News

 Montag, 25. Juni 2007 

Platz neun am Eiffelturm
European League: Krimi in Rotterdam – 2:3
Frauen: Im letzten Vergleich ein 2:3
Bouagaa: „Bei EM unter die besten Vier!“
Paris: Brink/Dieckmann Platz vier in Paris
Rote Raben: Wieder Sommercamp am Flughafen
ATSV siegt im Mixed
Schmetterschläge im Schatten der großen Pötte

Juni 2007
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Mai 2007

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Deutschland - USC Münster-News

 Montag, 25. Juni 2007

   

Platz neun am Eiffelturm

Mit Platz neun, 320 Weltranglistenpunkten und 8.000 US-Dollar Preisgeld kehrten Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich vom Grand Slam in Paris (Frankreich) zurück. Zum vierten Mal in dieser Saison gelang dem Beachvolleyball-Duo vom USC Münster damit eine einstellige Platzierung bei der Serie des Volleyball-Weltverbandes FIVB

Am Fuße des Eiffelturms gewannen die beiden Münsteranerinnen im ungewohnten Pool-Play zunächst mit 2:1 (21:13, 20:22, 15:9) gegen Schwaiger/Schwaiger (Österreich), zogen dann aber gegen Nyström/Nyström (Finnland) mit 0:2 (20:22, 17:21) den Kürzeren. Brink-Abeler/Jurich standen schon kurz vor dem Turnier-Aus, als sie ihre letzte Chance ergriffen und sich mit 2:1 (21:16, 14:21, 18:16) gegen Leila/Ana Paula (Brasilien) durchsetzten und zudem noch das Glück des Tüchtigen hatten. Da nämlich die Schwaiger- die Nyström-Schwestern bezwangen, rutschten die USClerinnen als Gruppenerste direkt in die zweite Runde. Hier allerdings war Endstation: Nach 40 Spielminuten unterlagen Brink-Abeler/Jurich den Australierinnen Barnett/Cook mit 0:2 (23:25, 14:21).

Den Sieg in Paris machten die Teams aus den USA, Brasilien und China unter sich aus. Im Endspiel setzten sich Walsh/May-Treanor (USA) gegen Tian Jia/Wang (China) durch. Dritte wurden Wacholder/Turner, die das kleine Finale gegen Larissa/Juliana (Brasilien) für sich entschieden.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 25. Juni 2007

   

European League: Krimi in Rotterdam – 2:3

Die DVV-Männer haben sich nur kurz an der Tabellenspitze der Vorrundengruppe A in der European League sonnen können. Die zweite Partie in Rotterdam ging mit 2:3 (25-22, 16-25, 25-21, 22-25, 15-17) verloren. Da Spanien seine beiden Partien in Belgien gewann (3:2 und 3:2), gibt es vor dem abschließenden Spieltag am kommenden Wochenende folgende spannende Konstellation: Die Teams Niederlande, Deutschland und Spanien weisen allesamt 6:4-Siege auf und sind nur durch das Satzverhältnis getrennt. Aktuell führt Spanien (24-17-Sätze) vor den Niederlanden (22-16-Sätze) und Deutschland (22-18-Sätze). Am letzten Spieltag empfängt Deutschland Belgien in Trier, Spanien die Niederlande.

Im 2. Spiel am vorletzten Wochenende der European League kam es nach einer hochdramatischen und hochklassigen Auseinandersetzung zwischen den großen Rivalen Niederlande und Deutschland zu einer denkbar knappen Niederlage für das deutsche Team, welches aber mit den Ergebnissen vom Wochenende weiterhin eine Option auf die Teilnahme am Final Four Turnier in Portugal besitzt. Die deutsche Mannschaft zeigte nach dem klaren Sieg am Vortage erneut eine Klasseleistung und macht sich berechtigt Hoffnungen auf positive Ergebnisse am kommenden Wochenende in Trier.

Startsechs Deutschland: Simon Tischer Zuspiel, Jochen Schöps Diagonal, Marcus Popp/Björn Andrae Annahme/Außen, Stefan Hübner/Max Günthör Mittelblock, Thilo Späth Libero
Startsechs Niederlande: Dirk Jan van Gendt Zuspiel, Christian van der Wel Diagonal, Jeroen Trommel /Jan Snippe Annahme/Außen, Wytze Kooistra/Rob Bontje Mittelblock, Marko Klok Libero

Spielverlauf

1. Satz: Von Beginn an eine verbissene Auseinandersetzung mit zwei schönen Günthör-Blocks (einmal mit Pampel, einmal mit Andrae) sowie zwei Popp-Punkten, aber auch 3 unerzwungenen Fehlern (Popp in den Block, Günthör im Netz und Tischer mit Aufschlagfehler).. Leichter Vorteil bei 8-7 für die Holländer, die auch bei der 2. technischen Auszeit ihre knappe 1-Punkt-Führung halten können. Zwischenzeitlich hatte Trainer Michael Warm nach einem Pampel Fehlangriff und einer Andrae/Späth Annahme-Panne bei Rückstand 7-10 eine Auszeit genommen. Nach der 2. technischen Auszeit sorgen Popp und Pampel für den Gleichstand bei 17-17, Hübner bringt mit einem Ass das Team erstmals in Führung. Als Hübner wieder am Netz ist, markiert er die 22-21 Führung und Pampel nutzt eine 2. Angriffschance zum Minibreak bei 23-21. Warm hat den Arm oben und den Zeigefinger gestreckt als Bontje zum 24-21 ins Aus schlägt und Hübner den 25. Punkt macht.

2. Satz: Im ersten Drittel des 2. Satzes dasselbe Bild wie im ersten Durchgang: beide Teams hochkonzentriert und aggressiv erfolgreich in den Standardsituationen – leichte holländische Führung bei 7-8, nachdem Tischer einen „Sicherheitsaufschlag“ ins Aus befördert hat. Mit Andrae-Angriff zum 8-9 weiterhin enge Partie, dann bringt ein Pampel-Aufschlagfehler den ersten Zweipunkteabstand bei 10-12. Bei den Holländern kommt Olieman für van der Wel. Es folgen vier Eigenfehler des deutschen Teams: Pampel in den Block, Späth mit Annahmefehler, Popp mit Schlag ins Aus und Andrae mit Annahmefehler. Bei der 16-10 Führung für Holland kommen nach der techn. Auszeit Dehne für Tischer und Schöps für Pampel. Zwischenzeitlich hatte Trainer Warm noch mit einer Auszeit bei 10-14 noch eine Neuorientierung versucht. Zwei erfolgreiche Schöps-Angriffe bringen das deutsche Team auf 13-18 heran, dann „verschießt“ Andrae einen Danke-Ball, der nach einem Schöps-Hammer direkt ins deutsche Feld zurückkommt. Bei 20-15 kommt Bakumovski für Günthör zum Aufschlag – und geht wieder mit einem Fehler. Ein Andrae-Annahmefehler beschert den Holländern das 22-15 und dem deutschen Team die 2. Auszeit. Das 23-15 entsteht nach einem erneuten Andrae-Annahmeproblem, den 24. Punkt beschert Dehne mit einem Aufschlagfehler und Punkt 25 erhalten die Holländer nach einer schweren, kaum lösbaren Abwehrproblem für Kromm, der bei 16-23 für Andrae ins Spiel gekommen war.

3. Satz: Warm schickt erneut die Startsechs vom ersten Durchgang, aber mit Schöps, aufs Spielfeld. Eine dünne 0-2 Führung der Holländer gleichen Popp mit schönem Angriff sowie Andrae/Hübner/Tischer mit einem Block aus, Andrae mit zwei raffiniert an den Block geschlagenen Bällen sowie Schöps und ein Günthör-Hammer sorgen für eine 7-6 Führung des deutschen Teams, die nach einem Kooistra-Fehler auf 8-6 bei der 1. technischen Auszeit anwächst. Nach einem weiteren Fehler im holl. Angriff sowie einem erfolgreichen Hübner-Block nimmt Trainer Peter Blangé bei 10-6 Führung für Deutschland die 1. Auszeit für sein Team. Holland wehrt sich weiterhin mit starken Aufschlägen, muss aber im zweiten Drittel mindestens zwei Fehlentscheidungen des Schiedsgerichtes verkraften, welches gute holländische Aufschläge als „aus“ bewertet. Daher weiter 4-Punkte-Abstand vor dem letzten Drittel. Nach einem erfolgreichen Tischer Soloblock zur 20-15 Führung und die zweite Auszeit für Holland. Dank der weiter druckvollen Aufschläge der Holländer (Kooistra und Trommel) sowie der fehlenden Reaktion in der deutschen Annahme kommen die Holländer auf 20-18 heran. Eine Auszeit von Trainer Warm bleibt zunächst ohne positive Wirkung – zwei weitere Annahmefehler im deutschen Riegel bringen den Spielern um Regisseur van Gendt den Ausgleich bei 20-20. Dann folgen allerdings zwei holl. Angriffsfehler, ein Schöps-Punkt nach längerem Ballwechsel sowie ein Hübner-Punkt zur 24-20 Führung. Schöps kann mit einem erfolgreichen Angriff den Satz schließen.

4. Satz: Schöps bleibt im Spiel und erneut eine dramatische Auseinandersetzung im 1. Drittel des vierten Durchgangs. Ein Popp-Block sorgt für einen kleinen 8-7 Vorsprung bei der 1. technischen Auszeit, der mit einem Schöps/Hübner Block sowie mit einem weiteren erfolgreichen Angriff von Popp und mit einem Kooistra-Fehler auf 11-8 ausgebaut wird. Blangé ordert einer Auszeit, Schöps erhöht auf 12-8. Bei 14-11 für die Mannschaft von Trainer Warm die zweite Auszeit von Trainer Blangé. Hübner´s Block sorgt für die 15-11 Führung, dann aber – nach einem Späth-Annahmefehler sowie einem Aufschlag-Netzroller der Holländer nur noch eine 16-14 Führung für das deutsche Team. Die deutsche Mannschaft kann den 2-Punkte-Abstand bis 20-18 sichern, dann bringen ein Popp-Annahmefehler sowie ein erneuter Aufschlag-Netzroller die Holländer auf 20-20 heran und nach einem Hübner-Angriffsfehler liegt Holland plötzlich mit 20-21 in Führung. Nach der 23-22 Führung für Holland sorgt ein Späth-Annahmefehler für die 24-22 Führung für Holland und eine erneuter Hübner-Angriffsfehler für das Satzende.

5. Satz: Trommel bringt nach hartem Aufschlag auf Popp Holland mit 1-0 in Führung, dann sorgt ein Schöps-Lob, ein Tischer/Hübner Block sowie ein schöner Kreuzangriff von Andrae für ein erstes Minibreak der deutschen Mannschaft mit der 3-1 Führung. Schöps erhöht nach Andrae-Lob bei 6-4 nach einer großartigen Tischer-Abwehr mit einem direkten aggressiven gezielt ins Hinterfeld gepritschten Ball auf 7-4 – Auszeit für die Holländer. Holland kann nach schwächelnder deutscher Annahme auf 6-7 herankommen. Zwei Fehlentscheidungen folgen: zunächst wird ein guter deutscher Aufschlag „aus“ gegeben, dann wird ein Aufschlagfehler von Schöps mit „in“ bewertet: bei 8-7 Führung für das deutsche Team werden die Seiten gewechselt. Ein Günthör-Block sowie ein Andrae-Ass sorgen bei 10-7 für eine 3-Punkte Führung, welche das deutsche Team bis 13-10 halten kann. Dann kommt die Stunde von Diagonalangreifer Michael Olieman: der Linkshänder „versenkt“ 3 Aufschläge in Folge im deutschen Feld und sorgt nach einem weiteren aggressiven Aufschlag für einen harmlosen deutschen Angriff und damit für die 14-13 Führung für die Holländer. Die deutsche Mannschaft kann abwehren, die 15-14 Führung der Holländer vergibt Rauwerdink nach einem Angriffsfehler. Nach der 16-15 Führung für Holland geht Rauwerdink zum Aufschlag – und tritt deutlich über. Der zuständige Linienrichter schaut zum Netz. Die deutsche Mannschaft kann nicht erfolgreich antworten ....

Resumée

Ein packendes, hochklassiges Spiel mit jeder Menge Emotionen und Enthusiasmus bei den Zuschauern brachte den Holländern einen etwas glücklichen (nach 13-10 Führung der Deutschen im 5. Satz!) aber doch verdienten Sieg. Immerhin konnte sich die Mannschaft von Peter Blangé beim Ballverhältnis deutlich (110-103) absetzen. Entscheidender Faktor war letztendlich die mit vollem Risiko geschlagene Aufschlagserie von Olieman in der Schlussphase, welche die deutsche Mannschaft vor ein unlösbares Problem stellte. Man muss aber auch sagen, dass schon in den Sätzen zuvor der holländische Aufschlagdruck (vor allem Linkshänder Trommel mit harten, leicht geschnittenen Bällen und auch Kooistra mit sehr harten Sprungaufschlägen) die spielerisch überlegene deutsche Mannschaft immer wieder vor Probleme stellte. Mitte des 5. Satzes hatten die Holländer bei 14 Aufschlagfehlern 13 direkte Punkte gemacht – Olieman legte dann noch drei Punkte dazu. Eine herausragende Aufschlagleistung. Hervorzuheben ist auch der Durchhaltewillen der Holländer nach dem 1-2 Satzrückstand und dem 10-13 Rückstand im 5. Satz. Die deutsche Mannschaft lieferte – bis auf einige „nachvollziehbare“ Aussetzer in der Annahme – eine sehr gute Leistung ab. Das Team um Coach Michael Warm präsentierte sich nach dem klaren 3-0 Sieg am Vortage in der „Höhle des Löwen“ insgesamt mit einer sehr guten Leistung.

Stimmen

Trainer Michael Warm – in Vertretung für den erkrankten Bundestrainer Stelian Moculescu: „Ich habe selten gesehen, dass ein Spieler in einer entscheidenden Phase beim Aufschlag so trifft wie Olieman. Eigentlich hätten wir den 4. Satz schon holen können. Insgesamt muss ich sagen, dass wir zwei Tage gut Volleyball gespielt haben – ohne den obligaten Hänger am 2. Tag. Wir sind nicht traurig: der holländische Aufschlag hat heute gewonnen. Die Mannschaft hat einen guten Schritt nach vorne gemacht – es hat Spaß gemacht mit diesem Team.“

Mannschaftsführer Frank Dehne: „Das war heute ein Spiel auf einem anderen Niveau, viel besser als gestern, wo wir viel mehr von den Holländern erwartet hatten. Heute haben die den Druck im Aufschlag gemacht, den wir gestern entfaltet hatten. Man muss sagen, dass einige holländische Spieler heute wohl ihren besten Tag erwischt haben – das gilt vor allem für den Aufschlag.“

Zuspieler Simon Tischer: „Wir haben heute etwas unter den sehr guten Aufschlägen von Kooistra, Olieman und Trommel gelitten. Wenn man dann die wenigen Chancen, die sich bieten, nicht konsequent nutzt, wird es ganz schwer. Ich bin aber nicht unzufrieden, weil wir doch ein starkes Spiel abgeliefert haben.“

Markus Popp: „Es hat heute – trotz der Niederlage – richtig Spaß gemacht. Das war ein immer offener, verbissener Kampf. Der holländische Aufschlag war fast perfekt heute – unsere Annahme konnte nicht immer mithalten. Die mächtige Kulisse mit den vielen ausdauernden Fans hat den Holländern sicher geholfen. Wir haben zwei Sätze geholt ... und fast auch noch den dritten.“

Björn Andrae: „Wir haben gut gespielt – im Angriff und Block war es okay. Die Holländer haben trotz unserer Führung dank ihrem grandiosen Aufschlag verdient gewonnen. Es gibt solche Tage – da gelingt es eben. Es sind dann die Kleinigkeiten, die einen gut aussehen lassen.“

Jochen Schöps: „Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt wie gestern, aber doch deutlich besser getroffen. Dass Olieman dreimal in Folge so einen Hammer loslassen kann – war schon imponierend. Es war insgesamt ein gutes Spiel – auch von unserer Seite. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt und sich ordentlich die Kante gegeben.“

Trainer Peter Blangé: „Ohne Aufschlag kannst Du heute gar nichts mehr bestellen – das haben wir gestern und heute gesehen. Nach gestern mussten wir so reagieren – die gute Annahme von Popp und Andrae ist nicht leicht zu knacken. Wir haben heute lange gesprochen und gesagt, dass wir volles Risiko gehen müssen, sonst haben wir gegen die Deutschen keine Chance. Ich bin froh, dass ich zunächst der „Sechs“ von gestern das Vertrauen geschenkt habe.“

Mannschaftsführer Marko Klok: „Ich bin natürlich sehr zufrieden – es war bei uns ein großer Unterschied zu gestern. Ich war froh, dass wir den Aufschlagdruck aufrecht erhalten konnten und dass wir auch bei Rückstand nicht aufgegeben haben. Das ist immer ein Zeichen von guter Moral, wenn man von einem Rückstand kommt und noch gewinnt. Das Ergebnis war heute sehr wichtig für meine Mannschaft.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 25. Juni 2007

   

Frauen: Im letzten Vergleich ein 2:3

Die deutschen Frauen haben die Länderspielserie gegen den WM-Sechsten Japan mit einer Niederlage abgeschlossen: Im vierten Spiel gab es die erste Niederlage, vor 800 Zuschauern in Heilbronn hieß es am Ende 2:3 (22-25, 25-23, 25-14, 28-30, 16-18), nachdem die deutsche Mannschaft im vierten Satz vier Matchbälle nicht nutzen konnte. Zuvor hatte es 3:1-Siege in Tübingen und Ulm sowie ein 3:2 in Mühlacker gegeben. Punktbeste Spielerinnen in Mühlacker waren auf deutscher Seite Maren Brinker (15), Corina Ssuschke und Christiane Fürst (je 12), bei Japan punkteten Megumi Kurihara (22) und Saori Kimura (17) am besten. Das Spiel aus Heilbronn wird am 25. Juni (19.00 Uhr) in der Sendung „Fanblock“ unter www.l-tv.de in einem Beitrag zu sehen sein. Die DVV-Frauen genießen nun drei Tage Pause. Am 28. Juni trifft sich das Team in Kienbaum zum nächsten Lehrgang, dann u.a. auch Angelina Grün (Bergamo), Kerstin Tzscherlich (Dresden) und Kathleen Weiß (Schwerin), die bei den Japan-Spielen pausierten.

Bundestrainer Giovanni Guidetti begann mit Mareen Apitz im Zuspiel, Dominice Steffen auf der Diagonalposition, Christiane Fürst und Kathy Radzuweit im Mittelblock, Margareta Kozuch und Maren Brinker auf den Außenpositionen und Atika Bouagaa als Libero.
Japans Trainer Shoichi Yanagimoto ließ Yoshie Takeshita, Megumi Kurihara, Saori Kimura, Erika Arakia, Shuka Oyama, Sachiko Sugiyama und Yuka Sakurai beginnen.

Wie schon die Partien in Ulm und Mühlacker entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Zuschauer sahen zum Teil lange Ballwechsel. Während die deutschen Spielerinnen ihre Größenvorteile in die Waagschale warfen, zeigten die Japanerinnen – angeführt von WM-Superstar Yoshie Takeshita – ein schnelles und kombinationsreiches Angriffsspiel. Nach zwei ausgeglichenen Sätzen, die schwesterlich geteilt wurden, war es der deutsche Druck im Angriff und Block, der die Japaner im dritten Satz an die Wand spielte. So gelang den Japanerinnen erst beim 9-0 der erste Punktgewinn. Nach der Satzführung wechselte Guidetti munter durch, um auch die anderen Spielerinnen zu sehen. Die Folge: Der Spielfluss ging etwas verloren. Dennoch hatte der Gastgeber vier Matchbälle, ohne jedoch den entscheidenden Punkt setzen zu können. Auch ein 8-5 im finalen Satz reichte nicht aus. Die Japanerinnen gaben alles, um wenigstens einen Sieg in der Serie zu landen und wurden am Ende für ihren aufopferungsvollen Kampf belohnt.

Ausführlicher Spielbericht

1. Satz
Nach Angriff Fürst und Block Kozuch ging die deutsche Mannschaft mit 2-0 in Führung, zwei direkte Blockpunkte gegen Steffen brachten den Ausgleich (2-2). Ein Gästeangriff an die Antenne sowie ein direkter Aufschlagpunkt durch Fürst bedeuteten das 6-3. Doch Japan konterte mit einem Tip-In der 1,59 Meter großen Takeshita sowie einem Block gegen Brinker. Als die Leverkusenerin ihren nächsten Angriff ins Feld brachte, ging es mit 8-7 in die technische Auszeit. Beide Teams agierten in der Folgezeit aus der Annahme souverän, ehe Steffen aus dem Hinterfeld übertrat und Fürst den zu niedrig gestellten Pass ins Netz drückte. Als Kozuch am Block scheiterte, hatten die Japanerinnen das Spiel gedreht (10-12) – Denise Hanke kam für Apitz. Diese bediente sogleich Fürst, die verkürzte, zwei Aufschlagfehler der Japaner in Folge brachten den Ausgleich (14-14). Nach Angriffsfehler Japan sowie einem weiteren Ass von Fürst lag die DVV-Auswahl bei der zweiten technischen Auszeit mit zwei Zählern vorne (16-14). Ein weiteres Ass durch Steffen, begünstigt durch die Zurich-Netzkante, ließ Gäste-Trainer Yanagimoto eine Auszeit nehmen (18-15). Beim 20-16 kam Cornelia Dumler, die von einem 30-köpfigen Fanklub aus ihrem Heimatort Ansbach angefeuert wurde, für Brinker, Kozuch erhöhte per Angriff auf 21-17. Ein Ass von Takeshita, ein Angriffsfehler von Fürst sowie ein Missverständnis zwischen Hanke und Fürst bedeuteten plötzlich Gleichstand (21-21), ehe Fürst beim dritten Versuch punktete. Ein missratener Trickschlag von Steffen sowie ein auf die Linie geschlagener Ball von Kimura drehten das Blatt erneut und bedeuteten Satzbälle. Apitz kam nochmals zurück aufs Feld, doch Steffen scheiterte zum wiederholten Mal am Block (22-25).

2. Satz
Die deutsche Mannschaft begann mit der gleichen Startformation, bei Japan kam Italien-Legionär Takahashi aufs Feld. Ein direkter Punktgewinn per Aufschlag (Kozuch), ein Block von Brinker sowie ein Rückraum-Knaller von Kozuch bedeuteten die 5-2-Führung. Als Steffen mit ihrem Angriff an der Netzantenne scheiterte, brachte Guidetti Anne Matthes für die bis dahin glücklose Hamburgerin (5-4). Kozuch hielt den Ein-Punkt-Vorsprung durch geschicktes Blockanschlagen (8-7), dennoch war Guidetti nicht ganz zufrieden. Guten Aktionen folgten schwächere, die deutschen Spielerinnen agierten zu schwankend bis dato. Kurze Zeit später war die knappe Führung weg, Libero Bouagaa unterschätzte einen Sprungaufschlag und verbaggerte die Annahme (9-10). Der Dresdner Doppelblock Fürst/Matthes sowie ein schöner Aufsteiger von Fürst holten die Führung postwendend zurück (12-10). Doch auch diese hatte nur kurz Bestand, weil Brinker am Block von Sugiyama scheiterte und die Annahme von Kozuch zu weit geriet (13-14). Ein Angriffsfehler der Japanerin sowie ein direkter Aufschlagpunkt von Matthes (ihre Hereinnahme wirkte sich belebend aus) drehten erneut die Partie (16-14). Nach Block von Radzuweit schien es kurz so, dass sich der Gastgeber absetzen könnte, doch eine zu weite Annahme von Matthes ließ die Gegner wieder den Anschluss finden (17-16), ehe Brinker den schönsten Ballwechsel der Partie positiv abschloss (18-16). Dann punkteten die Japanerinnen zweimal in Folge: Zunächst drückte Zuspiel-Zwerg Takeshita den Ball gegen die 27 Zentimeter größere Radzuweit ins Feld, dann packte der japanische Dreierblock gegen Kozuch zu (18-18) – Auszeit Guidetti. Dumler kam für Brinker aufs Feld – die Annahme sollte gestärkt werden (19-19). Nach Übergreifen durch den japanischen Block und einen Punkt von Matthes (Block gespalten) hieß es erneut Zwei-Punkte-Führung für Deutschland und Auszeit Japan (21-19). Der Vorsprung war kurz danach wieder hin, die eingewechselte Megumi Itabashi servierte ein Ass, anschließend scheiterte Fürst am Einerblock von Sugiyama (22-23) – Auszeit Deutschland. Glück dann, als der japanische Gegenangriff um Millimeter die Seitenlinie verfehlte – Ausgleich statt Satzbälle Japan (23-23). Satzball Deutschland hieß es dann, als Fürst ein (umstrittenes) Ass erzielte, die gesamte japanische Betreuerschar war aufgesprungen. Japans Star-Trainer Yanagimoto nahm sogleich eine Auszeit (24-23). Auch der Satzball wurde mit viel Dusel verwertet: Dumler schlug auf den japanischen Block, von dort ließ sie den Ball um Zentimeter neben die eigene Seitenlinie fallen (25-23).

3. Satz
Die deutsche Mannschaft kam gut aus der Kabine, und legte einen 4-0-Blitzstart hin. Corina Ssuschke war für Radzuweit auf dem Feld, und die deutsche Mannschaft punktete weiter, Kozuch und Brinker verwerteten ihre Angriffe. Als Fürst Horai blockte, ging es mit dem seltenen Ergebnis von 8-0 in die technische Auszeit. Beim 9-0 gelang den Japanerinnen endlich der erste Erfolg, das deutsche Angriffsspiel klappte nun aber hervorragend, Brinker aus dem Rückraum und Fürst von vorne steuerten Punkte bei (11-3). Dann kamen auch die Japanerinnen etwas besser ins Spiel, vor allem die Block- und Feldabwehr stand nun besser (13-7) – Auszeit Deutschland. Die zeigte Wirkung, denn nun war es der deutsche Block, der aufmerksam war und Punkte beisteuerte (Ssuschke und Brinker), mit 16-6 ging es in die Auszeit. Beim 17-9 kommen Hanke und Steffen (für Apitz/Mattes), der längste Ballwechsel des Spiels endet mit einem Block von Brinker und viel Applaus von den Zuschauern (18-10). Beim 20-12 kamen Apitz und Matthes zurück aufs Feld, Apitz und Steffen gingen - sie hatten ihre Sache gut gemacht. Kozuch machte per Lob und lupenreinem Ass das 23-13, der Rest war nur Formsache. Brinker holte den Satzball (über Block von Takeshita), Steffen nutzte gleich den ersten per Block (25-14).

4. Satz
Heike Beier, Cornelia Dumler und Kathy Radzuweit kamen neu ins Team, Fürst, Brinker und Kozuch blieben draußen. Das nutzten die Japanerinnen, die mit 1-4 in Führung gingen. Guidetti reagierte und brachte Steffen für Matthes, die zwei Angriffsfehler produziert hatte. Ein Block von Ssuschke sowie ein Lob der Japanerinnen ins Netz – schon sah das Ergebnis freundlicher aus (4-6). Ssuschke konnte noch einen Einbeiner verwandeln – zur Auszeit hieß es 6-8. Der Rückstand vergrößerte sich, als Dumler aus dem Hinterfeld übertrat und Bouagaa einen kurzen Aufschlag nicht kontrollieren konnte (7-11). Deutschland konnte verkürzen: Apitz gelang ein Ass, Steffen ein Punkt aus dem Rückraum (11-12). Den Ausgleich vor Augen verließ Dumler der Mut, ihr Lob war leichte Beute der Asiatinnen (13-15). Dann punktete Ssuschke zweimal, zunächst ein krachender Einbeiner, anschließend ein Block mit einer Hand (15-15). Mannschaftskollegin Beier spielte anschließend mit viel Gefühl einen Roller ins gegnerische Feld, plötzlich war die Führung da (16-15). Beier schloss zwei lange Ballwechsel jeweils per erfolgreichem Diagonalangriff ab, doch die Japanerinnen blieben dran (18-18). Eine vergebenen Punktchance von Steffen sowie ein geschicktes Anschlagen von Takahashi – schon war Japan vorne (19-20). Ssuschke glich per Einbeiner aus (21-21), doch als ein Angriff von Dumler hinter dem Feld landete, drohte der Satzausgleich (21-23). Beim 22-23 wechselt Guidetti Kozuch für Apitz ein, um den Block zu verstärken, die Taktik geht auf: Der deutsche Block entschärft den Angriff, Beier setzt anschließend geschickt den Lob (23-23) – Auszeit Japan. Auch der nächste Punkt geht an Deutschland: Abwehr Bouagaa, Zuspiel Ssuschke, knallharter Diagonalangriff Beier (24-23) – Matchball und Auszeit Japan. Japans Sugiyama wehrt ab, Apitz kehrt aufs Feld zurück. Beiers Lob holt die japanische Abwehr, doch dann blockt die Dresdnerin den Gegenangriff zum zweiten Matchball (25-24). Japan wehrt erneut ab, erneut holt Beier den Matchball, dieses Mal longline (26-25). Doch die Japanerinnen beweisen Nervenstärke und gleichen abermals aus, Beier kriegen sie aber nicht in den Griff, sie holt den nächsten Matchball (27-26). Nach erneutem Ausgleich holt Sugiyama den ersten Satzball für die Gäste, Dumler wehrt mit Netzkante ab (28-28). Ssuschke vergibt einen „Elfmeter“, den Ball auf der Netzkante drischt sie ins aus, Takeshita blockt Dumler – Satzausgleich, fünfter Satz (28-30).

5. Satz
Matthes steht wieder auf dem Feld, ansonsten die gleichen Spielerinnen wie zu Beginn des vierten Satzes. Nach einem Angriffsfehler von Kimura heißt es 3-2. Ein Block von Radzuweit sorgt für das 5-3 und die erste Auszeit von Japan. Nach einem Missverständnis auf japanischer Seite, einem Longline-Angriff von Dumler sowie einem knallhartem Aufsteiger von Ssuschke wechseln die Teams bei 8-4 die Seiten. Als Ssuschke einen Gegenangriff genau in das hintere Eck platziert, nimmt Yanagimoto eine Auszeit – wenigstens das vierte Spiel will Japan gewinnen. Sugiyama, beste Japanerin an diesem Tag, verkürzt mit zwei Einbeiner auf 9-6 – Guidetti nimmt eine Auszeit. Plötzlich ist der Wurm auf deutscher Seite drin, die Japanerinnen riechen Morgenluft und kommen auf einen Punkt heran (Dumler ins aus, Lob Kurihara, 9-8). Dumler schlägt den Block an und holt den wichtigen zehnten Punkt, abermals Sugiyama verkürzt (10-9). Apitz beweist Nervenstärke und punktet mit einer Finte – Steffen und Hanke kommen aufs Feld (für Matthes und Apitz, 11-9). Nach erneutem Anschluss kommen Apitz und Matthes zurück aufs Feld, Japan gleicht aus, weil Beier ins Netz schlägt (11-11). Ssuschke – erneut energisch – punktet mit Einbeiner und wehrt anschließend so stark ab, dass Dumler aus dem Rückraum per Lob abschließt (13-11). Takahashi verkürzt erneut, dann scheitert Beier am Zweierblock, Ausgleich und Auszeit Deutschland (13-13). Als Beier ins aus verzieht, hat Japan Matchball (13-14), Brinker kommt für Beier auf die Platte. Radzuweit schlägt mit etwas Glück den japanischen Block an und gleicht aus, doch Takahashi holt mit gefühlvollem Lob erneut Matchball für Japan (14-15). Matthes gleicht im zweiten Versuch aus, Beier kehrt zurück (15-15) und verschlägt ihren Aufschlag (15-16). Doch auch Takeshita verlassen in diesem Moment die Nerven, ihr Service landet ebenfalls hinter der Grundlinie. Ein Einbeiner bedeutet Matchball Nummer vier für die Gäste, Kurihara schlägt Dumler an, die Japanerinnen bejubeln ihren ersten Sieg in der Serie (16-18).

Stimmen zum Spiel und zur Serie

Giovanni Guidetti (in deutsch!): „Ich mag es nicht, mit einer Niederlage zu enden. Aber es ist in Ordnung, zumal ich heute nach dem dritten Satz fast die gesamte Mannschaft gewechselt habe. Ich habe nicht alles getan, um zu gewinnen. Ich wollte die Spiele nutzen, um zu sehen und nicht um zu gewinnen Wir haben alle Partien ohne taktische Vorbereitung bestritten, zudem an jedem Vormittag hart trainiert. Die Spielerinnen sind müde, aber das ist nicht mein Problem.“

Shoichi Yanagimoto (Trainer Japan): „Dankeschön an die Ausrichter für die sehr gute Organisation der Länderspiele. Ich bin zufrieden mit der Serie, auch wenn sie sehr hart war. Gewinnen oder verlieren war nicht so wichtig, ich wollte Erkenntnisse sammeln. Deutschland und Japan sind sehr stark und wollen beide ganz nach oben. Ich glaube, beide können es schaffen.“

Kathy Radzuweit: „Heute und gestern waren es Kampf- und Krampf-Spiele. Man hat uns die Müdigkeit und damit verbundene Konzentrationsmängel angemerkt. Es war ein guter Start für mich, der Sommer hat ja gerade erst angefangen. Darauf kann man aufbauen.“

Corina Ssuschke: „Man muss sich immer erst an den Spielstil der Japanerinnen gewöhnen, der deutlich schneller ist als bei anderen Teams. Wir haben eine gute Serie gespielt, auch wenn die letzte Partie leider verloren wurde.“

Maren Brinker: „Es ist alles sehr neu für mich, die erfahrenen Spielerinnen haben mir aber sehr geholfen. Vor allem in der Annahme, so konnte ich mich mehr auf den Angriff konzentrieren. Für mich waren diese Spiele mit dieser schnellen Spielweise eine sehr gute Erfahrung.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 25. Juni 2007

   

Bouagaa: „Bei EM unter die besten Vier!“

Mit 25 Jahren gehört Atika Bouagaa schon zu den „alten Hasen“ in der Nationalmannschaft. Atika Bouagaa war bereits mit der Juniorinnen-Mannschaft bei Europa- und Weltmeisterschaften und debütierte 2002 bei den DVV-Frauen. Bei der WM 2002 in Deutschland belegte sie mit den DVV-Frauen den 10. Platz. Und auch bei der EM 2003 in der Türkei, bei der es die DVV-Frauen auf einen beachtlichen 3. Platz brachten, war sie mit am Ball und überzeugte als Außenangreiferin. Sie war bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen (Platz 9) und letztes Jahr bei der WM in Japan (Platz 11). Nun steht wieder die Europameisterschaft vor der Tür (20.-30. September in Belgien und Luxemburg).

Vor den vier Länderspielen gegen Japan stellte sich Atika Bouagaa einem kurzen Interview in der Sportschule Ruit.

Atika, du hast schon insgesamt 114 Länderspiele bestritten. Gehören Länderspiele für dich inzwischen zur Routine?
Bouagaa: „Länderspiele sind dazu da, um zu testen, wo die Mannschaft steht, Verschiedenes auszuprobieren. Natürlich ist man etwas gelassener, wenn man schon länger dabei ist und mehrere Länderspiele hinter sich hat. Aber es kommt auch immer darauf an, was für ein Spiel man vor sich hat.“

Du hast in der vergangenen Saison beim USC Münster in der 1. Bundesliga gespielt und bist in der Nationalmannschaft. Wie sieht dein Trainingsalltag aus?
Bouagaa: „In der Wintersaison Bundesliga, im Sommer Nationalmannschaft. Die Vorbereitung in der Nationalmannschaft ist sehr intensiv. Wir haben viele Lehrgänge und Spiele. Bei den Lehrgängen trainieren wir zwei Mal am Tag. Wenn es Pausen zwischen den Lehrgängen gibt, bekommen wir einen Trainingsplan mit nach Hause, und dort versuche ich dann auch zwei Mal täglich zu trainieren.“

In der Vorbereitung zur EM habt ihr einige Turniere und Länderspiele auf dem Programm. Man gewinnt nicht jedes Spiel. Wie gehst du mit Niederlagen um?
Bouagaa: „Verlieren mag keiner. Aber es macht einen Unterschied, wo ich verliere, ob es ein Länderspiel ist, oder eine Niederlage in einer entscheidenden Phase bei einem Turnier. So eine Niederlage ist schmerzhafter. Wichtig ist, das schnell zu verarbeiten und wieder nach vorne zu schauen und sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren. Ich bin natürlich auch kritisch mir gegenüber und schaue, wo ich etwas verbessern kann.“

Das ganze Jahr Training. Wie motivierst du dich, wenn du mal keine Lust hast?
Bouagaa: „Zwischendurch gibt es immer mal wieder Pausen. Mal einen Tag frei oder ein Wochenende, da kann man dann nach Hause fahren, zu seiner Familie und sich etwas erholen und Kraft tanken.“

2004/2005 war eine harte Saison. Du warst in Italien und hattest eine hartnäckige Schienbeinverletzung (Ermüdungsbruch). Hast du da mal daran gedacht, Volleyball aufzugeben?
Bouagaa: „Das war eine schwere Zeit. Ich konnte 1,5 Jahre nicht richtig Volleyball spielen. Das hat mich natürlich schon sehr zurück geworfen. Ans Aufhören habe ich aber nie gedacht. Mittlerweile ist alles wieder gut verheilt, und ich bin wieder fit. Ich habe schon letztes Jahr wieder in der Nationalmannschaft auf sehr hohem Niveau gespielt.
In der letzten Bundesliga-Saison war es nicht ganz so gut. Mir war wichtig, die Saison gut zu überstehen, dass keine neue Verletzung hinzukommt. Das hat gut geklappt. Nun arbeite ich daran, mein Level wieder aufzubauen.“

In Italien warst du nur eine Saison. Könntest du dir vorstellen, noch einmal ins Ausland zu gehen?
Bouagaa: „Ja, durchaus. Es gibt auch einige attraktive Angebote aus dem Ausland. Wohin es geht, steht aber noch nicht fest.“

Du bist nicht nur Profi-Volleyballerin, sondern seit letztem Jahr auch Integrationsbotschafterin des DOSB. Was sind da deine Aufgaben und wie zeitaufwendig ist das?
Bouagaa: „Ich bin eine von drei Integrationsbotschaftern. Wir wurden zunächst zu einigen Treffen eingeladen, aber leider konnte ich an den wenigsten Treffen teilnehmen, da ich mit der Nationalmannschaft sehr viel unterwegs war. Im Januar dieses Jahres habe ich dann endlich zum ersten Mal die anderen beiden Integrationsbotschafter getroffen.
Wir sollen anschauliche Vorbilder für die Jugendlichen mit Migrationshintergrund sein, zeigen, dass durch Sport eine erfolgreiche Migration möglich ist und man Erfolg haben kann. Und durch diese Integration verändert sich auch der Blick auf Deutschland. Ich kann von mir selber sagen, dass ich mich durch den Sport integriert habe. Der Sport macht es leichter und schneller möglich, sich zu integrieren.
Ich werde von vielen Vereinen und Veranstaltern eingeladen, um dort eine Rede zu halten, mit Kindern zu sprechen und zu trainieren. Das macht mir sehr viel Spaß, aber leider habe ich auch einen sehr vollen Terminkalender, so dass ich nicht alle Einladungen wahrnehmen kann.“

Und was sind deine persönlichen sportlichen Ziele?
Bouagaa: „Ich möchte natürlich bei Olympia wieder dabei sein, und eine gute Platzierung bei der EM wäre toll. Wir wollen bei der EM unter die ersten vier zu kommen.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Montag, 25. Juni 2007

   

Paris: Brink/Dieckmann Platz vier in Paris

560 Weltranglistenpunkte und 18.400 US Dollar Preisgeld können Julius Brink/Christoph Dieckmann nach dem Grand Slam in Paris ihr eigen nennen. Die amtierenden Europameister belegten nach einem 0:2 (12-21, 17-21) gegen die US-Boys Lambert/Metzger Platz vier und waren damit bestes europäisches Duo. Den Turniersieg holten sich die Olympiasieger Emanuel/Ricardo (BRA).

Gegen Lambert/Metzger lief nicht viel zusammen bei Brink/Dieckmann. Der Angriff aus der Annahme klappte nicht wie gewünscht und auch in der Block- und Feldabwehr hatte das DVV-Duo gegenüber den Amerikanern an diesem Nachmittag Nachteile.

Durch den hervorragenden vierten Platz sicherte sich das deutsche Spitzen-Duo wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation, die vom 1. Januar 2007 bis 20. Juli 2008 läuft.

 

 

Deutschland - Volleyballer.de

 Montag, 25. Juni 2007

   www.volleyballer.de

Rote Raben: Wieder Sommercamp am Flughafen

Im vergangenen Jahr fand das beliebte Sommercamp der Roten Raben erstmals am Münchner Flughafen statt. Im Rahmen des Airport Beach hatten Jugendliche die Möglichkeit, sich die neuesten Kniffe und Tricks in Sachen Beach-Volleyball zeigen zu lassen.

Darüber hinaus konnten sie den Beach-Profis bei der bayerischen Meisterschaft oder der Smart Beach Tour über die Schulter schauen. Auch in diesem Jahr bieten die Roten Raben wieder ihr Sommercamp an. Zwei Termine stehen zur Auswahl: Vom 4. bis 11. August und vom 12. bis 19. August. Das Jako-Sommercamp ist erneut in das Airport Beach Event eingebettet, so dass die Jugendlichen auch wieder die Möglichkeit haben, bei der bayerischen Meisterschaft oder der Smart Beach Tour dabei zu sein.

Unter der Anleitung von professionellen Trainern und Betreuern haben Buben und Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren die Möglichkeit, ihre Fertigkeiten und Fähigkeiten im Beach-Volleyball zu verbessern. Für blutige Volleyballanfänger ist das Jako-Sommercamp nicht geeignet. Während des Camps werden auch der neue Trainer des Raben-Bundesligateams, Guilermo Gallardo sowie das Erstligateam der Roten Raben vor Ort sein und ein Schautraining veranstalten.

Die Teilnehmer haben während der Dauer des Camps ein Rundum-Sorglos-Pakte: Es stehen drei Trainingseinheiten pro Tag auf dem Programm zudem Theorie und Krafttraining. Die Teilnehmer werden individuell von professionellen Trainern geschult und bekommen am Ende des Camps eine Mappe mit wertvollen Trainingstipps sowie einer Erinnerungs-CD und einem Gruppenfoto. Sie werden während des Camps am Flughafen leben. Für die Übernachtung steht eine Turnhalle zur Verfügung, für Getränke und Verpflegung ist ausreichend gesorgt. Natürlich kommt auch die Entspannung bei einem entsprechenden Rahmenprogramm nicht zu kurz. Die Anmeldung läuft bereits, doch es sind noch Restplätze frei.

Die Anmeldung ist möglich bei der Geschäftsstelle der Roten Raben, Telefon oder bei der Hauptorganisatorin des Jako-Sommercamps, Margit Gartner unter Telefon 08741-7104.

 

 

Hamburg - Ahrensburger Zeitung

 Montag, 25. Juni 2007

   www.abendblatt.de

ATSV siegt im Mixed

AHRENSBURG - Der Ahrensburger TSV hat bei der dritten Auflage seines Volleyball-Jugendturniers in der Heimgartenhalle den Mixedwettbewerb der Altersklasse U 15 gewonnen. Bei den A-Jugendlichen setzten sich die Jungs des Barsbütteler SV durch. Insgesamt nahmen 19 Mannschaften teil.

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Deutschland - Münstersche Zeitung

 Montag, 25. Juni 2007

   www.westline.de

Schmetterschläge im Schatten der großen Pötte

Hallo, Münster!

Jetzt liegt er also hinter uns, der erste Grand Slam der Saison. Wie ihr ja sicher schon gelesen habt, haben wir es auf den neunten Platz geschafft.

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Das Beachvolleyball-Spitzenduo des USC Münster, Rieke Brink-Abeler und Hella Jurich, berichtet für unsere Zeitung von Turnier-Erlebnissen rund um den Globus.

 

 © 1999-2007 Smash Hamburg - Deutschlands Online Volleyball-Magazin von Peter Neese und Dennis Wenzel