| Deutschland - Maerkische Allgemeine |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Kyritz
besiegt Netzhoppers und klettert nach oben
Die Provinz ist Dritte
KÖNIGS WUSTERHAUSEN Durchgeschwitzt, halb taub, aber mit einem Lächeln im Gesicht kamen am Sonnabend 100 Kyritzer Fans aus der Paul-Dinter-Halle in Königswusterhausen. "Fortuna ist die Nummer eins", skandierten sie. Mangager Harald Schmidt steckte sich erst einmal eine Zigarette an und atmete tief durch: "Wenn wir das noch verloren hätten ..."
Gerade hatte Fortuna Kyritz das Brandenburgderby bei den Netzhoppers nach einer 2:0-Führung etwas glücklich im Tie-Break gewonnen. Nicht nur über den Sieg im Landesderby freute sich Schmidt, sondern viel mehr über Tabellenplatz drei. "Wer hätte das gedacht. Wir aus der Provinz sind Dritter in der 2. Bundesliga", sagte er stolz. Dagegen verließen die Netzhoppers mit langen Gesichtern die Halle. Ein Tag, den sie schnell vergessen sollten. Zunächst funktionierte die Kaffee- und Fantaautomaten nicht, auch die Bockwurst blieb kalt. Dann gab die Hallenbeschallung ihren Geist und zu allem Überfluss knickte Netzhopperkapitän Sebastian Paul beim ersten Ballwechsel um und sah danach die Partie mit dickbandagierten Knöchel von der Bank aus zu.
Die Netzhoppers schienen durch diesen Ausfall geschockt. Aber vielleicht war es auch der Blick auf die Tribüne, der sie hemmte: Dort hatten klar die Kyritzer Fans das Sagen. Während die 100 Kyritzer Fans mit Trommeln und Rasseln einen hörenbetäubenden Krach machten, verhielten sich die 300 einheimischen Zuschauer lange sehr ruhig. Die Gäste bestimmten klar die Partie. Stark im Angriff, im Block und auch in der Feldabwehr machten die Fortunen kaum Fehler. Bei Heimteam lief dagegen nichts zusammen. Mit 15:25 wurden die Netzhoppers vorgeführt. Kyritz ließ nicht locker und siegte dank eienr blitzsauberen Leistung 25:18.
Ein schnelles Ende deutete sich an. Doch es gab
eine zehnminütige Pause. Heimcoach Mathias Münz
stellte sein Team um. Der etatmäßige Mittelblocker
Sven-Oliver Heitmann griff nun über die Außen an und war kaum
noch zu stoppen. "Da hat man gesehen, was für ein Klassemann das ist",
sagte der verletzte Fortunen-Kapitän Andreas Röhrs. Und an Heitmann
zogen sich die anderen Netzhoppers hoch. Zuspieler Maik Schmiedecke
agierte variabler, Stanilav Bakumovski (sein Bruder ist Nationalspieler)
griff nun rasant an. Es entwickelte sich das erwartete Derby.
Die Kyritzer, nicht mehr so souverän wie am Anfang, hielten gut dagegen.
Tolle Szenen auf beiden Seiten, ob in der Feldabwehr, im Angriff
oder Block. Doch die Netzhoppers hatten das bessere Ende für sich,
sie gewannen 25:20.
Die heimischen Fans wachten auf und auf der Tribüne entwickelte sich ein lautstarkes Duell, mit Vorteilen für den Gast. Auf dem Feld dagegen waren nun die Netzhoppers das etwas bessere Team, vor allem dank Heitmann. Die Einwechselung von Karsten Röhrs durch Fortuna-Coach Jürgen Treppner brachte nichts mehr. Durch ein 25:19 gelang dem Heimteam der Satzausgleich. "Im vierten Satz fehlte etwas der Glaube an den Sieg", kritisierte Andreas Röhrs seine Teamkameraden. Der Glaube war im Tie-Break wieder da. Es wurde gekämpft auf beiden Seiten, die Zuschauer hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen. Die Netzhoppers führten 6:4, wenig später hieß es 7:7. Die Netzhoppers zogen auf 10:8 davon. Doch Kyritz schlug zurück. Zuspieler Florian Schaarschmidt zeigte keine Nerven, brachte Salomo Din Kingue gut ins Spiel. Und Fortuna schaffte das 12:12 und führte plötzlich 14:12. Die Gäste machten es aber spannend. Erst beim vierten Matchball klappt es mit dem 17:15-Erfolg.
Der Siegerjubel der Fortunen war ja schon immer
riesig, doch diesmal war minutenlang nur ein
Knäuel aus Armen und Beinen auf dem Parkett zu sehen.
"Ein Superspiel mit einem verdienten Sieg", fand Karsten Röhrs lachend.
Roland
Möller
| Deutschland - VfB Friedrichshafen-News |
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Montag. 09. Februar 2004 |
YoungStars
waren mit Ba-Wü-Auswahl erfolgreich
KIEL (gus) - Fünf Häfler Volley YoungStars
jubelten am Sonntag in Kiel über den Sieg des A-Jugend-Bundespokals mit der
Baden-Württemberg-Auswahl. Ohne Satzverlust hatten sie im hohen Norden den
Wettkampf der Landesauswahlen für sich entschieden.
Schon am ersten Tag ließen die Spieler unter
Trainer Michael Mallick erkennen, dass sie in guter Form sind. Hessen wurde
ebenso mit 2:0 (25:12, 25:22) vom Feld gefegt, wie anschließend noch deutlicher
die bayerische Auswahl (25:15, 25:17). Es reichten jeweils zwei Durchgänge,
denn der Modus sah zwei Gewinnsätze vor. Am nächsten Tag traf das Team um die
Häfler Patrick Steuerwald, Sebastian Schwarz, Alexander Mayer, Matthias Klippel
und Max Günthör auf die Jugend-Nationalmannschaft (Jg. 87/88). Auch hier
lautete das Ergebnis 2:0 (25:16, 25:17). Dem gastgebenden Verband aus
Schleswig-Holstein ließ Baden-Württemberg ebenfalls keine Chance (25:11,
25:21).
Im Halbfinale trafen die Süddeutschen auf
Nordrhein-Westfalen, gegen den sie mit 25:18, 25:12 die Oberhand behielten. Erst
im Finale wartete mit Berlin eine wirkliche Herausforderung. Die Berliner hatten
die Chance, der Ba-Wü-Auswahl ihren ersten Satz abzuluchsen. Aber sie
verstanden es nicht, ihre Satzbälle zu nutzen und Baden-Württemberg ging nach
spannendem Satzverlauf (31:29) mit 1:0 in Führung. Diesen Warnschuss nahm sich
das Mallick-Team zu Herzen und brachte den zweiten Satz sicher mit 25:20 nach
Hause. Nach dem B-Jugend-Bundespokal im vergangenen Jahr holte sich die Baden-Württemberg-Auswahl
in diesem Jahr auch die A-Jugend-Auszeichnung.
YoungStars-Trainer Söhnke Hinz, der das Turnier
in Kiel live verfolgte, zog ein positives Fazit: „Die Leistung meiner Spieler
ging voll in Ordnung, und im Finale, das Zweitliga-Niveau hatte haben sie ihre
Aufgabe sehr gut gelöst.“ Die Spieler aus Friedrichshafen sehen ihre Gegner
von Sonntag übrigens schon einen Tag später wieder: Dann kommen diese
gemeinsam mit Junioren-Nationaltrainer Michael Warm zu einem einwöchigen
Trainingslehrgang an den Bodensee.
| Deutschland - DVV-News |
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Montag. 09. Februar 2004 |
USC
Münster nach dramatischem Spiel DVV-Pokalsieger
3:2
gegen TV Fischbek Hamburg – Verletzung Cukseevas entscheidend
Der USC Münster
hat den DVV-Pokal 2004 gewonnen und sich zum insgesamt zehnten Mal den begehrten
„Pott“ geholt. In einem dramatischen Finale setzte sich Münster in Schwerin
vor 1.500 Zuschauern nach einem 0:2-Satzrückstand mit 3:2 (17-25, 20-25, 25-14,
25-21, 15-8) gegen den TV Fischbek Hamburg durch.
Spielentscheidend war dabei wohl der verletzungsbedingte Ausfall von Hamburgs Spielertrainerin Marina Cukseeva, die Ende des zweiten Satzes mit einem Muskelfaserriss in der Wade ausfiel. Ohne den „Kopf der Mannschaft“ verloren die Hamburgerinnen den Faden und gaben das Spiel noch aus der Hand. Für Hamburg wäre es der erste nationale Titelgewinn gewesen. Münster hat sich mit dem Pokalsieg einen Platz in der Champions League 2004/05 gesichert.
TV Fischbek Hamburg begann mit folgender Aufstellung: Elena Keldibekova de Westreicher, Kerstin Ahlke, Christina Benecke, Marina Cukseeva, Margarethe Kozuch, Lidiya Shumakova und Libero Sabine Verwilt-Jungclaus. Der USC Münster hielt mit folgender Startformation dagegen: Hella Jurich, Andrea Berg, Cornelia Dumler, Atika Bouagaa, Teee Williams, Caroline Wensing und Libero Janneke van Tienen.
Der Beginn des Spiels war ein Abtasten beider Teams, die sich erst in der vergangenen Woche in der Bundesliga gegenüber gestanden hatten. Dort siegten die Hamburgerinnen überraschend mit 3:1. Und die Spielerinnen um Spielführerin und Nationalspielerin Christina Benecke hatte den besseren Start, wirkte auch nicht so verkrampft wie der eindeutige Favorit USC Münster. Die Annahme der Münsteranerinnen wackelte zu Beginn und auf der anderen Seite punktete die jüngste Spielerin des Finals, die 17-jährige Kozuch, nach Belieben. Bei der ersten technischen Auszeit hieß es 6:8-Führung für Hamburg. Als Ahlke beim Blockversuch das Netz berührte, glich Münster aus (9:9). Doch die Hamburgerinnen fighteten zurück und lagen nach einem Übertreten Bouagaas erstmalig mit drei Punkten vorne (10:13) – Trainer Axel Büring nahm eine Auszeit. Die sonst so sichere Annahme um die Nationalspielerinnen Dumler und Bouagaa wackelte weiterhin und auch der Hamburger Block wusste zu punkten.
Zudem waren zu viele Aufschläge der Münsteranerinnen fehlerhaft, sodass der Außenseiter mit 12:16 in die erste technische Auszeit ging. Nach einem weiteren Punkt durch Shumakova nahm Büring seine zweite Auszeit (12:17). Büring wechselte Johanna Reinink für Williams und Chaine Staelens für Dumler ein, doch das brachte zunächst gar nichts. Nach einem Hinterfeld-Angriff Beneckes hatte Hamburg auf 13:19 erhöht. Bei Münster lief in dieser Phase nichts, bei Hamburg alles. Die Fischbekerinnen waren an jedem Ball mit ihrer Block- und Feldabwehr „dran“, zudem zog Zuspielerin Keldibekova de Westreicher ein sehr variables Angriffsspiel auf (16:23). Nach einem Angriff Kozuchs auf den Münsteraner Block hatten die Hamburgerinnen gleich sieben Satzbälle (17:24). Gleich den ersten verwerteten sie, nachdem Bouagaa einen Angriff ins Netz schlug (17:25).
Hamburg spielte natürlich unverändert weiter, bei Münster mussten die beiden DVV-Asse Dumler und Bouagaa draußen bleiben und wurden durch Staelens und Reinink ersetzt. Nach einem Angriffsfehler von Kozuch und einem As durch Berg nahm Hamburg bereits beim Stand von 2:0 eine Auszeit. Ein Block und Angriff Kozuchs sowie ein Block Beneckes machten daraus prompt ein 2:3. Münster bekam die beiden Hamburger Außenangreiferinnen Kozuch und Shumakova einfach nicht in den Griff, sodass der Bundesliga-2. vorerst einem Rückstand nachlief (5:6). Bei diesem Spielstand nahm Trainer Büring bereits seine zweite (!) Auszeit. Als Williams einen Ball verbaggerte, kam Bouagaa für sie aufs Feld (5:7). Ein Lob von Reinink ließ die ca. 250 Münsteraner Fans beim 8:8 wieder hoffen. Doch die nächsten drei Punkte machten wieder die Spielerinnen von der Elbe. Und als Berg einen Schnellangriff neben die Linie setzte, hieß es 8:12. Williams kehrte zurück aufs Feld und kurze Zeit später Antje Röder für Wensing. Nach einer schönen Finte von Hamburgs Zuspielerin ging es mit einem 11:16 aus Münsteraner Sicht in die zweite technische Auszeit.
Beim 11:17 wechselte Büring die Zuspielerinnen – für Jurich kam Katharina Holzgräve. Aber es änderte sich nichts am Spielverlauf: Die Hamburgerinnen punkteten von den Außenpositionen nach Belieben und hatten in Benecke die Herrschaft am Netz. Beim Stand von 14:19 unterbrach Hamburgs Spielertrainerin Cukseeva eine Blockbewegung und musste ausgewechselt werden. Für sie kam Johanna Barg aufs Feld. Nach zwei Blockpunkten verkürzten die Münsteranerinnen auf 16:20, doch Kozuch sorgte wieder für eine 5-Punkte-Führung (16:21). Als Ahlke zwei Angriffe verschlug und Kozuch eine Annahme verbaggerte, wurde es nochmals enger (19:22). Als Williams bei einem Angriff das Netz berührte, hatten die Hamburgerinnen fünf Satzbälle (19:24). Den zweiten verwertete Benecke mit einem gefühlvollen Lob über den Münsteraner Block zum 20:25.
Cukseeva hatte einen Muskelfaserriss in der Wade erlitten und wurde durch Barg ersetzt. Nur stellten die Hamburgerinnen nun notgedrungen um und stellten die bis dahin überragende Kozuch auf die Mittelposition. Münster, das wieder mit Jurich, Dumler und Bouagaa spielte, nutzte diese Phase der Umorientierung sofort und ging nach einer Aufschlagserie von Berg mit 5:0 in Führung. Hamburg nahm bei diesem Spielstand bereits seine zweite Auszeit. Das Fehlen der Leitfigur machte sich bei Hamburg stark bemerkbar. Die vorher so starke Annahme wackelte, der Angriff war fehlerhafter. Auch der Zuspielwechsel Nicole Fetting für Keldibekova de Westreicher änderte nichts am geänderten Spielverlauf. Münster lag bei der zweiten technischen Auszeit mit 16:5 vorne. Diesen hohen Vorsprung ließen sich die Münsteranerinnen natürlich nicht mehr nehmen. Über 20:7 gewannen sie den Satz mit 25:14 und verkürzten auf 1:2-Sätze.
Hamburg reagierte und stellte Kozuch wieder auf die Außenposition. Diagonalspielerin Ahlke wurde nun in den Mittelblock beordert. Dennoch war der geordnete Spielaufbau auf Hamburger Seite passé. Münster ging mit 5:1 in Führung. Als Kozuch und Shumakova wie gewohnt von der Außenposition punkteten und Benecke im Block zupackte, war der Anschluss wieder geschafft (8:7). Von nun an punkteten die beiden Teams konsequent aus der Annahme, sodass es bei einer 1-Punkte-Führung für Münster blieb (12:11). Als Dumler einen schwer zu schlagenden Angriff hinter die Grundlinie setzte, nahm Trainer Büring beim 13:13 eine Auszeit. Als Hamburg auch den nächsten Punkt machte, wechselte er Staelens für Dumler ein, Münster ging mit 17:15 in Führung. Ein gefühlvoller Lob Bouagaas hinter den Hamburger Block machte daraus ein 19:16. Und als die Nationalspielerin auch noch Shumakova blockte, waren es vier Punkte Vorsprung (21:17). Dieser blieb bis zum 24:20 bestehen – Münster hatte vier Satzbälle zum Satzausgleich. Berg verwandelte den zweiten zum 25:21, der Tiebreak musste entscheiden.
Dumler startete wieder für Staelens, und Münster ging nach zwei Angriffen von Williams mit 3:1 in Führung – Auszeit Hamburg. Als Wensing Benecke blocke, erhöhte Münster auf 5:2. Shumakova setzte einen Angriff neben die Außenlinie, sodass es mit 7:3 in die zweite Auszeit der Hamburgerinnen ging. Ein Annahmefehler auf Münsteraner Seite, der direkt in das Hamburger Feld „plumpste“, ließ die Teams mit 8:4 in den Seitenwechsel gehen. Die eingewechselte Fetting schlug einen Aufschlag ins Netz und Bouagaa spielte mit viel Gefühl einen Ball ins Hamburger Feld (11:5). Als Williams einen Lob platziert und Berg ein As serviert, ist die Entscheidung gefallen (13:6). Beim 14:6 hat der USC acht Matchbälle. Zwar wehren die Hamburgerinnen die ersten zwei ab, doch beim dritten ist der Block im Netz. Münster gewinnt den fünften Satz mit 15:8 und gewinnt den DVV-Pokal 2004.
Stimmen zum Spiel
Christina Benecke (Spielführerin Hamburg): „Wir sind sehr traurig, vor allem deshalb, weil wir Münster zwei Sätze lang so gut im Griff hatten. Die Verletzung von Marina hat uns aus dem Konzept gebracht.“
Johanna Reinink (Spielführerin Münster): „Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie innerhalb von zwei Tagen zwei Spiele gedreht hat.“
Knut Rettig (Co-Trainer Hamburg): „Wir sind sehr enttäuscht, da erst alles so gelaufen ist, wie wir es uns vorgestellt hatten. Unsere Mannschaft war auf den Pokal top vorbereitet. Münster hat nicht am Limit gespielt, aber das ist häufig in einem Pokalfinale so. Die Verletzung war spielentscheidend, im fünften Satz war das Spiel nach fünf Minuten entschieden. Wir hadern mit unserem Schicksal.“
Axel Büring (Trainer Münster): „Ich bin sehr glücklich, dass wir Pokalsieger geworden sind. Das Münsterland war reif für einen Titel des USC. Wir haben teilweise nicht gut gespielt, was aber auch an der tadellosen Leistung Hamburgs lag. Im dritten und fünften Satz haben wir sehr gut gespielt, insbesondere die Variabilität im Angriff und Aufschlag war stark. Vorentscheidend war der vierte Satz, wo das Spiel noch hätte kippen können. Für Marina persönlich tut es mir sehr leid.“
Vom
Finale gibt es heute im NDR 3 (22.30 Uhr) sowie morgen auf HH1 (20.15 Uhr)
Bilder zu sehen.
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Montag. 09. Februar 2004 |
TSV
Bayer 04 Leverkusen Dritter!
3:0
über Schweriner SC
Der TSV
Bayer 04 Leverkusen hat beim DVV-Pokal 2004 der Frauen in Schwerin den dritten
Platz belegt. Vor 1.200 Zuschauern siegten die Gäste gegen Gastgeber Schwerin
mit 3:0 (25-23, 25-23, 26-24). Im Anschluss daran findet ab 15.30 Uhr das Finale
zwischen dem TV Fischbek Hamburg und dem USC Münster statt.
Der Schweriner SC begann mit folgender Aufstellung: Kathleen Weiß, Tina Gollan, Jana Müller, Angela Krivorot, Patricia Wolf, Cathrin Schlüter und Libero Natalya Shumeyko. TSV Bayer 04 Leverkusen hielt mit folgender Startformation dagegen: Julia Schlecht, Judith Sylvester, Judith Flemig, Kathy Radzuweit, Sara Goller, Nadja Schaus und Libero Lisa Thomsen.
Beiden Teams merkte man die Lockerheit im Vergleich zum Vortag an. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen mit einem stetigen Wechsel der Führungen. Zunächst war Schwerin vorne (8:6), anschließend Leverkusen (10:12). Beim 13:13 herrschte Gleichstand. Nach einer Aufgabenserie von Müller mit zwei anschließenden Angriffen von Krivorot hatte sich Schwerin etwas abgesetzt (16:13). Nach zwei Punkten durch Flemig und einem durch Sylvester schien der erneute Gleichstand geschafft (18:18), doch ein Aufstellungsfehler auf Leverkusener Seite machte ein 19:17 daraus. Nachdem Sylvester drei Möglichkeiten zum Punktgewinn nicht nutzen konnte und zum Schluss in den Block von Wolf schlug, ging Schwerin mit 21:19 in die Leverkusener Auszeit. Doch Leverkusen drehte den Spieß nach einem Fehler Schlüters und einem Block Gollers gegen Müller zum 21:22 – Auszeit Schwerin. Als Weiß beim 23:23 den Sprungaufschlag ins Netz servierte, hatte Leverkusen ersten Satzball. Ein guter Aufschlag von Sylvester setzte die Schweriner Annahme so sehr unter Druck, dass Gollan am Ende den Angriff nur an die Antenne setzen konnte (23:25).
Schwerins Trainer Tore Aleksandersen reagierte und wechselte mit Claudia Bimberg (für Schlüter) und Anika Schulz (für Krivorot) frische Kräfte ein. Leverkusen hielt an seiner Formation fest, nur mit der Änderung zum Vortag, dass Sylvester mit in der Annahmeposition stand. Mit 8:6 für Schwerin ging es in die erste technische Auszeit. Schwerin erhöhte sogar auf 12:8, doch die nächsten vier Punkte machten die Leverkusenerinnen (12:12). Mitte des Satzes wechselte Leverkusen für Stammzuspielerin Schlecht Gina Schmidt ein. Nach zwei Angriffen durch Sylvester in Folge gingen die Westdeutschen mit einem Punkt Führung in die zweite technische Auszeit (15:16). Nach zwei missglückten Angriffen von Schulz sowie einem Übertreten von Weiß hatte Leverkusen auf 16:19 erhöht.
Beim 16:20 wechselte Schwerin seine Zuspielerinnen, für Weiß kam Linda Dörendahl. Beim 20:22 hatte Schwerin den Rückstand halbiert, und Trainerin Gudula Krause nahm eine Auszeit. Nach einem gefühlvollen Lob Sylvesters aus dem Rückraum hatte Leverkusen Satzbälle (22:24). Gollan wehrte den ersten ab, doch den zweiten versenkte Flemig zum erneuten 23:25.
Beide Teams blieben in den Aufstellungen, mit denen sie den zweiten Satz beendet hatten. Den besseren Start legten die Schwerinerinnen hin, die nach einem Block Gollans gegen Sylvester mit 5:2 in Führung gingen. Doch Leverkusen glich erneut aus, auch weil die Gastgeberinnen zu viele Fehler ohne große Bedrängnis machten (5:5). Nach einem Schweriner Zwischenspurt auf 10:6 wechselte Krause Kerstin Wensing für Schaus ein. Zwei weitere Punkte für Schwerin ließ die 1.200 Zuschauer auf den Satzanschluss hoffen. Nach einem Hinterfeld-Roller durch Wensing sowie einem erfolgreichen Angriff Gollers hatten die Leverkusenerinnen den Anschluss wieder geschafft (15:14). Nach zwei weiteren Punkten durch Wensing und Goller hieß es Gleichstand (17:17). Nach einem Fehler von Gollan war Leverkusen erstmals im dritten Satz vorne (19:20). Nach einem As Gollers wechselte Aleksandersen mit Weiß und Schlüter für Dörendahl und Wolf zwei neue Spielerinnen ein. Schwerin kämpfte und glich aus (21:21). Beim Stand von 22:22 kehrte Sylvester aufs Spielfeld zurück. Nach einem Missverständnis der Schwerinerinnen hatten die Gäste Matchball (23:24), aber Müller wehrte ab. Sylvester besorgte den nächsten Satz- und Spielball (24:25), den die DVV-Nationalspielerin selbst zum 24:26 und 0:3-Sieg vollendete.
Stimmen zum Spiel
Gudula Krause (Trainerin Leverkusen): „Wir wollten uns für die Zukunft motivieren und nicht mit hängenden Köpfen nach Hause fahren. Der Sieg war wichtig für die Moral und das Selbstvertrauen. Außerdem konnte ich in diesem Spiel einige Ding ausprobieren.“
Tore
Aleksandersen (Trainer Schwerin): „Wir wollten das Spiel um Platz 3 auch
als Spielpraxis nutzen. Nachdem wir gestern das schlechteste Spiel der Saison
gemacht haben, war es heute etwas besser, aber auch noch schlecht. Wir haben
einfach keinen Rhythmus gefunden.“
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Montag. 09. Februar 2004 |
USC
Münster zum 10. Mal Pokalsieger
Schwerin - Der USC Münster hat in Schwerin zum
zehnten Mal den deutschen Volleyball-Pokal der Frauen gewonnen.
Der Bundesliga-Zweite besiegte im Finale vor 1500
Zuschauern den Liga-Kontrahenten TV Fischbek mit 3:2 (17:25, 20:25, 25:14,
25:21, 15:8). Der Jubiläumserfolg der Westfälinnen, die erstmals seit vier
Jahren wieder die Trophäe gewannen, stand nach einer Spielzeit von 97 Minuten
fest. «Wir haben heute teilweise nicht gut gespielt, aber die Mannschaft hat
sich den Sieg verdient», meinte USC-Trainer Axel Büring. Rang drei belegte Bayer
Leverkusen mit einem klaren 3:0 (25:23, 25:23, 26:24)-Erfolg über Gastgeber
Schweriner SC.
Der nominell besser besetzte vielfache deutsche
Meister tat sich gegen die Hamburgerinnen allerdings unerwartet schwer. Der von
Nationalspielerin Christina Benecke geführte TVF leistete sich zunächst
weniger Fehler als der USC und wirkte im Angriff dynamischer. Erst nachdem sich
Fischbeks Spielertrainerin Marina Chuksejewa einen Muskelfaserriss zugezogen
hatte, gab es einen Bruch im TVF-Spiel, und das Blatt wendete sich zu Gunsten
des Favoriten. «Der Ausfall war bei unserer dünnen Personaldecke einfach nicht
zu verkraften», bedauerte Christina Benecke.
Münsters Nationalspielerinnen Cornelia Dümler
und Atika Bouagaa steigerten sich nun und führten ihre Mannschaft zum fast
schon verlorenen geglaubten Sieg. Im Tie-Break war beim Stand von 5:11 frühzeitig
die Entscheidung zu Gunsten des USC gefallen. «Ich bin unheimlich stolz darauf,
das wir die Spiele an beiden Tagen noch herumreißen konnten», konstatierte Münsters
Spielführerin Johanna Reinink nach der wechselvollen Partie überglücklich.
Cornelia Dümler hatte tags zuvor auch maßgeblichen
Anteil daran, dass der USC das Finale überhaupt erreichte. Sie war nach ihrer
Einwechslung im vierten Satz beim 3:2 (25:19, 20:25, 16:25, 25:13,
15:12)-Halbfinalerfolg gegen den Bundesliga-Vierten TSV Bayer 04 Leverkusen die
überragende Spielerin. Zuvor hatte sich Fischbek mit einem überraschenden 3:1
(25:15, 17:25, 25:20, 25:17) gegen den nervös auftretenden Gastgeber Schwerin für
das Endspiel qualifiziert.
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Montag. 09. Februar 2004 |
CEV-Pokal:
Auslosung zu KO- und Endrunden erfolgt
Zwei deutsche Teams und viele deutsche Spieler kämpfen um die Titel!
Die Auslosung für die entscheidende Phase in der Champions League, im Top Teams Cup und im CEV-Pokal ist an diesem Wochenende erfolgt. Wenn es um die Titel im Europapokal geht, sind erfreulicherweise auch zwei deutsche Bundesliga-Klubs mit dabei, der SSV Ulm ALIUD PHARMA und der USC Münster, die im Halbfinale des Top Teams Cup (13./14. März) aufeinander treffen. Im anderen Halbfinale stehen sich Istanbul (TUR) und Tongeren (BEL) gegenüber.
Doch auch in den anderen Wettbewerben sind deutsche Spieler vertreten. In der Ko-Runde der Champions League der Männer trifft Maaseik/BEL mit den beiden DVV-Nationalspielen Georg Wiebel und Michael Mayer auf Odintsovo/RUS. Die anderen beiden Partien lauten Paris/FRA – Thessaloniki/GRE und Treviso/ITA – Tours/FRA. Die Ko-Runde wird vom 2.-4. März in Hin- und Rückspiel ausgetragen, die Finalrunde mit dem bereits qualifizierten Titelverteidiger und Gastgeber Belgorod findet am 27./28. März statt.
In der Champions League der Frauen mischt erneut Olessya Kulakova mit ihem Verein Cannes groß mit. Die Französinnen können mit einem erneuen Triumph den Hattrick schaffen. Zunächst müssen sie allerdings in er Ko-Runde Ekaterinenburg ausschalten. Die anderen Partien lauten Perugia/ITA – Novara/ITA und Baku/AZE – Istanbul/TUR. Die Finalrunde mit dem gesetzten Gastgeber Teneriffa findet am 20./21. März statt.
Gleich zwei deutsche Nationalspielerinnen sind im Final Four des CEV-Pokals der Frauen vertreten. Angelina Grün trifft mit ihrem Klub Bergamo/ITA im Halbfinale auf Avila/ESP, Schiavo Jesi mit Sylvia Roll auf Balakovo/RUS. Die Finalrunde wird am 6./7. März ausgetragen.
Lediglich
die Finalrunden des Top Teams Cup und des CEV-Pokals der Männer laufen ohne
deutsche Beteiligung ab. Im Top Teams Cup kommt es zu den Halbfinals Kharkiv/RUS
– Maia/POR und Innsbruck/AUT – Tulcea/ROM. Gespielt wird am 13./14. März.
Und im CEV-Pokal treffen die Teams von Ekaterinenburg/RUS – Piacenza/ITA und
Athen/GRE – Modena/ITA aufeinander. Diese Finalrunde findet am 6./7. März
statt.
| Deutschland - www.volleyballer.de |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Pokal:
Modusänderung im nächsten Jahr
Sieger für Champions League 2004/05 qualifiziert!
Die Pokalendrunde der Frauen 2004 in Schwerin – wie auch die der Männer - wird in dieser Form, d.h. mit vier Teams und zwei Halbfinal- und zwei Finalspielen, das letzte Mal stattfinden. Die Deutsche Volleyball Liga (DVL) plant ab der Saison 2005 eine Modusänderung, die ein gemeinsames Finalturnier von Frauen und Männern vorsieht, wo nur die beiden Finalspiele um die begehrte Trophäe stattfinden.
Das
Endspiel zwischen TV Fischbek Hamburg und dem USC Münster am heutigen Sonntag
(ab 15.30 Uhr) entscheidet nicht nur über den Gewinner der 32. Auflage des
DVV-Pokals bei den Frauen, sondern auch über den ersten deutschen Vertreter in
der Champions League 2004/05. Da sich mit dem SSV Ulm ALIUD PHARMA und dem USC Münster
zwei Bundesliga-Klubs für das Finalturnier der besten vier Teams im Top Teams
Cup (12.-14. März) qualifiziert haben, hat die Bundesliga in der nächsten
Saison einen Anspruch auf zwei Startplätze in der europäischen Königsklasse.
Ob diese dann in Anspruch genommen werden, hängt dann von den qualifizierten
Vereinen ab.
| Deutschland - Berliner Zeitung |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Die
Volley Dogs sind auf dem Weg in die Bundesliga-Play-offs. Die Hauptstädter
starteten mit einem 3:0 (25:19, 26:24, 25:19) über Essen in die
Qualifikationsrunde. Kapitän Sven Döhrendal brachte mit geschicktem Zuspiel
seine Angreifer immer wieder in gute Positionen. Mariusz Blaszcyk, Waleri
Litschu und der eingewechselte Jesko Borczanowski nutzten dies zu Punkten.
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Volleyballerinnen
gingen vor eigenem Publikum sang- und klanglos als Vierter unter
Schwerin
Bittere Tränen der Enttäuschung flossen bei den SSC-Volleyballerinnen. Nicht
nur, weil sie das Halbfinale um den DVV-Pokal mit 1:3 gegen den TV Fischbek
Hamburg verloren hatten, sondern wohl viel mehr über ihre eigene schlechte
Leistung. Da war die 0:3-Niederlage gestern gegen Leverkusen nur noch die
"Krönung" eines aus SSC-Sicht völlig verkorksten Wochenendes.
"War
das nicht schlimm", stellte Kapitän Jana Müller unter Tränen fest. Aber
sie muss sich das genauso wie ihre Mannschaftskolleginnen selbst zuschreiben.
"Die Mädels sollen auf dem Feld ihre Energie verbrauchen, dann müssen sie
hinterher nicht weinen - das ist Blödsinn", sagte klipp und klar
SSC-Trainer Tore Aleksandersen. Der Norweger konnte am Sonnabend machen, was er
wollte, es half alles nichts. Seine Damen wirkten wie gelähmt auf dem Parkett.
Aufschläge wurden ohne Not ins Netz oder ins Aus geschlagen. Die Annahme war
grottenschlecht, die Angriffe konnte man kaum als solche bezeichnen. Angela
Krivarot und auch Jana Müller hauten die Dinger reihenweise daneben oder in
Hamburgs Block, der keinerlei Mühe hatte. Irgendwie ließen sich alle davon
anstecken. Sie waren alle von der Rolle. Auch die Einwechslung von Cathrin Schlüter
für Claudia Bimberg im Mittelblock brachte nicht die gewünschte Verbesserung.
"Wir haben heute alles verkehrt gemacht, was wir verkehrt machen
konnten", so der Trainer. So war der erste Abschnitt auch schnell mit 15:25
verloren.
Im
zweiten Durchgang hatte man für einen Moment das Gefühl, der Schweriner SC
findet ins Spiel. Die Gastgeberinnen kamen über den Block zurück in die
Partie, holten da selbst einige Punkte. Hamburg seinerseits machte jetzt Fehler
über Fehler, von denen das Team um Jana Müller profitierte, ohne selbst
richtig gute Aktionen zu starten. Irgendwie lief dieser Satz mehr an Hamburg als
an den Schwerinerinnen vorbei, die immer noch neben sich standen. Aber egal,
dachte man zumindest, Hauptsache den Satz mit 25:17 gewonnen.
Doch das
Unheil nahm jetzt seinen Lauf mit voller Wucht. Im dritten Satz nahm
Aleksandersen endlich Angela Krivarot, die einen rabenschwarzen Tag erwischte,
aus dem Spiel und brachte Tina Gollan. Sie konnte dem Spiel aber auch keine
Wende mehr geben. Zwar war man bis zum 19:20 dran, aber mehr auch nicht. Es
fehlte jeglicher Kampfgeist oder der Wille, das Ding doch noch drehen zu wollen.
Satz vier das gleiche Spiel. Die SSC-Damen ließen sich regelrecht vorführen.
Der SSC-Trainer versuchte es beim 12:17 auch noch mit dem Wechsel im Zuspiel
Linda Dörendahl für Kathleen Weiß, die ebenfalls kaum einen Ball richtig
gestellt bekam, etwas bewegen zu können. Aber auch das schlug fehl. Der
Schweriner SC war einfach nicht präsent auf dem Parkett. Das 17:25 und damit
die 1:3-Niederlage nur die logische Konsequenz. "Ich hätte jede rausnehmen
können. Keine hat das umgesetzt, was wir im Training gemacht haben. Es war eine
einzige Katastrophe", so Aleksandersen.
Das
setzte sich gestern im Spiel um Platz drei fort. Zwar kann man den SSC-Damen
eine leichte Steigerung in Bezug auf den Einsatz wohl bescheinigen, mehr aber
auch nicht. "Wir waren noch vom Hamburg-Spiel geschockt. Auch wenn die Sätze
knapp ausgegangen sind, auch das war nichts. Es wäre für uns wichtig gewesen,
dieses Spiel besser zu gestalten. Das ist jetzt die große Frage, ob wir da
wieder rauskommen. Wir müssen Charakter zeigen, im Kopf frei werden. Das wird
schwer genug. Wir können nur versuchen, mit vollem Einsatz uns da raus zu
holen", so Kathleen Weiß.
"Wir
haben das ganze Wochenende ohne Selbstvertrauen gespielt. Die Spielerinnen müssen
lernen, mit Druck umzugehen. Sie haben schließlich einen Job, den sie machen müssen",
so der SSC-Trainer, der nach der Pleite absolut bedient war.
Nicht nur er...
Es
berichten Martina Kasprzak, Roland Güttler, Katja Peters
Stimmen
zur Pokalendrunde
"Wir
drücken weiter die Daumen"
Viele
SSC-Fans hatten nach der 1:3-Niederlage gegen Fischbek eine Trotzreaktion, ein
Aufbäumen erwartet. Doch was sie sahen, war einfach nur enttäuschend.
"Das war eine peinliche Vorstellung", bringt es Michael Tilse von den
Schweriner Fans auf den Punkt. "Der letzte Einsatz hat gefehlt", so
der Hobbyvolleyballer. Enrico "Enno" Frey fühlte gestern nach dem
Spiel um Platz drei einfach nur eine völlige Leere. "Die Mädels haben überhaupt
nicht gekämpft. Das waren keine Angaben oder Zuspiele mit Herz. Die Einstellung
zum Siegen hat heute leider gefehlt."
Trotz
allem lassen sich die SSC-Fans nicht entmutigen. "Das ist doch das, was
einen richtigen Fan auszeichnet. Er steht hinter seiner Mannschaft in guten wie
in schlechten Zeiten", so Enrico Frey. Und auch Michael Tilse wird wieder
in die Volleyballhalle gehen. "Ich bin zwar frustig, aber ich werde den Mädchen
trotzdem weiterhin die Daumen drücken."
Melanie
Horn, Schwerin, SSC-Nachwuchs: "Ich bin schon ein bisschen enttäuscht
über die Niederlage. Aber sie haben heute besser gespielt als am Sonnabend.
Dass ich die Spielerinnen aus dem Nationalteam so aus der Nähe einmal sehen
darf, ist super. Ich werde mir nachher noch ein paar Autogramme holen."
Bundestrainer
Hee Wan Lee: "Schwerin war für mich sehr enttäuschend. Das fing beim
Aufschlag an, ging über die Annahme, den Angriff und Block. Pokalspiele sind
immer nicht auf höchstem Niveau. Alle Teams können besser spielen, als sie
hier gezeigt haben. Aber Schwerin hat ja noch nicht einmal gekämpft."
Jörg
Versmold, Münster, Fanclub "Critters" Münster: "Es ist
unglaublich, wir sind Pokalsieger! Die Reise nach Schwerin hat sich wirklich
gelohnt. Wir sind gestern mit 160 Fans hier angereist und hatten großen Spaß
beim Anfeuern. Jetzt werde ich mich noch mit den anderen Fan-Clubs austauschen.
Wir haben alle ein gutes Verhältnis miteinander. Schade ist, dass es nur so
wenige Zuschauer in die Halle geschafft haben."
Melanie
Beyer aus Hamburg, Fanclub "Dynamite" Hamburg Fischbek:
"Unsere Mädels haben am Sonnabend alles gegeben, und wir wollten hier
heute gewinnen. Der Sieg wäre ohne die Verletzung von Marina Cukseeva sicher
drin gewesen. Auch wenn wir jetzt zum zweiten Mal als Vizesieger aus dem Pokal
gehen, gewonnen haben wir so oder so. Der Finaleinzug hat bei uns zu Hause einen
wahren Volleyball-Hype ausgelöst."
Mathias
Eichinger, Trainer SSV Ulm: "Das war eine Kopie der Pokal-Endrunde des
Vorjahres. Hamburg als Ausrichter hielt damals auch dem Druck nicht stand, so
wie Schwerin diesmal."
Siegfried
Köhler, DVV-Sportdirektor: "Die Prognose hat sich bestätigt, dass
jeder jeden bei den Frauen schlagen kann. Das Niveau war generell nicht so berühmt.
Alle Mannschaften haben sehr viele Fehler gemacht, hatten Abstimmungsprobleme.
Aber hier ging es ja auch nicht um Schönheit. Es war aber ein tolles Turnier
rundherum. Es hätten nur noch mehr Zuschauer in der Halle sein können. Aber
die Stimmung war sehr gut."
| Deutschland - Schweriner Volkszeitung |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Es
wird höchste Zeit: Alarmstufe drei
SSC-Teamleiter
Hubert Getzin redet Klartext
SSC-Teamleiter
Hubert Getzin trat gestern Vormittag vor dem Spiel um Platz drei gegen
Leverkusen vor die Mannschaft. Wir sprachen hinterher mit ihm.
Frage:
Was haben sie der Mannschaft mit auf den Weg gegeben?
Hubert Getzin: Ich musste Dampf ablassen, meine Enttäuschung loswerden. Das
Team war blass, das müssen sie aber auch selbst merken. Wenn wir Normalform
gezeigt hätten, hätten wir Hamburg schlagen können. Die waren auch nicht überragend.
Ich habe an die Mädels appelliert, dass sie heute ein anderes Gesicht zeigen.
Leider ist das nicht so gewesen. Es ist enttäuschend, zumal wir als Teamleitung
der Mannschaft hier gute Bedingungen geschaffen haben. Das Publikum, dem ich
danken möchte, war prima, es herrschte eine tolle Stimmung. Von daher ist die
Enttäuschung noch um so größer.
Frage:
Im Vorfeld haben sie gesagt, dass es genug Motivation sein muss für die
Spielerinnen, in der Endrunde zu stehen, und eben auch unter der Beobachtung des
Damen-Bundestrainers.
Getzin: Das ist ja gerade das, was ich nicht begriffen habe. Athen steht vor
der Tür. Eine bessere Chance bekomme ich als Spielerin nicht, mich für die
Olympia-Mannschaft zu empfehlen.
Frage:
Woran ist der SSC hier aus Ihrer Sicht gescheitert?
Getzin: Man muss ganz klar sagen, dass uns die Führungskraft fehlt. Da müssen
Jana Müller und Angela Krivarot mehr bringen, ob sie wollen oder nicht. Denn in
der Mannschaft wird nicht viel miteinander geredet, auch dafür brauchen wir
eine Führungsspielerin, die das übernimmt.
Frage:
Was kann da jetzt aber auch die Teamleitung unternehmen?
Getzin: Ich gebe auch uns ein bisschen die Schuld daran. Wir müssen in den nächsten
Tagen das Wochenende analysieren und mit der Mannschaft auswerten. Aber vor
allem mit den Mädels reden. Ich glaube, wir müssen einiges klarstellen. Es ist
höchste Zeit. Es herrscht Alarmstufe drei. Eigentlich haben wir uns geschworen,
da nicht reinzureden. Aber da von innen nichts kommt, muss es jetzt von außen
kommen.
Frage:
Das Wochenende war für den SSC ein Desaster. Jetzt geht es in der Bundesliga
weiter. Was erwarten Sie von der Mannschaft?
Getzin: Am nächsten Wochenende müssen wir nach Suhl, das wird sehr schwer.
Wir müssen aufpassen, dass wir in der Meisterrunde bleiben. Da sind jetzt alle
gefordert, auch wir vom Management. Aber hauptsächlich muss sich die Mannschaft
da jetzt rausholen und Charakter zeigen.
Interview:
Martina Kasprzak
| Deutschland - Leipziger Volkszeitung |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Wunder
dauern etwas länger - auch in Markranstädt
Leipzig.
Wer ein spannendes, emotionsgeladenes Volleyball-Derby erwartet hatte, sah sich
gestern enttäuscht. Zu deutlich dominierte Gastgeber VV Leipzig vor 1200
Zuschauern in der Sporthalle Brüderstraße, zu einseitig verlief die Partie.
Schon nach 64 Minuten verwandelte Kapitän Lutz Mühlisch den Matchball zum 3:0
(25:20, 25:16, 25:20) über den VC Markranstädt. "Wir haben die letzten
Tage konzentriert trainiert und dann auch sehr motiviert und konsequent
gespielt", sagte VVL-Coach Zoran Nikolic, der angesichts der geringen
Gegenwehr drei Sätze lang fast regungslos auf seinem Stuhl saß.
Wunder
dauern eben auch in Markranstädt etwas länger. Zwei Wochen nach dem
Amtsantritt des neuen Trainers Michael Mücke konnte das Bundesliga-Schlusslicht
kaum Fortschritte nachweisen. "Das tut weh, ich hasse Niederlagen",
erklärte Mücke, "aber der VVL hat clever agiert, gut aufgeschlagen und
wenig Fehler gemacht." Dennoch wähnt er sein Team auf dem richtigen Weg:
"Mit Block und Feldabwehr bin ich gar nicht so unzufrieden, aber wir haben
unsere Punktchancen nicht genutzt. Daran müssen wir arbeiten und viel
aggressiver angreifen."
Bis zum
10:10 im ersten Satz hielten die Gäste mit, dann zogen die Leipziger davon. Sie
wirkten stabiler und durchschlagskräftiger. Neben Haroldas Cyvas und Dejan
Stankovic glänzte auch Lars Björn Freier mit wuchtigen Schlägen, zeigte seine
beste Saisonleistung. "Ich habe mich oft zu sehr unter Druck gesetzt, war
im Kopf blockiert", meinte Freier, "diesmal habe ich nicht so viel
nachgedacht - und hatte mehr Spaß."
Frappierend
zudem die Leipziger Überlegenheit im Block. Vor allem wenn 2,12-Meter-Mann
Armin Dewes hochstieg, wurde es dunkel für die Markranstädter Angreifer. Der
VCM versuchte zwar, schnelleren Volleyball als bisher anzubieten, doch den
Zuspielern Eric Koreng und Igor Wiederschein fehlte dabei die Präzision, ihre
zu flachen Pässe waren ein gefundenes Fressen für die langen Kerls auf der
Gegenseite. "Die Abstimmung ist noch nicht da", weiß Mücke, der sich
im dritten Satz, in dem sein Team bis zum 8:6 führte, zwei Aufstellungsfehler
leistete. Konsequenz: Punkte für den Gegner. "Ich kenne die Nummern noch
nicht so genau", flachste der Trainer, "da haben die Jungs wenigstens
einen Schuldigen."
Mücke
droht die Zeit davonzulaufen. Allein an den nächsten beiden Wochenenden stehen
vier vorentscheidende Spiele auf dem Programm. Manager Michael Nickeleit:
"Wir brauchen jetzt schnell ein Erfolgserlebnis." Sonst wird es nichts
mit dem Klassenerhalt. Der VVL, der Rang sieben und damit die Führung in der
Abstiegsrunde verteidigte, hat andere Ziele. "Wenn wir schon bei den
Verlierern spielen, wollen wir dort auch vorn bleiben und uns für die Play-Offs
qualifizieren", sagte Haroldas Cyvas. Das gestrige 3:0 mochte der Litauer
nicht zum Maßstab erheben: "Dafür war Markranstädt zu schwach."
Steffen
Enigk
| Deutschland - Grafschafter Nachrichten |
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Montag. 09. Februar 2004 |
FC
Schüttorf 09 schlägt sich achtbar
0:3
beim Titelanwärter
Moers/Schüttorf/his – Die Zweitliga-Volleyballer der FC Schüttorf 09 haben sich am Sonnabend im Gastspiel beim Moerser SC achtbar aus der Affäre gezogen. In der Endabrechnung behielt der Meisterschaftsfavorit aus Moers zwar mit 3:0 (25:20, 25:17, 25:23) Sätzen die Oberhand, die Schüttorfer konnten die Halle aber erhobenen Hauptes verlassen. "Wir haben ganz gut mitgehalten", urteilte 09-Coach Dirk Schlotfeldt. Den Spielern des Tabellenletzten war anzumerken, dass sie gegen den Aufstiegsaspiranten ohne Druck agieren konnten.
Mit Timo Timpe im Zuspiel, Libero Dirk Möller, Henning Leinker und Thorsten Schoen auf der Mittelblockerposition, Jürgen Alsmeier und Alexander Yourokov als Außenangreifern und Michael Röder im Diagonalangriff hielten die Obergrafschafter im ersten Satz über weite Strecken den Anschluss. Allerdings wurden die Schüttorfer auch in Moers immer wieder durch individuelle Fehler in ihren Bemühungen zurückgeworfen, sodass der Abstand sich auf drei bis vier Punkte einpendelte. Wenn die Gastgeber in Gefahr gerieten, hatten sie zudem immer eine passende Antwort: Georg Grozer jr. bewies einmal mehr, dass auf ihn in den entscheidenden Situationen Verlass ist. "Grozer hat zwar auch einige Fehler vor allem bei der Angabe gemacht, wenn es darauf ankam, hat er die Bälle aber in unserem Feld versenkt", wies Schlotfeldt den Moerser Nachwuchsstar als einen Garanten des Sieges aus.
Nach dem 20:25 im ersten Durchgang kamen die Schüttorfer im zweiten Satz nicht so gut aus den Startlöchern. Die Gastgeber setzten sich erneut mit drei Punkten ab. Diesen Vorsprung vergrößerten sie in der Mitte des Satzes auf acht Zähler und entschieden den zweiten Durchgang sicher für sich (25:17).
Im dritten Satz
leisteten die Moerser sich dann den Luxus, einige Stammkräfte zu schonen. Die
Schüttorfer, bei denen Alexej Peters für Jürgen Alsmeier auf die Außenposition
rückte, nutzten den Umstand und gestalteten die Partie offen. "Mit ein
bisschen mehr Glück bei zwei bis drei Blocksituationen hätten wir den Satz
auch gewinnen können", urteilte Schlotfeldt über den dritten Abschnitt,
der mit 23:25 am Umkämpftesten war. Der 09-Coach, der auf einen eigenen Einsatz
verzichtete, war sich allerdings darüber im Klaren, dass die Moerser den Sack
dann im vierten Satz zugemacht hätten. "Ein Satzgewinn wäre gut fürs
Selbstvertrauen gewesen", stellte Schlotfeldt jedoch heraus. Aber auch ohne
ein ablesbares Erfolgserlebnis war der Trainer mit der Vorstellung seines Teams
zufrieden: "Alle sind engagiert zur Sache gegangen. Auf diesem Spiel können
wir aufbauen."
| Deutschland - Hildesheimer Allgemeine Zeitung |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Team
48 schrammt an Blamage vorbei
TSV-Coach
spricht nach 3:1-Erfolg von Rücktritt.
Hildesheim/Giesen
(cen). Der Tabellenführer der 2. Volleyball-Bundesliga, der MTV 48 Hildesheim,
tut sich in diesen Wochen sehr schwer. Am Sonntag beim Abstiegskandidaten
Ludwigslust reichte es gerade so zu einem hauchdünnen 3:2-Erfolg. Bereits am
Sonnabend hatte der TSV Giesen in eigener Halle den SSF Fortuna Bonn mit 3:1
bezwungen. TSV-Coach Zeljko Popovic trübte die Freude über den ungefährdeten
Sieg und kündigte an, sein Traineramt nach der Saison möglicherweise zur Verfügung
zu stellen.
Kampf
statt Spielkunst, Krampf statt Rhythmus - so präsentiert sich derzeit der MTV
48 Hildesheim. Vor allem in den Auswärtsspielen treten die 48er nicht auf wie
ein Aufstiegsaspirant für die 1. Liga. Bei den Volley Tigers Ludwigslust musste
der Spitzenreiter sein Glück gehörig strapazieren, ehe der Fünf-Satz-Sieg
unter Dach und Fach war. Trainer Walther Hoch ging nach der Begegnung hart wie
nie zuvor mit seinen Spielern ins Gericht: "Ich bin total sauer. Das
Verhalten der Mannschaft kann ich nicht nachvollziehen. Die Spieler haben alle
Hinweise und Warnungen in den Wind geschlagen."
Ohne
Lars Hobbie und Frank Pawla war das Team 48 nach Ludwigslust gefahren. Dort
zeichnete sich schon im ersten Durchgang ab, dass es mit dem erwarteten klaren
Sieg nichts werden würde. Mit 25:22 ging der Satz zwar auf das Konto der 48er,
doch die nächsten beiden Durchgänge holte sich der Außenseiter jeweils mit
25:20.
Mitte
des vierten Satzes lag Ludwigslust scheinbar uneinholbar mit sieben Punkten in Führung.
Einige gelungene Blockaktionen - und das Blatt wendete sich zu Gunsten des MTV,
der den vierten Abschnitt mit 25:22 und den fünften mit 15:12 gewann. Das Team
48 war haarscharf an einer Blamage vorbeigeschrammt.
Zu allem
Überfluss zog sich Spielmacher Stephan Teumer eine Handverletzung zu. Sein
Einsatz am nächsten Sonntag im Heimspiel gegen SSF Fortuna Bonn ist fraglich.
Der Anpfiff erfolgt um 15 Uhr nicht in der RBG-Sporthalle, sondern in der
Sporthalle Ochtersum.
Nicht
schön, aber erfolgreich ging es auch am späten Sonnabend in der Sporthalle
Giesen zu. Der TSV als Tabellenachter hatte den Zehnten SSF Fortuna Bonn zu
Gast. Was beide Teams vor rund 180 Zuschauern zelebrierten, war in etwa so
unterhaltsam wie das Wetter dieser Tage. Den Giesenern einen Vorwurf zu machen,
ist aber nicht angebracht. Denn solche Leistungen lassen sich erklären, wenn
man im Niemandsland der Tabelle angesiedelt ist, vier Stammspieler fehlen - aber
der Gegner nicht annähernd das Format hat, an der Festung zu rütteln.
Auch
TSV-Coach Zeljko Popovic ist das Dilemma bewusst, in dem seine Mannschaft
steckt. Wichtig sei, dass man den Gegner schlägt, sagte er beschwichtigend nach
der Partie. Aber ob er sich mit dem gezeigten Niveau abfinden möchte? Darauf
Popovic achselzuckend: "Was soll ich machen."
Halim
Nouali, Mario Große Banholt, Niklas Rademacher und David Klemperer fehlten
gegen Bonn. Björn Wellershoff kam - obwohl vor vier Wochen zurückgetreten -
als Notnagel zu seinem ersten Saisoneinsatz von Beginn an. Raimund Wenning und
Stefan Bahrs konnten in vielen Phasen der Partie ihre Trainingsrückstände
nicht verdecken.
So sind
vom derzeit vorhandenen Spielermaterial des TSV keine Glanzleistungen zu
erwarten. Auf der Ersatzbank hatten mit Ulrich Voß, Claas Blume und Christian
Fischer drei Akteure aus dem Kader der II. Männermannschaft Platz genommen, um
im Notfall in die Bresche zu springen. Wirkliche Impulse hätte - bei aller
Wertschätzung - wohl keiner setzen können.
Die
verbliebenen acht Akteure aus dem Zweitligakader schleppten sich anfangs sehr mühsam
durch die Partie gegen Bonn. Wenn Spielmacher Srdan Popovic nicht immer wieder
in Mathias Sockel einen dankbaren Abnehmer für seine Pässe gefunden hätte, wären
die Giesener wohl in die Bredouille geraten. Diesem Duo hatten die Gäste, deren
Coach Jörg Brügge das Fehlen von ebenfalls vier Stammkräften beklagte, aber
nichts entgegen zu setzen.
Und weil
von zwei schwachen Annahmereihen eben die der Bonner noch mehr Unzulänglichkeiten
offenbarte, war der 3:1 (25:15, 20:25, 25:19, 25:9)-Erfolg für den TSV verdient
- und in der Schlussphase sogar sehr versöhnlich.
Zeljko
Popovic, der dem Treiben auf dem Feld zumeist gelassen zugesehen hatte, sprach
nach Spielschluss unverblümt von Rücktritt. Unter diesen personellen
Rahmenbedingungen werde er in der nächsten Saison nicht mehr Trainer in Giesen
sein. Während er an den Spieltagen immerhin noch acht oder neun Spieler aus dem
ursprünglichen Kader begrüßen kann, sind es an den Trainingsabenden oft nicht
einmal sechs. "Ich bin ein ehrgeiziger Trainer. Es ist nicht meine Art,
immer im Mittelfeld zu stehen", sagte der 51-Jährige. Doch in Giesen seien
unter den derzeitigen Voraussetzungen höhere Ziele nicht zu erreichen. Übrigens
hat der TSV am nächsten Wochenende frei.
| Deutschland - Hamburger Morgenpost |
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Montag. 09. Februar 2004 |
2:3! Fischbeks bittere Pleite im Pokal-Finale
Hamburgerinnen verspielen im Endspiel 20-Satzführung gegen USC Münster
Der USC Münster hat zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte den Pokal des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) gewonnen und zog mit dem deutschen Rekordhalter SC Dynamo Berlin gleich. Das Team von Axel Büring gewann bei der Endrunde in Schwerin das Finale vor 1500 Zuschauern gegen den TV Fischbek Hamburg nach 0:2-Rückstand noch mit 3:2 (17:25, 20:25, 25:14, 25:21, 15:8).
Die Hamburgerinnen hatten den Favoriten zunächst überraschend an den Rand einer Niederlage gebracht. Zum Ende des zweiten Satzes musste dann aber Spielertrainerin Marina Cukejewa wegen eines Muskelfaserrisses in der rechten Wade ausscheiden. Den Ausfall der 40-Jährigen konnte der TV nicht kompensieren und der USC kam nach 105 Spielminuten doch noch zum Rekordgewinn. Der SC Dynamo Berlin hatte den früheren DDR-Pokal zehn Mal erobert.
Münster, zuletzt vor vier Jahren Cup-Gewinner, hatte schon im Halbfinale gegen Bayer Leverkusen einige Mühe und stand beim 3:2 (25:19, 20:25, 16:25, 25:13, 15:12)-Erfolg 115 Minuten auf dem Platz. Hamburg hatte sich 3:1 (25:15, 17:25, 25:20, 25:17) gegen Gastgeber Schweriner SC durchgesetzt. Titelverteidiger SSV Ulm hatte sich nicht für die Endrunde qualifiziert.
Im kleinen Finale zwischen Gastgeber Schwerin und
Bayer 04 Leverkusen ging es zuvor nicht ganz so spannend zu. Die Schweriner
verloren gegen Leverkusen deutlich mit 0:3 (23:25, 23:25, 24:26) und mussten
sich am Ende mit einem enttäuschenden vierten Platz zufrieden geben.
| Deutschland - Neue Ruhr Zeitung |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Verstappen
nahm den MSC genau unter die Lupe
"Adler"
feierten einen 3:0-Pflichtsieg über den FC Schüttorf.
Das hört
sich souverän an: 3:0 (25:20, 25:17, 25:23) gewonnen gegen den Tabellenletzten
FC Schüttorf. Verdient, keine Frage. Aber unter Souveränität versteht selbst
der Volleyball-Fan etwas anderes. Wer von den etwa 180 Zuschauern am
Samstagabend im Sportzentrum Rheinkamp den Volleyball-Zweitligisten Moerses SC
genau unter die Lupe nahm, dem blieben die eklatanten Schwächen des
Aufstiegsfavoriten Nummer eins nicht verborgen.
"Wirklich
zufrieden kann ich trotz des Sieges natürlich nicht sein", erklärte
MSC-Coach Igor Arbutina. "Uns fehlen eben noch diverse Fertigkeiten im
Bereich der Schnell-angriffe, in der Defensive und auch im Blockspiel."
Der
Block fand nicht statt
Vor allem
letzteres fand an diesem Abend fast überhaupt nicht statt - unbeweglich,
geradezu pomadig. Im Blockspiel über außen führten Abstimmungs- und
Timingprobleme zu vielen Punkten für den eigentlich nicht allzu durchschlagskräftigen
Gegner. In der Mitte sahen Marijo Ramadza und Richard Honti so gut wie keinen
Ball. Das erkannten die Gäste schnell und richteten ihr Spiel dementsprechend
aus. MSC-Zuspieler Torben Tidick sorgte zudem für ein recht behäbiges
Angriffsspiel lediglich über die Außenangreifer Pieter-Jan Waale und Georg
Grozer, gelegentlich über Teodor Hirs. Bis zu seiner Auswechslung in der Mitte
des zweiten Durchgangs gegen Huib den Boer stellte er nicht einen Ball schnell
über die Mitte.
Hätte
der Gegner VC Bottrop, MTV Hildesheim oder Netzhoppers Königswusterhausen geheißen,
wäre ein MSC in dieser Verfassung in Bedrängnis geraten. Das dachte sich
sicher auch "der General" Johan Verstappen, Ex-MSC-Trainer und
jetziger Coach des Ligakonkurrenten VC Bottrop, der das Spiel im Hinblick auf
die kommende Partie gegen die Grafenstädter genaustens studierte.
Die einzigen Lichtblicke des zweiten Durchgangs sind schnell beschrieben: Teodor Hirs "ballert" beim Sprungaufschlag den am Spielfeldrand verdutzten Co-Trainer Dirk Schlotfeldt ab, der erste erfolgreiche Schnellangriff über die Mitte wird von Huib den Boer über Richard Honti eingeleitet, und der wieder einmal überragende Georg Grozer lässt einem beindruckten Zuschauer folgenden in der Tat zutreffenden Kommentar entlocken: "Der ist echt ´ne andere Liga, der Kerl." Und recht hatte er, denn teilweise übersprang der gebürtige Ungar den gegnerischen Block.
Der zu
diesem Zeitpunkt sicher geglaubte Erfolg ließ den MSC-Trainer Igor Arbutina nun
zu einer wahren Wechselorgie hinreißen. Nachdem Nils Lieber für Pieter
Jan-Waale schmetterte, begannen Radomir Mijovic für Teodor Hirs und Ferdinand
Stebner (erster Einsatz nach langer Verletzungspause) für Georg Grozer den
dritten Satz. Jetzt wurde es hektisch, etwas unkoordiniert und vor allem enger.
Von einem MSC-Block war noch immer nichts zu erkennen, so dass der FC Schüttorf
durch die Mitte punktete und somit das Spiel offen hielt. Überzeugen konnte der
MSC lediglich mit Durchschlagskraft. Etwas glücklich verwandelte Ferdinand
Stebner nach 65 Minuten den zweiten Matchball in einer Partie, die zeitweise zum
Schluss zu kippen drohte. Eins ist wohl sicher: Nächste Woche in Bottrop muss
der MSC mindestens eine Schüppe drauflegen...
Daniel Passon
| Deutschland - Westdeutsche Zeitung |
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Montag. 09. Februar 2004 |
SV
Bayer bleibt wenig Zeit zum Grübeln
Über
Langeweile können sich die Zuschauer nicht beschweren, wenn die Volleyballteams
des SV Bayer Wuppertal und evivo Düren aufeinander treffen. Nicht selten ging
es über fünf Sätze. Das war zum Auftakt der Top-Liga-Runde nicht anders.
Wuppertal.
In der Bayer-Halle gab es für die Dürener bislang nichts zu gewinnen. Der
Haken aus Wuppertaler Sicht: das Spiel fand in Düren statt. Prompt unterlag die
Mannschaft von Trainer Mark Lebedew mit 2:3 (25:19, 23:25, 25:23, 15:25, 10:15).
Mit einem Tag Abstand und der Videoanalyse war die Enttäuschung bei Lebedew über
die Niederlage neuem Optimismus gewichen. "Okay, wir haben in Düren nicht
gut gespielt. Das lag vor allem daran, dass wir unsere vielen Gelegenheiten
nicht genutzt haben. Positiv ist aber, dass wir sie uns erarbeitet haben. Im
Hinblick auf das nächste Spiel müssen wir ein paar Sachen verbessern",
sagt der Australier.
Zeit zum
Grübeln über die Niederlage bleibt keine. Schon am Mittwoch muss sich der SV
Bayer im Heimspiel (19.30 Uhr) gegen den deutschen Meister SCC Berlin neu
beweisen. Bis dahin will Lebedew im Training versuchen, die ihm im Düren-Spiel
aufgefallenen Probleme "im Annahme-Zuspiel-Angriff-Komplex" ein Stück
weit in den Griff zu bekommen. "Das ist nicht viel Zeit, aber im Training
muss konsequenter und konzentrierter gearbeitet werden."
Diese
Attribute ließen in Düren beide Mannschaften im ersten Satz vermissen. Bis zum
19:18 für den SV Bayer verlief die Partie ausgeglichen. Dann zogen die
Wuppertaler auf 24:18 davon und kamen zu einem sicheren 25:19. Im zweiten
Abschnitt zeigte der SV Bayer Kämpferqualitäten. Düren führte bereits mit
20:16, Bayer holte auf und hatte beim 23:22 den Satzgewinn vor Augen. "Ein
paar Eigenfehler haben uns aber dann den Satz gekostet", so Lebedew. Die
Zuschauer in der gut gefüllten Dürener Halle taten ihr übriges.
Die
Stimmung kochte im dritten Satz so richtig hoch, als das zahlende Volk ihr Team
nach einigen Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt sah. Der SV Bayer ließ
sich trotz einer 20:12-Führung davon anstecken und kam beim 25:23 noch so eben
über die Runden. Nachteilig in dieser Phase wirkte sich auch das Fehlen von
Mittelblocker Markus Nitsche (Virus) aus, der mit seiner Erfahrung für mehr
Ruhe hätte sorgen können. Pech, dass sich auch Gabriel Krüger nach einer
Kollision mit Florian Wilhelm verletzte und von Leszek Kurowski ersetzt werden,
der trotz Trainingsrückstands nicht schlecht spielte.
Weniger
die anderen Spieler. Nach indiskutablem vierten Satz fehlte dem SV Bayer auch im
Tie-Break die nötige nervliche Stärke.
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Zitterpartie
endet mit Jubelarie
Schwerin. Gekämpft, gezittert und am Ende triumphiert: dank einer immensen Willensstärke: Die Volleyballerinnen des USC Münster haben erst am Samstag Bayer Leverkusen in einer dramatischen Halbfinalbegegnung mit 3:2 besiegt, dann gestern in einem 99-minütigen Fight auch Finalgegner TV Fischbek mit 3:2 (17:25, 20:25, 25:14, 25:21, 15:8) niedergerungen und können sich zum zehnten Mal in der Vereinsgeschichte mit dem Titel des Deutschen Pokalsiegers schmücken, stellen den Rekord des SC Dynamo Berlin ein. Mit dem Erfolg löste der USC zugleich das Ticket für die Champions League 2004/2005.
Der Jubel kannte gestern, nachdem Tonya Williams den dritten Matchball verwandelt hatte, in der Schweriner Kongresshalle nur eine Farbe: grün-weiß. Freudentränen flossen nicht nur bei den Spielerinnen, sondern auch so einige der rund 150 mitgereisten Fans mussten schlucken. Wir sind im letzten Jahr zwei Mal Zweiter gewesen. Das Münsterland und damit der USC war einfach reif für diesen Titel. Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass sie das geschafft hat, erklärte ein sichtlich erschöpfter USC-Trainer Axel Büring nach dem Match.
Dabei hatte wohl kaum jemand unter den 1600 Zuschauern nach den ersten beiden Sätzen daran geglaubt, dass der USC am Ende das Feld als neuer Pokalsieger verlassen würde. Immer ein Tick schneller agierten die Fischbekerinnen. Dass es dem USC im ersten Durchgang nicht einmal gelang, in Führung zu gehen, zeigt die Überlegenheit des Gegners aus Hamburg mehr als deutlich. Aller kämpferischer Einsatz nutzte nichts, eine gesundheitlich stark angeschlagene Atika Bouagaa konnte nicht wie gewohnt Akzente setzen, der Block stand nicht, die Annahme vor großen Problemen. Der TV hatte sich glänzend auf den USC eingestellt. Allerdings war auch die Eigenfehlerquote bei den Münsteranerinnen immens hoch. Die Mannschaft hat einfach nicht gut gespielt, wollte ein sichtlich erschöpfter USC-Trainer die ersten beiden Sätze nach dem Match nicht weiter analysieren.
Die Hoffnung, dass sich die Kräfteverhältnisse im zweiten Satz wenden könnten, zerstob schnell. Die 2:0-Führung war nur ein Strohfeuer. Gegen Hamburgs Außenangreiferin Lidiya Shumakova fand der USC kein Gegenmittel. Aber woran schon keiner mehr zu glauben wagte, trat ein: die Rückkehr des USC im dritten Satz. Einem Wirbelsturm gleich ging der USC über 7:0 mit 15:5 in Führung, spielte plötzlich mit Mut zum Risiko, und wurde dafür belohnt. Profitierte aber auch davon, dass Fischbek zu Satzbeginn einen Schock zu verdauen hatte, da Marina Chukseeva mit einem Muskelfaserriss ausscheiden musste. USC-Zuspielerin Hella Jurich war es dann, die nach 19 Satzminuten den 1:2-Anschluss perfekt machte.
Dramatik
pur im vierten Satz. Erst beim 16:14 konnte sich der USC, vorentscheidend lösen,
gab die Führung nicht mehr ab, zeigte sich auch im Tie-Break konzentriert und
verbuchte am Ende einen glorreichen Sieg, einen Sieg unbändigen Willens.
Martina
Schönwälder
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Montag. 09. Februar 2004 |
-na- Schwerin. Für mich war das ein enorm wichtiger Sieg. Hella Jurich ist bei aller emotionalen Freude über den Pokalgewinn auch ein wenig Nachdenklichkeit anzumerken: Es war schon recht schwer für mich, die Nachforlge von Kim anzutreten, ihre Rolle zu übernehmen, betont die 23-Jährige. Eigentlich hatte sie sich ja völlig auf den Beach-Volleyball konzentriert, hatte die Not des USC aber erkannt, nachdem sich nach Kim Staelens auch noch die zweite Zuspielerin Sandra Aßmann verletzt hatte. Sie sprang ein und hat es nicht bereut. Die Mannschaft steht voll hinter mir, und auch Axel hilft mir immer wieder ungemein, spielt sie auf das sie umgebende und funktionierende Umfeld im Team an.
Sie
genoss den Sieg in ganz besonderen Zügen. Atika Bouagaa dagegen meinte, noch
ein wenig Zeit zu brauchen, um den Sieg überhaupt richtig realisieren zu können.
Ich bin momentan einfach leer, meinte die Nationalspielerin, die sich trotz
schwerer Erkältung als die gewohnte Kämpferin erwiesen hatte. Den Matchball
hatte sie verwandeln dürfen, aber den Sieg, den bezeichnete Tonya Williams als
das Ergebnis einer immens starken mannschaftlichen Geschlossenheit. Es ist
einfach sein sehr schönes Gefühl, sagt die routinierte Außenangreiferin und
schnuppert ein wenig an der roten Rose, die sie, wie alle anderen Spielerinnen
auch, von den USC-Fans geschenkt bekommen hatte.
| Deutschland - Westfälische Nachrichten |
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Montag. 09. Februar 2004 |
Überschwang ohne Grenzen. Die Emotionen sprudelten gestern pur auf das Parkett in der Schweriner Kongresshalle, nachdem feststand, dass sich der USC Münster seinen zehnten Pokalsieg ans Revers heften kann. Gratulation. Gezittert hatte er sich ins Finale, schon da sich aus einer fast ausweglosen Situation befreit. Moral bewiesen. Und gestern gelang der Kraftakt ein zweites Mal. Kompliment.
Nun ist das große Saisonziel unter Dach und Fach. Trotz aller Verletzungssorgen. Ein nationaler Titel ist erreicht. Aber es gibt ja noch einen zweiten, der zu vergeben ist, die deutsche Meisterschaft, die nicht in nur vier Spielen erreicht werden kann. Konstanz ist da gefragt. Eine Aufgabe der sich Trainer Axel Büring und seine Spielerinnen stellen werden und müssen, mit allem Nachdruck, vielleicht ein wenig unbelasteter, weil das vorgegebene Saisonziel nun schon Realität geworden ist. Aber zwei Titel wären doch auch nicht schlecht oder?
Martina
Schönwälder
| Deutschland - Freies Wort |
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Montag. 09. Februar 2004 |
BAD
SODEN – Im 3.
Sonntagsspiel der dritte Sieg. 3:0 gewann der SSC bei der TG Bad Soden
(25:22/25:14/25:18) in nur 47 Minuten. Sonneberg begann konzentriert. Alle
Spieler waren hellwach. Ein sofortiger Vorsprung von 7:2 reichte, um bis zum
Schluss des 1. Satzes die Gastgeber zu dominieren.
Als beim
22:23 Bad Soden noch mal heran kam, löste Holler die Situation mit einem
Zuspielertrick und verblüffte dadurch die Akteure der TG. Der anschließende
Satzball wurde von Roland Tullner zum Satzgewinn verwandelt.
Im
zweiten Satz rechneten die zirka 150 Zuschauer mit einem Aufbäumen der Spieler
aus dem Taunuskreis, aber Sonneberg erspielte sich zusehens die Überlegenheit
auf dem Parkett. Abgeklärt wurde wiederum eine schnelle Führung herausgespielt
(14:9) und der Satz ging in nur 12 Minuten an das Südthüringer Team. Besonders
Sven Walter spielte überragend und konzentriert im Block. Die Sonneberger Überlegenheit
drückte sich auch im 25:14-Satzergebnis aus.
Im
dritten Satz konnte auch der Ex-Sonneberger Kapitän von TG Bad Soden Ralf Bätz
das Unheil für die Einheimischen nicht abwenden. Und wie in Satz 1 und 2 übernahmen
die Höhn-Schützlinge wiederum die Initiative. Ein Klassenunterschied zwischen
beiden Mannschaften war unverkennbar. Auch dieser Satz ging mit 25:18 völlig
verdient an die Gäste.
Coach
Peter Höhn musste keinen seiner Spieler, die mit Enrico Herbert, Boris Holla,
Sven Walter, Nikolai Mikhailenkov, Roland Tullner und Adis Katanovic spielten,
auswechseln.
Im nächsten
Heimspiel gegen den SV Lohhof gilt es den 2. Tabellenplatz zu verteidigen.
(kök)
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