News

 Samstag. 28. Juli 2007 

Hamburg Cowboys: Der Kampf geht weiter
VfB-Volleyballer lassen die Puppen tanzen
Hauptsponsor für Bayerns Beacher: headway holding
U20-WM: Nach Sieg über Thailand Siebter
Gstaad: Brink/Dieckmann scheiden als 17. aus
Pohl/Rau werden Fünfte
Claasen/Röder: Niederlage gegen Olympiasiegerinnen
Gstaad: Vier topgesetzten Duos im Halbfinale
Claasen/Röder und Pohl/Rau holen auf
Klemperer/Koreng eine Runde weiter
Kubanisches Flair beim Supercup an der Ostsee
Kunz: „Aus der Intuition heraus spielen!“
Medaillenträume versandeten
WSU-Kader: Klare Konturen
MSC: Konditionstraining zwischen Dünen und Meer
VCW: Ex-Bürgermeister leitet Geschäftsstelle

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Zum Medien-Überblick

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Deutschland - Oststeinbeker SV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Hamburg Cowboys: Der Kampf geht weiter

Der sofortige Rückzug der Hamburg Cowboys zum Ende Juli aus der 1. Volleyball-Bundesliga ist abgewendet. Trotz der fehlenden Finanzmittel haben sich Trainer, Management und Mannschaft entschieden, weiterzumachen. Die intensive erste Vorbereitungsphase auf die Ende September startende Saison hat damit offiziell begonnen. "Nach unserem Offenen Brief haben wir eine unerhört breite Rückmeldung der Hamburger bekommen", sagt Jan Schneider, Abteilungsleiter des Heimatvereins Oststeinbeker SV. "Viele sagen uns: Haltet durch. Das wollen wir auch tun. Es laufen einige Gespräche, aber noch konnten wir keine zusätzlichen Sponsoren begrüßen."

Nach der Entscheidung des Teams haben die Verantwortlichen nun erst einmal Zeit gewonnen. Schneider sagt: "Trainer Bernd Schlesinger und unsere Spieler beweisen einen hohen Grad an Idealismus. Die machen weiter, ohne dass sie wissen, was wird. Es fühlt sich derzeit wie ein Blindflug an, den wir gemeinsam durchstehen werden."

Wer im einzelnen im Kader stehe, darüber wollte Schneider keine Auskunft erteilen: "Die Gespräche laufen in Einzelfällen noch. Wir haben aber ein Team, mit dem wir in der 1. Bundesliga antreten können und das sich bereit erklärt hat, dies auch unter den jetzigen Umständen zu tun."

Einig sei man sich indes auch: Dieser Kader muss dringend weiter verstärkt werden, um sportlich in der 1. Liga mithalten zu können. "Wir wollen nicht abgeschossen werden, das kann nicht der Anspruch einer Hamburger Mannschaft sein." Schneider zeigt sich verhalten optimistisch. "Es wird sich in den nächsten Wochen hoffentlich etwas tun", sagt er, stellt jedoch auch klar: "Der Rückzug bleibt weiter eine Option."

 

 

Deutschland - VfB Friedrichshafen-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

VfB-Volleyballer lassen die Puppen tanzen

Bei den Heimspielen des VfB Friedrichshafen sollen in der kommenden Saison wieder Cheerleader für Stimmung sorgen. Für das neue Ensemble werden noch Tänzerinnen gesucht. Trainingsbeginn ist am Montag (30. Juli).

Bei den Volleyball-Heimspielen in Friedrichshafen fehlt etwas – da sind sich die VfB-Verantwortlichen ganz sicher. Die Arena bietet ein klasse Ambiente und auch der Sport offeriert Hervorragendes. Cheerleader, die während der Partien für Stimmung sorgen, allerdings sucht man seit geraumer Zeit vergeblich. „Es ist wirklich sehr schade, dass es so etwas nicht mehr gibt“, sagt Vera Metzler und wundert sich. „In so vielen Städten gibt es Cheerleader. Warum eigentlich in Friedrichshafen nicht?“

Die Ravensburgerin tanzte früher selbst aktiv bei der Showtanzgruppe „X-Dreams“ und ergriff nun unter dem Dach des VfB Friedrichshafen die Initiative, um solch ein Ensemble wieder aufleben zu lassen. Etwa zehn bis zwölf Mädchen sind bereits mit von der Partie – das aber sind zu wenige. Zirka 30 junge Frauen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren, die Lust und Ambitionen haben, ein buntes Showprogramm aus Cheerleading und verschiedenen Tänzen einzustudieren, sucht die engagierte Tanz- und Aerobiclehrerin.

„Schön wäre, wenn die Mädchen schon Tanzerfahrung mitbringen würden“, sagt sie. Das aber ist kein unbedingtes Muss. „Das Wichtigste ist, dass sie tanzbegeistert sind“, so Vera Metzler. „Vieles kann man schließlich lernen.“ Das allerdings kommt nicht von alleine, weshalb sich die Tänzerinnen von vornherein auf zwei Mal Training pro Woche einstellen sollten. Trainingsbeginn des neuen Tanzensembles ist am Montag (30. Juli) um 20 Uhr in der Festhalle Friedrichshafen.

 

 

Deutschland - Bayerischer VV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Hauptsponsor für Bayerns Beacher: headway holding

Der Bayerische Volleyball-Verband freut sich bekannt zu geben, dass die Zusammenarbeit mit der Agentur Fürst-Sport-Marketing-Beratung Früchte trägt: Als neuer Hauptsponsor des BVV-Beach-Cups - der offiziellen bayerischen Beachvolleyball-Turnierserie - konnte headway holding gewonnen werden. Die headwaypersonal gmbh und headwayjobcenter gmbh stehen für fortschrittliches Personalmanagement und Kompetenz am Arbeitsmarkt.

Stets aufgeschlossen für neue Ideen und spezielle Dienstleistungen, engagieren sich die beiden Tochtergesellschaften des 1997 in Landshut gegründeten Dienstleistungsunternehmens headwayholding gmbh, dieses Jahr erstmals als Hauptsponsor der Bayerischen Beachvolleyballserie „BVV Beach-Cup“. headway betreibt über 50 Niederlassungen in Deutschland, Österreich und Tschechien – den Großteil davon in ganz Bayern.

Hierbei bietet die headwaypersonal gmbh überwiegend höherwertige Personaldienstleitungen im qualifizierten Segment an. Die aus den ehemaligen Personalserviceagenturen entstandene headwayjobcenter gmbh betreibt mit ihren Niederlassungen das klassische Zeitarbeitsgeschäft überwiegend im Volumensegment der produktions- und fertigungsgebundenen Branchen. Neben dem klassischen Personaldienstleistungsangebot bietet headway auch weitere spezialisierte unternehmensnahe Dienstleistungen an. Arbeitnehmerüberlassung stellt nur eine Sparte des Dienstleistungsportfolios dar. Mit den Geschäftsbereichen headwaylogistic, headwayindustrie, headwayconvention, headwaypharma, headwayengineers und headwaymarketing führt headway bundesweit unternehmensnahe Technik- und Managementdienstleistungen durch.

2006 erwirtschaftete die headwayholding gmbh mit rund 2.700 Mitarbeitern einen Umsatz von nahezu 83 Mio Euro.

Weitere Informationen unter  www.headway-holding.com , www.bvv-beach-cup.de  und www.fuerst-sportmarketing.de .

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

U20-WM: Nach Sieg über Thailand Siebter

Die deutschen U20-Juniorinnen haben bei der WM in Thailand einen guten 7. Platz belegt. Mit 3-1 (27-25, 25-10, 22-25, 25-23) gewann die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Groß die Partie gegen Thailand und revanchierte sich zugleich für die bittere 1:3-Niederlage in der Vorrunde.

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Gstaad: Brink/Dieckmann scheiden als 17. aus

Julius Brink/Christoph Dieckmann haben die WM in Gstaad als 17. (200 Weltranglistenpunkte, 7.000 US Dollar) beendet. Das DVV-Duo unterlag in der ersten Ko-Runde den bärenstarken Chinesen Xu/Wu mit 0:2 (13-21, 16-21). Damit sind nur noch David Klemperer/Eric Koreng im Männer-Wettbewerb, der am Samstag fortgesetzt wird, vertreten.

Brink/Dieckmann legten einen Fehlstart hin: Nach knapp einer Minute Spielzeit hieß es 0:3, Dieckmann bekam dreimal nicht den Ball im Feld des Gegners unter (Abwehr, Block und aus). Beim vierten mal klappte es dann endlich. Doch die Chinesen waren besser „drin“ im Spiel und punkteten weiter (1-5). Brink verkürzte per Line-Angriff auf 3-6, dabei schlug er den Ball am 2,05 Meter Riesen Xu vorbei. Nach einem erneuten Punkt der Chinesen aus der Abwehr nahmen Brink/Dieckmann eine Auszeit, um den Rhythmus des Gegners zu unterbrechen und sich zu sammeln (3-8). Erneut baute Xu die chinesische Mauer auf, Dieckmann scheiterte weitere zweimal (3-10). Nach Ass von Xu, dabei sprang der Chinese weit ins Feld hinein, hieß es 4-12. Nach einem Aufschlag-Hammer von Dieckmann verwertete Brink den Punktball per Cut und gestaltete das Ergebnis etwas freundlicher (7-13). Dieckmann war nun besser im Spiel, sein Sideout stabiler. Als Brink eine schwer zu lösende Punktchance nicht nutzte, und es ein Missverständnis auf deutscher Seite in der Annahme gab, hieß es 9-16. Dieckmann punktete dann erstmals im Block gegen Wu, doch der erste Satz war weg. Wu holte mit einem zweiten Ball Satzbälle, der Dritte war es dann zum klaren 13-21.

Der zweite Satz begann wesentlich besser, Dieckmann hämmerte seinen Angriff diagonal ins Feld und glich aus (2-2). Da auch die Chinesen sehr stabil aus der Annahme agierten, konnte sich kein Team absetzen (5-5). Als Dieckmann nach einem längeren Ballwechsel mit seinem Angriff an der Netzkante hängen blieb, drosch er den Ball aus Enttäuschung mit dem Fuß in den blauen Himmel. Das zog eine rote Karte nach sich, es hieß plötzlich 5-8. Nach einem Dieckmann-Angriff ins Netz war der Rückstand auf vier Zähler angewachsen – Auszeit Deutschland (6-10). Die deutschen Fans feuerten das DVV-Duo lautstark an, doch die Chinesen zeigten sich davon unbeeindruckt und agierten weiter auf sehr hohem Niveau. Mit 9-12 ging es in die technische Auszeit. Als Wu einen Linkshänder-Aufschlag die Linie herunter auf Dieckmann unerreichbar servierte, stand es bereits 9-14.

Brink/Dieckmann versuchten, im Aufschlag mehr Druck auszuüben, doch die Versuche von Dieckmann und dann Brink misslangen zunächst. Die Chinesen hechteten hinter den unmöglichsten Bällen hinterher und feierten ihre Punkterfolge nicht mit der üblichen asiatischen Zurückhaltung (12-16). Ein Ass von Dieckmann, genau in die Feldecke, ließ es auf Court zwei nochmals laut werden, die Chinesen nahmen sofort eine Auszeit (14-17). Aber die Aufschläge von Brink erzielten nicht die gewohnte Wirkung und waren zu fehlerhaft. Der deutsche Abwehrspieler verkürzte, in dem er den Block von Xu anschlug, auf 16-19. Xu holte per Lineshot Matchbälle für China und blockte gleich den ersten gegen Dieckmann zum Sieg (16-21). Das Aus für Brink/Dieckmann, die als 17. ausschieden.

Christoph Dieckmann sagte danach: „Wir waren schlecht und bei den Chinesen hat alles geklappt. Um heute bestehen zu können, hätten wir im Aufschlag und im Block mehr machen müssen.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Pohl/Rau werden Fünfte

Stephanie Pohl/Okka Rau haben die WM in Gstaad mit dem starken fünften Platz beendet. Nach der 0:2-Niederlage (16-21, 19-21) gegen die Vize-Weltmeisterinnen Juliana/Larissa (BRA) erhielt das DVV-Duo 600 Weltranglistenpunkte und 18.000 US Dollar. Mit zwei fünften Plätzen (Claasen/Röder und Pohl/Rau), einmal Platz neun (Brink-Abeler/Jurich) und zwei 17. Plätzen (Goller/Ludwig und Banck/Lahme) konnten die DVV-Frauen-Duos überzeugen.

Nach einem Lineshot von Pohl ins aus gelang den Brasilianerinnen gleich ein Mini-Break (0-2). Anschließend punkteten beide Duos aus der Annahme, wobei sich die Brasilianerinnen Pohl in der Annahme ausgewählt hatten. Das deutsche Team schlug auf Larissa auf, und nach einem Larissa-Shot ins Netz war der Ausgleich da (5-5). Der erste Aufschlag auf Rau zeigte Wirkung, die Hamburgerinnen setzte ihren Angriff in den Block von Juliana (6-8). Nach einem starken Fake Block von Juliana (gegen Rau) erhöhten die Südamerikanerinnen auf 7-10 – Pohl/Rau nahmen eine Auszeit. Das half zunächst nicht: die Vize-Weltmeisterinnen bauten mit guten Aufschlägen und Block- und Feldabwehr den Vorsprung aus (8-13). Dann vergab Pohl die große Chance zum Punkt, sie setzte ihren Angriff in den Block der Verteidigerin Larissa. Ein Cut von Pohl ins Netz führte zum 9-15, ehe ihr per Lineshot der zehnte Zähler gelang. Nach einem Fehler von Juliana stellte sich der Spielstand freundlicher dar, nach einem starken Ballwechsel mit besserem Ende für das DVV-Duo hieß es nur noch 12-15. Doch Pohl konnte erneut aus dem Sideout nicht punkten, zum Glück verwertete Larissa eine Punktchance nicht (14-18). Rau brachte zunächst ihren Angriff aus der Annahme durch, anschließend punktete sie auch aus der Abwehr (16-19). Ein Aufschlagfehler von Rau bescherte den Brasilianerinnen Satzbälle, Larissa nutzte gleich den ersten per Ass durch die Mitte (16-21).

Mit „Deutschland, Deutschland-Rufen“ wurden Pohl/Rau auf dem Center Court vor dem zweiten Satz begrüßt. Aber die Brasilianerinnen übernahmen gleich wieder das Kommando: Ein Block gegen Pohl sowie ein zu dichtes Zuspiel der Blockerin auf Rau ließen die favorisierten Brasilianerinnen in Führung gehen (1-3). Ein Lineshot von Rau sorgte für den Ausgleich, ein ungenaues Zuspiel von Pohl raubte dem deutschen Team die Führungschance. Als Rau ihren zweiten Ball ins Netz, anstatt ins freie Feld setzte, wuchs der Rückstand erneut (4-7). Die nächste Punktchance der Brasilianerinnen machte Pohl per Block zunichte, dann „staubte“ Pohl direkt ab (6-8). Als Juliana ihren Angriff hinter die Grundlinie setzte, war der Anschluss geschafft. Dann sogar Ausgleich: Rau machte per Aufschlag viel Druck, den Punktball schlug Pohl ins freie Feld (8-8). Ein Block von Pohl gegen Juliana bedeutete die erste Führung im Spiel (10-9), ein Netzkanten-Ass von Larissa bedeutete wieder Führung für Brasilien (10-11). Die baute Larissa aus, zunächst wehrte sie mit einem sensationellen Hecht den Cut ab, anschließend schlug sie den deutschen Block erfolgreich an (10-12). Der erneute Ausgleich glückte durch einen Fake Block von Pohl gegen Juliana (12-12), ein direkter Aufschlagpunkt von Pohl (über Larissa) brachte die zweite deutsche Führung (14-13). Die hielt wiederum nur Sekunden, weil die Brasilianerinnen zwei Zählerinnen in Folge machten (14-15).

Nach einem Zuspiel von Rau übers Netz nahm Juliana die Einladung dankbar an, genauso den Netzangriff von Pohl (14-17). Dann glückte Rau endlich wieder ein Zähler per Line-Shot (15-17). Doch auch Larissa wirkte nicht so spielstark wie sonst, ihr Shotversuch blieb an der Netzkante hängen (16-17), ehe sie beim nächsten Angriff Glück hatte, dass er zwischen den Armen von Pohl hindurch ging. Ein druckvoller Aufschlag von Juliana bedeutete Probleme in der deutschen Annahme und den 19. Punkt für Brasilien (16-19). Pohl verkürzte auf 17-19, der anschließende Shot von Juliana ging hinter die deutsche Grundlinie – Anschluss und Auszeit Brasilien (18-19). Dann eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters, der ein Drückduell als Blockversuch von Pohl sah und somit das Zuspiel von Rau bereits als dritte Berührung wertete, Matchbälle Brasilien. Pohl wehrte den ersten per Diagonalangriff ab, den zweiten machte Larissa per Lineshot klar (19-21).

Okka Rau sagte danach: „Ich fand, da war mehr drin. Wir haben – traditionell – unsere Punktchancen nicht genutzt. Sie haben zwar gut aufgeschlagen, aber auch wir haben sie mit dem Aufschlag unter Druck setzen können. Momentan überwiegt die Enttäuschung, weil wir die Chance auf mehr gesehen haben. Später freue ich mich aber auch über den fünften Platz.“

Stephanie Pohl meinte: „Der fünfte Platz ist super, ich bin total zufrieden.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Claasen/Röder: Niederlage gegen Olympiasiegerinnen

Helke Claasen/Antje Röder haben die WM in Gstaad auf dem hervorragenden 5. Platz beendet: Gegen das weltbeste Team, die US-Girls Walsh/May-Treanor, setzte es eine 0:2-Niederlage (10-21, 22-22). Dabei konnte das deutsche Duo im zweiten Satz drei Matchbälle abwehren, ehe der vierte Matchball die Entscheidung brachte. Für Platz fünf kassierte das deutsche Duo 600 Weltranglistenpunkte und 18.000 US Dollar Preisgeld und machte mit den erzielten Weltranglistenpunkten wichtigen Boden im Kampf um die zwei deutschen Olympiaplätze gut.

Was es heißt, gegen das weltbeste Team zu spielen, erlebten Claasen/Röder von Beginn an: Die ersten drei Angriffe endeten an der „Wand“ Walsh der vierte Ball wurde von May-Treanor entschärft (0-4). Ein Shot von Claasen sowie ein Angriffsfehler von Walsh gestalteten das Ergebnis freundlicher (2-4), ehe erneut zwei Zähler an die Amerikanerinnen gingen (2-6). Als Walsh zum zweiten Mal in Folge den Shot entschärft hatte und anschließend unwiderstehlich versenkte, nahm das DVV-Duo eine Auszeit (2-7). Ein guter Aufschlag von Röder stellte Walsh vor Probleme, Röder versenkte den anschließenden Punktball zum 4-7. Nach erneuter Block- und Feldabwehr gegen Claasen sowie einem folgenden Annahmefehler der Berlinerin wurden die Seiten bei 4-10 gewechselt. Claasen hatte sichtlichen Respekt vor dem Block von Walsh, die jedoch auch Röder blocken konnte (4-11). Auch in der Folge vermochte Claasen nicht den Block von Walsh zu überwinden, lediglich der Cut zeigte immer wieder Erfolg, beim 7-14 ging es in die technische Auszeit. Dann – endlich – gelang Claasen der erste Lineshot über Walsh hinweg. Dementsprechend fiel der Jubel bei Claasen aus (9-15). Trotz der hohen Führung gaben Walsh/Mey-Treanor kein bisschen nach, de Abwehrspielerin warf sich nach den unmöglichsten Bällen, Walsh vollendete zum 9-18. Das US-Duo brachte den Satz kurz und schmerzlos zu Ende: May-Treanor baggerte den Ball auf die Netzkante zu ihrer Partnerin, Walsh versenkte zum 10-21.

Claasen/Röder blieben bei ihrer , Walsh mit Aufschlägen einzudecken, die 1,90 Meter große Blockerin schlug die Bälle unbeeindruckt ins Feld. Da aber auch der Sideout auf deutscher Seite besser war, verlief der Beginn des zweiten Satzes nicht so desaströs wie im ersten. Dann gelang May-Treanor das erste Mini-Break (2-4), doch das DVV-Duo hatte die Scheu nun abgelegt. Claasen schaffte per Cut den Anschlusspunkt (5-6). Claasen scheiterte dann wieder einmal mit ihrem Lineshot am Walsh-Block punktete aber anschließend, in dem sie mit viel Raffinesse den zweiten Ball extrem kurz hinter das Netz baggerte (5-7). Abermalige Block- und Feldabwehraktionen der US-Girls ließen den Vorsprung anwachsen (6-11), ehe Röder aus der Abwehr punkten konnte (8-11). Ein direkter Aufschlagpunkt von Röder zwischen die US-Girls ließ die deutschen Fans jubeln (9-11), doch nach einem leichteren Fehler von Claasen war der Rückstand wieder angewachsen (9-13). Ein Block von Röder gegen Walsh sorgte wieder für Sichtkontakt (11-13), ein weiterer Punkt aus der Abwehr (nach gutem Röder-Aufschlag) führte zum Anschluss (13-14). Als Röder abermals in der Abwehr glänzen konnte, gelang gar der Ausgleich, die Punktchance zur Führung vergab Claasen (14-15). Die nächsten zwei Zähler gingen erneut an die US-Girls, weil nach dem längsten Ballwechsel des Spiels ein Zuspiel von Röder zu dicht geriet und Röder am Netz chancenlos war (14-17). Claasen verkürzte zum 15-17 und hielt den Zwei-Punkte-Rückstand mit einem Angriff durch die Mitte (16-18). Ein Shot von May-Treanor bedeutete Matchbälle (17-20), Claasen wehrte mit ihrem stärksten Schlag, dem Cut, ab. Und auch der zweite war es nicht, weil Claasen gegen May-Treanor blockte (19-20). Und auch der dritte Matchball blieb ungenutzt, Röder verwertete im zweiten Versuch den Ball – Ausgleich (20-20). Die Punktchance zum eigenen Satzball ließ Claasen ungenutzt, ihr Poke ging neben die Linie, dann brachte ein Aufschlag von May-Treanor die Entscheidung, Claasen verbaggerte den Ball (20-22).

Helke Claasen sagte danach: „Im zweite Satz war mehr möglich, im ersten Satz war der Respekt zu groß. Als wir über May-Treanor gespielt haben, lief es besser, Antje hat viel Druck mit ihren Aufschlägen ausgeübt. Wir feiern heute den 5. Platz, das ist ein großer Erfolg.“

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Gstaad: Vier topgesetzten Duos im Halbfinale

Im Frauen-Turnier der Beach-WM in Gstaad kommt es im morgigen Halbfinale zu keiner Überraschung: Die vier topgesetzten Duos stehen allesamt im Semifinale, Titelverteidiger Walsh/May-Treanor (USA) treffen auf die an vier gesetzten Chinesinnen Xue/Zhang. Im anderen Halbfinale stehen sich Tian Jia/Wang (CHN, 3) und Larissa/Juliana (BRA, 2) gegenüber.

Alle behaupteten sich in ihren Viertelfinals sicher, bis auf Xue/Zhang, die drei Sätze gegen die Goller/Ludwig-Bezwinger Branagh/Youngs (USA) benötigten.

Ergebnisse Viertefinale Frauen
Pohl-Rau GER [19] Larissa-Juliana BRA [2] 0-2 (16-21, 19-21)
Tian Jia-Wang CHN [3] Maria Clara-Carol BRA [15] 2-0 (21-15, 21-19)
Branagh-Youngs USA [9] Xue-Zhang Xi CHN [4] 1-2 (21-17, 16-21, 11-15)
Walsh-May-Treanor USA [1] Claasen-Röder GER [30] 2-0 (21-10, 22-20)

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Claasen/Röder und Pohl/Rau holen auf

Olympia-Ranking jetzt Vierkampf

Die hervorragenden fünften Plätze von Helke Claasen/Antje Röder und Stephanie Pohl/Okka Rau bei der Beach-WM in Gstaad wirken sich vor allem auch im Kampf um die zwei deutschen Fahrkarten für die Olympischen Spiele 2008 in Peking aus. Claasen/Röder konnten den Vorsprung der drei anderen deutschen Duos deutlich verringern und haben auch erst sieben von acht möglichen Turnierergebnissen in der Wertung. Pohl/Rau rückten bis auf 20 Zähler an Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich heran. In Führung liegen weiterhin Sara Goller/Laura Ludwig, trotz ihres 17. Platzes bei der WM.

Axel Büring, Trainer von Brink-Abeler/Jurich, meinte: "Aus dem Dreikampf ist mindestens ein Vierkampf geworden. Darüber sollten wir uns freuen, denn das bedeutet, dass das Niveau in Deutschland gut ist. Die nationale Konkurrenz stachelt die Teams zu guten Leistungen an."

Das aktuelle Ranking in der Olympia-Qualifikation
Goller/Ludwig (8 Turniere): 2.560 Punkte
Brink-Abeler/Jurich (8 Turniere): 2.440 Punkte
Pohl/Rau (8 Turniere): 2.420 Punkte
Claasen/Röder (7 Turniere): 1.440 Punkte
Banck/Lahme (5 Turniere): 600 Punkte

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Klemperer/Koreng eine Runde weiter

Reckermann/Urbatzka raus

David Klemperer/Eric Koreng und Stephanie Pohl/Okka Rau haben als DVV-Duos drei und vier die zweite Ko-Runde bei der Beach-WM erreicht. Dagegen ist die WM für Jonas Reckermann/Mischa Urbatzka als 17. beendet (200 Weltranglistenpunkte und 7.000 US Dollar Preisgeld). Klemperer/Koreng bezwangen die Schweizer Gscheidle/Schnider mit 2:0 (21-13, 21-19) und treffen nun am Samstag auf die Australier Schacht/Slack, die gegen Reckermann/Urbatzka mit 2:0 (21-18, 21-19) gewannen. Pohl/Rau setzten sich gegen die Gruppenersten Montagnolli/Swoboda (AUT) am Ende sicher mit 2:0 (21-19, 21-16) durch und spielen nun gegen die Brasilianerinnen Renata/Talita (15.00 Uhr)

Zwei Angriffsfehler von Schnider ließen Klemperer/Koreng auf dem Center Court mit 3-1 in Führung gehen. Die Schweizer hatten sich als Taktik zurecht gelegt, Koreng anzuspielen, doch der deutsche Blocker hämmerte ihnen die ersten Bälle um die Ohren. Als Schnider sich Koreng pflückte, sicherte Klemperer reaktionsschnell und machte mit dem ersten Ball den Punkt (3-5). Ein erster „Monsterblock“ von Koreng (gegen Schnider) ließ den Vorsprung erstmals auf drei Zähler anwachsen (7-4), Klemperer erhöhte weiter, als er einen Lineshot erlief und den Ball anschließend im gegnerischen Feld hart versenkte (10-6). Der deutsche Sideout funktionierte – wie in den vergangenen Tagen – hervorragend, dann unterlief Klemperer ein erster Angriffsfehler aus der Annahme. Sein Rainbowshot ging hinter die Grundlinie. Beim nächsten Ball machte er es besser – mit 12-9 ging es in die technische Auszeit. Die Schweizer versuchten es nun mit kurzen Aufschlägen auf Klemperer, der jedoch keine Schwächen zeigte. Als Gscheidle den längsten Ballwechsel des Spiels mit einem Angriff hinter die Grundlinie abschloss, hieß es 14-10. Klemperer setzte einen mit starker Abwehr und konsequenter Punktballverwertung drauf (15-10). Ein Knaller von Koreng über den Block des Gegners sowie ein weiterer Angriffsfehler von Schnider (der deutlichen Respekt vor dem Block von Koreng zeigte) machten das 17-11. Zwar konnten die Gastgeber nach einem Fehler von Koreng (knapp ins aus) nochmals etwas verkürzen (17-13), aber ernsthaft in Gefahr geriet das DVV-Duo nicht. Klemperer holte mit Cut den 19. Punkt, ein Shot ins aus von Schnider bedeutete Satzbälle (20-14). Gleich der erste war es, der Schiedsrichter pfiff Gscheidle das Zuspiel ab (21-14).

Nach erfolgreicher Block- und Abwehr gegen Koreng lag das deutsche Duo zunächst hinten (1-3), nach Abwehr gegen einen Poke von Klemperer drohte das 2-5, aber Koreng blockte erfolgreich (3-4). Aber die Schweizer agierten nun aus der Annahme sehr sicher, Klemperer/Koreng hatten einige Konzentrationsprobleme. Zum Glück konnte Schnider eine abermalige Punktchance nicht nutzen, sein Shot ging weit ins aus. Ein Zuspiel-Pfiff gegen Gscheidle brachte den Ausgleich (6-6), ein abermaliger technischer Fehler des Schweizer Abwehrspielers die Führung (7-6). Dann war Koreng das zweite Mal im zweiten Satz per Block zur Stelle, der Angriff von Schnider ging senkrecht zu Boden (8-6). Eine sensationelle Block-Abwehraktion von Koreng brachte den nächsten Zähler: Koreng sicherte den eigenen Ball, anschließend war er erneut am Netz gegen Gscheide zur Stelle (10-7). Der Drei-Punkte-Vorsprung war kurze Zeit später hin: Zunächst sorgte ein Missverständnis zwischen Klemperer/Koreng für einen Schweizer Punkt, anschließend griff Schnider Klemperer den Cut ab (10-10). Nach einem erfolgreichen Cut von Klemperer ging es mit 11-10 in die technische Auszeit. Als Klemperer an der Netzkante scheiterte, wechselte die Führung an die Schweizer (11-12), ein folgender Zuspielfehler von Koreng bedeutete das 11-13. Klemperer holte den wichtigen Anschlusspunkt (12-13), glich dann mit viel Glück und Hilfe der Netzkante per Ass aus (13-13) ehe Koreng per Poke die Führung zurück holte (14-13). Klemperer vergab die Punktchance zur Zwei-Punkt-Führung, sein Angriff blieb im Block hängen (15-15). Koreng hielt den Minimalvorsprung per Cut (17-16), Klemperer machte das 18-17 ebenfalls per Cut. Nach Angriff Koreng gab es Matchball (20-19), Gscheidle verzog, das deutsche Duo jubelte (21-19).

David Klemperer sagte danach: „Es war wie erwartet schwer gegen die Schweizer, zum Glück hatten wir einen guten Start. Auf dem Center Court ist es um einiges anstrengender als auf den Side-Courts, der scheint nochmals etwas höher zu liegen. Der neunte Platz war unser Ziel.“

Eric Koreng sagte: „Im ersten Satz haben die Schweizer viele Eigenfehler gemacht, im zweiten Satz haben sie sich durch einige gute Aktionen gepusht und wir hatten einige Abstimmungsprobleme. Im Training haben wir die Australier schon geschlagen… Sie sind sehr athletisch, springen gut und haben ihren eigenen Spielstil.“

Reckermann/Urbatzka erwischten durch gute Aufschläge und einigen Fehlern ihrer Gegner einen guten Start in den ersten Satz (7-4). Dann unterliefen Urbatzka jedoch Fehler in Annahme und Angriff, die Führung wechselte zu den Australiern (8-9). Nach einem Block von Slack gegen Urbatzka hieß es 9-12, eine Abwehr gegen den deutschen Abwehrspieler ließ den Rückstand nochmals anwachsen (1-17). Als Reckermann einen erfolgreichen Block setzte, konnte das deutsche Team nochmals verkürzen, doch zum Satzgewinn reichte es nicht mehr (18-21).

Der zweite Satz begann ausgeglichen, ehe ein Mini-Break für die Australier den Zwei-Punkte-Rückstand bedeutete (9-11). Diesem lief das DVV-Duo hinterher. Als Urbatzka zwei 100%-ige Punktchancen nicht nutzen konnte, hieß es statt Ausgleich 16-18. In der Folge versuchte das DVV-Duo mit ihren Aufschlägen Druck auszuüben, doch die Versuche von Urbatzka und Reckermann flogen hinter die Grundlinie. Den entscheidenden Zähler setzte Schacht mit einem Angriff in die Feldmitte (19-21).

Mischa Urbatzka sagte danach: „Ich hatte keinen Arsch in der Hose, ich war nervös. Im ersten Satz habe ich zu wenig hart angegriffen. Ich bin gerade in einem kleinen Loch, da muss ich schnell wieder heraus.“

 

 

Deutschland - Sportsandevents-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Kubanisches Flair beim Supercup an der Ostsee

Ein Wiedersehen der besonderen Art gab es in der Qualifikation der smart beach tour Fehmarn 2007. Gil Ferrer Cutino (Foto), Publikumsliebling der vergangenen Saison, vierfacher kubanischer Meister und Hallen-Nationalspieler, hat beim Supercup am Fehmarnschen Südstrand sein erstes Beach-Turnier 2007 gespielt. Bislang mit Erfolg: Mit seinem Berliner Partner Florian Karl musste „Gilson“ zunächst ab Freitagmittag in die Qualifikation.

Doch nach zwei Siegen und einer Niederlage aus drei Spielen schaffte der sympathische Kubaner den Sprung ins Hauptfeld. Auch einige Lokalmatadore sicherten sich die Teilnahme an der mit 20.000 Euro dotierten Hauptrunde: Katharina Hinrichsen/Susanne Wigger und Dirk Böckermann/Markus Böckermann (alle FT Adler Kiel) schafften ohne Niederlage die Qualifikation.

Am Samstagmorgen, ab 9 Uhr, greifen die Favoriten ins Geschehen ein. Bei den Männern sind dies gleich drei Siegerteams der smart beach tour Saison 2007: Kay Matysik/Stefan Uhmann (Sieger smart beach tour Erfurt und an Position Eins gesetzt), Martin Kern/Maarten Lammens (Sieger Auftaktturnier in Dresden, Setzlistenposition Drei), sowie die Überraschungs-Sieger aus Essen, Denis Berken und Alexander Walkenhorst. Bei den Frauen sind die Siegerinnen des Tourstopps St. Peter-Ording, Claudia Lehmann und Julia Sude, an Eins gesetzt. In der Setzliste dicht gefolgt vom ehemaligen DVV-Nationalteam Geeske Banck/Susanne Lahme.

Beach-Party am Samstagabend

Nach Beendigung der Matches steigt am Samstagabend auf dem Gelände rund um den Center Court die traditionelle Beach Party. Der Eintritt zur Party und zu allen Spielen der smart beach tour ist kostenlos!

 

 

Deutschland - DVV-News

 Samstag, 28. Juli 2007

   

Kunz: „Aus der Intuition heraus spielen!“

Seit 2004 ist Thomas Kunz als Mentaltrainer im Beach-Volleyball tätig. Er begann mit Julius Brink/Kjell Schneider, nun betreut er die Teams Julius Brink/Christoph Dieckmann und David Klemperer/Eric Koreng. Im Interview erklärt der 41–Jährige seine Arbeit.

Sie betreuen die Teams Brink/Dieckmann und Klemperer/Koreng. Was haben Sie während des Halbfinals in Berlin gemacht?
Kunz: „Ich habe zugeschaut, beobachtet, meinen Sohn getröstet und viel auch über mich gelernt.“

Hatten Sie zuvor mit beiden Teams über das bevorstehende Spiel gesprochen?
Kunz: „Schon lange vor diesem Spiel haben wir über den Fall, das beide Team gegeneinander spielen mit beiden Teams gesprochen. Meine Arbeit zielt darauf ab, den Einzelnen zu stärken und jede mögliche Irritation zu vermeiden.“

Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit den Beach-Volleyballern?
Kunz: „Ich bin jetzt seit 15 Jahren in dem Bereich Personalentwicklung als Trainer, Berater und Coach tätig. Ich arbeite mit Börrje Schneider (Bruder von Kjell Schneider, Anm. d. Red.) beruflich seit 1999 zusammen, dann habe ich mit Kjell und Börrje gesprochen, wie das, was im Businessbereich klappt, auch im Sportbereich anwendbar ist. Wir haben damit angefangen, und es hat sehr schnell Erfolge gezeigt. Durch die Trennung der Teams ist es dann mehr geworden.“

Was machen Sie mit den Teams, wie arbeiten Sie während eines Turniers, wie während einer Pause zusammen?
Kunz: „Vor dem Turnier geht es darum, die Gedanken zu identifizieren, die einen Spieler hemmen, blockieren oder ablenken könnten und dann entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Störungen entgegen zu wirken. Während der Turniere bin ich Teil des Teams und heize auch schon mal das Publikum mit an.“ Nach dem Spiel gegen Franco-Chunha in Berlin hatte ich keine Stimme mehr. Dieser Sieg hat gezeigt, wie das Publikum zum „Dritten Mann“ wird.

Ist ihre Hilfe auch darauf angelegt, dass es im Team klappt oder nur Gegner bezogen?
Kunz: „Jede Irritation die auftreten kann, soll vermieden werden. Ich sehe das Team und jeden einzelnen Menschen als Teil eines Ganzen, alles ist mit miteinander verbunden. Die Spieler bestimmen jedoch wie weit das geht.“

Wissen Sie, wie viele Beach-Volleyball Teams mittlerweile mit einem Mentaltrainer bzw. Psychologen zusammen arbeiten?
Kunz: „Keine Ahnung. In Berlin habe ich gehört, dass die Italiener auch jemanden haben.“

Ist Beach-Volleyball eine besonders geeignete Sportart, um mental/psychologisch wirken zu können?
Kunz: „Man hat im Sport allgemein direkt messbare Resultate, das ist einfach und klarer als im Business-Bereich. Meine intensivsten Erfahrungen sind im Beach-Volleyball, die Anwendung der Techniken und Methoden wirkt auch in anderen Bereichen. Das Ziel ist es, die Aktionen aus der Intuition heraus zu spielen und nicht aus dem logischen Denken. Ich vergleiche das mit dem Elfmeterschießen beim Fußball, wo der Torwart theoretisch keine Chance hat, weil er sich vorher bewegen muss, um den Ball abzuwehren. Somit sollte der Schütze erst dann schießen, wenn er sieht, wohin der Torwart fliegt. Das heißt, er muss die Ruhe und das Vertrauen in seine intuitive Fähigkeit behalten, fängt er an zu überlegen oder empfindet Druck, dann steigt die Chance für den Torwart. Dazu muss ein bestimmten Gehirnbereich ansteuert werden. Uli Hoeneß hat 1976 einen wichtigen Elfmeter verschossen. Im Training passiert ihm das nie, im Wettkampf ja. Das Gehirn ist ein Produkt seiner Benutzung. Das heißt, das Gehirn bildet Routinen und ist lern- und veränderungsbereit. So können wir lernen mit schwierigen Situationen umzugehen. Diese Fähigkeiten kann man trainieren, genau wie ein Muskeltraining. Das ist die Basis unserer Arbeit.

Der US-Boy Todd Rogers sagte in einem Interview, entscheidend im Beach-Volleyball sei der mentale Fokus, Volleyball und vor allem Beach-Volleyball seien sehr mentale Spiele. Man müsse ein guter Athlet sein, aber nicht immer der beste Athlet gewinne. Stimmen Sie dem zu?
Kunz: „Kann ich 100 Prozent zustimmen. Die mentalen Fähigkeiten steuern, wie gut jemand Zugriff auf seine athletischen Fähigkeiten hat.“

Julius Brink ist ein echter Typ auf der Tour, sehr extravagant. Ist das seine Natur oder sind das auch psychologische Tricks?
Kunz: „Alles Tricks, eigentlich spielt Julius Halma. Wann fühlen Sie sich am wohlsten und können ihre beste Leistung abliefern? Die meisten Menschen können das, wenn sie sich ihrer Natur entsprechend geben dürfen, also sie selbst sind. Dann sind die Chancen für Weltklasseleistungen am Größten. Erkenne Dich selbst, sagt schon eine Inschrift am Apollontempel in Delphi. Da liegt die größte Kraftquelle eines Menschen. Wer sich verstellt, wendet unnötig Energie auf.
Man kann die Natur nutzen, dass man daraus an seine Stärken kommt. Was fördert, was blockiert gilt es individuell zu erkunden. Wenn man einfach etwas kopiert, kann das auch schwächen. Was bei dem einen hilft, kann bei dem anderen verkehrt sein. Das hat viel mit Wahrnehmung zu tun.“

Wie zufrieden sind Sie mit den beiden von ihnen betreuten Teams?
Kunz: „Wir sind gut unterwegs. Ich bin sehr zufrieden und die Arbeit mit den Vieren bringt mir Spaß und Freude. Dennoch ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Wir haben Großes zu verrichten!“

Verraten Sie einen Tipp? Was gibt es für eine Sofortmaßnahme, wenn es mal nicht läuft?
Kunz: „ Sich auf seine Stärken konzentrieren, am besten als Bild (sagt mehr als tausend Worte), negative Gedanken und Gefühle als Signal erkennen und lösende Gedanken statt trennende nutzen. Es gibt Atemtechniken, die dies unterstützen. Auch diese Dinge müssen trainiert werden und können erst dann ihre Wirkung entfalten. Wir sind immer in Bewegung. Wenn ich das akzeptiere, was jetzt ist, habe ich die Grundlage mich weiter zu entwickeln.“

 

 

Deutschland - Hamburger Abendblatt

 Samstag, 28. Juli 2007

   www.abendblatt.de

Medaillenträume versandeten

GSTAAD/HAMBURG - Acht von neun gestarteten deutschen Beachvolleyball-Duos standen am Freitag bei der WM in Gstaad (Schweiz) in der ersten K.-o.-Runde der besten 32. Im Laufe des bisher längsten Turniertages erlitten fast alle den Knockout. Einzig David Klemperer/Eric Koreng (Hildesheim/Essen) können sich noch Hoffnungen auf eine Medaille machen. Die Zweitplatzierten des Grand-Slams von Berlin stehen nach einem 2:0 gegen die Schweizer Gscheidle/Schnider im Achtelfinale und treffen dort an diesem Sonnabend auf die australischen Haudraufs Schacht/Slack.

Die deutschen Frauen schlugen sich mit zwei fünften Plätzen überaus passabel, verpassten aber bei einem Großereignis wieder mal mal den Sprung aufs Treppchen, auf dem zwei Teams aus China, die Titelverteidigerinnen Walsh/May (USA) oder Larissa/Juliana stehen werden. Die an Nummer zwei gesetzten Brasilianerinnen beendeten mit dem 2:0 (21:16, 21:19) im letzten Viertelfinale gegen Stephanie Pohl/Okka Rau die gute Performance der HSV-Vorzeigefrauen. "Im zweiten Satz hatten Stephi und Okka acht Breakchancen", sagte Trainer Bernd Schlesinger, der dennoch zufrieden war: Zuvor hatten die Olympiafünften von 2004 die Österreicherinnen Montagnolli/Swoboda beim 2:0 (21:19, 21:16) ebenso beherrscht wie im Achtelfinale die Brasilianerinnen Renata/Talita mit 2:0 (21:19, 21:15). "Sie haben sehr gut aufgeschlagen und echte Spielfreude entwickelt", urteilte Schlesinger. "Nach dem ersten Tag haben sich Stephi und Okka kontinuierlich gesteigert."Am Dienstag hatten Pohl/Rau glatt gegen Helke Claasen/Antje Röder verloren; gestern freuten sich die Berlinerinnen als Fünfte ebenso über 17 000 Dollar. Nach Siegen über Urjadowa/Shirjajewa (Russland/2:0) und Brink-Abeler/Jurich (Münster/2:1) waren sie im Viertelfinale beim 0:2 (10:21, 20:22) gegen Walsh/May fast chancenlos.

Die Hoffnung auf einen vorderen Platz hatte Mischa Urbatzka (24) mit Jonas Reckermann beim 0:2 (18:21, 19:21) gegen die aufschlagstarken Weltranglistenneunten Schacht/Slack begraben müssen. Dem Duo vom ETV Hamburg und aus Essen blieb bei ihrer ersten gemeinsamen WM nur der 17. Platz. Auch Julius Brink/Christoph Dieckmann (Berlin) blieben beim 0:2 gegen die sprungstarklen Chinesen Xu/Wu im Sand stecken - Rang 17 ist die bisher schlechteste internationale Platzierung für die Europameister.

TV: Eurosport, Sonnabend, 10 bis 12 Uhr (Frauen-Halbfinale) und 17.45 bis 18.15 Uhr (Finale). Sonntag, 10 bis 12 Uhr (Männer-Halbfinale) und 23.45 bis 0.45 Uhr (Finale).

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Deutschland - Westfälische Nachrichten

 Samstag, 28. Juli 2007

   www.westline.de

WSU-Kader: Klare Konturen

Warendorf. Seit fast zwei Monaten bereiten sich die Volleyballerinnen der Warendorfer Sportunion auf ihre sechste Zweitliga-Saison vor. Das Trainergespann Michael Spratte und Daniel Roese hat ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Übungsprogramm erstellt, das den Aktiven eine Menge abverlangt.

 

 

Deutschland - Neue Ruhr Zeitung

 Samstag, 28. Juli 2007

   www.nrz.de

MSC: Konditionstraining zwischen Dünen und Meer

Der Kader des MSC hat sein Vorbereitungscamp am Strand im belgischen Knokke aufgeschlagen. Nur Libero Rosic ist nicht dabei.

Kraft und Kondition - darum dreht sich das Training der MSC-Volleyballer. Die "Adler" haben dem nassen Niederrhein den Rücken gekehrt und am Strand von Knokke ihren Horst aufgeschlagen.

 

 

Deutschland - Wiesbadener Kurier

 Samstag, 28. Juli 2007

   www.wiesbadener-kurier.de

VCW: Ex-Bürgermeister leitet Geschäftsstelle

VCW auf der Suche nach neuem Vorstand

st. WIESBADEN Abseits des Spielfeldes werden beim Volleyball-Bundesligisten VC Wiesbaden die Positionen besetzt - nicht ohne Probleme. Die Vereinsmitglieder haben Ende Juni einen Brief erhalten, in dem ...

 

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