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| Deutschland - Hamburger Abendblatt |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Sport soll mehr Besucher nach Hamburg locken
Kampagne:
Die Stadt wirbt erstmals mit dem Schwerpunkt Sport auf der Tourismusbörse in
Berlin.
Hamburg
- Bernd Hoffmann,
Vorstandsvorsitzender des HSV, musste nicht lange überzeugt werden. Der Fußball-Bundesligaverein
wird sich auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB; 12. bis 16. März),
der weltweit größten der Branche, auf dem 400 000 Euro teuren Hamburger
Messestand mit Profis und Funktionären präsentieren und mit seinen
Clubangeboten (Bundesligaspiele, HSV-Museum) für Reisen in die Stadt werben.
Auch die Eishockeyspieler der Freezers, die HSV-Handballer, Golfer, Tennisspieler, Leichtathleten (Marathon), Motorsportler und weitere Verbände wollen die neue Plattform nutzen, die ihnen die Hamburg Tourismus GmbH gestern in der Handelskammer offerierte. Erstmals wird der Sport bei Hamburgs Außendarstellung auf der ITB einen Schwerpunkt bilden.
"Veranstaltungen sind das Lebenselixier des Tourismus, und der Hamburger Sport bietet seit der Olympiabewerbung und dank der neuen Arenen im Volkspark immer mehr hochkarätige. Sport steht bereits in der Häufigkeit an fünfter Stelle, wenn Reisende nach der Motivation ihres Hamburg-Besuchs gefragt werden", begründet Dietrich von Albedyll, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, die Initiative.
Schon heute bildet der Sport ein wichtiges Zugpferd. Mehr als 250 000 der 5,5 Millionen Übernachtungen in Hamburg waren 2003 direkt auf Sportveranstaltungen zurückzuführen. Im Mai (Tennismasters, Golfturnier, Springderby, Schwimmmeisterschaften, Beachvolleyball) und August (HEW-Cyclassics, Alsterlauf) waren die Bettbelebungen in den Hamburger Hotels und Herbergen mit Abstand am höchsten. Vom touristischen Bruttoumsatz in Hamburg - 2,71 Milliarden Euro bei 73 Millionen Besuchern im vergangenen Jahr - profitierte der Sport mit fast zehn Prozent.
Fünf Millionen Menschen, registrierte das Amt des Sports, nahmen 2003 passiv oder aktiv an den vielfältigen Sportevents in Hamburg teil, 2,83 Millionen davon zahlten für den Einlass: 1,19 Millionen für Fußballspiele - vornehmlich beim HSV (835 000), 550 000 in der Color-Line-Arena für Eishockey (360 000), Handball (160 000) und Boxen (30 000). Die Ausgaben für Eintrittsgelder summierten sich auf 50 Millionen Euro. Dazu kommen der Olympus-Marathon, die HEW-Cyclassics und der Triathlon Holsten-City Man, die jedes Jahr Hunderttausende an die Strecken locken.
"Im Wettbewerb der Städte werden Events, kulturelle wie sportliche, künftig eine wachsende Rolle spielen", sagt Prof. Wolfgang Maennig, Dekan des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Universität Hamburg. "Früher ging es darum, Industrien in die Städte zu holen, heute gilt es, den Tourismus zu beleben. Sport und Kultur ziehen auch ältere, einkommensstärkere Besucher in die Städte. Sie sind für die Kommunen besonders attraktiv."
Welche
Effekte Sportereignisse bewirken, hat der Ruder-Olympiasieger von 1988 anhand
der Berliner Laufveranstaltungen untersucht, an denen jährlich 100 000 Athleten
teilnehmen. Die 44 000 auswärtigen Starter lösten laut seiner Studie einen zusätzlichen
Ausgabeimpuls von 23 Millionen Euro aus. In der Fortschreibung der Wertschöpfungskette
bedeute dies einen Einkommenszuwachs in Berlin von 35,1 Millionen Euro, was
einer Mehrbeschäftigung von 670 Personenjahren entspreche. Ähnliche
Kalkulationen sind über die ökonomischen Folgen Olympischer Spiele bekannt.
Die Gastgeberstadt darf in einem Zeitraum von zehn Jahren mit 7800 neuen
Vollzeitstellen rechnen. Nach der gescheiterten Olympiabewerbung, fordert
Tourismuschef von Albedyll, müsse jetzt das Ziel sein, "weitere
hochwertige Sportveranstaltungen nach Hamburg zu holen. Touristen brauchen Anlässe
für ihre Reisen."
Rainer Grünberg
| Deutschland - Ahrensburger Zeitung |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Schlesinger: "Meine Spieler sind zu brav"
Oststeinbek - Das Zögern hat schon etwas Amüsantes: "Theoretisch können wir ja noch absteigen", sagte Bernd Schlesinger, der Trainer der Zweitbundesliga-Volleyballer des Oststeinbeker SV. Praktisch hingegen bedeutet der 3:1-Erfolg (25:22, 25:21, 24:26, 25:18) beim Tabellendrittletzten Volley Tigers Ludwigslust, dass der Klassenerhalt gesichert ist. Die Planungen für die kommende Serie können angesichts des beruhigenden Zwölf-Punkte-Polsters auf die Abstiegsplätze acht Spiele vor Saisonende getrost beginnen.
Wahrscheinlich stand der Coach bei seinem Einwand noch unter dem Eindruck der abgelieferten Leistung. "Wir haben diesmal so viele Fehler gemacht wie sonst in fünf Spielen", so Schlesingers Urteil. "Lange Zeit war kein Leistungsunterschied zu sehen." Kein Wunder: Der Gegner kämpfte um seine letzte Chance auf den Klassenverbleib. Dem OSV reichten zehn starke Minuten zum Sieg. Erst im vierten Satz zeigten die "Ostbek-Cowboys" ihr wahres Leistungsvermögen. Insbesondere der eingewechselte Mittelblocker Martin Hofmann und Außenangreifer Björn Domroese sorgten mit guten Aufgaben dafür, dass aus einem 6:10 ein 17:11 wurde. Danach gaben die Stormarner das Spiel nicht mehr aus der Hand.
"Meine
Mannschaft besteht einfach aus zu vielen lieben Schwiegersöhnen", sagte
Schlesinger. Statt nun aus eigener Schatulle - wie versprochen - jedem Spieler
pro Sieg zehn Euro zu zahlen, könnte Schlesinger das Geld auch anders
investieren: "Das Buch ,Winning ugly, the mental warfare in Tennis' des früheren
Weltklassespielers Brad Gilbert über mentale Kriegsführung im Tennis könnte
einigen meiner Spieler helfen", so der Volleyballlehrer.
Helfen könnte auch
neues Personal. Allerdings wird für ausgebuffte Profis auch im kommenden Jahr
in Oststeinbek kein Geld zu verdienen sein. So setzten die Verantwortlichen
jetzt auf die Verbreiterung der Nachwuchsbasis. "Wir werden versuchen, mit
unseren Nachbarclubs zusammen zu arbeiten", kündigte Abteilungsleiter Jan
Schneider an. Als erstes will er mit dem Barsbütteler SV über eine Kooperation
sprechen. Ob sich daraus auf Dauer ein fester Zusammenschluss bildet, ist noch
offen.
Bernd
Schlesinger hat Interesse an der Verpflichtung von Außenangreifer Andre Menzel
und Zuspieler Sebastian Meiser (beide 20) vom Regionalliga-Tabellendritten 1. VC
Norderstedt-Alstertal-Langenhorn. "Schlesinger hat mit mir Kontakt
aufgenommen", bestätigte deren Trainer Andreas Meinken. Er würde seinen
beiden Talenten allerdings raten, noch ein oder zwei Jahre in Norderstedt zu
bleiben. Das sei für ihre Entwicklung besser, in Norderstedt hätten sie mehr
Spielpraxis, so Meinken. Allerdings könnte das Duo ja zumindest einmal in der
Woche beim OSV mittrainieren, meint der VCNAL-Coach, der früher im
DDR-Nationalteam spielte.
Manfred Schäffer
| Norddeutschland - Harburger Rundschau |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Sabine Schulz-Cordes vom duschen aufs Feld
Jork - Das passt gar nicht in das Bild der zuverlässigen Volleyballerin Sabine Schulz-Cordes. Stets ist die frühere Erstliga-Außenangreiferin ein Vorbild in Sachen sportlicher Einstellung. Doch im Regionalliga-Punktspiel des TuS Jork gegen den MTV Wolfenbüttel ließ sie sich Mitte des dritten Satzes vorzeitig auswechseln und meldete sich zum Duschen ab. Als die Jorkerinnen die Partie mit 3:0 (25:13, 25:7, 25:16) gewonnen hatten, stand sie mit tropfnassen Haaren aber wieder auf den Feld. "Das ist nicht meine Art, vorzeitig aufzuhören", sagte die Außenangreiferin. Aber alles hatte nach einem klaren Erfolg über den Abstiegskandidaten ausgesehen und die zuverlässige Jorkerin drängte es in ein Konzert.
Doch die eingewechselte Marion Felgentreu verletzte sich beim Spielstand von 22:15 so schwer am Knie, dass an ein Weitermachen nicht zu denken war. So musste Sabine Schulz-Cordes unter der Brause stehend "reaktiviert" werden. Bitter für Marion Felgentreu: Die frühere Stammspielerin war als Aushilfskraft eingesprungen. Es dürfte ihr erster und letzter Drittliga-Auftritt in dieser Saison gewesen sein.
Tags
zuvor waren die Jorkerinnen auch schon beim Tabellenführer der Staffel
Nordwest, BTS Bremen, angetreten. Dort hatte Coach Torsten Bluhm einige
Spielerinnen geschont, darunter Spielmacherin Wiebke Wesling. Das 0:3 (17:25,
23:25 und 22:25) war dann die logische Konsequenz.
masch
| Norddeutschland - Harburger Rundschau |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Wilhelmsburg: Abstieg fast besiegelt
Wilhelmsburg verliert gegen Neustadt-Glewe
Wilhelmsburg
- Das
war für die Regionalliga-Volleyball-Frauen die wohl am leichtesten zu
verschmerzende Niederlage der Saison. In der eigenen Halle an der Krieterstraße
unterlag das Aufsteiger-Team dem noch ungeschlagenen Spitzenreiter SVF
Neustadt-Glewe mit 0:3 (17:25, 14:25 und 15:25). "Wir haben eigentlich ganz
gut gespielt", sagte Teamsprecherin Doris Dettmann. Und auch Coach Frank
Levermann war zufrieden: "Vieles lief gut."
"Neustadt-Glewe
ist uns in allen Punkten überlegen, dass muss man einfach anerkennen",
sagte Doris Dettmann. Der Tabellenführer blocke und schmettere auf
Zweitliga-Niveau, sei äußerst eingespielt.
Immerhin konnte der erster Durchgang offen gestaltet werden. Mehrfach klappte der Block, wurden Angriffe abgewehrt. Aber mit zunehmender Zeit wurde die Arbeit für Libera Saskia Ketelsen immer größer, nutzte auch der größte Einsatz der Defensiv-Spezialistin nichts mehr. Doch größere Nähe als das 13:15 Mitte des ersten Durchgangs erlaubte das Gästeteam aus Mecklenburg nicht. "Trotzdem war die Stimmung gut", so Doris Dettmann.
Vor
allem weil Frank Levermann auch einigen Aktiven Spielanteile gab, die bisher häufiger
zuschauen mussten. So blockte Ellen Schmidt in der Mitte für Kristina Thiele
und machte ihre Sache gut. Die Lockerheit sollte bis Sonnabend bewahrt werden.
Dann geht es zum Tabellenzweiten VG Elmshorn.
masch
| Norddeutschland - Pinneberger Zeitung |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
VGE-Frauen verlieren ohne Zuspielerin 0:3
Elmshorn - Der TSV Glinde bleibt in der Volleyball-Regionalliga Nord der Frauen der Angstgegner der VG Elmshorn: Im Kreis Stormarn unterlag der Tabellenzweite 0:3 (22:25, 21:25, 15:25) und büßte damit auch seine letzte - theoretische - Chance auf die Meisterschaft in der dritthöchsten Spielklasse ein.
Gar so einseitig, wie es das Endresultat nahelegt, verlief die 61-minütige Partie indes nicht. "Wir hatten durchaus eine Siegchance, aber wir haben es versäumt, den ersten Satz, in dem wir schon 21:19 vorn lagen, für uns zu entscheiden", berichtete VGE-Trainer Burkhard Skibitzki.
Als entscheidendes Handicap für die Elmshornerinnen erwies sich erwartungsgemäß das Fehlen einer etatmäßigen Zuspielerin: Die Bundesliga-erfahrene Britta Schümann musste krankheitsbedingt passen, Dietke Pansegrau erwartet in Kürze ihr zweites Baby.
So musste Diagonalangreiferin Manuela Rohr als Stellerin einspringen. "Sie hat ihre Sache sehr gut gemacht, aber Britta ist im Prinzip nicht zu ersetzen", befand Skibitzki, der hofft, dass die 30-Jährige schon bald ins Team zurückkehren kann.
Die
dezimierten Elmshornerinnen - außer Britta Schümann fehlte auch Dagmar Gaede
(Rückenbeschwerden) - hielten auch den zweiten Satz lange offen. "Im
dritten Durchgang mngelte es dann an Selbstvertrauen", sagte Burkhard
Skibitzki, der nun hofft, am kommenden Sonnabend im Heimspiel gegen den SV
Wilhelmsburg (18 Uhr, Krückauhalle) eine schlagkräftigere Truppe aufbieten zu
können.
fwi
| Norddeutschland - Pinneberger Zeitung |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Elmshorns Männer im Abstiegskampf
Elmshorn - Schon ein flüchtiger Blick auf die aktuelle Tabelle der Volleyball-Regionalliga Nord müsste den Männern der VG Elmshorn klar machen, was die Stunde geschlagen hat: Angesichts eines breiten "Mittelfeldes" von Platz drei bis neun hat für den derzeit fünftplatzierten Vizemeister de Vorjahres spätestens mit dem 1:3 (22:25, 15:25, 25:20, 23:25) beim HTB Uhlenhorst der Abstiegskampf begonnen.
"Das war über weite Strecken zu wenig", stellte VGE-Zuspieler und -Teamsprecher Ekkehard Goller nach der 84-minütigen Partie fest. Ohne den verletzten Diagonalangreifer Kjell Weyer (Schulterprobleme) agierte die VGE laut Goller insbesondere in den ersten beiden Sätzen "ohne Mumm".
Das änderte sich erst, als Tim Braun im gewonnenen dritten Durchgang als Mittelblocker eingesetzt wurde und im umkämpften vierten Satz Janis Jäger im Außenangriff spielte. Zudem brillierte Lars Winter im Abwehr- und Annahmebereich.
In der entscheidenden Phase des vierten Satzes fehlte den VGE-Männern aber auch das Glück. "Beim Stand von 23:23 hatten wir nach eigenem Aufschlag vier Angriffsmöglichkeiten, konnten aber keine davon nutzen", trauerte Goller der verpassten Gelegenheit nach, vielleicht noch die Wende zu erzwingen.
Mit
nunmehr 12:12 Punkten steht die VGE am kommenden Sonnabend (15 Uhr, Krückauhalle)
gegen den Vorletzten VfL Geesthacht (10:14) unter Zugzwang. "Es muss nicht
nur ein Sieg, sondern auch eine spielerische Steigerung her", fordert
Ekkehard Goller.
fwi
| Deutschland - Oststeinbeker SV-News |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Ostbek
Cowboys feiern 3:1 Auswärtssieg in Ludwigslust
So
richtig freuen konnte sich Trainer Bernd Schlesinger nicht über den 3:1 (
25:22, 25:21, 24:26, 25:18) Erfolg bei den Volleytigers Ludwigslust. Schließlich
hatte er von seiner Mannschaft eine ähnliche Reaktion, wie vor zwei Wochen in
Kyritz erwartet. Auch gegen die hatte man im Hinspiel in eigener Halle verloren.
Doch während man dort mit einer überzeugenden Leistung sich zu revanchieren
wusste, stimmte dieses Mal lediglich das Ergebnis. Die Leistung der Mannen um
Kapitän Jan Buhrmester war, vor ca. 20 mitgereisten Fans, alles andere als überzeugend.
„ Ich bin davon ausgegangen, dass meine Jungs, richtig heiß sind auf das
Spiel und dem Gegner von Anfang an zeigen wollen wer dieses Spiel gewinnen wird.
Doch davon war leider nicht allzu viel von zu sehen. Sie haben sehr zurückhaltend
agiert. Das verstehe ich einfach nicht.“
In
einer an Höhepunkten armen Partie gelang es den Cowboys, die mit der gleichen
Aufstellung begannen, wie in der Vorwoche, zwei Sätze lang nur das nötigste zu
tun, um diese Durchgänge für sich zu entscheiden. Beide Mannschaften agierten
mit einer hohen Eigenfehlerquote, wobei gerade die fehlende Abstimmung zwischen
Zuspiel und Angriff bei den Oststeinbekern negativ auffiel. Dennoch gewann man
diese Sätze, da Ludwigslust großzügig mithalf. Jeweils am Satzende
produzierten sie noch mehr Fehler und so das die Cowboys mit 2:0 in Führung
gingen.
Im
dritten Durchgang dann das gleiche Bild. Ein ausgeglichener Satzverlauf, auf
niedrigem Niveau. Auch der Wechsel Mirko Suhren für Buhrmester, brachte nicht
die erhoffte Leistungssteigerung. Nur diesmal waren es die Gäste, die beim
Stand von 25:24 für die Volleytigers mit einem Angriffsfehler für die
Entscheidung sorgten. Dies sorgte bei den 130 Zuschauern kurzfristig für
Hoffnung.
Und
diese sollte zunächst auch weiter genährt werden. Beim Stand von 10:6 für die
Gastgeber brachte Schlesinger Martin Hofmann für Christian Bartram. Dieser
sorgte dafür, das ein bisschen mehr Leben auf dem Feld herrschte. Nun genügten
den Cowboys zehn starke Minuten, in denen sie so agierten, wie in den
vorangegangenen Begegnungen, um auf 17:11 davon zu ziehen. Hofmann sorgte mit
einigen gelungen Angriffen und sehr effektiven Aufschlägen für diesen
Vorsprung. Aber insgesamt spielten die Gäste jetzt wesentlich besser. In der
Feldabwehr wurden Bälle erkämpft, wobei sich Libero Hendrik Hofmann erneut mit
einer ausgezeichneten Leistung hervortat. Und auch im Block wurde aggressiver
agiert. Diesen Vorsprung brachte man anschließend sicher nach Hause.
Sicherlich
war die Leistung in Ludwigslust eine der schwächeren der Cowboys und im
Hinblick auf das Heimspiel nächste Woche gegen Bonn, muss eine deutliche
Leistungssteigerung erfolgen. Aber es bleibt auch die Frage, ob nicht gerade das
der entscheidende Unterschied zwischen dem Anfang der Saison und der momentanen
Verfassung ist. Mussten die Oststeinbeker in der Hinrunde immer eine gute oder
bessere Leistung abliefern, um zum Erfolg zu kommen reicht ihnen jetzt durchaus
auch eine nur durchschnittliche Leistung. Denn das diese junge Mannschaft nicht
jede Woche an ihre Leistungsgrenze gehen kann, sollte allen Beteiligten bewusst
sein und kann man vielleicht auch nicht erwarten. Aber das machte in der
Vergangenheit auch den Unterschied zu den Spitzenteams aus. Denen genügte eben
auch mal eine mittelmäßige Leistung zum Erfolg. Wobei natürlich zu wüschen wäre,
das die Cowboys im nächsten Spiel wieder eine überzeugende Darstellung
abliefern. Denn der Weg soll weiter nach oben gehen. Das Potential dazu hat die
Mannschaft allemal.
Trainer
Bernd Schlesinger zu den Zukunftsaussichten: „Wir haben uns in der 2.
Bundesliga etabliert. Noch nie in den drei Jahren der Klassenzugehörigkeit
konnten wir schon im Januar 18 Pluspunkte aufweisen. Ein Zeichen von
gestiegener spielerischer Qualität trotz einiger Probleme. Vor allen
Dingen scheint das ewige Problem des Liberos aus der letzten Saison gelöst.
Hendrik Hofmann spielt mittlerweile eine stabile Rolle in der Annahme sowie eine
überragende in Abwehr und Angriffssicherung. Jetzt gilt es, schon die Weichen für
die nächste Saison zu stellen, um auch in der nächsten Saison attraktiven
Volleyballsport in Hamburgs Osten zu zeigen.“
| Deutschland - DVV-News |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Europapokal:
Deutsch-deutsches Halbfinale ?
Top
Teams Cup der Frauen
Am 28. Februar könnten die beiden Frauen-Bundesligisten SSV Ulm ALIUD PHARMA und USC Münster für ein Glanzzeichen auf Vereinsebene sorgen. Dann stehen nämlich die Rückspiele im Viertelfinale des Top Teams Cup an. Und da beide Klubs ein 3:0-Hinspielerfolg im Rücken haben, dürfte der Einzug in das Halbfinale und ein deutsch-deutsches Aufeinandertreffen wahrscheinlich sein. Ulm muss dazu bei Vrilissia/GRE ab 18.30 Uhr einen Satz holen, Münster empfängt die Bulgarinnen aus Sofia (ab 19.30 Uhr) und benötigt ebenfalls nur noch einen Satz. Das Finalturnier der besten vier Teams findet aller Voraussicht nach in Istanbul statt.
Allerdings bleibt die Mannschaft des USC Münster vom Verletzungspech nicht verschont: Nach dem Kreuzbandriss der ersten Zuspielerin Kim Staelens zog sich Sandra Assmann, neben Hella Jurich die dritte Zuspielerin, ebenfalls eine Knieverletzung zu. Das Problem dabei ist: Jurich ist für den Europapokal nicht spielberechtigt. Entweder der USC erwirkt noch kurzfristig die Erlaubnis bei der CEV oder eine Angreiferin muss die Bälle zuspielen.
Nur noch eine Minimalchance aufs Weiterkommen haben die Frauen vom TSB Bayer 04 Leverkusen im Viertelfinale des CEV-Pokals. Nach der 0:3-"Klatsche" im Hinspiel beim Sylvia Roll-Verein Schiavo Jesi/Italien hilft im Rückspiel am 28. Januar (20.00 Uhr) nur noch ein Wunder zum Einzug in das Finalturnier.
Für die beiden Männer-Teams in der Champions League, SCC Berlin und VfB Friedrichshafen, geht es nach den ersten vier Spielen mit jeweiligen Bilanzen von 1:3-Siegen darum, den dritten Platz in der Gruppe zu sichern und damit die Startplätze in der nächsten Saison in der Königsklasse. Dazu muss Friedrichshafen am 29. Januar (18.00 Uhr) einen Sieg beim Sieg- und Satzlosen Schlusslicht Pärnu/Estland landen, die Berliner empfangen den italienischen Top-Klub Treviso am 28. Januar (19.00 Uhr). Der RBB zeigt Ausschnitte von diesem Spiel ab 0.15 Uhr (Nacht von Mittwoch auf Donnerstag).
Und
auch die Friedrichshafener können evt. nicht mit dem besten Aufgebot antreten.
Zwar ist kein Spieler verletzt, aber die Reisepässe von Jovan Markovic und
Bogdan Olteanu sind verschwunden. Damit ist deren Einsatz in Estland fraglich.
| Deutschland - www.volleyball.de |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Zwei
Siege für Dieckmann/Scheuerpflug in Neuseeland
Nationalteam
besticht durch hervorragende Frühform
Christoph
Dieckmann und Andreas Scheuerpflug (Foto) scheinen gut gerüstet in die
olympische Spielzeit zu gehen: Deutschlands Nummer zwei nahmen in Neuseeland an
vier Turnieren teil, von denen sie zwei erfolgreich gestalten konnten. Andreas
Scheuerpflug übermittelte per Mail den folgenden Situationsbericht:
"Auch wenn Ihr es Euch kaum vorstellen könnt - wir sind hier schon mitten in der Beach-Volleyball-Saison. Vor zwei Wochen ging es los nach Neuseeland, wo wir an vier Turnieren teilgenommen haben. Wir waren froh dort starten zu dürfen, da auf der Insel immer mit viel Wind zu rechnen ist, und wir unser Windspiel verbessern wollten.
Das erste Turnier war gleich das heftigste: Wellington, Neuseelands Hauptstadt, gilt als der windigste Ort auf der Insel. Wir haben uns erstaunlich gut zurecht gefunden, konnten erst im Finale von Olympiasieger Dain Blanton mit seinem schweizer Winterpartner Sascha Heyer gestoppt werden. In einem super Spiel konnten wir im dritten Satz einen 2:9 Rückstand drehen, hatten bei 14:13 einen Matchball, verloren dann aber doch noch mit 21:18, 19:21, 14:16.
Beim zweiten Turnier verloren
wir erneut das Finale, dieses Mal gegen Neuseelands Nummer eins, Seuseu/Pitman.
Wieder in drei Sätzen. Auch dies war es ein gutes Spiel, aber so langsam waren
die zweiten Plätze nervend.
Im dritten Anlauf konnten wir
endlich das Finale gewinnen, erneut waren Seuseu/Pitman die Gegner, dieses Mal
gewannen wir in drei Sätzen.
Der Austragungsort Mount Manganoui soll den schönsten Strand in Neuseeland haben. Ein bisschen muschelig war er zwar, sonst aber schneeweiß und wirklich wunderschön. Nach Aussagen eines neuseeländischen Spielers soll dieser Ort ein bisschen überfüllt sein - als Deutscher kann man über so eine Aussage aber nur lachen: Als wir am Montag unser Netz zum Training aufgebaut haben, waren im Umkreis von 50 Meter keine Leute. Das Turnier war aber dennoch gut besucht , 1500 Zuschauer fanden sich im Mekka des neuseeländischen Beach-Volleyballs ein.
Am folgenden Wochenende nahmen wir noch am Abschlussturnier in Auckland teil. Im Tennisstadion war auf dem Center Court Sand aufgeschüttet worden und drei Turniertage auf nur einem Feld ließen uns genug Zeit, einen Blick in die Stadt zu werfen. Auckland ist wie Klein-Sydney, hat auch eine Harbour-Bridge, ein paar Fähren und viele nette Cafés. Aber alles geht sehr gemütlich zu, man hat wirklich den Eindruck am Ende der Welt zu sein. Probleme und Hektik haben es auf jeden Fall noch nicht bis hierher geschafft.
Volleyball
haben wir auch noch gespielt. Sehr gut sogar. Wir haben in keinem Satz mehr als
16 Punkte abgegeben und ließen unserem Dauergegner Seuseu/Pitman mit 21:16,
21:16 keine Chance. Wir haben jetzt schon im Winter unser Niveau aus dem Sommer
erreicht und hoffen, dass wir in den kommenden Wochen in Sydney noch ein
bisschen etwas drauf packen können.“
| Deutschland - www.volleyball.de |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Verschwundene
Pässe sorgen für Ärger
Im Vorfeld der Champions League-Begegnung des VfB Friedrichshafen bei ESS Falck Pärnu (Donnerstag, 29. Januar) herrscht bei der Häfler Volleyball GmbH große Aufregung: Die Reisepässe von Jovan Markovic und Bogdan Olteanu sind verschwunden. Damit ist deren Einsatz in Estland fraglich. Als VfB-Manager Bernd Hummernbrum (Foto) am Montagmorgen den Briefkasten leerte, traute er kaum seinen Augen. Darin lag ein zerrissener Umschlag, von der Post eingeschweißt, um Schlimmeres zu verhindern. Der Absender: Die estnische Botschaft in Berlin. Dort hatte der VfB für den Alex Lenz (Brasilien), Jovan Markovic (Serbien & Montenegro) und Bogdan Olteanu (Rumänien) beantragt.
Alle anderen Nationen können ohne Visum nach Estland einreisen. Auch der Brasilianer Itapolis - dank seiner zusätzlichen italienischen Staatsbürgerschaft. Angekommen ist nur der Pass von Alex Lenz, die beiden anderen Pässe sind verschwunden.
„Ich vermute, dass der Umschlag in einer Sortiermaschine zerrissen worden ist“, sagt Bernd Hummernbrum, der am Montag alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, das Malheur zu beheben. Auch der Chef der Häfler Post schaltete sich in die Nachforschungen ein - bisher allerdings ohne positives Ergebnis.
Wenn
die Mannschaft am Mittwochmittag um 12.30 Uhr vom Häfler Flughafen abhebt,
werden die beiden Spieler ohne ihre Pässe und die darin befindlichen Visa nicht
an Bord gehen können. Die letzte Rettung ist ein Besuch bei den betroffenen
Konsulaten in Stuttgart, und die Hoffnung, dass ihnen dort kurzfristig ein
Ersatzausweis ausgestellt wird.
gus
| Deutschland - Berliner Morgenpost |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
"In
zwei Jahren spielt der SCC international eine Hauptrolle"
Trainer
Mirko Culic über die Möglichkeiten des deutschen Volleyball-Meisters
Heute
(19 Uhr, Sömmeringhalle) trifft der deutsche Volleyball-Meister SC
Charlottenburg in der Champions League auf den italienischen Meister Sisley
Treviso. In diesem Wettbewerb hat der ungeschlagene Bundesliga-Spitzenreiter die
nächste Runde verpasst, weshalb sich der Blick von Trainer Mirko Culic bereits
auf das Wochenende richtet. In Dessau bestreitet der SCC das Finalturnier im
deutschen Volleyball-Pokal. Über diese Partien, den Hauptkonkurrenten VfB
Friedrichshafen und dessen Trainer Stelian Moculescu, der auch Bundestrainer
ist, sprach die Berliner Morgenpost mit dem 40-jährigen Coach.
Berliner
Morgenpost: Herr Culic, erklären
Sie uns einmal Ihre Trainer-Philosophie.
Mirko Culic: Ich sage
meinen Spielern, was ich denke. Sie äußern ihre Meinung.
Eigenverantwortlichkeit und Klarheit sind ganz wichtig.
Sie
erklären viel.
Ja, wenn die Spieler wissen, warum sie Kniebeugen mit 160 Kilogramm machen,
dann sind sie motivierter.
Achten
Sie auch auf die Ernährung?
Ich habe meine Vorstellungen. Buletten vor dem Training sind nicht optimal.
Nicht alle sind aber Profis. Manuel Rieke studiert, kommt direkt von der Uni zum
Training und isst eben eine Bulette. Da kann man auch nichts anderes erwarten.
Trotz
Buletten schwimmen Sie mit ihrer Mannschaft auf einer Welle des Erfolges. Wie
kommt das?
Wir haben intensiv gearbeitet und sind jetzt eine gute kompakte Mannschaft,
die zusammenhält.
Gab
es einen Knackpunkt, der den "neuen SCC" hervor gebracht hat?
Ja, das war vor rund einem Jahr, als feststand, dass Marco Liefke nach seinen
Herzproblemen weiter spielen kann. Das war wahnsinnig wichtig, er war danach
besser als je zuvor, und auch die Mannschaft ist daran gewachsen.
In
der Champions League fehlt der große Erfolg aber noch.
Wir sind schon enttäuscht, denn es war mehr drin. Wir wollen uns jetzt in
der Champions League gegen Treviso noch einmal gut verkaufen. Das wird ein
tolles Ding. Die Zuschauer sollten diesmal nicht unsretwegen in die Sömmeringhalle
kommen, sondern wegen Treviso. Da spielt so ziemlich das Beste, was es zurzeit
auf der Welt gibt.
Was
fehlt dem SCC noch zu einer internationalen Spitzenmannschaft?
Wir sind auf einem guten Weg. Ich erinnere mich, als wir vor zwei Jahren
gegen eine Mannschaft aus Griechenland im Europapokal verloren haben. Da haben
die uns mit einer mittelmäßigen Leistung 3:0 verprügelt. Die waren echt
nichts Besonderes. Und jetzt halten wir mit Mannschaften wie Treviso mit.
Was
hat sich seitdem verändert?
Es ist fast die gleiche Mannschaft wie damals. Wir reagieren aber besser auf
kritische Situationen, sind cooler, zielstrebiger. Geholfen haben uns die vielen
Spiele auf internationaler Ebene. Zwei Jahre und noch 20 bis 30 Spiele auf hohem
Niveau, und wir spielen auch international eine Hauptrolle.
Dafür
muss man das Team aber zusammenhalten.
Klar - und am besten noch verstärken. Da ist der Verein gefordert. Aber das
ist sehr schwierig.
Weil
das Geld fehlt?
Genau. Gute Ergebnisse und Titel wären wichtig, dann könnte man Sponsoren
locken.
Haben
junge Topspieler wie Bakumovski und Kromm den Charakter zu sagen, ich bleibe in
Berlin, baue etwas auf und verzichte auf Geld?
Ich denke schon. Ich würde es jedem empfehlen. Das ist doch super, wenn man
in einer Stadt immer im Zusammenhang mit großem Erfolg genannt wird. Aber junge
Spieler denken da oft anders, was verständlich ist. Die wollen raus, etwas
erleben.
Thema
Nationalmannschaft: Der SCC ist deutscher Meister, Tabellenführer und dennoch
spielen Liefke, Bakumovski, Kromm und Prüssner nur Nebenrollen . .
. . . sie sind keine Leistungsträger.
Warum?
Da muss man den Bundestrainer fragen. Die Spieler müssen ihn mit Leistung überzeugen.
Haben
Sie regelmäßigen Kontakt zu Bundestrainer Stelian Moculescu, um über die Form
ihrer Jungs zu sprechen?
Leider nicht. Vor ein, zwei Jahren war das noch so.
Ist
er zu sehr Trainer des Konkurrenten VfB Friedrichshafen?
Das weiß ich nicht. Die Doppelrolle als Bundestrainer und Vereinstrainer ist
nicht leicht und sicher nicht optimal. Jeder muss sich aber die Frage mal
stellen: Hätte ich die Wahl zwischen einem Spieler aus meinem Team als zwölften
Mann und einem vom Konkurrenten, wen würde ich mitnehmen? Meinen eigenen natürlich.
Also zum Beispiel den Kromm vom SCC und nicht den Popp aus Friedrichshafen. Das
ist nur logisch. Er ist dabei, schnuppert internationale Erfahrung, wird
automatisch besser.
Wie
ist Ihr Verhältnis zu Moculescu?
Es hat sich geändert. Vor drei, vier Jahren war es sehr gut, jetzt ist es
sachlich, geschäftlich.
Jetzt
geht es im Pokalfinale voraussichtlich gegen Friedrichshafen. Marco Liefke und
Eugen Bakumovski haben schon angekündigt, dass sie da richtig auftrumpfen und
es dem Bundestrainer zeigen wollen.
Das ist gut. Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht überdrehen. Deshalb
will ich das Duell mit Moculescu nicht zu sehr in den Mittelpunkt stellen.
Wie
schätzen Sie die Chancen ein?
Friedrichshafen spielt viel stärker als zu Saisonbeginn. Die Chancen stehen
50:50. Aber das ist doch super. Vor zwei Jahren hat jeder noch gesagt, dass ein
Satzgewinn ein Erfolg ist. Heute redet man nur vom Sieg.
Jörg
Runde und Sebastian Schlichting
| Deutschland - Berliner Morgenpost |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Mirko
Culic wurde am 5. Februar 1963 in der bosnischen Stadt Kragujevac geboren. Ende
der 80er-Jahre kam der 260-malige jugoslawische Volleyball-Nationalspieler nach
Deutschland. Nach seinen Stationen Sarajevo, Belgrad und Moers landete der
Zuspieler 1993 beim SC Charlottenburg. In seiner Karriere holte Culic insgesamt
elf Titel (fünf Mal Meister und sechs Mal Pokalsieger). Seinen letzten
Meistertitel gewann er als Coach des SCC, wo er seit dem Sommer 2001 die
sportliche Verantwortung trägt. Mirko Culic ist seit 1996 verheiratet mit
Milica. Sie arbeitet für die Weltbank - in Belgrad.
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
USC:
Keine
Chance auf Sonderregelung
Münster. Axel Büring bat gestern Abend seine Spielerinnen zum Pritschtest. Eine sicher ungewöhnliche und aus der Not geborene Trainingsvorbereitung, die die USC-Volleyballerinnen einen Tag vor dem heutigen Europapokal-Rückspiel gegen Levski Sofia (19.30 Uhr) da absolvieren mussten. Hoffte doch der USC-Trainer die Spielerin bestimmen zu können, die heute Abend in Frage kommt, die Fäden im Zuspiel zu ziehen. Denn seit gestern Mittag steht definitiv fest, dass der USC nach den Verletzungen von Kim Staelens und Sandra Aßmann auf internationaler Ebene ohne etatmäßige Zuspielerin dasteht. Einen Satzgewinn benötigt der USC heute Abend allerdings nach seinem 3:0-Hinspielsieg in Sofia nur, um das Halbfinale, das Final Four zu erreichen, das Anfang März aller Wahrscheinlichkeit nach in Istanbul ausgetragen wird, zu erreichen.
Abgelehnt hat der Europäische Volleyballverband (CEV) das Ersuchen des USC, für Stellerin Hella Jurich eine Sondergenehmigung zu bekommen, sie noch trotz abgelaufener Frist auf die Meldeliste international einsatzberechtigter Spielerinnen setzen zu lassen. Da hatte auch das Einschalten des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) in Person von Generalsekretär Lutz Endlich keine positiven Früchte getragen. Wohl auch nicht tragen können. Wir müssen da nach unseren Statuten handeln, betonte Riet Ooms, Vize-Präsidentin in der Administration beim CEV auf Anfrage unserer Zeitung. Bis zum 5. Januar wäre es kein Problem gewesen, eine Spielerin nachzumelden, bis dahin habe die Frist für die teilnehmenden Vereine am Top Teams Cup gegolten. Ich verstehe durchaus, dass der USC Münster in dieser Situation noch einmal alles versucht hat, aber wir können da keine Ausnahme machen, so Riet Ooms auch wenn es sich um eine Spielerin handele, die bereits zum Verein angehöre.
Als nicht nachvollziehbar empfindet der USC-Trainer die Entscheidung des CEV. Man sei schließlich nicht auf dem Transfermarkt tätig gewesen. Büring ist frustriert. Wir sind davon ausgegangen, dass zwei Zuspielerinnen im Kader ausreichen. Dabei war es für uns wichtig, dass Sandra als zweite Zuspielerin hinter Kim so viel wie möglich internationale Erfahrung im Europapokal sammeln sollte, erklärt Büring weiter. Zudem sei Hella im September mit der klaren Prämisse auf Beach-Volleyball beim USC eingestiegen, habe sich erst nach der Verletzung von Kim umorientiert, schildert Büring die Situation aus Vereinssicht.
Für Jürgen Schulz, Sportlicher Leiter beim USC, steht zwar außer Frage, dass die bestehenden Regeln akzeptiert werden müssten. Allerdings will er es damit nicht bewenden lassen. Wir werden einen Antrag beim Europäischen Verband einreichen, dass in Zukunft berücksichtigt wird, wenn eine Spielerin dem Verein bereits angehört. Und dass dadurch, wie in Deutschland üblich, noch kurzfristige Nachmeldungen möglich werden, erklärte Schulz.
Die ersten Untersuchungsergebnisse von der Knieverletzung Sandra Assmanns machten gestern wenig Mut, dass die 18-Jährige in relativ kurzer Zeit wieder fit sein könnte. Einen Innenmeniskusriss sowie einen Innenbandanriss brachte bereits die erste Diagnose zutage. Außerdem liegt eine Kreuzbandverletzung vor, über deren Schwere erst nach einer Kniespiegelung etwas gesagt werden kann. Es liegt allerdings leider der Verdacht nahe, dass das Kreuzband gerissen ist, so der behandelnde Arzt Dr. Stephan Maurer. Was im Klartext eine Pause von einem halben Jahr hieße.
Fehlen
wird dem USC und sicher auch den Zuschauern heute zudem Atika Bouagaa. Die
Nationalspielern laboriert an einem schweren grippalen Infekt.
Martina Schönwälder
| Deutschland - Münstersche Zeitung |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
USC
verwundert über Frist 15. Januar
Münster
- Verwundert reagierte am Wochenanfang der USC Münster, als durchsickerte, dass
die Endrunde im Top-Teams-Cup (13./14. März) beim türkischen Vertreter
Vakifbank Istanbul stattfinden wird (wir berichteten). Die offizielle
Entscheidung wird die CEV an diesem Wochenende bekannt geben, "die Auswahl
ist aber getroffen", wie USC-Geschäftsführer Achim Barbknecht erfahren
hat.
Ein
durchaus ungewöhnlicher Vorgang. Denn der USC hatte ähnlich wie im deutschen
Pokal eine Bewerbung um die Ausrichtung der Endrunde erwogen. Barbknecht war
nicht wenig erstaunt, als er vom Ende der Bewerbungsfrist am 15. Januar erfuhr.
"Also lange, bevor die Endrundenteilnehmer feststehen und wir überhaupt
Planungssicherheit erlangen." Denn eine solche Veranstaltung auszurichten,
ohne selbst eine Mannschaft mit dabei zu haben, macht wenig Sinn.
Die
Türkinnen störte das nicht " sie profitieren bei ihrer Bewerbung
allerdings auch davon, dass Viertelfinalgegner Castelo da Maja aus Portugal sein
Team aus diesem Wettbewerb zurückzog und die Endrundenteilnahme bereits
feststeht.
dkr
| Deutschland - Freies Wort |
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Mittwoch. 28. Januar 2004 |
Sie
war die Initialzündung
SUHL
– Das Spiel
des VfB 91 Suhl in der 1. Volleyball-Bundesliga am vergangenen Samstag gegen den
TV Fischbek Hamburg war auch ein Spiel der Alke Nagel.
Co-Trainer Rolf Hornschuch lief kurz vor Ende des dritten und finalen Satzes
ganz aufgeregt an der Trainerbank hin und her und meinte: „Das ist ein
Alke-Nagel-Satz.“
Nach
dem Spiel musste die Mannschaftskapitänin viele Hände schütteln und strahlte
über’s ganze Gesicht. Was war passiert?
Nach
dem Hinrunden-Spiel in Schwerin, wo sie bereits über längere Phasen hinweg
ihre Mannschaft verstärkt hatte, bedeutete die Partie gegen Hamburg erst den
zweiten größeren Auftritt von Alke Nagel in der Elite-Liga. Im April
vergangenen Jahres hatte sie sich einen Kreuzbandriss im Knie zugezogen, ein
langwieriger Heilungsprozess folgte. In den ersten Spielen ihres Teams in der 1.
Liga kam sie gelegentlich zu Kurzeinsätzen. Doch mit dem Hamburg-Spiel hat sie
sich endgültig wieder zurück gemeldet, riss mit ihrem begeisterndem Spiel die
gesamte „Wolfsgrube“ und ihre Mannschaftskameradinnen mit sich.
Mitte
des zweiten Satzes, Jane Hoffmann musste aufgrund von Nasenbluten vom Feld
genommen werden, war Alke Nagel auf dem Feld stürmisch begrüßt worden. Doch
ihre größten Momente sollte sie im dritten Durchgang haben, als sie quasi die
Initialzündung für die bewundernswerte Aufholjagd des VfB nach einem 1:9-Rückstand
war. Als sie dann in der Endphase des Spiels mit zwei erfolgreichen
Schmetterschlägen hintereinander, schönen Aufschlägen und guten Annahmen für
wichtige Punkte in den heiß umkämpften Schlussminuten sorgte, gab es kein
Halten mehr.
„Nach
dem ersten gelungenen Ball habe ich mir gesagt: Aha, ich kann’s noch“, erzählte
Alke Nagel von ihren Gefühlen während des Spiels. Erst in der Woche zuvor
hatte sie sich wieder getraut, auf die Seite mit dem betroffenen Knie zu fallen.
„Im Training klappt alles wunderbar, der Wettkampf ist aber eine andere Sache.
Aber ich bin seit langer Zeit wieder schmerzfrei und kann inzwischen auf dem
Spielfeld agieren, ohne an mein Knie zu denken.“ Und wie ist das, wieder voll
da zu sein? „Es ist natürlich auch eine Sache des Kopfes. Wenn du ins Spiel
kommst und weißt, die Manschaft ist jetzt auf dich angewiesen, bist du ganz
anders motiviert. Und wenn es dann so klappt wie gegen Hamburg, macht es richtig
Spaß“, lacht sie.
Claudia
Fehse
© 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel