News

Mittwoch, 04. Februar 2004 

Eimsbüttel bestätigt Form der letzten Wochen
Till Lieber ist Sportler des Jahres 2003
Friedrichshafen fordert Revanche gegen Moskau
Bolten und Rettig baggern um die Jugend
Elmshorner Teams wieder heimstark
Gelingt dem USC Münster der zehnte DVV-Pokalsieg?
Top-Liga-Runde: „Wir können sehr viel lernen"
Vilsbiburg gewinnt Bayern-Derby
Der Volleyball-Meister-Macher geht
SVW-Frauen: "Wir täten es wieder"
Das Häfler Lazarett füllt sich
Rückschlag für Fellbach
SCC spielt um zweiten Startplatz
Schmettern für die Moral

Sieben Baku-Heldinnen
HSB lädt Hamburgs Sportpolitiker zur Diskussionsrunde
SV Bayer gegen die Top-Teams
USC-Damen planen den zehnten Coup
A-Pokal in Kiel: Wir kommen!

Februar 2004

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Norddeutschland - Eimsbüttler TV-News 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Eimsbüttel bestätigt Form der letzten Wochen

Die Norderstedter Herren waren am letzten Samstag Richtung Gustav-Falke-Straße gefahren um ihren, durch die Verjüngungskur erweckten, neuen Teamgeist unter Beweis zu stellen. Gelingen sollte dies jedoch nicht. Eimsbüttel ging von Beginn an mit einer beeindruckenden Entschlossenheit zu Werke, so dass die Norderstedter eigentlich nie so richtig ins Spiel fanden.

Vor dem Spiel war die Ausgangslage jedoch nicht so deutlich. Beide Mannschaften hatten im neuen Jahr noch kein Spiel verloren und zudem Warnemünde, den bis dahin ungeschlagenen Ersten, mit 3:2 geschlagen.

Frank Manthey konnte, wie auch die Wochen zuvor, fast alle Spieler einsetzen. Es fehlten lediglich André Bolten und Dirk Schlüter. Auf Norderstedter Seite fehlte mit Andreas Meinken allerdings ein Spieler, der den Vorstädtern sicherlich hätte weiterhelfen können.

Bei Eimsbüttel zeigte sich wie ausgeglichen der Kader tatsächlich ist. Wieder einmal stellte Frank Manthey sein Team um und ließ eine leicht veränderte Mannschaft gegen VCNAL beginnen. Für den verhinderten André Bolten rückte Daniel Rhode in die Starting Six und an Stelle von Gerrit Leinker durfte Martin Scholz beginnen, der sich mittlerweile mit Zuspieler Beni Hermann blind zu verstehen scheint.

Eimsbüttel ging hoch motiviert in das Match, was sich vor allem in Block und Abwehr zeigte. „Das ist einer der großen Unterschiede zur Hinrunde. Wir gehen in diesen beiden Bereichen deutlich konsequenter zu Werke.“ Was auch schon den Warnemündern Schwierigkeiten bereitet hatte stellte nun auch die Mannen vom VCNAL vor beträchtliche Probleme. Hierbei bewiesen Henning Meier und Patrick Nawo einmal mehr, dass sie zur Elite der Regionalliga-Mittelblocker gehören.

Durch diese geschlossene Mannschaftsleitung ging der erste Satz ohne größere Zwischenfälle an die Eimsbütteler. 25:19 hieß es am Satzende was dokumentiert wie überlegen die ETVler agierten.

Den zweiten Satz begannen die Eimsbütteler wie sie den ersten Satz beendet hatten. Der ETV hatte eine unvermindert gute Quote in der Annahme, welche es Beni Hermann ermöglichte Kombinationen einzustreuen und die Norderstedter schwindelig zu spielen. „Ich muss ein großes Lob an meine Annahmespieler aussprechen. Mit dieser Annahme konnte ich einfach alles machen!“ äußerte sich der Zuspieler der Eimsbütteler.

Alexander Hente, Mittelblocker des VCNAL, führte zudem den zweiten Vorteil der Eimsbütteler an: „Eimsbüttel hat heute zum einen besser angenommen als wir und zum anderen haben sie mit ihren Aufgaben unsere Annahme stark unter Druck gesetzt.“

Eimsbüttel ließ sich Mitte des zweiten Satzes auch nicht durch den verletzungsbedingten Ausfall von Patrick Nawo verunsichern. Für ihn kam Sebastian Wriedt ins Team, der sich nahtlos einfügte. Somit war der Satzgewinn des ETV mit 25:19 eine ebenso klare Angelegenheit wie der Gewinn des ersten Satzes.

Die Bilder im dritten Satz waren im Prinzip ein Abbild der beiden vorangegangenen Sätze. Eimsbüttel agierte weiterhin konzentriert und sicher. Wobei sich bei den Norderstedter langsam Resignation breit machte. „Norderstedt ging motiviert ins Spiel, musste dann aber erkennen das sie bei uns keinen Blumentopf gewinnen können.“ meinte Stefan Lohl, zweiter Zuspieler der Eimsbütteler. Eimsbüttel spielte nun seinen Stiefel runter, der durchaus mit attraktivem Volleyball gekoppelt ist und gewann den Satz mit 25:15 sehr deutlich.

Spielertrainer Andreas Meinken sagte nach dem Spiel: „So gut wie jetzt habe ich den ETV lange nicht gesehen. Das ist mit Abstand die stärkste Mannschaft der Regionalliga!“ Dem wollte dann Frank Manthey auch nichts mehr hinzufügen, der nach der sehr zähen Hinrunde glücklich ist, dass der Knoten endlich geplatzt zu sein scheint und dass seine Mannschaft endlich auch den von ihm geforderten attraktiven „Spaßvolleyball“ zelebriert.

Nun spielt der ETV am Wochenende im Pokal in Geesthacht und hat dann eine Ligapause bis es am 28.02.2004 zu Hause gegen den SV Adelby zur Sache geht.

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Till Lieber ist Sportler des Jahres 2003

Aufschlag für einen Ballkünstler am Netz

Aachen. Als Abwehrspezialist, sowohl in der Nationalmannschaft als auch bei seinem Verein Evivo Düren, schaffte der Volleyballer Till Lieber den Sprung ganz oben auf das Treppchen.

Der 22-Jährige tritt damit die Nachfolge von Fußball-Nationalspieler Torsten Frings an und ist nach "Mister-Beachvolleyball" Jörg Ahmann (2000) der zweite Volleyballer, der seit 1983 bei den Sportlerwahlen triumphieren konnte. 20,34 Prozent der abgegebenen Stimmen kassierte der blonde Sonnyboy, der an der RWTH in Aachen im dritten Semester Mathematik studiert.

Bei Evivo avancierte Till zum Stammspieler, Leistungsträger und Nationalspieler. Das Highlight war die EM-Endrundenteilnahme. Mit der Olympia-Qualifikation hat's Anfang Januar gegen starke Konkurrenz nicht geklappt.

Bei den Herren hätte fast das Zielfoto entscheiden müssen, so knapp ist die Stimmenverteilung. Den Titelträger und den Viertplatzierten Emmanuel Krontiris, Stürmer von Alemannia Aachen, trennen gerade einmal 2,14 Prozent.

Platz 2 geht in diesem Jahr an den Weltrekordhalter, Mannschafts-Weltmeister und Vizeweltmeister im Einzel auf der Bahn, Luke Roberts. Der Australier in Diensten des Stolberger Comnet Senges Teams, das zu den besten in Deutschland gehört, sicherte sich 19,46 Prozent und ist damit der Shootingstar.

Im Vorjahr brachte es Roberts gerade einmal auf 2,2 Prozent. Rang drei belegt Sascha Maassen, der Sportler des Jahres 1994. 19,4 Prozent holte sich der Porsche-Pilot. Der Alsdorfer Tennis-Profi Tomas Behrend schlägt als Daviscupspieler und deutscher Mannschaftsmeister mit fast 12 Prozent als Fünftplazierter auf. In den vergangenen zwei Jahren reichte es für den ASV-Schwimmer Philipp Cool jeweils zum 4. Platz, diesmal muss sich der Brustspezialist mit Rang 6 (11,9 Prozent ) begnügen.

Thomas Fuchs

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Friedrichshafen fordert Revanche gegen Moskau

FRIEDRICHSHAFEN - Am Mittwoch, 4. Februar, 20.15 Uhr, dürfen die Volleyball-Fans wieder ein tolles Fest in der ARENA Friedrichshafen erwarten. VfB Friedrichshafen, frisch gebackener Pokalsieger, erwartet den russischen Vertreter Odintsovo Moskau, gegen den er noch ein Hühnchen zu rupfen hat.

Rückblende an den Beginn der Champions League-Saison, die für den VfB in Moskau mit einer 2:3-Niederlage startete. Klar, Moskau war der haushohe Favorit. Umso bitterer war das Scheitern, weil der VfB 2:0 vorne gelegen hatte und im Tiebreak gleich vier Matchbälle nicht verwandeln konnte. Verständlich, dass die Häfler heiß auf die Revanche sind. „Wir wollen die Russen schlagen“, sagt Trainer Stelian Moculescu mit einer Entschlossenheit in der Stimme, dass nicht zu überhören ist, wie ernst es ihm ist.

Durch den Pokalsieg vor wenigen Tagen motiviert und nach einem trainingsfreien Tag ausgeruht für die bevorstehende Aufgabe, dürfen die Fans eine spannende Begegnung erwarten. Während die Häfler ihr Ziel, auf keinen Fall Letzter in der Gruppe zu werden, bereits erreicht haben, muss Odintsovo noch bangen. Momentan führen sie Pool D an, liegen aber mit Tours VB gleichauf - sind lediglich durch ein paar mehr erzielte Satzpunkte besser. Da nicht zu erwarten ist, dass sich Tours gegen ESS Falck Pärnu die Blöße geben wird, ist das Match in Friedrichshafen ganz entscheidend für Moskau. Bei einer Niederlage rutschen sie auf Platz zwei ab und setzen damit ihr Weiterkommen aufs Spiel.

Neben dem sportlichen Event auf dem ARENA-Court bietet der VfB Friedrichshafen seinen Fans, die beim DVV-Pokalturnier in Dessau nicht dabei waren, noch etwas Besonderes. Die „Kuhglocke“, wie der Pokal wegen seines Aussehens und Klangs genannt wird, wird von Oberbürgermeister Josef Büchelmeier noch einmal übergeben. Passend dazu präsentieren die Volleyballer ihre CD mit der eigens für große Anlässe komponierten VfB-Hymne. „Heut' ist unser Tag“ heißt das Erstlingswerk, an dem die Spieler unüberhörbar mitgewirkt haben.

Die Voraussetzungen sind also gut, um die Ankündigung von Stelian Moculescu in die Tat umzusetzen: „Wir wollen zum Abschluss der Champions League ein großes Volleyballfest mit unseren Fans feiern.“

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Bolten und Rettig baggern um die Jugend

Hamburg - Hamburgs Volleyballer haben als bisher einziger Verband die neuen Möglichkeiten genutzt, die die Behörde für Bildung und Sport mit der Schaffung von Lehrer-Trainer-Stellen und Zuschüssen zu Verbandstrainerposten seit zwei Jahren bietet. Gymnasiallehrer Knut Rettig (seit 2002) und André Bolten (seit Januar) kümmern sich als Landestrainer um den weiblichen und männlichen Nachwuchs. Rettig (Heidberg) besetzt neben Andree Fincke (Fußball/Alter Teichweg) die zweite von zwölf möglichen Lehrer-Trainer-Stellen.

"Wir sind nun in der Lage, Talente umfassender zu sichten und rund zwei Jahre früher zu fördern", sagt Volleyball-Verbandsgeschäftsführer Ulrich Kahl. Der Zufall, mit der einst eine Hochbegabung wie Margarethe Kozuch (17) in Berne (später CVJM, jetzt Fischbek) entdeckt wurde, soll künftig System werden. Fünf Trainingszentren im Großraum Hamburg wird der Verband einrichten, um die Übungsumfänge des Nachwuchses erhöhen zu können. Rettig: "Ein Stadtstaat wie Hamburg hat strukturelle Nachteile gegenüber Flächenländern. Jetzt haben wir die Chance, im Leistungsbereich aufzuholen."

Der ehemalige Trainer des TV Fischbek hat sich der Aufgabe verschrieben und schließt eine Rückkehr in die Bundesliga vorerst aus. Statt beim Pokalhalbfinale am nächsten Sonnabend in Schwerin Fischbeks Frauen zu coachen, wird er Hamburgs Mädchen beim Bundespokal in Kiel betreuen.

rg

 

Norddeutschland - Pinneberger Zeitung 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Elmshorner Teams wieder heimstark

In der Krückauhalle kamen die Regionalliga-Mannschaften der VGE zu klaren Punktspielsiegen.

Elmshorn - So kann es weitergehen für die beiden Regionalliga-Teams der Volleyball-Gemeinschaft Elmshorn (VGE): In der an sich ungeliebten Krückauhalle - üblicherweise bestreiten die VGE-Mannschaften ihre Heimpartien in der KGSE-Halle - fanden sie zu alter Stärke zurück. Zunächst besiegten die Elmshorner Männer den VfL Geesthacht mit 3:1 (25:23, 27:25, 18:25, 25:23), anschließend kamen ihre Vereinskameradinnen in nur 56 Minuten zu einem 3:0 (25:19, 25:11, 25:22) über den SV Wilhelmsburg.

Dass Frauen-Trainer Burkhard Skibitzki nach dem nie gefährdeten Erfolg seiner Schützlinge verschnupft war, hatte demzufolge ausschließlich gesundheitliche Gründe: Der 43-Jährige plagte sich mit einem grippalen Infekt und war froh, dass er sich bereits nach weniger als einer Stunde wieder seiner Genesung widmen konnte.
Die Leistung, die sein Team zuvor geboten hatte, dürfte diesen Prozess beschleunigen: Obwohl die Elmshornerinnen zuletzt nur in Unterbesetzung trainiert hatten, dominierten sie gegen die weitgehend überforderten Gästen jederzeit das Geschehen.

Wieder dabei war Zuspielerin Britta Schümann, die aber auf Grund ihres krankheitsbedingten Trainingsrückstandes nur zu Beginn der Sätze eins und zwei zum Einsatz kam und ansonsten von Diagonalspielerin Manuela Rohr vertreten wurde. Auch ansonsten nutzte Skibitzki die Gelegenheit zu experimentieren: Die Youngster Svea Brügge und Sarah Hoppe erhielten ebenso reichlich Einsatzzeit wie Dagmar Gaede, die ihre Rückenbeschwerden auskuriert hat.

Der nächste Gegner dürfte den Elmshornerinnen kaum mehr abverlangen als die Wilhelmsburgerinnen: Am 14. Februar (18 Uhr) gastiert Schlusslicht SC Rönnau in der KGSE-Halle.

Die VGE-Männer hatten mit Aufsteiger Geesthacht mehr Mühe, als es das Endresultat vermuten lässt. Immerhin rückten die Elmshorner durch den in eineinhalbstündiger Spieldauer schwer erkämpften Erfolg auf Rang drei vor, die Differenz zum drittletzten Platz beträgt aber lediglich zwei Zähler.

"Das war Abstiegskampf pur", stellte denn auch VGE-Spielertrainer Ekkehard Goller fest. Als Glücksgriff erwies sich der Einsatz von Matthias Proske auf der Libero-Position: Der 20-Jährige, der sich im Sommer beim Beachvolleyball eine schwere Schulterverletzung zuzog, hatte sich zu Saisonbeginn der zweiten VGE-Mannschaft (Landesliga) angeschlossen, half jetzt aber bei seinen früheren Teamkameraden aus und erwies sich als enorme Verstärkung im Annahme- und Abwehrbereich.

Da "Willy", wie er von seinen Vereinskameraden allenthalben gerufen wird, zudem prächtig mit Außenangreifer Lars Winter harmonierte, konnte die VGE die beiden ersten Sätze knapp für sich entscheiden und ließ sich auch durch den Verlust des dritten Durchgangs nicht aus dem Konzept bringen.

Letztlich aber war Ekkehard Goller in erster Linie mit dem Ergebnis zufrieden. "Wir haben über weite Strecken im Angriff nicht druckvoll genug agiert", kritisierte der VGE-Spielertrainer.

Aus dem Abstiegskampf verabschieden wollen sich die Elmshorner Regionalliga-Volleyballer am 14. Februar (15 Uhr, KGSE-Halle) mit einem Heimsieg gegen den Eckernförder MTV.

Frank Will

 

Deutschland - DVV-News 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Gelingt dem USC Münster der zehnte DVV-Pokalsieg?

Nur eine Woche nach dem Pokalentscheid der Männer in Dessau ermitteln die Frauen ihren ersten nationalen Titelträger des Jahres 2004. Bei der DVV-Pokalendrunde in Schwerin kämpfen am 7./8. Februar die Teams vom Schweriner SC, TV Fischbek Hamburg, USC Münster und TSV Bayer 04 Leverkusen um die begehrte Trophäe. Unter diesen vier Teams wird der Nachfolger des letztjährigen Pokalgewinners SSV Ulm ALIUD PHARMA ermittelt. Am Sonntag, 8. Februar, beginnt ab 15.30 Uhr das Finale, zuvor steigt das Spiel um Platz 3 (13.00 Uhr).

Dabei bietet sich dem USC Münster die große Chance, seinen zehnten DVV-Pokalsieg zu landen und somit mit Rekordgewinner SC Dynamo Berlin (DSVB-Pokal) gleich zu ziehen. Die Mannschaft mit den DVV-Nationalspielerinnen Atika Bouagaa und Cornelia Dumler dürfte als aktueller Bundesliga-2. als leichter Favorit in Schwerin antreten. Im Halbfinale am 7. Februar (17.00 Uhr) wartet zunächst Leverkusen mit den Nationalspielerinnen Judith Sylvester, Kathy Radzuweit und Julia Schlecht auf Münster. Nach einem blendenden Bundesliga-Start, der sie bis an den „Platz an der Sonne“ führte, sind die Leverkusenerinnen in der Tabelle etwas zurück gefallen und nehmen derzeit den 4. Platz ein.

Im anderen Halbfinale kommt es zwischen Gastgeber Schwerin und Hamburg (14.30 Uhr) zum Nordderby. Nach den zuletzt guten Resultaten in der Liga (aktuell Platz 6) sowie mit dem Heimvorteil im Rücken dürften die Schwerinerinnen favorisiert in das Spiel gehen. Allerdings ist Hamburg (8.) nicht zu unterschätzen, die Mannschaft um Nationalspielerin Christina Benecke kann an einem guten Tag jede Mannschaft der Liga schlagen. Nach einer Verjüngung des Teams fehlt es noch etwas an Konstanz.

Während Münster (zuletzt 2000) und Schwerin (2001) bereits in den Siegerlisten des DVV-Pokals vertreten sind, sind die Briefbögen der beiden anderen Teams diesbezüglich weiß. Hamburg und Leverkusen haben weder in der Meisterschaft noch im Pokal einen nationalen Titel gewonnen.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Mittwoch. 04. Februar 2004

Top-Liga-Runde: „Wir können sehr viel lernen"

Alles Neue macht der Mai – im Fall der Bundesliga-Volleyballer stimmt das nicht, denn die Bagger- und Pritschkünstler betreten bereits im Februar Neuland. Am 7. Februar startet nach der Reform des Bundesliga-Modus die neue Top-Liga-Runde. Der SV Bayer Wuppertal feiert die Premiere bei evivo Düren.

Modusänderung hin oder her beim SV Bayer möchte man nach den positiven Eindrücken aus der einfachen Hinrunde sportlich weitere Ausrufezeichen setzen. „Grundsätzlich geht es darum, sich eine gute Ausgangsposition für die Play-offs zu sichern. Das heißt in unserem Fall, Platz drei oder vier, um dann im Viertelfinale im Zweifelsfall noch ein zweites Heimspiel zu haben“, sagt Teammanager Helmut Glimpf. Der 56-Jährige sieht vor allem die Vorteile der Top-Liga-Runde: „Junge Mannschaften wie unsere können in den kommenden Spielen sehr viel lernen, weil es immer gegen die besten Mannschaften und Volleyballer aus Deutschland geht. Zudem sind die anderen Teams gegen den SV Bayer Wuppertal immer besonders motiviert. Ich glaube nicht, dass die Top-Liga-Runde ein Muster ohne Wert sein wird. In Belgien spielt man bereits im dritten Jahr nach diesem Modus und hört keine negativen Stimmen.“

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Mittwoch. 04. Februar 2004

Vilsbiburg gewinnt Bayern-Derby

Wühler: Spiel mit Höhen und Tiefen

Die bayerische Volleyball-Krone bleibt in Vilsbiburg. Auch das zweite Derby in der laufenden Saison gegen den VC Augsburg konnten die Roten Raben mit 3:1 (25, 18, -18, 22) für sich entscheiden.
Allerdings war es kein hochklassiges Bayern-Derby, das die 843 Zuschauer in der Vilsbiburger Vilstalhalle zu sehen bekamen. Dafür war vor allem das Spiel der Gastgeberinnen zu hohen Leistungsschwankungen unterworfen, was auch Kapitän Katja Wühler anschließend eingestand: "Das war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen."

Zudem machten die Augsburgerinnen über weite Strecken aus ihren Möglichkeiten das Beste und wussten vor allem durch hohe Einsatzbereitschaft zu überzeugen. Unter der Leitung von Nikolai Roppel, der die Nachfolge von Peter Götz übernommen hatte, glänzten die Gäste ein ums andere Mal mit einer guten Annahme. Wie erwartet mussten sich die Roten Raben von Beginn an mächtig ins Zeug legen, was zu Beginn des ersten Satzes auch belohnt wurde. Mit druckvollen Angriffen spielten sich die Vilsbiburgerinnen einen komfortablen 11:7-Vorsprung heraus. Zu diesem Zeitpunkt jedoch verloren die Roten Raben plötzlich den Faden. Nach einer Aufschlagserie von Krystina Kolinova mussten sie einem Drei-Punkte-Rückstand hinterherlaufen und sogar einen Augsburger Satzball abwehren. Besonders Elena Kounova behielt in dieser Phase die Nerven und sorgte mit ihren Angriffen für ein Vilsbiburger Happy End - 27:25.

Im zweiten Durchgang gingen die Roten Raben konsequenter zu Werke und ließen sich ihren Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr nehmen (25:18). Diese Konsequenz ließen die Schützlinge von Chef-Trainer Michael Schöps allerdings im dritten Satz vermissen. Aufschlag- und Annahmefehler nutzte der VC Augsburg gnadenlos aus. Auch ein Schlussspurt änderte nichts daran, dass die Gäste mit 25:18 die Oberhand behielten. Ordnung kehrte erst mit Beginn des vierten Durchgangs ins Spiel der Roten Raben zurück. Die Augsburgerinnen hatten ihr Pulver größtenteils verschossen, so dass ein kurzer Zwischenspurt zum 16:9 reichte, um die enorm wichtigen zwei Punkte einzufahren - 25:22.

Da am kommenden Wochenende das Final-Four-Turnier im DVV-Pokal ausgetragen wird, spielen die Roten Raben erst wieder am 14. Februar um Bundesliga-Punkte. Dann muss die Schöps-Truppe zum Tabellen-Neunten nach Berlin reisen.

Ben Weinberger

 

Deutschland - Pinneberger Zeitung 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Der Volleyball-Meister-Macher geht

Barmstedt/Elmshorn - Als Mathe-Lehrer hat es ihn natürlich gereizt, genau nachzurechnen: 29 200 Stunden hat Jürgen Wandelburg (61) während seines Berufslebens unterrichtet, nun ist er mit "großem Bahnhof" von Schülern und Kollegen in den vorgezogenen Ruhestand verabschiedet worden.

Wandelburg, der neben Mathematik noch Physik, Philosophie, Psychologie, Soziologie, Sport und Pädagogik studiert hat, war nach seinem Referendariat in Hamburg zunächst vier Jahre am Elmshorner Bismarck-Gymnasium, half beim Aufbau der Kooperativen Gesamtschule Elmshorn (18 Jahre) und leitete dort den Gymnasialzweig, bevor er für vier Jahre die Leitung einer Deutschen Schule in Mexiko übernahm.

Nach dem Auslandseinsatz war der engagierte Pädagoge zunächst zwei Jahre lang an der Integrierten Gesamtschule Wedel und zuletzt fünfeinhalb Jahre als Mittelstufenleiter am Weizsäcker-Gymnasium in Barmstedt tätig.

Als leidenschaftlicher Volleyballer hat Wandelburg allein in den vergangenen vier Jahren im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" Schülerteams zu 14 Kreismeistern, acht Bezirksmeistern und vier Endspielteilnahmen auf Landesebene geführt. Mehrere Mannschaften schafften sogar die Finalteilnahme in Berlin. In der Zeit in Mexiko wurden seine Schüler beim Turnier der lateinamerikanischen Schulen in Costa Rica Turniersieger.

Während der Abschiedfeier am Barmstedter Gaymnasium brachten die Schüler "ihrem Pauker" in ihren Beiträgen viel Sympathie entgegen, sogar eine große Delegation ehemaliger Kollegen aus dem Kreisgebiet erwies ihm die Referenz.

ww

 

Norddeutschland - Harburger Rundschau 

Mittwoch. 04. Februar 2004

SVW-Frauen: "Wir täten es wieder"

Wilhelmsburg - Das glatte 0:3 (19:25, 11:25, 22:25) beim Regionalliga-Tabellenzweiten VG Elmshorn war bereits die elfte Niederlage im dreizehnten Punktspiel der Volleyball-Frauen des SV Wilhelmsburg. Doch trotz des Niederlagen-Frustes kommt Zuspielerin Sabine Kleist zu dem Ergebnis: "Wir würden den Aufstieg wohl wieder machen."

Grund: Für viele der Wilhelmsburgerinnen war die Entscheidung zu Gunsten des Drittliga-Aufstiegs die wohl letzte Möglichkeit, noch einmal höherklassig spielen zu können. Nur die beiden früheren Bundesliga-Spielerinnen des TV Fischbek, Tanja Wilhelm und Nicole Winkelmann sowie die frühere Bremerin Christiane Schwerdt hatten bislang bereits in anspruchsvolleren Ligen einige Erfahrungen sammeln können.

Und doch breitet sich allmählich so etwas wie Resignation aus. "Wir fahren eigentlich immer recht zuversichtlich zu den Spielen", beschreibt Sabine Kleist. Doch zuweilen wirken die Wilhelmsburgerinnen wie begeisterte Fans: "Wenn wir dann sehen, wie gut der Gegner zum Beispiel im Angriff ist, kommt der Gedanke, das nicht schaffen zu können", so die Spielmacherin.

In Elmshorn zum Beispiel lagen die Wilhelmsburger Frauen im ersten Durchgang schnell mit 3:10 Zählern zurück, verabschiedeten sich de facto im zweiten Satz völlig aus dem Spiel. "Unsere Punkte stammten eigentlich nur aus Fehlern der Elmshornerinnen", so Sabine Kleist.

Trost finden die wackeren Aufsteigerinnen dann in der Tatsache, doch phasenweise mithalten zu können, wie zum Beispiel im knappen dritten Satz in Elmshorn.

masch

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Das Häfler Lazarett füllt sich

FRIEDRICHSHAFEN - Der Pokalsieg scheint einigen Volleyballern des VfB Friedrichshafen nicht gut bekommen zu sein. Die zugigen Verhältnisse in der Anhalt Arena Sachen haben davor gesorgt, dass sich Jochen Schöps eine Lungenentzündung zugezogen hat. Beim Champions League Spiel gegen Odintsovo Moskau (Mittwoch, 4. Februar, 20.15 Uhr) wird er deshalb auf keinen Fall auflaufen können. 

Marcus Popp hat es mit einer schweren Erkältung ebenfalls erwischt. Zu guter letzt ist auch Trainer Stelian Moculescu angeschlagen und hat sich am Vortag des letzten Spiels in der „Königsklasse“ vom Training abgemeldet. Er wird es sich aber sicher nicht nehmen lassen, seine Mannschaft bei der Revanche gegen Moskau zu unterstützen. 

Das Spiel wird um 23 Uhr auf DSF übertragen.

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Mittwoch. 04. Februar 2004

Rückschlag für Fellbach

Einen herben Dämpfer mussten die Mannen des SV Fellbach gestern Abend einstecken. Sie konnten ihre Erfolgsserie nicht ausbauen und verloren vor heimischem Publikum in der Gäuäckersporthalle gegen die TG Bad Soden mit 1:3 (23:25, 24:26, 25:22, 22:25).

Nach dem zuletzt gezeigten positiven Aufwärtstrend fiel man nun wieder in längst vergangen geglaubte Zeiten zurück. Gegen einen nicht mehr als durchschnittlichen Gegner gelang es nie, auch nur annähernd die Leistung der letzten Wochen abzurufen. Die Annahme zu ungenau, das Zuspiel unpräzise, die Angriffschläge nicht zwingend, die Abwehr eine Katastrophe, der Aufschlag ein Lotteriespiel. Einzig in der Blockarbeit wusste der SV Fellbach zu überzeugen. Co- Trainer Gunther Kuster: „Ich bin das erste Mal richtig wütend. Gegen eine Mannschaft bei denen 6 Spieler Flatteraufschläge machen, die ohne Rückraum spielt, darf man nicht verlieren.“

Die ersten beiden Sätze gingen knapp verloren, beides Mal wurde es dem SV Fellbach zum Verhängnis, dass kurz vor Satzende zu viele Eigenfehler gemacht wurden. Immer wenn sich die Schwaben heran gekämpft hatte, beging einer der Mitstreiter einen Fehler, der dann das Ende des Satzes bedeutete.

Mit der Einwechslung von Jörg Ahmann zu Beginn des dritten Satzes wurde zwar der Angriff stabiler, doch schlug die TG Bad Soden nicht auf ihn auf, so dass die Annahme weiterhin sehr ungenau blieb. Dennoch gewann man den Satz mit 25:22 und die knapp 250 Zuschauer hofften auf die Wende. Die Mannschaft lag dann auch mit 20:17 in Front, doch dann brach sie völlig ein. Bis zum 20:24 gingen 7 Punkte in Folge durch elementarste Fehler verloren.

Der deutlichste Unterschied zwischen den beiden Mannschaften gestern war, dass die TG Bad Soden den Traineranweisungen folgte, beim SV Fellbach war dies nicht festzustellen, was sich am einfachsten auf die Aufschläge projizieren lässt. Vermieden die Bad Sodener, den Aufschlag auf Fellbachs besten Annehmer Jörg Ahmann, so schlug man beim SV Fellbach (wenn der Ball über das Netz kam) mit Vorliebe auf Volker Braun auf, seines Zeichens ehemaliger Erstligaspieler, der für seine stabile Annahme bekannt sein dürfte.

Angesichts der nun anstehen schweren Aufgaben in Delitzsch, zu Hause gegen Dachau, und der gestern gezeigten Leistung bleibt zu hoffen, dass der SV Fellbach nicht nach unten durchgereicht wird.

 

Deutschland - Berliner Zeitung 

Mittwoch. 04. Februar 2004

SCC spielt um zweiten Startplatz

Der SCC Berlin kann im letzten Spiel der Champions League die Weichen für die nächste Saison stellen. Wenn der deutsche Meister am Mittwoch bei Pamapol AZS Czestochowa mindestens zwei Sätze gewinnt, würde er dem deutschen Volleyball für ein weiteres Jahr einen zweiten Platz in der Champions League sichern. 

Die Aussichten auf Schützenhilfe am grünen Tisch stehen schlecht. Der SCC hatte nach dem 2:3 gegen Treviso Protest eingelegt, weil ein nicht im Protokoll vermerkter Spieler mitgewirkt hatte. Eine Rückmeldung vom europäischen Verband CEV steht noch aus.

 

Deutschland - Berliner Morgenpost 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Schmettern für die Moral

Für die SCC-Volleyballer geht es heute in Polen um mehr als den Erhalt eines Champions-League-Platzes

Die Pisten sind bestens präpariert, die Sonne strahlt - und der Himmel ist blau und wolkenlos. Herrlichstes Wintersport-Wetter in Obertauern. "Wunderschöne Bedingungen", schwärmt Kaweh Niroomand über seinen Ski-Urlaub in Österreich. Aber auch in 2200 Metern Höhe ist nicht alles perfekt: "Da ist natürlich immer noch der Wermutstropfen vom Wochenende", schränkt der Manager des SC Charlottenburg ein.

Was sich Sonntag in Dessau ereignete, hatte Niroomand auch gestern - zwei Tage später und 700 Kilometer südlich - noch nicht verarbeitet: Beim ersten Showdown zwischen den ewigen Rivalen der Volleyball-Szene wollte der SCC den Pokal an die Spree holen. Stattdessen nahm ihn nach dem 3:2-Sieg der VfB Friedrichshafen wieder mit an den Bodensee - zum sechsten Mal seit 1998.

Da wird das Gewinnen zur Routine, könnte man meinen. Die Realität sah anders aus: Trainer Stelian Moculescu sank jubelnd auf die Knie, die Spieler hüpften ausgelassen auf dem Feld. Die Meisterschale hatte man im April an den SCC verloren, nun sollte der Pokal nicht auch noch den Besitzer wechseln. Schnell hätten sonst die Worte "vollständige Wachablösung" die Runde gemacht.

Nun konnte Moculescu feststellen: "Vor der Saison wurde die neue Mannschaft von vielen belächelt. Dass sie jetzt so großartig gefightet hat, ist eine Genugtuung." Er sprach auch von einem Gegner, "der inzwischen gleichwertig ist." Nach Jahren der teilweise überdeutlichen Friedrichshafener Dominanz hat der SCC aufgeschlossen. Aber wie schon in der Champions League fehlte es an der Konstanz, um ein ausgeglichenes Spiel als Sieger zu beenden.

Die Freude, mit dem einst alleinigen Branchenführer gleichgezogen zu haben, hielt sich nach der Niederlage verständlicherweise in Grenzen. Sebastian Prüsener standen die Tränen in den Augen, er war in den vergangenen beiden Jahren mit Unterhaching im Final Four an Friedrichshafen gescheitert. Dieses Mal sollte es endlich klappen.

Alle - egal ob ein Routinier wie Marco Liefke oder ein Youngster wie Robert Kromm - waren am Boden zerstört. "In dieser Form habe ich das noch nicht erlebt", sagt Niroomand. Viel Zeit, die erste Saison-Niederlage auf nationaler Ebene wegzustecken, bleibt nicht. Bereits heute steht das achte Spiel in drei Wochen an, ein ganz wichtiges noch dazu.

Beim polnischen Meister Pamapol AZS Czestochowa tritt der SCC zum letzten Mal in der Champions League an. "Die Frage ist, wie die Mannschaft die Enttäuschung vom Sonntag verarbeitet", glaubt Niroomand. Es geht nicht nur darum, sich ordentlich aus dem Kreis der besten europäischen Teams zu verabschieden, sondern um den dritten Gruppenplatz.

Gewinnt der SCC zwei Sätze, bleibt er Dritter und der Deutsche Volleyball-Verband stellt auch in der kommenden Saison zwei Starter (Friedrichshafen hat Platz drei in Gruppe D bereits sicher). "Aber man kann da nicht hinfahren, um auf zwei Sätze zu spielen", erteilt Niroomand allen Rechenspielen eine Absage.

Über den nach der Partie am vergangenen Mittwoch gegen Sisley Treviso (2:3) eingelegten Protest - die Italiener hatten einen Akteur eingesetzt, der nicht auf dem Spielberichtsbogen gestanden hatte - wird vor dem heutigen Spiel nicht mehr entschieden. Hilft sich der SCC dort selbst, interessiert das Ergebnis am Grünen Tisch ohnehin keinen mehr.

Sebastian Schlichting

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Mittwoch. 04. Februar 2004

Sieben Baku-Heldinnen

Schwerin kann sich bei der Pokal-Endrunde auf DVV-Nationalspielerinnen freuen

Schwerin Die Volleyball-Fans dürfen sich freuen: Am Wochenende stehen bei der Endrunde um den DVV-Pokal in Schwerin auch sieben Nationalspielerinnen auf dem Parkett.

Christina Benecke (Hamburg), Atika Bouagaa, Cornelia Dumler (beide Münster), Kathy Radzuweit, Julia Schlecht, Judith Sylvester (alle Leverkusen) und Lokalmatadorin Kathleen Weiß vom Schweriner SC gehörten Anfang Januar zur DVV-Auswahl, die sensationell die Olympia-Qualifikation in Baku/Aserbaidshan geschafft hatte. "Wir hatten eigentlich keine Chance, aber die haben wir genutzt. Ein bisschen Glück hatten wir aber auch", freut sich noch heute Damen-Bundestrainer Hee Wan Lee, der am Freitag nach Schwerin kommt.

Er will sich neben seinen Nationalspielerinnen natürlich auch Akteurinnen ansehen, die im erweiterten Kader stehen. "Es sind viele Spielerinnen noch sehr jung, ihnen fehlt noch die Konstanz", so Hee Wan Lee, der ganz klar sagt: "Ich brauche für die Nationalmannschaft Alternativen." Ob das auch wieder die Italien-Legionärinnen Hanka Pachale und Sylvia Roll sein werden, darauf ließ sich der Bundestrainer nicht ein. "Jetzt ist alles noch viel zu früh. Ich muss ja dann sehen, wer mir zur Verfügung steht."

In diesen Tagen dreht sich sowieso erst einmal alles in Sachen Damen-Volleyball um die Pokal-Endrunde am Sonnabend und Sonntag. Da bezieht Hee Wan Lee eindeutig Stellung: "Im ersten Halbfinale ist Schwerin gegenüber Hamburg der Favorit. Die Zuschauer sind auf der Seite ihrer Mannschaft. Das ist ein Vorteil." Für das zweite Halbfinale wagt er nicht, sich so weit aus dem Fenster zu lehnen. "Leverkusen hat sich in dieser Saison in seiner Leistung stabilisiert. Münster hat Verletzungssorgen. Da muss man abwarten, wie die Mannschaft das verkraftet. Das wird interessant", so der Bundestrainer, der aber keinen Tipp auf den Pokalsieger abgeben wollte. "Hamburg ist die schwächste Mannschaft unter den Vier, alles andere ist offen. Und besonders dann im Finale. Da entscheidet auch die Tagesform."

Martina Kasprzak

 

Hamburg - Die Welt 

Mittwoch. 04. Februar 2004

HSB lädt Hamburgs Sportpolitiker zur Diskussionsrunde

Der Hamburger Sportbund veranstaltet am kommenden Dienstag (19 Uhr, Haus des Sports) erneut ein "Sportpolitisches Forum", zu dem alle sportinteressierten Bürger eingeladen sind. 19 Tage vor der Bürgerschaftswahl stellen sich die sportpolitischen Sprecher Volker Okun (CDU), Mathias Petersen (SPD), Verena Lappe (GAL) und Burkhardt Müller-Sönksen (FDP) der Diskussion. Im Anschluss daran steht auch Bildungs- und Sportsenator Reinhard Soltau für Fragen zur Verfügung.  

DW

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Mittwoch. 04. Februar 2004

SV Bayer gegen die Top-Teams

Top-Liga-Runde beginnt am Samstag.

Wuppertal. Am 7. Februar startet nach der Modusänderung der Volleyball-Bundesliga der Herren die neue Top-Liga-Runde. Der SV Bayer Wuppertal feiert die Premiere mit einem Spiel bei evivo Düren. Modusänderung hin oder her beim SV Bayer möchte man nach den positiven Eindrücken aus der einfachen Hinrunde sportlich weitere Ausrufezeichen setzen. Grundsätzlich geht es darum, sich eine gute Ausgangsposition für die Play-offs zu sichern. "Ziel ist Platz drei oder vier, um dann im Viertelfinale im Zweifelsfall noch ein zweites Heimspiel zu haben", sagt Teammanager Helmut Glimpf.

Der 56-Jährige sieht vor allem die Vorteile der Top-Liga-Runde: "Junge Mannschaften wie unsere können in den kommenden Spielen sehr viel lernen, weil es immer gegen die besten Mannschaften und Volleyballer aus Deutschland geht. Zudem sind die anderen Teams gegen den SV Bayer immer besonders motiviert. Ich glaube nicht, dass die Top-Liga-Runde ein Muster ohne Wert sein wird. In Belgien spielt man im dritten Jahr nach diesem Modus und hört keine negativen Stimmen."

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Mittwoch. 04. Februar 2004

USC-Damen planen den zehnten Coup

Münster. Der Bus ist bestellt, die Hotelzimmer sind reserviert, der Speiseplan steht: Drei Tage vor Beginn der Endrunde im deutschen Volleyball-Pokal der Damen in Schwerin meldet USC-Geschäftsführer Achim Barbknecht in Sachen Organisation Vollzug. Alles ist arrangiert, nun seien die Sportlerinnen am Zug. Die bestreiten am Samstag ab 17 Uhr das zweite Halbfinale. Gegner ist Bayer Leverkusen. Im ersten Vorschlussrundenspiel prallen zuvor (14.30 Uhr) Gastgeber Schweriner SC und der TV Fischbek Hamburg aufeinander. Bundesliga-Tabellenführer und Titelverteidiger SSV Ulm ist nicht mehr im Rennen. Die Süddeutschen waren im Achtelfinale an Dresden gescheitert, das seinerseits in der Runde der besten acht gegen Schwerin den Kürzeren gezogen hatte.

Für Münster ist das Final Four ein Saison-Höhepunkt. Mehrfach hat Trainer Axel Büring in den vergangenen Wochen die Bedeutung des Pokalwettbewerbes für den USC herausgestrichen. Neun Mal haben die Unabhängigen den Pott bereits geholt. Letztmals 2000 damals vor eigenem Publikum.

Sehr intensiv bereitet sich die Mannschaft auf die erste Entscheidung der Saison 2003/04 vor. Die Generalprobe misslang das Ligaspiel in Fischbek verlor Münster am Sonntag nach mäßiger Leistung verdient 1:3. Alle seien danach enttäuscht und ein bisschen traurig gewesen, meinte Büring. Aber niemand ist am Boden zerstört. Am Wochenende haben wir die Chance, zu zeigen, dass wir besseren Volleyball spielen können.

In Hamburg fehlten dem USC der nötige Mumm und der letzte Biss. Darüber hinaus habe sich jede Einzelne zu lange über persönliche Fehlleistungen geärgert. Büring: So etwas kann nicht gutgehen. Im Spiel musst du Fehler akzeptieren und weitermachen. Das ist nicht geschehen, es war offenbar nicht unser Tag.

Während des Krafttrainings gestern Morgen hat der 36-Jährige mit den Spielerinnen gesprochen und die Liga-Niederlage aufgearbeitet. Damit ist die Angelegenheit vom Tisch, alle Blicke richten sich nach vorn. Bis zur Abreise wird im Training insbesondere an der Schnelligkeit gearbeitet.

Zwölf Spielerinnen machen sich am Freitag auf den Weg in die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Es fehlen die am Knie schwer verletzten Zuspielerinnen Kim Staelens und Sandra Aßmann. Erste Stellerin ist Hella Jurich, als zweite Kraft auf dieser Position hält sich Katharina Holzgreve bereit. Die 17-jährige Schülerin aus der Zweitligamannschaft nimmt seit Ende vergangener Woche am Training der Ersten teil.

Wilfried Sprenger

 

Deutschland - VV Berlin-News 

Mittwoch. 04. Februar 2004

A-Pokal in Kiel: Wir kommen!

Am kommenden Wochenende treffen sich die besten, beim B-Pokal qualifizierten Länderteams der Jugend für den letzten Höhepunkt der jeweiligen Jahrgänge, den A-Pokal. Unsere "Großen" trainieren und bereiten sich in ihren Winterferien gewissenhaft vor, um Berlin standesgemäß gut aussehen zu lassen.

Beide Teams landeten beim B-Pokal vor 15 Monaten noch weit vorne, jetzt geht es darum, die Entwicklung positiv zu bestätigen. Der A-Pokal ist offiziell die "Abschluss-Station" in der Förderung der Deutschen Volleyball-Jugend, deshalb geben die Jugendlichen bei diesem Turnier noch mal alles - denn: Danach gibt es keine Chance mehr auf Revanche, weil es der letzte Ländervergleichswettkampf eines Jahrgangs darstellt.

Bei den Jungen spielt der Jahrgang 1985/86, bei dem wir glücklicherweise einige Jugendnationalspieler (4 Hallen und 2 Beach-Kader) haben, die beim VCO trainieren und eine echte Verstärkung sein dürften. Aber das alleine bringt uns nicht selbstredend in die Favoritenrolle, denn beim letzten Pokal und auch bei einem Freundschaftsturnier musste man sich der sehr starken und kompakten Truppe aus Baden-Württemberg geschlagen geben. Kein Wunder, denn auch dort spielen einige in der Jugendnationalmannschaft, die letztes Jahr so erfolgreich (Sieg beim 8-Nationenturnier, Finale bei der Jugendolympiade, gute EM-Platzierung) aufspielte.

Wenn alles glatt läuft, kommt es hoffentlich wieder einmal mehr zum "Kampf der Giganten". Aber bis dahin ist der Weg steinig und beschwerlich, weil auch die anderen Teams erstens nicht schlechter geworden sind und zweitens das Feld kaum kampflos räumen werden. Es macht halt noch immer Spaß dem "großen Berlin" eine Niederlage zuzuführen und deshalb werden alle besonders motiviert sein. Mit einem kleinen Handicap reist die Truppe um Landestrainer Gerhard Prenzel bereits an, muss sie doch ihren etatmäßigen Zuspieler Sebastian Kühner an die Jugendnationalmannschaft des Jahrgangs 87/88 abtreten, die als zehnte Mannschaft am Turnier teilnimmt. Marcus Steck und Pomi werden wohl aber in der Lage sein, die Pässe so zu stellen, dass unsere Jungs wie gehabt schmettern können.

"Das größte Problem", so Prenzel, "ist der Umstand, dass die Jungs aus fünf verschiedenen Mannschaften und unterschiedlichen Leistungsklassen kommen. So reicht die Spannbreite von der zweiten Bundesliga bis zur Berlin-Liga." Doch aufgrund des verstärkten gemeinsamen Trainings sollte diese Hürde gemeistert werden. Zielstellung so Prenzel und Leistungssportwart Koch unisono ist "der Madaillenrang". 

Bei den Jungs werden mitspielen:
Marcus Steck, Pomi Pomerenke, Paul Pelzer, Dirk Westphal, Tilo Backhaus, Marcus Böhme, Marc Lau, Eric Dofour, Falko Steinke, Clemens Beyer und Tom Götz.

Vorrundengegner am Samstag werden sein: MeckPom, NRW, Sachsen und Hamburg.

Bei den Mädchen spielt der Jahrgang 1986/87, wo wir mit Romy Richter, Marlit Fischer, Inga Vollbrecht und Kristin Kasperski sowie Fredi Fischer (Beach) auch einiges an Jugendnationalspielerinnen aufzubieten haben. Ähnlich wie bei den Jungs wird es ein enger Kampf zwischen mehreren Mannschaften, wobei die Leistungsdichte bei den Mädels etwas enger ist als bei den Jungen. Wie bei den Jungen ist die Mannschaft auch ein wenig geschwächt, weil die Breite fehlt. Das kommt dadurch, dass Marika Steinhauff, Sophia Labs und Saskia Leonard mit der Jugendnationalmannschaft des Jahrgangs 88/89 teilnehmen. "Dennoch darf und soll dies keine Ausrede sein, denn die Ambitionen unseren Teams sind ähnlich hoch wie bei den Jungs", so Landestrainer Janos Toth.

Leistungssportwart Koch sieht logischerweise die Zielstellung "auch bei den Mädchen in den Medaillenrängen, wobei wir insgesamt als Team Berlin unsere ausgezeichnete Jugendarbeit bei diesem Turnier dokumentieren wollen". 

Bei den Mädchen spielen: Romy Richter, Marlit Fischer, Fredericke Fischer, Inga Vollbrecht, Dominice Steffen, Kristin Kasperski, Katja Küchler, Nora Götz. 

Die Auslosung der DVJ brachte bei den Mädchen in der Vorrunde folgende Gegner: Bayern, Niedersachsen, Hessen und die Jugendnationalmannschaft Jahrgang 88/89. 

Als Delegationsleiter begleiten wird beide Mannschaften der Jugendsportwart des Verbandes, Olaf Wandelt.

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel