News

Donnerstag, 12. Februar 2004 

Hamburg unterstützt Olympia-Kandidaten
Chukseeva fällt bis zu vier Wochen aus
Vahrendorf verlor trotz guter Figur
Die Hamburger Volleyball-Meisterinnen
Beach-Nationalteams bereiten sich alle im Ausland vor
Nach Pokal-KO: Bricht Fischbek auseinander?
Wuppertal vergibt 2:0-Führung gegen Berlin - 2:3
Oldies aus Reudnitz schmettern seit 40 JahrenZeitdruck, Siegzwang und Verständigungs-Probleme
Heute Spiel des SC Union
Meister SCC Berlin siegt nach langem Anlauf
USC-Mannschaft ist heiß auf das Spiel

Februar 2004

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Zum Medien-Überblick

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Hamburg unterstützt Olympia-Kandidaten

Hamburg - Die Stadt will ihren Ruf als Sportmetropole weiter ausbauen. Mit der Gründung des "Team Hamburg - Athen 2004" soll ein weiterer Grundstein gelegt werden. "Ich hoffe, dass viele von Ihnen Botschafter der Stadt werden. Dies ist ein Beweis für den Leistungssport hier", sagte Bürgermeister Ole von Beust. Mit dem Programm sollen Spitzensportler mit 200 Euro monatlich unterstützt werden. 

Die Aktiven begrüßen das neue Förderteam. "Für mich ist das eine tolle Anerkennung durch die Stadt. So kann ich mich noch besser auf Olympia vorbereiten", sagte Volleyballerin Christina Benecke.

 

Deutschland - Harburger Rundschau 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Chukseeva fällt bis zu vier Wochen aus

Fischbek - Marina Chukseeva, Spielertrainerin der Volleyball-Bundesliga-Frauen des TV Fischbek Hamburg, wird voraussichtlich drei bis vier Wochen ausfallen. Eine Ultraschall-Untersuchung hatte einen zwei Zentimeter großen Muskelfaserriss im rechten Unterschenkel ergeben, den sie sich beim 2:3 im Pokalfinale gegen den USC Münster zugezogen hatte. "Sie darf jetzt einige Zeit keinerlei Belastung haben", so Mannschaftsarzt Michael Tank.

masch

 

Norddeutschland - Harburger Rundschau 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Vahrendorf verlor trotz guter Figur

Vahrendorf - So ist auch eine Niederlage beim Spitzenreiter erträglich: Mit 1:3 (20:25, 22:25, 28:26, 23:25) verloren die Volleyball-Frauen des TV Vahrendorf ihr Oberliga-Punktspiel beim SV Holdenstedt. "Unsere Trainerin Regina Schönröck hat uns sehr gut auf den Gegner eingestellt", lobte Zuspielerin Sabine Szfraniak. So wurden von den Mittelblockerinnen Heike Giersch und Sabine Schmidtke wirkungsvoll die Angriffe der besten Angreiferin des Spitzenreiters, Andrea Hestermann, abgeblockt. Britta Naujoks machte auf der ungewohnten Diagonalangreifer-Position eine gute Figur.

masch

 

Hamburg - Norderstedter Zeitung 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Die Hamburger Volleyball-Meisterinnen

Norderstedt - Um seinen Nachwuchs muss sich der 1. Volleyballclub Norderstedt-Alstertal-Langenhorn momentan keine Sorgen machen. Zumindest auf Hamburger Ebene zählen die Jugendteams zur Spitze.

Bei den Hamburger Meisterschaften der weiblichen B-Jugend in der Moorbekhalle schickte Vereinschef und Mädchentrainer Thomas Broscheit gleich drei Teams ins Rennen um den Titel. Die zweite und dritte Vertretung mussten sich nach der Vorrunde verabschieden, die erste Mannschaft bezwang im Finale den CVJM Hamburg mit 3:1 Sätzen.

"Wir haben uns damit für die Norddeutsche Meisterschaft im April auf Rügen qualifiziert", sagte Thomas Broscheit.
Die von Jan Ruhrig trainierte männliche B-Jugend erreichte im "Schongang" das Finale und setzte sich dort mit 3:2 (20:25, 25:19, 25:21, 17:25, 15:9) gegen den VfL Geesthacht durch. Die Norderstedter qualifizierten sich wie auch der Zweitplatzierte für die Norddeutsche Meisterschaft, die am 17. und 18. April in Greifswald stattfindet.

Bei den Hamburger Meisterschaften der D-Jugend in Altona wurden die Jungen des 1. VC Norderstedt-Alstertal-Langenhorn Zweiter. Die D-Mädchen des VCNAL belegten den dritten Platz.

pam

 

Deutschland - DVV-News 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Beach-Nationalteams bereiten sich alle im Ausland vor

Entscheidende Phase der Olympia-Qualifikation vor!

Noch ruhen die Beach-Volleybälle in deutschen Landen, schließlich liegt der Start der nationalen Serien witterungsbedingt Anfang Mai. Doch Deutschlands Top-Teams können sich natürlich nicht solange ausruhen, sie bereiten sich derzeit allesamt im Ausland auf die entscheidende Phase der Olympia-Qualifikation vor.

Diese beginnt in diesem Jahr bereits im März mit den internationalen Turnieren in Fortaleza (9.-14. März Frauen) und Salvador (16.-21. März)/beides Brasilien und Kapstadt/Südafrika (24.-28. März Männer) und endet am 11. Juli mit dem Turnier in Montreal/Kanada. Dazwischen liegen die internationalen Turnier-Highlights aus deutscher Sicht, die Beach-EM vom 10.-13. Juni in Timmendorfer Strand sowie der Grand Slam vom 22.-27. Juni in Berlin. Im Folgenden soll eine Übersicht die Aktivitäten der verschiedenen Nationalteams verdeutlichen.

Markus Dieckmann/Jonas Reckermann (5. der Weltrangliste): Das beste deutsche Männer-Duo hatte Ende Dezember einen vierwöchigen Aufenthalt in Australien geplant. Eine Verletzung Dieckmanns ließ das Unterfangen jedoch zum Teil platzen, Reckermann spielte mit Andreas Scheuerpflug ein Turnier und belegte Platz 3. Ende Februar absolvieren die Vize-Europameister 2003 ein Trainingslager in Brasilien, um sich auf die ersten Turniere der World Tour im März in Brasilien und in Kapstadt vorzubereiten. Aktuell wühlen beide den Sand in einer Beach-Halle in Düsseldorf um.

Christoph Dieckmann/Andreas Scheuerpflug (12.): Das augenblicklich zweitbeste deutsche Männer-Duo ist dem deutschen Winter bereits seit einiger Zeit entflohen. Scheuerpflug reiste bereits im Dezember nach Australien, Dieckmann folgte ihm zwei Wochen später. Dann ging es für beide nach Neuseeland, wo das DVV-Team mehrere Turniere bestritt und sich nach einem Sieg „Neuseelandmeister 2004“ nennen darf. Seit dem 26. Januar gastieren beide mit dem besten australischen Duo Prosser/Williams erneut in Sydney, von wo es zu den Turnieren nach Brasilien und Südafrika geht. Anschließend absolvieren beide noch ein dreiwöchiges Trainingslager in Rio de Janeiro, wahrscheinlich gemeinsam mit den Weltranglisten-3., den Laciga-Brüdern aus der Schweiz, um topfit die restlichen Turniere der Olympia-Qualifikation anzugehen.

David Klemperer/Niklas Rademacher (22.): Die Youngster unter den männlichen Nationalteams trainierten zunächst in der Beach-Halle in Kiel. Seit dem 27. Januar sind Klemperer/Rademacher auf Teneriffa, wo sie u.a. mit dem norwegischen Top-Team Kjemperud/Hoidalen zusammen trainieren. Nach dem Trainingslager auf der Kanareninsel ist vor dem ersten Turnier der World Tour in Brasilien ein weiteres Trainingslager in Brasilien geplant.

Julius Brink/Kjell Schneider (45.): Da Julius Brink zur Bundeswehr eingezogen wurde, ist für das Team Brink/Schneider eine gemeinsame längere Vorbereitung erst ab Ende Februar möglich. Am 3. März fliegen beide nach Rio de Janeiro ins Trainingslager, von wo es zur ersten World Tour nach Salvador/BRA geht. Direkt danach fliegen beide zur World Tour nach Kapstadt, ehe es vom 2.-10. April nach Salou/ESP und vom 11.-18. April nach Riccione/ITA ins Trainingslager geht.

Jörg Ahmann/Axel Hager (49.): Die aufgrund der langwierigen Oberschenkelverletzung von Ahmann in 2003 nur vier Turniere zusammen spielenden Bronzemedaillengewinner von Sydney 2000, haben im „Winterloch“ durch die Besteigung des Kilimandscharo für Aufsehen gesorgt. Auch wenn die „Beach-Saurier“ kaum noch Aussichten auf die Olympia-Qualifikation haben, planen sie, die komplette internationale Saison zu spielen. Dazu bereiten sie sich ab dem 26. Februar für 17 Tage auf Fuerteventura vor, nach den Turnieren der World Tour in Brasilien und Südafrika reisen beide für vier Wochen nach Rio de Janeiro.

Stephanie Pohl/Okka Rau (10.): Das aktuell beste deutsche Frauen-Duo, die Europameisterinnen von 2003, sind nach ihrem Trainerwechsel von Olaf Kortmann zum Italiener Marco Solustri alle zwei Wochen in Rom zum Training. Dort bereiten sich Pohl/Rau u.a. mit den beiden besten italienischen Duos Bruschini/Solazzi und Perrotta/Gattelli auf die Saison 2004 vor. Am 27. Februar geht es für das deutsche Top-Duo in Brasilien mit der Vorbereitung weiter, bis zum ersten Turnier der World Tour. Ende April folgt ein weiteres Trainingslager in der Türkei – am Ende soll die erstmalige Qualifikation für die Olympischen Spiele geschafft sein.

Susanne Lahme/Danja Müsch (15.): Brasilien, genauer gesagt Rio de Janeiro, ist der Vorbereitungsort für das aktuell zweitbeste Duo bei den Frauen. Lahme/Müsch bestreiten insgesamt drei Trainingsblöcke in Brasiliens Metropole, dabei werden sie von der ersten Olympiasiegerin im Beach-Volleyball (1996), der legendären Jackie Silva, trainiert. Nach einem ersten Trainingslager im Dezember folgt Mitte Februar der zweite Brasilien-Aufenthalt, ehe es im April zum letzten Schliff auf die wichtige Saison erneut nach Rio geht. Müsch will zum dritten Mal an Olympischen Spielen teilnehmen, Lahme hofft nach drei olympischen Hallenstarts (1988, 1996, 2000) auf den ersten Auftritt im Sand.

Andrea Ahmann/Jana Vollmer (20.): Ebenfalls in Rio de Janeiro bereiten sich die härtesten Konkurrentinnen von Lahme/Müsch vor. Ahmann/Vollmer, die momentan 298 Weltranglistenpunkte hinter dem zweiten deutschen Duo liegen, sind seit dem 23. Januar für sechs Wochen an der Copacabana. Trainiert werden sie dort von ihrem brasilianischen Trainer Ricardo Brunale, zuvor hatte Ahmanns Ehemann, Sydney-Bronzemedaillengewinner Jörg, das Team in der Beachhalle in Bietigheim vier Mal in der Woche zum Training gebeten. Jörg Ahmann wird das Team, so weit es mit seinem Beach-Engagement zu vereinbaren ist, auch bei Turnieren betreuen. Im April ist nochmals ein Block von vier Wochen Training in Rio geplant.   

 

Deutschland - Bild-Zeitung 

Dienstag. 10. Februar 2004

Nach Pokal-KO: Bricht Fischbek auseinander?

Katerstimmung bei Fischbeks Volleyball-Damen. Nach der Niederlage im Pokal-Finale gegen Münster (2:3) droht jetzt die totale Pleite – das Aus!

Hintergrund: Der TVF hat Finanz-Probleme. Stars wie Christina Benecke und Margarethe Kozuch stehen vorm Absprung, falls kein neuer Trainer und weitere Verstärkungen kommen. Die sind aber nicht bezahlbar, neue Sponsoren auch nicht in Sicht.

Bereits im letzten Jahr musste der Etat um 110 000 Euro auf 240 000 gesenkt werden. „Ich versuche zu retten, was zu retten ist“, verspricht Manager Horst Lüders. Positiv klingt anders.

Lüders: „Natürlich will auch ich das Team verstärken. Das heißt aber nicht, dass ich weiter mein Privat-Vermögen investiere!“ Bricht Fischbek jetzt auseinander? Es sieht nicht gut aus ...

hf

 

Deutschland - www.volleyball.de  

Donnerstag. 12. Februar 2004

Wuppertal vergibt 2:0-Führung gegen Berlin - 2:3

Mit 2:0-Sätzen bereits gegen den Meister geführt, doch am Ende standen die Spieler des SV Bayer Wuppertal in eigener Halle mit leeren Händen da. Die größere Erfahrung des SSC Berlin setzte sich schließlich beim 3:2 (24:26; 24:26; 25:20; 25:23; 15:9)-Erfolg in der Top-Ligarunde durch und vermasselte somit Gabriel Krüger auch noch seinen Geburtstag.

Die Zuschauer in der Bayerhalle rieben sich ein wenig verwundert die Augen. Nicht der große Favorit aus der Hauptstadt, sondern die Wuppertaler drückten dem Spiel zunächst ihren Stempel auf. Dabei konnte sich das Team von Trainer Mark Lebedew einmal mehr auf einen glänzenden Block und eine gut stehende Abwehr verlassen. So hatte der SV Bayer auch Berlins Aushängeschild und Nationalspieler Marco Liefke voll im Griff. „Wir haben eine Taktik gegen Liefke ausgearbeitet und diese das komplette Spiel durchgezogen. Er sollte für seine Punkte kämpfen müssen und das musste er auch“, erklärte Mark Lebedew.

Da auf der anderen Seite die Wuppertaler Annahme ein ums andere Mal wackelte, blieb der Champions-League-Teilnehmer von der Spree allerdings dran. Als gegen Ende des Satzes der SSC ausglich, war der Bayer-Coach gefordert. Von der Seitenlinie feuerte er sein Team engagiert an. Mit Erfolg, denn der Vizemeister verwandelte seinen zweiten Satzball.

Ähnlich verlief Durchgang zwei. Doch die Wuppertaler hätten sich das spannende Ende sparen können, wären sie wie schon so oft in dieser Saison konsequenter mit ihren Chancen umgegangen. Bei eigenem Angriff hätte der SV Bayer mit 19:14 in Führung gehen müssen. Wenige Minuten später stand es 19:22. Bayer kämpfte sich wieder heran, erspielte sich Satzball eins. Für den zweiten Satzball wechselte Lebedew Marc Schmitt zur Aufgabe ein. Und als Trainer kann man wohl kaum ein glücklicheres Händchen haben. Der 20-Jährige servierte ein Ass zum Satzgewinn.

Was im Anschluss folgte, lässt sich nicht mit der Wuppertaler Angst vor einem Sieg gegen den Meister oder gar vor der eigenen Courage erklären. Es war vielmehr der eindrucksvolle Beweis, warum die Berliner in diesem Jahr in der Bundesliga noch kein Spiel verloren haben. „Der SSC ist einfach erfahrener. Wenn die ein paar Punkte verlieren, nehmen sie das zwar zur Kenntnis, aber werden nicht nervös. Sie wissen, dass sie die Punkte später im Satz wieder aufholen“, sagte Lebedew. Teammanager Helmut Glimpf drückte sich so aus: „Berlin war einfach cleverer.“

Mit der nötigen Erfahrung gepaart mit einer Portion Cleverness ließ der Meister den Hausherren ab Mitte des dritten Satzes kaum noch eine Chance. Auf Wuppertaler Seite machte sich nun bemerkbar, dass einige Spieler angeschlagen ins Spiel gehen mussten. Leszek Kurowski räumte mit Knieproblemen in Durchgang drei das Feld für das Geburtstagskind Gabriel Krüger, den der Rücken zwickte. Kapitän Markus Nitsche kam erst gar nicht zum Einsatz. Nachdem die erste Enttäuschung beim australischen Trainer verflogen war, zog er Bilanz: „Ich habe dieses Spiel als Messlatte bezeichnet. Das war es auch. Wir sind nahe an Berlin dran, aber noch nicht angekommen. Ab morgen werden wir weiter daran arbeiten.“

Oliver Nitschke

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Oldies aus Reudnitz baggern und schmettern seit 40 Jahren

"Annahme!" - "Hier!" - "Weiter, weiter!" Die These, dass das Alter die Menschen gelassen macht, bewahrheitet sich auf dem Sportplatz offenbar nur bedingt. Schon in ihrem Training jedenfalls geben die Senioren-Volleyballer des SV Reudnitz keinen Ball vorschnell auf. "Aber richtig zur Sache geht es erst bei den Deutschen Meisterschaften", sagt Manfred Renner. Er ist 65 Jahre alt. "Da kämpfen wir um jeden Punkt."

Und das sehr erfolgreich: Im September holten sich die Leipziger Oldies in Aschersleben zum zweiten Mal in Folge den nationalen Titel der Über-60-Jährigen. Bevor sie dabei im Endspiel gegen eine Erfurter Mannschaft gewannen, hatten sie im Halbfinale bereits ein Team aus Berlin geschlagen, in dem sich zahlreiche einstige Auswahlspieler versammelten. "Man kannte sich", sagt Renner - und zwar aus der höchsten Spielklasse der DDR.

In ihr kämpften seit den 60er Jahren viele der heutigen Senioren des SV Reudnitz als SC Wissenschaft DHfK Leipzig um den Titel, die Berliner wiederum als Dynamo. "In Aschersleben fühlten wir uns schon in der Vorrunde an heiße Punktspiele von früher erinnert", erzählt Renner. Als Gegner stand der komplette erste Sechser des damaligen SC Traktor Schwerin auf dem Feld. Anders als in jungen Jahren konnten sich die Leipziger auch gegen Mannschaften aus Köln, Düsseldorf und Grevenbroich messen - und setzten sich gegen ehemalige Bundesliga-Spieler durch.

"Die anderen haben oft bessere Einzelspieler - wir dagegen ein ausgeglichenes Team", erklärt Renner den Erfolg. "Im Volleyball bestimmt der Schwächste das Niveau." Damit die Leistung konstant bleibt, trainieren die alten Männer einmal pro Woche. "Das ist uns seit Jahrzehnten innere Verpflichtung", meint Renner. Und es ist wie eine Droge: "Von uns kann es sich keiner leisten, lange auszuruhen."

Für viele der Oldies ist der Sport nicht nur Hobby, sondern noch immer Beruf oder zumindest Berufung: Berthold Fröhner zum Beispiel, 61 Jahre alt, ist Forscher am Institut für angewandte Trainingswissenschaften, Manfred Steinbach, 63, Präsident des Volleyball-Verbandes Sachsen-Anhalt. Volkhard Uhlig, 62, war DDR-Nationalspieler - allerdings nicht im Volley- sondern im Basketball. Er kümmert sich heute um die Korbjäger des SV Halle.

Auch ein junger Mensch von 51 Jahren ist dabei - allerdings nur im Training. Bei Deutschen Meisterschaften darf Bernd Zimmermann die Oldies bisher nur beraten - so wie er das im Stab der aktuellen Volleyball-Nationalmannschaft tut.

Mathias Wöbking

 

Deutschland - Leipziger Volkszeitung 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Zeitdruck, Siegzwang und Verständigungs-Probleme

Markranstädt/Leipzig. Neun Spiele in den nächsten sechs Wochen - das wird ein Härtetest für die Volleyballer. Ende März wird klar sein, wer in die Play-Offs darf, wer in der Abstiegsrelegation noch eine Chance erhält und wer direkt in die 2. Liga abstürzt. Letzteres will Bundesliga-Schlusslicht VC Markranstädt unbedingt vermeiden. "Jetzt wird es ernst, ab sofort gelten keine Ausreden mehr", weiß Trainer Michael Mücke vor der doppelten Bewährungsprobe am Wochenende, "wir haben nicht mehr viel Zeit und müssen zulegen."

Morgen (19.30 Uhr in Spergau) empfängt der VCM die Volley Dogs Berlin, am Sonntag tritt er in Bad Saulgau an (15 Uhr). "Wir wollen vier Punkte holen, notfalls mit dem Messer zwischen den Zähnen", sagt Manager Michael Nickeleit martialisch. Vor allem zu Hause dürfe man kein Match mehr abgeben. "Sonst schaffen wir es nicht." Handicap: Der VCM muss gegen die Volley Dogs und am 22. Februar gegen Essen jeweils in die Jahrhunderthalle Spergau ausweichen, weil die Stadthalle Markranstädt besetzt ist. "Das ist unglücklich, aber nicht zu ändern", erklärt Nickeleit, "alteingesessene Vereine hatten die Termine langfristig für Karneval und Handball gebucht."

Coach Mücke stört das weniger. "Wir haben in Spergau trainiert, das ist eine sympathische Halle." Zudem habe sein Team das 0:3 im Derby beim VV Leipzig gut verkraftet, intensiv an den Schwächen im Zuspiel und im Angriff gearbeitet. Probleme sieht Mücke beim Slowaken Patrik Pistovic: "Er hat zwar einiges Potenzial, spricht aber weder deutsch noch englisch. Kommunikation und Integration sind so sehr schwierig."

Übrigens wird der VCM (2:22 Punkte) morgen dem VVL (10:14) die Daumen drücken. Die Leipziger spielen um 20 Uhr in Bad Saulgau (6:18) - und könnten den Markranstädtern mit einem Sieg Schützenhilfe leisten, bevor diese zwei Tage später selbst dort schmettern. VVL-Trainer Zoran Nikolic verspürt nach dem souveränen Derby Rückenwind: "Das war ordentlich, das wollen wir bestätigen."

Besonders erfreute den Serben die ansteigende Formkurve seiner Sorgenkinder: "Libero Dragan Ratic wird in der Annahme endlich stabiler, Lars Björn Freier bringt jetzt seine normale Leistung. Vielleicht fühlt er sich durch den jungen Dirk Binsch unter Druck gesetzt." Da auch Armin Dewes und Zuspieler Jure Kvesic nach Verletzungen langsam zu alter Stärke finden, erwartet Nikolic einen Erfolg in Bad Saulgau - und dann auch am Sonntag (15.30 Uhr, Brüderstraße) im nächsten Heimspiel gegen Essen.

Steffen Enigk

 

Deutschland - Grafschafter Nachrichten 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Heute Spiel des SC Union

Emlichheim – Die Zweitliga-Volleyballerinnen des SC Union Emlichheim bestreiten heute Abend ein Trainingsspiel gegen den niederländischen Zweitligisten DOC Woonoase Dwingelo. Die Partie in der Emlichheimer Vechtetalhalle beginnt um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. 

SCU-Trainer Pierre Mathieu will seiner Mannschaft mit dem Vergleich gegen die ambitionierten Niederländerinnen Spielpraxis vermitteln vor der Partie am kommenden Sonntag (15 Uhr, Vechtetalhalle) gegen den MTV Obernkirchen.

 

Deutschland - Westdeutsche Zeitung 

Donnerstag. 12. Februar 2004

Meister SCC Berlin siegt nach langem Anlauf

Mit 2:3 (26:24, 26:24, 20:25, 23:25, 9:15) unterlagen die Volleyballer des SV Bayer Wuppertal dem Spitzenreiter SCC Berlin.

Wuppertal (tb/ab). Über eine Stunde durften die knapp 500 Zuschauer in der Bayer-Halle gestern von der großen Überraschung träumen. Doch nach einem 0:2-Satzrückstand drehte der in dieser Saison noch ungeschlagene SCC Berlin den Spieß noch herum. Der SV Bayer nutzte zumindest in den ersten beiden Sätzen die Gunst der Stunde, denn der deutsche Meister SCC Berlin spielte zunächst alles andere als meisterlich auf. Von der befürchteten Ein-Mann-Show des Berliner Hauptangreifers Marco Liefke konnte keine Rede sein. Ohne Dynamik beim Absprung blieb Liefke mit seinen Schmetterbällen in der Anfangsphase immer wieder im Bayer-Block hängen.

Die Wuppertaler konnten es so gar verschmerzen, dass ihre Annahme zuweilen bedenklich wackelte. Zum Ende des ersten Durchgangs halfen die Berliner mit Fehlaufschlägen beim Wuppertaler Satzgewinn kräftig mit. Mit 26:24 ging der erste Satz an die Gastgeber und damit war die erste Überraschung des Abends eigentlich schon perfekt.

Das Spiel stand auf keinem Spitzenniveau und war mit den Finalspielen beider Mannschaften in der vergangenen Saison nicht vergleichbar. Den Wuppertalern konnte das eigentlich recht sein, denn so hielten sie auch im zweiten Satz ausgezeichnet mit. Die Berliner dagegen schienen immer mehr den Faden zu verlieren. Hatten sie einmal die Nase vorn, dann leisteten sie sich wie der grobe Schnitzer. An der 2:0-Führung des SV Bayer war Geburtstagskind Gabriel Krüger maßgeblich beteiligt. Beim Stand von 19:22 brachte Bayer-Trainer Mark Lebedew Krüger für den wechselhaft spielenden Leszek Kurowski. Und wenig später schlug der SV Bayer dank Krüger beim Stand von 24:23 und 25:24 zum Satzgewinn auf. Marc Schmitt, der für den Aufschlag eingewechselt wurde, setzte den Ball mit einem Ass locker ins Spielfeldeck zum 26:24. 

Nun fehlte nur noch ein Satz zur kleinen Sensation. Auch im dritten Durchgang kam Krüger in der Schlussphase ins Spiel. Doch diesmal wieder holte sich die Erfolgsstory der ersten beiden Sätze nicht. Die entscheidenden Angriffsversuche liefen über Lars Dinglinger, der zunächst mit einem Lob und dann mit einem Schmetterball hängen blieb.

Mit Hängen und Würgen rettete sich Berlin in einen ausgeglichenen vierten Satz, der allerdings ebenfalls knapp an die sich nun langsam steigernden Gäste ging. Doch das war aus Sicht des SV Bayer zu befürchten, denn schlechter als zu Beginn konnte es für Liefke und Co. ja gar nicht mehr laufen. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Und hier setzte sich der SSC Berlin durch, für den Eugen Bakumowski nun die Punkte sammelte.

Thomas Besche und Andreas Boller

 

Deutschland - Westfälische Nachrichten 

Donnerstag. 12. Februar 2004

USC-Mannschaft ist heiß auf das Spiel

Münster. Was darf man erwarten, wenn der amtierende Deutsche Meister und derzeitige Ligaprimus auf den frisch gebackenen Pokalsieger und aktuellen Tabellenzweiten trifft? Mathias Eichinger ist sich da ganz sicher. Ich erwarte schon ein hochklassiges Spiel, meint der Meister-Trainer der Volleyballerinnen des SSV Ulm, der am Sonntag (15.30 Uhr) Gast des USC Münster im Volleydrom am Berg Fidel ist. Wenn sich der USC dann sicher vor dem ersten Ballwechsel von seinem Publikum ob der am vergangenen Sonntag in Schwerin gewonnenen Pokaltrophäe noch einmal feiern lassen wird.

Eichinger war Zeuge der Pokalspiele des USC in der Schweriner Kongresshalle. Entgegen so manchen anderen Beobachtern, die den USC beim Halbfinalspiel gegen Bayer Leverkusen schon hoffnungslos unterlegen gesehen hatten, hat er nie das Gefühl gehabt, dass Leverkusen gewinnen könnte. Man hat gemerkt, dass sich die Mannschaft während dieses Spiels immer besser gefunden hat, erklärt Eichinger insbesondere mit Blick auf das Zuspiel bei den Unabhängigen. Und er erwarte, dass sich der USC am Sonntag gerade in dieser Position weiter gefestigt zeigen werde.

Der Verlauf des Finales, so Eichinger, sei sicher durch die Verletzung der Fischbekerin Chukseeva beeinflusst worden, aber man könne auf keinen Fall sagen, dass der USC das Finale nicht gewonnen hätte, wäre die Verletzung nicht passiert.

Seine eigene Mannschaft sei heiß auf die Begegnung am Sonntag. Und ich gehe davon aus, dass das bei den Münsteranerinnen nicht anders ist, sagt Ulms Coach, der keiner der beiden Mannschaften in eine Favoritenrolle drängen will. Die Chancen stehen 50:50, meint Eichinger, dessen Mannschaft derzeit von Verletzungssorgen verschont ist. Alle sind gesund, konnte er gestern verkünden.

Den Weggang von Leistungsträgerin Elles Leferink am Ende der vergangenen Saison hat das Ulmer Team mittlerweile sportlich verarbeitet und verkraftet. Unser Spiel ist variabler geworden, die Last der Verantwortung trägt nicht mehr nur eine Spielerin in erster Linie, sondern verteilt sich auf mehrere Schultern, beschreibt Eichinger die Situation in der Mannschaft, die, das betont ihr Coach ausdrücklich, von einer sehr harmonischen Stimmung geprägt wird. Die Spielerinnen fühlen sich wohl, das merkt man, sind zufrieden. Und er geht davon aus, dass, wenn der Verein die entsprechende Angebote machen kann, die Mannschaft auch zusammenbleibt.

Allerdings befindet sich der SSV Ulm momentan in einer alles andere als beneidenswerten wirtschaftlichen Lage. Nur ein Viertel des 700000 Euro umfassenden Etats für die Saison 2004/2005 ist gedeckt. Für Eichinger und sein Team ist das derzeit aber eine absolute Nebensache. Das ist bei uns kein Thema, wir konzentrieren uns auf diese Saison.
Und an deren Ende will, so das klare Ziel, der SSV Ulm Deutscher Meister sein. Soll die Titelverteidigung gelungen sein, die ihm im Pokal durch ein frühes Scheitern versagt geblieben ist. Diese Trophäe musste er am Sonntag an den USC weiterreichen.

Martina Schönwälder

 

 © 1999-2003 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel