News

Dienstag, 10. Februar 2004 

Vorfreude beim VC: Moerser SC kommt!
Chat mit Johanna Reinink
Braucht Hamburg einen Sportsenator?
TV Fischbek am Titel vorbeigeschrammt
Für Fischbek blieb Silber
Bayern und Baden-Württemberg haben Nase vorn!
EM-Modusänderung ab 2007!
Bonn: "Leider blieb die Trotzreaktion aus"
Hamburger Jugendmeisterschaften 2004, Teil 1
SHOWDOWN in der Landesliga!
Halb Friedrichshafen ist noch krank
WiWa Hamburg: Deutliches 3:0 gegen Eiche Horn
Wichtiger Sieg für den SV Fellbach
Berlin als Messlatte für Wuppertal
Fischbek wieder nur Zweiter
Die Männer in der dritten Reihe
SCC Berlin kommt als Favorit nach Wuppertal
Mit grünem Schopf gen Heimat
USC: Genießen und begreifen

Februar 2004

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Januar 2004

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - VC Bottrop-News 

Dienstag. 10. Februar 2004

Vorfreude beim VC: Moerser SC kommt!

Die Vorfreude ist groß - am Sonntag ist es endlich wieder soweit. Dann empfängt der VC Bottrop 90 den selbsternannten Meisterschaftskandidaten der 2. Bundesliga Nord. Doch der Kandidat wackelt - zuletzt gab es eine Niederlage in Bocholt, die nie einkalkuliert war, und so liegen die Nerven nicht gerade ruhig eingebettet. Trainer Johan Verstappen war auch am letzten Samstag beim Spiel des MSC im Sportzentrum Rheinkamp zu sehen und nach dem Urteil der dortigen Presse muss der MSC schon einiges mehr aufbieten, um auch beim VC Bottrop zu bestehen. Der VC  sinnt natürlich auf Revanche für die deutliche Hinspiel-Niederlage. Über die Form seines Teams wird Johan Verstappen am Ende der Woche mehr Bescheid wissen - doch eines ist sicher: die Jungs brennen!

Damit sich die heimischen Volleyballfans auf dieses Spektakel auch rechtzeitig einrichten können, liegen schon jetzt Freikarten in den Filialen der Sparkasse Bottrop für Jugendliche und Schüler aus. Im Service-Point von GelsenNet des ELE-Centers an der Osterfelder Straße werden auch Freikarten für alle interessierte Sportler bereit gehalten.

Volleyballvereine und Bottroper Sportvereine können ihre Frei-kartenwünsche auch per E-Mail an bundesliga@vcbottrop90.de richten.

VC Bottrop 90 - Moerser SC
Sonntag, den 15.02.2004, 15 Uhr
Dieter Renz Halle

 

Deutschland - USC Münster-News 

Dienstag. 10. Februar 2004

Chat mit Johanna Reinink

Der USC-Chat feiert am Freitag, 13. Februar 2004 um 19 Uhr Premiere. Alle Fans können dann eine Stunde lang mit USC-Kapitän Johanna Reinink über das Pokalwochenende und das bevorstehende Spitzenspiel gegen Ulm (So, 15.02., 15.30 Uhr Berg Fidel) fachsimpeln.

 

Hamburg - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 10. Februar 2004

Braucht Hamburg einen Sportsenator?

Umfrage: Wie der Sport in der Hansestadt größeres politisches Gewicht bekommen kann.

Hamburg - Bürgermeister Ole von Beust (CDU) lässt sich vom HSV-Vorsitzenden Bernd Hoffmann bei einem Fototermin durchs neue HSV-Museum in der AOL-Arena führen, Bildungs- und Sportsenator Reinhard Soltau (FDP) zeichnet die Gesamtschule Alter Teichweg als Partnerschule des Leistungssports aus, und SPD-Spitzenkandidat Thomas Mirow bricht bei einem Treffen mit Manfred Richthofen, dem Präsidenten des Deutschen Sportbundes (DSB), die Steuervorschläge der CDU auf den Sport herunter und kommt zu dem Ergebnis, dass diese unabsehbare negative Auswirkungen hätten, weil Übungsleiterpauschalen (1848 Euro jährlich steuerfrei) wegfielen und Spenden an Vereine und Verbände nicht mehr von der Steuer abgesetzt werden könnten.

Es herrscht Wahlkampf in der Stadt - und Einigkeit bei allen Parteien. Der Sport, besonders der Leistungssport, soll in Hamburg nach der Bürgerschaftswahl am 29. Februar größeres Gewicht erhalten. Noch vor der Abstimmung will sich der amtierende Senat auf seiner letzten Sitzung am 24. Februar auf ein weit reichendes sportpolitisches Zukunftsprogramm festlegen. Ähnliches habe es in dieser Dimension in dieser Stadt noch nie geben, meint ein Behördenmitarbeiter. Zuletzt hatte die Regierung dem Sportamt 650 000 Euro für 2004 zusätzlich bewilligt.
Der Arzt Mathias Petersen, in Mirows Kompetenzteam für Sport und Gesundheit verantwortlich, mahnt bei aller Übereinstimmung jedoch an, beim umstrittenen Lehrerarbeitszeitmodell so schnell wie möglich die Aktivitäten der Sportlehrer außerhalb der Schule zu berücksichtigen, damit wichtige Schülerwettbewerbe wie "Jugend trainiert für Olympia" ausreichend vorbereitet und begleitet werden können.

Die Olympiabewerbung hat Politik und Wirtschaft gezeigt: Sport tut Hamburg gut. Nach dem 12. April 2003, der Entscheidung für Leipzig, haben viele Prozesse in dieser Stadt aber ihre vorher gekannte Dynamik verloren. Bei der Vergabe der Spiele für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zum Beispiel musste sich Hamburg mit fünf Begegnungen begnügen, beim Confederations Cup ein Jahr zuvor wird der Ball gänzlich an der AOL-Arena vorbeilaufen, weil die neuen Stadien in Frankfurt am Main, Köln oder Leipzig getestet werden sollen. Mehr Lobbyarbeit des Senats und speziell des Bürgermeisters beim Deutschen Fußball-Bund (DFB), meint die SPD, hätten vielleicht zu anderen Entscheidungen geführt.

Der Vorwurf der Opposition: "Von Beust hat es versäumt, zum wichtigsten Spiel der Nationalmannschaft im Jahr 2003, dem EM-Qualifikationsspiel gegen Island, ins Hamburger Stadion zu gehen", ebendorthin, wo die Führung des DFB versammelt war.

Wie der Hamburger Sport künftig (noch) mehr Gewicht erhalten könnte, darüber sind sich nach einer Umfrage des Hamburger Abendblatts die im Sport Tätigen einig: Es bedarf einer Person, die die Interessen des Sports im Senat und vor allem nach außen kompetent, engagiert und glaubwürdig vertritt - und nicht den Sport wie bisher notgedrungen nebenbei verwaltet. Diese sollte Stallgeruch haben, also über großes sportliches Know-how verfügen, und möglichst aus dem Sport kommen.

Ob Hamburg aber einen reinen Sportsenator braucht, darüber gehen die Meinungen auseinander. In einer Zeit knapper Kassen, in der Behörden verschlankt werden sollen, sei es nicht opportun, eine weitere zu fordern, lauten die Bedenken. Die Befürworter erhoffen sich von einem Sportsenator dagegen mehr Autorität bei Verhandlungen mit Verbänden, internationalen Sportorganisationen und Wirtschaftsvertretern, wenn es - wie geplant - gilt, Großveranstaltungen zu holen.

Einen Kandidaten für den Posten gibt es bereits: Michael Stich (35). Der parteilose Wimbledonsieger wirbt für Ole von Beust und könnte sich ein (sport)politisches Amt vorstellen: "Wenn man mich fragen sollte, kann man mit mir darüber reden", sagte der frühere Tennisstar dem Abendblatt. Einen Sportsenator hält auch er nicht für zwingend erforderlich, "aber eine Person, die sich ausschließlich um den Sport kümmert, die regelmäßig zu Veranstaltungen, in die Vereine und in die Schulen geht".

Rainer Grünberg

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Dienstag. 10. Februar 2004

TV Fischbek am Titel vorbeigeschrammt

Schwerin - Und der moralische Sieger heißt: TV Fischbek Hamburg. Zwar unterlagen die Volleyballfrauen im Finale des deutschen Pokals in Schwerin dem USC Münster mit 2:3 (25:17, 25:20, 14:25, 21:25, 8:15). Doch nur auf Grund einer Verletzung von Spielertrainerin Marina Tschuksejewa Ende des zweiten Satzes gerieten die Hamburgerinnen ins Hintertreffen.

"Wir hatten alles richtig gemacht", stellte Fischbeks Mannschaftsführerin Christina Benecke nach der Partie fest. Bis zur Verletzung kontrollierte ihr Team wie schon tags zuvor beim 3:1 (25:15, 17:25, 25:20, 25:17) im Halbfinale gegen Gastgeber Schweriner SC das Geschehen.

Doch der finanziell knapp ausgestattete Club hatte für die verletzte Mittelblockerin keinen Ersatz mehr, da auch schon Positionskollegin Juliana Lawrowa nach einer Knieoperation die Saison beenden musste.

"Das ist so bitter", meinte Tschuksejewa, die bei der Siegerehrung von zwei Münsteraner Fans auf einem Stuhl zu ihrer Mannschaft getragen worden war. Die routinierte Deutschkasachin war einfach nicht zu ersetzen. "Ihr Ausfall war spielentscheidend", stellte auch Münsters Coach Axel Büring fest.

"Die Mannschaft war zum richtigen Zeitpunkt auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit", sagte Fischbeks sportlicher Berater Knut Rettig. Der Hamburger Verbandstrainer war am Endspieltag extra aus Kiel vom Jugendpokalturnier angereist, um das Team zu unterstützen.

Dabei hatte es um seinen Einsatz zuvor einigen Ärger gegeben. Der Fischbeker Manager Horst Lüders hatte dem Hamburger Volleyball-Verband (HVbV) vorgeworfen, seinem Club nicht ausreichend zu helfen. "Das ist völlig falsch, aber Lüders hat sich ja nicht einmal bei uns gemeldet", sagt HVbV-Präsident Klaus Widegreen verärgert, der die Probleme um den Coach Jonny Westreicher Mick in Fischbek als hausgemacht sieht. Am Rande des Pokalturniers hatten der Manager und Widegreen miteinander gesprochen.

Vom Trubel um den sportlichen Berater zeigte sich die Mannschaft völlig unberührt. "Wir konnten hier doch nur gewinnen", sagte Libera Sabine Verwilt-Jungclaus. Entsprechend locker und unbekümmert spielten die Fischbekerinnen lange auf. Nun droht allerdings das Team auseinander zu fallen. Noch keine Spielerin hat von Manager Lüders ein Angebot bekommen. Coach Westreicher Mick sowie Ehefrau und Zuspielerin Jelena Keldibekowa de Westreicher sondieren schon neue Angebote.

Dabei könnte der TV Fischbek nächste Saison womöglich in der Champions League starten. "Sollte Münster Meister werden, geht der zweite Platz in diesem Wettbewerb an uns", erklärt Lüders, der nun mit dem Image fördernden Auftritt seines Teams im Rücken neue Sponsorengespräche führen will.

masch

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Dienstag. 10. Februar 2004

Für Fischbek blieb Silber

Pokalfinale: Im Endspiel verloren die Volleyballfrauen des TVF nach 2:0-Führung unglücklich gegen USC Münster.
Schwerin - Was für ein sportliches Drama. "Wir waren auf dem besten Weg, hier mit 3:0 den deutschen Volleyball-Pokal zu holen", sagte Horst Lüders, der Manager der Bundesliga-Frauen des TV Fischbek Hamburg, nach der 2:3-Niederlage (25:17, 25:20, 14:25, 21:25, 8:15) gegen Finalgegner USC Münster.

Mit 1:0 und 19:14 im zweiten Durchgang hatten die Fischbekerinnen schon vor gut 2000 Zuschauern in der Schweriner Kongresshalle geführt und dabei den Gegner klar beherrscht. Doch in diesem Moment signalisierte Spielertrainerin Marina Cukseeva, dass sie nicht mehr weiterspiele könnte. Nach einer Abwehraktion hatte sie sich einen Muskelfaserriss im rechten Unterschenkel zugezogen. Alle Versuche von Mannschaftsarzt Michael Tank blieben erfolglos. An ein Weiterspielen war nicht mehr zu denken.

Das Dilemma: Auf der ohnehin schon knapp besetzten Auswechselbank saß mit Außenangreiferin Johanna Barg und Zuspielerin Nicole Fetting keine Mittelblockerin mehr. Die am Knie operierte Kasachin Juliana Lawrova war erst gar nicht mitgefahren. So mussten die Fischbekerinen improvisieren: Johanna Barg kam und Margarethe Kozuch rückte in die Mitte. Wie ein angeschlagener Boxer rettete die Notformation den Satzgewinn. Dann aber kam der Schock durch. "Wir waren völlig durcheinander", sagte Mannschaftsführerin Christina Benecke. Nichts lief mehr zusammen, schnell lag das Team mit 1:10 zurück, schaffte den Anschluss nicht mehr.

Um so bewundernswerter war dann der Auftritt der Fischbekerinnen im vierten Satz. Lange hielten sie den Durchgang offen, eroberten sich mit 14:13 sogar kurzzeitig die Führung. Doch der physischen Übermacht musste sich das Team aus Fischbek beugen. Münster verfügte über zwölf fitte Spielerinnen.

Dabei wären die Fischbekerinnen vor dem Finalturnier mit der Endspielteilnahme völlig zufrieden gewesen. So war zum Beispiel der Ehemann von Libera Sabine Verwilt-Jungclaus, Sven, mit den drei Kindern am Sonntag noch extra angereist. "Sie sollten schließlich dabei sein, wenn ihre Mama eine Medaille bekommt. So war es abgemacht", sagte Sabine Verwilt-Jungclaus. "Wir sind hier doch ohne jede Aussicht hingefahren", so die Defensiv-Spezialistin. Selbst der anwesende Bundestrainer Lee Hee Wan mochte den Fischbekerinnen unter den vier Teilnehmern allenfalls "Außenseiter-Chancen" einräumen.

Doch die Fischbekerinnen profitierten im Halbfinale gegen den Schweriner SC vom immensen Druck, der auf den Gastgeberinnen lastete. "Das kann man einfach nicht wegreden", so Schwerins Mannschaftsführerin Jana Müller mit rot verweinten Augen nach dem 3:1-Erfolg (25:15, 17:25, 25:20, 25:17) vor 1600 Zuschauern in der Schweriner Kongresshalle.

Da nutzte auch der Trost von Fischbeks Kapitän Christina Benecke wenig: "Wir können das nachempfinden. Schließlich ging es uns im vergangenen Jahr genauso, als wir Gastgeber für das Pokalturnier waren und im Halbfinale scheiterten."

In Durchgang eins und vier hatten die Schwerinerinnen keine Chance. Im zweiten Durchgang entschieden zwei starke Sprungaufgaben der für Johanna Barg eingewechselten Margarethe Kozuch die Partie. Überhaupt funktionierte das Wechselspiel der beiden Youngster auf der Außenangriffs-Position einmal mehr hervorragend.

Auch die Routiniers überzeugten: Sabine Verwilt-Jungclaus dominierte Annahme und Abwehr, Spielertrainerin Marina Cukseeva mühte sich mit großem Kämpferherz im eigentlich ungewohnten Mittelblock und glich mit ihrer Erfahrung von 40 Lebensjahren so manchen Fauxpas ihrer Mitspielerinnen aus. Überragend gegen Schwerin allerdings waren Außenangreiferin Lidiya Shumakova, die im dritten Satz allein neun Zähler mit ihren Angriffen machte. Ebenso wie die starke Blockarbeit von Christina Benecke.

Manfred Schäffer

 

Deutschland - DVV-News 

Dienstag. 10. Februar 2004

Bayern und Baden-Württemberg haben Nase vorn!

Die Mädchen aus Bayern und die Jungen aus Baden-Württemberg haben den A-Jugend-Pokal in Kiel gewonnen. Im Finale setzten sich die Bayerinnen mit 2:0 (21, 13) gegen die Auswahl aus Nordrhein-Westfalen durch. Auf dem dritten Platz landeten Niedersachsen und Berlin. Bei den Jungen setzte sich im Endspiel Baden-Württemberg mit 2:0 (29, 21) gegen Berlin durch. Dritte - wie bei den Mädchen wurde das Spiel um Platz drei nicht ausgetragen - wurden die Teams aus Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen.

Die Jungen-Konkurrenz im hohen Norden entwickelte sich zu einer eindeutigen Angelegenheit für die Mannschaft von Baden-Württembergs Landestrainer Michael Mallick. Schon am ersten Tag ließen sie erkennen, dass sie in guter Form sind. Hessen wurde ebenso mit 2:0 (12, 22) vom Feld gefegt, wie anschließend die bayerische Auswahl (15, 17). Am nächsten Tag traf das Team um die Friedrichshafener Spieler Patrick Steuerwald, Sebastian Schwarz, Alexander Mayer, Matthias Klippel und Max Günthör auf die Jugend-Nationalmannschaft (Jg. 1987/88).

Auch hier lautete das Ergebnis 2:0 (16, 17). Dem gastgebenden Verband aus Schleswig-Holstein ließ Baden-Württemberg ebenfalls keine Chance (11, 21). Im Halbfinale trafen die Süddeutschen auf Nordrhein-Westfalen, gegen den sie mit 2:0 (18, 12) die Oberhand behielten.

Erst im Finale wartete mit Berlin eine wirkliche Herausforderung. Die Berliner hatten die Chance, der Ba-Wü-Auswahl ihren ersten Satz abzuluchsen. Aber sie verstanden es nicht, ihre Satzbälle zu nutzen und Baden-Württemberg ging nach spannendem Satzverlauf (31:29) mit 1:0 in Führung. Diesen Warnschuss nahm sich das Mallick-Team zu Herzen und brachte den zweiten Satz sicher mit 25:20 nach Hause. Nach dem B-Jugend-Bundespokal im vergangenen Jahr holte sich die Baden-Württemberg-Auswahl in diesem Jahr auch die A-Jugend-Auszeichnung.

YoungStars-Trainer Söhnke Hinz, der das Turnier in Kiel vor Ort verfolgte, zog ein positives Fazit: „Die Leistung meiner Spieler ging voll in Ordnung, und im Finale, das Zweitliga-Niveau hatte, haben sie ihre Aufgabe sehr gut gelöst.“

 

Deutschland - DVV-News 

Dienstag. 10. Februar 2004

EM-Modusänderung ab 2007!

Der Europäische Volleyball-Verband CEV hat in Paris auf seiner ersten Sitzung im Jahr 2004 entschieden, dass bei den EM-Endrunden der Frauen und Männer ab dem Jahr 2007 das Teilnehmerfeld von 12 auf 16 Mannschaften erhöht wird.

Die EM-Endrunden im Jahr 2005 in Italien und Serbien & Montenegro (Männer) und Kroatien (Frauen) werden demnach vorerst das letzte Mal mit jeweils 12 Teams ausgetragen.

Die DVV-Frauen sind nach ihrem 3. Platz bei der EM 2003 in der Türkei bereits für die Endrunde 2005 qualifiziert, die deutschen Männer müssen sich in zwei Qualifikationsturnieren gegen Portugal, Ungarn und Israel behaupten. Der Turniersieger ist sicher qualifiziert, zudem noch die beiden besten Gruppen-2. der insgesamt vier Vierergruppen.

 

Deutschland - Bonner General-Anzeiger 

Dienstag. 10. Februar 2004

Bonn: "Leider blieb die Trotzreaktion aus"

Volleyball-Zweitligist SSF Fortuna Bonn verliert in Giesen - Nur sieben Akteure mit von der Partie

Bonn. (hsi) Mit einem stark geschrumpften Team mussten die Volleyballer der SSF Fortuna Bonn am Samstag zum Auswärtsspiel reisen. In der Zweitligapartie gegen den TSV Giesen verloren die Bonner wie schon im Hinspiel in vier Sätzen (15:25, 25:20, 19:25, 9:25). Die SSF bleiben aber trotz der Niederlage weiterhin auf dem zehnten Rang.

"Leider blieb die Trotzreaktion aus", meinte Bonns Trainer Jörg Brügge, der gehofft hatte, dass sich eine Jetzt-erst-recht-Einstellung bei seinen Spielern breit machen würde. Denn aus dem eigentlichen Kader standen nur sieben Akteure zur Verfügung.

Neben dem verletzten Kapitän Jörg Lohmann musste auch Außenangreifer Dominik Neswadba auf Grund von Knieproblemen pausieren. Zwar waren Zuspieler Rene Fiehler und Angreifer Benjamin Brücken, die beide nicht am Training teilgenommen hatten, wieder mit an Bord, Stefan Schmellekamp war aber aus beruflichen Gründen verhindert.

Zu wenig Druck im Angriff

Hinzu kam, dass auch Mittelblocker Thomas Güßgen nicht für den Tabellenzehnten antreten konnte. Der 19 Jahre alte Fortuna-Spieler startete beim Bundespokal der Deutschen Volleyball-Jugend für die Auswahlmannschaft von Nordrheinwestfalen startete.

Brügge entschied sich daraufhin, Außenangreifer Florian Effler, der in Bonns Reserveteam in der Verbandsliga spielt, in den Kader aufzunehmen. Effler spielte von Beginn an und zeigte durchweg eine gute Leistung. Allerdings bekamen die SSF während der gesamten Partie die Angaben der Gastgeber nicht in den Griff. Besondern im ersten und letzten Durchgang ließ die Annahme der Bonner sehr zu wünschen übrig. Im Angriff wurde zu wenig Druck ausgeübt.

"Wir hatten kaum Alternativen, um zu wechseln. Das lässt über manches hinweg sehen", sagte Brügge: "Aber der letzte Satz war indiskutabel, da haben wir gar keine Gegenwehr mehr gezeigt."

 

Hamburg - Smash-News 

Dienstag. 10. Februar 2004

Hamburger Jugendmeisterschaften 2004, Teil 1

Bei den Hamburger B-Jugendmeisterschaften in der Norderstedter Moorbekhalle setzten sich sowohl bei den Mädchen wie auch bei den Jungen die gastgebenden Teams des VC NAL durch. Bei den Mädchen wurde VC NAL 1 Meister durch ein 3:1 (25:18, 22:25, 25:19, 25:21) gegen den CVJM, die Jungen des VC NAL konnten sich in einem spannenden Match gegen den VfL Geesthacht mit 3:2 (20:25, 25:19, 25:21, 17:25, 15:9) durchsetzen. Diese vier Teams qualifizierten sich auch für die Norddeutschen Meisterschaften.

Die Platzierungen:

  Jungen   Mädchen
1. VCNAL 1. VCNAL1
2. VfL Geesthacht 2. CVJM
3. Barsbütteler SV 3. TSG Bergedorf
4. Altonaer FC 4. TSV Schwarzenbek
5. VG Elmshorn 5. VCNAL2
6. Eimbütteler TV 6. VG Elmshorn
7. VG HNF & SV Eidelstedt 7. NTSV & VCNAL3

Bei den erstmals vom Altonaer TSV ausgerichteten D-Jugendmeisterschaften in der Altonaer Museumstrasse wurden die Mädchen des CVJM Hamburger Meister durch einen sicheren Sieg gegen den Rissener SV. Bei der männlichen D-Jugend konnte sich der VfL Geesthacht gegen den VC NAL in einem spannenden Spiel mit 15:13 im Tie-Break durchsetzen.

Die Platzierungen:

Mädchen
1. Platz CVJM
2. Platz Rissener SV
3. Platz 1.VC NAL
4. Platz Walddörfer SV
5. Platz Schwarzenbek
6. Platz Geesthacht
7. Platz Altonaer TSV
8. Platz Niendorfer TSV
Jungen
1. Platz Geesthacht 1
2. Platz 1.VC NAL
3. Platz Niendorfer TSV
4. Platz Geesthacht 2
5. Platz Walddörfer SV
6. Platz Rissener SV
7. Platz Geesthacht 3

Die Meisterschaften der C-Jugendlichen finden am 21./22. Februar in der Moorbekhalle in Norderstedt (Ausrichter: VC NAL) statt, die A-Jugend kürt ihre Meister erstmals Freitag und Samstags (20./21. Februar) in der Sporthalle Wandsbek, um am Samstag abend eine Players Night (CVJM-Villa, An der Alster 40, Eintritt 5 Euro, inkl. Buffet und Disco) durchzuführen.

 

Hamburg - SV Altengamme-News 

Dienstag. 10. Februar 2004

SHOWDOWN in der Landesliga!

Am Samstag, den 14. Februar um 14.3o Uhr steht die Entscheidung um den Aufstieg in die Verbandsliga an. Der SV Altengamme, ungeschlagener Tabellenführer der Landesliga trifft dann auf seinen Verfolger und den Tabellenzweiten St. Georg. Sollte der SV Altengamme dieses Spiel für sich entscheiden können, wäre der Aufstieg in die Verbandsliga perfekt. Wer vorherige Spiele dieser beiden Mannschaften schon einmal beobachtet hat weiß, dass es zwischen den beiden Mannschaften immer hoch her geht und die Stimmung in der Halle unschlagbar ist.

Dritter im Bunde an diesem Spieltag ist der Farmsener TV.  Farmsen muss das Spiel gegen SVA unbedingt gewinnen um sich noch Chancen auf den Klassenerhalt zu wahren. Wer also Partystimmung erleben möchte, sollte sich diesen Spieltag nicht entgehen lassen. Kaffee, Kuchen, Bier und sonstige Leckereien sind genügend vorhanden und der Eintritt ist natürlich frei. Wo: In der Halle Kirchenstegel in Altengamme

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News 

Dienstag. 10. Februar 2004

Halb Friedrichshafen ist noch krank

FRIEDRICHSHAFEN - Die Krankenliste des VfB Friedrichshafen wird nur langsam kürzer. Am Montag konnten erst sechs von zwölf Spielern am Training teilnehmen.

Jochen Schöps und Toni Kovacevic werden mit ihren Lungenentzündungen noch länger außer Gefecht gesetzt ein. Auch bei den meisten übrigen Spielern ist noch nicht an Training zu denken. Teammanager Ulf Quell, der mittlerweile wieder auf dem Damm ist: „Wir beginnen langsam, uns wieder zu bewegen. An alles, was den Kreislauf belastet, ist allerdings noch nicht zu denken.“ Lediglich Bogdan Jalowietzki, Jovan Markovic, Robert Koch, Itapolis, Robert Zelic und Marcus Popp sind wieder richtig gesund. 

Die Spiele am Wochenende sieht Trainer Stelian Moculescu nicht in Gefahr. Gegebenenfalls bekommen einige Spieler der Volley YoungStars die Chance auf einen Bundesliga-Einsatz. Am Freitag muss der VfB auswärts in Mendig antreten, am Sonntag, 15. Februar empfängt er um 18 Uhr evivo Düren in der Arena Friedrichshafen.

 

Deutschland - WiWa Hamburg-News 

Dienstag. 10. Februar 2004

WiWa Hamburg: Deutliches 3:0 gegen Eiche Horn

Mit einer deutlichen Leistungssteigerung gegenüber des letzten Heimspiels gegen den USC Münster II gelang es den Mädchen von WiWa Hamburg den drittletzten Tabellenplatz zu verlassen.

Offensichtlich hatte Trainer Carsten Schmidt in der zweiwöchigen Spielpause gute Motivationsarbeit geleistet. Die WiWa – Damen begannen den ersten Satz gegen eine ersatzgeschwächte Mannschaft von der Weser äußerst konzentriert und druckvoll. Schnell konnte man sich endscheidend absetzen. Insbesondere eine stabilisierte Annahme und druckvolle Aufgaben sorgten dafür, dass das Bremer Team sofort stark unter Druck geriet.

Schnell wurde der erste Satz mit 25:14 gewonnen. Zu Beginn des zweiten Satzes konnten die Bremerinnen dann etwas besser ins Spielkommen. Zeitweise lagen sie mit 2 Punkten in Front, so dass der Satz bis zum 13:13 recht ausgeglichen verlief. Eine Aufgabenserie mit insgesamt 7 Punkten der überragenden und hochmotivierten Sandra Landvoigt brachte dann aber doch eine 20:13 Führung, so dass dieser Satz dann mit 25:16 an das Team WiWa Hamburg ging.

Nach dem Seitenwechsel mussten dann die beiden Trainer auf der Bank von WiWa – Hamburg kurzfristig an das vorletzte Heimspiel gegen Parchim (2:3 nach 2:0 Satzführung) denken. Die Mädchen auf dem Feld bewiesen jedoch einmal mehr, dass sie durchaus die Fähigkeit besitzen in der 2. Liga mitzuspielen. Zu keinem Zeitpunkt gaben sie das Heft aus der Hand. Insbesondere Sandra Landvoigt konnte sich immer wieder im Mittelangriff durchsetzen. Hinzu kam eine äußerst hohe Fehlerquote auf Seiten des Bremer Teams, so dass auch dieser Satz mit 25:16 an das Team um Trainer Carsten Schmidt ging.

Trainer Schmidt nach dem Spiel: „Das Spiel hatte kein so hohes Niveau. Das ist für die Zuschauer sicher nicht so schön. Für uns sind diese 2 Punkte enorm wichtig. Wir haben jetzt den Abstiegsplatz verlassen und wollen dort auch nicht wieder hin.“

Nächstes Heimspiel: Samstag, 14.02.2004, 20.00 Uhr, gegen Köpenicker SC, Sporthalle Wandsbek. Eintritt: 3,- € (erm. 2,- €)

 

Deutschland - www.volleyball-bundesliga.de  

Dienstag. 10. Februar 2004

Wichtiger Sieg für den SV Fellbach

Die Berg- und Talfahrt der Fellbacher Volleyballer hält weiterhin an, glücklicherweise sind sie gerade wieder bei der Bergfahrt. Am gestrigen Sonntag wurde nun der direkte Tabellennachbar aus Delitzsch mit 3:1 besiegt (25:21, 21:25, 25:20, 25:14).

Die Männer aus dem Stuttgarter Raum waren bereits am Samstag in den Nordosten der Republik gestartet, um dieses wichtige Spiel ausgeruht angehen zu können. Es zahlte sich aus und die Mannschaft um Zuspieler und Kapitän Axel Melde erwischte einen guten Tag. Der SV Fellbach marschierte von Anfang an einem Sieg entgegen.
Der erste Satz war eine klare Angelegenheit. Zu sicher stand die Annahme um Simon Hanaoui, zu präzise war die Aufschlagleistung der Akteure vom Kappelberg.

Im zweiten Satz wurde das Risiko im Aufschlag weiter erhöht, letztlich waren es einige Aufschlagfehler zu viel, so dass man diesen Durchgang als Gastgeschenk abgeben musste. Was danach kam, kommentierte Jörg Ahmann wie folgt: „Das sah ja richtig nach Volleyball aus.“ Während der dritte Satz noch etwas umkämpft war, musste sich der Gastgeber dem Druck der Schwaben im vierten Satz beugen, bei Delitzsch lief nicht mehr viel zusammen.

Groß war die Freude nach dem Sieg und die Erleichterung war von vielen Gesichtern abzulesen, Trainer Karl-Heinz Striegel: „Das war heute verdammt wichtig! Endlich ein gewonnenes Vier-Punkt-Spiel.“

Ein Blick auf die Tabelle mag dies verdeutlichen. Momentan rangiert der SV Fellbach auf dem fünften Platz, zwei Punkte vom Abstiegsplatz und vier Punkte von der Relegation entfernt. In dieser extrem engen Liga kann alles passieren, außer dem ASV Dachau am einen Ende der Tabelle und dem TSV Grafing am anderen Ende gibt es kein Team, das annähernd konstant spielt.

Nächste Woche kommt nun der Tabellenführer aus Dachau in die Gäuäcker- Sporthalle zu Fellbach. Gegen diese Mannschaft wäre eine Niederlage keine Schande, mit der gestern gezeigten Leistung sind allerdings auch die Dachauer zu packen.

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Dienstag. 10. Februar 2004

Berlin als Messlatte für Wuppertal

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison kommt der Meister SSC Berlin in die Bayerhalle. Am Mittwochabend, um 19.30 Uhr haben die Bundesliga-Spieler des SV Bayer Wuppertal die Gelegenheit, mehr als nur einen Satz wie beim ersten Vergleich zu gewinnen.

Dabei scheinen die Voraussetzungen für den Vizemeister alles andere als optimal. Kapitän Markus Nitsche wird zwar gegen Berlin wieder auf der Bank sitzen können, dürfte jedoch durch seine fiebrige Erkältung noch erheblich geschwächt sein. Nach seinem unglücklichen Sturz von Samstag klagt Gabriel Krüger über Rückenbeschwerden. Der Dritte im Bunde der Angeschlagenen ist Leszek Kurowski. Der Pole ist durch Schmerzen im Knie gehandicapt.

Auf Markus Riehl, den Physiotherapeuten des SV Bayer, wird bis Mittwoch eine Menge Arbeit zukommen. „Alle drei haben mir für Mittwoch bereits grünes Licht gegeben“, bleibt Trainer Mark Lebedew optimistisch. Kann er auch, denn das letzte Spiel gegen Düren hat bewiesen, dass die Bayer-Bank in der Lage ist, selbst Ausfälle von Stammkräften wie Kapitän Markus Nitsche zu kompensieren. „Dirk hat gut gespielt. Er hat zwar keine direkten Blockpunkte gemacht, aber seinen Block sauber gestellt, so dass wir in der Abwehr den ein oder anderen Ball holen konnten“, erklärt Lebedew. 

Der 36-jährige Australier lobte die insgesamt gute Blockarbeit gegen Düren. „Wir waren gut organisiert.“ Weniger Freude bereitete Lebedew der Angriff nach Annahmesituationen. „Es ist schon verwunderlich, dass wir nach einer perfekten Annahme die meisten Probleme im Angriff bekommen. Aber das sehe ich nicht als so gravierend an. Wir werden dieses Problem im Training lösen“, so der Bayer-Trainer. Das Duell mit dem Meister betrachtet Lebedew einmal mehr als guten Test für sein Team. „Der SSC ist eine gute Messlatte, um herauszufinden, wo wir derzeit stehen.“

Oliver Nitschke

 

Deutschland - Harburger Anzeigen und Nachrichten 

Dienstag. 10. Februar 2004

Fischbek wieder nur Zweiter

Schwerin (nik). Es schien alles, aber auch alles für den TV Fischbek Hamburg zu laufen. Im Pokal-Finale der Volleyball-Frauen in der Schweriner Sport- und Kongresshalle hatte der Außenseiter den Favoriten USC Münster fest im Griff. Den ersten Satz gewann der TVF mit 25:17, im zweiten Durchgang stand es 19:14, als "das Schicksal zuschlug", wie es Knut Rettig, der sportliche Berater des TVF, später nannte. Spielertrainerin Marina Cukseeva humpelte an die Außenlinie. Eine Muskelfaser in der rechten Wade war gerissen - und mit ihr auch der Spielfluss beim TVF.

Für die etatmäßige Mittelblockerin gab es keine Alternativen. Es kam Außenangreiferin Johanna Barg, doch auf Grund der Umstellungen fand Fischbek nicht mehr zurück ins Match. Nach 2:0-Satzführung unterlag das Team noch mit 2:3 (25:17, 25:20, 14:25, 21:25, 8:15). Am Ende durften die Münsteranerinnen über den nunmehr zehnten Pokal-Triumph in der Vereinsgeschichte jubeln. Bei den TVF-Frauen hingegen rollten die Tränen. Zwar war der Bundesliga-Achte ohne große Erwartungen nach Schwerin gefahren, doch nach dem überzeugenden 3:1-Halbfinalerfolg gegen die Gastgeberinnen (25:15, 17:25, 25:20, 25:17) sowie der klaren Führung im Endspiel hatte der TVF schon eine Hand an der Siegertrophäe, als Cukseeva sich verletzte.

So blieb der zweite Rang, der vor Beginn des Final Four zwar nicht erwartet worden war, letztlich jedoch niemanden versöhnen konnte. "Ich bin einfach abgesprungen und wieder gelandet", sagte Cukseeva, die dann sofort einen stechenden Schmerz in der Wade verspürt hatte. "Es ist bitter, wenn man dann am Spielfeldrand steht, merkt, dass die Mannschaft Schwierigkeiten hat und nicht helfen kann."

 

Deutschland - Sächsische Zeitung 

Dienstag. 10. Februar 2004

Die Männer in der dritten Reihe

Auch das starke Geschlecht spielt in Dresden Volleyball

Volleyball in Dresden – das ist vor allem der Erstligist Dresdner SC mit seiner Damenmannschaft. Die Mannschaft von Trainer Arnd Ludwig steht ganz klar im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Doch ein wenig im Verborgenen gibt es sie auch in Dresden – die schmetternden, blockenden, baggernden Männer. Für das Team des USV TU Dresden ist Volleyball allerdings kein Beruf, sondern reines Freizeitvergnügen. Wobei die Verbindungen zwischen Profis und Amateuren durchaus sehr engmaschig sind. 

Die erste Reihe vor Augen – und selber doch nur in der dritten stehen. Natürlich gibt es Augenblicke, in denen Uli Rath, der Kapitän des USV TU ein wenig zähneknirschend über das Damenteam des Dresdner SC sinniert. „Auf der einen Seite ist solch ein Leuchtturm für den Volleyballsport an sich in der Region natürlich Klasse. Andererseits ziehen potentielle Sponsoren natürlich den DSC vor – bei der viel höheren medialen Aufmerksamkeit ist das allerdings auch Wunder.“  

Rath weiß wovon er spricht, war er doch bis zum Sommer 2003 selbst drei Jahre lang als Co-Trainer in der Bundesliga-Mannschaft des Dresdner SC tätig. Danach stoppte ihn eine schwere Krankheit, inzwischen hat die Ex-Spielerin Barbara Makowska seinen Platz eingenommen. Doch die engen Verbindungen zum DSC sind immer noch da. Und das auf ganz praktische, unkomplizierte Art und Weise. „Einmal pro Woche schauen zwei, drei Männer aus unserem Regionalliga-Team beim Training der DSC-Profis vorbei, als Sparrings-Partner sozusagen.

Für die Frauen ist es doch nur gut, wenn sie hin und wieder auch gegen die viel härter schlagenden Männer bestehen müssen.“ Wenn dann ein Spitzenteam wie Ulm oder Münster in Dresden aufläuft, sind auch die Männer in der Halle. Und bei diversen Partys lädt man sich gegenseitig ein, fachsimpelt und feiert gemeinsam.  

Grundlage für diese Kooperation ist das gute Verhältnis zwischen Uli Rath und DSC-Trainer Arnd Ludwig. „Wir kennen uns schon ewig, noch aus der Zeit als wir beide aktiv auf dem Feld standen.“ Anfang der Neunziger spielte Rath drei Jahre lang in der zweiten Liga im oberfränkischen Marktredwitz. Nach Platz 1 stand man sogar mal kurz vor dem Aufstieg in das Volleyball-Oberhaus – scheiterte allerdings in der Relegation.  

In solchen Gefilden schwebt die beste Dresdner Männer-Volleyballmannschaft derzeit nicht. Eine Art Fahrstuhlmannschaft zwischen zweiter und dritter Liga ist man, bewegt sich in den letzten Jahren fast immer auf den ersten drei Plätzen der Regionalliga. Für mehr fehlt das Geld. Zumal mit dem VC Dresden inzwischen auch noch ein zweiter Dresdner Verein um die knapp bemessenen regionalen Sponsorenetats buhlt. Festangestellte Trainer oder gar Spieler sind beim USV TU Dresden deswegen ein Fremdwort. Und so lässt sich Uli Rath derzeit an einer Fachschule zum Techniker für Heizungs-, Klima- und Lufttechnik ausbilden. Seine Mannschaftskollegen sind meist Studenten – versuchen tagsüber in die Geheimnisse von Mess-, Steuer- oder Fertigungstechnik einzutauchen. Das Training auf dem Parkett bleibt den Abendstunden vorbehalten. Drei mal pro Woche treffen sich die Spieler in den Hallen auf der Gamig- oder der Nöthnitzer Straße. 

Genau dort – im Süden der Stadt am Rande des Unigeländes steht auch das nächste Punktspiel des USV TU Dresden an. Am 6. März trifft man im vorletzten Heimspiel der Saison auf Jena.

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Dienstag. 10. Februar 2004

SCC Berlin kommt als Favorit nach Wuppertal

SV Bayer stellt sich am Mittwoch auf eine schwere Aufgabe ein.

Wuppertal. In der Bayer-Halle treffen am Mittwoch der amtierende deutsche Meister und der Vizemeister aufeinander. Helmut Glimpf ist für seine klaren Aussagen bekannt. Was er sich denn gegen den SCC Berlin Mittwoch um 19.30 Uhr in der Bayer-Halle ausrechnet? "Nichts", lautet die an Nüchternheit nicht zu übertreffende Aussage des Team-Managers des Volleyball-Bundesligisten SV Bayer. So realistisch muss man das wohl sehen, denn die Spieler von Trainer Mark Lebedew gehen gegen den aktuellen deutschen Meister als klarer Außenseiter ins Rennen.

In der Normalrunde verlor der SV Bayer das Heimspiel gegen den bislang in dieser Saison noch ungeschlagenen Spitzenreiter mit 1:3. Anders als die Wuppertaler bei ihrer 2:3-Niederlage in Düren hatte der SCC Berlin am ersten Spieltag der neuen Top-Liga-Runde mit Maoam Mendig leichtes Spiel. Nach 65 Minuten hieß es 3:0, und die klaren Satzfolgen lassen erkennen, dass Mendig kaum eine echte Chance hatte.

Berlin kann sich nach dem vorzeitigen Ausscheiden aus der Champions League jetzt voll auf die Meisterschaft und die Titelverteidigung konzentrieren. Vielleicht ein kleiner Vorteil gegenüber dem VfB Friedrichshafen.

Ein Wiedersehen gibt es am Mittwoch in der Bayer-Halle mit dem Finnen Nisse Huttunen, der schon im Trikot des SV Bayer spielte und als SCC-Libero im vergangenen Jahr auf dem Parkett der Bayer-Halle den Gewinn der deutschen Meisterschaft feiern durfte. Zu beachten ist sicherlich auch Sebastian Prüsener, der sich auf der Außenposition mit dem 2,11 Meter großen Nachwuchstalent Robert Kromm abwechselt.

Als starker Mittelblocker gilt Aleksandar Spirovski, Neuzugang von Roter Stern Belgrad. Natürlich nicht zu vergessen Marco Liefke auf der Diagonalposition, der im vergangenen Jahr mit seinen wuchtigen Schmetterbällen die Meisterschaft für den SCC Berlin praktisch im Alleingang entschied.

Trotz dieser Hochkaräter will sich der SV Bayer nicht kampflos geschlagen geben. "Ein bisschen pieksen wollen wir sie schon", sagt Glimpf, für den jedoch die nächste Heimpartie gegen Maoam Mendig am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) Priorität hat. "Das ist für uns das wichtigere Spiel."

Beim SV Bayer konnte Markus Nitsche nach seiner Grippeerkrankung Montag wieder trainieren. Er wird gegen Berlin dabei sein. Ungewiss ist der Einsatz von Gabriel Krüger, der nach einem Zusammenprall mit Florian Wilhelm auf das Steißbein fiel. Ob er gegen den Meister aufläuft, wird sich erst nach dem Abschlusstraining entscheiden.

Thomas Besche

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Dienstag. 10. Februar 2004

Mit grünem Schopf gen Heimat

Münster. Es war zwar der bereits zehnte Pokalerfolg, aber gleichzeitig auch der erste nationale Titel nach vier langen Jahren: Mit ihrem 3:2-Finalsieg am Sonntag in Schwerin gegen den TV Fischbek setzten die Volleyballerinnen des USC Münster einer 48-monatigen Durststrecke ohne Meisterschaftsschale oder Pokaltrophäe ein Ende. Bejubelt und gefeiert am Sonntagabend noch ausgiebig von Mannschaft und den mitgereisten Fans in einer ansonsten schon leer gefegten Schweriner Kongresshalle.

Es war eine tolle Stimmung, sagte USC-Trainer Axel Büring gestern über den Verlauf des nicht ganz in diesem Umfang geplanten Zusammenseins, an dessen Ende alle Beteiligten mit einem grün gefärbten Schopf oder grüner Perücke die Heimreise antraten. Die wurde dann nur unterbrochen von einem Kurz-Stopp an einem bekannten Schnellrestaurant. Auf ausdrücklichen Wunsch der Spielerinnen, schmunzelte Büring.

Aber nicht nur bei Mannschaft und Fans sollte der Pokal-Triumph des USC eine nicht unerhebliche Freude ausgelöst haben, sondern auch bei den Sponsoren des USC. 38 Stück sind es derzeit an der Zahl und in ihrem Unterstützungsgrad für den USC natürlich sehr unterschiedlich gestaffelt. Für uns ist jeder wichtig, betont Hans-Ulrich Frank, Vorstandssprecher des USC.

Der Pokalgewinn bedeute jetzt natürlich eine immense Erleichterung, sei sehr wertvoll im Hinblick darauf, für die nächste Saison die Zahl der Sponsoren noch zu erhöhen. Als ein messbares Ergebnis für die Sponsoren klassifiziert Frank den Pokalgewinn. Die Vizemeisterschaften, die der USC in den vergangenen Jahren für sich verbuchen konnte, liegen da im Sympathiewert deutlich zurück. Abfinden muss sich der Deutsche Pokal allerdings damit, dass er im Endeffekt mit einer Deutschen Meisterschaft nicht konkurrieren kann. Eine Meisterschaft wiegt da zweifelsohne mehr, betont der USC-Vorstandssprecher. Steht doch der Kampf um die Meisterschaft über mehrere Monate im Blickpunkt der Öffentlichkeit, verläuft der Weg bis zum Pokalgewinn nur über vier Spiele vom Achtelfinale bis ins Endspiel.

Erklärlich ist also der größere Stellenwert für die Sponsoren. Ob wir den Titel noch schaffen können, das hängt jetzt von der Restspielstärke ab, die noch in der Mannschaft steckt, spielt Frank auf die jüngsten Verletzungssorgen und Erkrankungen im Team des heimischen Vertreters an.

Wie es um dieses Restspielstärke derzeit bestellt ist, darauf kann es vielleicht schon einen kleinen Fingerzeig geben, wenn am Sonntag (15.30 Uhr) der Deutsche Meister SSV Ulm im Volleydrom am Berg Fidel antritt, wenn es zu einem echten Showdown zwischen dem Tabellenersten aus Ulm und dem USC als Liga-Zweitem kommt.

Martina Schönwälder

 

Deutschland - Münstersche Zeitung 

Dienstag. 10. Februar 2004

USC: Genießen und begreifen

Schwerin - Die Lichter waren längst auf Sparbeleuchtung, der Volleyball-Boden abgetragen und das Parkett wieder frei gelegt. Doch auch zwei Stunden nach Spielschluss hallten die Trommeln und Fangesänge noch durch die Schweriner Kongresshalle.

Während sich die Fahrer der drei Busse im Schweriner Schneefall in Geduld üben mussten, feierten im Foyer über 100 münstersche Fans ihren USC und die frisch gebackenen Pokalsiegerinnen ihre Anhänger. Immer im Wechsel. Erst die Fans, dann die Volleyballerinnen, und umgekehrt. Grüne Kappen, grüne Hüte, grüne Streifen im Gesicht und grüne Haare überall. Kaum einer, den Hella Jurich, Atika Bouagaa und Co. ungeschoren (respektive unbesprüht) gelassen hätten.

Die Stimmung war phänomenal. Ähnliches hat es bei Mannschaft und Fans im neuen Jahrtausend noch nicht gegeben. Endlich war er da, der Titel, auf den die vielen treuen Fans der Unabhängigen und natürlich auch die Sportler so lange gewartet hatten. DVV-Pokalsieger 2004. Und das nach der kurzen, aber intensiven Leidenszeit, die durch die Kreuzbandrisse der USC-Zuspielerinnen Kim Staelens und Sandra Aßmann heraufbeschworen wurde. Der Jubel war grenzenlos.

Nicht nur bei den Fans. Vor allem den Verantwortlichen beim USC war " vom verwandelten Matchball an " deutlich anzumerken, welch immenser Druck von ihnen abfiel. Ob es das Trainergespann mit Axel Büring und Co Christoph Kesselmeier war, Geschäftsführer Achim Barbknecht oder Sportdirektor Jürgen Schulz " ein jeder hätte als Erfinder der Urschrei-Therapie durchgehen können.

Titel viel wert

Ein Beweis dafür, wie wichtig dieser mittlerweile zehnte Pokalsieg und der damit verbundene Titel für alle Beteiligten war. Nicht etwa des Rekordes wegen, den man mit dem zehnten Triumph in diesem Cup eingestellt hat. "Jeder Titel ist viel wert", erklärt Schulz. "Aber dieser hier ist etwas ganz Besonderes", schaute der Macher auf die knapp drei Jahre seit seinem Amtsantritt (oder seiner Rückkehr) zurück. Pleite sei er da gewesen, der USC. Und trotzdem hätte man es geschafft, die Basis für eine schlagkräftige Mannschaft zu legen. "Wir wären 2003 schon Meister geworden ohne dieses schlimme Verletzungspech. Und jetzt haben wir in den letzten sechs Wochen wieder zwei Verletzungen, die bei allen anderen Klubs tödlich gewesen wären. Das freut mich unglaublich! Auch für die Sponsoren, die in diesen Zeiten an unserer Seite gestanden haben. Sie ernten jetzt dafür die Früchte", sprudelte es aus Schulz heraus.

Nun ist der Druck weg beim USC, der im anderen Falle noch viel größer geworden wäre. Schließlich stand Schulz seit 2001 im Wort mit seinem Versprechen, mittelfristig in Münster für Titel zu sorgen. Nach einem verpassten Pokalsieg hätte die Meisterschaft das neue Ziel sein müssen, und die ist in der augenblicklichen Personalsituation (noch") weit entfernt.

Selbst vorgesorgt

Ein weiteres Versprechen von Schulz war es, die Unabhängigen in die europäische Spitze zurück zu führen. Den Grundstein hat der USC gelegt. Er qualifizierte sich vor nicht einmal zehn Tagen ohne Zuspielerin für das Final-Four-Turnier im Top-Teams-Cup und eroberte der Bundesliga damit für die kommende Saison einen zweiten Startplatz in der Champions League 2004/05. Perfekt, dass man nun durch den Pokalsieg exakt diesen Platz einnehmen darf.

Daran denken die in Schwerin Erfolgreichen jetzt allerdings noch nicht. "Ausspannen, genießen und begreifen, was wir geschafft haben", beschrieb Büring das Programm. Erst am Mittwoch nehmen die USC-Frauen wieder den Volleyball in die Hand. Dann aber auch mit vollem Akku und neuer Energie.

Lutz Hackmann

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel