News

Dienstag, 03. Februar 2004 

Fischbek spielt unter Wert
Oststeinbeker wachen noch rechtzeitig auf
Johanna Barg sticht als Joker
VCNAL-Niederlage beim Spitzenreiter
Topmanager an einem Tisch
Nagursky: Feuertaufe mit Bravour bestanden
Internet-Forum des TuS Jork
YoungStars machen zu viele Fehler
Eurosport überträgt die Champions League
Unterhaching: Fanbus nach Friedrichshafen...
Abgeschmettert vom Erzrivalen
„Heut' ist unser Tag“
Ulm: Die Pause passt nicht
DSC: Eine Stunde Arbeit für´s Ausschlafen
Definitiv: Sandra Aßmann fällt sehr lange aus
Münster: Akzente in der Sportszene gesetzt
Schwelbrand zerstört Teile der Beach-Volleyball-Halle

Februar 2004

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Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 03. Februar 2004

Fischbek spielt unter Wert

Warum der 3:1-Erfolg über Vizemeister Münster kein Grund zur Freude ist.

Hamburg - Die ausgelassene Stimmung erinnerte an bessere Zeiten. Stehender Applaus, Aufschreie der Begeisterung, und im Takt zu den Trommelschlägen ihrer diesmal zahlreichen Anhänger blockten Fischbeks Volleyballerinnen den - ersatzgeschwächten - deutschen Vizemeister USC Münster überraschend souverän 3:1 (21:25, 25:20, 25:18, 25:22) ab.

Der Erfolg über den Tabellenzweiten, der erneut zeigte, welches Potenzial in diesem Team steckt, kommt wohl zu spät. Nach einem wechselhaften Saisonverlauf haben sich die Hamburgerinnen (14:16 Punkte) auf Platz acht eingeschlagen, im Niemandsland der Bundesliga. Die Meisterrunde der besten sechs scheint trotz aufsteigender Form unerreichbar, die Abstiegsrunde gegen unterlegene Konkurrenz wiederum wird kaum noch einmal 800 Zuschauer in die Halle Neumoorstück locken. Nach Platz drei im Vorjahr kann allein ein starker Auftritt bei der Pokalendrunde am nächsten Wochenende in Schwerin den mäßigen Gesamteindruck dieser Serie mildern.

"Ich bin ungeschlagen", witzelte Fischbeks Berater Knut Rettig nach dem Matchball. Auch wenn der ehemalige Trainer den Hintergrund als sein neues Terrain betrachtet, ohne sein Eingreifen wären die Heimsiege gegen die Meisterschaftskandidaten Münster und zuvor Leverkusen (3:1) kaum zu Stande gekommen. Sitzt Rettig auf der Bank, wie er es seit drei Heimspielen wieder tut, wird Trainer Jonny Westreicher zum Zuschauer. Bei den Auszeiten führt Rettig das Wort, der liebenswürdige Peruaner, der für die Anforderungen seines Jobs nicht ausreichend Deutsch spricht, lässt sich zum Träger der Wasserflaschen degradieren.

Westreicher, Ehemann der oft brillanten Zuspielerin Jelena Keldibekowa, weiß um seine unglückliche Rolle: "Ich wäre lieber ein Jahr Co-Trainer geblieben und hätte von Knut gelernt." Fischbeks Manager Horst Lüders entschied sich nach dem Rückzug Rettigs und der Reduzierung des Etats von 350 000 auf 240 000 Euro für die preiswerteste Lösung. Der Geiz war in diesem Fall nicht geil. Dem Team fehlte Führung, Vorbereitung und das Coaching während des Spiels. Selbst eine Videokamera, ein Muss für jeden ambitionierten Bundesligaverein, wurde auf Drängen der Nationalspielerin Christina Benecke erst nach der Hinrunde angeschafft.

"Jonny mag ein sehr guter Trainer sein", sagt Benecke, "aber nicht für eine neu zusammengestellte Mannschaft mit vielen jungen Spielerinnen, wie wir es sind. Die braucht von außen weit mehr Hilfe." Zahlreiche Gespräche mit Lüders brachten keine Bewegung in das Thema, Beneckes Sinn steht daher nach einem Vereinswechsel: "Wenn sich hier nichts Grundlegendes ändert, gehe ich." Mannschaftsarzt Dr. Michael Tank erweitert die Kritik sogar: "Wir brauchen nicht nur einen Trainer, der coachen kann, wir brauchen in Fischbek mehr Manpower. Es kann nicht alles an Horst Lüders hängen, er ist überfordert. Hier muss endlich ein hauptamtlicher Manager her."

Lüders hat das Geld, auch sein eigenes, stets in die Mannschaft gesteckt, nicht in Strukturen. Dass in dieser Saison manches schief lief, weiß er: "Wir hatten nach der vergangenen Saison einige Rückschläge zu verarbeiten - wie den Trainerwechsel und den Verlust unseres Hauptsponsors. Die Grenze des Machbaren war für mich erreicht."

Jetzt droht sein sportliches Lebenswerk zu zerfallen. Und der Druck von außen wird stärker. Vermarkter Werner Köster, der vor Unterzeichnung eines Vertrages mit Margarethe Kozuch steht, deutete am Rande des Spiels an, dass die Entwicklung seiner künftigen Klientin in Fischbek gewährleistet sein muss. Münster hat längst Interesse an der hochbegabten Juniorennationalspielerin signalisiert.

Der Ruf nach einer Rückkehr Rettigs wird daher immer lauter - um das zu sichern, was in Fischbek sportlich wieder heranwächst. "Ausgeschlossen", bezeichnet der Gymnasiallehrer dieses Ansinnen; seine Ehefrau Andrea ist sich dagegen nicht mehr so sicher: "Ich glaube, ich muss mir für die nächste Saison einen neuen Mann suchen."

Rainer Grünberg

 

Deutschland - Ahrensburger Zeitung 

Dienstag. 03. Februar 2004

Oststeinbeker wachen noch rechtzeitig auf

Eineinhalb Sätze lang enttäuscht der Zweitbundesligist - dann bezwingt er Bonn noch mit 3:1.

Oststeinbek - Im Nachhinein war Bernd Schlesinger, der Trainer der Zweitbundesliga-Volleyballer des Oststeinbeker SV, froh über die schlechte Nachricht. Erst 90 Minuten vor dem Spiel gegen Fortuna Bonn hatte er sein Handy eingeschaltet und die Nachricht bekommen, dass Stammzuspieler Sebastian Neufeld mit Grippe im Bett lag. So stand Spielmacher-Talent Malte Nagursky erstmals in der Anfangsformation. Der 21-Jährige trug maßgeblich dazu bei, dass die Stormarner mit 3:1 (18:25, 25:20, 25:22, 25:17) siegten.

"Dabei war ich anfangs doch ganz schön aufgeregt", gab der Debütant nach der Partie zu. Seine geröteten Wangen beim Einlaufen hatten dies bereits erahnen lassen. Und eineinhalb Sätze lang konnte der ehemalige Eutiner einem sogar etwas Leid tun. Denn seine Mitspieler schien der Ausfall ihres etatmäßigen Pass-Verteilers weit schwerer zu treffen. Was die Oststeinbeker im ersten Satz bei gegnerischen Aufgaben und Angriffen alles verbaggerten, war in der Halle am Barsbütteler Weg lange nicht mehr zu beobachten gewesen. So viele Fehler hätte selbst der beste Zuspieler nicht ausgleichen können. 

Dass sich der unerfahrene Nagursky vom Schlendrian seiner Mitspieler nervös machen ließ, war kein Wunder. Schlesinger ist dieses Phänomen nicht unbekannt: "Volleyball-Teams reagieren häufig extrem empfindlich auf den Ausfall eines von ihnen stärker eingeschätzten Spielmachers. Damit macht man es dessen Vertreter natürlich nicht gerade leichter. Es dauert einfach seine Zeit, bis eine Mannschaft bereit ist, für den neuen Mann mitzukämpfen", erklärt der Coach, der trotz des desaströsen ersten Durchgangs bemerkenswert ruhig blieb, einzig Libero Hendrik Hofmann zu mehr Verantwortung ermahnte.

Erst ein erfolgreicher Lob von Mirko Suhren zum 9:16 im zweiten Durchgang leitete den vom Trainer erwarteten Umschwung ein. Mit jedem Ballwechsel wurden die Oststeinbeker sicherer, das Zutrauen zum eigenen Können deutlicher. Zudem war kurz zuvor Jan Buhrmester für Christian Bartram auf die Diagonalposition eingewechselt worden und brachte viel Schwung mit auf das Feld. Mit jedem Ballwechsel aber wurden auch die vom aus Glinde stammenden früheren Bundesliga-Star des Hamburger SV Jörg Brügge betreuten Bonner schwächer und nervöser. "Am Ende hat Oststeinbek verdient gewonnen", gestand der Gäste-Coach.

"Es war fast so, als hätte man die gesamte Mannschaft im zweiten Satz ausgewechselt", urteilte Außenangreifer Björn Domroese. Der Annahmespezialist war nach einer Kiefer-Operation nur als Zuschauer dabei. "Wahrscheinlich war es sogar gut, dass Sebastian Neufeld ausgefallen ist", vermutete Schlesinger. Beim Hang der Oststeinbeker, vermeintlich schwächere Gegner nicht ernst zu nehmen, hätte es in Bestbesetzung womöglich gegen die abstiegsbedrohten Bonner eine Niederlage geben können. "So aber war jeder gezwungen, wach zu werden", sagt der Coach.

Manfred Schäffer

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Dienstag. 03. Februar 2004

Johanna Barg sticht als Joker

TV Fischbek besiegt im besten Heimspiel Titelanwärter Münster.

Fischbek - Die Volleyball-Frauen des TV Fischbek Hamburg scheinen für die Pokalendrunde in einer Woche in Schwerin gerüstet zu sein. Gegen den Meisterschaftsfavoriten USC Münster siegten das Bundesligateam vor 750 Zuschauern in der Sporthalle Süderelbe mit 3:1 (21:25, 25:20, 25:18, 25:22).

"Vielleicht war das ja auch schon die vorweg genommene Endspielpaarung", so Mannschaftsführerin Christina Benecke. Doch zunächst einmal müssten die Fischbekerinnen im Halbfinale Gastgeber Schweriner SC schlagen sowie Münster Bayer Leverkusen besiegen.Schwerins Coach Tore Aleksandersen saß im Publikum und machte sich eifrig Notizen. Was der Norweger registrierte, wollte er aber nicht verraten.

Im Publikum war erstmals auch Vermarkter Werner Köster. Der frühere Manager von Schwimmstar Franziska van Almsick hatte dem Fischbeker Nachwuchstalent Margarethe Kozuch versprochen, einmal eines ihrer Spiele zu besuchen. "Dass hier so gute Stimmung ist, hatte ich nicht erwartet", sagte der Marketing-Experte. Immerhin ist sein Interesse an der jungen Volleyballerin so groß, dass er ihr einen Vertrag zur Durchsicht überlassen hat. Allerdings betonte er, dass es momentan keine Eile gebe. Margarethe Kozuch sollte sein Angebot erst einmal prüfen.

Gegen den personell geschwächten Meisterschafts-Mitfavoriten zeigte der TV Fischbek das wohl beste Heimspiel. Der USC Münster musste auf Stammzuspielerin Kim Staelens (Kreuzband) ebenso verzichten wie auf Vertreterin Sandra Assmann (Meniskus). Außerdem war Angreifer-Star Atika Bouagaa grippegeschwächt. Trotzdem schien sich zunächst die größere Routine durchzusetzen. Im ersten Durchgang verspielte der TV Fischbek ein 19:17.

Doch im zweiten Satz kippte die Begegnung, entwickelte sich zu einem echten Krimi. Jeder Satz dauerte deutlich über 20 Minuten, es gab lange Ballwechsel. Und dann war da noch der Fischbeker Joker Johanna Barg. Im vierten Satz bei 19:20 für Margarethe Kozuch eingewechselt, kam die Außenangreiferin beim Stand von 21:21 an den Aufschlag und servierte drei wuchtige Sprungaufschläge, die zu Punkten führten. Ein Block von Christina Benecke machte den Matchball perfekt.

Manfred Schäffer

 

Norddeutschland - Norderstedter Zeitung 

Dienstag. 03. Februar 2004

VCNAL-Niederlage beim Spitzenreiter

In zwei Wochen geht es für die Regionalliga-Volleyballmänner in Adelby um alles oder nichts.

Norderstedt - Nun hat es die Regionalliga-Volleyballer des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn doch wieder erwischt: Nach vier Punktspielsiegen in Folge verloren die Norderstedter das Match beim Spitzenreiter Eimsbütteler TV mit 0:3 (19:25, 19:25, 15:25). "Und das völlig zu Recht", wie VCNAL-Spielertrainer Andreas Meinken nach der Partie zugab.

"So gut wie jetzt habe ich den ETV lange nicht gesehen. Das ist mit Abstand die stärkste Mannschaft der Regionalliga", sagte Meinken. Selbst in Bestbesetzung hätte sein Team wohl kaum eine Chance gegen den Tabellenführer gehabt. "Der ETV war einfach athletischer als wir und hat die Angriffe durchgebracht."

Andreas Meinken selbst musste tatenlos zugucken: Er hatte sich im Abschlusstraining beim Aufwärmen eine Oberschenkel-Zerrung zugezogen. Außerdem gingen Mittelblocker Mark Hapanionek und Außenangreifer Andre Menzel grippegeschwächt in die Partie.

Die Norderstedter sind mit 12:14 Zählern nun wieder punktgleich mit dem Drittletzten Uhlenhorst, haben in der Rückrunde aber schon gegen alle Topteams gespielt. In zwei Wochen bestreitet die VCNAL-Crew ihr nächstes Match beim noch sieglosen SV Adelby.

Gedanken über den Klassenerhalt müssen sich die Drittliga-Frauen des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn schon längst nicht mehr machen. Mit dem 3:2 (21:25, 25:14, 23:25, 25:19, 15:9) beim Eimsbütteler TV zerstreute die Mannschaft nun aber auch die letzten theoretischen Zweifel.

Das Trainergespann Peter Schulz/Thomas Broscheit muss nach dem Ausscheiden von Zuspielerin Jessica Lampe und Diagonalangreiferin Anna Peters eine neue Stammformation finden. Beide hatten aus persönlichen Gründen ihren Rücktritt erklärt.

So verteilte jetzt Kerstin Schulz die Pässe, Nachwuchstalent Annalena Broscheit rückte von der Mittelblockerposition erstmals auf den Posten diagonal zur Zuspielerin. So kurios es klingen mag: Der Abgang der Zuspielerin Jessica Lampe beschert den Norderstedterinnen nun ein Libero-Problem. Denn nun muss Juliane Lüning als zweite Spielmacherin auflaufen. Dabei hat die etatmäßige Defensivspezialistin Janina Bentien weiterhin mit Fußproblemen zu kämpfen; sie musste im dritten Satz verletzt ausscheiden.

"Wir haben uns gegen den ETV lange schwer getan", sagte Außenangreiferin Miriam Schaper. Bemerkenswert war allerdings der vorbildliche Kampfgeist des Teams. Die Gäste hatten im vierten Satz schon mit 7:12 zurückgelegen, arbeiteten sich dann aber wieder an ihren Gegner heran.

Manfred Schäffer

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Dienstag. 03. Februar 2004

Topmanager an einem Tisch

Peter Prior, Udo Bade und Horst Lüders trafen sich in Buxtehude zum Sportgipfel.

Buxtehude - Drei Manager von Bundesliga-Teams an einem Tisch: Peter Prior, Horst Lüders, Udo Bade. Sie haben dem Hamburger Süden und dem Umland in den vergangenen Jahren Spitzensport beschert. Ihre Arbeit findet hinter den Kulissen statt. Und was kaum einer weiß: Sie ist trotz der in diesem Geschäft üblichen Summen ein Ehrenamt geblieben. Was sie trennt, sind die unterschiedlichen Bälle. Peter Prior leitet die Geschicke der Handballfrauen des Buxtehuder SV. Horst Lüders führt die Volleyballerinnen des TV Fischbek. Drittes Mitglied der Eliteliga sind die Tischtennisfrauen des MTV Tostedt, geleitet von Udo Bade. Auf Einladung der Sparkasse Harburg-Buxtehude trafen sie erstmals zusammen.

Was bringt Männer mit Erfolg im Beruf und mit Familie dazu, ihre spärliche Freizeit für ein Bundesliga-Team zu opfern? Eine Antwort darauf kann wohl nur das gewisse Glitzern in den Augen der Sportmanager sein. "Wenn die Saison läuft, lehne ich mich zufrieden zurück und schaue zu", sagt Horst Lüders. Den meisten Stress hat er in der Volleyballpause. "Dann muss ich Leute finden, die den Sport finanzieren", sagt er und die beiden anderen Manager am Tisch nicken zustimmend. Wer heute Sponsoren sucht, muss ein ausgewogenes Gesamtkonzept vorlegen.

Dazu gehören neben guten Spielerinnen die richtigen Ziele. Das Erreichen eines internationalen Wettbewerbs steht auf der Wunschliste ganz oben, unabhängig von der Sportart. Bade, Prior, Lüders, sie alle würden gern mit ihrem Team nach Griechenland reisen, einmal den tschechischen Meister in der eigenen Halle haben. Es sind die Ereignisse, mit denen Erstligisten Sponsoren und Spielerinnen locken. Damit heben sich die Mitglieder der Eliteliga von den anderen Clubs ab. Und doch reicht das allein nicht. Nachwuchsarbeit heißt das große Schlagwort. Wenn die Geschichte eines Talents auf dem Weg an die Spitze die Fans und andere junge Sportler begeistert, findet die Wirtschaft schneller Interesse an den Top-Leistungen einer Mannschaft aus der Region. 

"Unsere Erwartungen als Sponsor haben sich verändert", sagt Frank Jäschke, Vorstandsmitglied der Sparkasse-Buxtehude. Früher sei es Mäzenatentum gewesen, heute gilt der Grundsatz: "Was kann der Verein für uns tun?" So hängen an den Wänden unzählige Werbeplakate, die von Handball-, Volleyball- und Tischtennisfans nicht unbeachtet bleiben. Auf dem Fußboden werden Teile des Spielfelds verkauft. Und nicht erst im Fernsehen ist an Sportlern kaum ein werbefreier Platz zu finden. Präsentationen von besonderen Spielen sind andere Möglichkeiten für einen Geldgeber, die bereitete Plattform als Unterstützer des Sports zu betreten. Ohne sie würde der viel zitierte Ball nicht mehr rollen.

Ein Saisonetat in der Volleyballbundesliga mit zehn Spielerinnen liegt durchschnittlich zwischen 200 000 und 400 000 Euro, in der Tischtennis-Eliteliga mit fünf Cracks zwischen 50 000 und 100 000 Euro. Der Etat im Handball mit zwölf Spielerinnen liegt zwischen 300 000 und 500 000 Euro, jeweils mit offenem Ende nach oben. Und was Sportler für Sportler tun können? Natürlich auch werben. Schon deshalb könnte es bald eine Tischtenniseinlage beim Handball und Volleyball in Tostedt geben. Die drei Top-Teams sind sich ein Stückchen näher gekommen - die Zusammenarbeit kann wachsen.

Miriam Fehlbus, Hans Kall

 

Deutschland - Oststeinbeker SV-News 

Dienstag. 03. Februar 2004

Nagursky: Feuertaufe mit Bravour bestanden

Ostbek Cowboys besiegen Fortuna Bonn nach schwachem Beginn mit 3:1

Am Ende stand der Mann im Mittelpunkt, der es an diesem Abend wahrlich verdient hatte. Zuspieler Malte Nagursky  feierte im Spiel gegen Fortuna Bonn seine Premiere in der ersten sechs und sorgte mit einer couragierten Leistung dafür, dass die Ostbek Cowboys weiter den dritten Tabellenplatz im Visier haben dürfen.

Wie schon so oft in dieser Saison hatte Trainer Bernd Schlesinger die Mannschaft umstellen müssen. Der Ausfall von Außenangreifer Björn Domroese (Kiefer-OP) war bekannt, aber am Nachmittag meldete sich auch noch Zuspieler Sebastian Neufeld mit 40° C Fieber ab. So ließ Schlesinger Nagursky  auf der Zuspielposition beginnen, Mirko Suhren rückte in die Annahme. Zudem Begann Christian Bartram auf der Diagonalposition und Martin Hofmann startete im Mittelblock. Im bisherigen Saisonverlauf stellten solche Umstellungen keinerlei Probleme dar. Aber am Samstag dauerte es doch eine ganze Zeit, bis das Team sich gefunden hatte. Ein absoluter Fehlstart der Hausherren führte zu einer 10:1 Führung für die Gäste. Die Mannschaft agierte wie gelähmt. Zwar wurde man in der Folge etwas sicherer, aber der Rückstand blieb, so das der erste Durchgang verdient mit 25:18 an Bonn ging.

Und auch im zweiten Satz schien es nicht viel anders zu werden. Nun löste Jan Buhrmester den unglücklich agierenden Christian Bartram ab. Dies sorgte sofort für deutlich mehr Schwung auf dem Feld. Dennoch ließ man Bonn auf 9:16 davonziehen. Aber ganz allmählich begannen die Cowboys sich darauf zu besinnen, was sie in den letzten Wochen so stark gemacht hatte. In der Feldabwehr wurde nun besser gearbeitet, der eigene Angriff wurde gesichert und vor allem bekam man nun endlich die schnellen Pässe über die Außenpositionen im Block in den Griff. Die Mannschaft agierte geschlossener. Da wo im ersten Satz noch mehr oder weniger sechs Einzelkämpfer auf dem Feld standen, präsentierte sich nun ein Team. So wurde der Satz noch herumgedreht und mit 25:20 der Satzausgleich hergestellt.

Die Sätze drei und vier waren nie wirklich in Gefahr verloren zu gehen. Die Gäste wurden nun auch zunehmend nervöser, während auf Seiten der Oststeinbeker das Selbstvertrauen immer weiter wuchs. Gerade bei Nagursky  merkte man, wie viel Spaß er an dem Spiel hatte. Auch in schwierigen Phasen munterte er das Team immer wieder auf und man merkte ihm nicht an, das er bislang nicht über Kurzeinsätze in der Liga hinausgekommen war.

Nun geht man in eine zweiwöchige Spielpause und kann noch einmal neue Kraft schöpfen, für die restlichen sieben Begegnungen. Bei noch drei ausstehenden Heimspielen und durchaus lösbaren Auswärtsaufgaben ist eine Verbesserung des Tabellenplatzes ein realistischer Gedanke. Aber auch so ist es schon eine sehr erfreuliche Saison für dieses junge Team, denn das der Klassenerhalt zu einem so frühen Zeitpunkt feststeht konnte man nicht unbedingt erwarten.

 

Deutschland - TuS Jork-News 

Dienstag. 03. Februar 2004

Internet-Forum des TuS Jork

Emsige Mitglieder der Volleyballsparte des TuS Jork haben ein neues Internet-Forum eingerichtet: unter

http://www.tus-jork-volleyball.de/main.php

kann man sich in Ergänzung zur Vereinshomepage www.tus-jork.de über alle Themen informieren und austauschen, die die Teilnehmer interessieren oder bewegen; dazu gibt's einen Internet-Presseservice.

Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen - das Forum steht gerade ehemaligen Spielerinnen und Spielern, aber auch allen anderen offen, die Einblick in das Vereinsleben des TuS Jork nehmen möchten.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Dienstag. 03. Februar 2004

YoungStars machen zu viele Fehler

Es ist nicht einfach für eine junge Mannschaft, sich optimal auf ein Spiel vorzubereiten, wenn im Vorfeld nicht alles reibungslos klappt. „Eine erfahrene Mannschaft steckt das weg, wir sind noch zu jung“, sagte auch Trainer Söhnke Hinz. Im Freitag-Training knickte Libero Timo Wilhelm um und konnte deshalb nicht mitwirken. Mittelblocker Max Günthör fuhr am Freitag nach Leipzig zur Bundesliga-Mannschaft, weil nicht sicher war, ob Itapolis beim DVV-Pokal mitspielen konnte. Günthör stieß erst gestern zur Mannschaft. „Wir haben vor allem im Angriff sehr viele Fehler gemacht. Der Block stand nicht gut und unser Aufschlag kam auch nicht“, sagte Trainer Söhnke Hinz.

Patrick Steuerwald im Zuspiel, Max Günthör, Tino Kirchner, Sebastian Schwarz und Aljoscha Grabowski wehrten sich nach Kräften, konnten aber die 1:3-Niederlage nicht verhindern. Im ersten Durchgang führte der VfB bis zum 16:14 immer wieder mit zwei Punkten. Unkonzentriertheiten wurden von Lohhof gnadenlos ausgenutzt. Der zweite Durchgang war zwar umkämpfter, aber die Young-Stars kamen erst gegen Ende des Satzes heran. Immerhin wurde die Mühe und die kämpferische Leistung der YoungStars mit dem Gewinn des dritten Satzes belohnt. Im vierten Satz war dann die Spannung weg. Lohhof gewann souverän mit 25:16. Die Mannschaft vom Bodensee zahlte nun Lehrgeld. „Spiel abhaken und nach vorne schauen“, sagte Söhnke Hinz, Trainer der YoungStars.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Dienstag. 03. Februar 2004

Eurosport überträgt die Champions League

Die Freunde der Champions League kommen im März bei Eurosport auf ihre Kosten. Der Sender überträgt an den folgenden Terminen:

Montag, 1. März, 15 - 15.30 Uhr: Fünfter Spieltag
Dienstag, 2. März, 9 - 9.30 Uhr: Fünfter Spieltag (Wdh.)
Montag, 8. März, 15 - 15.30 Uhr: Sechster Spieltag
Dienstag, 9. März, 9 - 9.30 Uhr: Sechster Spieltag (Wdh.)
Montag, 15. März, 15.30 - 16 Uhr: Play-offs
Dienstag, 16. März, 9 - 9.30 Uhr: Play-offs (Wdh.)
Montag, 22. März, 14 - 15 Uhr: Play-offs
Mittwoch, 24. März, 10 - 11 Uhr: Play-offs (Wdh.)
Montag, 29. März, 16.30 - 17.30 Uhr: Final Four
Dienstag, 30.
März, 9.30 - 10.30 Uhr: Final Four (Wdh.)

 

Deutschland - www.volleyballer.de  

Dienstag. 03. Februar 2004

Unterhaching: Fanbus zum Spiel gegen Friedrichshafen...

Für das Auswärtsspiel der Volleyballer des TSV Unterhaching zum fünffachen Deutschen Meister vom VfB Friedrichshafen am 8.2.2004 (Spielbeginn um 18 Uhr) besteht für alle Fans eine Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus. Abfahrt ist am Sonntag, 8.2.2004 um 12 Uhr an der Hachinga Halle. Die Kosten für Fahrt und Eintritt betragen nur 10 Euro. Anmeldung unter 089-61001832 (Walter Rudle).

Und während sich das Bundesligateam vom TSV auf die Top-Ligarunde vorbereitet sammeln die übrigen Mannschaften der Abteilung fleißig Erfolge. Die erste Damenmannschaft gewann am gestrigen Sonntag ihr Heimspiel gegen den Tabellenfünften vom TSV Utting mit 3:0 (26:24, 25:19, 25:21) und schiebt sich damit vor auf den Sechsten Platz in der Bayernliga Süd. Bei solch traumhaften Vorstellungen der Mädels ist das Thema Abstieg wohl langsam abgehakt.

Und auch in der Jugendabteilung gibt es erfreuliches zu berichten. In der B-Jugend nahm der TSV gleich mit zwei Teams an den Oberbayerischen Meisterschaften teil. Die erste Mannschaft, angeführt von Gerrit Zeitler, der auch kräftig in der Bundesliga mitmischt, holte sich den Titel und ist damit auch Mitfavorit für die Südbayerischen Meisterschaften am 6. und 7. März. Im Finale setzen sich die Jungs mit 2:0 gegen den TSV Mühldorf durch.

Die zweite Mannschaft vom TSV die zum Teil aus C-Jugendlichen besteht schrammte nur knapp an der Qualifikation für die Südbayerische vorbei. Mit einem Achtungserfolg über denn SV Lohhof, den sie im Spiel um Platz Fünf mit 2:0 schlugen, zeigten sie jedoch, dass in Zukunft mit ihnen zu rechnen sein wird.
Andreas Bergmann

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Dienstag. 03. Februar 2004

Abgeschmettert vom Erzrivalen

Der SCC verliert in Dessau das deutsche Pokalfinale gegen den "Lieblingsgegner" VfB Friedrichshafen knapp mit 2:3

Im deutschen Volleyball schien eine neue Ära anzubrechen. Da folgten die Schmetterer vom SC Charlottenburg dem Seriensieger VfB Friedrichshafen frech auf den Meisterthron, fertigten die Legionärstruppe von Bundestrainer Stelian Moculescu (53) zuletzt in der Zweiklassen-Gesellschaft der Liga 3:0 ab und sind national in dieser Spielzeit ungeschlagen.

Also hatten die Berliner forsch zu jenem großen Endkampf in Dessau geblasen, der ihnen das erste Mal im direkten Duell mit dem anderen deutschen Team von internationalem Format einen Titel bringen sollte.

Allein: Der 116 teilweise ansehnliche Minuten dauernde Fight im Pokalfinale mit dem Erzrivalen vor 2360 Zuschauern in der Anhalt-Arena brachte ihnen die Erkenntnis, dass es sich bei der vollständigen Wachablösung vorerst um ein Gerücht handelt. Mit 2:3 (27:25, 23:25, 18:25, 25:19, 12:15) zog der SCC letzten Endes verdient den Kürzeren, weil der nun sechsmalige Cupsieger VfB (nur 2000 siegte in Dessau der SCC) "halt ein bisschen besser war und wir schlechter", wie es ein trauriger SCC-Coach Mirko Culic (40) ausdrückte.

Während Verbandspräsident Werner von Moltke den Männern um Kapitän und Mittelblock-Ass Bogdan Jalowietzki (36) die Goldmedaillen umhängte, lief der Berliner Außenangreifer Sebastian Prüsener weinend vom Feld. Doch so schlimm war die Vorstellung der tapferen Kollegen bei weitem nicht. Zwar erwischte der Gegner mit den brasilianischen (Lenz, Itapolis) und kroatischen (Kovacevic, Zelic) Einkäufen und einer wesentlich stärkeren Wechselbank ausgestattet, den besseren Start, doch ein guter Block bestehend aus Kapitän Marco Liefke und Aleksandar Spirovski brachte dem SCC den ersten Satz. Doch der Schwung des ersten Durchgangs fand bald eine längere und folgenschwere Unterbrechung. Man machte reihenweise Fehler in Annahme, Aufschlag und Angriff. Aus einer Berliner 19:17-Führung wurde so ein 22:24 - und den Satzball für Friedrichshafen drosch Kromm gleich selber ins Netz.

Dass Talente nicht gleich im ersten großen Titelkampf unter dem Druck zerbrechen müssen (Kromm: "Das war nur Mist. Ich war vom Kopf her gar nicht da"), zeigte auf der Gegenseite der 20-jährige Jochen Schöps, der mit Kromm einst beim Berliner VC Olympia lernte. Schöps war der beste Mann beim VfB, der gegen jetzt verunsicherte SCCer Durchgang drei spielend erledigte. Beim 10:12 im vierten Satz schien die Spannung zu erlahmen bei der "Heim-Mannschaft" (laut Anzeigetafel und Fanstärke), aber nun kam der Auftritt von Eugen Bakumovski. Mit sechs tollen Aufschlägen in Serie führte vor allen der 23-Jährige ein komfortables 16:12 herbei, den Rest erledigten die Schmetterschläge von Nationalangreifer Liefke. Der sagte später kopfschüttelnd: "Ich habe mir einfach nicht vorstellen können, dass wir verlieren, wenn ich so angreife."

So musste der ungeliebte Tiebreak entscheiden, besser die Frage: Wer hat nun die besseren, Druck erzeugenden Aufschläge? Die schnelle 7:1-Führung des VfB war die knallharte Antwort, der SCC trug mit insgesamt vier Aufgabefehlern im Schlussdurchgang sein Scherflein dazu bei. Eine Verwarnung für Charlottenburgs tschechischen Zuspieler Jaroslaw Skach wegen Meckerns wurde zudem mit VfB-Punkt zum 13:8 bestraft. Für SCC-Manager Kaweh Niroomand war es "so eng, dass solche Kleinigkeiten eine Rolle spielten. Aber insgesamt war unser Aufschlag und die Annahme nicht gut genug". Geradezu symptomatisch dann die letzte schmerzhafte Szene: Robert Kromm befördert den Aufschlag ins Aus. Das Aus auch für den SCC.

"Prüsener ist nach seiner Sprunggelenksverletzung erst seit einer Woche wieder im Training", sagte Culic hinterher entschuldigend. "Ich konnte ihn nicht durchspielen lassen und musste Kromm bringen." Egal. Der SCC hat das erste Finale dieser Saison gegen den VfB verloren. Aber nach Lage der Dinge wird in der Bundesliga das nächste folgen. Chance also zur Revanche.

Torsten Wendlandt

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Dienstag. 03. Februar 2004

„Heut' ist unser Tag“

VfB-Volleyballer geben CD heraus

FRIEDRICHSHAFEN - „Heut' ist unser Tag“ - das galt für die VfB-Volleyballer am Sonntag, als sie sich gegen den SCC Berlin den DVV-Pokal holten. „Heut' ist unser Tag“ heißt auch Titel der neuen VfB-Hymne, die am Mittwoch ihre Premiere feiert. Erstmals beim Champions League Spiel gegen Odintsovo Moskau wird die Maxi-CD „Matchpoint“ präsentiert.

Die Idee zu der CD entstand in einer Immenstaader Kneipe, erzählt der Komponist Oliver Sampson. Ein Freund hätte ihm den Vorschlag gemacht: „Schreib doch mal eine Hymne für die Volleyballer“. „Ich hatte keine Ahnung, dass es hier ein Profi-Volleyballteam gibt“, sagt der amerikanische Wahl-Immenstaader. Das war vor einem Jahr und mittlerweile ist er ein richtiger Fan der Ballsportart geworden.

Bei VfB-Manager Bernd Hummernbrum stieß die Idee auf offene Ohren und Sampson machte sich ans Komponieren und mit einigen Profi-Musikern ans Musizieren. Heraus kam der Song „Our Finest Hour“, aus dem anschließend die deutsche Version „Heut' ist unser Tag“ entstand.

Im November wurde dann der „VfB FN Mens Choir“ - also die Volleyballspieler - ins „Mirema“-Tonstudio von Yann Zimmermann nach Gaisbeuren gebeten. Statt den Ball zu schmettern, taten sie an ihrem trainingsfreien Tag gleiches mit ihren Stimmen. Anfangs zeigte sich der frisch formierte Männerchor etwas verhalten in dem unbekannten Metier, aber nach kurzer Zeit tauten Bobbi Jalowietzki und seine Mitsinger auf. Itapolis hat sich gleich eine Gitarre geschnappt und die anderen Spieler waren auch Feuer und Flamme.  „Das Lied kam gut an und es hat unglaublich Spaß gemacht, mit den Spielern zu arbeiten“; erzählen Oliver Sampson und Yann Zimmermann. Das Zeug zu einer Solo-Karriere wollten die Produzenten aber keinem der Volleyballer bestätigen.

Herausgekommen ist eine Maxi-CD, auf dem die Hymne einmal auf deutsch, einmal auf englisch zu hören ist - jeweils als Popsong und in einer Arena-Version zum Mitklatschen. „Ein richtig geiler Song“, schwärmt Bernd Hummernbrum und freut sich auf die Arena-Premiere am Mittwoch. Dann wird die CD dem Publikum vorgestellt und ist für sieben Euro im Foyer erhältlich. Im Internet kann „Matchpoint“ unter www.vfb-volleyball.de oder www.mirema-music.de bestellt werden.

 

Deutschland - Südwest Presse 

Dienstag. 03. Februar 2004

Ulm: Die Pause passt nicht

Nach dem 3:1 gegen Suhl machen die Ulmer Volleyballerinnen Pause. Das nächste Spiel steigt am 15. Februar beim Titel-Rivalen USC Münster, der gestern patzte.

Das Pensum der Ulmer Volleyball-Frauen ist beachtlich: Am Mittwoch noch erfolgreich im Top Teams Cup in Athen, am Samstag im Bundesliga-Alltag ein 3:1 (25:16, 25:18, 32:34, 25:19) gegen Aufsteiger VfB Suhl. Vor allem im dritten Satz, als beim 13:7 schon alles für ein glattes 3:0 sprach, zeigte sich, dass Frische und Konzentration fehlten.

Da kommt die zweiwöchige Pause bis zum Bundesligaspiel beim Verfolger USC Münster gerade recht, möchte man meinen. Verena Veh denkt anders. "Ich hätte lieber am kommenden Wochenende gespielt und den Deutschen Pokal verteidigt", sagt die Mittelblockerin. Doch das Endturnier findet ohne den SSV Ulm Aliud Pharma statt.

Dafür könnte Verena Veh, derzeit prächtig in Form, vielleicht noch auf den Olympia-Zug aufspringen. "Das wird aber sehr schwer", sagt sie. "Ich war nicht bei der Europameisterschaft dabei. Deshalb muss ich überragend spielen, um vielleicht noch eine zu verdrängen."

Aber zwei Titel haben sie und ihre Kolleginnen im Visier - die Meisterschaft und den europäischen Top-Teams-Cup. Der Weg führt jeweils über den USC Münster. Die vom Verletzungspech befallenen Westfälinnen, nach dem unerwarteten 1:3 in Hamburg zwei Punkte hinter den Ulmerinnen strotzen nicht vor Selbstvertrauen.

Nach dem Bundesligaduell am 15. Februar in Münster beziehen die Ulmerinnen ein Wintertrainingslager - Volleyball und Ski. Die Frage ist, wo: Oberstdorf, Schauplatz von 2003, hat die Preise erhöht. Ob das Final-Four des Top-Teams-Cup Mitte März mit Halbfinalgegner Münster wie geplant in Istanbul steigt, ist ebenfalls offen. Wegen der weiten Anreise für viele Fans denkt der internationale Verband (CEV) über den Austragungsort nach.

W. Gallbronner

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Dienstag. 03. Februar 2004

DSC: Eine Stunde Arbeit für´s Ausschlafen

Pflichtaufgabe ohne Probleme gelöst

Die Drohung eines kleinen Straftrainings am frühen Sonntag-Morgen hat gewirkt. Nachdem DSC-Trainer Arnd Ludwig seinen Damen mit einer morgendlichen Übungseinheit gedroht hatte, spulten die ihr Pensum beim 15. Punktspiel der Saison gegen den Berliner Volleyballclub 68 souverän ab. Nach 61 Minuten hatte der Dresdner SC den 3:0-Sieg perfekt gemacht. Dabei mussten die DSC-Frauen auf ihren Kapitän verzichten. Doch der Ausfall von Beatrice Dömeland war auf dem Parkett kaum zu bemerken.  

Die Rückenverletzung von Beatrice Dömeland war einmal mehr die Chance für Doreen Engel. Die 21-jährige konnte so von Beginn an spielen und meisterte ihre Aufgabe souverän. Dies wurde ihr von 1263 Zuschauern aber relativ leicht gemacht. Denn die Kolleginnen rissen sich am späten Samstag-Nachmittag bereits bei der Annahme am Riemen. Fehler vermeiden war eine der Maximen, die der Trainer vor dem Spiel ausgegeben hatte. „Vor allem gegen scheinbar leichte Gegner sind wir hin und wieder etwas leichtfertig gewesen. Genau das muss die Mannschaft aber abstellen, wenn wir ganz vorn mitspielen wollen“. Die Damen schienen verstanden zu haben.

Gleich im ersten Satz ließen sie deutlich durchblicken, wie sie mit den Gästen aus der Bundeshauptstadt umzuspringen gedenken – ohne Kompromisse. Das deutliche 25:14 war die logische Folge. Den zweiten Durchgang holten sich die Dresdnerinnen dann mit 25:19. Im dritten Satz ließ der DSC dann etwas die Zügel schleifen. Berlin hielt sich passabel, konnte aber dennoch den entscheiden dritten Satzgewinn für den Dresdner SC nicht verhindern. Wirbelwind Anna Barnal war es vorbehalten nach gut einer Stunde den Matchball zum 25:21 zu verwandeln. 

"Insgesamt bin ich zufrieden“ resümierte DSC-Trainer Arnd Ludwig nach dem Spiel. „Vor allem Doreen Engel hat Beatrice Dömeland auf der Zuspielposition gut vertreten".  

Mit diesem Sieg festig der Dresdner SC seinen dritten Tabellenplatz. Da allerdings bis auf Suhl auch alle anderen Top-Teams für sich entscheiden konnten, ändert sich an den Abständen im Kampf um die Play-Off-Plätze nichts.

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Dienstag. 03. Februar 2004

Definitiv: Sandra Aßmann fällt sehr lange aus

-na- Münster. Der schlimme Verdacht hat sich bestätigt: USC-Volleyballerin Sandra Aßmann hat sich beim Bundesligaspiel ihres Vereins am 24. Januar in Erfurt einen Kreuzbandriss im Knie zugezogen. Das bestätigte eine vom behandelnden Arzt Dr. Stephan Maurer durchgeführte Arthroskopie. Die konnte erst durchgeführt werden, nachdem das Knie abgeschwollen war. Damit wird eine Operation unerlässlich.

Die 18-Jährige teilt ihr Schicksal damit mit ihrer Mannschaftskollegin Kim Staelens. Die Niederländerin, die Nummer eins des USC im Zuspiel, hatte sich einen Kreuzbandriss bei einem Länderspiel gegen die deutsche Auswahl Ende Dezember zugezogen und wird derzeit in Belgien behandelt.

Sandra Aßmann wird dem USC Münster mindestens ein halbes Jahr nicht zur Verfügung stehen, also in dieser Hallen-Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

Bei ersten Untersuchungen Anfang vergangener Woche waren bei Sandra Aßmann bereits ein Innenbandriss und ein Innenmeniskusriss festgestellt worden. Zudem wiesen die Röntgenaufnahmen bereits auf eine schwere Schädigung des Kreuzbandes hin und ließen auch schon einen Riss des Bandes vermuten.

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Dienstag. 03. Februar 2004

Münster: Akzente in der Sportszene gesetzt

Münster. Der Startschuss liegt fast auf den Tag genau 25 Jahre zurück. Am 2. Februar 1979 war es, da konstituierte sich in der Domstadt eine neue Interessensvertretung, wurde der Volleyball-Kreis Münster ins Leben gerufen. Die Gründung war eine Konseqeunz auf die vom Deutschen Volleyball-Verband (DVV) erstmals durch geführte Verwaltungsreform. Regionalisierung hieß das Stichwort, die Nähe zur Basis sollte durch die Schaffung solcher Kreise erreicht werden.

Der Volleyball boomte zu dieser Zeit in Deutschland, profitierte noch immer von der Begeisterungswelle, die bei den Olympischen Spiele in München 1972 für den Volleyballsport entfacht worden war. Wir mussten dem einfach Rechnung tragen, ging es doch bei der Talentförderung beispielsweise darum, den zahlreichen Mannschaften besonders im Jugendbereich eine Lobby zu geben, wenn es darum ging, Sporthallennutzungszeiten mit der Stadt auszuhandeln. So dass einfach genug Trainingszeiten zur Verfügung standen, nennt Matthias Fell, der damals der Premieren-Vorsitzende des neuen Kreises war, eine ganz pragmatische, sehr sportlernahe Aufgabe, die sich die Gründungsmitglieder zu Beginn auf ihre Fahne geschrieben hatte. Damals fielen 43 Erwachsenen- und 21 Jugendmannschaften in den Verantwortungsbereich. Heute sind es 24 Vereine aus Münster und Umgebung, die sich im Volleyballkreis zu Wort melden. Neben der Jugendarbeit und der Trainerausbildung war auch die zentrale Organisation des Spielbetriebes auf Kreisebene eine der wesentlichen Aufgaben, die sich der neue Zirkel setzte.

Sind das alles Aktivitäten, die sich mehr oder weniger im Verborgenen abspielen, so setzte der Volleyballkreis mit seinem Engagement besonders im Beach-Volleyball deutliche Akzente in der münsterischen Sportszene. Erstmals 1993 wurden Stadtmeisterschaften durchgeführt und von da mit immer mehr Leben erfüllt. So etablierten sich die Sparkassen-Beach-Open, erfreute und erfreut sich der Oldie-Beach-Cup einer sehr großen Fan-Gemeinde. Es gab damals in Deutschland erst ganz wenige Beachvolleyball-Turniere, erinnert sich Gerd Westphal, der 1991 zum ersten Vorsitzenden gewählt worden war. Wichtig: Die Zusammenarbeit mit der Stadt klappte. Es gelang den Vorstandsmitgliedern Stefan Langer und Reinhard Kremer , den Beachvolleyball auf die Förderschiene zu schieben. So wuchs 1997 beispielsweise die Zahl der Beach-Volleyballfelder auf der Sentruper Höhe nicht von alleine auf drei, sondern war auf die Unterstützungsbereitschaft der Stadt zurückzuführen.

Dann und wann hatte der Volleyballkreis natürlich in den 25 Jahren auch ein paar Klippen zu umschiffen, lief nicht alles reibunglos, galt es die eine oder andere Unstimmigkeit aus dem Weg zu räumen. Da ist bei vielen Entscheidungen viel Fingerspitzengefühl verlangt, weiß Rainer Möllers, der derzeit als erster Vorsitzender Regie führt. Doch sicher ist unbestritten: Wir haben uns immer bemüht, etwas zu bewegen, betonte Westphal.

Martina Schönwälder

www.muenster.org/volleyball

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Dienstag. 03. Februar 2004

Schwelbrand zerstört Teile der Beach-Volleyball-Halle

Schaden wird vorläufig auf 50 000 Euro geschätzt

Für Matthias Schneider, den Chef vom Bautzener Moonlight Beach Club e. V. dürfte es ein herber Schlag gewesen sein. Als er am Sonntagvormittag in die Halle an der Preuschwitzer Straße kam und aufschloss, brannte es im Inneren. „Von draußen war gar nichts zu sehen. Die Halle ist ziemlich dicht und war voller Ruß und Rauch. Es war nicht viel Luft im Raum, so dass sich nur kleine Flammen entwickeln konnten, und die sind immer wieder erstickt worden“, berichtet er. Rund 50 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Bautzen und Stiebitz konnten den Brand löschen.

 „Am Sonnabendabend haben wir mit rund 70 Teilnehmern aus Dresden, Zittau, Görlitz und Umgebung noch ein großes Turnier veranstaltet. Das hat mein Bruder geleitet. Wir sind erst gegen drei Uhr aus der Halle raus“, erzählt Matthias Schneider. Nach den ersten Ermittlungen der Polizei scheint der Schwelbrand im Bereich der Bar ausgebrochen zu sein. „Ob es sich um einen Kurzschluss gehandelt hat oder ob es eine andere Ursache gibt, weiß ich noch nicht.“ Das soll noch einmal ausführlich untersucht werden. Auch die Versicherung hat bereits angekündigt, einen Gutachter zu schicken.

Außer der Theke ist auch der Fußboden im Barbereich verbrannt. „Der Sand ist durch den Ruß schwarz geworden, den müssen wir auf jeden Fall tauschen. Ob es überhaupt möglich ist, den Ruß von den Wänden abzuwaschen und sie dann neu zu streichen, weiß ich nicht“, sagt Matthias Schneider skeptisch. Die Höhe des Schadens wird auf 50 000 Euro geschätzt. Glück im Unglück hatte die Firma Altvater, der das komplette Gebäude gehört. Auf den benachbarten Teil der Halle, in dem Fahrzeuge der Firma abgestellt waren, griff der Brand nicht über.

Die Betreiber der Beach-Volleyball-Halle hatten im Sommer des vergangenen Jahres mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen. Nach der Übernahme durch den Moonlight Beach Club habe sich die Auslastung deutlich gebessert. „Ab November, Dezember ging es ordentlich los, da war die Halle gut ausgelastet. An den Wochenenden war sie jetzt immer komplett ausgebucht“, sagt Matthias Schneider.

Die Halle ist unmittelbar nach dem Brand durch die Kriminalpolizei gesperrt worden. Wie lange das so bleibt, steht in den Sternen. „Brandursachen-Ermittlungen haben ihre eigenen Gesetze“, sagt Pressesprecher Peter Bergmann von der Bautzener Polizeidirektion.

Helga Koch

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel