News

Freitag, 30. Januar 2004 

Partnerschule des Sports
USC: Sonntag gegen Hamburg
Volley YoungStars gehen in Lohhof ans Werk
Ostbek Cowboys empfangen Fortuna Bonn
Ulm: Ringelreihen schon nach erstem Satz

Erlebnis der besonderen Art
Anna holt 25 Punkte
OSV: „Die Jungs brennen jetzt“
VfB Friedrichshafen sichert sich 3. Gruppenplatz
Reichenbach: Beachturnier ohne Sonne und Sand
Wilhelmsburg: Mit Höchststrafe zufrieden
Gegen Braunschweig noch einen draufpacken
Lulu: An Tugenden aus dem Hinspiel anknüpfen
Parchim: Vorletztes Heimspiel in 2. Bundesliga
Arnd Ludwigs harte Linie: Straftraining bei Satzverlust
Suhl: Alte Sorgen auf altem Parkett?

Münster: Keine Tests in der Bundesliga
Fokus richtet sich auf Kozuch

Januar 2004

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Dezember 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt 

Freitag. 30. Januar 2004

Partnerschule des Sports

Die Gesamtschule Alter Teichweg wird zu einer Partnerschule des Sports. Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes, wird kommenden Mittwoch im benachbarten Olympiastützpunkt die Ernennung verkünden.

Der Hamburger Sportbund (HSB) stellt ein Team Athen 2004 zusammen, das Bürgermeister Ole von Beust im Februar präsentieren wird. Die Sportler rekrutieren sich aus den Olympiakadern und sollen bei ihrer Vorbereitung auf die Olympischen Spiele finanziell unterstützt werden.

 

Deutschland - USC Münster-News 

Freitag. 30. Januar 2004

USC: Sonntag gegen Hamburg

Nach dem Europapokal-Auftritt steht nun wieder der Bundesliga-Alltag auf dem USC-Programm. Am Sonntag, 01. Februar 2004 fahren die Spielerinnen von Trainer Axel Brüring in den hohen Norden zum  TVF Hamburg. Spielbeginn ist um 15 Uhr.

Im Zuspiel wird dann wieder Hella Jurich am Ball sein, während der Einsatz von Angreiferin Atika Bouagaa aufgrund ihrer Grippe sehr fraglich bleibt.

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 30. Januar 2004

Volley YoungStars gehen in Lohhof ans Werk

FRIEDRICHSHAFEN - Wenn am Sonntag die Volley YoungStars bei SV Lohhof antreten, wird Alexander Wiskirchen wegen einer Daumenverletzung fehlen. Der 20-jährige Allrounder hat sich eine Daumenverletzung zugezogen.

Von den sportlichen Aktivitäten außerhalb des Vereins erfährt man meistens bei außergewöhnlichen Anlässen. Dieses Mal, weil sich Alexander Wiskirchen verletzt hat. Passiert ist es in Warendorf (Münsterland), wo sich die Militär-Nationalmannschaft zu einem Lehrgang getroffen hatte. Gebrochen hat sich „Wiese“ glücklicherweise nichts. „Aber das Gelenk ist so schwer verletzt, dass er wohl nicht mitfahren kann“, bedauert Trainer Söhnke Hinz. Pech für den früheren Außenangreifer, der in dieser Saison vom Aushilfsblocker zum Stammspieler auf dieser Position avancierte. Glück für Tino Kirchner und Matthias Klippel, denn dadurch steigt ihre Chance auf einen Einsatz. Der zweite Platz in der Mitte gehört Max Günthör, dem zweifelsohne besten Mann der YoungStars in der Mitte. Das verhalf ihm schon zu mehreren Spielen im VfB-Bundesligateam und sogar zu einem Kurzeinsatz in der Champions League.

Sonst sind bei den Volley YoungStars beim Besuch des Tabellenachten Lohhof „alle Mann an Bord“, um die Verteidigung der Meisterschaft voranzutreiben. Söhnke Hinz fordert deshalb: „Wir sollten schauen, dass wir gewinnen.“ Das will auch der heimstarke Aufsteiger, der mit Andreas Obermeier und dem Bundesliga-erfahrenen Sascha Philipp zwei Angreifer mit Durchsetzungsvermögen in seinen Reihen haben. Mit einer ähnlich guten Leistung wie im Hinspiel (3:1 für Friedrichshafen), dürften die YoungStars in Bayern jedoch nichts anbrennen lassen.

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Freitag. 30. Januar 2004

Ostbek Cowboys empfangen Fortuna Bonn

Es ist ein richtungweisendes Spiel, das auf die Ostbek Cowboys am Samstag wartet. Man begrüßt in der Walter-Ruckert-Halle den bestplatzierten Aufsteiger aus Bonn. Für die Cowboys geht es darum, wohin der Weg in den nächsten Wochen führt. Nachdem man vergangene Woche den Klassenerhalt so gut wie sicher unter Dach und Fach gebracht hat, geht der Blick nun nach oben. Bei einem Sieg ist der dritte Tabellenplatz durchaus noch in erreichbarer Nähe. Bei einer Niederlage allerdings würde man sich ins Niemandsland der Tabelle verabschieden.

Der traditionsreiche Tabellenzehnte schlägt sich in seiner Aufstiegssaison wacker. Vor Wochenfrist wurde Bottrop nach einem 0:2 Rückstand noch mit 3:2 bezwungen. Die Kampfkraft der Gäste durften im Hinspiel auch die Cowboys zur Kenntnis nehmen, als der Sieg erst nach fünf hart umkämpften Sätzen feststand. Auffällig bei Bonn ist das schnelle Spiel über die Außenpositionen, welches den Cowboys in der Hinrunde doch einige Probleme bereitete. Aber diesmal sind sie ja gewarnt. Und auch wenn es so scheint als hätte Bonn mit dem Abstieg nichts mehr zu tun, benötigen sie doch noch ein paar Punkte um ganz sicher zu gehen und werden dementsprechend hochmotiviert ins Spiel gehen.

Für die Cowboys gilt es ihre Serie von zuletzt vier Heimspielerfolgen hintereinander auszubauen, um dann in eine dreiwöchige Spielpause zu gehen.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Freitag. 30. Januar 2004

Ulm: Ringelreihen schon nach erstem Satz

Geschafft: Die Volleyball-Damen des SSV Ulm Aliud Pharma stehen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte im Final Four eines europäischen Wettbewerbs. Im Viertelfinal-Rückspiel des Top-Teams-Cups reichte nach einer hochklassigen Partie ein 2:3 (25:23, 22:25, 23:25, 25:22, 18:20) in Vrilissia.

ATHEN Die griechischen Fans schrien sich die Seele aus dem Leib. Die nur rund 300 Anhänger des Filathletic Clubs Vrilissia machten in der städtischen Halle zwar Krach für 1000, das Scheitern des Tabellenführers der ersten griechischen Liga aber konnten sie letztlich nicht verhindern. Denn um Punkt 18.55 Uhr Ortszeit tanzten die Ulmerinnen freudig Ringelreihen.

Nach gerade mal 21 Minuten hatten Tanja Hart und Co. den Aufstieg ins Final Four sicher, war doch der erste Spielabschnitt nach einer von Beginn an hochkonzentrierten Vorstellung mit 25:23 gewonnen.

Und genau diesen einen Satz hatten die Schmetterkünstlerinnen nach dem 3:0-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel noch benötigt, um ins Final-Turnier der besten Vier im Top-Teams-Cup einzuziehen. Am 13. und 14. März geht die Reise nun in die Türkei zu Günes Vakifbank Istanbul (einziger Bewerber), wo der "alte Bekannte" USC Münster der Halbfinal-Gegner sein wird.

Mit Sabrina Roß auf der Diagonalposition legten die Ulmerinnen gleich einen furiosen Start durch Alice Blom und Nathalie Dambendzet hin. Dabei hatte die Ungarin ihr Trikot im Hotel vergessen. Wegen der Verkehrsstaus gab es keine Chance, das fehlende Kleidungsstück noch rechtzeitig zu besorgen.

Physiotherapeutin Susanne Baur und Delegationsleiter Dr. Rolf Schmid blieb schließlich nichts anderes übrig, als auf ein neutrales weißes Trikot eine schwarze 12 zu kleben und zu malen. Der technische Delegierte des europäischen Verbandes (CEV) war zufrieden.

Die Ulmer Leistung beeinflusste die aufwändige Prozedur aber nicht. Erst bei 1:5-Rückstand fanden die aufschlagstarken Griechinnen mit guter Feldverteidigung zurück ins Spiel und führten in der hochstehenden Begegung sogar mit 15:14. Alice Blom und Sabrina Roß aber donnerten das bunte Leder immer wieder durch den Block von Vrilissia. Da auch das kurze Zuspiel von Tanja Harts auf Verena Veh und Nathalie Dambendzet wie am Schnürchen klappte, fiel ein schwächerer Tag von Saara Loikkanen nicht ins Gewicht. Für die Finnin kam Bettina Stumpf, für Sabrina Roß später kurz Steffi Lehmann.

Die Griechinnen aber ließen nicht locker und blieben stets dran (21:20, 22:21, 24:23). Den ersten Satzball konnte Vrilissia zwar noch abwehren. Dann aber funktionierte die Erfolgskette Elke Wijnhoven, Tanja Hart - und Mittelblockerin Verena Veh markierte den entscheidenden Punkt, als sie den gegnerischen Block anschlug. Selten war der Gewinn eines ersten Satzes so wichtig - entsprechend die Freude.

Kaum überraschend, dass die nun ganz lockeren Ulmerinnen im 2. und 3. Durchgang (22:25 bzw. 23:25) - nun mit Norisha Campbell und Kathrin Neumaier - ihre starke Startleistung nicht durchhalten konnten. Doch kampflos wollten sie den Sieg nicht hergeben. Mit viel Herz behaupteten sie sich mit 25:22 in Durchgang vier, so brachte erst der fünfte Satz die Entscheidung. Nach spektakulären Szenen auf beiden Seiten nützte Vrilissia den fünften Matchball zum 20:18. Für die Ulmerinnen, die bei 14:12 zwei Matchbälle vergaben, war die hauchdünne Niederlage nur ein winziger Wermutstropfen im Freudenbecher.

K. Vestewig

 

Deutschland - Wiesbadener Tagblatt 

Freitag. 30. Januar 2004

Erlebnis der besonderen Art

Zweitliga-Gipfel zwischen den VCW-Frauen und Grimma geht als Party über die Bühne

Man stelle sich vor, am Samstag treffen in der Sporthalle am 2. Ring um 19.30 Uhr die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden und des HSV Grimma Sachsen beim Gipfeltreffen in der 2. Bundesliga aufeinander - und viele gehen hin. Ja, die Sporthalle müsste bei der Konstellation förmlich aus allen Nähten platzen.

Eine Vorstellung, die die Verantwortlichen des VC Wiesbaden, allen voran Trainer Luis Ferradas und der ehemalige Wiesbadener Oberbürgermeister Achim Exner, nur zu gern verwirklicht sehen würden. Wo hat der Ex-OB in den letzten Wochen und Monaten nicht überall die Werbetrommel gerührt für sein neues Ziehkind.

Exner hat das "Projekt-Team Bundesliga" gegründet, hier potenzielle Sponsoren angebaggert und dort Kontakte geknüpft. Am Samstag möchte er nun die ersten Früchte seiner Arbeit ernten. "Das Spiel wird für mich zum Testlauf, wie populär Volleyball in Wiesbaden wirklich ist", erläutert Exner, der durch das sportliche Engagement seiner Tochter Valentine beim VCW vom Volleyball-Virus erfasst wurde.

Mit dem ehemaligen Oberbürgermeister scheinen die VCW-Vormänner Luis Ferradas, Vorsitzender Reiner Zubke und Geschäftsführer Bernd Kosack offensichtlich den kongenialen Partner gefunden zu haben, um ihren Verein aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken. Das Topspiel gegen Grimma soll am Samstag auf jeden Fall ein Erlebnis werden.Dafür hätte die Paarung nicht brisanter sein können. Hier das junge aufstrebende Überraschungsteam des VC Wiesbaden, das ganz auf Nachwuchskräfte setzt. Dort der HSV Grimma, der Meisterschafts-Favorit aus dem Osten, gespickt mit sechs ausländischen Volleyballerinnen. "Ein reines Profiteam, das den Aufstieg packen muss", bringt Luis Ferradas den Unterschied auf den Punkt. Dass aber auch die Profis nicht unschlagbar sind, wurde am vergangenen Wochenende deutlich. Ausgerechnet VCW-Nachbar TG Bad Soden entzauberte beim 3:1-Erfolg die geballte sächsische Volleyballpower.

Doch auch der VCW ließ beim 1:3 in Dresden Federn, so dass die Konstellation an der Spitze sich nicht verändert hat. Wiesbaden weist vier Minuspunkte auf, Grimma deren sechs. Inzwischen hat sich sogar der SV Sinsheim mit ebenfalls sechs Minuspunkten zwischen die beiden Protagonisten geschoben. Luis Ferradas bringt die Ausgangsposition auf den Punkt: "Grimma muss das Spiel gewinnen, um sich nicht vorzeitig vom Aufstiegstraum zu verabschieden." Entsprechend sieht er die Truppe seines Trainerkollegen Ondrej Spisak unter Druck. Besonders motivieren muss Ferradas seine junge Truppe vor dem Spiel des Jahres nicht: "Die sind heiß darauf." Glücklich ist der 48-Jährige darüber, dass auch die Sorgenkinder Tina Weigel und Steffi Rewitz wieder zur Verfügung stehen und er erstmals in diesem Jahr in Bestbesetzung auflaufen kann.

Helfen soll dem Tabellenführer auch die neue CD, die die Wiesbadener Sänger Mathou und Loti Pohl unter der Woche für die VCW-Volleyballerinnen eingespielt haben. "Women-Power" heißt der beziehungsreiche Titel. Der Rhythmus des Songs sei der Spielweise des Volleyballs angepasst. Behauptet zumindest Achim Exner. Die Uraufführung des Schmetter-Hits steigt in jedem Fall im Vorprogramm des Volleyball-Knallers. Darüber hinaus soll DJ Tobias von Radio Rheinwelle ab 19 Uhr schon einmal mit heißen Songs die Fans auf Trab bringen.

Und dann sind sie beim VCW auch noch unter die Kunstmaler gegangen. Matthias Gessinger heißt der Künstler, der exklusiv für den Schlager eine Collage erstellt hat. Bis zum Spieltag sollen 500 Exemplare davon gedruckt werden, die in der Halle für 10 Euro an die Frau und an den Mann gebracht werden sollen. Auf dem Kunstwerk strecken sich Hände dem Volleyball entgegen. Unter dem Motto "Helft uns auf dem steinigen Weg nach oben". Schließlich fließt der Erlös dieser Aktion in die VCW-Kasse.

Dass für die Besucher außerdem Sekt-, Bier- und Essensstände parat stehen, versteht sich beinahe von selbst. Und nach dem Spiel soll dann die große Party in der Sporthalle steigen. Falls die Lautsprecheranlage in der Halle mitspielt. Und da wäre ein Sieg des VCW der beste Appetitmacher.

Manfred Schelbert

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Freitag. 30. Januar 2004

Anna holt 25 Punkte

Jork - Das wird Anna Warncke ihr ganzes Leben nicht mehr vergessen. Der 18 Jahre alten Zuspielerin der zweiten Volleyball-Mannschaft des TuS Jork gelang das Äquivalent zum "Hole-in-one" im Golf. Beim 3:1 über den TSV Tespe im Bezirksliga-Spiel konnte sie im zweiten Durchgang 25-mal in Folge aufschlagen, die Jorkerinnen gewannen den Satz mit 25:0. Seit Einführung der neuen Zählweise ist dies im Erwachsenbereich in Deutschland noch keiner Spielerin gelungen. Früher konnte nur bei Aufschlagsrecht gepunktet werden.

Anna Warncke schlug dabei kaum Asse, viele Punkte mussten ausgespielt werden. Doch mit jedem gewonnenen Zähler nahm auch die Motivation der Mitspielerinnen zu, ihrer Zuspielerin das perfekte Spiel mit makelloser Bilanz zu erhalten. Kurios genug: der Folgesatz ging mit 15:25 verloren.

masch

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Freitag. 30. Januar 2004

OSV: „Die Jungs brennen jetzt“

Interview mit Jan Schneider, Abteilungsleiter des Oststeinbeker SV

Herr Schneider, die Ostbek Cowboys haben 12:2 Punkte in Folge geholt. Wie kommt´s? 
Das ist die inzwischen übliche Leistungsexplosion beim OSV. Das haben wir hier schon das dritte Jahr in Folge: Wir verschlafen den Start und kommen dann ins Rollen. Nur war dieses Jahr der Start nicht ganz so schlecht und die Siege kommen früher als zuvor. 18:14 Punkte zu diesem Zeitpunkt sind ein Traum.

Nun empfangen Sie am Samstag zu Hause Fortuna Bonn mit Trainer Jörg Brügge in Oststeinbek. Für wie gefährlich halten Sie den Aufsteiger?
Die Bonner haben eine ähnliche Entwicklung genommen wie wir in unserem ersten Jahr und werden sich wohl auch noch vom viertletzten Tabellenplatz verabschieden. Im Gegensatz zu anderen Teams scheint die Substanz da zu sein. Aber trotzdem hoffe ich für dieses Match auf eine Bestätigung unseres Trends. Wir erwarten, dass die Jungs das jetzt durchziehen. Man spürt, sie wittern die Chance, in der Rückrunde etwas zu reißen.

Woran machen Sie das fest? 
Inzwischen sind immer öfter mehr Cowboys im Training als parallel bei den Pirates, unserer Verbandsligatruppe. Die Jungs brennen jetzt richtig. Die haben plötzlich eine viel breitere Brust. Da kommen endlich auch mal Sprüche in Richtung der Alten in der "Zweiten". Mein Eindruck ist: Die glauben wirklich daran, die vorderen Klubs im Kampf um Platz drei noch abfangen zu können. Und sie haben ja recht. Sie haben das drauf.

Trauern Sie dem schwachen Start mit 6:12 Punkten hinterher? 
Nein. Wir freuen uns vielmehr, dass wir uns so schnell berappelt haben. Man darf nicht vermessen sein. Wir haben vor der Saison gesagt: Das ist ein junges Team, Bernd Schlesinger hat alle Zeit, es weiterzuentwickeln. Das haben wir absolut nicht vergessen. Bernd hat zum Beispiel Hendrik Hofmann ganz behutsam zu einem sehr stabilen Libero geformt, der zurzeit überragend spielt.

Können Sie dieses vielversprechende Team für die nächste Saison beisammen halten? 
Das hoffen wir, auch wenn wohl durchs Studium ein, zwei Leute Auslandssemester einlegen. Bernd wird weitermachen, und wir bauen darauf, dass es uns gelingt, noch mehr leistungswillige Spieler für uns zu begeistern, gerne hätten wir auch zwei Routiniers. Die familiäre Atmosphäre bei uns ist in der 2. Liga ziemlich einmalig, es gibt keine Hektik, keine überzogenen Erwartungen, dafür viel Herzblut. Darüber bin ich sehr froh: Dass wir unserem Stil treu bleiben können und trotzdem in der 2. Bundesliga bestehen.

Interview: Paul Schwarz

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 30. Januar 2004

VfB Friedrichshafen sichert sich 3. Gruppenplatz

TALLINN - Der VfB Friedrichshafen hat in der Indesit European Champions League das Rückspiel bei ESS Falck Pärnu mit 3:1 gewonnen. Dabei war der Sieg nie wirklich gefährdet. Jochen Schöps, der beste Häfler Spieler, trug im ersten Satz mit sieben Punkten zum Satzgewinn bei.

Im zweiten Durchgang erlaubte sich das Team von Stelian Moculescu einen Hänger und war nicht in der Lage, den Rückstand (2:8, 9:16) aufzuholen. Das 18:25 aus Häfler Sicht bedeutete gleichzeitig den ersten Satzgewinn für die Esten im laufenden Wettbewerb.

Im dritten Satz kam der kleinste Friedrichshafener ganz groß raus: Zuspieler Robert Koch (1,88 m) legte servierte 13 Aufschläge in Folge (davon drei Asse), die den Weg zum Satzgewinn ebnete. Im vierten und letzten Spielabschnitt wurde es noch einmal knapp, als Pärnu bei 19:19 herankam und sogar 20:19 und 21:20 in Führung ging. „Der Satz war in Gefahr“, analysierte Teammanager Ulf Quell, „aber nicht der Sieg.“ Dafür sorgten gegen Ende ein Ass von Bogdan Olteanu sowie zwei Aufschlagfehler der Gastgeber.

Mit dem Sieg sicherte sich der VfB Friedrichshafen den dritten Platz in Pool D und damit dem Deutschen Meister 2004 den Platz in der nächsten Champions League. Der VfB Friedrichshafen trat ohne den Brasilianer Itapolis an, der sich wahrscheinlich bei seinem Kollegen Alex Lenz mit einer Magen-Darm-Infektion angesteckt hatte. In der Stammsechs spielten: Robert Koch, Jochen Schöps, Bobbi Jalowietzki, Mario Zelic, Bogdan Olteanu, Marcus Popp und Alexis Valido. Ilja Wiederschein, Jovan Markovic und Toni Kovacevic kamen zu Kurzeinsätzen.

ESS Falck Pärnu-VfB Friedrichshafen 1:3 (18:25, 25:18, 17:25, 23:25)

 

Deutschland - Freie Presse 

Freitag. 30. Januar 2004

Reichenbach: Beachturnier ohne Sonne und Sand

FSV Reichenbach rechnet mit 24 Mannschaften

Die Volleyballer des FSV Reichenbach holen am Sonntag für ein paar Stunden den Sommer ins Vogtland: 9 Uhr beginnt in der Sporthalle der Weinholdschule das zweite Hallen-Beach-Turnier. Zwar wird dabei nicht auf Sand gespielt, doch alles andere läuft wie bei den Freiluft-Turnieren im Sommer ab. „Zwei Spieler bilden ein Team und die Spielfläche wird auf acht Mal acht Meter abgeklebt“, erklärt FSV-Vereinschef Uwe Uschmann, der selbst begeisterter Volleyballer ist.

Nachdem bereits die Turnier-Premiere vor einem Jahr auf eine sehr gute Resonanz stieß, mussten die Reichenbacher in diesem Jahr sogar einige interessierte Männer-Mannschaften enttäuschen. „Solange wir das Turnier an einem Tag über die Bühne bringen wollen, müssen wir die Starterfelder auf je zwölf Teams bei den Frauen und Männern begrenzen“, sagte er am Donnerstag der „Freien Presse“.

Für den Wettbewerb der Damen haben sich neben den FSV-Duos unter anderem Mannschaften aus Boxberg, Adelsberg, Plauen und Oelsnitz angekündigt. Bei den Männern stehen Teams aus Ortmannsdorf, Netzschkau, Mylau, Rotschau, Plauen und Reichenbach in der Starterliste. Den genauen Austragungsmodus des Turnieres wollen die Gastgeber erst am Sonntag festlegen. Auf alle Fälle werden gegen 14 Uhr die für den Turniersieg entscheidenden Spiele beginnen.

 

Norddeutschland - Harburger Anzeigen und Nachrichten 

Freitag. 30. Januar 2004

Wilhelmsburg: Mit Höchststrafe zufrieden

Wilhelmsburg (sal). 0:3 - dieses Ergebnis ist im Volleyball eigentlich die Höchststrafe. Man kann aber auch ohne einen Satzgewinn mit dem verlorenen Spiel grundsätzlich zufrieden sein. Und zwar dann, wenn der Gegner der bisher ungeschlagene Tabellenführer ist, hervorragend Volleyball spielt, man selbst eher zu den Abstiegskandidaten gehört, aber gegen den übermächtigen Gegner eine durchaus ansehnliche Leistung zustande bringt.

So haben es jedenfalls die Volleyballerinnen des SV Wilhelmsburg bei ihrem Punktspiel gegen den Spitzenreiter SVF Neustadt-Glewe erlebt. Die Partie ging glatt mit 0:3 verloren, doch die Satzergebnisse (17:25, 14:25, 15:25) zeigen, dass sich auch die Wilhelmsburgerinnen nicht auf völlig verlorenem Posten befanden. "Gegen diesen Gegner zu verlieren, ist wirklich keine Schande", sagt SVW-Sprecherin Sabine Kleist. "Die spielen wirklich klasse - mit vielen schnellen Angriffen und einer hervorragenden Abwehr. Aber wir haben trotz des deutlichen Ergebnisses auch kein schlechtes Spiel gemacht."

Kleist war sehr zufrieden mit einigen schönen Angriffen und vor allem einigen eindrucksvollen Blockpunkten. Im ersten Satz hatten die Wilhelmsburgerinnen sogar bis 5:6 sehr gut mithalten können.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 30. Januar 2004

Gegen Braunschweig noch einen draufpacken

SSC-Damen empfangen morgen den Tabellenelften

Schwerin Bei den Volleyballerinnen des Schweriner SC läuft schon vieles in Richtung DVV-Pokal-Endrunde am 7./8. Februar vor heimischer Kulisse. So trainiert das Team von SSC-Coach Tore Aleksandersen seit Anfang der Woche morgens in der Volleyballhalle und jeden Abend in der Sport- und Kongresshalle, um sich an die Begebenheiten zu gewöhnen. "Die Halle ist halt größer, höher und kälter. Die Bälle fliegen etwas anders, aber eine große Umstellung ist das nicht, eher eine Gewohnheitssache. Wenn wir auswärts spielen, müssen wir uns ja auch andere Hallen einstellen. Das ist aber nicht so das Problem", meint SSC-Mittelblockerin Patricia Wolf.

Doch noch ist bis zu dem sportlichen Highlight gut eine Woche hin. Morgen um 18 Uhr steht erst einmal der Bundesliga-Alltag für die Schwerinerinnen auf dem Plan. Die Mecklenburger empfangen dann in ihrer Volleyballhalle den USC Braunschweig. Für diese Partie gibt es nur eine Devise. "Wir müssen gewinnen, brauchen die zwei Punkte. Am besten wäre ein 3:0", so der norwegische Trainer. Auch wenn die Niedersachsen als Tabellenelfter in Schwerin anreisen, weiß Patricia Wolf: "Wir dürfen keinen Gegner unterschätzen und müssen uns voll auf Braunschweig konzentrieren. Es wäre gut, wenn wir gegenüber dem Berlin-Spiel noch einen draufpacken und für die nächste Woche gut gerüstet sind. Aber an das Pokalwochenende dürfen wir jetzt noch nicht denken, müssen es noch verdrängen."

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 30. Januar 2004

Lulu: An Tugenden aus dem Hinspiel anknüpfen

Volley Tigers wollen Erfolg gegen Giesen wiederholen

Ludwigslust Die Tabellensituation macht es deutlich: Für die Volley Tigers Ludwigslust muss es derzeit in erster Linie darum gehen, den elften Platz vor dem punktgleichen VfL Lintorf sowie dem FC Schüttorf zu behaupten und sich dann getreu der von Co-Trainer Manfred Heine zitierten "Salamitaktik" (wir müssen Punkt für Punkt, Satz für Satz und Spiel für Spiel sammeln) wieder an den momentan enteilten SSF Bonn heranzuarbeiten.

Dieses Prinzip kann natürlich nur aufgehen, wenn die Lindenstädter nicht mehr allzu lange damit warten, den ein oder anderen Sieg einzufahren oder, noch besser, gleich eine Serie starten. Vielleicht gelingt ja morgen Abend beim TSV Giesen der erste Schritt. Immerhin feierten die Tigers im Hinspiel gegen die Niedersachsen mit dem 3:2 eines von bisher nur drei Erfolgserlebnisse. An die dabei gezeigten Tugenden gilt es sich zu erinnern.

Denn wenn man die Auswertung des Giesen-Spiels aus dem vergangenen Oktober mit der vom 1:3 zuletzt gegen den Oststeinbeker SV vergleicht, so fallen einige Unterschiede ins Auge: "Wir haben damals gewonnen, weil der Block ganz ordentlich stand und wir im Feld gut gearbeitet haben", sagt Ingo Achtelik. Und genau in diesen Bereichen stimmte es im weiteren Saisonverlauf zu oft nicht mehr.

Gegen Oststeinbek kam noch eine ziemlich schlechte Quote im Außenangriff hinzu. Speziell den Außenangreifern neues Selbstvertrauen zu vermitteln, war deshalb ein Trainingsschwerpunkt. Sich gezielt auf den Tabellenachten einzustellen, war insofern schwer, als dass der TSV Giesen sich bisher sehr wechselhaft präsentierte. Guten Leistungen ließ die zu Saisonbeginn hoch gehandelte Mannschaft immer wieder unerwartete Niederlagen folgen. Eines steht aber in jedem Fall fest: Die Tigers werden den Gegner niederkämpfen müssen.

SV Neustadt-Glewe

Die Neustädter Damen sollten gewarnt sein. Der morgige Gegner des Regionalliga-Spitzenreiters, der TSV Glinde, ließ am vergangenen Wochenende mit einem klaren 3:0-Sieg über den Tabellenzweiten VG Elmshorn aufhorchen. Das erste Aufeinandertreffen, noch ziemlich am Anfang der Saison, ging in vier Sätzen an den SV Fortschritt: "Die haben sich selbst schwindelig gespielt", erinnert sich Oliver Dunkel. Aber schon damals habe der Glinder Trainer angekündigt, dass man sich auf das Wiedersehen freue, weil er dann seine Bestbesetzung aufbieten könne. "Angeblich haben die beiden besten Spielerinnen gefehlt. Insofern wissen wir nicht, was da auf uns zukommt", so Dunkel.

Aus dem Neustädter Lazarett gibt es wenig Neues. Zumindest wurde bei Annika Munsch eine Blockierung im Hüftgelenk als Ursache für die Probleme festgestellt und behoben. Insofern besteht nach einem Trainingsverbot bis Mitte der Woche die Hoffnung, dass die Mittelblockerin morgen auflaufen kann. Und auch Bia Arndt ist wieder einigermaßen fit. Die Grippe hat sie aber an Mannschaftskameradin Angelika Schallhorn weitergegeben, die ohnehin noch durch ihre Fußverletzung gehandicapt ist. Ob "Geli" eingesetzt werden kann, bleibt abzuwarten.

Für die Regionalliga-Herren des SV Fortschritt besitzt auf Grund des dicht gedrängten Tabellenmittelfeldes, das vom dritten bis zum neunten Platz reicht, praktisch jede der ausstehenden sechs Partien Endspielcharakter. Morgen ist das Team von Hamburg Uhlenhorst in der Sporthalle "Zur Kuhdrift" zu Gast.

Die Hansestädter nehmen derzeit den sechsten Platz ein. Mit einem Sieg würden die Neustädter nach Punkten gleichziehen. Dass das durchaus zu packen ist, hat der erste Vergleich dieser beiden gezeigt, den der Aufsteiger auswärts glatt mit 3:0 für sich entschied. "Es wird auf die kleinen Sachen ankommen. Wir müssen beständig agieren, dürfen nicht wieder so hohes Risiko zum falschen Zeitpunkt gehen", sagt Trainer Wolfgang Dunkel in Erinnerung an die letzten Spiele.

Thomas Willmann

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 30. Januar 2004

Parchim: Vorletztes Heimspiel in 2. Bundesliga

Sonntag: 1. VC Parchim - Alemannia Aachen

Parchim Noch zweimal in dieser Saison haben die Volleyballfans Gelegenheit, die Frauen des 1. VC Parchim im Punktspiel der 2. Bundesliga anzufeuern. Am Sonntag gehen die VC-Spielerinnen um 15 Uhr in der Fischerdammhalle gegen Alemannia Aachen ans Netz.

Gegen den Tabellenzehnten aus Nordrhein-Westfalen ist das Ziel der Parchimerinnen klar: Nach den beiden Auswärtsniederlagen der vergangenen Woche in Berlin wird ein Sieg angestrebt.

"Es wird sicher kein leichter Gang", gibt Stützpunkttrainer Dirk Groß zu bedenken. Denn die Gäste werden alles dafür tun, Punkte zum Klassenerhalt zu erkämpfen. "Die Aachenerinnen wittern bestimmt ihre Chance, da sie aufgrund der Ergebnisse des vergangenen Wochenendes gemerkt haben, dass wir leicht angeschlagen sind". Und der Gegner hat noch die Rechnung des Hinspieles offen, das der 1. VCP mit 3:0 gewann.

Die Parchimerinnen werden weiterhin auf Julia Retzlaff (Fußverletzung) verzichten. Ziem, Herrmann und Schwartzer haben gerade eine Grippe auskuriert und konnten daher nicht das volle Trainingsprogramm absolvieren. Bis Sonntagnachmittag hat der VC-Coach noch etwas Zeit, die Truppe gut auf den Gegner einzustellen. Das Bundesligaspiel wird diesmal vom Autohaus Ahnefeld Parchim präsentiert, somit steht auch wieder ein Zuschauerspiel im Programm.

Das letzte Heimspiel in dieser Serie werden die Parchimerinnen am 14. März bestreiten, dann gegen den MTV Obernkirchen. Außerdem stehen noch vier Auswärtsspiele im Punktspielplan.

Thomas Zenker

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Freitag. 30. Januar 2004

Arnd Ludwigs harte Linie: Straftraining bei Satzverlust

Dresden. In der Volleyball-Bundesliga geht es bislang sehr eng zu. Die ersten sechs Mannschaften liegen sehr dicht beieinander. Deshalb könnten am Ende auch die Sätze das Zünglein an der Waage sein. Grund genug für DSC-Coach Arnd Ludwig, an diesem Wochenende von seinen Schützlingen einen klaren 3:0-Sieg einzufordern. Morgen um 17 Uhr empfangen die Elbestädterinnen in der Halle an der Bodenbacher Straße das Team von Berlin-BVC 68. Die Hauptstädterinnen rangieren auf Rang neun, konnten nur zwei Erfolge bisher verbuchen. Allerdings verloren die DSC-Damen beim Hinspiel einen Satz, gewannen am Ende mit 3:1. Deshalb kündigt Ludwig an: "Für jeden Satzverlust gegen Berlin gibt es am Sonntag eine Stunde Straftraining."

Doch nicht nur wegen des freien Sonntags wollen die DSC-Damen ohne Satzverlust über die Runden kommen. Heike Beier, die gemeinsam mit dem Busunternehmen von Taeter-Tours dem Spieltag ihren Namen gibt, weiß: "Wir dürfen gegen die leichten Gegner keine Sätze mehr abgeben, schon gar nicht zu Hause. Schließlich könnte uns das am Ende auf die Füße fallen." Dabei müssen die Elbestädterinnen allerdings diesmal höchstwahrscheinlich auf Stammzuspielerin Beatrice Dömeland verzichten. Die Ex-Nationalspielerin zog sich im letzten Spiel gegen Augsburg eine Rückenblockierung zu, bekam gestern noch einmal eine Spritze. Doch Arnd Ludwig sagt: "Ich hätte ohnehin Doreen Engel in dieser Partie größere Spielanteile eingeräumt. So muss sie eben durchspielen." Alle anderen hat Ludwig an Bord, auch Grit Müller ist wieder fit. Das Experiment mit drei Mittelblockerinnen hat Arnd Ludwig inzwischen ad acta gelegt. "Das hat im ersten Satz in Augsburg gar nicht funktioniert, deshalb werde ich das in dieser Saison nicht mehr probieren. Vielleicht üben wir es für die nächste Spielzeit ein."

Bereits am Montag düsen die Ludwig-Schützlinge ins Trainingslager auf den Rabenberg. Dort wollen die Elbestädterinnen für den Rest der Saison Kondition tanken. "Wir werden in den vier Tagen vor allem Ski laufen, natürlich aber auch einiges am Ball", kündigt Ludwig an. Eigentlich hätten die Elbestädterinnen lieber auf das Camp verzichtet und in der Pokalendrunde mitgemacht. Doch die findet am nächsten Wochenende ohne den DSC statt.

Im Spielkalender der Saison gibt es eine Änderung: Wegen des Top-Team-Cups wird das letzte Spiel der Vorrunde um eine Woche nach hinten (vom 14. auf den 21. März) verschoben. Damit beginnt auch die Meisterrunde eine Woche später.

ah

 

Deutschland - Freies Wort 

Freitag. 30. Januar 2004

Suhl: Alte Sorgen auf altem Parkett?

Für den VfB 91 Suhl steht morgen um 18 Uhr das schwere Spiel beim SSV Ulm auf dem Programm.

SUHL – Wer um die Auswärtsschwäche der Thüringerinnen weiß, ahnt zunächst mal nichts Gutes. Doch auch in dieses Spiel beim amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger geht das Team von Jan Kirchhöfer nicht chancenlos. „Vielleicht können wir dort einmal über unseren Schatten springen, wir haben ja erneut nichts zu verlieren“, meint der Trainer. Schließlich endete das Hinspiel mit dem 3:2 und dem „Wunder von Suhl“.

Zudem könnte den Suhlerinnen die Tatsache zugute kommen, dass Ulm erst gestern die unmittelbare Vorbereitung auf dieses Bundesliga-Spiel aufnehmen konnte. Noch am Mittwoch weilte die Mannschaft von Trainer Mathias Eichinger in Griechenland, wo sie trotz der 2:3-Niederlage (Hinspiel 3:0) bei Vrilissia Athen die Final Four im Europacup erreichten. „Die Partie gegen Suhl ist ein Spitzenspiel, also sind wir höchstens leichter Favorit“, meint Heinz Widmaier, Manager des SSV. „Nach dem Hinspiel wollen wir aber nicht von Revanche sprechen, es hängt nicht alles an diesem einen Match. Und schließlich hat Suhl eine bewundernswerte Entwicklung in der ersten Liga genommen.“

Zumindest was die Chancenverteilung angeht, sieht das Jan Kirchhöfer ein wenig anders: „Ich bin realistisch genug, um zu wissen, dass auch ein Satzgewinn für uns schon ein Erfolg wäre.“ Gemeinsam mit seinen Schützlingen will er das umsetzen, was man sich schon für das Spiel in Münster vorgenommen hatte: besser annehmen und wirkungsvoller aufschlagen.

Als seinerzeit der VfB im Pokal gegen Ulm das Nachsehen hatte, war vor allem SSV-Außenangreiferin Alice Blom das Problem, denn sie war einfach nicht in den Griff zu bekommen. Sollte indes diese wichtige Ulmer Schaltzentrale auch nur annähernd ausgeschaltet werden können, ist zumindest dieser angestrebte Satzgewinn drin. Kirchhöfer: „Dann könnten wir einen Schritt mehr in Richtung guter Auswärtsleistung machen.“

Auch Kapitänin Alke Nagel rätselt ob des Auswärtsproblems ihres Teams: „Vielleicht weil die Situation jetzt anders ist als zu Saisonbeginn. Wir haben uns inzwischen einen Namen gemacht und die Leute erwarten etwas von uns. Auswärts will man es dann ganz besonders gut machen, aber es fehlt die heimische Kulisse“, so Nagel. Die Mannschaft kennt die Halle in Ulm, sollte also mit dem alten Parkett und der niedrigen Decke gut zurecht kommen. Alke Nagel: „Wir müssen das beste draus machen. Hoffentlich können wir diesmal mit einem besseren Gefühl nach Hause fahren.“

(clf)

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Freitag. 30. Januar 2004

Münster: Keine Tests in der Bundesliga

Münster. Europapokal war gestern (sprich: Mittwoch), jetzt gilt das Hauptaugenmerk der USC-Volleyballerinnen wieder der Bundesliga. Und da steht bereits am Sonntag der nächste Härtetest auf dem Programm. Beim TV Fischbek Hamburg gilt es, die gute Ausgangsposition für die im März beginnende Meisterschaftsrunde durch einen Sieg weiter auszubauen. Von einer Pflichtaufgabe will Axel Büring freilich nichts wissen. Nach dem Studium der Videokassette vom Spiel der Fischbek-Damen in Suhl am vergangenen Wochenende zeigte er sich gestern vielmehr beeindruckt. Hamburg hat kämpferisch hervorragend dagegen gehalten. Die Mannschaft scheint sich nach einigen schwächeren Spielen mittlerweile wieder gefangen zu haben, so der USC-Trainer. Seine daraus resultierende Erkenntnis: Ein Spaziergang wird das für uns ganz sicher nicht.

Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der USC anders als im Europapokal am Mittwochabend gegen Levski Sofia (1:3) in Hamburg wieder mit einer gelernten Stellspielerin antreten kann. Die international nicht spielberechtigte Hella Jurich wird diesen Part übernehmen. Gedanken, aus der Not eine Tugend zu machen, und den am Mittwochabend ausprobierten Ernstfall, ohne gelernte Stellspielerin auszukommen, nun auch auf die Bundesliga zu übertragen, hegt Büring jedenfalls nicht. Das ist kein Thema, erklärt er klipp und klar. Auch nicht vor dem Hintergrund, dass Tonya Williams und Cornelia Dumler, die den Zuspiel-Part gegen Sofia abwechselnd übernahmen, mit Blick auf die Endrunde im europäischen Top-Teams-Cup Mitte März in Istanbul dadurch zusätzliche Praxis sammeln könnten. Priorität haben für uns die Bundesliga und der Pokal, so der USC-Trainer, der Europapokal spielt nur die dritte Rolle.

Vor diesem Hintergrund mag es Außenstehenden schwer zu vermitteln sein, warum die Freude über den Einzug in die Finalrunde am Mittwochabend so groß war. Vielleicht lag das daran, dass die Mannschaft nach dem Ausfall von Kim Staelens, Sandra Aßmann, Hella Jurich und Atika Bouagaa selbst nicht unbedingt damit gerechnet hat, dass es gegen Sofia trotzdem zum notwendigen Satzgewinn reichen würde, so der Trainer, der offen zugibt, dass es im Vorfeld des Spiels durchaus auch Überlegungen gegeben habe, ob es überhaupt sinnvoll und erstrebenswert sei, sich für die Finalrunde zu qualifizieren. Immerhin ist man dort ohne gelernte Stellspielerin nur krasser Außenseiter. Letztlich haben wir uns jedoch für die sportliche Lösung entschieden, so der Trainer, das waren wir uns selbst und unseren Zuschauern schuldig.

Dass das Spiel am Mittwochabend insgesamt nicht hochklassig war, streitet Büring gar nicht ab, sagt aber auch: Ich hatte Schlimmeres befürchtet. Und die Schuld für die relativ vielen leichten Fehler im Spiel seiner Mannschaft sucht er auch nicht bei Cornelia Dumler und Tonya Williams (Die haben ihre Sache richtig gut gemacht.).

Ausschlaggebend war aus seiner Sicht vielmehr die allgemeine Verunsicherung, die vor allem im zweiten Satz um sich griff und zu Fehlern sowohl in der Annahme, als auch in der Blockverteidigung führte. Für den USC-Trainer allerdings kein Grund, in Panik zu verfallen: Dass die Mannschaft das viel besser kann, wissen wir alle. Und das wird sie auch in den nächsten Spielen wieder zeigen.

Vielleicht auch bei der Endrunde des Top-Teams-Cup, in der im Halbfinale Bundesliga-Rivale SSV Ulm der Gegner sein wird (das zweite Vorschlussrundenspiel bestreiten Gastgeber Vakifbank Istanbul und die belgische Mannschaft aus Tonderen)? Klar sind wir angesichts unserer personellen Notlage in der Endrunde nur Außenseiter, sagt der USC-Trainer. Viel heißen muss das aus seiner Sicht aber nicht unbedingt. Dabei verweist er auf ein prominentes Beispiel: Bei der Olympia-Qualifikation hatte auch niemand die deutsche Mannschaft auf der Rechnung. Und trotzdem hat sie sich schließlich das Athen-Ticket gesichert.

Uwe Peppenhorst

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Freitag. 30. Januar 2004

Fokus richtet sich auf Kozuch

hamburg - Der TV Fischbek "am Sonntag Gastgeber des USC Münster " weckt seit jeher schnell Assoziationen in der Volleyball-Gemeinde.

Lange Zeit waren die Hamburgerinnen die Fahrstuhlmannschaft, die ständig zwischen 1. und 2. Bundesliga pendelte. In der letzten Saison dann die Mutation zur dritten Kraft im Oberhaus: DM-Bronze als medienpräsente "Multi-Kulti-Truppe" mit zwölf Akteurinnen aus sechs Staaten.

In dieser Saison ist bei den meisten der erste Gedanke: Margarethe Kozuch. Sie ist gerade einmal 17 und hat doch schon einen Bekanntheitsgrad, der dem ihrer Kapitänin Tina Benecke gleich kommt. Die Juniorinnen-Nationalspielerin gilt derzeit als das - Talent des deutschen Frauen-Volleyballs. Und sie ist nicht nur auf dem Spielfeld auffällig: Die blendend aussehende Blondine ist bei den Medien sehr beliebt und gibt auch abseits des Feldes eine sehr gute Figur ab.

"Uns ist das sehr recht", gesteht Knut Rettig, das Fischbeker Original. Denn es sei nach dem dritten Platz bei der DM 2003 doch "sehr ruhig geworden" um den Klub, der nun auf Platz acht in der Tabelle rumdümpelt. Daher sind die 184 Zentimeter Kozuch werbewirksam, was dem finanziell nicht auf Rosen gebetteten Klub gewiss nicht schadet. "Sinnig", findet Rettig, dass Kozuch in die TVF-Kampagne eingespannt ist, zumal die Elftklässlerin den Rummel um ihre Person durchaus souverän zu handhaben versteht. Rettig: "Sie präsentiert den Klub ein bisschen!" Klar, dass fast alle Bundesliga-Klubs die Angreiferin, die auch über eine Model-Karriere nachdenkt, nach Vertragsende 2004 verpflichten wollen.

Andererseits redet Rettig auch Klartext. "Ich halte sie immer noch für eines der größten deutschen Talente überhaupt. Aber sie hat in dieser Saison auch Tiefen erlebt", sagt der Ex-Coach, der nach zehn Jahren auf der Bank der Hanseatinnen nun seine Familie zur Nummer eins in seinem Leben gemacht hat.

Eine Verbindung zwischen seinem Rückzug und der folgenden Fischbeker Mittelmäßigkeit lehnt Rettig ab. Obwohl lediglich die Babypause der Rumänin Anca Popescu eine Lücke hinterlassen hat. Doch die Doppellösung mit Spielerin Marina Tschuksejewa und dem Peruaner Johnny Westreicher auf der Bank als Trainer-Duo bringt offenbar Probleme mit sich. Westreicher, Ehemann der TV-Zuspielerin Elena Keldibekowa, muss mit Rettigs Kritik leben, auch im dritten Jahr in Deutschland der Sprache nicht mächtig zu sein. Als Konsequenz kehrte Rettig " zumindest in Heimspielen " auf die Bank zurück.

Dennoch: "Unser enttäuschendes Abschneiden wird zu viel auf Westreicher fokussiert", findet Rettig. "Er hat zwar seinen Teil dazu beigetragen, aber er ist nicht der allein Verantwortliche." Ein elementareres Prloblem sei da schon die "verwaschene Teamstruktur. Es gibt keine Hierarchien mehr. Alle sind nur mit sich selbst beschäftigt", hat er festgestellt.

Gegen den USC am Sonntag an der Süderelbe solle das TVF-Team versuchen, sich vom Ergebnis zu lösen. "Vielleicht können wir mit gutem Spiel Selbstvertrauen tanken für die Pokalendrunde am nächsten Wochenende in Schwerin", hofft Rettig.

luh

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel