 25:20 siegte Fortuna. Der zweite Satz war umkämpft. Die Teams zeigten gute Aktionen in Angriff, Block und Feldabwehr. Die Zuschauer und Sprecher Harald Schmidt waren begeistert. Allerdings leisteten sich die Fortunen zu viele verschlagene Aufgaben, so ging der Satz knapp mit 25:22 an Hildesheim. 

"Danach lief es optimal", freute sich Harbrecht. Die Annahme (Christian Röhrs) wäre sehr gut gewesen und Zuspieler Florian Schaarschmidt hätte variabel gestellt. Zudem war der Kyritzer Block immer wieder an der richtigen Stelle. "Wir haben uns das Video vom Hinspiel angesehen und uns auf die Angriffsschläge der Hildesheimer gut eingestellt", erklärte Treppner. Gästecoach Hoch konterte mit gequältem Lächeln: "Ich habe keine Angriffe von meinem Team gesehen."

Den Gästen, besonders Henning Machtens, stand die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben, nur selten kamen sie am Block vorbei. Dagegen griffen die Fortunen über die Mitte (Braun, Harbrecht) und über die Außen (Salomon Din Kingue, Höpfner, Helbig) immer wieder erfolgreich an. Da die Kyritzer auch in der Feldabwehr gut standen, kamen die 25:20 und 25:20-Satzgewinnen folgerichtig. Mitten in der Traube der jubelnden Spieler auch der verletzte Andreas Röhrs, der nur hofft bald wieder am Ball zu sein, denn "das Zuschauen kostet Nerven."

Roland Möller

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Montag. 26. Januar 2004

YoungStars: Dem Auswärtssieg folgt die Heimniederlage

FRIEDRICHSHAFEN - Der Doppelspieltag endete für die Volley YoungStars am Wochenende unentschieden. Dem samstäglichen 3:1-Sieg (25:23, 23:25, 25:20, 25:21) folgte einen Tag später eine 1:3-Niederlage (26:28, 25:27, 25:23, 22:25) gegen den 1. Sonneberger SC.

Es war drei Uhr in der Naht als die Häfler Spieler am Sonntag vom hessischen Bad Soden in Friedrichshafen angekommen waren. Gerade mal 13 Stunden später standen die Spieler wieder auf dem Feld, um gegen Sonneberg um Punkte zu kämpfen. „Vielleicht war die Anstrengung doch zu groß“, sinniert Trainer Söhnke Hinz.

Hatten seine Jungs gegen den Tabellenzehnten eine starke Leistung aufs Parkett gelegt, konnten sie diese gegen den Viertplatzierten aus Thüringen nicht wiederholen. Söhnke Hinz: „Wir haben schlecht gespielt - viel schwächer als wir können.“ Wobei nicht außer Acht gelassen werden darf, dass Sonneberg ein anderes Kaliber als Aufsteiger Bad Soden ist. Vier Profis im Team unterstreichen die Aufstiegsambitionen des SSC. Hinz: „Jedes Unterstatement ist ein Witz.“ In Boris Holla sieht er den besten Zuspieler der Liga, der erstligaerfahrene Robert Tullner sei der beste Angreifer.

Die YoungStars gestalteten das Spiel während des gesamten Verlaufs recht offen, versäumten es allerdings, die entscheidenden Punkte zu machen. Oder, mit des Trainers Worten ausgedrückt: „Wenn's nicht läuft, reagieren wir genau falsch.“ Der erste Satz verlief ausgeglichen. Mal lag die eine, mal die andere Mannschaft vorn. Am Ende wehrten die Häfler drei Matchbälle ab, beim vierten leistete Aljoscha Grabowski Schützenhilfe und bugsierte den Ball ins Aus. Ebenso endete der zweite Spielabschnitt, ebenfalls in der Verlängerung.

Söhnke Hinz versuchte es mit Auswechslungen, brachte im Verlauf des Spiels Alex Mayer für Marco Hofmann, Thomas Welz für Patrick Steuerwald sowie Matthias Klippel für Alexander Wiskirchen. Nur Sebastian Schwarz, Aljoscha Grabowski, Max Günthör und Libero Timo Wilhelm spielten durch. Aber auch dadurch kamen die Häfler nicht richtig in Tritt. Zusätzliches Pech: Tino Kirchner stand wegen einer Bronchitis an beiden Tagen nicht zur Verfügung.

Im dritten Durchgang gelang es Friedrichshafen, die anfängliche Führung bis zum 25:23 zu halten. Was viele der Zuschauer schon ahnten: es sollte der letzte Satzgewinn für dieses Spiel bleiben. Zwar ließen die Häfler immer wieder ihre Stärke aufblitzen, aber nach wenigen Ballwechseln war wieder Schluss. Das Fazit von Söhnke Hinz: „Nicht Sonneberg hat gewonnen, sondern wir haben verloren. Nach der Niederlage hat der 1. Sonneberger SC den zweiten Platz eingenommen, die Häfler rangieren einen Platz dahinter. Als nächstes steht für die Volley YoungStars am 31. Januar das Auswärtsspiel bei SV Lohhof auf dem Plan.

 

Deutschland - VV Berlin-News 

Montag. 26. Januar 2004

Nachruf auf Christian Räther

Wir trauern um unseren Freund

Christian Räther

31.10.1963 - 22.01.2004

Seit Anfang der neunziger Jahre hat Christian Räther als Trainer beim Volleyballclub 68 entscheidend die Entwicklung des Vereins geprägt. Sein Verdienst ist es, dass der VC 68 deutschlandweit durch hervorragende Nachwuchsmannschaften bekannt wurde. 2000 und 2001 erkämpften seine Mädchen sogar den Titel eines Deutschen Jugendmeisters. Sein Ziel war es weitere Titel und Erfolge anzustreben, die Kinder ein Stück auf ihrem Weg durchs Leben zu begleiten und sie für größere Aufgaben vorzubereiten.

Plötzlich und völlig unerwartet wurde er durch den Tod am 22. Januar 2004 aus unserer Mitte gerissen.

Christian Räther war als Diplomsportlehrer mit der höchsten Trainerlizenz des DVV ein geachteter Fachmann nicht nur unter seinen Kollegen. Hervorragend vermittelte er seinen Schützlingen fundierte Sachkenntnis und Leidenschaft für den Volleyballsport. Im Berliner Volleyballverband erfüllte er als Nachwuchs-Sichtungstrainer mit großem Engagement seine Aufgaben, holte im Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ 2003 die Goldmedaille.

Wir verlieren einen großartigen Freund und ein Vorbild. Indem wir in seinem Sinne weiterhin für den Volleyball wirken, bewahren wir ihm ein ehrenvolles Andenken.

Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie.

Im Namen aller Mitglieder des Volleyballclubs 68

Udo Wandtke Jürgen Siegert  René Klaus
1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Geschäftsführer

 

Norddeutschland - Eimsbüttler TV-News 

Montag. 26. Januar 2004

Reisegruppe Eimsbüttel wenig erfolgreich

- oder: der Trend geht zum Zweitticket

Sonntag Morgen um 8.10h am Gleis 5a am Hauptbahnhof begann der Ausflug der ETV-Armada. Bereits der Start war holprig. Mittelblockerin Tanja Sander saß in Stellingen fest, in ihrem Zug wurde die Notbremse gezogen, so dass sie nicht weiter in Richtung Hauptbahnhof kam. Doppelt tragisch. Zum einen war so bei der eh spärlich besetzten Armada nur noch eine Mittelblockerin am Treffpunkt, zum anderen war Tanja mit dem Kauf der Zugtickets beauftragt, so dass auch die Tickets nicht am Treffpunkt waren. Es wurde im Dauerlauf für Ersatz gesorgt, so dass sich 7 Spielerinnen plus Trainer in Richtung Greifswald aufmachten.

Schon die Zugfahrt verriet in welche Richtung diese Fahrt ging. Diverse andere Fahrgäste vergnügten sich schon am frühen Morgen mit Sangria zum Frühstück. Nach fast vier Stunden Zugfahrt, in der die Stimmung aber deutlich stieg und die Armada dank Jasmine Daneshi ihre Anatomiekenntnisse des Armes aufbessern konnte, wurde Greifswald erreicht.

Nach einem kurzen Fußmarsch zur Halle wartete gleich die nächste Überraschung. Der Hallenwart war nicht zum vereinbarten Zeitpunkt  anwesend, so dass man in den Genuss kam eine halbe Stunde in der eisigen Kälte warten zu müssen. Immerhin konnte Tanja Sander, die tapfer die lange Fahrt noch verspätet auf sich genommen hat, so noch einigermaßen pünktlich zur Mannschaft stoßen. Dumm an dem Notbremsenstopp war nur, dass der ETV so insgesamt vier Wochenendtickets und eine teure ICE-Zugfahrt in der Tasche hatte (bei neun Personen). Allerdings hatte Tanja Sander ihren Aufenthalt in Stralsund sehr mannschaftsdienlich genutzt und ihre beiden Tickets weiterverkaufen können.

Ob es nun an der eisigen Wartezeit lag, an der langen Zugfahrt, Modern Talking zum Einspielen oder dem frühen Treffpunkt am Sonntag, die ETV-Mädels kamen nie in den gewohnten Tritt. Zu Beginn des ersten Satzes sah es noch so aus, als ob sich die Armada über die Zeit retten könnte. Mirja Pawlowski setzte vor allem Jasmine Daneshi immer wieder gut in Szene, so dass eine 18:10 Führung schnell herausgespielt war. Aber dann kam der unerklärliche Bruch. Es wurden Fehler am laufenden Band produziert, die Aufschläge kamen kaum noch und der Spielaufbau klappte nicht mehr. Greifswald konnte ausgleichen und den ersten Satz schließlich mit 25:22 gewinnen. Im zweiten Satz gab es auf Greifswalder Seite Unklarheiten über die Aufstellung, so dass sich das Spiel länger verzögerte, aber auch das konnte die Armada nicht für sich ausnutzen. Satz zwei ging mit 25:21 an Greifswald. Leider blieb der ETV in seinem fehlerhaften Spielverhalten, es wurden individuelle Fehler gemacht, die so bei den einzelnen Spielerinnen sonst nicht zu sehen sind. Selbst die Ankündigung des Trainers Christian Grussendorf, wenn das Spiel jetzt noch gebogen wird, gehen die Getränke an diesem Abend auf seine Kosten, konnte keine Reserven wecken. Folge: auch Satz drei ging mit 22:25 verloren. Bitter dabei, hätte die Armada nur einen Tick konzentrierter gespielt, hätte sie das Spiel gewinnen können und müssen. Zum anderen haben alle anderen Mannschaften aus dem Mittelfeld unerwartet gepunktet.

Mit dieser bitteren Niederlage im Gepäck wurde die Rückfahrt nach Hamburg angetreten. Dank der sehr netten Fahrdienste der Greifswalder Spielerinnen (an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank dafür!) konnte immerhin noch ein früher Zug Richtung Heimat erwischt werden.

Auf der Rückfahrt wurde die Stimmung dann aber dank des mitgenommenen Sektes, diverser Probleme mit den hochklappbaren Stühlen (und den damit verbundenen Stürzen), Löcher in Hosen, geteilter Toilettengebühr, gesammelter Esso-Punkte  doch wieder besser.

Es lässt sich also sagen, rein sportlich war der Ausflug der Reisegruppe Eimsbüttel eine Enttäuschung, aber es war irgendwie doch eine Reise wert.

 

Hamburg - HVbV-News 

Montag. 26. Januar 2004

Einladung zum 1. Jugend-Hanse-Pokal 2004

Wir laden ein zum 1. Jugend-Hanse-Pokal und hoffen auf rege Beteiligung. Mit diesem Pokal gibt es auf einen häufig geäußerten Wunsch hin die Möglichkeit, nach Abschluss der Spielsaison entweder neu einzusteigen oder bis zur nächsten Saison für bereits bestehende Mannschaften weiterhin ein Angebot zu haben.

Meldeschluss für den 1. Hanse-Pokal ist der 01. März 2004

Mannschaften aus Vereinen, Schulen und anderen Organisationen können ohne Pässe teilnehmen. Einschränkungen sind unten genannt.

Die Teilnahmegebühr je Mannschaft beträgt: € 20,-- und wird durch Erteilung eines einmaligen Einziehungsauftrages von uns abgebucht. Nutzen Sie bitte eine Kopie der Anmeldung als Rechnungsbeleg für die Abbuchung.

Spieltermine:

1. Runde                             4. April
2. Runde (
Hoffnungsspiele)    25. April
3. Runde                            
9. Mai
Endrunde                            
6. Juni

Meldeanschrift: Hamburger Volleyball-Verband Jugend-Hanse-Pokal Schäferkampsallee 1 20357 Hamburg

Es wird in ausgelosten Gruppen jeder gegen jeden mit 2 Gewinnsätzen gespielt. Der Entscheidungssatz wird ebenfalls bis 25 gespielt. Jede Mannschaft spielt mindestens an 2 Turniertagen. Die Sieger des 1. Spieltages qualifizieren sich direkt für die Zwischenrunde am 3. Spieltag. Bei den Hoffnungsspielen am 2. Spieltag können sich die Verlierer des ersten Spieltages noch für die Zwischenrunde qualifizieren. In der Zwischenrunde am 3. Spieltag werden die Mannschaften der Endrunde ermittelt.

In der Endrunde am 4. Spieltag spielen die besten Mannschaften um den Hanse-Pokal. Der genaue Spielplan wird nach Meldeschluss erstellt und im Internet veröffentlicht unter www.hvbv.de/mitteilungen/jugend/Jug_Hanse.pdf

Hinweis: Die Personendaten werden bei einer Meldung von uns elektronisch gespeichert. Mit den Spielplänen erhalten die teilnehmenden Mannschaften eine Liste mit Namen und Telefonnummer für kurzfristige Kontaktaufnahme. Sie erhalten automatisch im nächsten Jahr wieder eine Einladung. Wenn Sie dann nicht melden, werden Ihre Daten von uns gelöscht.

 

Deutschland - DVV-News 

Montag. 26. Januar 2004

Berlin geht ungeschlagen in die „Top-Ligarunde“

Der amtierende Deutsche Meister SCC Berlin geht ungeschlagen in die sogenannte „Top-Ligarunde“ der besten sechs Bundesligisten. Diese spielen in Hin- und Rückspielen die Platzierungen vor den am 31. März beginnenden Play-offs aus. Die Mannschaften von Platz 7-12 treten in der sogenannten „Ligarunde“ an und ermitteln die beiden Absteiger (12. und 11.), die beiden Relegationsteilnehmer (10. und 9.) sowie die beiden Play-off-Teilnehmer (8. und 7.).

Der SCC Berlin geht mit 22:0-Punkten als Primus in die weitere Meisterschaftsphase, in der nun die besten sechs Teams mit Berlin, VfB Friedrichshafen, evivo Düren, SV Bayer Wuppertal, TSV Unterhaching und MAOAM Mendig gegeneinander spielen. Diese Teilung der Liga war von den Vereinen gewünscht worden, um mehrere Spiele gegen gleichstarke Mannschaften zu erreichen.

Zwar lagen die Berliner gegen den 10. TSV Bad Saulgau vor eigenem Publikum mit 0:2-Sätzen hinten, dann jedoch agierte der Titelverteidiger souverän und ließ den Spielern vom Bodensee keine Chance mehr.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Montag. 26. Januar 2004

Ulm: Viel Lob für junges Trio

Der deutsche Meister hat sich vom Kellerkind nicht in Bedrängnis bringen lassen: Die Volleyball-Damen des SSV Ulm Aliud Pharma haben beim USC Braunschweig mit 3:0 (25:18, 28:26, 25:22) den Pflichtsieg eingefahren. Jetzt gilt die volle Konzentration wieder dem Europacup.

Sechseinhalb Stunden mit dem Bus nach Niedersachsen gedüst, in Braunschweig übernachtet, locker trainiert, eineinhalb Stunden gespielt und danach wieder in den Bus gestiegen: Erst nach Mitternacht war für die Ulmer Volleyballerinnen das Eineinhalb-Tage-Unternehmen USC Braunschweig beendet. Beim Tabellen-Vorletzten hat der SSV mit 3:0 das Wunschergebnis abgeholt. Angenehmer Nebeneffekt: Der Bundesliga-Spitzenreiter führt jetzt bei gleicher Punktzahl (beide 24:4) mit zwei Sätzen vor dem USC Münster. Die Westfälinnen gaben nämlich beim 3:1 in Erfurt einen Satz ab. Der USC hatte im übrigen einen weiteren Schock zu verkraften: Nach Kim Staelens erlitt mit der 18-jährigen Sandra Aßmann bereits die zweite Zuspielerin einen Kreuzbandriss und fällt für den Rest der Saison aus.

Um so erleichterter war Mathias Eichinger, dass sich in Braunschweig keine seiner Schützlinge verletzte. Alle sind fit und fiebern dem Viertelfinal-Rückspiel im Top-Teams-Cup am Mittwoch (18.30 Uhr) bei Filathletic Club Vrilissia entgegen. "Die Spielerinnen waren alle schon mit den Gedanken in Athen. Die wollen dort gewinnen", stellte der Ulmer Trainer fest.

Da war vor 500 Zuschauern in der Tunicahalle nicht mehr als eine durchschnittliche Leistung zu erwarten. Ausdrücklich hob Eichinger ein junges Trio hervor, dem er gestern viel Spielzeit zugestand: Bettina Stumpf, Steffi Lehmann und Petra Kosnic. "Die Jungen haben ihren Job wirklich gut gemacht", lobte der Übungsleiter seine Bankspielerinnnen.

Bereits in der Mitte des ersten Satzes wechselte der Coach Steffi Lehmann für Sabrina Roß und Bettina Stumpf für Alice Blom ein und ließ die beiden Youngsters bis zum Spielende auf dem Feld. Petra Kosnic kam im zweiten Satz einige Minuten lang für die gut spielende Tanja Hart. Auch die 17-jährige Zuspielerin aus Serbien-Montenegro empfahl sich für längere Einsätze. "Steffi und Bettina sind auf dem Weg, auf dem sie in der Hinrunde waren", registrierte Eichinger erfreut. Mittelblockerin Norisha Campbell, die im Viertelfinal-Hinspiel gegen Athen als einzige gar nicht zum Einsatz gekommen war, spielte (für Verena Veh) sogar durch.

Im Angriff agierte Saara Loikkanen am stärksten. Schlecht fiel hingegen die Note für die Annahme des SSV aus. Libero Elke Wijnhoven fehlt es gegen schwächere Gegner mitunter am richtigen Biss. Dabei kann die Niederländerin - gegen Vrilissia hat sie es erneut bewiesen - exzellent aufspielen.

An der kämpferischen Einstellung ließ es der USC Braunschweig nicht fehlen. Die Mannschaft von Timo Schröder legte sich vor der erwartungsvollen Heimkulisse aufopferungsvoll ins Zeug. "Die haben in der Abwehr sehr gut gespielt, allerdings im Angriff viele Fehler gemacht", berichtete Eichinger. Die Chance auf einen Satzgewinn hatten die Gastgeberinnen im zweiten Spielabschnitt (26:28). Am Ende stand wie schon gegen den Berliner BVC 68 ein einigermaßen leichter Sieg, der allerdings deswegen wertvoll wird, weil er den Verantwortlichen veranschaulicht hat, dass die zweite Reihe im Kader bereitsteht, im Falle des Falles einzuspringen. Das war die wichtigste Erkenntnis am Ende einer langen Reise.

U. Tafunato

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Montag. 26. Januar 2004

Rote Raben mit Licht und Schatten

In Leverkusen mit 1:3 verloren

Im Kampf um Meisterrundenplatz 6 haben die Roten Raben etwas an Boden verloren. Beim favorisierten TSV Bayer Leverkusen gelang den Vilsbiburgerinnen nur ein Satzgewinn. Das Spiel ging mit 1:3 (18:25, 25:18, 11:25, 22:25) verloren.

"Platz 6 ist auf jeden Fall noch greifbar, aber es wird immer enger", so Chef-Trainer Michael Schöps nach dem Gastspiel der Roten Raben in Leverkusen. Es war ein Auftritt mit Licht und Schatten: Über weite Strecken waren die Vilsbiburgerinnen dem Tabellenfünften absolut ebenbürtig, Satz drei hingegen vergeigten die Roten Raben völlig.

Aus Vilsbiburger Sicht fing das Spiel vor 650 Zuschauern gut an: Bis zum 10:9 hatten die Raben stets die Nase vorn, ließen allerdings gute Gelegenheiten aus, von den Fehlern der Gastgeberinnen zu profitieren und damit ihren Vorsprung auszubauen. "Damit haben wir Leverkusen eingeladen, ins Spiel zu finden", trauerte Schöps vergebenen Chancen nach. Vor allem Nationalspielerin Judith Sylvester schlug in dieser Phase gnadenlos zu, so dass der Auftaktsatz doch noch relativ deutlich verloren ging (18:25). Doch die Roten Raben ließen sich davon nicht entmutigen. Im Gegenteil: Im zweiten Durchgang drehten sie den Spieß um legten trotz anfänglichem Rückstand eine fast fehlerfreie Vorstellung hin. 

Elena Kounova bewies einmal mehr ihre Angriffsstärke, Birgit Thumm war im Block kaum zu überwinden, so dass sich die Vilsbiburgerinnen den zweiten Satz ihrerseits mit 25:18 holten. "Das war eine perfekte Vorstellung. Wir waren auf allen Positionen effektiv", lobte der Coach. Umso mehr verwunderte es, dass Mike Schöps im dritten Satz nach einem völlig verkorksten Start (1:5) die erste Auszeit nehmen musste.

Geholfen hat es wenig, denn bei 3:10 war bereits das nächste Timeout nötig. Urplötzlich war im Vilsbiburger Spiel der Faden gerissen. Selbst "Punktegarantie" Katja Wühler hatte nicht ihren besten Tag erwischt. Schöps: "Im Gegensatz zu allen bisherigen Spielen wirkte Katja diesmal leider etwas unsicher." Der Trainer reagierte: Er stellte Hana Musilova für Wühler auf die Diagonalposition und versuchte, mit Zuspielerin Ina Prechtl (für Ericsson) neue Kreativität auf das Spielfeld zu bringen. Zu retten war der dritte Satz dadurch nicht mehr - 11:25. Danach stabilisierte sich das Spiel der Roten Raben wieder etwas. 

Im wichtigen vierten Satz musste man zwar anfangs einem Rückstand hinterherlaufen, beim Stand von 19:17 sah es aber fast so aus, als könnten die Vilsbiburgerinnen doch noch den Tie-Break erzwingen. Leider fingen die Roten Raben nun an, Gastgeschenke zu verteilen - ein Spiel, an dem sich auch das Schiedsrichter-Gespann beteiligte. Leverkusen drehte den Satz noch um und gewann 25:22. Trotz der Enttäuschung zählt für die Roten Raben nun aber nur der Blick nach vorne. Um weiter im Rennen um Platz 6 zu bleiben sind Erfolge gegen die nächsten Gegner Augsburg, Berlin und Braunschweig Pflicht.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Montag. 26. Januar 2004

Fellbach als Einheit gegen Grafing

Am Samstag Abend um 21.28 Uhr konnte der Chefcoach des SV Fellbach, Karl- Heinz Striegel, aufatmen. Sein Team gewann in diesem Moment gegen den TSV Grafing mit 3:1 (23:25, 25:20, 25:22, 25:18).

Der Coach hatte es schon im Vorfeld angedeutet: „Die nächsten beiden Spiele werden wegweisend sein, denn ein Abstiegsplatz ist nicht weit entfernt.“. Nun haben die Seinen nachgezogen, und damit auch die Niederlage im Hinspiel in Grafing wettgemacht.

Die Grafinger kamen mit frischem Rückenwind nach Fellbach ( 3:2 Erfolg über die TSG Rüsselsheim). Dementsprechend couragiert begannen sie ihren Auftritt.
Fellbach schaffte es zunächst nicht, die Annahme der Grafinger und somit das schnelle Spiel über die Mitte, zumeist über Ex- Nationalspieler Klaus Dammann, in Schwierigkeiten zu bringen. So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass der erste Durchgang verloren ging.

Doch dann begannen die Fellbacher das zu zeigen, was sie letzte Woche im Spiel gegen das Volleyball- Internat Frankfurt angedeutet hatten. Die Mannschaft beging wesentlich weniger Fehler und setzte den Gegner durch eine gute Aufschlagleistung gehörig unter Druck.

Knackpunkt des Spiels dürfte ein Block gewesen sein. Im zweiten Satz schaffte es Mittelblocker Goran Periskic, dem gegnerischen Mittelangreifer den Ball direkt vor die Füße zu blocken. Danach spielte Grafing keinen einzigen Ball mehr über die Mitte und Fellbach hatte durch eine gute Block- und Feldabwehrleistung nun leichtes Spiel mit den zunehmend verunsichert wirkenden Grafingern.

Insgesamt bleiben dem Beobachter positive Eindrücke, der SV Fellbach wirkt wie eine Einheit auf dem Feld, und lässt sich selbst nach verlorenen Sätzen nicht mehr aus dem Rhythmus bringen. Bleibt zu hoffen, dass man auch nächste Woche beim wichtigen Spiel gegen Bad soden an die zu letzt gezeigten Leistungen anknüpfen kann.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Montag. 26. Januar 2004

Schmitt und Grübler überzeugen

Mit einem souveränen 3:0 (25:17; 25:19; 25:20)-Erfolg beim Tabellenletzten Markranstädt haben die Bundesliga-Volleyballer des SV Bayer Wuppertal die Qualifikationsrunde abgeschlossen. Da evivo Düren zeitgleich 3:0 gegen Mendig gewonnen hat, verpassten die Wuppertaler den Sprung auf den dritten Tabellenplatz. Der SV Bayer startet in vierzehn Tagen nun von Rang vier aus in die Top-Liga-Runde.

Die Ausrichtung für die Partie in Ostdeutschland lag klar auf der Hand: jeder erwartete einen deutlichen Erfolg des Vizemeisters. Trainer Mark Lebedew wusste jedoch, dass es ein gefährliches Spiel werden könnte: „Wir hatten unser erstes Saisonziel, das Erreichen der Top-Liga-Runde, bereits letzte Wochen unter Dach und Fach gebracht. Insofern hatten wir keinen Druck mehr. Und das kann auch nach hinten losgehen.“

Ging es aber nicht, denn die Wuppertaler agierten von Beginn an hochkonzentriert. „Wir haben sehr gut angefangen und unser Spiel die drei Sätze lang konsequent durchgezogen“, lobte Lebedew den Auftritt seines Teams.
Zufrieden konnte der Australier auch mit den Leistungen seiner Edelreservisten Marc Schmitt und Dirk Grübler sein.

Im bisherigen Saisonverlauf nur als Joker eingesetzt, gab ihnen Lebedew in Markranstädt längere Spielzeiten. Die beiden nutzten ihre Chance und bewiesen, dass sie mehr als nur Ergänzungsspieler sind. Die spannende Frage, ob Ex-SV Bayer-Coach Michael Mücke bereits gegen Wuppertal auf der Markranstädter Bank sitzen würde, wurde natürlich auch beantwortet: Mückes Platz blieb verwaist.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 26. Januar 2004

Mentale Schwächen im VC-Team

Parchim Die Parchimer Volleyballerinnen des 1. VC verloren am vergangenen Wochenende beide Punktspiele in der 2. Bundesliga. Am Sonnabendabend unterlagen die Damen um Stützpunkttrainer Dirk Groß beim Köpenicker SC mit 1:3 (16, -16, 23, 18) und gestern auch gegen Spitzenreiter VC Olympia Berlin glatt in drei Sätzen (14, 15, 22).

Vor fast 200 Zuschauern ging der Köpenicker SC nach einem klaren 25:16 im ersten Satz in Front. Die Parchimerinnen konterten genau mit der gleichen Quote und waren wieder im Rennen. Knackpunkt im Spiel war die mentale Schwäche der Parchimerinnen im dritten und vierten Durchgang. Im dritten Satz lagen die VC-Damen schon mit neun Punkten in Front und gaben den Satz noch mit 23:25 ab. Im vierten führte das Gästeteam ebenfalls bis zum 15. Punkt und vergab dann mit dem 18:25-Satzverlust die Chance auf den Tie-Break.

Gestern Nachmittag beim VC Olympia geisterten wohl noch die Gedanken der Niederlage des Vortages in den Köpfen der Parchimerinnen herum. Bei den Eldestädterinnen fehlte der gewohnt zwingende Spielaufbau, beginnend mit harten Aufgaben. "Ich habe weder athletische noch konditionelle Schwächen ausmachen können, aber mental waren alle Spielerinnen von der Rolle", sieht Stützpunkttrainer Dirk Groß die Ursachen des Leistungsabfalls.

Für die Parchimerinnen waren es die Saisonniederlagen fünf und sechs sowie die ersten nach einer Serie von sechs gewonnenen Duellen. Und es waren die ersten Auswärtsniederlagen des Spieljahres. "Jetzt heißt es für uns, wieder Ruhe ins Team zu bekommen, den Trainingsrhythmus wiederzufinden", schaut Dirk Groß voraus. Denn am Sonntag, um 15 Uhr, wird das vorletzte Heimspiel der Saison in der Parchimer Sporthalle am Fischerdamm gegen Alemannia Aachen angepfiffen. Thomas Zenker

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 26. Januar 2004

Schweriner Angriffswirbel zu viel für Berliner Damen

Mit erwartet klarem 3:0 weiter Tabellensechster

Berlin Mit einem klaren 3:0-Sieg über den Berlin-Brandenburger VC 68 haben die Frauen des Schweriner SC am Sonnabend ihren sechsten Tabellenplatz in der 1. Bundesliga gefestigt. Im Berliner Sportforum war ihr Erfolg nie gefährdet.

Die Gastgeberinnen lagen im ersten Satz schnell mit 2:0 vorn. Die Führung erwies sich aber nur als Strohfeuer. Danach zog das Team um SSC-Kapitän Jana Müller ein schnelles Angriffspiel auf, dem die Berlinerinnen außer ihrem Kampfgeist nur wenig entgegenzusetzen hatten.

Nach neun Minuten hieß es bereits 12:5 für Schwerin, als BBVC 68-Trainer Merten schon die zweite Auszeit nehmen musste. Seine Hinweise fruchteten etwas. Berlins Außenangreiferinnen konnten danach zweimal punkten. BBVC-Zuspielerin Kristina Bognar überraschte den SSC mit einem Lop, kam selbst zur Aufgabelinie und verkürzte durch drei Aufschläge zum 13:15.

Nun signalisierte auch Tore Aleksandersen eine Auszeit. Sofort folgte ein erfolgreicher Außenangriff von Jana Müller. Ein Aufschlag von Kathleen Weiß sorgte für die 17:13-Führung. Aber die Berlinerinnen kamen noch einmal auf zwei Punkte (16:18) durch Regina Burchardt heran, doch dann war es Anika Schulz, die wiederholt den Berliner Block ausspielte. In der Endphase des ersten Satzes versenkte Jana Müller den Ball zum 24:20 im Berliner Feld. Auch am letzten Punkt war sie beteiligt, als sie mit dem Block Berlins Angreiferin Kleefisch stoppte.

Neue ukrainische Libera des SSC fast fehlerfrei

Im zweiten Satz dominierte des SSC noch stärker. Schnell war ein 8:2 erreicht, weil die Berlinerinnen große Probleme mit der Annahme hatten. Über die Stationen 13:6, 17:10, 22:11 steuerten die Mecklenburgerinnen einen sicheren zweiten Satzgewinn an. Eydis Dalen vom BBVC 68 sorgte durch erfolgreiche Angriffschläge für etwas Ergebniskosmetik, doch am Ende hieß es 25:15 für den Schweriner SC. Auffallend in diesem Durchgang die fast fehlerfreien Aktionen der SSC-Libera Natalja Shumeyko.

Berliner Netzaufgabe beendet ungleiche Partie

Der Start zum dritten Satz nahezu ein Abbild des zweiten. 9:3 hatte sich der SSC schnell abgesetzt. Anika Schulz und Jana Müller wurden immer wieder von Kathleen Weiß hervorragend bedient. Dieser Sechs-Punkte-Vorsprung für Schwerin hielt über 15:9 bis zum 21:15. Dann schlichen sich ein paar Abwehrfehler beim SSC ein, bedingt auch durch die gut geschlagenen Aufgaben von Bognar. Als dieser sogar ein Ass zum 19:22 gelang, kam das Zeichen zur Auszeit. Offensichtlich war mit Einwechslung von Patricia Wolf und Linda Döhrendahl der Schweriner Spielfluss etwas gebremst. Danach kam der Pass jedoch zu Patricia Wolf, die den 23. Punkt holte. Ein Hinterfeldangriff von Kathleen Weiß sorgte für das 24:19. Ihr Aufschlag landete im Netz, genauso wie der des BBVC 68. So hieß es nach 24 Minuten 25:20 für den Schweriner SC. Udo Wandtke

Michael Merten (Berlin): "Der Schweriner Erfolg war hochverdient. Wir wünschen den Gästen, dass sie sich 2004 den deutschen Pokal holen. Meine Mannschaft hat heute gut gekämpft."

Tore Aleksandersen (Schwerin): "Wir haben zwei wichtige Punkte geholt, ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Das lässt uns auf das Pokal Final Four bei uns in Schwerin hoffen."

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 26. Januar 2004

Tigers: Fehler unter Bundesliga-Niveau

Ludwigslust Nach 86 Minuten war eine weitere Niederlage besiegelt, hatten die Volley Tigers Ludwigslust ihr gestriges Heimspiel gegen den Oststeinbeker SV mit 1:3 verloren. Sie scheiterten dabei nicht in erster Linie an der Stärke des Gegners, der zumindest an diesem Tag auch nur eine durchschnittliche Vorstellung ablieferte. Co-Trainer Manfred Heine brachte es in einer ersten Kurzanalyse direkt nach Spielende auf den Punkt: "Was mich an der Sache besonders ärgert, ist, dass uns Fehler unterlaufen, die eigentlich unter Bundesliga-Niveau sind."

Dieses Manko kostete sowohl den ersten als auch den zweiten Satz. Die Tigers begannen vielversprechend, führten nach drei Blockpunkten in Folge mit 9:5. Dieser Vorsprung wurde allerdings schnell aus der Hand gegeben. Dass die Moral dennoch stimmte, zeigte sich, als man einen 13:17-Rückstand aufholte und beim 21:21 wieder alle Chancen besaß. Doch besagte Fehler gerade in dieser entscheidenden Phase hatten den Satzverlust zur Folge (22:25). Der zweite Durchgang zeigte deutliche Parallelen auf. Ludwigslust hielt das Geschehen offen, führte bis zum 19:18, um am Ende erneut den Kürzeren zu ziehen (21:25). 

Die Tigers gaben sich nicht auf, auch wenn sie wiederholt einen hart erkämpften Vorteil verspielten. In der Schlussphase trugen die Oststeinbeker u.a. durch vier verschlagene Aufgaben tatkräftig dazu bei, dass bei den Tigers-Fans nach einem erzitterten 26:24 neue Hoffnung aufkeimte. Die erhielt weitere Nahrung, als die Gastgeber nachlegten, auf einem guten Wege zum Ausgleich schienen. Dann riss jedoch völlig der Faden, und beim Stand von 11:16 war die Partie gelaufen. Der Rest war praktisch nur noch Formsache (18:25).

VT Ludwigslust - Oststeinbeker SV 1:3 (-22, -21, 24, -18); Spielzeit: 81 min. SR: Meyer/Brömmert (beide Celle). Z.: 130. VT Ludwigslust: Lemke, Koslowski, Mogck, Doberstein, Remus, Stellmann, Porath, Engelmann (L).

Thomas Willmann

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Montag. 26. Januar 2004

Emlichheim schüttelt Verfolger 1. VC Parchim ab

Leistungssteigerung beim 3:0 gegen TV Eiche Horn

Bremen/his – Eine Leistungssteigerung war gestern bei den Zweitliga-Volleyballerinnen des SC Union Emlichheim unverkennbar. "Die Mannschaft hat wirklich sehr gut gespielt", freute sich SCU-Manager "Jöne" Strenge nicht nur über den 3:0 (27:25, 25:15, 25:11)-Erfolg der Niedergrafschafterinnen beim TV Eiche Horn, sondern auch darüber, dass die Mannschaft spielerisch Fortschritte machte. 

Gegen den Aufsteiger aus Bremen, der sich im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle etabliert hat, erwischten die Emlichheimerinnen den besseren Start. Sie lagen schnell mit 11:3 in Front. Als die Bremerinnen sich in die Partie zurückgekämpft hatten (13:17), lähmte jedoch eine Schrecksekunde Aktive und 100 Zuschauer: Die routinierte TVE-Akteurin Anette Sewz verdrehte sich unglücklich das Knie und schied verletzt aus. "Danach haben aber nicht die Bremerinnen, sondern wir den Faden verloren", berichtet Strenge. Die Hanseatinnen glichen nach der Unterbrechung aus und erspielten sich wenig später sogar einen Satzball (24:23). Den wehrten die Emlichheimerinnen aber ab und nutzten ihre dritte eigene Möglichkeit, um den Satz mit 27:25 unter Dach und Fach zu bringen.

In der Folgezeit dominierten die Gäste, die nun konzentriert zu Werke gingen, immer mehr das Spielgeschehen. Vor allem der Emlichheimer Block verdiente sich am gestrigen Nachmittag Bestnoten. "Wir haben sogar viermal erfolgreich einen Dreier-Block gestellt. Es macht Fortschritte", hob SCU-Trainer Pierre Mathieu eine gelungene taktische Variante hervor. Nach einer 4:0-Führung behaupteten die Emlichheimerinnen den Vorsprung bis zum 14:10 und zogen dann auf 21:13 davon. Der 25:15-Satzgewinn war dann nur noch Formsache.

Ein weiterer Garant des Erfolges war gestern Ramona Meier. Die Außenangreiferin kommt nach auskurierter Schulterverletzung immer besser in Schwung und zeichnete in der Offensive für viele Punkte verantwortlich. Zusätzlich war Marina Budaj ein Aktivposten. Der Mittelblockerin war die Grippe, die sie in den Tagen zuvor geschwächt hatte, nicht anzumerken.

Im dritten Durchgang beherrschten die Emlichheimerinnen noch deutlicher das Geschehen. Spätestens nach einer 15:7-Führung war allen Beteiligten klar, dass die Begegnung bereits nach drei Sätzen beendet sein würde. Mit einer starken Christiane Kerperin, die viele Spielanteile bekam, setzte der SCU mit dem 25:11 zum Abschluss noch einmal ein Ausrufezeichen. "Ich bin froh, dass ich Christiane mitgenommen habe. Sie hat hervorragend gespielt", sagte Mathieu, der auch für Zuspielerin Lise Hissink ein Lob parat hatte.

Gesteigert wurde die Freude beim Tabellenzweiten noch durch die Tatsache, dass mit dem VC Parchim ein direkter Verfolger am Wochenende gleich zweimal Federn lassen musste und die Emlichheim den Vorsprung auf sechs Minuspunkte ausbauten.

 

Deutschland - Harburger Anzeigen und Nachrichten 

Montag. 26. Januar 2004

TVF verliert 0:3 beim VfB Suhl

Harburg (nik). Die Volleyball-Frauen des TV Fischbek Hamburg haben die Teilnahme an der Meisterschaftsrunde wohl endgültig verspielt. Nach der 0:3-Niederlage bei Aufsteiger VfB Suhl beträgt der Rückstand auf den sechsten Platz nunmehr sechs Punkte. Von den acht noch ausstehenden Partien müssten die Fischbekerinnen also drei mehr gewinnen als der Schweriner SC, der zurzeit Rang 6 belegt. "Es wird sehr schwer", glaubt auch TVF-Manager Horst Lüders kaum noch an die große Aufholjagd.

Dabei hatten die Gäste in Suhl vor rund 2000 Zuschauern in der Sporthalle "Wolfshöhle" (Lüders: "Da ging gut was ab") eine ortdentliche Leistung gezeigt. Lediglich in den entscheidenden Phasen der Sätze bewiesen die Gastgeberinnen die besseren Nerven. Im ersten Durchgang wehrte Suhl einen Satzball ab und setzte sich schließlich mit 27:25 durch. Satz Nummer 2 entschied der VfB mit 25:21 für sich. Im dritten Durchgang sah es dann zunächst nach der Wende aus. Bis auf 8:2 zog der TVF davon. Doch der Vorsprung war schon Mitte des Satzes wieder verspielt. Letztlich hieß es 23:25.

"Wir haben einfach keine Spielerin, die die Partie in den entscheidenden Phasen an sich reißt und die Punkte macht", so Lüders. Christina Benecke, eine der Kandidatinnen für eine Führungsrolle, war mit einer Bauchmuskelzerrung ins Spiel gegangen.

Trotz der 0:3-Niederlage konnte Lüders seinem Team allerdings nicht böse sein: "Es war ein gutes Spiel von beiden Seiten mit tollen Ballwechseln. Die Mannschaft hat alles versucht, aber zurzeit fehlt bei uns einfach irgendwas."

 

Deutschland - Heilbronner Stimme 

Montag. 26. Januar 2004

"Girl-Group" erobert den zweiten Platz

Die "Girl-Group" aus dem Kraichgau setzt ihre Erfolgstournee weiter fort: Dank eines 3:1-Auswärtssieges gestern Nachmittag beim TV Hülzweiler eroberte der SV Sinsheim den zweiten Tabellenplatz in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd.

"Jetzt ist im Titelkampf wieder alles offen", sagte Interimstrainer Waldemar Borgert und rechnete vor: "Der VC Wiesbaden und der VC Muldental Grimma bestreiten am kommenden Samstag das Spitzenspiel. Verliert Wiesbaden, liegen drei Teams mit sechs Minuspunkten vorne."

Der SV Sinsheim kam bei Schlusslicht TV Hülzweiler nur selten ernsthaft in die Bredouille. Der erste Satz wurde locker-leicht mit 25:16 gewonnen, der zweite Satz mit 25:20. Probleme bereitete jedoch der dritte Durchgang, der mit 26:28 verloren wurde. "Ich habe sehr viel gewechselt.

Vielleicht habe ich die Mannschaft damit aus dem Rhythmus gebracht" , räumte Borgert selbstkritisch ein. Alles klar gemacht wurde dann mit dem 25:21 im vierten Satz. Ein Sonntagsspaziergang sei es nicht gewesen. "Die Spielerinnen von Hülzweiler haben wie Löwinnen gekämpft. Wir mussten mehr geben als nur 60, 70 Prozent", erklärte Borgert.

(esc)

 

Deutschland - Hamburger Morgenpost 

Montag. 26. Januar 2004

0:3! Fischbek lässt sich in »Wolfsgrube« vernaschen

Es bleibt dabei: Der TV Fischbek kann gegen die Spitzen-Teams mithalten - aber nicht gewinnen. So auch im Bundesliga-Auswärtsspiel beim VfB Suhl. Das Duell in Thüringen dauerte fast 90 Minuten, alle Sätze waren heiß umkämpft, und dennoch mussten die Hamburgerinnen mit einer 0:3-Pleite (25:27, 21:25, 23:25) im Gepäck die Heimreise antreten.

In der Sporthalle "Wolfsgrube" ließ sich der TVF in den entscheidenden Phasen von den Suhlerinnen vernaschen. "Ich kann den Mädels keinen Vorwurf machen, sie haben wirklich alles gegeben. Trotzdem können wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Aber immer wenn es um die Wurst ging, haben wir leider wieder einmal versagt", resümierte Klub-Boss Horst Lüders enttäuscht.

Alexander Herr

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Montag. 26. Januar 2004

Pflichtsieg mit leichter Schramme

Trotz Satzverlust Play-Off-Platz gefestigt

„Wir werden klar gewinnen“ hatte DSC-Volleyballerin Anna Barnak vor dem Spiel gegen ihren Ex-Club VC Harlekin Augsburg verkündet. Angesichts des klaren 3:0 im Hinspiel schien man seinen Einsatz beim Wetten mit einem Einsatz für den Dresdner SC relativ sicher anzulegen. Dies sah auch Trainer Arnd Ludwig so – „ich will wieder ohne Satzverlust nach Hause kommen“. Doch nach diesem klaren Sieg sah es nach dem ersten Satz gegen die im Tabellenkeller stehenden Damen aus Bayern überhaupt nicht aus.  

Da rieben sich nicht nur die Spielerinnen des VC Harlekin Augsburg etwas verwundert die Augen. Was da auf der Anzeigtafel nach dem ersten Durchgang des Bundesligaspiels gegen den Dresdner SC stand, kam einer kleinen Sensation gleich. Mit 25:16 hatte der Drittletzte der Tabelle den Favoriten aus Dresden eine schallende Ohrfeige verpasst.  

Die Mannschaft von Trainer Arnd Ludwig war ohne Grit Müller angetreten, die wegen einer Blockierung im Rücken gar nichts erst mit nach Augsburg gefahren war. Dafür war aber wenigstens Anna Barnak gegen ihren Ex-Club wieder dabei. Doch auch sie konnte die katastrophale Leistung zu Beginn des Spiels nicht verhindern.  

Der DSC war völlig von der Rolle und brauchte dringend die helfende Hand von der Seitenlinie. Die griff dann auch ein. Arnd Ludwig stellte den Mittelblock um und schickte seinen Schützlinge mit neuem Mut wieder aufs Parkett.

Die schienen genau dies gebraucht zu haben. Der Block stand von nun an fast tadellos und stellte die angestammten Kräfteverhältnisse schnell wieder her. Den zweiten Satz holte sich der Dresdner SC dann auch klar mit 25:15. Noch deutlicher ging Durchgang drei an die Gäste von der Elbe – mit 25:13 ließ man den Augsburgerinnen keine Chance. Im folgenden vierten Satz war das Ergebnis zwar nicht ganz so deutlich – dennoch ließ der DSC keine weitere Diskussion darüber aufkommen, wer hier als Sieger vom Platz gehen würde. Am Ende strahlte von der Anzeigetafel ein 25:20 und damit der 3:1-Sieg für Dresden.  

Mit diesem Pflichterfolg beißen sich beißen sich die DSC-Damen endgültig im vorderen Tabellenbereich fest. Immerhin vier Punkte Polster hat man jetzt in Bezug auf einen Play-Off-Platz – hinzu kommt ein deutlich besseres Satzverhältnis als die nachfolgende Konkurrenz. Das erste große Saisonziel scheint in greifbarer Nähe. Den nächsten wichtigen Schritt in Richtung Meisterschafts-Endrunde können die Damen des DSC am kommenden Wochenende mit einem Heimsieg gegen Berlin machen. Mit einer soliden Leistung sollte dies auch problemlos umzusetzen sein, steht die Mannschaft aus der Bundeshauptstadt mit gerade mal vier Punkten tief im Tabellenkeller. Und dürfte nach dem 0:3-Debakel gegen Schwerin am vergangenen Wochenende nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzen.

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Montag. 26. Januar 2004

SV Bayer: Jetzt wieder gegen evivo Düren

Volleyball-Bundesligist SV Bayer startet nach dem 3:0-Sieg beim Schlusslicht VC Markranstädt vom vierten Tabellenplatz in die Top-Liga-Runde.

Wuppertal. Noch am vergangenen Sonntag saß Ex-Bayer-Trainer Michael Mücke auf der Zuschauertribüne in der Bayer-Halle und war Augenzeuge, wie sich seine ehemaligen Spieler gegen evivo Düren für die Top-Liga-Runde bereits am vorletzten Spieltag der Normalrunde qualifizierten. Davon kann das Liga-Schlusslicht Markranstädt (2:18-Punkte) gegen das der SV Bayer am Samstagabend mit 3:0 (25:17, 25:19, 25:20) gewann, nur träumen. Jetzt will Mücke mit Markranstädt das scheinbar Unmögliche noch schaffen. Montag hat er bei den Sachsen seinen ersten Arbeitstag. Um noch auf einen Nichtabstiegsplatz zu kommen, muss seine neue Mannschaft mindestens fünf von zehn Spielen gewinnen. Nach neunmonatiger "Kreativpause" sieht Mücke seinen neuen Job als als eine reizvolle Herausforderung Aufgabe an.

Größere Ziele gibt es beim Vizemeister SV Bayer. Der startet vom vierten Platz in die Top-Liga-Runde und trifft am Samstag, 7. Februar, auswärts auf evivo Düren (19.30 Uhr). Danach folgen am Freitag, 13. Februar, und am Sonntag, 15. Februar, ein Doppelspieltag mit zwei Heimspielen gegen den Meister SCC Berlin (19.30 Uhr) und gegen Maoam Mendig (15.30 Uhr). Erst heute gibt das Ligabüro den offiziellen Spielplan für die übrigen Partien des SV Bayer bekannt.

"Das erste Ziel in dieser Saison haben wir bereits erreicht. Jetzt haben wir gute Chancen, die nächste Runde als Dritter zu beenden", meint Bayer-Coach Mark Lebedew, "gegen unsere direkten Konkurrenten Unterhaching, Düren und Mendig hatten wir bereits die Nase vorn." Zufrieden ist der Australier auch mit der Leistungssteigerung seines Teams in Block und Abwehr. Verbesserungswürdig sei aber noch der Angriff nach der Annahme. Gegen Markranstädt wurde Leszek Kurowski aufgrund von Knieproblemen von Lebedew geschont. Ersatzspieler Marc Schmitt und Dirk Grübler spielten dagegen fast von Anfang an. "Beide haben ein gutes Spiel gezeigt. Vor allem für Marc war es wichtig, Spielpraxis zu sammeln", lobt Lebedew den zweiten Zuspieler nach Gergely Chowanski.

Auf einen konnte der Coach besonders stolz sein: Diagonalspieler Lars Dinglinger setzte sich erneut in Szene, denn von 13 Blockpunkten gingen sechs allein auf sein Konto. Freuen konnte sich am Samstag auch Sven Glinker. Auch der Ex-Berliner zeigte eine gute Leistung und feierte zudem noch seinen 23. Geburtstag.

Tanja Bachmann

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Montag. 26. Januar 2004

Evivo Düren: So gut wie lange nicht

Düren. Das nennt man wohl «Hausaufgaben gemacht». Volleyball-Bundesligist Evivo Düren hat die bis zum Wochenende punktgleichen Mendiger mit 3:0 (28:26, 25:16, 25:20) abserviert und eindrucksvoll gezeigt, dass man aus Fehlern lernen kann.

«Wir haben Block-Feldabwehr die ganze Woche im Training geübt", war Dürens Trainer Bernd Werscheck obenauf. Denn seine Schützlinge konnten das in den Übungsstunden Erlernte bestens umsetzten.

So viele Blockpunkte, wie den Rur-Volleyballern gegen Mendig gelangen, hatten sie schon lange nicht mehr zu verzeichnen. Und wenn der Ball dann doch die Evivo-Arme am Netz passiert hatte, so wurde er oftmals in der Abwehr von vielen flinken Händen abgefangen. Das war der maßgebliche Unterschied wischen den Lokalrivalen.

«Starke Vorstellung»

«Es hat vor allem in den Sätzen zwei und drei nicht so ausgesehen, als stünden zwei Mannschaften auf dem Spielfeld, die vorher punktgleich waren», musste Mendigs verletzter Kapitän Christian Metzger anerkennen.

Und Danja Müsch, Weltklasse-Beachvolleyballerin in Diensten des GFC Düren, bescheinigte den Evivo-Jungs eine «starke Vorstellung». Es war sogar mehr als das: Es war Dürens bester Auftritt in dieser Saison. Es war der Beweis, dass man eben doch gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte gewinnen kann. Und es war die logische Konsequenz aus der vorangegangenen Woche.

«Wenn wir weiter so trainieren, dann garantiere ich für gar nichts», sagte der aufgrund einer Knieoperation noch nicht ganz genesene Malte Holschen schon während des zweiten Satzes. Mit breitem Grinsen verfolgte er das Spielgeschehen. Und diesen Gesichtsausdruck hatte er in der Dürener Mannschaft keinesfalls exklusiv. Auch die, die auf dem Feld standen, schienen ab dem zweiten Durchgang ohne Ende Spaß zu haben.

«Das war genau das, was wir gebraucht haben», bestätigte der 19-jährige Christian Dünnes. Denn Mannschaft und Trainer war der Wind nach der unnötigen Niederlage in Wuppertal in der Vorwoche doch ziemlich scharf ins Gesicht geblasen. «Aufgrund der vielen Kritik sind wir in der Mannschaft enger zusammengerückt», so der 2,05-Meter-Mann.

Es klappten sogar die unmöglichsten Dinger. Volleyball wird für gewöhnlich mit den Händen gespielt. Ob Diego Gutierrez im dritten Satz einfach zu faul war, sich nach dem Ball zu bücken oder ob sein Vertrauen in seine fußballerischen Fähigkeiten so groß war, bleibt noch zu klären. Als Krönung eines starken Auftritts bugsierte er einen verunglückten Ball per Fuß in die Höhe - und leistete die Vorarbeit für den wohl spektakulärsten Punkt des Abends.

Die 1200 Zuschauer, sofern sie die Däumchen für Düren drückten, hatten keine Gelegenheit, mit dem Jubeln aufzuhören.

Guido Jansen

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel