News

 Mittwoch, 15. März 2006 

NTSV: Eine (fast) perfekte Saison
Rottenburg: Matthias Klippel verlängert
EuroBeach: Neue Dimensionen
Grozer: "Motiviert sein, mutig sein, Spaß haben!"
DVV-Pokalfinale: Die Top-Stars
ATSV landet auf dem vierten Platz
SSC: Noch ist nichts gewonnen…

März 2006

Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31    

Februar 2006

Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28          

Zum Medien-Überblick

Aus Copyright-Gründen darf zu Berichten von Zeitungen, die ihr Einverständnis zur direkten Wiedergabe 
nicht erteilt haben, nur ein Link gesetzt werden. Sollte ein Link nicht mehr funktionieren, kann auf individuelle 
Nachfrage unter Angabe von Datum und Titel der Bericht aus dem Privat-Archiv angefordert werden.

 

 

Hamburg - Niendorfer TSV-News

 Mittwoch, 15. März 2006

   

NTSV: Eine (fast) perfekte Saison

Niendorfer 1. Damen steigen in Hamburgs höchste Volleyballliga auf.

Das Ziel der 1. Frauen des Niendorfer Sportvereins für die Saison 2005/06 war klar: Nach zweimal Platz vier in den letzten beiden Jahren, sollte nun der Aufstieg in die Hamburger Verbandsliga folgen. Schon früh in der Saison hatten sich die Konkurrenten um den Aufstieg abgezeichnet. Zum einem das Team aus Wilhelmsburg, das zwei Jahre zuvor noch in der Regionalliga aufgeschlagen hatte, dann das Team von SC Alstertal-Langenhorn (Scala), das 4 oder 5 ehemalige Regionalligafrauen im Team aufbot und das Team der VG Elmshorn, das letztes Jahr in der Relegation zur Verbandsliga gescheitert waren.

Die Hinspiele gegen Wilhelmsburg sowie gegen alle anderen Teams außer der VGE und Scala wurden deutlich gewonnen. Etwas ärgerlich war, dass die beiden Niederlagen im Dezember vor Beginn der Winterpause erfolgten und die Zuversicht aus einem starken Saisonbeginn mit 7 Siegen in Folge bei nur 3 Satzverlusten trübten. Doch aufgeben wollte den Aufstieg trotzdem niemand, so dass die Niendorferinnen bereits am 02.01.2006 das Training aufnahmen, um dann am 08.01. ein Vorbereitungsturnier gegen zwei Teams aus der Verbandsliga und ein Regionalligateam austrugen.

Die Spieltage im Januar verliefen dank dieser guten Vorbereitung sehr erfolgreich, so dass man sich ganz auf das nahende Rückspiel gegen Scala am 04.02.2006 konzentrieren konnte. An diesem Spieltag sollten die Mannschaften der Plätze  1 - 4 gegeneinander treten. Scala (Pl. 2) gegen NTSV (Pl. 3) und Wilhelmsburg (Pl. 1) gegen VGE (Pl. 4). Scala hatte zu diesem Zeitpunkt zusätzlich mit der ehemaligen Zweitliga-Spielerin Pia Degenkolbe „aufgerüstet“, was jedoch nur Marcus Schütte und die Niendorfer Mannschaftskapitänin wussten. „Ich wollte sicher gehen, dass sich meine Frauen ganz auf das Spielerische konzentrierten und nicht schon im voraus im Kopf das Spiel verlieren, indem sie sich von so etwas beeindrucken lassen“, rekapituliert Trainer Marcus Schütte die Situation.

Die Niendorferinnen  spielten von Anfang an stark auf, so dass dieses Spiel am Ende deutlich 3:1 gewonnen wurde. Das dieser Sieg noch an Wichtigkeit gewinnen würde, stellte sich am Abend heraus, als bekannt wurde, dass gleichzeitig an diesem Spieltag die Wilhelmsburgerinnen ihr Spiel gegen die VG Elmshorn 0:3 verloren. Auf einmal schien im Aufstiegskampf alles wieder offen. Am nächsten Spieltag mussten die Niendorferinnen gegen Hummelsbüttel (Pl. 5) spielen, Wilhelmsburg sollte zeitgleich gegen Grün-Weiß Eimsbüttel (Pl. 8) spielen. Die Frauen des NTSV gewannen ihr Spiel deutlich 3:0, die größte Überraschung sollte aber erneut am Abend erfolgen, als Marcus Schütte die Ergebnisse der anderen Begegnungen abfragte: Wilhelmsburg hatte 1:3 gegen den vermeintlich schwächeren Gegner GWE verloren! Die Freude hierüber war riesengroß, war die Chance aufzusteigen doch noch einmal gewachsen.

Das hieß, dass die Niendorferinnen in den letzten Spieltag als Tabellenerste hineingehen würden, um dort gegen Rissen (Pl. 7) und danach als Saisonfinale gegen Wilhelmsburg anzutreten. Die Angst vor einem „Patzer“ im vorletzten Spiel, wie von Wilhelmsburg in der Woche zuvor demonstriert, war allen Niendorferinnen durch die Bank anzumerken, da das Team außerordentlich nervös aufspielte. Dennoch gelang es ihnen ihr Spiel nahezu  fehlerfrei durchzuziehen, so dass es am Ende sehr deutlich an die Frauen vom NTSV ging.

Nun sollte das letzte Spiel gegen die Wilhelmsburgerinnen anstehen. „Ich hatte meinen Frauen verboten auszurechnen, wie viele Sätze wir noch benötigen, je nachdem wie das Spiel gegen Rissen ausgehen sollte“, erzählt Marcus Schütte lächelnd. Einige taten es natürlich trotzdem und gingen davon aus, dass noch 2 Sätze gewonnen werden mussten. Andere hatten es hingegen richtig ausgerechnet: es brauchte nur noch 1 Satz gewonnen werden! Die Wilhelmsburgerinnnen fanden dank eines starken Auftakts der Niendorferinnen keinen richtigen Einstieg in das Spiel. Von der Nervosität aus dem ersten Spiel war nichts mehr zu erkennen und so wurde der entscheidende erste Satz klar  25:14 gewonnen. Da konnte Marcus Schütte nicht mehr ruhig bleiben, lief auf das Feld und schrie: „Das reicht, das reicht!“ Die Freude war riesengroß. Am Ende sollte es zum Gewinn des letzten Spiels nicht mehr reichen und Wilhelmsburg gewann 3:2. Doch das war nicht mehr wichtig, denn es war geschafft: Aufstieg in die Verbandsliga! Eine (fast) perfekte Saison mit nur 13 Satzverlusten und elf 3:0-Siegen in 18 Spielen.

An dieser Stelle sei der immer größer werdenden Fangemeinde großer Dank ausgesprochen. Durch die Fans wurden viele wichtige Auswärtsspiele vor Heimkulisse ausgetragen. Weiter dankt die Mannschaft dem Vorstand und insbesondere der Spartenleitung, Harald Mesterknecht, der Volleyballabteilung des Niendorfer Sportvereins für ihre große Unterstützung. 

Aufsteiger in die Hamburger Verbandsliga: der Niendorfer TSV

 

 

Deutschland - TV Rottenburg-News

 Mittwoch, 15. März 2006

   

Rottenburg: Matthias Klippel verlängert

Beim TV Rottenburg wird an allen Bereichen hart gearbeitet und dies zahlt sich aus. Die drei definierten Arbeitsfelder „Hallensituation, Mannschaft und Finanzierung“ wurden im Vorfeld abgegrenzt. Nachdem das Thema Halle vorerst einen positiven Abschluss gefunden hat, liegt das Hauptaugenmerk auf den beiden anderen Punkten, die sich gegenseitig bedingen. Für die Sponsorenpartner ist es wichtig, weiterhin eine Mannschaft zu unterstützen, mit der sie sich identifizieren können, im Interesse der Spieler liegt es, ihren engen finanziellen Rahmen etwas zu erweitern und in einer konkurrenzfähigen Mannschaft zu spielen. Somit hängen die Anforderungen von Spielern und Sponsoren voneinander ab.

Aus diesem Kreis ausgebrochen ist nach Stefan Schmeckenbecher nun auch Mittelblocker Matthias Klippel. Der 20-jährige Ex-Skispringer hat den Lizenzvertrag für die nächste Saison in der ersten Bundesliga unterschrieben. Er findet das Umfeld und die Mannschaft in Rottenburg „echt irre“ und möchte nächstes Jahr die Starangreifer der ersten Liga gerne per Block auf den Boden der Tatsachen holen. Klippel: „Ich hoffe, dass ich ein Signal an Mitspieler und Sponsoren geben kann, hier dabei zu bleiben und unseren Traum zu verwirklichen.“ Dieser Traum umfasst vom ersten Auftritt in der höchsten deutschen Spielklasse den Klassenerhalt und mehr.

Manager Papenheim sieht in der Zusage „einen großen Vertrauensbeweis. Matthias ist ein wichtiger Mann für uns.“ Trotz aller Pläne und Arbeit darf die aktuelle Saison nicht vernachlässigt werden. „Wir sind noch nicht durch. Ich erwarte volle Konzentration meiner Spieler und will kein Spiel mehr verlieren“, so Trainer Müller-Angstenberger. Das voraussichtlich letzte Mal diese Saison fährt der TVR mit dem großen Bus für Team und Fans nach Kriftel. Abfahrt ist 15 Uhr an der Hohenberghalle, der Preis für Fahrt und Eintritt beträgt 12 €, ermäßigt 6 €. Anmeldungen für die Fahrt können bei Kassier Gottfried Neumann (Tel.: 07472-96440) vorgenommen werden.

 

 

International - Global Sports-News

 Mittwoch, 15. März 2006

   

EuroBeach: Neue Dimensionen

Die NESTEA European Championship Tour der Beach Volleyballer steht vor einer Rekordsaison – mehr Turniere und mehr Preisgeld denn je

Luxemburg/Zürich, 14. März 2006: Wenn Vassiliki Karadassiou an die NESTEA European Championship Tour dieses Jahres denkt, mischen sich bei der Griechin Vorfreude mit Respekt vor der Herausforderung. „Das sportliche Niveau auf der europäischen Turnierserie ist noch anspruchsvoller geworden“, sagt die Athletin, die vor kurzem zu Europas „Queen of the Beach“ gewählt wurde, „es wird wirklich hart, sich wieder vorne zu positionieren“. Diese Einschätzung wird nicht nur durch den Umstand genährt, dass die Konkurrenz auf dem Kontinent von Jahr zu Jahr größer wird, sondern auch dadurch, dass die NESTEA European Championship Tour im vierten Jahr ihres Bestehens erstmals sechs Stationen bietet. So viele, wie noch nie in der Geschichte des Beach Volleyballs in Europa.

Mit der Zahl der Events ist auch das Preisgeld des Prämienprodukts der europäischen Beach Volleyball Szene weiter aufgewertet worden. Insgesamt 700.000 Euro (mit zusätzlichem Bonus Pool) werden unter den männlichen und weiblichen Sandwühlern aufgeteilt. Dazu kommen Extraprämien wie die vier smart forfour, die von Tour Main Partner smart als Season-End-Prize für die beiden besten Teams der CEV Europarangliste ausgelobt worden sind.

Noch nie war der Anreiz also für die europäischen Topteams so groß, auf dem  heimischen Kontinent Vollgas zu geben. Auch sonst wartet die NESTEA European Championship Tour mit einem Novum auf: Wie der Europäische Volleyball Verband (CEV) und die in Zürich ansässige Agentur Global Sports Marketing (GSM) bekannt gaben, werden die europäischen Turniere neue Namen erhalten. Die beiden Institutionen, die den europäischen Beach Volleyballzirkus gemeinsam inszenieren wollen damit dem weiter gehobenen Standard Ausdruck verleihen. Statt „Open“ werden die Turniere in den verschiedenen Ländern der NESTEA European Championship Tour in Zukunft „Masters“ in Verbindung mit dem jeweiligen Ländernamen genannt. Unsere Intention ist es, mit der Umbenennung die Corporate Identity unserer Tour weiter zu schärfen und den weiter gehobenen Standard von Tour und Turnieren in der Nomenklatur zu reflektieren“, erklärte Christian Scholbrock, Managing Director bei GSM.

Zum Auftakt der Saison 2006 geht es im Mai erneut nach Alanya (Turkish Masters), dann folgen Hamburg (German Masters), Moskau (Russian Masters), Valencia (Spanish Masters), Luzern (Swiss Masters) und schließlich als Höhepunkt und Abschluss der Tour das NESTEA European Championship Final 2006 in Den Haag (Niederlande).

Die Stationen der NESTEA European Championship Tour 2006:

17. bis 21. Mai 2006: Turkish Masters in Alanya
31. Mai bis 4. Juni 2006: German Masters in Hamburg
15. bis 18. Juni 2006: Russian Masters in Moskau
20. bis 23. Juli 2006: Spanish Masters in Valencia
5. bis 8. August 2006: Swiss Masters in Luzern
24. bis 27. August 2006: NESTEA European Championship Final in Den Haag (Niederlande)

 

 

Deutschland - DVV-News

 Mittwoch, 15. März 2006

   

Grozer: "Motiviert sein, mutig sein, Spaß haben!"

Georg Grozer jr. (21 Jahre) tritt immer mehr in die Fußstapfen seines gleichnamigen Vaters, der zu Beginn der Neunziger Jahre den Moerser SC zur Deutschen Meisterschaft, zwei DVV-Pokalsiegen und einem CEV-Pokalsieg führte.
Der junge Kapitän des Moerser SC, Finalist und Außenseiter am 19. März in Halle, äußerte sich zu den Chancen gegen den VfB Friedrichshafen, seine Erwartungen an das Gerry Weber Stadion in Halle sowie zu seinem Vorbild.

Im Pokalhalbfinale siegte Moers überraschend beim Vizemeister Düren. Für Sie auch eine Überraschung?
Grozer: „Eine große Überraschung: in Hinspiel in der Bundesliga in Moers klar verloren und dann ausgerechnet in der ARENA gewonnen. Da hat Quero Nerven gezeigt – und andere auch.“

In der Bundesliga lief es in dieser Saison bislang noch nicht so gut, im Pokal dagegen hervorragend. Was ist das wahre Gesicht des MSC?
Grozer: „Wenn ich das wüsste. Wir haben in der Bundesliga noch nicht zu unserer Stärke gefunden, es fehlt wohl auch an der Motivation – ich will mich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen. In Düren war dann jeder bis unter die Haarspitzen voll motiviert, und da lief es dann auf einmal.“

Am 19. März stehen Sie nun überraschend im Finale gegen den VfB Friedrichshafen. Was rechnen Sie sich aus?
Grozer: „Wenn sich jeder so reinhängt wie gegen Düren und 100 % gibt wird es ein gutes Spiel. Wunder können im Sport immer geschehen.“

Was ist die Stärke von Friedrichshafen?
Grozer: „Die sind auf jeder Position gut besetzt und technisch besser.“

Wie lautet das Rezept gegen Friedrichshafen, in der Bundesliga gingen beide Vergleiche klar verloren.
Grozer: „Gegen Düren hatten wir ja auch verloren. Jetzt bloß nicht verkrampfen: motiviert sein, mutig sein, Spaß daran haben und mit diesen Faktoren ein gutes Spiel abliefern.“

Sie waren letzte Saison „Best Scorer“ in der Liga – gibt es ein Duell gegen Jochen Schöps?
Grozer: „Es ist immer reizvoll, sich mit starken Spielern zu vergleichen. Jochen hat ja gezeigt, dass auch andere gut sein können. Von uns beiden hat jeder seine Stärken. Ich respektiere ihn.“

Mit dem Gerry Weber Stadion wird das Pokalfinale der Frauen und Männer erstmals in einer großen Arena ausgetragen. Was halten Sie davon?
Grozer: „Eine schöne Sache, es ist eine Ehre dort zu spielen und jeder wird motiviert sein, weil die Halle so voll ist.“

„Boden-Decke“ einschlagen kommt aber wohl nicht in Frage, oder ...?
Grozer: „Na ja, in kleinen Hallen ist so eine Zirkusnummer manchmal reizvoll, aber in Halle werde ich mich auf was anderes konzentrieren.“

Ihr Vater war in Volleyball-Deutschland mit seiner Art und Spielweise ein Idol, Sie spielen auf der gleichen Position, sind von der Spielanlage her ähnlich. Nerven Sie eigentlich die ständigen Vergleiche mit ihrem Vater?
Grozer: „Überhaupt nicht. Es macht mich stolz, so einen Vater zu haben, und es ist eine Ehre für mich. Ich hoffe, dass ich noch mehr erreichen kann.“

Ihr Vater hat den DVV-Pokal in 91 und 93 gewonnen. Sprechen Sie mit ihm darüber, was das für ein Gefühl war und lassen Sie sich Tipps geben?
Grozer: „Wenn er mich besucht, wie zum Beispiel beim CEV-Pokal in Belgien, sprechen wir nach dem Spiel über konkrete Situationen. Jetzt hat er mir nur zum Einzug ins Finale gratuliert, über Details haben wir nicht gesprochen.“

War Ihr Vater eigentlich Ihr Vorbild, oder wie sind Sie zum Volleyball gekommen?
Grozer: „Schwer zu sagen. Die ganze Familie war sportlich, meine Tante, meine Mutter, mein Bruder auch. Es kam fast automatisch. Ich hab übrigens auch andere Sportarten probiert und bin dann irgendwie beim Volleyball hängen geblieben. Als ich Kind war, war er für mich ein Idol. Jetzt möchte ich selbst Vorbild sein – wie zum Beispiel in der Jugendgruppe, die ich beim MSC trainiere.“

Was machen Sie am Abend des 19. März?
Grozer: „Ich fahr nach einem guten Spiel nach Hause, meine Mutter und mein Vater werden wohl zu Besuch sein und dann machen wir es uns gemütlich. Sollten wir gewinnen, gibt es sicherlich eine Riesenfeier. Alles ist möglich.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Mittwoch, 15. März 2006

   

DVV-Pokalfinale: Die Top-Stars

Gnadenlos und spielentscheidend

HalleWestfalen - Volleyball ist noch mehr als die anderen Ballspielsportarten ein Mannschaftssport. Ist eine Position schwach besetzt, nutzt es der Gegner gnadenlos aus. Dennoch gibt es natürlich auch im Volleyball herausragende Akteure, die Spiele fast im Alleingang entscheiden können. Im Folgenden werden die Top-Stars der vier Pokalfinalisten vorgestellt.

Tanja Hart (USC Münster)
Seit Jahren führt sie die Liste der Kategorie „Beste Zuspielerin“ an: Tanja Hart ist die beste deutsche Zuspielerin und auch in Europa eine der Besten ihres Fachs. Doch jahrelang lief die 32-Jährige vergeblich Titelgewinnen hinterher, ehe sie es zuletzt richtig krachen ließ: 2003 gewann sie mit Ulm das Double aus Pokal und Meisterschaft, 2005 wiederholte sie das Kunststück mit dem USC Münster. Spielwitz und Variabilität zeichnen die Spielweise Harts ebenso aus wie Konstanz und Präzision. Alles Komponenten, die über die Qualität einer Zuspielerin entscheiden. Zudem besitzt sie das Gespür, in welchen Situationen sie welche Spielerin einsetzen muss. Die dreifache Olympiateilnehmerin wird sicherlich auch im GERRY WEBER STADION schwer durchschaubar sein für die Blockerinnen des Schweriner SC.
Weitere Spielerinnen des USC Münster mit Einsätzen in der Nationalmannschaft: Atika Bouagaa, Andrea Berg, Johanna Reinink (alle Deutschland), Vesna Citakovic (Serbien und Montenegro), Caroline Wensink (Niederlande)

Sylvia Roll (Schweriner SC)
Im Jahr 2002 war es das letzte Mal, dass der Schweriner SC über einen nationalen Titel jubeln konnte (DM-Titel). Seitdem mischte die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern stets oben mit, ohne jedoch ernsthaft in Titelnähe zu gelangen. Dies hat sich 2006 geändert, weil mit Sylvia Roll ein absoluter Top-Star zurückgekehrt ist. „Rolli“ baggerte von 1998 bis 2005 in Brasilien und Italien, wo sie zu einer echten Persönlichkeit reifte. Zuvor hatte sie von 1989 bis 1998 ihr Rüstzeug in Schwerin erlernt. Doch natürlich wirft die zweifache Olympiateilnehmerin nicht nur ihre Erfahrung aus 237 Länderspielen in die Waagschale, die Qualität ist immer noch überdurchschnittlich. In den defensiven Elementen Annahme und Abwehr galt sie stets als herausragend und als eine der Weltbesten, aber auch im Angriff und Block besticht Roll durch Klasse und Erfahrung.
Weitere Spielerinnen des Schweriner SC mit Einsätzen in der Nationalmannschaft: Tina Gollan, Kathleen Weiß, Patricia Wolf (alle Deutschland)

Georg Grozer (Moerser SC)
Einige nennen den Moerser SC in Bewunderung für Georg Grozer junior auch Georg Grozer SC. Und auch die Aussage des deutschen Nationalspielers und Finalgegners Jochen Schöps („Die Stärke von Moers heißt Georg Grozer!“) verdeutlicht den Stellenwert, den der erst 21-jährige Ungar inne hat. Seine Schlag- und Sprungkraft ist immens und machte ihn in der vergangenen Saison zum besten Punktesammler der Liga. Sein ganzer Bewegungsablauf ist eine Kopie seines gleichnamigen Vaters. In dessen Fußstapfen will der Sohn auch hinsichtlich der Erfolge treten, denn Georg Grozer senior gewann mit Moers unter anderem zwei Mal den DVV-Pokal (1991/1993). Wenn Grozer einen „Sahnetag“ hat, kann ihn keiner in der Liga stoppen. Und dann hat der große Außenseiter Moers auch eine kleine Chance, dem Titelverteidiger mehr als nur Paroli zu bieten.
Weitere Spieler des Moerser SC mit Einsätzen in der Nationalmannschaft: Tamas Szekeres (Ungarn), Diego Gutierrez (Argentinien), Novak Stankovic (Bosnien und Herzegowina)

Jochen Schöps (VfB Friedrichshafen)
Anders als beim Moerser SC – wo sich das Augenmerk der Öffentlichkeit, aber auch der Gegner auf einen Spieler fokussiert – verhält es sich beim Deutschen Meister und amtierenden Pokalsieger. Der VfB Friedrichshafen bietet ein Star-Ensemble auf, so dass es eigentlich unmöglich und ungerecht ist, nur einen Spieler zu nennen. Alle Spieler sind Nationalspieler und wären in anderen Bundesliga-Klubs herausragende Spieler. Doch der deutsche Nationalspieler Jochen Schöps – wie Grozer auf der Diagonalposition – ragt dennoch hervor. Schöps misst 2,01 Meter und ist zudem mit einer hervorragenden Sprungkraft ausgestattet. Seine knallharten Aufschläge und Angriffe versetzen jeden Annahme- und Abwehrriegel in helle Aufregung. Dennoch ist der 22-Jährige eine äußerst ruhige Erscheinung auf dem Feld, der ausschließlich Taten sprechen lässt. Das Zetern und Gestikulieren überlässt der ehemalige Kapitän der Junioren-Nationalmannschaft anderen. Gegenüber dem Ball und dem Gegner verhält es sich jedoch anders. Dann gibt es nur noch eines: hochsteigen, angreifen und den Punkt machen.
Weitere Spieler des VfB Friedrichshafen mit Einsätzen in der Nationalmannschaft: Simon Tischer, Max Günthör, Sebastian Schwarz (alle Deutschland), Alexis Valido (Spanien), Joao José (Portugal), Elvis Contreras (Dominikanische Republik), Robert Hupka (Slowakei), Peter Nagy (Ungarn), Rok Satler (Slowenien), Svetozar Ivanov (Bulgarien), Ashlei Nemer (Brasilien)

 

 

Hamburg - Ahrensburger Zeitung

 Mittwoch, 15. März 2006

   www.abendblatt.de 

ATSV landet auf dem vierten Platz

AHRENSBURG - Mit einem mühsamen 3:2 (25:20, 21:25, 15:25, 25:19, 15:10) über den VfL Geesthacht haben die Volleyball-Männer des Ahrensburger TSV die Bezirksliga-Saison beendet. In der Abschlußtabelle nehmen die Stormarner den vierten Rang ein.

Mit der Leistung am letzten Spieltag konnte die Mannschaft nur teilweise zufrieden sein. Im zweiten und dritten Satz machte der ATSV den Gegner mit unzähligen Eigenfehlern stark, fing sich aber im vierten Durchgang und setzte sich im Tiebreak schließlich trotz eines 2:6-Rückstands durch.

söb

 

 

Deutschland - Schweriner Volkszeitung

 Mittwoch, 15. März 2006

   www.svz.de 

SSC: Noch ist nichts gewonnen…

Schweriner Volleyballtrainer Aleksandersen warnt vor Pokal-Euphorie

Schwerin - Der Countdown läuft: In vier Tagen steigt im ostwestfälischen Halle das deutsche Pokalfinale zwischen dem Schweriner SC und dem Titelverteidiger USC Münster.

 © 1999-2005 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Zeitung von Peter Neese und Dennis Wenzel