News

Montag, 02. Februar 2004 

Trainer Peter Pourie glaubt an seine Mannschaft
Kyritz: Pflichtaufgabe erfüllt
VfB Friedrichshafen ist Rekord-Pokalsieger
Ulm: Weiter auf Erfolgsspur
Zwei eventuelle Regeländerungen werden getestet!

Aachen siegt in Parchim 3:2
VC-68-Frauen verlieren weiter
SCC Berlin kriegt keinen Pokal
SV Sinsheim lüftet das Bank-Geheimnis
3:1: MTV-Volleyballer erobern Spitze zurück

3:0 - Aufatmen beim TSV Giesen  
VVL: Erst Angsthasen, dann Kämpfer
Bittere Pille für den MSC
Nach 0:2 hat's doch noch klick gemacht
Neustadt-Glewe: Tür zur 2. Liga weit offen
Ist die Luft beim 1. VC raus?
DSC: Eine Kiste Sekt für Pflichtsieg
Münster: „Jetzt sind alle wach!"
USC II: Einstellung zum Spiel fehlt

Januar 2004

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Dezember 2003

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Lippische Landes-Zeitung 

Montag. 02. Februar 2004

Trainer Peter Pourie glaubt an seine Mannschaft

Hamburg (dw). Stinksauer war Peter Pourie noch am vergangenen Wochenende, als seine Mannschaft gegen Obern-kirchen so sang- und klanglos untergegangen war. Doch diesmal strahlte der Coach des Damenvolleyball-Zweitbundesligisten Detmolder TV von 1860, der bei CVJM Hamburg mit 3:2 (25:23, 16:25, 23:25, 25:22, 21:19) gewann und den zweiten Sieg in dieser Saison feierte.

"Wir haben in entscheidenden Momenten die Nerven behalten", freute sich Pourie über die Einstellung seiner Damen, die die letzten Prozent Engagement aus sich herausholten. "Diese beiden Punkte waren so wichtig für die Moral. Wir sind endlich belohnt worden", so Pourie stolz.

Nervös begannen beide Mannschaft in diesem Kellerderby. Doch schon bald stellte sich heraus, dass Detmold mit der besseren Spielanlage angereist war und auch in brenzligen Situationen nicht nachgab. Detmold begann mit einer tollen Aufschlagserie und nutzte jede sich bietende Chance, um zu punkten. Beim 19:15 im ersten Satz schlichen sich jedoch Fehler ein, doch der Satzgewinn war glücklich unter Dach und Fach.

Durchgang zwei fiel in die Rubrik "schnell abhaken", doch zum Ende des dritten Satzes fingen sich die Lipperinnen wieder. Gut und deutlich agierte das Pourie-Team im vierten Satz, ehe die Entscheidung anstand. "Beide Mannschaften vergaben Matchbälle, die Partie stand auf des Messers Schneide", so Pourie. Den entscheidenden Angriffspunkt markierte Rieke Reinke, die nach ihrer Einwechslung eine gut Partie bot.

Mit den 30 mitgereisten Schlachtenbummlern feierte die Detmolder Equipe den doppelten Punktgewinn. Pourie: "Wir wollen alles daran setzen, zumindest noch den vorletzten Rang zu erreichen." Eine weitere Chance zu punkten ergibt sich am Samstag, 14. Februar, um 18 Uhr im Leopoldinum gegen 1. VC Parchim.

 

Deutschland - Maerkische Allgemeine 

Montag. 02. Februar 2004

Kyritz: Pflichtaufgabe erfüllt   

Lintorf ohne große Mühe in drei Sätzen besiegt

KYRITZ Vier Monate schleppte der Kyritzer Blockspezialist Elmar Harbrecht eine Flasche Alster mit in der Trainingstasche umher. Nach der 2:3-Niederlage in Lintorf im Oktober schwor er, diese erst zu öffnen, wenn Kyritz das Rückspiel gewonnen hat. Am Sonnabend machte es um 18.10 Uhr klick, die Flasche war auf und Harbrecht genoss das Alster. Fortuna Kyritz hatte ohne große Mühe die Gäste aus Lintorf 3:0 besiegt.

Es war keine Glanztat der Fortunen, mehr ein Pflichtsieg. Die Lintorfer waren zwar über die drei Sätze bemüht, aber mehr auch nicht. Ihnen fehlte an diesem Tag einiges, um die Kyritzer ernsthaft in Gefahr zu bringen. Dass der dritte Satz so sehr umkämpft war, lag mehr an der Unkonzentriertheit der Kyritzer als an der Spielstärke der Gäste. "Wie im Hinspiel, nur dass wir uns diesmal nicht aus dem Rhythmus bringen ließen", gestand Fortuna-Trainer Jürgen Treppner nach der Partie. Auch die meisten Spieler waren froh, diesen Pflichtsieg über die Runden gebracht zu haben.

Lintorf führte zwar nach wenigen Spielminuten 4:1, doch dann machte Fortuna ernst. Mit Sprungaufgaben setzten Salomon Din Kingue, Hannes Höpfer, aber auch Christoph Helbig und Florian Schaarschmidt mit ihren Flatteraufgaben die Gäste unter Druck. Und als sich der Kyritzer Block gefunden hatte, war es um Lintorf geschehen. Ob mit einer Hand oder mit zweien - Elmar Harbrecht stand wieder wie eine Wand, da gab's nur selten ein Vorbeikommen. Im Angriff lief es zwar nicht rund, über die Mitte klappte kaum etwas, doch dafür knallten Helbig, Höpfner und Kingue den Ball über die Außen ins Feld. Locker und leicht gewannen die Fortunen den ersten Satz mit 25:17. Ähnlich war es in Durchgang zwei. Kyritz führte 20:10, obwohl sich das Heimteam immer wieder leichte Fehler leistete. 

Der Satz ist gewonnen, dachten die Fortunen, schalteten ab, spielten überheblich und Lintorf verkürzte auf 20:16. Erst als Treppner seinem Team in einer Auszeit einige Takte erzählte, machte Fortuna wieder ernst, siegte 25:16. Im dritten Satz führten die Gäste sogar ständig, da die Kyritzer sich Unkonzentriertheiten leisteten. Doch in der Schlussphase ging es ruck, zuck und Kyritz gewann 25:21. Der Siegerjubel fiel recht verhalten aus, zu leicht machte es ihnen der Gegner. Und die Spieler hatten schon das große Brandenburgderby am Sonnabend bei den Netzhoppers in Königswusterhausen im Kopf. Nur Harbrecht ließ sich genüsslich sein Alster schmecken.

Roland Möller

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Montag. 02. Februar 2004

VfB Friedrichshafen ist Rekord-Pokalsieger

DESSAU - Das hat dem VfB Friedrichshafen noch niemand vorgemacht: Zum sechsten Mal in sieben Jahren holte sich das Team vom Bodensee unter Trainer Stelian Moculescu den DVV-Pokal. In einem spannenden Finale siegte der VfB mit 3:2 (25:27, 25:23, 25:18, 19:25, 15:12) gegen den SCC Berlin.

„Es ist ein geiles Gefühl, den Pokal in der Hand zu halten“, freute sich Bobbi Jalowietzki nach der Siegerehrung. Der Kapitän ist der einzige neben Trainer Moculescu, der bei allen sechs Erfolgen dabei war. Wird das nicht irgendwann langweilig? „Nein, es wird geiler, je älter man wird“, antwortete der 36-jährige Mittelblocker, der mittlerweile laut über sein Karriere-Ende nachdenkt: „Ich habe den Sieg so erlebt, als wäre es der letzte“. Für den erneuten Angriff auf den Meistertitel will Bobbi Jalowietzi jedoch noch mal alle Kräfte sammeln. Ähnliche Gefühle wie der älteste Spieler empfindet auch Jochen Schöps, der mit 20 Jahren Jüngste im Bunde, nach dem Sieg seines ersten nationalen Titels. „Es ist ein geiles Gefühl, aber es dauert wohl noch einige Tage, bis ich es richtig begriffen habe.“

Nachdem DVV-Präsident Werner von Moltke die Medaillen und die „Kuhglocke“ übergeben hatte, tanzten die Friedrichshafener Spieler durch die Halle. Zuvor hatten sie schon ihren Trainer in die Luft geworfen und sich mit ihm gefreut.

Für die Mannschaft stand nach dem Abendessen im Hotel gleich die Heimfahrt nach Friedrichshafen an. Viel Zeit zum Feiern bleibt nicht, denn am Mittwoch, 4. Februar, 20.15 Uhr empfängt der VfB das Team von Odintsovo Moskau zum Champions League Spiel in der Arena Friedrichshafen. Dann lassen die frisch gebackenen Pokalsieger die Kuhglocke noch einmal vor heimischem Publikum klingeln. Außerdem haben sie für die Zuschauer noch eine Überraschung parat.

Samstag, 31. Januar 2004
Halbfinale:
VfB Friedrichshafen - Maoam Mendig: 3:0 (25:15, 25:23, 25:21)
VV Leipzig - SCC Berlin: 0:3 (12:25, 18:25, 19:25)
Sonntag, 1. Februar 2004
11 Uhr: Spiel um Platz 3
VV Leipzig - Maoam Mendig (21:25, 25:17, 22:25, 25:18, 19:17)
13.30 Uhr: Finale
SCC Berlin - VfB Friedrichshafen: 2:3 (27:25,23:25, 18:25, 25:19, 12:15)

 

Deutschland - SSV Ulm-News 

Montag. 02. Februar 2004

Ulm: Weiter auf Erfolgsspur

Die Frauen des SSV Ulm Aliud Pharma bleiben weiter in der Erfolgsspur. Gegen den VfB Suhl kam die Mannschaft des amtierenden Deutschen Meisters am gestrigen Abend vor 1000 Zuschauern zu einem 3:1-Sieg (25:16, 25:18, 32:34, 25:19). Damit haben die Volleyballerinnen gezeigt, dass sie auch in der Lage sind, die Umstellung von Europapokal zurück zur Bundesliga ohne größere Probleme zu bewältigen. Angesichts der Tatsache, dass es nach den Partien gegen Madeira zu Niederlagen in der Bundesliga und dem DVV-Pokal kam, war die Anspannung auf Ulmer Seite doch beträchtlich. Schliesslich war mit dem VfB Suhl der Tabellenvierte aus Thüringen zu Gast, der dem SSV eine der beiden Niederlagen in der Bundesliga zufügen konnte.

Wie in den vergangenen Partien vertraute Trainer Mathias Eichinger seiner zuletzt so erfolgreichen Startsechs: Tanja Hart auf der Zuspielposition, Nathalie Dambendzet und Verena Veh im Mittelblock, Sabrina Roß auf der Diagonalposition und Saara Loikkanen mit Alice Blom auf Außen, sowie Elke Wijnhoven als Libero. Diese Sechs begannen die Begegnung hochkonzentriert. Die Annahme stand stabil und damit hatte Tanja Hart die Möglichkeit, aus dem großen Repertoire an Angriffsvariationen die erfolgversprechendeste zu wählen. Dies gelang der seit Wochen in bestechender Form spielenden Hart sehr gut und damit konnte Eichingers Team fast aus jeder Annahme heraus punkten. Aber auch Suhl begann stark und deshalb verlief der Beginn der Partie ausgeglichen.

Erst als es Ulm gelang, mit taktisch gut geschlagenen Aufgaben das gegnerische Spiel einzuschränken, kam die Blockstärke zum Tragen und der SSV setzte sich mit vier, fünf Punkten ab (9:5). Beim Stand von 17:12 brachte Eichinger Bettina Stumpf für Sabrina Roß und als Alice Blom anschliessend mit starkem Service von 17:13 auf 21:13 erhöhte, war der erste Satz gelaufen. Danach passierte nichts besonderes mehr und nach dem Punkt zum 25:16 wurden erstmals die Seiten gewechselt. Im ersten Satz überzeugten alle Angreiferinnen gleichermaßen und mit der guten Vorstellung entspannten sich auch die Mienen bei Ulms Spielerinnen merklich.

Den zweiten Abschnitt begann der Coach mit derselben Startaufstellung und auch der Spielverlauf war ähnlich dem des ersten Satzes. Zunächst hielt der VfB gut mit, aber ab dem 8:7 für Ulm drehten die SSV-Damen wieder auf. Über 11:9 zogen sie auf 14:10 davon. Bei 12:10 brachte Eichinger wieder Stumpf, in diesem Fall aber für Saara Loikkanen. Beim 16:12 Zwischenstand folgte ihr Steffi Lehmann auf's Parkett und ersetzte Sabrina Roß. Wichtige Einwechslungen für die jungen Spielerinnen, die damit erkennen, dass sie inzwischen echte Alternativen in jeder Situation sind. Auch in der veränderten Aufstellung fand die starke Darbietung von ulm ihre Fortsetzung und über 19:15 und 22:16 ging es souverän dem Satzende entgegen. Auch den zweiten Durchgang gewann Ulm somit deutlich mit 25:18

Auch den dritten Satz begann der Trainer wieder mit den "älteren" Spielerinnen beim SSV, nur Verena Veh bekam ein Päuschen und wurde von .Norisha Campbell ersetzt. Zunächst wieder das vertraute Bild, Suhl hielt kurze Zeit dagegen, aber als Sabrina Roß beim 5:5 mit einer kuriosen Aufschlagserie (4 Netzroller) den Druck auf den VfB Suhl erhöhte, wurde aus dem 5:5 ein 11:5 für Ulm. Bei 12:6 brachte Eichinger erneut Lehmann, in diesem Fall für Saara Loikkanen, was eindrucksvoll die Variabilität der jungen Spielerinnen belegt, die sehr universal einsetzbar sind. Im weiteren Verlauf dieses Satzes wurde bei Ulm die Konzentration immer mehr von Lockerheit verdrängt.

Aber nicht von leistungsfördernder, sondern von einer Lockerheit, die stark an der nötigen Spannung zehrte. Besonders im Annahmebereich zeigte sich dies deutlich. Dazu kam eine große Anzahl von leichten Angriffsfehlern und die logische Folge war, dass Suhl wieder zurück in die Partie fand. Bei 21:21 war die Begegnung wieder offen und bei Ulm hatte ein wenig die Müdigkeit eingesetzt, die aus den vergangenen Tagen resultiert. Der weitere Satzverlauf war von Ulmer Seite ein angestrengter Versuch, wieder in den Rhythmus zu kommen und trotz allem schaffte es das Team, bis zum Satzende eng am VfB Suhl zu bleiben. Zwischenzeitlich waren beim 19:16 noch Bettina Stumpf für Sabrina Roß und bei 20:19 Verena Veh für Nathalie Dambendzet gekommen. Veh zeigte im folgenden Verlauf als fleissige Punktesammlerin und hielt Ulm in der Partie. Bei 23:24 und Satzball für Suhl brachte Eichinger Roß wieder auf's Feld zurück und nach dem von Veh abgewehrten Satzball sollte Petra Kosnic mit ihrem guten Service den entscheidenden Vorteil bringen. Dies gelang nur teilweise, zumindest hatte sie dem SSV den kleinen Vorteil erarbeitet, einen Punkt und somit Matchball voraus zu sein. 

Nach drei vergeblichen Versuchen, erzwang Suhl diesen Vorteil für sich und scheiterte ebenfalls drei Mal. Beim 32:31 wieder die Chance für Ulm, und nach schlechtem Aufbau bei Suhl schien das Ende der Partie gekommen. Unglücklicherweise entschied sich dann Alice Blom zu einem unnötigen Blocksprung und fälschte dabei den leichten Ball unerreichbar für ihre Mitspielerinnen ab, nichts war es mit dem 3:0. Danach ging es schnell, zwei weitere Punkte für Suhl und der dritte Durchgang war mit 32:34 verloren. Mathias Eichinger sprach danach vom ersten Satz im bisherigen Saisonverlauf, den der SSV mehr oder weniger verschenkt hat.

Vor allem mit der vergebenen Chance am Ende haderte der Trainer und da Blom zuvor im dritten Satz einige weitere unnötige Fehler gemacht hatte, behielt er sie für den vierten Durchgang zunächst auf der Bank. Ansonsten wieder alles bei den "Alten". Die Ulmer Mannschaft begann diesen Satz wieder von Beginn an konzentriert und setzte sich früh vom Gegner ab. Über 6:4, 9:6 und 14:9 erarbeitete sich das Team einen komfortablen Vorsprung und war sichtlich nicht gewillt diesen nochmals abgegeben. Bei 17:13 kam Alice Blom für Sabrina Roß zurück auf's Feld, bei 23:18 brachte Eichinger nochmals Stumpf für Loikkanen. Souverän wie in den ersten beiden Durchgängen kontrollierte Ulm diesen vierten Satz und das 25:19 war die logische Konsequenz.

Mit diesem insgesamt starken Auftritt bleiben die SSV-Damen weiterhin an der Tabellenspitze, auch wenn ein Satz verloren ging. Mathias Eichinger war mit dem Spiel deshalb auch zufrieden, da er die vergangenen Belastungen einzuschätzen weiß. Froh ist der Trainer in gewisser Weise auch über das kommende freie Wochenende, an dem der neue Pokalsieger ausgespielt wird. Natürlich hätte er gerne den Titel verteidigt, aber die Möglichkeit nochmals Kraft zu tanken, kann sich noch als sehr wertvoll erweisen. In zwei Wochen steht dann in der Bundesliga das Gipfeltreffen zwischen dem USC Münster und dem SSV Ulm Aliud Pharma an. Mit hoffentlich vielen Anhängern aus Ulm kommt es bei diesem "jungen" Klassiker zu einer Generalprobe für das Top Teams Cup-Halbfinale.

 

Deutschland - DVV-News 

Montag. 02. Februar 2004

Zwei eventuelle Regeländerungen werden in Dessau getestet!

Der Internationale Volleyball-Verband FIVB prüft zur Zeit, ob es in Zukunft Regeländerungen im Volleyball geben wird. Diese würden frühestens 2008 Anwendung finden.

Zwei der eventuellen Neuerungen werden auch in Dessau beim Pokalfinalturnier der Männer getestet.

1) Der Zeitpunkt, an dem die Spieler auf dem Feld ihre Positionswechsel vornehmen können/dürfen, ändert sich. War bisher der Ballkontakt beim Aufschlag ausschlaggebend, so ist es nun der Pfiff des Schiedsrichters. D.h. sobald der Schiedsrichter zum Aufschlag anpfeift, dürfen die Spieler ihre Positionswechsel auf dem Feld einnehmen.

2) Der sogenannte „Halteball“ wird nicht mehr als „Doppelfehler“, als Wiederholung abgepfiffen. Der Schiedsrichter lässt weiterspielen. Beim „Halteball“ drücken zwei Spieler, je einer aus jeder Mannschaft, über der Netzkante den Ball gegeneinander.

Die Akteure finden die Regelung mit dem Positionswechsel nicht schlecht, „auch wenn man dies über einen längeren Zeitraum testen muss, um konkret zu sagen, das ist gut“, so Berlins Trainer Mirko Culic. Alle, wie beispielsweise Leipzigs Kapitän Lutz Mühlisch, betonten, dass es insbesondere für die Zuspieler eine Erleichterung sei, da sie nun frühzeitig ihre Position einnehmen könnten und nicht so unter Zeitdruck ständen.

 

Deutschland - www.volleyballer.de  

Montag. 02. Februar 2004

Aachen siegt in Parchim 3:2

Ohne Außenangreiferin Katja Nießen machte die Alemannia sich heute morgen auf den Weg zum Bundesliga-Spiel nach Parchim. Katja hatte sich im letzten Spiel gegen CVJM Hamburg das Knie verdreht. Die ernüchternde Diagnose: Kreuzbandriss und weitere Verletzungen im Knie. Als Ersatz für Katja ist kurzfristig Marion van Marwick aus der Zweitvertretung (Oberliga) ins Team gerückt.

1. VC Parchim gegen Alemannia Aachen, Tabellendritter gegen den Zehnten, 20:12 Punkte gegen 12:16 Punkte, das sagt alles. Zudem ging das Hinspiel auch noch mit 3:0 an Parchim (-23, -17, -23). Seit dem Hinspiel hat die Alemannia sich aber deutlich verbessert und Parchim, Nachwuchsschmiede des Erstligisten Schweriner SC, schwächelte zuletzt, leistete sich unter anderem eine Niederlage gegen den Köpenicker SC – mit ein Grund, warum die Alemannia nicht mutlos in den Nord-Osten der Republik reiste.

Erstmals in der Geschichte des Alemannia-Volleyballs erfolgte die Reise zum Auswärtsspiel mit dem Flugzeug. Und der Aufwand hat sich gelohnt – im besten aller bisherigen Spiele geht die Alemannia verdient als Sieger vom Feld.

Hellwach und ausgeschlafen ging die Alemannia das Spiel an, setzte den Gegner von Beginn an mit starken Aufschlägen unter Druck. Die junge Mannschaft aus Parchim zeigte sich beeindruckt, konnte ihre gefürchtete Qualität im Angriff nicht entwickeln. Mit 25:15 überfuhr die Alemannia den Gegner geradezu.

Doch es wäre nicht die Alemannia, wenn eine derartige Leistung konstant gebracht würde. Umgekehrte Vorzeichen in Satz 2, den Parchim klar mit 25:17 für sich entscheiden konnte. Die Aachenerinnen steckten aber nicht auf und waren zu keiner Zeit chancenlos. Deshalb entwickelte sich in der Folge ein Spiel auf hohem Niveau, das die großartige und lautstarke Kulisse mit zahlreichen Trommlern in der Parchimer Halle begeisterte. Natürlich war die Alemannia am Ende wegen des Ergebnisses noch etwas begeisterter.

Ausgeglichen verliefen die Sätze 3 und 4, wobei die Alemannia sich auch vom zwischenzeitlichen 1:2-Satzrückstand nicht beeindrucken ließ, sondern ihr Spiel konsequent durchzog. Basierend auf einer guten und stabilen Annahme konnte im Angriff oft das erwünschte schnelle Spiel aufgezogen werden, das den Angreiferinnen ein ums andere Mal gute Optionen eröffnete. Andererseits zeigten die mutig und mit hohem Risiko geschlagenen Aufschläge weiter Wirkung, so dass sich der Aachener Block und die Feldverteidigung Respekt verschaffen konnten. Nach verteiltem Spiel in den Sätzen 3 und 4 musste der fünfte Satz entscheiden.

In diesem Satz geriet die Alemannia schnell auf die Verliererstraße: Klarer Fehlstart in den entscheidenden Satz mit 0:4. Wie Phoenix aus der Asche tauchte Aachen dann wieder auf und ging mit einer 6-Punkte-Serie mit 6:4 in Führung, um dann beim Seitenwechsel mit 8:7 knapp zu führen. Doch danach gerieten die Aachenerinnen wieder ins Hintertreffen und bei 12:14 hatte Parchim zwei Matchbälle (wurden Erinnerungen an Obernkirchen wach?), die die Alemannia jedoch abwehren konnte (scheinbar nicht). Der erste eigene Matchball wurde dann konsequent zum vielumjubelten Sieg verwandelt.

Mit diesem Sieg konnte die Alemannia sich auch endlich in der Tabelle um einen Platz verbessern und hat endgültig den Anschluss ans Mittelfeld geschafft und das nächste Heimspiel gegen den USC Münster (Samstag, 14.02.03, 18:00 Uhr) steht nun unter anderen Vorzeichen.

 

Deutschland - Die Tageszeitung 

Montag. 02. Februar 2004

VC-68-Frauen verlieren weiter

Mit einem klaren 0:3-Ergebnis (14:25,19:25, 21:25) haben die Volleyball-Frauen des Berliner VC 68 am Samstag in der Bundesliga beim Dresdner SC verloren. Ihre 13. Niederlage stand bereits nach 61 Minuten fest. Damit bleiben die Berlinerinnen mit einer bisherigen Bilanz von 4:26 Punkten weiter im Tabellenkeller. Trotz deutlicher Nachteile vor allem im Angriffsdruck attestierte Berlins Trainer Michael Merten seiner Mannschaft ein "ansprechendes Spiel mit einer Steigerung in vielen Belangen gegenüber der letzten Heimpartie gegen Schwerin". Erstmals konnte VC 68 mit 12 Spielerinnen antreten, weil Kooperationspartner VC Olympia drei Aktive zur Verfügung stellte.

 

Deutschland - Die Tageszeitung 

Montag. 02. Februar 2004

SCC Berlin kriegt keinen Pokal

Der amtierende Deutsche Meister SCC Berlin kam ohne den Pokal des Deutschen Volleyball-Verbandes nach Hause. In einem packenden Finale mussten sich die Berliner dem VfB Friedrichshafen geschlagen geben. Pokalverteidiger Friedrichshafen setzte sich in Dessau nach 116 Minuten vor 2.360 Zuschauern mit 3:2 (25:27, 25:23, 25:18, 19:25, 15:12) durch. Mit dem sechsten Pokalsieg seit 1998 - lediglich der SCC unterbrach die Siegesserie im Jahr 2000 - ist die Mannschaft Rekordgewinner des DVV-Pokals. Erfolgreicher als die Friedrichshafener sind nur noch die Spieler von der HSG Karlshorst, die siebenmal den DSVB-Pokal der DDR gewannen. Den dritten Platz belegte am Sonntag der VV Leipzig nach einem 3:2 über Maoam Mendig.

 

Deutschland - Heilbronner Stimme 

Montag. 02. Februar 2004

SV Sinsheim lüftet das Bank-Geheimnis

Das "Bank-Geheimnis" ist gelüftet: Waldemar Borgert darf weiter auf der Trainerbank des Volleyball-Zweitligisten SV Sinsheim sitzen. "Nach vielen Gesprächen und Anfragen wurde nun eine interne Lösung gefunden", sagt Abteilungsleiter Heinz Stegmaier.

Die Würfel sind gefallen: Interimstrainer Waldemar Borgert wird die Zweitliga-Volleyballerinnen des SV Sinsheim bis zum Saisonende betreuen. Dies gab der SVS gestern am späten Abend in einer Pressemitteilung bekannt. Borgert habe den "Vorstand durch seine Arbeit überzeugt ". Er kenne die Spielerinnen sehr gut und genieße deren Vertrauen.

"Kein Zweifel besteht, dass Borgert das fachliche Rüstzeug für diese Aufgabe mitbringt. Dafür sprach auch, dass die Mannschaft die ersten drei Rückrundenspiele, die unter seiner Leitung bestritten wurden, gewonnen hat." Ziel sei nun, "sich sehr lange oben unter den ersten Drei zu halten und die Meisterschaftsfrage offen zu gestalten".

Das Rennen um den Titel in der 2. Bundesliga ist seit Samstag spannender denn je. Nach der 1:3-Niederlage des VC Wiesbaden gegen den VC Muldental Grimma liegen drei Teams punktgleich an der Tabellenspitze - unter anderem der SV Sinsheim. Dass es für ganz nach vorne reicht, glauben die Verantwortlichen des SV Sinsheim allem Anschein nach nicht.

"Das Saisonziel, unter die ersten sechs Mannschaften zu kommen, müsste noch erreichbar sein", heißt es in der Pressemitteilung etwas vorsichtig. Über die "weitere Trainerfrage für die Saison 2004/2005" werde dann im Frühjahr entschieden.

"Natürlich ist Waldemar Borgert, wenn er im weiteren Verlauf dieser Saison das Vertrauen rechtfertigt und anschließend die Prüfung zum A-Lizenz-Trainer besteht, für den Verein der erste Ansprechpartner in dieser Frage."

(esc)

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Montag. 02. Februar 2004

3:1: MTV-Volleyballer erobern Spitze zurück

Hobbie setzt Signal: "Jetzt reicht`s!"

Hildesheim (tbr). Die Volleyballer des MTV 48 Hildesheim haben die Tabellenspitze in der 2. Liga Nord zurück erobert. Gestern schlugen sie im Spitzenspiel die Netzhoppers Königs Wusterhausen mit 3:1 Sätzen. Der bisherige Tabellenführer Moerser SC verlor in Bocholt mit 2:3.

Bevor der Sieg feststand, schickten die 48er die 300 Zuschauer in der RBG-Sporthalle allerdings durch ein Wechselbad der Gefühle. Nach dem souverän gewonnenen ersten Satz (25:20) hatte es zunächst den Anschein, als hätten die Gastgeber alles im Griff. Der Abwehrblock stand und insbesondere die Außenangreifer Roman Kammer und Matthias Hoffmann holten mit geradlinigen Angriffsbällen wichtige Punkte.

Im zweiten Satz lief bis zum 8:7 alles nach Plan, aber danach riss der Faden im Spiel der 48er. Plötzlich klappte bei den Hausherren nichts mehr - und den Netzhoppers gelang fast alles. Gästeangreifer Sebastian Paul brachte seine Farben per Doppelschlag mit 13:9 in Front. Auch Henning Machtens konnte das Ruder nicht mehr herumreißen. Der zweite Durchgang ging klar mit 25:16 an die Hoppers. Aber die Zeit des MTV-Kapitäns sollte noch kommen.

Im dritten Abschnitt verfinsterten sich die Mienen im MTV-Lager zunächst noch mehr. Jetzt machte sich das urlaubsbedingte Fehlen von Libero Kai Bode bemerkbar. Und natürlich auch die führende Hand von Trainer Walther Hoch, der beruflich verhindert war und seine Schützlinge in diesem so wichtigen Match nicht betreuen konnte.

Aushilfscoach Sven Willenbruch versuchte alles. Er nahm Auszeiten, brachte vorübergehend Frank Pawla für den keineswegs enttäuschenden Stefan Teumer in der Zentralposition. Doch die Maßnahmen verpufften. Beim Stand von 8:16 aus Hildesheimer Sicht schien auch dieser Durchgang verloren.

Aber dann hatte MTV-Mittelblocker Lars Hobbie die Nase voll. "Jetzt reicht`s!", rief er durch die Halle. Das war das Signal zur Aufholjagd. Hobbie selbst brachte seine Mannen mit harten Aufschlägen und guter Blockarbeit wieder heran. Zunächst hieß es 12:17, dann 18:20 - und als Henning Machtens zum 21:21 ausglich, brandete lautstarker Jubel auf.

Erst Jubel, dann Stille

Totenstille nur wenig später. Die 48er leisteten sich drei überflüssige Fehler in Folge - und die Netzhoppers hatten drei Satzbälle. Aber nun zeigten auch die Gäste plötzlich Nerven. Selbst die klarsten Chancen konnten sie nicht verwerten, schlugen den Ball planlos ins "Aus". "Da hatten wir echt Glück", meinte Lars Hobbie nach dem Match. Ihm blieb es schließlich vorbehalten, diesen dramatischen Satz mit einem Aufschlag zum 29:27 zu beenden.

Jetzt brach sie an, die Zeit von Teamkapitän Henning Machtens. Mit unwiderstehlichen Schmetterbällen hielt er seine Mannschaft im Spiel, denn die Gäste leisteten weiterhin hartnäckigen Widerstand. Dabei bedienten sie sich nicht immer fairer Mittel. Sie provozierten ihre Gegenspieler und stellten wiederholt die Entscheidungen der Schiedsrichter in Frage.

Es wurde verbissen gekämpft - und beim Stand von 21:22 schielten die MTV-Anhänger abermals sorgenvoll zur Anzeigetafel. Allerdings hatte sich Machtens jetzt so richtig warm geschossen. Da konnten sich die Netzhoppers noch so strecken, gegen "Jettes" Hammerschläge war kein Kraut gewachsen. Den ersten Matchball wehrten sie noch ab, aber dann war es um die Gäste geschehen. Nach eineinhalb Stunden Spielzeit krachte der zweite Matchball unerreichbar ins Feld. Der Absender? Na, wer schon?

Henning Machtens (MTV-Kapitän): "Dieses Spiel war wieder einmal reine Kopfsache. Im dritten Satz hatten wir eine sehr kritische Phase, aber wir haben sie überstanden und sind wieder zurück ins Spiel gekommen." 

Alexander Schnipkoweit (MTV-Mittelblocker): "Die Netzhoppers sind ein unbequemer Gegner. Diese Partien sind immer sehr emotionsgeladen. Im Kampf um Platz zwei war der Sieg natürlich eminent wichtig."

 

Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung 

Montag. 02. Februar 2004

3:0 - Aufatmen beim TSV Giesen

Giesen (tbr). Großes Aufatmen bei den Zweitliga-Volleyballern des TSV Giesen. Nach drei Niederlagen in Folge gelang endlich wieder ein Sieg. Und ein sehr souveräner dazu. Beim klaren 3:0 ließen die Giesener den Volley Tigers aus Ludwigslust nicht den Hauch einer Chance.

Mit Wut im Bauch waren die TSVer in dieses Match gegangen, denn das Hinrundenspiel hatten sie verloren. Die Revanche gelang eindrucksvoll. Vor 200 Zuschauern waren die Gastgeber auch ohne David Klemperer, Niklas Rademacher und Halim Nouali jederzeit Herr in eigener Halle.

Der Grundstein zum Erfolg wurde in der Abwehr gelegt. Der Block stand, der erste Satz ging mit 25:20 an den TSV. Auch im zweiten Abschnitt setzten sich die Giesener ab - und behielten mit 25:19 die Oberhand.

Im dritten Satz kamen die Gäste noch ärger unter die Räder. Angetrieben vom starken Srdan Popovic brachte der TSV auch diesen Durchgang (25:17) und damit das Match nach Hause. Damit hat Giesen sein Punktekonto ausgeglichen (16:16) und steht im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Montag. 02. Februar 2004

VVL: Erst Angsthasen, dann Kämpfer

Dessau. Drei Matchbälle musste der VVL abwehren und 128 Minuten lang fighten, bis er mit seinen 200 Fans jubeln durfte: Durch ein 3:2 über Maoam Mendig (21:25, 25:17, 22:25, 25:18, 19:17) holten sich die Leipziger Volleyballer zum vierten Mal in Folge die Bronzemedaille bei der deutschen Pokal-Endrunde. Im anschließenden Finale bezwang der VfB Friedrichshafen vor 2360 Zuschauern in der Dessauer Anhalt Arena den SCC Berlin ebenfalls 3:2.

Ungetrübt war die Freude bei den Leipzigern jedoch nicht. Die 0:3-Pleite im Halbfinale gegen Meister Berlin lag ihnen noch schwer im Magen. Das 12:25, 18:25 und 19:25 kam einer Arbeitsverweigerung gleich. Trainer Zoran Nikolic ("Eine Klatsche, wir sind Angsthasen") war so angefressen, dass er die Pressekonferenz schwänzte: "Was soll ich denn dort sagen? Ich musste fast alle Schlüsselspieler auswechseln, fragen Sie doch die." Präsident Olaf Zimmer marschierte frustriert aus der Halle. "Wer so schlecht spielt, wird eben vorgeführt, da stimmte gar nichts", meinte der VVL-Chef nachdenklich.

Kapitän Lutz Mühlisch, der sich wenigstens gegen die Niederlage gewehrt hatte, listete nüchtern die Defizite auf: "Die Annahme fand nicht statt, der Aufschlag kam nicht, wir hatten viele Ausfälle, Leistungsträger sind weggebrochen." Noch schlimmer fand der 33-Jährige die Tendenz der letzten Wochen. "Je länger die Saison dauert, desto mehr ziehen sich einige zurück, die Formkurve zeigt nach unten." Mühlisch mochte nicht ausschließen, dass ein Teil des Teams gegen den Trainer gespielt hatte: "Manchmal habe ich das Gefühl. Heute sah es jedenfalls so aus."

Jure Kvesic wollte das nicht bestätigen. "Aber einigen fehlt der Respekt vor ihrem Beruf", glaubt der VVL-Regisseur, "wir haben viele Spieler, aber nur wenige richtige Sportler, richtige Kämpfer." Bezeichnend: Der 17-jährige Dirk Binsch war noch der beste Leipziger, feuerte seine Kollegen an, bewies Mut und Risikobereitschaft. "Ich hatte keine Angst, habe das gemacht, was ich kann", sagte der Abiturient. Binsch trainiert nur viermal in der Woche (die anderen zehnmal) und war vor der Endrunde 14 Tage krank.

Eine Krisensitzung gab's nach dem Debakel nicht. Manager Frank Thiele fuhr mit Mühlisch, Kvesic und Binsch zum Leipziger Sportlerball, wo die Volleyballer als zweitbeste Mannschaft des Jahres 2003 ausgezeichnet wurden, der Rest des Teams besuchte kurz die traditionelle Fan-Party. Was die Spieler hier wie dort hörten, kratzte offenbar an der Ehre.

Gestern lief ein anderer VVL auf. Einer, der nie aufgab, einen zweimaligen Satzrückstand aufholte und erstmals in dieser Saison einen Tie-Break gewann. Mit einem Armin Dewes, der nach "desolater Vorstellung am Sonnabend" (Dewes über Dewes) in Block und Aufschlag glänzte, mit druckvollen Außenangreifern Dejan Stankovic und Haroldas Cyvas, mit einem überragenden Mühlisch, der selbst bei Matchbällen des Gegners wuchtige Sprungaufgaben wagte. "Das war kämpferisch okay und ordentlicher Volleyball, mit dieser Leistung können wir in die Abstiegsrunde gehen", erklärte der Kapitän.

"Endlich hat sich die Mannschaft mal zusammengerissen", sagte Kvesic, "diesen Impuls haben wir gebraucht." Seine Kritik nahm der Zuspieler aber nicht zurück: "Gegen Teams wie Mendig können wir mithalten, gegen stärkere nicht." Zoran Nikolic war trotzdem erleichtert - und stellte sich auch wieder den Medien. "Ein ganz wichtiger Sieg für die Zukunft", sagte der Trainer. Wir werden sehen.

Steffen Enigk

 

Deutschland - Neue Ruhreitung 

Montag. 02. Februar 2004

Bittere Pille für den MSC

"Adler" kassieren überraschende Niederlage beim TuB Bocholt.

Entscheidende Wochen wollte Volleyball-Zweitligist Moerser SC auf dem Weg ins Oberhaus in Angriff nehmen. Gestern musste das Team von Trainer Igor Arbutina aber eine bittere Pille schlucken. Im Derby beim TuB Bocholt unterlag der Tabellenführer vor knapp 300 Zuschauern mit 2:3 (22:25, 25:22, 20:25, 25:17, 19:21).

Der MSC begann mit Huib den Boer als Zuspieler, Jan-Pieter Waale und Teodor Hirs im Außenangriff, den Mittelblockern Marijo Ramadza und Georgely Mondi, Diagonalspieler Georg Grozer und Libero Dejan Jazic. In der Anfangsphase hatten die Gäste mit der niedrigen Hallendecke zu kämpfen. Außerdem machten sich die "Adler" mit Fehlern das Leben schwer. Schwächen in Annahme und Block traten auf, und auch im Zuspiel gelang - trotz des Wechsels von den Boer zu Torben Tidick - nur wenig.

Ganz anders spielten die Gastgeber. Sie zeigten viel Kampf und waren im Block überragend. Konsequenz war der Gewinn des ersten Satzes. Zwar nahm Moers im zweiten Durchgang das Heft in die Hand und gewann diesen verdient, aber danach ließ der MSC nach. Eine Moerser 6:4-Führung drehten die Gastgeber in einen 11:8-Vorsprung um, bauten diesen aus und fuhren den Satz souverän ein.

Für den Satz-Ausgleich sorgte dann Georg Grozer. Der Moerser Angreifer eröffnete mit zwei Assen und zeigte weitere gute Aufschläge. Gleichzeitig ließen bei Bocholt die Kräfte nach. Moers zog auf 20:11 davon und war wieder im Rennen. Im umkämpften Tie-Break konnten die Hausherren sich wieder steigern. Moers führte zwar mit 9:8 und 15:13, gab den Vorsprung aber ab und musste mit ansehen, wie Jan Wissen den Matchball für Bocholt verwandelte.

"Gegen Bocholt tun wir uns immer schwer, das hat man schon beim 3:2 im Hinspiel gesehen", resümierte MSC-Abteilungsleiter Heinz Reintges. "Mit der unorthodoxen Spielweise des TuB kommen wir nicht zurecht. Außerdem hatten einige unserer Spieler heute einen schwachen Tag erwischt, so dass die Niederlage auch verdient ist."

(BB)

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 02. Februar 2004

Nach 0:2 hat's doch noch klick gemacht

SSC-Volleyballerinnen schlagen Braunschweig im Tiebreak

Schwerin Wie schwer es ist, sich auf den Bundesliga-Alltag zu konzentrieren, wenn eine Woche später das sportliche Highlight der Saison mit dem Pokalfinalturnier vor heimischem Publikum steigt, zeigten am Sonnabend Schwerins Volleyballerinnen. Das Team von Tore Aleksandersen gewann die Generalprobe nur knapp gegen den USC Braunschweig mit 3:2 (-24, -15, 18, 14, 6).

"Wir sagen zwar immer, wir dürfen keinen Gegner unterschätzen. Aber wir hatten wohl im Hinterkopf, was soll da schon passieren?, zumal wir in Braunschweig ja gewonnen hatten. Man hat gesehen, dass so was hätte voll daneben gehen können", erklärte SSC-Zuspielerin Linda Dörendahl.

Die SSC-Damen schlugen zu Beginn der Partie Angriffe und Aufschläge ins Aus bzw. Netz, die Annahme war alles andere als gut. So lagen sie 10:13 zurück. So richtig kamen sie nicht in Tritt, im Angriff fehlte einfach die Durchschlagskraft. Beim 24:22 hatte Schwerin zwar zwei Satzbälle. Doch kein Block, keine Feldabwehr war auf Seiten des SSC zu sehen. Als Nationalspielerin Anika Schulz ins Aus zog, war der Satz gar mit 24:26 weg.

Wer dachte, Schwerin würde jetzt aufwachen, sah sich enttäuscht. Im zweiten Durchgang deklassierte Braunschweig gar die Gastgeberinnen. Allen voran hauten Brigitta Katona und Maja Pachale den SSC-Damen die Angriffe um die Ohren. Der USC hatte leichtes Spiel, da der SSC sich noch nicht einmal aufbäumte - 1:8, 6:16, 8:20, 15:25 und damit 0:2-Satzrückstand!

Auch der dritte Abschnitt begann wenig verheißungsvoll: 3:8. Das Team um Kapitän Jana Müller riss sich dann doch zusammen. Beim 9:9 war der SSC endlich im Match. Bis zum 16:18 ging's hin und her. "Da hat es bei uns klick gemacht", so Jana Müller, die sich wie ihre Teamkolleginnen steigerte und beim USC offenbar die Kräfte schwanden. "Ich hatte immer ein gutes Gefühl. Wir brauchten nur zwei, drei Minuten, um das Spiel unter Kontrolle zu bekommen", so der SSC-Trainer. Er wollte nicht von Unterschätzung des Gegners sprechen aber davon, dass "wir ohne Respekt gegenüber dem Gegner gespielt haben". Braunschweig gelang in Satz drei kein Punkt mehr: 25:18.

Fortan hatte Schwerin den Gegner im Griff, der immer mehr Fehler produzierte. Auch als USC-Coach Timo Schröder Mitte des vierten Satzes Brigitta Katona, Joscelyn Hannaford, Jana Ulrich und Maja Pachale vom Feld nahm, um mit seinem ersten Sechser im Tiebreak noch zum Erfolg zu kommen - es half nichts. Schwerin zog durch. "Im vierten und fünften Satz hatten wir keine Chance mehr", gab Schröder zu. "Das ist für unser Selbstvertrauen gut", meinte hingegen der SSC-Coach, auch in Hinblick darauf, dass er ab heute im Training die volle Konzentration auf die Pokal-Endrunde richten kann und nicht erst noch Aufbau-Arbeit leisten muss.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 02. Februar 2004

Neustadt-Glewe: Tür zur 2. Liga weit offen

SV Neustadt-Glewe - TSV Glinde 3:0 (18, 23, 15)

Neustadt-Glewe Die nächste Etappe auf dem Weg zurück in die zweite Bundesliga ist bewältigt: Die Damen des SV Neustadt-Glewe setzten sich in heimischer Halle gegen den TSV Glinde klar in drei Sätzen durch und blieben damit auch im 13. Meisterschaftsspiel ungeschlagen.

Vor der Partie war eine gewisse Anspannung zu verspüren. Immerhin hatten die Gäste in der Vorwoche dem Tabellenzweiten, der VG Elmshorn, mit 3:0 das Nachsehen gegeben.

"Wir waren richtig gut drauf, und außerdem hat Elmshorn immer schon von vorn herein Schiss, wenn sie gegen uns spielen", erklärte Claus-Rainer Groß die unerwartete Schützenhilfe. Und Glindes Trainer ergänzte: "Der Neustädter Sieg heute geht auch in dieser Höhe vollkommen in Ordnung. Ich wünsche der Mannschaft viel Glück in der zweiten Liga."

Immerhin hatten sich seine Damen zuvor fast eine Stunde lang gegen die Niederlage gewehrt. Der Tabellenführer wurde im ersten Satz seiner Favoritenrolle gerecht. Ohne spielerisch sonderlich zu glänzen, setzte man den Gegner nach ausgeglichener Anfangsphase (6:6) oft schon mit Aufschlägen so unter Druck, dass Glinde nur selten zu einem kontrollierten Angriffsaufbau kam. Die Folge war ein 25:18.

Im zweiten Satz schienen sich die Fortschrittlerinnen ihre schon obligatorische Auszeit zu nehmen. Die Fehler häuften sich, sowohl in der Annahme als auch im Angriff. Blockarbeit und Feldabwehr funktionierten nicht, und so sah man sich unverhofft einem 10:17 gegenüber. Es sprach für das Selbstvertrauen der Mannschaft, dass man beim 19:19 wieder dran war und den scheinbar aussichtslosen Rückstand noch in ein 25:23 verwandelte. Allerdings half Glinde dabei auch tatkräftig mit (O-Ton Groß: "Die Kommunikation auf dem Feld stimmte bei uns gerade in dieser Phase absolut nicht."

Was folgte, war reine Formsache. Die Gäste glaubten nicht mehr an eine Überraschung, und der Spitzenreiter spulte sein Programm jetzt ziemlich routiniert herunter (25:15).

Trotz des ungefährdeten Sieges zeigte sich der Neustädter Trainer Oliver Dunkel nicht zufrieden. "Es herrschte ein ziemliches Durcheinander auf dem Feld." Er räumte allerdings ein, diesen Umstand zu einem Großteil auf seine Kappe nehmen zu müssen. Im Bestreben, die noch angeschlagenen Spielerinnen, Annika Munsch und Angelika Schallhorn, nicht überzustrapazieren, wechselte er auf praktisch allen Positionen bunt durch.

Darüber hinaus lieferte Dunkel eine recht ungewöhnliche Erklärung dafür ab, warum seine Spielerinnen auf dem Feld nicht immer den ausgeschlafensten Eindruck hinterließen. "Wir waren in dieser Woche alle ziemlich durch den Wind, weil es Apollo so schlecht ging. Das ist quasi unser Mannschaftshund, den alle abgöttisch lieben. Die Mädchen haben zum Teil sogar Nachtwache gehalten. So etwas kann ein Team noch mehr zusammenschweißen." Und das gemeinsame Zittern scheint geholfen zu haben: Apollo, ein achtjähriger Dobermann, ist auf dem Weg der Besserung.

Thomas Willmann

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Montag. 02. Februar 2004

Ist die Luft beim 1. VC raus?

1. VC Parchim - Alemannia Aachen 2:3 (-15, 17, 21, -21, -14)

Parchim Es scheint "der Wurm drin zu sein", in der Bundesligamannschaft des 1. VC Parchim. Gestern Nachmittag "produzierten" die Parchimerinnen gegen den Tabellenzehnten aus Aachen die dritte Niederlage in Folge. Und obwohl der Tie-Break knapp mit 14:16 endete, war der Punktverlust nicht unverdient.

Nach dem Tabellenstand zu urteilen und mit dem 3:0-Hinspielsieg im Gepäck, galten die Parchimerinnen in diesem Zweitligaduell klar als Favorit. Im ersten Satz waren diese Rollen allerdings vertauscht.

Die Alemannia aus Aachen drehte mächtig auf, führte von Beginn an und baute den Punktevorsprung bis zum Ende des ersten Durchganges auf zehn Zähler aus (25:15). Dass hierbei schon einige Bälle hart umkämpft waren, zeigt die Spielzeit von 20 Minuten.

Die Gastgeberinnen besannen sich aber im zweiten Satz auf ihre Stärken und stellten im Schnelldurchgang (16 Minuten) mit 25:17 Satzgleichheit her. Die gezeigte Leistung der VC-Spielerinnen in diesem Satz war allerdings nur ein Aufblitzen. Insgesamt wirkten die jungen Damen ziemlich verkrampft, von echter Spielfreude war nur selten etwas zu sehen.

Bezeichnend für die Leistungsschwankungen im Parchimer Team war der dritte Satz. In den ersten Minuten wurden die Gäste beinahe vorgeführt (7:2). Doch dann verdarben sich die Groß-Schützlinge mit einer Fehlerserie den Vorsprung und mussten am Ende noch um den Satzgewinn zittern (25:21).

Lichtblicke im Team setzten Marieke Ziem (machte die letzten beiden Punkte im 3. Satz) und Claudia Bimberg, die für einige sehenswerte Punkterfolge sorgten.

Im vierten Satz hatte Stützpunkttrainer Dirk Groß schon nach dem ersten Drittel sein Auszeitenkontingent ausgeschöpft. "Ich kann nicht verstehen, dass den eigenen Fehlern auf dem Spielfeld so lange nachgetrauert wird, anstatt sich auf das eigentliche Spiel zu konzentrieren", ärgert sich der Coach. Denn der Unkonzentriertheit folgten ungenügende Vorbereitung in der Annahme und im Abwehrverhalten. Die Gäste profitierten davon mit leichten Punkterfolgen. Die letzten drei Punkte der Aachenerinnen zum 25:21 im vierten Satz waren "Eigentore" der Gastgeberinnen.

Also musste doch wieder der Tie-Break entscheiden. Die VC-Spielerinnen begannen motiviert und führten durch gute Aktionen von Stegemann, Basan und Ziem mit 4:0. Die Gäste kamen durch einen Glücksball zum ersten Punkt und von diesem Zeitpunkt an war das Parchimer Spiel wieder gelähmt.

Der 1. VCP führte nach zerfahrenem Spielverlauf und vielen Zufallsaktionen doch mit 14:12, vermochte aber den Satzball nicht zu versenken. Drei der letzten vier Aachener Zähler gingen wieder auf das Konto der Gastgeberinnen (verschlagene Aufgabe, verschlagener Angriff, Annahmefehler). "Das Spiel sollten wir schnell abhaken", so der kurze Kommentar eines enttäuschten Trainers nach der Partie.

Den letzten Heimauftritt haben die Parchimerinnen am 14. März. Vorher müssen die VC-Damen noch in Emlichheim und beim Detmolder TV antreten.

Thomas Zenker

 

Deutschland - Dresdner Neueste Nachrichten 

Montag. 02. Februar 2004

DSC: Eine Kiste Sekt für Pflichtsieg

Dresden. Die DSC-Volleyballerinnen haben sich am Sonnabend Nachmittag ganz locker eine Kiste Sekt verdient. Allerdings drückte Torsten Uhlig, stellvertretender Abteilungsleiter, der den Schampus spendierte, ein Auge zu. Seine Bedingung hatte eigentlich geheißen: Die DSC-Damen müssen bei einem 3:0-Sieg gegen Berlin-BVC in allen drei Sätzen weniger als 20 Gegenpunkte hinnehmen. Im dritten Abschnitt schafften das die Elbestädterinnen nicht ganz, doch den Sekt gab's trotzdem.

Trainer Arnd Ludwig hatte an diesem 15. Bundesliga-Spieltag einen gemütlichen Nachmittag, verfolgte die Partie seiner Schützlinge gegen den Tabellen-Neunten aus der Haupstadt hauptsächlich von seinem Stuhl aus. Nach nur 61 Minuten hatten die Dresdnerinnen die Gäste aus Berlin deutlich mit 3:0 (25:14, 25:19, 25:21) in die Schranken verwiesen und Platz drei gefestigt. Damit verschafften sich die Dresdnerinnen auch einen freien Sonntag mit Garantie zum Ausschlafen, denn nach einem schwachen Training am Mittwoch hatte Ludwig seinen Damen gedroht: "Für jeden Satzverlust wird am Sonntag eine Stunde trainiert, Beginn sieben Uhr." Der Coach erklärte auch, warum er seinem Team solchen Druck machte: "Ich hatte den Eindruck, die Mannschaft nimmt die Vorbereitung auf dieses Spiel nicht ernst. Deshalb war das notwendig." Und es half ja auch.

Dabei mussten die Gastgeberinnen vor reichlich 1200 Zuschauern keinesfalls an ihre Leistungsgrenze gehen, selbst einige Unkonzentriertheiten in den Reihen des DSC konnte das junge Berliner Team nicht nutzen. Dabei fehlte sogar noch Stammzuspielerin Beatrice Dömeland, die wegen eines eingeklemmten Nervs im Rücken pausierte. Doch Doreen Engel führte diesmal recht souverän Regie und nutzte damit ihre Einsatzchance. Ludwig lobte anschließend: "Doreen hat eine sehr gute Leistung gezeigt." 

Auch sonst konnte es sich Arnd Ludwig leisten, seine Formation mehrfach zu wechseln, alle Spielerinnen bekamen ihre Einsatzchance. Durch den Ausfall von Beatrice Dömeland amtierte erstmals das komplette Spiel über Christin Guhr als Kapitän. Sie empfand das jedoch nicht als Bürde: "Ich habe nichts anderes gemacht als sonst. Und da versuche ich auch immer, die anderen mit anzuspornen. Ich bin froh, dass wir die Partie bis auf einige kleine Wackler im letzten Satz so durchgezogen haben." Das sah auch der Coach so und konstatierte: "Ich bin insgesamt mit der Partie zufrieden. Jetzt können wir beruhigt ins Trainingslager fahren." 

Heute düsen die DSC-Damen auf den Rabenberg, wo sie bis Donnerstag noch einmal Kondition tanken. Ob die geplanten Trainingseinheiten auf Langlaufskiern stattfinden können, bleibt angesichts des Föneinbruchs in unseren Breiten abzuwarten. Schade wär's vor allem für Anna Barnak, denn sie wollte ihre Premiere auf Brettern geben. "Ich habe noch nie auf Skiern gestanden", bekannte sie. Für gute Laune nach dem Training dürfte gesorgt sein, denn die Kiste Sekt befindet sich im Gepäck...

Astrid Hofmann

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Montag. 02. Februar 2004

Münster: „Jetzt sind alle wach!"

hamburg - Warnschuss zur rechten Zeit oder Rückschlag im Rennen um die Titel" Das 1:3 des USC Münster beim TV Fischbek Hamburg lässt zwei Interpretationen zu.

"Niederlagen können manchmal auch hilfreich sein", meinte nach dem 25:21, 20:25, 18:25 und 22:25 seiner Bundesliga-Volleyballerinnen USC-Trainer Axel Büring. In einer Woche fährt der USC zur Pokalendrunde nach Schwerin " mit dem Ziel den Cup zu holen. Vor diesem Hintergrund ist Büring zuversichtlich, dass diese dritte Saisonniederlage seine Spielerinnen aufrüttelt.

Allerdings steht der USC nach der Viersatzniederlage an der Waterkant auch im kommenden Heimspiel gegen Meister und Tabellenführer SSV Ulm ziemlich unter Druck. Denn eine Niederlage können sich die Westfälinnen in diesem Spitzenspiel dann eigentlich nicht mehr leisten.

Für Büring war das 1:3 gegen den Tabellenachten allerdings kein Debakel, und somit auch kein Grund, Grundsätzliches infrage zu stellen. Als Rekordmeister und Spitzenteam hat der USC oft damit zu kämpfen, dass die Gegner über sich hinauswachsen. Das, stellt der 36-jährige USC-Coach klar, war auch in Hamburg so. "Fischbek hat für seine Verhältnisse am obersten Limit gespielt!"

Auch im ersten Satz (Münster begann mit Jurich, Berg, Wensink, Reinink, Williams und Chaïne Staelens, die sich mit Conny Dumler die Arbeit teilte) hatte der USC seine liebe Müh´ und Not gegen prächtig vorbereitete Fischbekerinnen. Mit 11:7 und 18:14 lagen die von ihrer Zuspielerin Elena Keldibekowa de Westreicher vorzüglich dirigierten Hanseatinnen hier bereits vorn, ehe sich der USC mit großer Willenskraft wieder herankämpfte und den Satz noch drehte.

Mit gutem Service unterband das Büring-Ensemble in dieser Phase die schnellen Kombinationen des TVF, bei denen Keldibekowa vor allem Nationalblockerin Tina Benecke und Lidia Schumakowa bediente. Der Set ging am Ende klar an die Unabhängigen, die ihrem Gastgeber an der Süderelbe aber im zweiten Satz nur bis 17:17 paroli bieten konnten. Der dritte Spielabschnitt zeigte eine unzweifelhaft überlegene Fischbeker Sechs, und auch danach schaffte der USC den Konter nicht. Kein glückliches Bundesliga-Debüt für die 17-jährige Katharina Holzgreve, die als Jurich-Ersatz im Zuspiel Kurzeinsätze hatte.

"Die Mannschaft hat irgendwie vergessen, dass man nicht von alleine gewinnt. Es gibt keine Selbstläufer, dafür muss man arbeiten", bemängelte Büring hinterher. Und sah den positiven Aspekt: "Nach dieser Niederlage sind alle wach. Wir werden uns mit unseren Fehlern in dieser Woche konstruktiv auseinander setzen!"Lutz Hackmann

Bei Münsters Zuspielerin Sandra Aßmann hat sich am Wochenende der Verdacht auf Kreuzbandriss (neben einer Meniskusverletzung) bestätigt. Die 18-Jährige wird dem Verein somit mindestens ein halbes Jahr fehlen.

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Montag. 02. Februar 2004

USC II: Einstellung zum Spiel fehlt

Münster - Nach zuletzt zwei Siegen sind die Zweitliga-Volleyballerinnen vom USC Münster 2 vom Erfolgsweg abgekommen. "Wir haben viel zu pomadig agiert", ärgerte sich Trainer Tom kleine Holthaus nach der 1:3(19:25, 28:26, 23:25, 28:30)-Niederlage gegen den Köpenicker SC, die sich sein Team selbst zuzuschreiben hatte.

Denn offenbar hatten die Münsteranerinnen erwartet, dass das Spiel zum Selbstläufer werden würde. "Die sind vollkommen ohne Spannung ins Spiel gegangen", sah kleine Holthaus. So war der Verlauf des ersten Satzes dann auch nicht verwunderlich. Der USC lag schnell mit 2:9 hinten und sollte diesen Rückstand auch nicht mehr entscheidend verringern können. Vor allem an der katastrophalen Annahme lag es, dass die Gastgeberinnen keinen Druck erzeugen konnten. Stellspielerin Katharina Holzgreve hatte einen schweren Stand, ihr gelang es nur selten, den Angriff in Szene zu setzten.

Das besserte sich, basierend auf einer etwas solideren Annahme-Leistung, in den folgenden Sätzen. 13:17 lagen die Holthaus-Schützlinge dennoch auch im zweiten Durchgang schon hinten, ehe der Coach eine Auszeit nahm, die auch prompt fruchtete. Etwas siegeshungriger wirkte der USC fortan, erkämpfte sich eine 23:21-Führung und gewann den Durchgang " nach Abwehr zweier Satzbälle " mit 28:26.

Ähnlich eng ging es auch im dritten und vierten Set zu. Nachdem Satz drei mit 23:25 verloren gegangen war, sah alles danach aus, als sollte der USC den Gast noch in den Tie-Break zwingen können, denn phasenweise keimte wieder die Zielstrebigkeit aus den vergangenen Spielen auf. Doch auch eine 21:16-Führung sollte nicht reichen. Einige Matchbälle hatte der USC schon abgewehrt, ehe es beim 28:29 passierte " Köpenicks Sabrina Kroll beendete per Smash alle USC-Hoffnungen.

"Der erste Satz hat uns das Genick gebrochen", analysierte ein enttäuschter kleine Holthaus. "Schwer zu verdauen.

Susanne Heuing

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel