News

Freitag, 06. Februar 2004 

(Kein) Volleyball in Friedrichshafen
"Es droht eine soziale Schieflage"
Trainer Andreas Liedtke hört auf
YoungStars kämpfen um A-Jugend-Bundespokal
Prestigeduell in Düren
Was macht eigentlich ...Mario Czaja?
"Gegner können vergessen, was sie von uns wissen"
Prinz thront in einem Volleyball
FC 09 gastiert beim Meisterschaftsfavoriten
SVW ohne jede Chance
VC Olympia Dresden - Talent-Schmiede Sachsens
Schwerin: „Die Halle muss beben"
Tigers mit Minikader gegen Spitzenreiter
SV Bayer stellt sich auf einen heißen Tanz ein
Bayer reist mit Optimismus im Gepäck
Sonneberg: Mit wieder komplettem Team zum Taunus

Februar 2004

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 06. Februar 2004

(Kein) Volleyball in Friedrichshafen

FRIEDRICHSHAFEN - Wegen der vielen Krankheitsfälle bei Volleyball-Bundesligist VfB Friedrichshafen - die halbe Mannschaft inklusive Trainer Stelian Moculescu und Teammanager Ulf Quell liegt flach - wird das erste Spiel der Topliga-Runde zwischen VfB Friedrichshafen und TSV Unterhaching verschoben. Ursprünglich für den 8. Februar geplant, wird es nun am Dienstag, 9. März um 20 Uhr ausgetragen.

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt 

Freitag. 06. Februar 2004

"Es droht eine soziale Schieflage"

DSB-Präsident Manfred von Richthofen über Hamburgs Fortschritte und die Finanznöte der Vereine.

Hamburg - Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes (DSB), hat sich anlässlich seines Antrittsbesuchs bei Reinhard Soltau (FDP), dem Senator für Bildung und Sport, bei Regierung, Opposition, Wirtschaft und am Olympiastützpunkt am Dulsbergbad ausführlich über den Zustand des Hamburger Sports informiert. Im anschließenden Gespräch mit dem Abendblatt nahm er Stellung zu:

Sportstadt Hamburg: "Die Olympiabewerbung hat Hamburgs Sport sehr gut getan, sie hat Prozesse angeschoben, die der Hamburger Sport bitter nötig hatte. Alle politischen Parteien wollen diese Entwicklung fortschreiben, das haben sie mir versichert. Beeindruckt hat mich, mit welchem Engagement die lokale Wirtschaft hinter dem Sport steht. Einen ähnlichen Rückhalt gibt es in Deutschland nur in wenigen Regionen."

Hamburger Lehrerarbeitszeitmodell: "Die Sportlehrer müssen in der Lage sein, außerschulische Wettkämpfe wie ,Jugend trainiert für Olympia' zu organisieren. Hier sind Korrekturen nötig. Wie ich höre, sollen sie auf den Weg gebracht werden."

Neuer Olympiabewerbung Hamburgs: "Das darf jetzt kein Thema sein. Unsere gesamte Unterstützung muss Leipzig gelten."

Leipzig: "Ich war kein Quertreiber der Bewerbung; im Gegenteil, ich wollte, dass alles auf den Tisch gelegt wird, ich wollte eine grundlegende Aufklärung aller zweifelhaften Vorgänge, damit es kein böses Erwachen wie einst bei der Bewerbung Berlins gibt. Die Aufklärung ist dank der sächsischen Staatskanzlei geleistet worden. Leipzig ist gerüstet, um die erste Qualifikationshürde des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zu überspringen - und die Stadt hat danach alle Chancen, bei der Endabstimmung 2005 gut abzuschneiden."

Sportlichen Chancen in Athen: "Auf Grund der Ergebnisse der Welt- und Europameisterschaften sowie der Olympiaqualifikationen rechne ich mit einem guten Abschneiden der deutschen Mannschaft. Im Wasser- und Pferdesport haben wir eine herausragende Stellung in der Welt, und auch die Mannschaftssportarten haben sich wieder an die Weltspitze herangekämpft. Boxern, Ringern und Judokas traue ich ebenso Medaillen zu."

Veränderungen nach Athen: "Nach den Spielen muss wieder alles auf den Prüfstand. Wir müssen unsere Ressourcen noch effektiver einsetzen und Sportarten noch stärker auf wenige Stützpunkte konzentrieren."
Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein: "Er stand nach Sydney 2000 auf der Kippe. Ich kann mir aber eine Sportlandkarte ohne Hamburg nicht mehr vorstellen; vor allem nachdem, was hier in den vergangenen Jahren geleistet worden ist. Hier bestehen hochwertige qualitative Trainingsmöglichkeiten angebunden an eine hervorragende Infrastruktur mit Hotel und der benachbarten Schule."

Finanznöte der Vereine: "Den Kommunen geht es sehr schlecht, das haben die Vereine zu spüren bekommen. Das ist eine bedrohliche Entwicklung, die zu einer sozialen Schieflage führen könnte. Es darf nicht dazu kommen, dass Sporttreiben vom Einkommen abhängig wird. Der Staat steht in der Pflicht, Sportstätten zur Verfügung zu stellen. Wenn aber schon ein Geberland wie Bayern an den Sport herangeht, fällt die Argumentation anderswo schwerer."

Steuerpläne der CDU: "Bei einigen Vorschlägen aus dem Modell Merz habe ich große Bedenken. Vor allem auf dem Hintergrund der beängstigenden finanziellen Notlage der Kommunen. Sie hat schon zur Schließung von öffentlichen Bädern und kommunalen Sportämtern geführt. Zuschüsse wurden gestrichen, Gebühren für die Nutzung von Sportanlagen erhoben. Wenn jetzt noch Übungsleiterpauschalen und die Steuerabzugsfähigkeit für Spenden an Vereine und Verbände wegfallen, hätte das eine drastische Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und die Ausgrenzung sozial Schwacher zur Folge und würde völlig gesunden Organisationen das Rückgrat brechen."

Gesundheitsreform: "Sie ist für den Sport eine große Chance, auch als neue Finanzquelle, weil eine gesunde Lebensweise, zu der Sport gehört, belohnt wird. Ich habe den Eindruck, dass die Vereine mit ihren vielfältigen Angeboten, insbesondere den Gesundheitskursen hier zum Teil hervorragend aufgestellt sind. Das Qualitätssiegel wird in Kooperation mit den Krankenkassen für Zulauf sorgen. Schon jetzt ist ein regelrechter Seniorenboom feststellbar."

Lotteriegelder: "Insbesondere die Einnahmen aus der Glücksspirale sind stark rückläufig. Die Auswirkungen sind bis in die Vereine hinein spürbar, weil ein Großteil der Fördermittel aus Lotterieerlösen stammen. Deshalb ist es wichtig, dass in den Vereinen intensiv für die Teilnahme der Mitglieder an den staatlichen Lotterien geworben wird."

Eigener Sportkanal: "Die Gespräche mit ARD und ZDF laufen. In Kurt Beck, dem Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Mediensprecher im Bundesrat, und WDR-Chef Fritz Pleitgen haben wir wichtige Fürsprecher. Vieles hängt von der laufenden Diskussion über die Gebührenerhöhung bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ab. Trotz allem halten wir an der Idee fest. Die ,Randsportarten' brauchen dringend diese Plattform für ihre Sponsoren."

Lutz Wagner und Rainer Grünberg

 

Hamburg - Norderstedter Zeitung 

Freitag. 06. Februar 2004

Trainer Andreas Liedtke hört auf

Norderstedt - Andreas Liedtke, bisheriger Trainer der Verbandsliga-Volleyballmänner des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn, hat sein Amt abgegeben. "Meine Entscheidung hatte weder etwas mit dem Verein noch mit der Mannschaft zu tun. Es waren ausschließlich persönliche Gründe. Neuer Coach ist Ben Schriever, der bereits die männliche A-Jugend im Verein betreut."

Liedtke will der Truppe auch weiterhin zur Seite stehen - allerdings nur im Hintergrund.

pam

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Freitag. 06. Februar 2004

YoungStars kämpfen um A-Jugend-Bundespokal

FRIEDRICHSHAFEN/ KIEL (gus) – Die Häfler Volleyball-Zuschauer gehen am bevorstehenden Wochenende leer aus. Während das Bundesligaspiel gegen Unterhaching kurzfristig wegen Krankheit ausfällt, haben die Volley YoungStars ihre Partie schon frühzeitig verlegt. Der Grund: Die meisten Spieler sind beim A-Jugend-Bundespokal im Einsatz.

„Das ist der wichtigste Wettbewerb im Jugendbereich, sozusagen die Deutsche Meisterschaft der Landesauswahlen“, urteilt Sebastian Schwarz. Am Mittwoch noch im Champions League-Einsatz, wird er von Freitag bis Sonntag die schwarz-gelben Landesfarben beim Bundespokal vertreten. Dieses Turnier sei höher einzuschätzen als die bundesweiten Vereinsmeisterschaften, denn nicht immer kämen die guten Spieler in einem passenden Verein unter.

Insgesamt sind mit Patrick Steuerwald, Sebastian Schwarz, Alexander Mayer, Matthias Klippel und Max Günthör fünf Häfler an die Ostseeküste aufgebrochen: Libero Timo Wilhelm ist noch verletzt und musste zuhause bleiben. YoungStars-Trainer Söhnke Hinz schaut sich das Pokalturnier als Spielbeobachter an – und hofft, den ein oder anderen Spieler für die nächste Saison zu erspähen.

In diesem Jahr wird der Bundespokal der A-Jugend an die 1985/86er Jahrgänge vergeben. Qualifiziert haben sich neun Landesauswahl-Teams, die Jugend-Nationalmannschaft der Jährgänge 87/88 ist automatisch dabei. Dabei geht das baden-württembergische Team unter Trainer Michael Mallick als Favorit ins Rennen. In seinen Reihen stehen nicht nur fünf Häfler Zweitliga-Akteure, sondern auch zwei Spieler (Günthör, Schwarz) mit Champions League-Erfahrung. Keine andere Landesauswahl kann das von sich behaupten. Zum Auftaktmatch misst sich die Ba-Wü-Auswahl am Freitagnachmittag mit dem Team aus Hessen.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Freitag. 06. Februar 2004

Prestigeduell in Düren

Drei Wochen ist der Krimi zwischen dem SV Bayer Wuppertal und evivo Düren her – bekanntlich mit dem besseren Ende für das Bayer-Team. Am Samstag, 7. Februar (19.30 Uhr) gibt es für die Dürener in eigener Halle zum Start in die Top-Liga-Runde die Chance der Revanche.

„Düren ist wahrscheinlich die Mannschaft mit dem größten Heimvorteil. Sie haben eine kleine Halle, aber ein unheimlich lautes Publikum. Für viele ist es unangenehm, dort anzutreten. Ich genieße diese Atmosphäre“, sagt Bayer-Coach Mark Lebedew. Die beiden Teams kennen sich nur zu gut, auch deshalb ist es ein echtes Prestigeduell. In der vergangenen Saison konnte die Wuppertaler vier von fünf Partien (Pokal und Meisterschaft) für sich entscheiden.

Das ist Vergangenheit, doch der Stachel der vergebenen vier Matchbälle vom letzten Aufeinandertreffen dürfte bei den Dürenern noch ziemlich tief sitzen. „Ich gehe davon aus, dass die Dürener dieses 2:3 noch im Hinterkopf haben. Aber für uns macht das keinen Unterschied. Wir werden um jeden Punkt kämpfen“, so Lebedew.

Der 36-jährige Australier sieht in der Erfahrung der Hausherren deren größte Stärke. „Das fängt beim Zuspieler an und hört mit dem Libero auf. Düren hat auf allen Positionen erfahrene Akteure.“ Dem neuen Bundesliga-Modus mit der Top-Liga-Runde gewinnt der Wuppertaler Trainer viel Positives ab: „Wir sind für die Play-offs qualifiziert. Das heißt, der größte Druck ist erst einmal weg. Jetzt geht es darum, sich eine gute Ausgangsposition zu sichern. Und dass wir dabei nur noch gegen die stärksten Mannschaften der Liga spielen, kann für uns nur von Vorteil sein. Wir werden viel lernen.“

Gegen Düren steht Lebedew wieder sein gesamter Kader zur Verfügung. Leszek Kurowski hat seine Knieprobleme überwunden.

Oliver Nitschke

 

Deutschland - Die Tageszeitung 

Freitag. 06. Februar 2004

Was macht eigentlich ...Mario Czaja?

Ämterportfolio auffüllen

Gut, Mario Czaja ist seit drei Wochen seinen Job als Vize der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus los. Dafür hat er jetzt einen neuen Posten: Der Unionsabgeordnete aus Hellersdorf ist Präsident beim Volleyball-Bundesligisten Volley Dogs, der Berliner Nr. 2 hinter dem SCC. Laut Vereinsangaben ist er mit 28 zudem der jüngste Präsident im deutschen Profisport.

Nicht dass Czaja ein sonderlicher Fachmann in Sachen Baggern und Schmettern wäre. Seine Expertise beschränke sich auf ein gelegentliches sommerliches Beachvolleyballspiel, sagt er selbst. Aber er will ja auch nicht den Trainer geben, sondern das einzige Marzahn-Hellersdorfer Erstligateam zu einem Identifikationspunkt in seinem Bezirk machen. Ziel: "Imagewandel von der Platte und Jugendkriminalität hin zu Spitzensport und intelligenter Unterhaltung."

Die Volley Dogs - Logo: geflügelter schwarzer Hund auf gelbem Grund - spielen seit knapp drei Jahren unter diesem Namen, waren früher beim SC Eintracht Berlin. Der englische Name kam als männliches Gegenstück zum Frauen-Bundesligateam der Volley Cats daher. Die, früher als CJD angetreten, nannten sich schon 1999 um. Weitergehenden Vorbildcharakter dürften die Cats kaum haben: Sie gingen 2002 pleite.

Für Czaja ist es nicht das erste Mal, dass er an eine Klubspitze kommt, ohne selbst Aktiver zu sein: Seit November ist er Vereinsvizechef im Verband Deutscher Grundstücksnutzer - obwohl er nach eigenen Angaben selbst gar kein Grundstücksnutzer ist. 

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Freitag. 06. Februar 2004

"Gegner können vergessen, was sie von uns wissen"

Markranstädt. Vor elf Tagen übernahm Michael Mücke das Training beim Volleyball-Bundesligisten VC Markranstädt, am Sonntag im Derby beim VV Leipzig (15.30 Uhr, Brüderstraße) sitzt der 50-Jährige erstmals auf der Bank. Der gebürtige Warnemünder verließ 1976 die DDR, lebt mit Frau und drei Kindern in Nordrhein-Westfalen. Für die nächsten Wochen hat er sich im Hotel eines VCM-Sponsors einquartiert. Seine Mission: Den Tabellenletzten zum Klassenerhalt führen.

Frage: Sie sind einer der renommiertesten deutschen Volleyball-Trainer, wurden im Vorjahr mit Bayer Wuppertal Vizemeister. Was hat Sie an Markranstädt gereizt? 
Michael Mücke: Nach der Trennung von Wuppertal war ich acht Monate ohne Mannschaft. Ich habe gelesen, dass Markranstädt einen Trainer sucht, mich umgehört, viel Positives erfahren und mir gesagt: Melde dich und probier es. Natürlich will ich mich auch wieder ins Gespräch bringen. Bis Saisonende werde ich helfen, dann sehen wir weiter. Ich bin hier quasi im Probetraining.

In welchem Zustand haben Sie die Mannschaft angetroffen, wo liegen die Defizite? 
Auf dem Feld fehlte die Ordnung, es gab keine klare Aufgabenverteilung. Die Spieler müssen genau wissen, was in welcher Situation zu tun ist. Die Mannschaft ist oft eingebrochen, schaffte es nicht, konstant zu spielen. Das war das Hauptproblem.

Wie wollen Sie es lösen? 
Das bleibt mein Geheimnis. Ich werde die Mannschaft umkrempeln. Was die Gegner bisher von ihr zu wissen glauben, können sie getrost vergessen. Meine Spieler sind sehr engagiert, ziehen gut mit, trainieren hart. Doch die Zeit spricht gegen uns. Es ist schwierig, in nur zwei Wochen meine Philosophie durchzusetzen.

Worin besteht die? 
Wir spielen Rallye-Point-System. Jeder Punkt zählt, ist wichtig, muss erkämpft werden. Es gibt kein Abwarten, kein Abtasten. Das muss in die Köpfe. Und um so gründlicher man sich auf den Gegner vorbereitet, um so leichter wird das Spiel.

Der Verein ist überzeugt, dass das Potenzial der Mannschaft zum Klassenerhalt reicht. Sie auch? 
Realität ist: Markranstädt hat erst ein Spiel gewonnen. Ob es reicht, werden wir sehen. Normalerweise bräuchten wir jetzt eine Testphase, Wettkampf-Stabilität. Doch mir müssen einfach loslegen, jedes Punktspiel als Test sehen. Der Vorteil: Wir sind der Underdog, keiner kennt uns, keiner hat uns auf der Rechnung.

Und wenn der Start beim VV Leipzig in die Hose geht? 
Das ist eine der besten Mannschaften der Abstiegsrunde. Möglicherweise deckt sie unsere Schwächen gnadenlos auf. Macht nichts, dann wissen wir, wo wir stehen und woran wir im Training ansetzen müssen. Aber ich glaube eigentlich nicht, dass wir untergehen.

Weil Sie die Leipziger bei der Pokal-Endrunde beobachtet haben? 
Im Halbfinale hatten sie null Chance gegen den SCC Berlin. Der Meister zeigte, welches Potenzial der VVL wirklich hat und welche Probleme. Im Spiel um Platz drei waren die Leipziger engagierter, bissiger und erfolgreicher. Aber der VVL hat sein Saisonziel verfehlt, steht unter Druck. Ihm kann alles passieren, sogar die Abstiegs-Relegation.

Spielen Sie gern in der Sporthalle Brüderstraße? 
Ich war schon oft dort, mit Post/Telekom Berlin, Düren, Wuppertal. Und ich habe in Leipzig noch nie verloren. Das soll auch so bleiben, wir werden unsere Chance suchen und nutzen. Aber ich würde lieber in der Arena spielen. Die ist weitläufiger, größer, höher, besser für Volleyball geeignet.

Und nicht so ein Hexenkessel wie die kleine, enge Halle ... 
Das schreckt mich nicht. Die heiße Atmosphäre, die Aufmerksamkeit der Medien - deshalb spielen wir doch in der ersten Liga. Das ist schön, ich mag es, wenn Showtime ist.

Sie stammen aus Warnemünde, aus dem Osten. Hat das Ihr Votum für Markranstädt beeinflusst? 
Überhaupt nicht. Ich bin ja schon 1976 weg. Republikflucht. Damals war ich Hilfskrankenpfleger und naiv, wollte einfach am Checkpoint Charly durchmarschieren. Ich saß anderthalb Jahre im Knast, wurde dann abgeschoben, habe in Hamburg Volleyball gespielt, später Sport studiert, bin Trainer geworden.

Der Markranstädt jetzt vor dem Abstieg rettet? 
Es sind noch 20 Punkte zu vergeben. Möglich ist alles, sogar Rang acht und die Play-Offs. Aber das hängt auch von den Ergebnissen der Konkurrenz ab, unser Rückstand ist schon recht groß. Die Play-Offs sind auch nicht das Ziel, sondern eher eine Vision. Vielleicht nächstes Jahr.

Interview: Steffen Enigk

 

Deutschland - Aachener Nachrichten 

Freitag. 06. Februar 2004

Prinz thront in einem Volleyball

Düren. Das Gefährt kann sich sehen lassen! Prinz Peter V. und Prinzessin Lydia I (Körner) werden in einem Volleyball thronen, wenn der Zug am Karnevalssonntag durch Düren zieht.

Aber nicht nur der Ballsport wird mottomäßig den Prinzenwagen zieren, sondern auch das Thema Schule. Schließlich ist Körner Lehrer an den Kaufmännischen Schulen des Kreises.

Umgesetzt wurden die Ideen des Prinzen vom Kunstkurs der Klasse 11 des Wirtschaftsgymnasiums. Bereits im letzten Jahr hatte Kunstlehrer Manfred Petersheim mit Schülern Entwürfe geliefert, für den Sessionsorden nämlich. In diesem Jahr wurde der Prinzenwagen entworfen.

Zwei Motive

«Möglichst viele Originale von Lehrern sollen vertreten sein», verrät Petersheim. Auf dem Heck des Wagens begegnen sich die Generationen in Form von zwei Motiven. Einmal Lehrer Lempel mit erhobenem Zeigefinger und gleich daneben, frech, Homer Simpson, eine bei den Schülern äußerst beliebte Zeichentrickfigur.

Als Volleyballspieler werden jetzt noch einige Politgrößen an der Seite des Wagens aufgemalt. Wenn diese beim Pritschen und Baggern etwas seltsam die Köpfe verdrehen, so liege das daran, dass die Politiker es einfach nicht lassen könnten, in jede Kamera hinein zu lächeln, verrät Kunstlehrer Petersheim.

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Freitag. 06. Februar 2004

FC 09 gastiert beim Meisterschaftsfavoriten Nummer eins

Schüttorfer wollen sich am morgigen Sonnabend in Moers gut aus der Affäre ziehen

Schüttorf/his – In den vergangenen zwei Wochen hatten die Zweitliga-Volleyballer des FC Schüttorf 09 Zeit, die 1:3-Heimniederlage gegen Fortuna Bonn zu verarbeiten und sich auf den restlichen Saisonverlauf vorzubereiten. Mit dem morgigen Gastspiel (19.30 Uhr) beim Moerser SC starten die Obergrafschafter in das letzte Saisondrittel.

09-Coach Dirk Schlotfeldt macht deutlich, was er in den letzten neun Partien von seiner Mannschaft erwartet: "Es müssen alle an einem Strang ziehen. Schließlich wollen wir noch das Bestmögliche aus der verkorksten Saison herausholen." Realistisch betrachtet bedeutet das für den Tabellenletzten (4:26 Punkte) das Erreichen des drittletzten Platzes. Mit dem VfL Lintorf (6:28 Punkte) und den Volley Tigers aus Ludwigslust (6:26 Punkte) rangieren zwei Mannschaften vor dem FC 09, die ebenfalls den Anschluss ans Mittelfeld der Zweiten Liga verloren haben.

Der viertletzte Platz ist für diese Teams seit dem 3:2-Erfolg der Bonner (12:20 Punkte) gegen den VC Bottrop wohl nur noch theoretisch im Bereich des Möglichen. Schlotfeldt setzt darauf, dass der Druck, Spiele unbedingt gewinnen zu müssen, nun nicht mehr auf den Schultern seiner Spieler lastet. "Wir müssen wieder Spaß am Volleyball entwickeln und darüber zu unserem Spiel zurückfinden", sagt der Übungsleiter.

Am Sonnabend wird dies schwer genug werden. Schließlich gastieren die Schüttorfer beim Meisterschaftsfavoriten Nummer eins. Dass aber auch das Starensemble aus Moers nicht vor Rückschlägen gefeit ist, wurde bereits deutlich. Das Team von Trainer Igor Arbutina, das mit Spielern aus Halbeuropa gespickt ist, verließ schon dreimal als Verlierer das Feld. Nach den Niederlagen in der Hinrunde gegen den Oststeinbeker SV und Fortuna Kyritz erwischte es den Tabellenzweiten zuletzt beim TuB Bocholt.

Die Schüttorfer müssen morgen eine neue Aufstellung finden. Mit Jörg Alsmeier und Henning Wegter stehen die beiden Spieler nicht zur Verfügung, die zuletzt die Diagonalposition bekleideten. Dafür wird wohl Michael Röder auf die wichtige Position rücken. Weil die Alternativen bei den Schüttorfern sehr begrenzt sind, soll auch Alexej Peters die Fahrt an den Niederrhein mitmachen. Schlotfeldt, der sich seit drei Wochen wieder im Training befindet, stellt sich ebenfalls auf einen möglichen Einsatz ein. "Wir wollen möglichst lange mithalten", nennt er die Zielsetzung.

Danach treffen die Obergrafschafter mit dem TuB Bocholt und vor allem dem VfL Lintorf auf zwei Teams, gegen die sie sich auch etwas Zählbares ausrechnen.

 

Norddeutschland - Harburger Anzeigen und Nachrichten 

Freitag. 06. Februar 2004

SVW ohne jede Chance

Harburg (nik). Die Volleyball-Frauen des SV Wilhelmsburg haben eine erwartete Niederlage gegen den Regionalliga-Zweiten VG Elmshorn kassiert. Mit 0:3 unterlag das Kellerkind von der Elbinsel dem Favoriten, hatte dabei lediglich im dritten Durchgang mit der VGE mithalten können.

"Es war klar, dass die VGE ein harter Gegner sein würde, aber eigentlich hatten wir uns vorgenommen, wenigstens gut mitzuspielen", sagte SVW-Sprecherin Sabine Kleist. Doch von Beginn an diktierten die Gäste das Geschehen und zogen Punkt um Punkt davon. Über 3:10 und 12:23 gerieten die Wilhelmsburgerinnen in Rückstand. Erst zum Ende des ersten Satzes gelang den SVW-Frauen dann nach der zweiten Auszeit eine Leistungssteigerung und noch ein wenig Ergebniskosmetik. 19:25 hieß es am Ende, und die Gastgeberinnen gingen mit dem festen Willen in den zweiten Durchgang, an die Leistung vom Ende des ersten Satzes anzuknüpfen.

Doch dieses Vorhaben scheiterte. Mehr noch: Die Wilhelmsburgerinnen wurden für die VG Elmshorn zum Spielball. Sang- und klanglos verlor der SVW mit 11:25. Nichts wollte gelingen, während die Elmshornerinnen auf äußerst hohem Niveu spielten. "Die paar Punkte, die wir erringen konnten, waren auch nicht von uns erarbeitet, sondern resultierten daraus, dass Elmshorn ein paar komplizierte Dinge an uns ausprobierte und ein paar Aufgaben verschlug", meinte Kleist frustriert. "Bei uns herrschte mal wieder Resignation, und keiner war in der Lage, die Mannschaft aufzurütteln."

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Freitag. 06. Februar 2004

VC Olympia Dresden - Talent-Schmiede Sachsens

Nur die Besten der Besten schaffen den Weg in die Bundesliga

Erstliga-Volleyball ist längst kein Freizeitvergnügen mehr. Wer ganz oben mitspielen will, muss in seine Spielerinnen viel investieren. Doch Geld allein ist nicht die Lösung. Das Publikum will mehr sehen als eine zusammengekaufte Mannschaft von ausländischen Söldnern. Leistungsträger aus der Region sind gefragt. Um aufstrebende Talenten bis an die deutsche Spitze zu führen, braucht es aber viel Geduld und gute Konzepte. Der VC Olympia Dresden ist die Antwort auf die sächsische Nachwuchsfrage - eine Kaderschmiede der besonderen Art.  

Man nehme die besten Trainer Sachsens, die finanziellen und technischen Möglichkeiten eines deutschen Spitzenvereins und kombiniere dieses Potential in einem Bundesstützpunkt. Das Ergebnis ist so klar wie überwältigend. Immerhin fünf aktuelle DSC-Spielerinnen der ersten Garnitur gingen durch die harte Schule des VC Olympia Dresden. Das bemerkenswerte Ergebnis bestätigt den Verein und rechtfertigt jeden investierten Cent. 

Was wäre der Dresdner Volleyball-Bundesligist ohne Spielerinnen wie Corina Ssuschke, Heike Beier, Christiane Fürst, Grit Müller oder Doreen Engel? Erst jahrelange Förderung und ein Trainings- und Ausbildungskonzept mit bundesdeutscher Vorbildfunktion ließen aus dem sächsischen Ausnahmeverein eine feste Größe im Volleyball-Oberhaus werden. Statt Talente an fehlenden Trainingszeiten, ungenügenden Spielstätten und unqualifizierten Trainern zerbrechen zu lassen, verbindet der Dresdner SC die Ressourcen eines Bundesstützpunktes mit den speziellen Möglichkeiten einer Talentschmiede. Ein kompliziertes aber überraschend effektives Nachwuchskonzept entstand. „Wir begannen 1999 als VC Olympia Pirna unsere Arbeit. Wir wollten damals Dresden und die umliegenden Regionen als Einzugsgebiet für den talentiertesten Volleyball-Nachwuchs Sachsen nutzen“, berichtet Bundes- und Landesstützpunktleiter Reinhard Hoffmann. Der Verein verlegte seit dem zwar seine Spielstätte von Pirna nach Dresden, der Erfolg blieb aber ungebrochen.  

Bereits ab einem Alter von zehn Jahren beginnt die Sichtung talentierter Spielerinnen der Region. Früh übt sich, wer einmal zu der Elite seines Sportes gehören will. Unter den günstigen Voraussetzungen wartet eine neunjährige Ausbildung auf höchstem Niveau auf die heranwachsenden Volleyballerinnen und die Möglichkeit nach Beendigung der „Gesellenzeit“ von einem der Top-Clubs im Geschäft verpflichtet zu werden. Die erste Hürde auf dem steinigen Weg zum Profi wartet aber bereits im Alter von zwölf bis 13 Jahren auf die wenigen Auserwählten. Nach bis zu drei Jahren hartem Training unter Talent-Coach Beatrice Schultz bekommen nur maximal sieben der begabtesten Spielerinnen pro Jahr überhaupt eine Chance. Es gilt sich in die „nächste Runde“ im Kampf um das Profidasein zu schmettern. 

Im Dresdner Sportgymnasium und unter der Fürsorge des Dresdner SC kümmert sich ab diesem Zeitpunkt Landesstützpunkt-Trainer Wolfgang Tronig um die potentiellen Spitzenspielerinnen. Im Alter von 16 Jahren übernimmt dann Klaus Kaiser. Mit dem Bundesstützpunkt- und Meistertrainer treten die gesiebten Profi-Anwärterrinnen in die finale Phase ihrer Juniorenspielzeit. Bis zum 19. Lebensjahr gilt es nun die Leistungen zu festigen, sich für Höheres zu empfehlen. Am Ende des Teenager-Daseins steht schließlich der Augenblick der Wahrheit. Bestehen die Spielerinnen in der höchsten Liga oder zerplatzt ein Lebens-Traum wie eine Seifenblase. 

Um eben dies zu verhindern, ist neben 20 bis 25 Trainingsstunden pro Woche die Praxis unerlässlich. Der belesenste Spiel-Theoretiker ist ohne die Möglichkeit sein Wissen im Wettkampf zu testen, zum Scheitern verurteilt. Das Problem dabei - gibt es überhaupt Gegner für den besten Nachwuchs des Landes? Die Lösung heißt „Sonderspielrechte für Jugendmannschaften eines Bundestützpunktes“. Nach Antrag und Genehmigung des jeweiligen Sportamtes misst sich der SV Olympia-Nachwuchs in der Bezirks-, Sachsen- und zweiten Bundesliga. So treten bereits die zwölf-jährigen Talente gegen Mannschaften an, in denen auch ihre Mütter spielen könnten.

Ohne die Chance auf- oder abzusteigen kämpfen die Kinder der C-Jugend gegen erfahrene Bezirksligisten der Frauen, die B-Jugend im Alter von etwa 15 Jahren in der Sachsenliga und die A-Jugend bis zu einem Alter von 19 Jahren in der zweiten Bundesliga. Von Talent-, Landes-, Bundesstützpunkt- und DSC-Trainer aufmerksam beobachtet und gelenkt, wachsen die Ausnahmetalente zu Großem heran. „Alle Spielerinnen sind in dieser Zeit natürlich Mitglieder des Dresdner SC und treten für ihren Verein bei sämtlichen Jugendmeisterschaften an. Der Wettkampf mit vermeintlich überlegenen Gegnern bringt in dieser Ausbildung aber den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Vereinsspielerinnen. Wer sich durch diese harte Schule baggert und pritscht, wird seinen Weg im Profi-Volleyball machen“, ist sich der Stützpunktleiter und Präsident des Sächsischen Volleyball-Verbandes Hoffmann sicher.  

Am Ende stehen dann Spielerinnen wie Corina Ssuschke, Heike Beier, Christiane Fürst, Grit Müller oder Doreen Engel. Und egal ob sie beim heimischen DSC bleiben oder sich anderen nationalen oder internationalen Vereinen verpflichten, das Know-how bleibt Made in Sachsen.

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 06. Februar 2004

Schwerin: „Die Halle muss beben"

SSC-Damen hoffen auf große Unterstützung / Halbfinale gegen Hamburg wie ein Endspiel

Schwerin Die Anspannung steigt bei den Schweriner Volleyballerinnen. Denn morgen um 14.30 Uhr beginnt der große Showdown. Im Halbfinale des DVV-Pokals treffen die SSC-Damen auf den TV Fischbek Hamburg.

Weiter will die Mannschaft um Kapitän Jana Müller noch gar nicht denken. "Wir müssen Hamburg als Endspiel sehen und nur das zählt erst einmal", so die 25-Jährige. Ihre Teamkollegin Linda Dörendahl bringt es noch drastischer auf den Punkt. "Wenn wir das Spiel gegen Hamburg vergeigen, brauchen wir uns sowieso keine weiteren Gedanken zu machen. Und wenn wir ins Finale einziehen, müssen wir den Gegner nehmen, der kommt", so die 19-jährige SSC-Zuspielerin, die am Mittwochabend das Training abbrechen musste. Linda, die vor kurzem noch eine Kapselverletzung an der linken Hand hatte, bekam wieder einen Ball auf eben diese. "Das wird am Sonnabend ordentlich getaped, dann geht das schon."

In der Vorbereitung ist seit vergangenem Montag alles komplett auf die Partie gegen Fischbek ausgerichtet. Intensives Videostudium, Taktik-Schulung und Spielzüge. "Das Training wird von Tag zu Tag besser. Die Mädels haben sich an die Dimension der Kongresshalle gut gewöhnt", so SSC-Coach Tore Aleksandersen, der mit seiner Mannschaft seit gut eineinhalb Wochen auch in der großen Halle trainiert.

"In dieser Woche ist das Training schon etwas Besonderes. So wie du trainierst, spielst du auch", erklärt Jana Müller, die wie ihre Teamkolleginnen in diesen Tagen versucht, einen draufzusetzen. Das fällt auch dem neutralen Beobachter auf. Liefen die SSC-Damen vergangene Woche auf dem Parkett während der Trainingseinheiten teils wie Schlaftabletten herum, legen sie jetzt eine gesunde Aggressivität an den Tag.

Das lässt hoffen, zumal der Schweriner SC gerade in dieser Saison im Pokal auf den Punkt topfit war. So warfen die Mecklenburgerinnen in einem dramatischen Achtelfinale den Dresdner SC und in einem nicht weniger spannenden Viertelfinale den Pokalverteidiger SSV Ulm jeweils mit 3:2 aus dem Rennen. Die junge, neuformierte Mannschaft zeigte da, wozu sie in der Lage ist. Bei beiden Spielen war aber auch das Publikum der siebte Mann in der Volleyballhalle. Darauf hoffen die SSC-Damen natürlich auch morgen zum Halbfinale in der großen Arena. "Wir brauchen die Unterstützung der Fans", so der Trainer. Da wird es ihn freuen, dass Siegfried Beier aus Schwerin bei uns am Lesertelefon am vergangenen Sonnabend appellierte: "Die Halle muss beben, damit der Pokal in Schwerin bleibt."

"Es ist toll, dass wir hier zu Hause spielen können. Besonderen Druck verspüre ich nicht. Der ist doch überall da, wenn du im Halbfinale spielst", meint Linda Dörendahl.

Martina Kasprzak

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung 

Freitag. 06. Februar 2004

Tigers mit Minikader gegen Spitzenreiter

Ohne Vier eigentlich nichts zu verlieren

Ludwigslust Sich mit einer ordentlichen Leistung möglichst gut aus der Affäre ziehen: Höhere Erwartungen können die Volley Tigers Ludwigslust wohl kaum an das Zweitligaheimspiel am Sonntag gegen den MTV Hildesheim stellen.

Zum einen treten die Niedersachsen als Tabellenführer in der Lindenstadt an, zum anderen gibt insbesondere die zuletzt in Giesen gezeigte Leistung der Tigers nicht unbedingt Anlass zu allzu großen Hoffnungen hinsichtlich einer möglichen Überraschung. Erschwerend kommt hinzu, dass man personell alles andere als aus dem Vollen schöpfen kann. Libero Marc Engelmann fällt mit einem Kapselanriss im Finger aus (gute Besserung), Kapitän Markus Doberstein fehlt studienbedingt, Nico Hildebrandt ist krank geschrieben, und Stefan Krößler gehört zur A-Jugend-Auswahl, die Mecklenburg-Vorpommern beim Verbandspokal vertritt. Somit reduziert sich der Kader auf acht Spieler.

Aus Sicht der Trainer ist die derzeitige Misere zumindest zu einem Großteil auf mangelnde Einstellung zurückzuführen, die sich schon beim Training offenbart. Die kontroverse Diskussion bei der Auswertung der 0:3-Niederlage am Dienstag machte deutlich, dass diese Einschätzung von den Spielern nicht unbedingt geteilt wird. Gegen Hildesheim haben sie die Chance, Moral und Willen zu beweisen. Eigentlich kann man aus der krassen Außenseiterposition heraus relativ befreit aufspielen.

Es geht allerdings auch um die Außenwirkung. Denn die treuen Fans und auch alle anderen, die sich im Umfeld für die Mannschaft engagieren, haben es in jedem Fall verdient, dass sich die Tigers voll reinhängen und das Beste aus der Situation machen. Und es ist ja nicht verboten, zumindest zu träumen - von einer Wiederholung des 3:2-Sieges vor fast genau einem Jahr an gleicher Stelle.

Thomas Willmann

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Freitag. 06. Februar 2004

SV Bayer stellt sich auf einen heißen Tanz ein

Zum Start in die Top-Liga-Runde tritt der Volleyball-Bundesligist am Samstagabend (19.30 Uhr) bei evivo Düren an.

Wuppertal. Das letzte Aufeinandertreffen liegt gerade einmal drei Wochen zurück. Das Spiel ist den Fans des Volleyball-Bundesligisten SV Bayer noch in bester Erinnerung. Nach einer dramatischen Partie, in dem Düren vier Matchbälle besaß, siegten die Wuppertaler noch mit 3:2. Am Samstagabend (19.30 Uhr) kreuzen sich in der Dürener Halle wieder die Wege der ewigen Rivalen. Zu Beginn der Top-Liga-Runde sinnt evivo auf eine Revanche. In Wuppertal konnte das Team von Trainer Bernd Werscheck bislang nicht gewinnen, in eigener Halle will Düren dagegen gleich zum Start des neuen Meisterschaftsabschnitts seine Ansprüche auf Platz drei unterstreichen.

Härtester Konkurrent um diese Position ist die Mannschaft des SV Bayer. Platz eins und zwei gehören Berlin und Friedrichshafen.

"Düren ist wahrscheinlich die Mannschaft mit dem größten Heimvorteil. Sie haben eine kleine Halle, aber ein unheimlich lautes Publikum. Für viele Teams ist es unangenehm dort anzutreten, aber ich genieße diese Atmosphäre", sagt Lebedew, den bekanntlich nichts so schnell aus der Ruhe bringen kann. Gegen Düren kann er auf alle Spieler zurückgreifen.

Gravierende Vorteile für eine der beiden Mannschaft sieht der Australier nicht. "Beide Teams kennen sich so gut. Da wird die Tagesform entscheiden. Vielleicht hat Düren in Sachen Erfahrung die Nase vorn. Das fängt beim Zuspieler an und hört mit dem Libero auf. Düren hat auf allen Positionen erfahrene Leute." Beim Vergleich in der Bayer-Halle schwächelte Düren vor allem auf der Annahme.

Till Lieber, Abwehrchef auf Dürener Seite und frisch gekürter "Sportler des Jahres" (von den Lesern einer örtlichen Tageszeitung und dem WDR), sieht sein Team auch in der Blockund Feldabwehr im Nachteil. "Ich denke nicht, dass wir da schon so gut sind wie Bayer Wuppertal. Die trainieren das seit Jahren. Aber wir können zeigen, dass wir aufgeholt haben", wird Lieber in einer Dürener Tageszeitung zitiert.

Dürens Trainer Werscheck, nach der Niederlage seiner Mannschaft in Wuppertal in die Kritik geraten, wird versuchen, kein neues Angriffspotenzial zu bieten. Von seinen Spielern wurde er jüngst gebeten, im Training etwas umzustellen. Als Zeichen von Schwäche will er das nicht interpretiert wissen.

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Freitag. 06. Februar 2004

Bayer reist mit Optimismus im Gepäck

Münster. So ganz spurlos sind die Tage in Baku, in denen sich die deutschen Volleyballfrauen so unerwartet das Olympiaticket für Athen gesichert haben, nicht an den Nationalspielerinnen vorbeigegangen. Klar, die hohe Belastung, die hat sich hinterher schon bemerkbar gemacht, meint Judith Sylvester rückblickend auf den großen Erfolg, an dem die Spielerin von Bayer Leverkusen maßgeblichen Anteil hatte. Aber mittlerweile hat sie sich erholt.

Fühlt sich fit wie auch ihre beiden weiteren Nationalmannschaftskolleginnen im Bayer-Team, Kathy Radzuweit und Julia Schlecht, und freut sich auf die Finalrunde um den deutschen Volleyball-Pokal in Schwerin, wenn sie mit ihrer Mannschaft im Halbfinale am morgigen Samstag dem USC Münster gegenübersteht. Schwerin ist nicht in Topform, Fischbek keine Übermannschaft, und Münster hat Probleme auf der Zuspielposition, analysiert sie kurz mit Blick auf die drei Konkurrenten um den Pokal die Ausgangslage aus ihrer Sicht. 

Alle haben Chancen, sagt sie und geht damit unisono mit Bayers Mannschaftsführerin Judith Flemig. Da wird die Tagesform eine Rolle spielen, meint die 24-Jährige, die, wie auch Judith Sylvester, zur Saison 2002/2003 vom USC zum Werksteam gewechselt war. Es wird wichtig sein, wie sich unsere jungen Spielerinnen schlagen werden, blickt Flemig insbesondere auf ihre drei erst 17- bzw. 18-jährigen Mannschaftskolleginnen Laura Ludwig, Lisa Thomsen und Nadja Schaus.

Diesem Trio und auch der jungen Sara Goller gilt auch das spezielle Augenmerk von Bayer-Trainerin Gudula Krause. Bilden die vier doch das Rückgrat des Konzeptes der Bayer-Trainerin, verstärkt junge deutsche Spielerinnen in die Spitzenklasse zu führen. Auch sie schätzt die Ausgangslage für ihr Team durchaus positiv ein.

Alle sind gesund, und wir können ohne Druck aufspielen, erklärt sie. Wird doch beim derzeitigen Bundesliga-Vierten dem Pokal nicht so viel Wert beigemessen wie der Meisterschaft. Für uns ist es ganz wichtig, dass wir am Ende der Vorrunde unter den ersten sechs sind, dass wir die Meisterrunde erreichen, setzt die Bayer-Trainern klare Prioritäten.

M. Schönwälder

 

Deutschland - Freies Wort 

Freitag. 06. Februar 2004

Sonneberg: Mit wieder komplettem Team zum Taunus

SONNEBERG – Der 1. Sonneberger SC 04 geht mit dem kompletten Team in seine Auswärtsaufgabe am Sonntag ab 15 Uhr bei der TG Bad Soden. Diese bestreitet am Wochenende einen Doppelspieltag: Morgen ist der Gegner der SV Lohhof, bevor dann am Sonntag die Südthüringer in der MTK Hasselgrund-Halle erwartet werden.

Die Männer des SV Bad Soden haben in den letzten vier Spielen mit drei Siegen viel Selbstbewusstsein getankt. Die Hessen aus dem Taunus werden immer sicherer und stabiler in ihrer Spielanlage. Mit 12:18 Punkten liegen sie zwar noch auf den elften Tabellenplatz der 2. Bundesliga/Süd, aber das soll sich mit möglichst zwei Siegen am Wochenende ändern.

In der Hinrunde verloren die Aufsteiger gegen die Südthüringer noch mit 0:3 und dabei blieben sie ohne jegliche Chancen. Es ist ausrechenbar, dass sich die Gastgeber diesmal etwas mehr vorgenommen haben. Die Spieler um Holger Kleinbub (Ex-Nationalspieler und Volleyballer des Jahres 2000 in Deutschland) und den Ex-Sonneberger Ralf Bätz möchten diesmal nicht mehr so krass unter die Räder kommen.

Der 1. Sonneberger SC 04 hat trotz der letzten Heimniederlage gegen Freiburg seinen zweiten Tabellenplatz hauchdünn gehalten, da auch alle anderen Verfolger patzten. Diesmal sind alle Spieler wieder an Bord, also auch der zuletzt wegen seiner kritischen Aussagen kurzfristig suspendierte Kapitän Enrico Herbert. Coach Peter Höhn kann daher auf alle neun Akteure zurückgreifen. Gegenüber dem Freiburg-Spiel müssen sich die Sonneberger aber selbstredend enorm steigern. Besonders in der Annahme muss besser gearbeitet werden, um das Kombinationsspiel über Zuspieler Holla aufziehen zu können. Aber auch im Block, vor allem über die Mitte, braucht es Verbesserungen.

Optimistisch stimmt, dass beide Sonntagspiele dieser Saison, in Friedberg und Friedrichshafen, gewonnen wurden. Das wäre doch was für den Spruch: Alle guten Dinge sind drei!

(kök)

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel